| (19) |
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(11) |
EP 0 815 264 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.10.1998 Patentblatt 1998/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.03.1996 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9601/268 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9629/434 (26.09.1996 Gazette 1996/43) |
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| (54) |
ABSPERRVORRICHTUNG FÜR MEDIEN HOHER TEMPERATUR
SHUT-OFF DEVICE FOR USE WITH HIGH-TEMPERATURE MEDIUMS
DISPOSITIF DE FERMETURE POUR FLUIDES A HAUTE TEMPERATURE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FI FR GB IT NL PT |
| (30) |
Priorität: |
23.03.1995 DE 19510544
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.01.1998 Patentblatt 1998/02 |
| (73) |
Patentinhaber: Zimmermann & Jansen GmbH |
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D-52355 Düren (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KRIEG, Uwe
52372 Kreuzau (DE)
- ZOSEL, Dietrich
52351 Düren (DE)
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| (74) |
Vertreter: Popp, Eugen, Dr. et al |
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MEISSNER, BOLTE & PARTNER
Postfach 86 06 24 81633 München 81633 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 352 246 LU-A- 77 239
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DE-C- 4 138 283 US-A- 4 311 166
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 17, no. 503 (M-1478), 10.September 1993 & JP,A,05 126295
(FIJIMORI KOGYO), 21.Mai 1993,
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 17, no. 361 (C-1080), 8.Juli 1993 & JP,A,05 051724
(TOYOTA MOTOR CORP), 2.März 1993,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Absperrvorrichtung für gasförmige Medien hoher Temperatur,
insbesondere zur Absperrung der Heißgasleitungen, die von Winderhitzern zu einem Hochofen
führen, bestehend aus einem Gehäuse mit ggf. durch ein Kühlmedium gekühlten Dichtsitzen
und einem in dem Gehäuse beweglich angeordneten, ggf. ebenfalls durch ein Kühlmedium
gekühlten Absperrorgan, wobei mit Ausnahme der Gehäusedichtsitze und der Dichtflächen
am Absperrorgan alle mit dem Heißgas in Berührung kommenden Flächen mit einer feuerfesten,
zumindest teilweise zwei- oder mehrschichtigen Verkleidung versehen sind, wobei zwischen
der Metallkonstruktion von Gehäuse und/oder Absperrorgan und der mit dem Heißgas in
Berührung kommenden Schicht der feuerfesten Verkleidung eine Hohlräume umfassende
Schicht höherer Wärmedämmung angeordnet ist.
[0002] Eine derartige Absperrvorrichtung ist aus der DE 41 38 283 C1 bekannt. Dort ist vorgeschlagen,
alle mit dem Heißgas in Berührung kommenden Flächen, zumindest die mit dem Heißgas
in Berührung kommenden ungekühlten Flächen der Absperrvorrichtung mit einer hoch wärmedämmenden
Zusatzisolierung zu versehen, die zwischen der feuerfesten Verkleidung und der Metallkonstruktion
angeordnet ist. Vorzugsweise besteht diese Zusatzisolierung aus dünnen, hoch wärmedämmenden
Mineralfaserplatten, die zwischen die tragende Metallkonstruktion und die feuerfeste
Verkleidung eingebracht sind. Diese Konstruktion ist relativ aufwendig, da die wärmedämmenden
Mineralfaserplatten bei der Herstellung der feuerfesten Verkleidung mittels Metallanker
gehalten und fixiert werden müssen. Erst dann kann Feuerschwer- oder Feuerleichtbeton
zur Fertigstellung der feuerfesten Beschichtung vergossen werden.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Absperrvorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, die sich durch eine einfach herzustellende und
vergleichsweise effektivere Wärmedämmung auszeichnet.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schicht höherer Wärmedämmung
aus aushärtbarem Gußmaterial gebildet ist, welches so beschaffen ist, daß sich Mikro-
und/oder Makrohohlräume in dem Material der gebildeten Schicht erst beim und/oder
nach dem Einbringen des Materials in die Metallkonstruktion ausbilden. Die durch Mikro-
und/oder Makrohohlräume gekennzeichnete Shicht höherer Wärmedämmung weist vorzugsweise
einen etwa doppelt so hohen Wärmedämmungswert wie ruhende Luft auf.
