[0001] Die Erfindung betrifft ein mehrschichtiges, flexibles Übertragungsband mit einem
Hilfsträger und einer Haftkleberschicht, wobei zwischen dem Hilfsträger und der Haftkleberschicht
eine bindemittelhaltige Übertragungsschicht, die zur Haftkleberschicht eine stärkere
Haftung als zum Hilfsträger aufweist, vorliegt, ein Verfahren zu dessen Herstellung
sowie die Verwendung dieses Übertragungsbandes in aufgerollter Form in einem Handgerät.
[0002] Das oben beschriebene Übertragungsband geht aus der EP 0 318 804 hervor. Seine Besonderheit
besteht darin, daß die bindemittelhaltige Übertragungsschicht 0,5 bis 5 Gew.-% eines
löslichen Cellulosederivats als Abrißhilfsmittel enthält. Die bindemittelhaltige Übertragungsschicht
dieses Bandes kann sauber und randscharf auf zu bedeckende Stellen oder Flächen (auch
großflächig) aufgebracht werden. Es kann in einem Handgerät in aufgerollter Form zum
einfachen, schnellen und gleichmäßigen Auftrag auf das jeweilige Substrat verwendet
werden, wobei ein Fadenziehen der Haftkleberschicht beim Abriß weitgehend ausgeschlossen
ist. Es hat sich bei diesem Übertragungsband gezeigt, daß, wenn es in der Übertragungsschicht
Pigmente enthält, beim Auftrag auf ein Substrat mittels eines Handgeräts in der übertragenen
Schicht Mikrorisse auftreten können, die beim Beschreiben der übertragenen Schicht,
beispielsweise mit Tinte oder Tusche, zu einem unscharfen Schriftzug führen. Gelegentlich
ist bei längerem Lagern des Übertragungsbandes die Haftkleberschicht mehr oder weniger
"ausgetrocknet" und zeigt einen Tackverlust. Dies führt zu einer mangelhaften Anfangshaftung
beim erneuten Einsatz des Übertragungsbandes.
[0003] Die US-PS 3 413 168 offenbart ein selbstklebendes Abdeckband, das in der Klebeschicht
in statistischer Verteilung daraus hervorstehende hohle Mikrokugeln eines Durchmessers
von 40 bis 100 µm enthält. Die Mikrokugeln erlauben ein genaues Positionieren des
Bandes und zerbrechen bei dessen Andrücken. Dadurch wird das Band mit der Unterlage
verklebt. Die JP 5814 2944 A beschreibt ein festes Abdeckmaterial, das 20 bis 55%
hohle Mikrokapseln enthält, die mit Lösungsmitteln, Harzlösungen oder flüssigen Harzen
gefüllt sind.
[0004] Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, das bekannte flexible Übertragungsband
so weiterzubilden, daß die beschriebenen Probleme behoben bzw. dessen Gebrauchseigenschaften
verbessert werden.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß a) die bindemittelhaltige
Übertragungsschicht und/oder b) die Haftkleberschicht feine Hohlteilchen und einen
wasserlöslichen, festen Alkohol enthalten.
[0006] Mit anderen Worten bedeutet das, daß die Ausgestaltung a) und die Ausgestaltung b)
jeweils allein verwirklicht werden können. Jedoch ist auch eine Kombination der beiden
Ausgestaltungen möglich und bietet, was die nachfolgenden Darstellungen zeigen, Vorteile.
[0007] Zur vorteilhaften Herstellung des erfindungsgemäßen Übertragungsbandes ist insbesondere
ein Verfahren geeignet, bei dem eine pigmenthaltige Kunststoffdispersion nach üblichen
Auftragstechnologien auf einen flexiblen Hilfsträger aufgetragen, das Dispersionsmittel
abgedampft, darauf eine einen Haftkleber enthaltende wäßrige Dispersion nach üblichen
Auftragstechnologien auf die ausgebildete Übertragungsschicht aufgetragen und danach
das Wasser abgedampft wird, wobei a) die pigmenthaltige Kunststoffdispersion einen
wasserlöslichen, festen Alkohol und feine Hohlteilchen enthält und/oder b) die den
Haftkleber enthaltende wäßrige Dispersion einen wasserlöslichen festen Alkohol und
feine Hohlteilchen enthält.
[0008] Nach der Forderung gemäß der vorliegenden Erfindung muß mindestens in einer der beiden
Schichten gemäß den Ausgestaltungen a) und b) ein wasserlöslicher, fester Alkohol
vorliegen. Es muß sich um einen bei Raumtempertur wasserlöslichen, festen Alkohol
handeln. Zu dieser Gruppe von Alkoholen zählen insbesondere die 4-wertigen Alkohole,
wie Erythrit, die 5-wertigen Alkohole, wie Arabit, Adonit und Xylit, die 6-wertigen
Alkohole, wie Sorbit, Mannit und Dulcit, aber auch Alkohole mit einer oder mehreren
weiteren funktionellen Gruppen, die im Rahmen der Erfindung nicht stören, wie insbesondere
Glucose und Fructose, aber auch Disaccharide, wie Saccharose. Sorbit hat sich aufgrund
seiner guten hygroskopischen Eigenschaften als besonders geeignet erwiesen. Vorzugsweise
enthält die bindemittelhaltige Übertragungsschicht etwa 3 bis 25 Gew.-% wasserlöslichen,
festen Alkohol, insbesondere etwa 5 bis 20 Gew.-%. Der bevorzugte Gehalt des wasserlöslichen,
festen Alkohols in der Haftkleberschicht beträgt etwa 1 bis 40 Gew.-%, insbesondere
etwa 5 bis 30 Gew.-%.
[0009] Mindestens eine der beiden Schichten nach den Varianten a) und b) des erfindungsgemäßen
Übertragungsbandes enthält feine, insbesondere flexible Hohlteilchen in Verbindung
mit dem bereits erörterten wasserlöslichen, festen Alkohol. Dies schließt nicht aus,
daß die andere Schicht lediglich feine Hohlteilchen oder einen wasserlöslichen, festen
Alkohol enthält.
[0010] Die feinen Hohlteilchen sind vorzugsweise kugelförmig. Der Durchmesser der Hohlteilchen
liegt im Falle des Vorliegens in der Haftkleberschicht b) vorzugsweise zwischen etwa
0,25 bis 5 µm, insbesondere zwischen etwa 0,3 und 2 µm. Die Hohlteilchen haben im
Falle des Vorliegens in der bindemittelhaltigen Übertragungsschicht vorzugsweise einen
Durchmesser von etwa 0,3 bis 10 µm, insbesondere zwischen etwa 0,3 bis 5 µm. Insgesamt
ist es bevorzugt, wenn das Hohlraumvolumen der Hohlteilchen etwa 20 bis 55%, insbesondere
etwa 25 bis 40%, beträgt. Um mit dem erfindungsgemäßen Übertragungsband die noch später
erläuterten Vorteile zu erzielen, ist es ganz besonders bevorzugt, wenn die feinen
Hohlteilchen flexible, wasserhaltige Hohlteilchen poröser Wandung darstellen.
