[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Rohrbruchsicherungsventil insbesondere
ein Brems-Sperrventil gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Derartige Ventile werden beispielsweise als Senkbrems-Sperrventile zur Regelung des
Ablaufstroms eines durch äußere Kräfte belasteten Verbrauchers beispielsweise eines
Hubzylinders eingesetzt, um ein Vorauseilen des Verbrauchers bezüglich des Zulaufstroms
zu verhindern. Gleichzeitig übernehmen diese Ventile für den Fall, daß sie als Sitzkolben
ausgebildet sind, die Funktion eines leckfrei absperrenden, den Verbraucher in der
jeweiligen Position fest einspannenden, gesteuerten Rückschlagventils.
[0003] Aus dem Stand der Technik gemäß der DE-OS 32 39 930 ist ein Brems-Sperrventil bekannt,
welches in einem besonderen Ausführungsbeispiel mit einem zwangszuöffnenden Rückschlagventil
ausgebildet ist. Dieses bekannte Brems-/Sperrventil hat einen ersten hohlen Ventilkolben
mit einem inneren Ventilsitz, der mittels eines in Schließstellung vorgespannten Ventilstösels
schließbar ist. Der innere Ventilsitz hat dabei über eine im Ventilkolben vorgesehene
erste Radialbohrung Verbindung mit einem ersten pumpenseitigen Ventildruckanschluß.
Eine hinter dem Ventilsitz angeordnete zweite Radialbohrung ist über einen Ringkanal
mit einem weiteren Ventilsitz des Rückschlagventils verbunden, welches einen zweiten
verbraucherseitigen Ventildruckanschluß sperrt. In dem Rückschlagventil ist dabei
ein Druckbegrenzungsventil integriert. Der vorstehend genannte Ventilkolben weist
darüberhinaus zusätzliche kleindurchmessrige Radialbohrungen unmittelbar vor dem inneren
Ventilsitz auf und ist dabei mittels einer Feder in eine Stellung vorgespannt, in
der eine Verbindung zwischen dem Ringkanal und den kleindurchmessrigen Radialbohrungen
unterbrochen ist.
[0004] Für das Heben einer Last strömt ein Hydraulikfluid vom ersten Ventildruckanschluß
durch den Ventilkolben, den inneren Ventilsitz, den Ringkanal, den Ventilsitz des
Rückschlagventils zum zweiten Ventildruckanschluß und wird von dort zum Verbraucher
geleitet. Soll die Last in einer bestimmten Position gehalten werden, wird bei einer
Verringerung des Pumpendrucks das Rückschlagventil durch eine Feder auf den Ventilsitz
gedrückt, wodurch der Hydraulikdruck am zweiten Ventildruckanschluß und damit im Verbraucher
eingespannt wird. Für das Senken der Last, wird in diesem Ausführungsbeispiel der
Ventilkolben sowie der Kolben des Rückschlagventils durch den Druck in einer Steuerdruckleitung
gegen die jeweiligen Vorspannfedern bewegt, wobei eine Fluidverbindung zwischen dem
zweiten Ventildruckanschluß über den nun zwangsgeöffneten Ventilsitz des Rückschlagventils,
den Rinkanal sowie den kleindurchmessrigen Radialbohrungen und dem ersten Ventildruckanschluß
hergestellt wird, der in diesem Fall über ein externes Wegeventil mit einem Tank verbunden
ist.
[0005] Aus der vorstehenden Beschreibung dieses Stands der Technik ist ersichtlich, daß
aufgrund der notwendigerweise durch einen Steuerdruck jeweils zu betätigenden beiden
Ventilkolben der gesamte Aufbau des Brems-/Sperrventils außerst aufwendig ist, was
zu relativ großen baulichen Abmessungen und darüberhinaus zu erhöhten, leckagebedingten
Druckverlusten führt.
[0006] Aus der Überlegung heraus, Leckageverluste möglichst gering zu halten, ist auch ein
gattungsgemäßes Brems-/Sperrventil entwickelt worden, wie es in der DE-OS 2 352 742
dargestellt ist, welches auch als der dem Erfindungsgegenstand am nächsten kommende
Stand der Technik erachtet wird.