[0005] Die erfindungsgemäße Konstruktion ist denkbar einfach und dennoch höchst wirkungsvoll
hinsichtlich der Wärmedämmung. Die gesonderte Befestigung von Mineralfasermatten oder
dgl. Isoliermaterial ist nicht mehr erforderlich. Dementsprechend einfach ist die
Herstellung der feuerfesten Verkleidung. Es ist auch nicht mehr erforderlich, die
direkt im Heißgasstrom liegenden Flächen mit dichtem bzw. Feuerschwerbeton zu verkleiden
und diese Schicht mit Feuerleichtbeton zu hinterlegen. Die Verwendung verschiedener
Materialien für die feuerfeste Verkleidung wird durch die erfindungsgemäße Konstruktion
entbehrlich.
[0006] Wie bereits erwähnt, besteht die unmittelbar mit dem Heißgas in Berührung kommende
Schicht vorzugsweise aus Feuerschwerbeton, welcher sich durch eine hohe Kaltdruckfestigkeit,
aber geringe Wärmedämmung, d. h. relativ hohe Wärmeleitfähigkeit auszeichnet. Dieser
Feuerschwerbeton ist jedoch sehr widerstandsfähig. Erfindungsgemäß besteht auch die
Schicht hoher Wärmedämmung vorzugsweise aus Feuerschwerbeton, wobei die hohe Wärmedämmung
durch die erfindungsgemäß vorgesehenen Hohlräume erhalten wird. Die Verwendung unterschiedlicher
wärmedämmender Materialien ist also erfindungsgemäß nicht mehr erforderlich.
[0007] Die Schicht hoher Wärmedämmung befindet sich nahe der Metallkonstruktion. Vorzugsweise
grenzt sie an diese unmittelbar an. Bei einer konkreten Ausführungsform besitzt die
Schicht hoher Wärmedämmung eine Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,08 bis 0,20, insbesondere
etwa 0,16 W/m °K. Demgegenüber weist dichter Feuerschwerbeton eine Wärmeleitfähigkeit
von etwa 0,8 - 2,0, insbesondere etwa 1,5 W/m °K auf. Die Kaltdruckfestigkeit von
Feuerschwerbeton beträgt etwa 3,5 MPa. Selbstverständlich ist die Festigkeit der von
Hohlräumen durchsetzten Schicht hoher Wärmedämmung weniger druckfest als die unmittelbar
an den Heißgasstrom angrenzende Schicht. Dies ist jedoch unkritisch im Hinblick darauf,
daß sich die weniger feste Schicht nahe der Metallkonstruktion befindet bzw. unmittelbar
an dieser abstützt.
[0008] Die Schicht hoher Wärmedämmung ist konkret durch eine Vielzahl von über die Schichtdicke
etwa (zufällig) gleichmäßig verteilt angeordnete Mikro-Hohlräume oder mehrere, insbesondere
nahe der Metallkonstruktion angeordnete oder unmittelbar an diese angrenzende Hohlräume
größerer Abmessung bzw. Makro-Hohlräume gekennzeichnet. Die Mikro- und/oder Makro-Hohlräume
sind etwa gleichmäßig über den Bereich der zu isolierenden Fläche der Metallkonstruktion
verteilt.
[0009] Bei Ausbildung von Makro-Hohlräumen weisen diese vorzugsweise eine Einlaßöffnung
sowie eine gesonderte Auslaßöffnung auf. Nach Ausbildung der Makro-Hohlräume kann
durch die Einlaßöffnung sogenanntes Mikrotherm-Pulver oder -Granulat eingefüllt werden.
Zu diesem Zweck wird eine Mikrotherm-Wasser-Suspension hergestellt. Durch die Auslaßöffnung
der Makro-Hohlräume kann beim Einfüllen der Mikrotherm-Wasser-Suspension Luft entweichen.