[0011] Die feinen Hohlteilchen bestehen im Regelfall aus einem opaken Polymer. Allerdings
ist auch eine Einfärbung dieses opaken Polymers möglich, wobei diese Einfärbung bei
der Herstellung durch solche Farbmittel erfolgen sollte, die mit dem Farbmittel der
Übertragungsschicht abgestimmt sind.
[0012] Besonders vorteilhafte Hohlkugeln sind solche eines Verhältnisses Wanddicke: Durchmesser
von weniger als 0,25, insbesondere 0,15 oder weniger. In Farbe + Lack, 93. Jahrgang,
10/1987 wird die Verwendung von Hohlkugeln dieser Art aus opaken Polymeren in Anstrichfarben
beschrieben. Diese sind in der getrockneten Anstrichfarbe luftgefüllt, um deren Deckvermögen
zu erhöhen. Der vorteilhafte Einsatz dieser Hohlkugeln in Zwischenschichten thermosensitiver
Papiere wird in der EP 0 341 715 B1 beschrieben. Dort leisten sie einen Beitrag zur
Wärmeisolierung und Elastizität. Zu vorliegender Erfindung besteht kein relevanter
technologischer Zusammenhang. Dennoch können die in der angesprochenen Literatur beschriebenen
Hohlkugeln uneingeschränkt und mit Vorteil im Rahmen der vorliegenden Erfindung eingesetzt
werden. Insbesondere bestehen ihre Wandungen aus Styrol-Harzen, Acrylharzen oder Styrol-Acryl-Copolymerharzen.
Ihre Herstellung wird beispielsweise in der US-A-4 427 836 sowie EP 0 022 633 B1 (Patentinhaberin
jeweils Rohm and Haas Company, USA) beschrieben. Sie werden im Rahmen eines speziellen
Emulsionspolymerisationsverfahrens hergestellt, auf das hier nicht eingehend eingegangen
werden soll, da es nicht Kern der Erfindung ist. Nach diesem bekannten Verfahren hergestellt
enthalten die beschriebenen Hohlteilchen bzw. Hohlkugeln bei Verfahrensablauf Wasser,
das bei höheren Temperaturen durch die in der Wandung der Hohlteilchen ausgebildeten
Mikroporen entweichen bzw. abdampfen kann. Im Rahmen der Erfindung besonders geeignete
Handelsprodukte werden unter der Bezeichnung Ropaque, insbesondere Ropaque OP-62 (Teilchendurchmesser
etwa 0,4 µm, Wandstärke etwa 0,06 µm), Ropaque HP-91 (Teilchendurchmesser etwa 1 µm,
Wandstärke etwa 0,1 µm) (jeweils vertrieben von der Rohm and Haas Company), sowie
Voncoat, insbesondere Voncoat PP-1100 (Teilchendurchmesser etwa 0,55 bis 0,5 µm, Wandstärke
etwa 0,11 bis 0,12 µm) (vertrieben von der Dainippon Inc., Co., Japan), verwendet.
[0013] Der Hilfsträger des erfindungsgemäßen Übertragungsbands besteht vorzugsweise aus
einer Kunststoffolie, wie sie bei den Trägern von Schreibmaschinenbändern üblicherweise
herangezogen wird, so z.B. aus Polyethylenterephthalat, Polypropylen, Polyethylen,
Polyvinylchlorid oder Polycarbonat. Auch silikonbeschichtetes Papier hat sich als
Hilfsträger als geeignet erwiesen. Die Silikonbeschichtung führt zu einer Verringerung
der Haftspannung zwischen der bindemittelhaltigen Übertragungsschicht und dem Hilfsträger.
Sie kann durch andere Antihaftmittel ersetzt werden, wie beispielswiese durch Polytetrafluorethylen.
[0014] Der Hilfsträger hat vorzugsweise eine Stärke von etwa 10 bis 60 µm , insbesondere
von etwa 15 bis 55 µm, die Übertragungsschicht eine Stärke von etwa 5 bis 40 µm, insbesondere
etwa 15 bis 25 µm, und die Haftkleberschicht eine Stärke von etwa 1 bis 8 µm, insbesondere
etwa 2 bis 5 µm. Zur Optimierung des erfindungsgemäßen Übertragungsbandes wählt man
zweckmäßigerweise ein Dickenverhältnis der Haftkleberschicht zu der Übertragungsschicht
von etwa 1:4 bis 1:12, insbesondere etwa 1:8 bis 1:10.
[0015] Die Haftkleberschicht kann aus handelsüblichen Haftklebstoffen bestehen. Dies sind
elastische und dauernd klebfähige Selbstklebemassen mit großen Adhäsionskräften, die
bereits unter geringem Druck bei Raumtemperatur auf den verschiedenen Oberflächen
sofort haften. Sie werden vorzugsweise in wäßriger Dispersion auf die sich bereits
auf dem Hilfsträger befindende Übertragungsschicht aufgetragen, da so die bereits
ausgebildete bindemittelhaltige Übertragungsschicht nicht wieder aufgelöst wird. Unter
Haftklebstoffen dieser Art sind insbesondere solche auf Acrylatbasis vorteilthaft.
Bei den Ausgangsmaterialien kann es sich um viskose Lösungen oder Dispersionen handeln,
die auf Kautschuk, Polyacrylaten, Polyvinylethern bzw. Polyvinylisobutylen beruhen.
Bevorzugt werden handelsübliche Materialien auf der Basis von Polyacrylaten. Geeignete
Handelsprodukte sind Ucecryl 913 und Ucecryl PC 80 (vertrieben von der Firma ucb,
Dogenbos, Belgien) sowie die Kunststoffdispersion VP 859/6 (vertrieben von der Firma
Freihoff). Vorzugsweise enthält der aufzubringende Haftklebstoff, der zunächst in
einem wäßrigen Medium vorliegt, Netzmittel bzw. Tenside (vertrieben unter der Handelsbezeichnung
Byk W). Die Dispersionen des Haftklebstoffs zur Ausbildung der Haftkleberschicht werden
vorzugsweise in einer Menge von etwa 1 bis 5 g/m
2 und ganz besonders bevorzugt in einer Menge von etwa 2 bis 4 g/m
2 auf die Übertragungsschicht aufgetragen.