[0007] Dieses Ventil hat einen hohlen Ventilkolben, der gegen einen zwei Ventildruckanschlüsse
verbindenden Ventilsitz mittels einer Feder vorgespannt ist, die sich in einem Federraum
befindet. In dem Ventilkolben befindet sich ferner ein internes Vorsteuersitzventil,
welches mittels eines Steuerdruck-betätigbaren Stellkolbens zwangsgeöffnet werden
kann. Das Brems-/Sperrventil ist dabei zu einem in einer zum Verbraucher führenden
Druckleitung angeordneten Rückschlagventil mit seinen beiden Anschlüssen parallelgeschaltet,
wobei der Federaum permanent mit dem Lastdruck beaufschlagt ist.
Beim Heben einer Last wird der stromauf des Rückschlagventils befindliche Druckanschluß
von einem Pumpendruck beaufschlagt, der gegenüber dem in dem stromab des Rückschlagventils
befindlichen Anschluß herrschenden Lastdruck entsprechend der Kraft der Feder im Rückschlagventil
erhöht ist, wobei der Ventilkolben sowohl durch die Kolbenfeder, wie auch durch den
im Federraum herrschenden Lastdruck auf den Ventilsitz gepreßt wird. Soll die Last
in einer Position gehalten werden, schließt sich das externe Rückschlagventil, während
der Ventilkolben des Brems-/Sperrventils weiterhin in Schließstellung gehalten und
damit der pumpenseitige Ventilanschluß im wesentlichen drucklos wird. Für das Senken
der Last wird der Stellkolben zum Öffnen des internen Vorsteuersitzventils betätigt,
wodurch sich der Druck im Federraum entspannt. Bei weiterer Betätigung des Stellkolbens
wird der Ventilkolben vom Ventilsitz abgehoben und damit der Verbraucherdruck in einen
Tank entlassen.
Es hat sich gezeigt, daß sich bei dieser Ventilausführung die variierende Höhe des
Drucks an dem pumpenseitigen Ventilanschluß nachteilig auf die Steuerung des Ventilkolbens
auswirkt. Außerdem muß das Gehäuse des Brems-/Sperrventils insbesondere der Federraum
massiv und besonders fluiddicht ausgebildet sein, da er permanent dem Lastdruck ausgesetzt
ist und demnach diesem standhalten muß.
[0008] Angesichts dieses letztgenannten Stands der Technik ist es daher eine Aufgabe der
vorliegenden Erfindung, ein Brems/Sperrventil vorzugsweise als Rohrbruchsicherungsventil
zu schaffen, welches einen einfacheren und kostengünstigeren Aufbau aufweist.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Rohrbruchsicherungsventil mit den im
Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Demzufolge hat das erfindungsgemäße
Rohrbruchsicherungsventil ein Servoventil, das zumindest zwei interne Arbeitsanschlüsse
sowie einen Ventilkolben aufweist, welcher durch eine Vorspannfeder in eine erste,
die Arbeitsanschlüsse trennende Stellung vorgespannt ist. Hierfür ist der Ventilkolben
mit einer ersten Steuerkante ausgebildet, mittels der einer der Druckanschlüsse verschließbar
ist. In einem Axialabstand zur ersten Steuerkante ist dabei einen Ringbund vorgesehen,
welcher die Vorspannfeder gegenüber den Druckanschlüssen abdichtet. Durch diese besondere
Maßnahme kann das Gehäuse des Rohrbruchsicherungsventils insbesondere im Bereich der
Vorspannfeder sowie die in diesem Gehäusebereich vorgesehenen Dichtungen relativ schwach
ausgelegt werden, da diese nicht unmittelbar dem das Ventil beaufschlagenden Arbeitsdruck
ausgesetzt sind. Somit können Kosteneinsparungen in Bezug auf Materialwahl und konstruktiver
Auslegung erzielt werden. Die erste Steuerkante wird durch einen Ventilteller gebildet,
der mit einem den einen Arbeitsanschluß ausbildenden Ventilsitz durch die Federvorspannkraft
in Anlage bringbar ist.