Des weiteren kann beim Trocknen bzw. Aushärten der feuerfesten Verkleidung und den
dabei auftretenden Temperaturen von bis zu 200 °C durch die Auslaßöffnung der Makro-Hohlräume
das Suspensionswasser in Form von Wasserdampf entweichen, so daß sich in den Makro-Hohlräumen
nur noch Mikrotherm-Pulver oder -Granulat befindet. Restwasser bzw. -dampf entweicht
beim Ersteinsatz unter Temperaturen von bis zu 1300 °C. Das Mikrotherm-Pulver bzw.
-Granulat definiert innerhalb der Makro-Hohlräume Mikro-Hohlräume zwischen den einzelnen
Mikrotherm-Partikeln. Diese Mikro-Hohlräume sind so klein, daß sich in diesen auch
bei höheren Temperaturen keine große Luftmolekül-Bewegung ausbildet. Dementsprechend
hoch ist die Isolierwirkung.
[0010] Die Hohlräume in der Schicht hoher Wärmedämmung können durch Zersetzung von in das
feuerfeste Material eingebetteten Füllkörpern bei der beim Trocknen bzw. Aushärten
der feuerfesten Verkleidung einwirkenden Temperatur von bis zu 200 °C entstehen. Vorzugsweise
bestehen die Füllkörper aus Kunststoff, insbesondere Schaum-Kunststoff, wie Styropor,
oder dgl.. Der Kunststoff verkohlt bei den erwähnten Temperaturen unter Ausbildung
der gewünschten Hohlräume im Feuerbeton.
[0011] Alternativ kann zur Ausbildung der Schicht hoher Wärmedämmung das Schichtmaterial
mit mit Wasser reagierenden Teilchen versetzt werden derart, daß diese unter Gasbildung
und Verdrängung von Wasser und Material Mikro-Hohlräume hinterlassen.
[0012] Nachstehend wird eine Ausführungsform einer erfindungsgemäß ausgebildeten Absperrvorrichtung
anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine als Heißwindschieber ausgebildete Absperrvorrichtung gemäß der Erfindung in einem
Teilschnitt quer zur Strömungsrichtung; und
- Fig. 2
- die in Fig. 1 dargestellte Absperrvorrichtung im Schnitt parallel zur Strömungsrichtung.
[0013] In der Zeichnung ist das im wesentlichen kreisrund ausgebildete Schiebergehäuse mit
der Bezugsziffer 1 gekennzeichnet. Das Schiebergehäuse weist innen zwei von Kühlmittel
durchströmte ringförmige Dichtsitze 2 und 3 auf, die in Durchströmungsrichtung einen
Abstand voneinander haben und in radialer Richtung möglichst schmal ausgebildet sind,
um Wärmeverluste zu minimieren. Zwischen die Dichtsitze 2 und 3 ist eine als Absperrorgan
dienende Schieberplatte einschiebbar, die im vorliegenden Fall nicht näher dargestellt
ist. Diese Schieberplatte kann als Hohlkörper ausgebildet und innen mit spiralförmig
verlaufenden Kühlmittelkanälen versehen sein, die von einem Kühlmittel, insbesondere
von Kühlwasser durchströmt werden. Längs des äußeren Umfangs sind die Dichtflächen
der Schieberplatte ausgebildet, die in Schließstellung mit den Gehäuse-Dichtsitzen
2 und 3 korrespondieren. Auch die Dichtflächen der Schieberplatte sind in radialer
Richtung sehr schmal ausgebildet, um Wärmeverluste kleinzuhalten. Der Schieberplatte
sind selbstverständlich Schubstangen zugeordnet, mittels der die Schieberplatte aus
der Schließstellung in die geöffnete Stellung und umgekehrt bewegbar ist. An der Oberseite
des Gehäuses 1 ist eine nicht näher dargestellte Haube angeflanscht, die so geformt
und bemessen ist, daß sie bei Öffnungsstellung der Schieberplatte diese aufnehmen
kann.