[0016] Zur Ausbildung der bindemittelhaltigen Übertragungsschicht werden vorzugsweise thermoplastische
oder thermoelastische Polymere in wäßriger Lösung oder in Form einer wäßrigen Dispersion
eingesetzt. Im Rahmen der Erfindung werden zur Lösung der gestellten Aufgabe mit Vorteil
folgende Substanzen verwendet:
a) Polyurethane eines Molekulargewichtes von 15.000 bis 50.000, z.B. Permuthane U 4924
der Firma Stahl-Chemie oder Desmolac 2100 der Firma Bayer AG,
b) lineare gesättigte Polyester eines Molekulargewichtes von 20.000 bis 30.000, z.B.
Vitel PE 307 der Firma Goodyear Tire + Rubber, Polyflex 46962 der Firma Morton,
c) Styrol-Isopren-Styrol-Copolymerisate, z.B. Clariflex TR 1107 der Firma Shell-Chemie,
d) Acrylate und Methacrylate, z.B. Plexigum 7 H der Roehm GmbH,
e) Polyamide, diphenylsäuremodifiziert, z.B. Scope 30 der Firma Rhone-Poulenc oder
Emerez 1533 der Firma Emery Chemicals,
f) Polymerdispersionen auf der Basis von Vinylpropionat, z.B. Propiofan 6D der Firma
BASF und
g) in Wasser lösliches carboxymethylgruppenhaltiges Polymethacrylat, z.B. Rohagit SD15
der Firma Roehm GmbH.
[0017] Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und bedeutet keine Einschränkung
in ihrer Auswahl. Vielmehr ist es für den Fachmann ohne weiteres ersichtlich, daß
auch noch andere Bindemittel in Frage kommen können, zumal in der Art des Bindemittels
nicht das Wesen der Erfindung zu sehen ist.
[0018] Um die Erfindung weitergehend zu optimieren, sollte bei der Wahl des jeweiligen Bindemittels
zur Ausbildung der Übertragungsschicht auch die Art des dabei herangezogenen Weichmachers
bedacht werden. Dieser sollte beim Aufbringen der Übertragungsschicht auf die zu korrigierende
bzw. zu bedeckende Fläche nicht durch die normalerweise dünn ausgebildete Haftkleberschicht
dringen und mit der zu korrigierenden Stelle bzw. den sich dort befindenden Farbmitteln
in Kontakt treten und auf diese Weise eine unerwünschte Einfärbung der Übertragungsschicht
bewirken. Für diesen Zweck sind gängige Weichmacher, wie Silikon-, Rizinus- und Mineralöle
geeignet. In anderen Anwendungsbereichen bevorzugt eingesetzte Weichmacher, wie beispielsweise
Phthalsäureester oder Oleinalkohol, sind nicht gleichermaßen gut geeignet. Um dem
angesprochenen nachteiligen Effekt von Weichmachern in Grenzfällen entgegenzuwirken,
kann der bindemittelhaltigen Übertragungsschicht ein sogenanntes "Verlackungsmittel"
einverleibt werden, das eventuell migrierende Farbmittel ausfällt bzw. unlöslich macht,
so daß diese nicht in die aufgebrachte Übertragungsschicht migrieren und diese wieder
einfärben. Geeignete Verlackungsmittel sind Tannin und Tanninderivate. Es lassen sich
im allgemeinen Verlackungsmittel heranziehen, die in Tinten und Tuschen enthalten
sind. Sie sollten vorzugsweise in einer Menge von etwa 0,5 bis 5 Gew.-%, insbesondere
etwa 1,5 bis 3,5 Gew.-% in der bindemittelhaltigen Übertragungsschicht vorliegen,
wobei der Bereich von etwa 2 bis 2,5 Gew.-% ganz besonders bevorzugt ist. Es hat sich
gezeigt, daß die Menge an Weichmacher durch die Einbeziehung wasserhaltiger poröser
Hohlteilchen deutlich herabgesetzt werden bzw. in Einzelfällen darauf verzichtet werden
kann.
[0019] Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Übertragungssbandes wird das jeweils gewählte
Bindemittel zur Ausbildung der Übertragungsschicht vorzugsweise in eine wäßrige Lösung
oder Dispersion überführt. Zusätzlich werden die nachfolgend erörterten Additive,
wenn gewünscht, zugegeben. Die Wahl des Lösemittels bzw. Dispersionsmittels hängt
von der Art des herangezogenen Bindemittels ab, jedoch auch von dem Material, aus
dem die Hohlteilchen, insbesondere feinen flexiblen, wasserhaltigen Hohlteilchen bestehen.
Das Lösemittel darf demzufolge weder die Wandung der Hohlteilchen lösen noch dazu
führen, daß das in den Hohlteilchen enthaltene Wasser durch dieses in erheblichem
Maße ausgetauscht wird. Vorzugsweise wird daher Wasser als Dispersionsmittel bzw.
Lösemittel eingesetzt. Grundsätzlich können auch andere Lösemittel herangezogen werden,
sofern sie die oben angesprochenen Anforderungen erfüllen. Hierzu zählen insbesondere
niedrig- bis mittelsiedende organische Lösemittel aus der Gruppe der Alkohole, wie
Ethanol, Isopropanol und Butanol, der Ketone, wie Aceton und Methylethylketon, der
Ester, wie Methyl- und Ethylacetat, der aromatischen Kohlenwasserstoffe, wie Toluol,
der aliphatischen Kohlenwasserstoffe, wie Benzin des Siedebereichs von 70 bis 140°C,
allein oder im Gemisch, aber insbesondere Wasser, allein oder im Gemisch mit niedrig-siedenden,
wasserlöslichen organischen Lösemitteln.
[0020] Die Konzentration des Bindemittels in der Lösung bzw. Dispersion ist nicht erfindungswesentlich.
Als grobe Richtlinie kann gelten, daß sie zwischen etwa 3 und 15 Gew.-% liegt, wobei
der Bereich von etwa 6 bis 12 Gew.-% bevorzugt ist. Die Lösung bzw. Dispersion wird
zur Ausbildung der Übertragungsschicht vorzugsweise in einer Menge von etwa 15 bis
25 g/m
2 und ganz besonders bevorzugt zwischen etwa 18 und 22 g/m
2 auf den Hilfsträger aufgetragen.