[0010] Gemäß Anspruch 2 wird der Ventilsitz durch eine Hülse ausgebildet, die in eine in
das Gehäuse des Rohrbruchsicherungsventils gebohrte Aufnahmebohrung eingesetzt ist.
Diese Konstruktion ermöglich quasi ein vollständiges und damit kostengünstiges Vormontieren
des Servoventils, bevor es in das Rohrbruchsicherungsventil eingesetzt wird.
[0011] Gemäß der Weiterbildung nach Anspruch 3 ist, zwischen dem Ventilteller und dem Ringbund
ein weiterer Ringbund unmittelbar an der ersten Steuerkante angrenzend vorgesehen,
der ebenfalls zur Gleitführung des Ventilkolbens dient. Somit vereinfacht sich der
gesamte Aufbau des Steuerkolbens.
[0012] Die Weiterbildung nach Anspruch 5 sieht desweiteren vor, daß das Rohrbruchsicherungsventil
einen wahlweise mit einer Pumpe oder einem Tank verbindbaren Ventilanschluß, sowie
einen Verbraucheranschluß hat, die über einen Druckzuführkanal mit einem zwischengeschalteten
Druck-/Einspeiseventil miteinander verbunden sind, zu dem ein Rückführkanal parallelgeschaltet
ist, in den das Servoventil zwischengeschaltet ist. Die integrale Anordnung des kombinierten
Druck-/Einspeiseventils vereinfacht nicht nur die Kanalführung innerhalb des Rohrbruchsicherungsventils
sondern auch dessen Zusammenbau, sodaß auch hierdurch Kosten gespart werden.
[0013] In Anspruch 9 ist die weitere Maßnahme angegeben, auf einer der Vorspannfeder gegenüberliegenden
Seite des Ventilkolbens einen Hohlraum auszubilden, der von einem am Ventilkolben
einstückig angeordneten zusätzlichen Ringbund gegen eine den Arbeitsdruck führende
Verbraucherkammer abgetrennt ist. Hierbei ist der Hohlraum nach Anspruch 10 über eine
vorzugsweise durch den zusätzlichen Ringbund ausgebildete Drosselstelle mit der Verbraucherkammer
verbunden, wobei nach Anspruch 11 der Hohlraum eine Leckageleitung über einen Kanal
angeschlossen ist, in dem das Vorsteuersitzventil sitzt. Durch diese Maßnahme kann
die Federkraft der Vorspannfeder für das Schließen des ersten Druckanschlusses durch
einen im Hohlraum sich aufbauenden Druck erhöht werden. Darüberhinaus wird eine Art
Funktionssicherung des Rohrbruchsicherungsventils im Fall eines Zerbrechens der Vorspannfeder
geschaffen, da der Druck innerhalb des Hohlraums groß genug ist, den Ventilkolben
alleine in seine Schließstellung zu verschieben.
[0014] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der übrigen Unteransprüche.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die begleitende Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt das Schaltbild eines Brems-/Sperrventils als Rohrbruchsicherungsventil
gemäß der Erfindung,
Fig. 2 zeigt ein erstes konstruktives Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßes
Brems-/Sperrventils in einer den Verbraucher druckbeaufschlagenden Stellung, wobei
der Ventilkolben sowohl durch eine Vorspannfeder wie auch durch den Lastdruck auf
seinen Ventilsitz gedrückt wird,
Fig. 3 zeigt eine alternative Ausgestaltung des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 in
gleicher Stellung,
Fig. 4 zeigt ein konstruktives Ausführungsbeispiel eines Ventils in einer den Verbraucher
druckbeaufschlagenden Stellung, wobei der Ventilkolben ausschließlich durch die Vorspannfeder
auf den Ventilsitz gepreßt wird. Dieses Ausführungsbeispiel ist vom Schutzbereich
nicht erfaßt.