[0014] Mit Ausnahme der schmalen Dichtsitze 2 und 3 des Gehäuses 1 und der ebenfalls schmalen
Dichtflächen der Schieberplatte sind alle mit dem Heißgas in Berührung kommenden Innenflächen
der Vorrichtung mit einer feuerfesten Verkleidung versehen. Dabei sind alle direkt
im Heißgasstrom liegenden Flächen, also die Schieberplatte und die Innenwandung des
Gehäuses, mit einer hinreichend dicken Schicht aus einem dichten und mechanisch besonders
beständigen Feuerbeton, nämlich Feuerschwerbeton 15 ausgekleidet. Die nicht unmittelbar
mit dem Heißgas in Berührung kommenden Innenflächen, wie z. B. die Innenflächen der
nicht dargestellten Haube und die weiter außen liegenden Bereiche des Gehäuses 1 sowie
die weiter innen liegenden Bereiche der Absperrplatte sind demgegenüber mit einem
weniger dichten, insbesondere mit einem von Mikro- und/oder Makro-Hohlräumen durchsetzten
Material verkleidet, das zwar mechanisch nicht so fest ist, aber eine besonders hohe
Wärmedämmung besitzt. Insbesondere besteht diese Schicht hoher Wärmedämmung aus dem
gleichen Grundmaterial wie die unmittelbar mit dem Heißgas in Berührung kommenden
Schichten, nämlich vorzugsweise aus dichtem Feuerschwerbeton, welches sich durch eine
hohe Kaltdruckfestigkeit von bis zu 50 MPa auszeichnet. In der dichten Ausführung
ist die Wärmeleitfähigkeit von Feuerschwerbeton etwa 0,8 bis 2,0, insbesondere etwa
1,5 W/m °K.
[0015] Die nahe der Metallkonstruktion ausgebildete bzw. unmittelbar an diese angrenzende
Schicht der feuerfesten Verkleidung besitzt dank der Ausbildung von Mikro- und/oder
Makro-Hohlräumen eine Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,08 bis 0,20, insbesondere etwa
0,16 W/m °K. Diese Wärmeleitfähigkeit entspricht etwa der halben Wärmeleitfähigkeit
ruhender Luft. Das heißt, die Wärmedämmung der erwähnten Schicht ist bei diesem Beispiel
etwa doppelt so groß wie die Wärmedämmung ruhender Luft.
[0016] Bei der dargestellten Ausführungsform sind über den Umfang des Gehäuses etwa gleichmäßig
verteilt Makro-Hohlräume 14 ausgebildet, die unmittelbar an die umfängliche Begrenzung
13 der Gehäuse-Metallkonstruktion angrenzen. Diese Makro-Hohlräume werden dadurch
gebildet, daß vor dem Vergießen des Feuerschwerbetons an der Innenseite der umfänglichen
Begrenzung 13 des Gehäuses 1 Styropor-Blöcke befestigt, z. B. angeklebt werden. Beim
Aushärten des Feuerschwerbetons verkohlen die Styropor-Blöcke unter Ausbildung entsprechender
Hohlräume.
[0017] Alternativ können die gleichmäßig über den Gehäuseumfang verteilt angeordneten Einzelhohlräume
14 durch durchgehende Hohlraumnuten ersetzt sein. Entsprechend Fig. 2 befinden sich
die Hohlräume 14 sowohl an der Einlaß- als auch Auslaßseite des Gehäuses 1.
[0018] Im vorliegenden Fall sind die Hohlräume 14 mit einem wärmeisolierenden Material,
nämlich Mikrotherm,-Pulver oder -Granulat 12 ausgefüllt. Wie bereits oben ausgeführt,
wird zu diesem Zweck jeder Hohlraum mit einer Einlaß- und Auslaßöffnung versehen.
Durch die Einlaßöffnung wird eine Mikrotherm-Wasser-Suspension eingefüllt. Durch die
Auslaßöffnung tritt die dabei verdrängte Luft nach außen in die Umgebung aus.