[0021] Die bindemittelhaltige Übertragungsschicht kann Farbmittel enthalten. Hierbei soll
der Begriff "Farbmittel" weitestgehend verstanden werden. Es soll sich um die Sammelbezeichnung
für alle farbgebenden Stoffe handeln, so daß darunter Farbstoffe und Pigmente, letztere
auch mit Füllstoffcharakter, fallen. Dabei sollen unter Farbstoffen diejenigen Farbmittel
verstanden werden, die in Wasser, organischen Lösungsmitteln oder Bindemitteln löslich
sind und denen die unlöslichen Pigmente gegenüberstehen. Die Farbgebung kann unmittelbar
vorhanden sein, aber auch erst durch Fluoreszenz in Erscheinung treten. Letzteres
gilt beispielsweise für fluoreszierende Tagesleuchtfarben. Wenn das erfindungsgemäße
Übertragungsband zur Korrektur von Schriftzeichen und bildlichen Darstellungen und
dergleichen herangezogen wird, enthält die bindemittelhaltige Übertragungsschicht
insbesondere Weißpigmente, wie Titanweiß, gefällte Kreide, Tonerde oder kolloidale
Kieselsäuren. Soll die Übertragungsschicht farbig sein, dann werden als Farbmittel
anorganische Pigmente, wie Hansagelb (Azopigmentgelb), Ocker, Eisenoxid-Rot, Eisenoxidschwarz,
Kobaltblau, Ultramarin, Berliner Blau, oder organische Pigmente, wie Alkaliblau, Phthalccyanine,
Azo-Farbstoffe, Anthrachinone und Metallkomplex-Pigmente, sowie Ruße verwendet. Von
den fluoreszierenden Farbstoffen seien beispielhaft genannt: Blaze Orange T 15 der
Firma Dayglo, Maxilonbrillantflavin 10 GFF der Firma Ciba Geigy, Pyranin der Firma
Bayer AG und Basonyl-Rot 540 der Firma BASF.
[0022] Die Steuerung der optimalen Abdeckfunktion des erfindungsgemäßen Übertragungsbandes,
insbesondere derjenigen der bindemittelhaltigen Übertragungsschicht, kann durch den
Pigmentgehalt erfolgen. Der optimale Pigmentgehalt hängt von verschiedenen Faktoren
ab, so von der Art des gewählten Bindemittels, des Pigments und der weiter einverleibten
Additive. Ein besonders kritischer Wert bzw. kritischer Bereich kann nicht angegeben
werden. Als grobe Richtlinie kann für die Beziehung Bindemittel/Pigment ein Gewichtsverhältnis
von etwa 1:1 bis 1:12, insbesondere etwa 1:3 bis 1:8 und ganz besonders zwischen etwa
1:4 bis 1:7 angegeben werden.
[0023] Ein vorteilhafter Bestandteil der bindemittelhaltigen Übertragungsschicht des erfindungsgemäßen
Übertragungsbandes ist ein "Abrißhilfsmittel". Beim Aufbringen der Übertragungsschicht
auf ein Substrat unter Zugspannungsbedingungen erfolgt hierdurch ein sauberer Abriß.
Als Abrißhilfsmittel kommen lösliche Zellulosederivate in Frage. Besonders bevorzugte
Zellulosederivate sind die in organischen Lösemitteln und/oder Wasser löslichen Zelluloseether,
wie Methyl-, Ethyl-, Hydroxyethyl-, Ethylhydroxyethyl- und Carboxymethylzellulosen.
Zelluloseester, wie Zelluloseacetobutyrat und -propionat. Es sind auch vielfältige
andere lösliche Zellulosederivate geeignet, die die gewünschten Effekte bewirken.
Scheinbar ist das Zellulosegrundgerüst in dem löslichen Zellulosederivat wichtig,
während die eingeführten Gruppen, wie die Ethylgruppe etc., dazu führen, daß das gebildete
Derivat in dem jeweils gewählten Lösungsmittel löslich ist.
[0024] Die Menge des der Übertragungsschicht einverleibten Abrißhilfsmittels beträgt etwa
0,5 bis 5 Gew.-%, insbesondere etwa 1,5 bis 3,5 Gew.-%. Der Bereich von etwa 2 bis
2,5 Gew.-% ist besonders bevorzugt. Diese Angaben beziehen sich auf die Trockensubstanz.
Zur optimalen Ausbildung der Übertragungsschicht könnte auch das Mengenverhältnis
von Abrißhilfsmittel zu Bindemittel zugrunde gelegt werden. Als grobe Richtlinie kann
hier das Verhältnis von Abrißhilfsmittel zu Bindemittel mit etwa 1:2 bis 1:20 angegeben
werden, wobei der Bereich von etwa 1:4 bis 1:10 bevorzugt wird.
[0025] Zur Steuerung des Auftragvorgangs, aber auch der Eigenschaften der auf ein Substrat
aufgebrachten Übertragungsschicht können dieser weitere Additive einverleibt werden.
Hierbei kann es sich um Mittel zur Verbesserung der Deckkraft, wie insbesondere Aluminiumsilikat,
Abtönmittel, wie beispielsweise Ruß, oder um das bereits erwähnte Verlackungsmittel,
insbesondere für basische Farbstoffe in Form von beispielsweise Gallussäurederivate,
z.B. Printan der Firma Ciba Geigy, handeln.
[0026] Die oben beschriebenen Materialien der einzelnen Schichten des erfindungsgemäßen
Übertragungsbandes genügen in der Regel der Grundforderung, daß die Haftspannung (definiert
über die Adhäsionsarbeit entsprechend der Dupre'schen Gleichung, Lit.: K.L. Wolf "Physik
und Chemie der Grenzflächen", Springer Verlag 1957, S. 164) zwischen der Haftkleberschicht
und der Übertragungsschicht größer als die zwischen dem Hilfsträger und der Übertragungsschicht
ist. Sollte das im Einzelfall nicht zutreffen, dann müßte eine geeignete Antihaftschicht
auf den Hilfsträger aufgebracht werden, um diese Grundforderung zu erfüllen. In solchen
Fällen wird regelmäßig eine weitere Forderung eingehalten, wonach die auf dem Substrat
ausgebildete Übertragungsschicht gegenüber anderen damit in Kontakt gelangenden Materialien
nichthaftend ist. Somit lassen sich im Ergebnis folgende Haftspannungsverhältnisse
zur erfolgreichen Verwendung des erfindungsgemäßen Übertragungsbandes angeben, wobei
das Symbol "S" das Haftspannungsverhältnis zwischen den unterschiedlichen Materialien
wiedergibt: S
1 Papier/Haftklebeschicht, S
2 Übertragungsschicht/Haftklebeschicht, S
3 Übertragungsschicht/Hilfsträger, S
4 Übertragungsschicht/Papier und S
5 Haftklebeschicht/Hilfsträger. Hierbei sind möglichst folgende Beziehungen einzuhalten:
S
1 größer als S
3, S
2 größer als S
3, S
5 sehr viel kleiner als S
2 und S
5 kleiner als S
3. Ferner sollte die freie Oberfläche der auf ein Substrat, insbesondere auf Papier,
aufgetragenen Übertragungsschicht nach außen möglichst keinerlei Haftvermögen zeigen,
d.h. S
4 ist dann Null bzw. strebt gegen Null. Die aufgetragene Übertragungsschicht soll daher
bei Berühren mit Hand oder mit Papier nicht-haftend sein.