[0016] Gemäß der Fig. 1 hat das Brems-/Sperrventil als Rohrbruchsicherungsventil in seinem
grundsätzlichen Aufbau ein integriertes Servoventil 1 mit zumindest zwei internen
Druckanschlüssen 2, 3 sowie einem Ventilkolben 4, welcher durch eine Vorspannfeder
5 in eine erste, die zwei Druckanschlüsse 2, 3 trennende Stellung vorgespannt ist.
Wie aus der Fig. 2 entnommen werden kann, ist der Ventilkolben 4 hierfür mit einem
als Kegelabschnitt ausgebildeten Ventilteller 6 versehen, der über die Vorspannfeder
5 auf einen Ventilsitz 7 gedrückt wird. Am Ventilkolben 4 ist erfindungsgemäß in einem
Axialabstand zum, den ersten Druckanschluß 2 verschließenden Kegelabschnitt 6 eine
Dichtung, in diesem Fall in Form eines Ringbunds 8 vorgesehen, der die Vorspannfeder
5 gegenüber den beiden Druckanschlüssen 2, 3 abdichtet. Ein die Vorspannfeder 5 aufnehmender
und somit druckfreier Federraum 9 ist dabei über eine zusätzliche Leckölleitung 10
mit einem separaten Tankanschluß L verbunden.
[0017] Wie insbesondere in der Fig. 1 gezeigt wird, ist das Servoventil 1 in einen im Brems-/Sperrventil
ausgebildeten Rücklaufkanal 11 zwischengeschaltet, der einen Verbraucherseitigen Ventilanschluß
V mit einem weiteren Ventilanschluß A verbindet, der wiederum über ein externes, nicht
weiter gezeigtes Wegeventil wahlweise an eine Pumpe oder einen Tank anschließbar ist.
Das Servoventil 1 ist erfindungsgemäß für eine Betätigung mittels eines Steuerdrucks
ausgelegt, der über einen externen Steueranschluß P
st an das Brems-/Sperrventil anlegbar ist. Parallel zum Rücklaufkanal 11 ist desweiteren
ein das Servoventil 1 insbesondere dessen Druckanschluß 2 umgehender, bzw. überbrückender
Zuführkanal 12 ausgebildet, in dem erfindungsgemäß ein kombiniertes, vorgesteuertes
Druck-/Einspeisungsventil 13 zwischengeschaltet ist, wie es beispielsweise von der
Anmelderin unter der Bezeichnung "MHDBN 22K" vertrieben wird und damit zum Stand der
Technik zählt. Zur Überwachung der aktuellen Druckverhältnisse am Verbraucheranschluß
V ist darüberhinaus ein Meßanschluß M für einen Drucksensor vorgesehen, der direkt
mit dem Anschluß V verbunden oder als Anschluß für eine Ausgleichsleitung bei Doppelzylindern
verwendbar ist.
[0018] Hinsichtlich des konstruktiven Aufbaus des erfindungsgemäßen Brems-/Sperrventils
insbesondere dessen Servoventils 1 nach einem ersten Ausführungsbeispiel wird nunmehr
auf die Fig. 2 Bezug genommen.
[0019] Demzufolge ist der Meßanschluß M über einen ersten Kanal 14 mit einer in einem Ventilgehäuse
ausgebildeten Verbraucherkammer 15 verbunden, von der aus gemäß Fig. 2 eine Bohrung
16 zu dem Verbraucheranschluß V führt. Die Verbraucherkammer 15 bzw. die Bohrung 16
wird dabei von einer weiteren Ventilgehäusebohrung für die Aufnahme des Servoventils
1 im wesentlichen rechtwinklig durchdrungen, die durch das gesamte Ventilgehäuse verläuft
und dabei von der Verbraucherkammer 15 quasi zweigeteilt wird. In den gemäß Fig. 2
rechten Bohrungsteil ist eine Hülse 17 fluiddicht eingepaßt, die zur Gleitlagerung
des Ventilkolbens 4 dient und die an ihrem in die Verbraucherkammer 15 mündenden Ende
den Ventilsitz 7 ausbildet. Diese Hülse 17 wird, wie aus der Fig. 2 zu entnehmen ist,
mittels einer in das Ventilgehäuse eingeschraubten Büchse 18 mit einem bezüglich der
Hülse 17 größeren Innenbohrungsdurchmesser gegen einen Absatz in der Ventilgehäusebohrung
angepreßt, wodurch die Hülse 17 axial fixiert wird. Die Büchse 18 bildet dabei den
eingangs erwähnten Federraum 9, der durch eine Stirnwand der Büchse 18 nach außen
abgeschlossen ist. In der Stirnwand ist der Steuerdruckanschluß P
st für eine Steuerdruckleitung ausgebildet, über den ein in der Büchse 18 gleitgelagerter
Stellkolben 19 über den Steuerdruck betätigbar ist.