[0019] Durch die beim Trocknen bzw. Aushärten der feuerfesten Verkleidung entstehende Temperatur
von bis zu 200 °C bis 300 °C wird das Suspensionswasser verdampft. Der Dampf tritt
ebenfalls durch die Auslaßöffnungen der einzelnen Hohlräume 14 aus mit der Folge,
daß in den Hohlräumen nur noch das Mikrotherm-Pulver oder -Granulat verbleibt. Dieses
bildet zwischen den einzelnen Mikrotherm-Partikeln kleine Lufthohlräume, die nur eine
geringe Bewegung der Luftmoleküle bei höheren Temperaturen erlauben. Dementsprechend
ist die Isolierwirkung der mit Mikrotherm-Pulver bzw. -Granulat gefüllten Hohlräume
besonders hoch.
[0020] Zusätzlich zu den Makro-Hohlräumen 14 entsprechend den Fig. 1 und 2 kann die Schicht
nahe der Metallkonstruktion von Gehäuse und natürlich auch Absperrplatte mit Mikro-Hohlräumen
versetzt sein. Diese können durch Beimischung von Kunststoffpartikeln erhalten werden,
die sich bei der Aushärtung oder beim ersten Einsatz aufgrund der dabei entstehenden
hohen Temperaturen thermisch zersetzen unter Ausbildung entsprechender Mikro-Hohlräume.
Alternativ können dem Feuerfestmaterial nahe der Metallkonstruktion noch mit Wasser
reagierende Teilchen zugesetzt werden derart, daß diese unter Gasbildung und Verdrängung
von Wasser und Feuerfestmaterial Mikro-Hohlräume bilden.
[0021] Entscheidend ist bei der beschriebenen Ausführungsform, daß für die unterschiedlichen
Schichten der feuerfesten Verkleidung ein und dasselbe Grundmaterial verwendet wird,
nämlich insbesondere Feuerschwerbeton, welches sich durch eine hohe Kaltdruckfestigkeit
einerseits, jedoch geringe Wärmedämmung andererseits auszeichnet. Die erhöhte Wärmedämmung
nahe der Metallkonstruktion wird durch die beschriebenen Hohlräume erhalten.
[0022] Wie bereits eingangs dargelegt, umfaßt die Schicht hoher Wärmedämmung nahe der Metallkonstruktion
von Gehäuse und/oder Absperrorgan Hohlräume in einem Umfang und in einer Verteilung
auf so, daß die Wärmeleitfähigkeit dieser Schicht etwa 0,08 bis 0,20, insbesondere
etwa 0,16 W/m °K beträgt. Dabei muß bedacht werden, daß dichter Feuerschwerbeton eine
wesentlich höhere Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,8 bis 2,0 W/m °K aufweist, d. h. eine
wesentlich schlechtere Wärmedämmung. Auch der beim Stand der Technik noch verwendete
Feuerleichtbeton besitzt eine wesentlich geringere Wärmedämmung bzw. höhere Wärmeleitfähigkeit
von etwa 0,3 W/m °K. Die Wärmeleitfähigkeit von Mikrotherm, beträgt etwa 0,08 W/m
°K.
[0023] Mit der vorgeschlagenen Konstruktion werden also die Vorteile einer hohen Festigkeit
mit den Vorteilen einer hohen Wärmedämmung miteinander kombiniert, ohne daß verschiedene
Materialien für die feuerfeste Verkleidung zum Einsatz kommen. Insofern handelt es
sich um eine sowohl herstellungstechnisch als auch anwendungstechnisch optimale Lösung.
[0024] Statt der oben erwähnten Füllkörper zur Ausbildung von Hohlräumen können auch mehr
oder weniger große Eisstückchen bzw. Eisbröckchen, -würfel oder dgl. verwendet werden.
Diese werden vor dem Vergießen in das Feuerfestmaterial eingemischt und beim Abbinden
desselben unter Ausbildung der gewünschten Hohlräume verbraucht. Der Eisanteil entspricht
etwa 40 bis 60% des zum Abbinden benötigten Wassers.