[0027] Um die gewünschten Effekte zu erzielen, werden auch bevorzugte quantitative Rahmenbedingungen
für die Hohlteilchen in den beiden Schichten a) und b) eingehalten. Dabei ist es bevorzugt,
wenn etwa 1 bis 25 Gew.-% Hohlteilchen, insbesondere etwa 5 bis 20 Gew.-% in der bindemittelhaltigen
Übertragungsschicht sowie etwa 1 bis 25 Gew.-% insbesondere etwa 5 bis 20 Gew.-% Hohlteilchen
vorliegen. Bei dieser gewichtsprozentualen Angabe ist ein eventueller Wassergehalt
nicht berücksichtigt.
[0028] Die vorliegende Erfindung läßt sich im Hinblick auf die vorstehend geschilderten
Merkmale und die damit verbundenen Effekte wie folgt technologisch erläutern:
[0029] Werden die erörterten Hohlteilchen, insbesondere die wasserhaltigen porösen Hohlkugeln,
der Haftkleberschicht einverleibt, dann führt das dazu, daß bei der erneuten Benutzung
des Übertragungsbandes die durch "Austrocknen" herabgesetzte Anfangshaftung der Haftkleberschicht
in Verbindung mit dem gleichfalls einverleibten festen, wasserlöslichen Alkohol erhöht
wird, indem durch die Druckeinwirkung eine kleine, jedoch ausreichende Menge durch
die mikroporöse Wandung der Hohlkugeln aus diesen austritt und eine Anfeuchtung des
festen Alkohols mit der Folge bewirkt, daß ein sonst möglicherweise vorliegender Tackverlust
behoben wird. Um diesen Vorteil zu erzielen, wird bei der Herstellung des erfindungsmäßen
Übertragungsbandes vorzugsweise so vorgegangen werden, daß als feine Hohlteilchen
flexible, wasserhaltige Hohlteilchen poröser Wandung eingesetzt werden und das Dispersionsmittel
der Kunststoffdispersion und das Wasser der wässrigen Dispersion unter solchen schonenden
Bedingungen abgedampft werden, daß das innerhalb der Hohlteilchen vorliegende Wasser
darin weitgehend verbleibt. Hierbei muß es nicht angestebt werden, daß das Wasser
gänzlich in den Hohlkugeln verbleibt, sondern es sollte gewährleistet sein, daß nach
Abschluß des Herstellungsverfahrens zumindest eine ausreichende Menge Wasser in den
Hohlkugeln verblieben ist. Der anwesende feste Alkohol bewirkt, daß das durch die
mikroporöse Wandung austretende Wasser aufgrund des hygroskopischen Verhaltens des
Alkohols in einem gewissen Umfang zurückgehalten wird. Dieses "Wasserreservoir" innerhalb
der Haftklebschicht wird dann besonders bewahrt, wenn das erfindungsgemäße Haftklebeband
aufgerollt in einem Handkleberoller eingesetzt wird. Hierauf wird nachfolgend noch
näher eingegangen.
[0030] Der oben angesprochene Mechanismus beim Einsatz des erfindungsgemäßen Übertragungsbandes
im Hinblick auf festen Alkohol/poröse Hohlteilchen gilt entsprechend auch für die
Funktionalität der Übertragungsschicht des erfindungsgemäßen Übertragungsbandes. Auch
hier wird durch den Auftragsdruck Wasser durch die mikroporöse Wandung der Hohlteilchen
mit der Folge gedrückt, daß der feste Alkohol zumindest angelöst oder in Einzelfällen
gelöst wird. Hier bewirkt der feste Alkohol in diesem Zustand eine temporäre Weichmachung
der bindemittelhaltigen Übertragungsschicht, so daß diese während des Auftragsvorgangs
flexibler wird und sich keine Mikrorisse einstellen. Durch Zurücknahme des Auftragdrucks
verflüchtigt sich das aus den Hohlteilchen gedrückte Wasser trotz des hygroskopischen
Verhaltens des festen Alkohols in einem gewissen Umfang, so daß dieser wieder fest
und die temporäre Weichmachung behoben wird.
[0031] Auf den Einsatz der insbesondere porösen Hohlteilchen in der Übertragungsschicht
scheinen weitere Vorteile zurückzugehen: So hat es sich gezeigt, daß mit ansteigendem
Anteil an Hohlteilchen das "Durchbluten" eines korrigierten Schriftzugs, wohl aufgrund
des hydrophoben Charakters der Wandung der Hohlteilchen, zurückgedrängt wird. Dieser
wünschenwerte Effekt wird besonders in dem angesprochenen optimalen gewichtsprozentualen
Rahmen der Hohlteilchen erzielt. Darüber hinaus steigert der Hohlteilchenanteil mit
der Folge das Deckvermögen, daß der Anteil an teurem beispielsweise Weißpigment in
Form von Titandioxid gesenkt werden kann. Die sehr kleine und außergewöhnlich regelmäßige
Teilchengröße der angesprochenen Hohlteilchen verhindert die Zusammenlagerung der
Pigmentteilchen, insbesondere der Titandioxidteilchen, so daß keine Inhomogenitäten
in der Übertragungsschicht auftreten, die beim Einsatz des Übertragungsbandes oft
Ursache für das Auftreten von Mikrorissen bedeuten. Daher wird der Abdeckschicht eine
verbesserte Elastizität vermittelt, die ebenfalls dem Auftreten von Mikrorissen entgegenwirkt.