[0020] In den gemäß Fig. 2 linken Bohrungsteil ist ebenfalls eine Hülse 20 mit einem zur
rechten Hülse 17 gleichen Innendurchmesser eingeschraubt und durch eine hohle Schraube
21 gekontert, wobei der linksseitige Bohrungsteil mittels eines als Justierschraube
ausgebildeten, in die hohle Schraube eingedrehten Blindstopfens (nicht näher dargestellt)
gegenüber der Umgebung verschlossen ist. Der Ventilkolben 4 ist durch die Verbraucherkammer
15 hindurch in die linksseitige Hülse 20 verlängert und wird dort innerhalb der Hülse
20 über einen am Ventilkolben 4 ausgebildeten Ringbund 22 gleitgelagert, wobei sich
innerhalb der Hülse 20 ein Hohlraum 23 zwischen dem Blindstopfen und dem linksseitigen
Ringbund 22 bildet. An der Mantelfläche des Ringbunds 22 ist ein mit einer Drosselfunktion
bedachter Verbindungskanal 24 spiralförmig eingedreht, wodurch gewährleistet wird,
daß sich der in der Verbraucherkammer 15 aktuell herrschende Druck über den Verbindungskanal
24 in dem Hohlraum 23 allmählich aufbaut und somit den Ventilkolben 4 und damit den
gegenüberliegenden Kegelabschnitt 6 gegen den Ventilsitz 7 andrückt.
[0021] Wie bereits vorstehend erwähnt wurde, ist der Ventilkolben 4 desweiteren in der gemäß
Fig. 2 rechten Hülse 17 ebenfalls gleitgelagert, wobei hier die Auflagerpunkte zum
einem durch den als Dichtung dienenden Ringbund 8 sowie einen weiteren, unmittelbar
an den Kegelabschnitt 6 angrenzenden Ringbund 25 des Ventilkolbens 4 gebildet werden.
Dieser zweite, am Kegelabschnitt 6 angeordnete Ringbund 25 weist dabei an seiner Mantelfläche
axiale Einkerbungen 26 auf, die in Richtung zum Dichtungs-Ringbund 8 geöffnet sind
und als sogenannte Feinsteuernuten dienen. Zwischen den beiden Ringbunden 8, 25 ist
die Hülse 17 mit mehreren, in einer Kreisebene liegenden und durch den Kegelabschnitt
6 von der Verbraucherkammer 15 trennbaren Radialbohrungen 27 versehen, die in einem
in die Hülse 17 eingedrehten, äußeren Ringkanal 28 münden, der mit dem zum Ventilanschluß
A führenden, schematisch dargestellten Rückführkanal 11 fluidverbunden ist. An einem
gemäß Fig. 2 rechten Endabschnitt der Hülse 17, zwischen dem die Dichtung bildenden
Ringbund 8 und der Büchse 18, ist eine weitere radiale Ablaßbohrung 29 in der Hülse
17 vorgesehen, die in die Leckölleitung 10 führt und somit den Federraum 9 mit der
Leckölleitung 10 bzw. dem Leckölanschluß L verbindet. Die Position der Ablaßbohrung
29 ist dabei derart gewählt, daß in jeder Stellung des Ventilkolbens 4 eine Trennung
der Ablaßbohrung 29 von dem zum Ventilanschluß A führenden Rückführkanal 11 durch
den Dichtungs-Ringbund 8 sowie gleichzeitig eine permanente Verbindung der Ablaßbohrung
29 zum Federraum 9 gewährleistet ist.