1. Absperrvorrichtung für gasförmige Medien hoher Temperatur, insbesondere zur Absperrung
der Heißgasleitungen, die von Winderhitzern zu einem Hochofen führen, bestehend aus
- einem Gehäuse mit ggf. durch ein Kühlmedium gekühlten Dichtsitzen und einem in dem
Gehäuse beweglich angeordneten, ggf. ebenfalls durch ein Kühlmedium gekühlten Absperrorgan,
- wobei mit Ausnahme der Gehäusedichtsitze (2, 3) und der Dichtflächen am Absperrorgan
alle mit dem Heißgas in Berührung kommenden Flächen mit einer feuerfesten, zumindest
teilweise zwei- oder mehrschichtigen Verkleidung versehen sind,
- wobei zwischen der Metallkonstruktion (13) von Gehäuse (1) und/oder Absperrorgan
und der mit dem Heißgas in Berührung kommenden Schicht (15) der feuerfesten Verkleidung
eine Hohlräume (14) umfassende Schicht höherer Wärmedämmung angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht höherer Wärmedämmung aus aushärtbarem Gußmaterial gebildet ist, welches
so beschaffen ist, daß sich Mikro- und/oder Makrohohlräume (14) in dem Material der
gebildeten Schicht erst beim und/oder nach dem Einbringen des Materials in die Metallkonstruktion
(13) ausbilden.
2. Absperrvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die durch Mikro- und/oder Makrohohlräume (14) gekennzeichntete Schicht höherer
Wärmedämmung einen in etwa doppelt so hohen Wärmedämmungswert wie ruhende Luft aufweist.
3. Absperrvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht höherer Wärmedämmung aus dem gleichen Grundmaterial wie die feuerfeste
Verkleidung, im übrigen insbesondere die mit dem Heißgas unmittelbar in Berührung
kommende Schicht (15), vorzugsweise aus einem Feuerschwerbeton hoher Kaltdruckfestigkeit
hergestellt ist.
4. Absperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht höherer Wärmedämmung eine Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,08 - 0,20,
insbesondere etwa 0,16 W/m °K aufweist.
5. Absperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht höherer Wärmedämmung nahe der Metallkonstruktion (13) von Gehäuse
(1) und/oder Absperrorgan angeordnet ist, insbesondere unmittelbar an die Metallkonstruktion
angrenzend.
6. Absperrvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht höherer Wärmedämmung entweder eine Vielzahl von über die Schichtdicke
etwa (zufällig) gleichmäßig verteilt ausgebildete Mikro-Hohlräume oder mehrere, insbesondere
nahe der Metallkonstruktion (z. B. 13) angeordnete oder unmittelbar an diese angrenzende
Hohlräume größerer Abmessung bzw. Makro-Hohlräume (14) aufweist, die etwa gleichmäßig
über den Bereich der zu isolierenden Fläche der Metallkonstruktion (z. B. 13) verteilt
sind.
7. Absperrvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume (14) in der Schicht höherer Wärmedämmung durch thermische Zersetzung
von in das feuerfeste Material eingebetteten Füllkörpern bei der beim Aushärten der
feuerfesten Verkleidung und/oder beim ersten Einsatz der Absperrvorrichtung einwirkenden
Temperatur von bis zu 200 °C bzw. bis zu 1300 °C entstehen.
8. Absperrvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Füllkörper aus Kunststoff, insbesondere Schaumkunststoff, wie Styropor,,
Eisstückchen oder dgl. bestehen.
9. Absperrvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausbildung der Schicht höherer Wärmedämmung das Schichtmaterial mit mit Wasser
reagierenden Teilchen versetzt ist derart, daß diese unter Gasbildung und Verdrängung
von Wasser und Feuerfestmaterial Mikro-Hohlräume bilden.
10. Absperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume in der Schicht höherer Wärmedämmung, insbesondere die dort ausgebildeten
Makro-Hohlräume (14) mit Mikrotherm,-Pulver oder -Granulat ausgefüllt sind.
11. Absperrvorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Makro-Hohlräume jeweils mit einer Einlaß- und Auslaßöffnung versehen sind.
12. Absperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß sich die Mikro-Hohlräume (14) in der Schicht höherer Wärmedämmung aufgrund von
mit Wasser reagierenden Teilchen im Gußmaterial ausbildet, derart, daß diese Teilchen
unter Gasbildung und Verdrängung von Wasser und Material die Mikro-Hohlräume (14)
ausbilden.
1. Shut-off device for gaseous media of high temperature, in particular for shutting
off hot-gas pipes which lead from air heaters to a furnace, comprising
- a housing, comprising seal seats which are, if appropriate, cooled by a cooling
medium, and a shut-off element which is arranged to be movable in the housing and,
if appropriate, also cooled by a cooling medium;
- and all surfaces which make contact with the hot gas, with the exception of the
housing seal seats (2, 3) and the sealing surfaces on the shut-off element, are provided
with a fireproof, at least partially two- or multi-layered lining;
- and between the metal structure (13) of the housing (1) and/or the shut-off element
and the layer (15) of the fireproof lining which is in contact with the hot gas is
arranged a layer of higher heat absorption which includes cavities (14);
characterised in that the layer of higher heat absorption is made of hardening cast material which is such
that micro and/or macro cavities (14) in the material of the established layer form
as late as during and/or after delivery of the material into the metal structure (13).
2. Shut-off device according to Claim 1, characterised in that the layer of higher heat absorption characterised by micro- and/or macro cavities
(14) has a heat absorption value which is approximately twice that of idle air.
3. Shut-off device according to Claim 1 or 2, characterised in that the layer of higher heat absorption is made of the same basic material as the fireproof
lining, and in particular the layer (15), which makes direct contact with the hot
gas, is preferably made of a refractory heavy concrete of high cold pressure strength.
4. Shut-off device according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the layer of higher heat absorption has a heat conductivity of approximately between
0.08 and 0.20, in particular approximately 0.16 W/m °K.
5. Shut-off device according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the layer of higher heat absorption is arranged near the metal structure (13) of
the housing (1) and/or shut-off element, in particular directly adjacent the metal
structure.
6. Shut-off device according to Claim 5, characterised in that the layer of higher heat absorption comprises either a plurality of micro cavities
which are virtually (random) evenly spaced over the layer thickness, or a plurality
of cavities of greater dimension or macro cavities (14), in particular arranged near
the metal structure (for example 13) or directly adjacent thereto, which are virtually
evenly spaced over the area of the surface of the metal structure (for example 13)
which is to be insulated.
7. Shut-off device according to one of the above claims, characterised in that the cavities (14) in the layer of higher heat absorption develop due to thermal decomposition
of filler elements embedded in the fireproof material at a temperature of up to 200
°C or up to 1,300 °C Which develops during hardening of the fireproof lining and/or
in first use of the shut-off device.
8. Shut-off device according to Claim 7, characterised in that the filler elements are made of plastic, in particular foamed plastic, such as styropor,
pieces of ice, or the like.
9. Shut-off device according to Claim 7, characterised in that for the purpose of forming the layer of higher heat absorption water-reactive particles
are added to the layer material in such a manner that they form micro cavities by
producing gas and displacing water and fireproof material.
10. Shut-off device according to one of Claims 1 to 9, characterised in that the cavities in the layer of higher heat absorption, in particular thereat developed
macro cavities (14), are filled with microtherm powder or granulate.
11. Shut-off device according to Claim 10, characterised in that the macro cavities are respectively provided with an inlet and an outlet opening.
12. Shut-off device according to one of Claims 1 to 6, characterised in that the micro cavities (14) in the layer of higher heat absorption develop due to particles
in the cast material which react to water in such a manner that these particles form
micro cavities (14) whilst producing a gas and displacing water and material.