[0032] Bei der Verwendung des erfindungsgemäßen Übertragungsbandes bedient man sich vorteilhafterweise
Auftragsgeräte, die ein Abrollen der mit dem Haftkleber versehenen Übertragungsschicht
bei gleichzeitigem Einzug des Hilfsträgers ermöglichen. Dies führt zu einer besonders
leichten Handhabung des erfindungsgemäßen Übertragungsbandes. Dies können handelsübliche
Handgeräte sein. Als ein hierfür besonders geeignetes Handgerät kann ein sogenannter
"Handroller" eingesetzt werden, bei dem innerhalb eines griffgünstig gestalteten Gehäuses
eine Vorratsspule mit dem Übertragungsband vorgesehen ist, von der aus es über einen
aus dem Gehäuse vorstehenden Auftragsfuß geführt und von diesem wieder auf eine Aufwickelspule
in das Gehäuse zurückgeleitet wird. Durch ein geeignetes Getriebe zwischen beiden
Spulen im Gehäuse wird sichergestellt, daß das Übertragungsband stets ausreichend
gespannt geführt wird. Der Benutzer nimmt zum Einsatz des Übertragungsbandes das Gehäuse
in seine Hand und drückt mittels des Auftragsfußes die über dessen Endkante laufende
äußere (ablösbare) Bandschicht gegen das Substrat, auf das sie übertragen werden soll
(z.B. ein bedrucktes Blatt Papier, um Korrekturen vorzunehmen). Während des Andrückens
bewegt der Benutzer das Gerät relativ zum Substrat und überträgt dabei z.B. eine deckende
Schicht oder eine fluoreszierende Schicht auf das Substrat, wobei der flexible Hilfsträger
von der Vorratsspule ab- und auf die Aufwickelspule aufgewickelt wird.
[0033] Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß die Funktionsweise des oben beschriebenen Handgeräts
es erforderlich macht, daß die bereits angesprochene Haftspannungsverhältnisse eingehalten
werden, d.h. die Haftkleberschicht zur Rückseite des Hilfsträgers eine Haftung aufweist,
die kleiner als die Haftung zwischen der bindemittelhaltigen Übertragungsschicht und
Haftkleberschicht und kleiner als die Haftung zwischen bindemittelhaltiger Übertragungsschicht
und Hilfsträger ist.
[0034] Das erfindungsgemäße Übertragungsband zeichnet sich in besonderer Weise als Korrekturmittel
in Büro, Schule und Haushalt zum Abdecken fehlerhafter Schriftzeichen, von Markierungen
und zeichnerischen Darstellungen und Wiederbeschriften aus. Eine andere Verwendung
des Übertragungsbandes kann die auffallend farbige Markierung von Flächen, Schriften
und/oder Zeichen sein. Dazu trägt das Übertragungsband eine ein Buntpigment enthaltende
Übertragungsschicht. Eine weitere Verwendung besteht in dem Hervorheben von Textstellen,
Zeichen oder bildlichen Darstellungen. Dazu ist die Übertragungsschicht vorzugsweise
transparent und mit einem in Tageslicht fluoreszierenden Farbmittel eingefärbt. In
allen hier genannten Anwendungsbeispielen erweist es sich als besonders vorteilhaft,
daß die Anwendung "trocken" erfolgt, d.h. kein Verwischen flüssiger Aufstriche und
kein Verdunsten bedenklicher Lösemittel erfolgt und eine sofortige Wiederbeschriftung
möglich ist. Mit dem erfindungsgemäßen Übertragungsband lassen sich also leicht, schnell
und gleichmäßig z.B. Deckschichten, die insbesondere Farbmittel enthalten, auf Substrate
auftragen. Wenn die Übertragungsschicht des erfindungsgemäßen Übertragungsbandes transparent
ist, also beispielsweise keine deckenden Pigmente enthält, dann kann sie zur bloßen
Abdeckung ohne Farbwirkung und Konservierung von sonst gegenüber Lufteinwirkungen
und dergleichen empfindlichen Schriftzeichen herangezogen werden.
[0035] Die Gebrauchseigenschaften des erfindungsgemäßen Übertragungssbandes sind insbesondere
umfassend verbessert. So wird die Haftkleberschicht bei längerer Lagerung, wenn sie
weitgehend ausgetrocknet ist, zumindest geringfügig befeuchtet und auf diese Weise
die Klebekraft verbessert, wenn sie die beschriebenen Hohlteilchen enthält. Durch
deren Einbeziehung zusammen mit einem festen Alkohhol in die Übertragungsschicht wird
deren Kohäsion herabgesetzt und damit das Abrißverhalten verbessert. Dies erfolgt
durch temporäre Weichmachung. Die Einbeziehung einer größeren Menge üblicher Weichmacher
ist nachteilig, wie bereits oben gezeigt, da diese die Abdeckschicht dauerhaft weichmachen
würde. Dies hätte unter anderem zur Folge, daß ein unerwünschtes Ausbluten der abgedeckten
Schriftzüge oder sogar ein Durchbluten auftreten würde. Beim Beschreiben einer derartigen
Übertragungsschicht mit Tinte würde diese auslaufen. Darüber hinaus führt der Einsatz
der feinen flexiblen, wasserhaltigen Hohlteilchen dazu, daß beispielsweise beim Einsatz
von teuren Pigmenten, insbesondere beispielsweise Titandioxid, die Menge an Pigment
herabgesetzt werden kann.
[0036] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Beispielen noch näher erläutert.
Beispiel 1 (Ausführungsform der Übertragungsschicht)
[0037] Es wird folgende wäßrige Dispersion zur Ausbildung der farbmittelhaltigen Übertragungsschicht
hergestellt:
| Wäßrige Acrylatdispersion (25% ig in Wasser / Handelsprodukt Worleecryl® 7712W der
Firma Worlee Chemie GmbH, Hamburg) |
23,42 Gew.-Teile |
| Lactimon® WS (Alkylammoniumsalze von Polycarbonsäuren und Polysiloxancopolymer) |
0,8 Gew.-Teile |
| 2-Butoxyethanol |
1,5 Gew.-Teile |
| Byk®-034 (Hydrophobe, silikonartige Komponenten in Mineralöl) |
0,2 Gew.-Teile |
| Byk®-307 (Polyethermodifiziertes Dimethylpolysiloxancopolymer) |
0,02 Gew.-Teile |
| Sorbit |
5,00 Gew.-Teile |
| Kieselsäure |
4,00 Gew.-Teile |
| Titandioxid |
35,00 Gew.-Teile |
| Elfenbeinschwarz |
0,06 Gew.-Teile |
| wäßrige Dispersion von feinen Hohlkugeln |
30,00 Gew.-Teile |
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[0038] Die oben bezeichnete wäßrige Hohlkugeldispersion wird wie folgt hergestellt:
[0039] 800 Gew-Teile der im Handel erhältlichen Ropaque®-Emulsion Op-62 LO-E der Firma Rohm
& Haas Company, Philadelphia, USA (bestehend aus einem nichtfilmbildenden Polymer
eines effektiven Feststoffgehaltes von 52% sowie eines tatsächlichen Feststoffgehaltes
von 37,5% und eines pH-Wertes von 8,0 bis 8,7 (Teilchendurchmesser 0,4 µm, Innendurchmesser
0,28 µm) werden mit 176 Gew.-Teilen Wasser und 2 Gew.-Teilen eines Entschäumeradditivs
(Byk® -034) (hydrophobe, silikonhaltige Komponenten in Mineralöl) und 22 Gew.-Teilen
einer Ameisensäure-Lösung (hergestellt durch Vermischen vn 100 Gew.-Teilen Ameisensäure
konz. un 900 Gew.-Teilen Wasser) gemischt. Von dieser angesäuerten Dispersion werden
in der obigen Rozeptur 30 Gew.-Teile eingesetzt.