[0022] Der gemäß Fig. 2 rechte Endabschnitt des Ventilkolbens 4 ist durch einen in den Ventilkolben
axial ein- oder aufgeschraubten Fortsatz 30 in den Federraum 9 der Büchse 18 verlängert,
der am rechten äußeren Fortsatzende zu einem ringbundförmigen Federsitz 31 radial
erweitert ist, an dem sich die um den Ventilkolbenfortsatz 30 angeordnete Vorspannfeder
5 an ihrem einen Ende abstützt. Das andere Ende der Feder 5 ist dabei an der rechten
Stirnseite der Hülse 17 selbst abgestützt, wodurch der Ventilkolben 4 bezüglich der
Hülse 17 gemäß Fig. 2 nach rechts vorgespannt und damit der Kegelabschnitt 6 unter
Unterstützung des in dem linksseitigen Hohlraum 23 herrschenden Drucks auf den Ventilsitz
7 angepreßt wird. Der Ventilkolben 4 sowie der Fortsatz 30 ist dabei mit einer inneren,
axialen Durchgangsbohrung 32 versehen, die den linksseitigen Hohlraum 23 mit dem Federraum
9 verbindet. In dieser Durchgangsbohrung 32 ist am linken Endabschnitt des Ventilkolbenfortsatzes
30, d.h. zwischen Ventilkolben 4 und Fortsatz 30 ein Vorsteuerventil 33 in Sitzbauweise
mit einem Schließelement 34 angeordnet, das mittels einer Feder, unterstützt durch
den Druck im linksseitigen Hohlraum 23, auf einen inneren Ventilsitz gedrückt wird
und mittels des Stellkolbens 19 über zwei in der Durchgangsbohrung 32 des Ventilkolbenfortsatzes
30 zusätzlich gelagerter Distanzstifte 35 in eine Offenstellung bringbar ist. Der
Ventilsitz des Vorsteuerventils 33 ist dabei über eine im Ventilkolbenfortsatz 30
angebrachte Radialbohrung mit dem Federraum 9 verbunden.
[0023] In dem Ventilgehäuse ist darüberhinaus eine weitere in Fig. 2 nicht gezeigte Aufnahmebohrung
für das handelsübliche kombinierte Druck-/Einspeisungsventil 13 ausgebildet, welches
aus Gründen der besseren Verständlichkeit lediglich als Schaltsymbol dargestellt ist.
[0024] Wie eingangs bereits beschrieben wurde, ist das vorgesteuerte Druck-/Einspeisungsventil
13 gemäß Fig. 2 in den Druckzuführkanal 12 zwischengeschaltet, der zwischen dem Ventilanschluß
A und dem Servoventil 1 vom Rückführkanal 11 abzweigt und unter Umgehung des Druckanschlusses
2 des Servoventils 1 in die Verbraucherkammer 15 mündet. Das vorgesteuerte Druck-/Einspeisungsventil
13 bildet demnach ein zur Verbraucherkammer 15 sich öffnendes Rückschlagventil, welches
an einer Steuerseite durch eine Vorspannfeder in Schließstellung gehalten und durch
einen über den Ventilanschluß A eingeleiteten Pumpendruck in Offenstellung bringbar
ist. Gleichzeitig ist dieses Rückschlagventil mit einem vorgesteuerten Druckbegrezungungsventil
kombiniert, das über eine interne Steuerleitung vom Druck in der Verbraucherkammer
angesteuert wird und bei Überschreiten eines vorbestimmten Grenzwerts den Durck in
der Verbraucherkammer 15 in die Rückführleitung 11 entspannt.