1. Dispositif d'obturation pour des fluides gazeux à haute température, pour l'obturation
de conduites de gaz chauds en particulier, qui mènent de fours cowpers à un haut-fourneau,
composé d'un corps avec des sièges d'étanchéité éventuellement refroidis par un fluide
réfrigérant, et d'un organe d'obturation disposé et mobile dans le corps, également
refroidi par un fluide réfrigérant le cas échéant, toutes les surfaces entrant au
contact du gaz chaud, exception faite des sièges d'étanchéité (2, 3) du corps et des
surfaces d'étanchéité sur l'organe d'obturation, étant munies d'un revêtement réfractaire
à deux ou plusieurs couches en partie du moins, et une couche d'isolation thermique
supérieure, comportant des cavités (14), étant disposée entre la construction métallique
(13) du corps (1)et/ou l'organe d'obturation et la couche (15)du revêtement réfractaire
entrant au contact du gaz chaud, caractérisé en ce que la couche d'isolation thermique
supérieure est formée d'un matériau coulé durcissable d'une qualité telle que des
micro- et/ou macro-cavités (14) dans le matériau de la couche formée ne se forment
que lors et/ou après l'introduction du matériau dans la construction métallique (13).
2. Dispositif d'obturation suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la couche
d'isolation thermique supérieure, caractérisée par des micro- et/ou macro-cavités
(14), présente une valeur de calorifugeage à peu près deux fois plus élevée que celle
de l'air au repos.
3. Dispositif d'obturation suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce
que la couche d'isolation thermique supérieure se compose du même matériau de base
que le revêtement réfractaire, au demeurant la couche (15) entrant directement au
contact du gaz chaud en particulier, d'un béton lourd réfractaire d'une résistance
élevée à la compression à froid de préférence.
4. Dispositif d'obturation suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce
que la couche d'isolation thermique supérieure présente une conductivité thermique
de 0,08 à 0,20 environ, en particulier de 0,16 W/m °K environ.
5. Dispositif d'obturation suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce
que la couche d'isolation thermique supérieure est disposée près de la construction
métallique (13) du corps (1) et/ou de l'organe d'obturation, est notamment directement
limitrophe à la construction métallique.
6. Dispositif d'obturation suivant la revendication 5, caractérisé en ce que la couche
d'isolation thermique supérieure présente une multiplicité de micro-cavités réparties
à peu près régulièrement (aléatoirement) sur l'épaisseur de couche, ou plusieurs cavités
de dimension supérieure et/ou macro-cavités (14), disposées notamment près de la construction
métallique (13 par exemple) ou directement limitrophes à cette dernière, qui sont
réparties à peu près régulièrement sur la zone de la surface à isoler de la construction
métallique (13 par exemple).
7. Dispositif d'obturation suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que les cavités (14) dans la couche d'isolation thermique supérieure sont formées
par décomposition thermique de charges de remplissage noyées dans le matériau réfractaire
à la température, allant jusqu'à 200° C et/ou jusqu'à 1300° C, exercée lors du durcissement
du revêtement réfractaire et/ou lors de la première utilisation du dispositif d'obturation.
8. Dispositif d'obturation suivant la revendication 7, caractérisé en ce que les charges
de remplissage se composent de matière plastique, de plastique cellulaire en particulier,
tel que Styropor®, de morceaux de glace, ou autres.
9. Dispositif d'obturation suivant la revendication 7, caractérisé en ce que, pour la
formation de la couche d'isolation thermique supérieure, le matériau de la couche
est mélangé avec des particules réagissant avec l'eau, de sorte que ces dernières
forment des micro-cavités en formant du gaz et en déplaçant de l'eau et du matériau
réfractaire.
10. Dispositif d'obturation suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce
que les cavités dans la couche d'isolation thermique supérieure, les macro-cavités
(14) formées dans cette couche notamment, sont remplies de poudre ou de granulat microtherme.
11. Dispositif d'obturation suivant la revendication 10, caractérisé en ce que les macro-cavités
sont respectivement munies d'un orifice d'admission et d'un orifice d'échappement.
12. Dispositif d'obturation suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce
que les micro-cavités (14) dans la couche d'isolation thermique supérieure se forment
en raison de particules réagissant avec l'eau dans le matériau coulé, de sorte que
ces particules forment les micro-cavités (14) en formant du gaz et en déplaçant de
l'eau et du matériau.