[0040] Die vorstehende Abdeckmasse wird mit einer Rakel in einer Menge von 18 g/m
2 auf einen silikonisierten Papierträger aufgetragen. Dann wird das Wasser bei etwa
80°C durch Überleiten warmer Luft abgedampft.
[0041] Anschließend wird eine wäßrige Dispersion, die aus folgenden Bestandteilen besteht,
mit einer Rakel auf die Oberfläche der farbmittelhaltigen Abdeckschicht aufgetragen.
| Haftkleber auf Acrylatbasis (Kunststoff-Dispersion VP 859/6 der Firma Freihoff) (Copolymer
auf Basis von Acrylsäureester) |
57,3 Gew.-Teile |
| Wasser |
41,1 Gew.-Teile |
| Ammoniak |
1,6 Gew.-Teile |
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[0042] Die Haftklebemasse wird mit einer Rakel in einer Stärke von 3 g/m
2 aufgetragen. Dann wird der Wasseranteil der Haftklebemasse bei etwa 80°C durch Überleiten
von Luft abgedampft. Das Wasser innerhalb der Hohlkugeln in der Übertragungsschicht
verbleibt hierbei darin.
[0043] Das erhaltene Übertragungsband ist besonders zum Abdecken von auf Papier beschriebenen
Schriftzeichen geeignet. Es führt zum schnellen und gleichmäßigen Aufbringen eines
unmittelbar wiederbeschreibbaren Abdeckstreifens, wobei das Auftragen durch einen
im Handel erhältlichen Handroller erfolgt. Neu aufgetragene Schriftzeichen sind klar
und zeigen bei mikroskopischer Betrachtung in den Randbereichen kein Auslaufen.
Beispiel 2 (Ausführungsform zur Übertragungsschicht)
[0044] Es wird folgende wäßrige Dispersion zur Ausbildung der farbmittelhaltigen Übertragungsschicht
hergestellt:
| Wäßrige Acrylatdispersion (25% ig in Wasser / Handelsprodukt Worleecryl® 7712W der
Firma Worlee Chemie GmbH, Hamburg) |
20,42 Gew.-Teile |
| Lactimon® WS (Alkylammoniumsalze von Polycarbonsäuren und Polysiloxancopolymer) |
0,8 Gew.-Teile |
| 2-Butoxyethanol |
1,5 Gew.-Teile |
| Byk®--034 (Hydrophobe, silikonhaltige Komponenten in Mineralöl) |
0,2 Gew.-Teile |
| Byk®-307 (Polyethermodifiziertes Dimethylpolysiloxancopolymer) |
0,02 Gew.-Teile |
| Sorbit |
8,00 Gew.-Teile |
| Kieselsäure |
4,00 Gew.-Teile |
| Titandioxid |
35,00 Gew.-Teile |
| Elfenbeinschwarz |
0,06 Gew.-Teile |
| wäßrige Dispersion von Hohlkugeln |
30,00 Gew.-Teile |
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[0045] Diese Dispersion wurde in der gleichen Weise eingesetzt, wie sie in Beispiel 1 beschrieben
ist. Das gleiche gilt auch für die Ausbildung der Haftkleberschicht.
Beispiel 3 (Ausführungsform zur Haftkleberschicht)
[0046] Es wird folgende wäßrige Dispersion zur Ausbildung der farbmittelhaltigen Übertragungsschicht
hergestellt:
Haftkleberrezeptur -Ausführungsbeispiel 1
[0047]
| Wasser |
16,1 Gew.-Teile |
| Haftkleber auf Acrylatbasis (50% ig) (Kunststoffdispersion VP 859/6 der Firma Freihoff) |
57,3 Gew.-Teile |
| Ammoniak |
1,6 Gew.-Teile |
| Sorbit |
10,0 Gew.-Teile |
| Ropaque® OP-62 LO-E (37,5 % ig) |
15,0 Gew.-Teile |
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[0048] Die Ausbildung der Haftkleberschicht erfolgte entsprechend Beispiel 1.
Beispiel 4 (Ausführungsform zur Haftkleberschicht)
[0049] Es wird folgende wäßrige Dispersion zur Ausbildung der farbmittelhaltigen Übertragungsschicht
hergestellt:
Haftkleberrezeptur - Ausführungsbeispiel 2
[0050]
| Wasser |
21,1 Gew.-Teile |
| Haftkleber auf Acrylatbasis (50% ig) (Kunststoffdispersion VP 859/6 der Firma Freihoff) |
57,3 Gew.-Teile |
| Ammoniak |
1,6 Gew.-Teile |
| Sorbit |
5,0 Gew.-Teile |
| Ropaque® OP-62 LO-E (37,5% ig) |
15,0 Gew.-Teile |
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[0051] Die Ausbildung der Haftkleberschicht erfolgte entsprechend Beispiel 1.
1. Mehrschichtiges, flexibles Übertragungsband mit einem Hilfsträger und einer Haftkleberschicht,
wobei zwischen dem Hilfsträger und der Haftkleberschicht eine bindemittelhaltige Übertragungsschicht,
die zur Haftkleberschicht eine stärkere Haftung als zum Hilfsträger aufweist, vorliegt,
dadurch gekennzeichnet daß a) die bindemittelhaltige Übertragungsschicht und/oder
b) die Haftkleberschicht feine Hohlteilchen und einen wasserlöslichen, festen Alkohol
enthalten.
2. Übertragungsband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die feinen Hohlteilchen
flexible, wasserhaltige Hohlteilchen poröser Wandung darstellen.
3. Übertragungsband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß die Hohlteilchen
im Falle des Vorliegens in der bindemittelhaltigen Übertragungsschicht einen Durchmesser
von etwa 0,3 bis 10 µm aufweisen und im Falle des Vorliegens in der Haftkleberschicht
einen Durchmesser von etwa 0,3 bis 2 µm aufweisen.
4. Übertragungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß das
Hohlraumvolumen der Hohlteilchen etwa 20 bis 55%, insbesondere etwa 25 bis 40%, beträgt.
5. Übertragungsband nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
bindemittelhaltige Übertragungsschicht etwa 3 bis 25 Gew.-% wasserlöslichen, festen
Alkohol enthält.
6. Übertragungsband nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der bindemittelhaltigen
Übertragungsschicht etwa 1 bis 25 Gew.-% Hohlteilchen vorliegen.