[0025] Die Funktionsweise des Brems-/Sperrventils gemäß dem vorstehend beschriebenen ersten
Ausführungsbeispiel kann wie folgt umschrieben werden:
[0026] Bei einer Druckzufuhr zu einem nicht gezeigten Verbraucher beispielsweise einem Hubzylinder
zum Anheben einer Last durch entsprechende Betätigung eines dem Brems-/Sperrventil
vorgeschalteten konventionellen Wegeventils (nicht gezeigt) strömt Hydraulikfluid
durch den Druckanschluß A, öffnet das Rückschlagventil des kombinierten Druck-/Einspeisungsventils
13 gegen die Kraft der Vorspannfeder und gelangt über den Druckzuführkanal 12 und
die innere Verbraucherkammer 15 des Brems-/Sperrventils zum Verbraucheranschluß V,
an dem eine nicht gezeigte Verbraucherleitung angeschlossen ist. Wie eingangs beschrieben
wurde, sitzt der Kegelabschnitt 6 des Ventilkolbens 4 durch die Vorpannkraft seiner
Vorspannfeder 5 fest auf seinem Ventilsitz 7, wobei der als Dichtung wirkende Ringbund
8 am Ventilkolben 4 die Federkammer 9 vom nunmehr ebenfalls unter Pumpendruck stehenden
Rückführkanal 11 trennt, sodaß kein Hydraulikfluid durch den Federraum 9 und den nachfolgenden
Leckölanschluß L entweichen kann.
[0027] Es liegt auf der Hand, daß aufgrund dieser baulichen Maßnahme, d.h. die Anordnung
des als Dichtung wirkenden Ringbunds 8, die den Federraum 9 ausbildende Büchse 18
sowie die an der Büchse 18 vorgesehenen Dichtungen schwach ausgelegt werden können,
da diese Bauteile dem Pumpendruck nicht ausgesetzt werden.
[0028] Für das Halten einer Last in einer vorbestimmten Position, d.h. für den Fall, daß
der Druck im Verbraucher auf einem vorbestimmten Wert eingespannt werden soll, wird
der Pumpendruck einfach verringert, wodurch sich das Rückschlagventil des kombinierten
Druck-Einspeiseventils 13 in Schließstellung bewegt. Bereits während der Durckbeaufschlagung
des Verbrauchers hat sich in dem gemäß Fig. 2 linken Hohlraum 23 über den als Drossel
wirkenden Verbindungskanal 24 der Verbraucherdruck aus de Verbraucherkammer 15 aufgebaut,
der nunmehr aufgrund des Druckabfalls am Ventilanschluß A und damit im Rückführkanal
11 auf den Ventilkolben 4 einwirkt und dessen Kegelabschnitt 6 aufgrund des nunmehr
herrschenden Kräfteungleichgewichts zusätzlich zur Federkraft auf seinen Ventilsitz
7 drückt. Auf diese Weise wird gewährleistet, daß der Verbraucher leckölfrei in seiner
Position verbleibt. Für den Fall, daß in diesem Schaltzustand Druckspitzen im Verbraucher
auftreten, beispielsweise durch Schwingungen oder Vibrationen, welche eine Überbelastung
des Brems-/Sperrventils oder der nachfolgenden Leitungen bedeuten würden, öffnet sich
das nunmehr als vorgesteuertes Druckbegrenzungsventil funktionierende Druck-/Einspeiseventil
13, um eine bestimmte Menge an Hydraulikfluid aus der Verbraucherkammer 15 in den
nunmehr drucklosen Rückführkanal 11 zu entlassen.
[0029] Soll nunmehr der Hydraulikdruck im Verbraucher beispielsweise für das Absenken einer
Last verringert werden, wird über den Steuerdruckanschluß P
st in der gemäß Fig. 2 rechtsseitig angeordneten Büchse 18 ein Steuerdruck angelegt,
wodurch sich der in der Büchse 18 gelagerte Stellkolben 19 gemäß Fig. 2 nach links
bewegt und über die beiden, axial hintereinander angeordneten Distanzstifte 35 das
im Ventilkolben 4 befindliche Vorsteuersitzventil 33 zwangsöffnet. Hierdurch wird
der Druck im linksseitigen Hohlraum 23 in die Leckölleitung 10 entspannt (nachfließendes
Hydraulikfluid durch den Verbindungskanal 24 ist geringer als abströmendes Hydraulikfluid
durch das Vorsteuersitzventil 33), wodurch die Anpreßkraft zwischen dem Kegelabschnitt
6 des Ventilkolbens 4 und seinem Ventilsitz 7 auf die durch die Vorspannfeder 5 erzeugte
Vorspannkraft reduziert wird.