7. Übertragungsband nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Haftkleberschicht
etwa 1 bis 25 Gew.-% Hohlteilchen vorliegen.
8. Übertragungsband nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Haftkleberschicht etwa 1 bis 40 Gew.-% wasserlöslichen, festen Alkohol enthält.
9. Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen, flexiblen Übertragungsbandes nach
mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine pigmenthaltige
Kunststoffdispersion nach üblichen Auftragstechnologien auf einen flexiblen Hilfsträger
aufgetragen, das Dispersionsmittel abgedampft, darauf eine einen Haftkleber enthaltende
wäßrige Dispersion nach üblichen Auftragstechnologien auf die ausgebildete Übertragungsschicht
aufgetragen und danach das Wasser abgedampft wird, wobei
a) die pigmenthaltige Kunststoffdispersion einen wasserlöslichen, festen Alkohol und
feine Hohlteilchen enthält und/oder
b) die den Haftkleber enthaltende wäßrige Dispersion einen wasserlöslichen festen
Alkohol und feine Hohlteilchen enthält.
10. Verwendung des Übertragungsbandes nach einem der Ansprüche 1 bis 8 in aufgerollter
Form in einem Handgerät, wobei die Haftkleberschicht zur Rückseite des Hilfsträgers
eine Haftung aufweist, die kleiner als die Haftung zwischen der Übertragungsschicht
und Haftkleberschicht und kleiner als die Haftung zwischen Übertragungsschicht und
Hilfsträger ist.
1. Multi-layer, flexible transfer tape with a backing and an adhesive layer, wherein
between the backing and adhesive layer a bonding agent-containing transfer layer is
provided, which adheres more strongly to the adhesive layer than to the backing, characterised
in that a) the bonding agent-containing transfer layer and/or b) the adhesive layer
contains fine hollow particles and a water-soluble, solid alcohol.
2. Transfer tape according to claim 1, characterised in that the fine hollow particles
are flexible, water-containing hollow particles with a porous wall.
3. Transfer tape according to claim 1 or 2, characterised in that the hollow particles,
if provided in the bonding agent-containing transfer layer, have a diameter of about
0,3 to 10 µm and if provided in the adhesive layer a diameter of about 0,3 to 2 µm.
4. Transfer tape according to any one of the claims 1 to 4, characterised in that the
void volume of the hollow particles amounts to about 20 to 55%, in particular about
25 to 40%.
5. Transfer tape according to any one of the claims 1 to 5, characterised in that the
bonding agent-containing transfer layer contains about 3 to 25% by weight of water-soluble,
solid alcohol.
6. Transfer tape according to claim 4, characterised in that the bonding agent-containing
transfer layer contains about 1 to 25% by weight of hollow particles.
7. Transfer tape according to claim 4, characterised in that the adhesive layer contains
about 1 to 25% by weight of hollow particles.
8. Transfer tape according to any one of the preceding claims, characterised in that
the adhesive layer contains about 1 to 40% by weight of water-soluble, solid alcohol.
9. Process for producing a multi-layer, flexible transfer tape according to at least
one of the claims 1 to 8, characterised in that a pigment-containing plastic dispersion
is applied by the usual application technologies onto a flexible backing, the dispersion
agent is evaporated, subsequent to which an adhesive-containing aqueous dispersion
is applied by the usual application technologies onto the formed transfer layer followed
by an evaporating of the water, wherein
a) the pigment-containing plastic dispersion contains a water-soluble, solid alcohol
and fine hollow particles and/or
b) the adhesive-containing aqueous dispersion contains a water-soluble, solid alcohol
and fine hollow particles.
10. Use of the transfer tape according to any one of the claims 1 to 8 in rolled-up form
in a hand apparatus, wherein the adhesion between the adhesive layer and the backing
is smaller than the adhesion between the bonding agent-containing transfer layer and
the adhesive layer and smaller than the adhesion between the bonding agent- containing
transfer layer and the backing.
1. Ruban de transfert souple, à plusieurs couches avec un support auxiliaire et une couche
auto-adhésive, une couche de transfert contenant de l'adhésif étant présente entre
le support auxiliaire et la couche auto-adhésive, qui comporte une adhérence plus
forte pour la couche auto-adhésive que pour le support auxiliaire,
caractérisé en ce que
a) la couche de transfert contenant de l'adhésif et/ou
b) la couche auto-adhésive
contiennent des fines particules creuses et un alcool solide soluble dans l'eau.
2. Ruban de transfert selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les fines particules représentent des particules souples, contenant de l'eau de la
paroi poreuse.
3. Ruban de transfert selon les revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les particules creuses dans le cas de la présence dans la couche de transfert contenant
de l'adhésif ont un diamètre d'environ 0,3 à 10 µm et dans le cas de la présence dans
la couche autocollante un diamètre d'environ 0,3 à 2 µm.
4. Ruban de transfert selon une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le volume de l'espace creux des particules creuses se monte à environ 20 à 55 % en
particulier à environ 25 à 40 %.
5. Ruban de transfert selon une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
la couche de transfert contenant de l'adhésif contient environ de 3 à 25 % d'alcool
solide soluble dans l'eau.
6. Ruban de transfert selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
dans la couche de transfert sort présents environ 1 à 25 % en poids de particules
creuses.
7. Ruban de transfert selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
dans la couche auto-adhésive sont présents environ 1 à 25 % en poids de particules
creuses.
8. Ruban de transfert selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la couche auto-adhésive contient environ 1 à 40 % en poids d'alcool solide soluble
dans l'eau.
9. Procédé de fabrication d'un ruban de transfert souple, à plusieurs couches selon au
moins une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce qu'
une dispersion de matière plastique contenant du pigment est appliquée selon les technologies
usuelles d'application sur un support auxiliaire souple, l'agent de dispersion est
vaporisé, la dessus une dispersion aqueuse contenant de l'auto-adhésif est appliqué
selon les technologies usuelles d'application sur la couche de transfert réalisée
et ensuite l'eau est vaporisée, procédé dans lequel :
a) la dispersion de matière plastique comportant du pigment contient un alcool solide,
soluble dans l'eau et des particules fines creuses et/ou
b) la dispersion aqueuse contenant l'auto-adhésif contient un alcool solide soluble
dans l'eau et de fines particules creuses.
10. Utilisation du ruban de transfert selon une des revendications 1 à 8, sous forme enroulée
dans un appareil manuel, lors de laquelle la couche d'auto-adhésif comporte une adhérence
à la face arrière du support auxiliaire qui est plus petite que l'adhérence entre
la couche de transfert et la couche auto-adhésive et plus petite que l'adhérence entre
la couche de transfert et le support auxiliaire.