[0030] An dieser Stelle sei angemerkt, daß die Druckbeaufschlagungsfläche am Kegelabschnitt
6 im wesentlichen identischen ist zum linksseitigen Ringbund 22, sodaß sich die darauf
jeweils einwirkenden Druckkräfte aus der Verbraucherkammer 15 gegenseitig nahezu aufheben.
[0031] Bewegt sich nunmehr der Stellkolben weiter nach links, legt er sich an die rechtsseitige
Stirnfläche des Ventilkolbens 4 bzw. des Fortsatzes 30 an und verschiebt den Ventilkolben
4 gegen die nunmehr alleine wirkende Vorspannkraft der Vorspannfeder 5. Hierdurch
wird der Kegelabschnitt 6 von seinem Ventilsitz 7 abgehoben, sodaß der im Verbraucher
und damit in der Verbraucherkammer 15 herrschende Druck über den Rückführkanal 11
zum Ventilanschluß A und von dort zum nicht gezeigten Tank entspannt werden kann.
[0032] Hierbei wird darauf hingewiesen, daß der maximale Verschiebeweg des Ventilkolbens
4 in die linkswärtige Richtung durch den als Justierschraube ausgebildeten Blindstopfen
begrenzt wird. Desweiteren läßt sich die Dosierung des abfließenden Hydraulikfluids
exakt bestimmen bzw. einstellen, da die Kraft zur Verschiebung des Ventilkolbens 4
gemäß vorstehender Beschreibung Verbraucherdruck-unabhängig ausschließlich proportional
zur Federkraft der Vorspannfeder 9 ist. Diese Dosiergenauigkeit wird zusätzlich noch
durch die Anordnung der Feinsteuernuten 26 verbessert, die eine größere Verschiebewegtoleranz
zulassen. Die Ausbildung des Hohlraums 23 auf der gemäß Fig. 2 linken Stirnseite des
Ventilkolbens 4 (auf der dem Federraum gegenüberliegenden Ventilkolbenseite) bietet
darüberhinaus die Gewähr der Funktionsaufrechterhaltung des Brems-/Sperrventils auch
für den Fall, daß die Vorspannfeder 5 des Ventilkolbens 4 gebrochen ist.
[0033] Wird unter einer derartigen Bedingung der Steuerdruck reduziert, wird das Schließelement
34 des im Ventilkolben 4 angeordneten Vorsteuersitzventils 33 aufgrund der Vorspannkraft
der Sitzventil internen Vorspannfeder geschlossen, wodurch sich in dem in Rede stehenden
Hohlraum 23 allmählich ein Druck entsprechend dem Druck in der Verbraucherkammer 15
aufbaut. Dieser Druck wirkt auf die linksseitige Stirnfäche des Ventilkolbens 4 und
verschiebt diesen aufgrund des noch immer herrschenden Kräfteungleichgewichts am Kegelabschnitt
6 in die rechtswärtige Richtung. Auf diese Weise kann der Kegelabschnitt 6 wieder
in Schließstellung überführt und somit die Verbindung des Verbraucheranschlusses V
zum Ventilanschluß A unterbrochen werden. Auch kann durch die besondere Anordnung
des Hohlraums 23 gegenüber dem Federraum 9 der Ventilkolbenfortsatz 30, weil nicht
mit einem Hydraulikdruck belastet, aus einem schwächer belastbaren und damit kostengünstigerem
Material gefertigt werden.
[0034] Es ist abschließend zur Beschreibung des ersten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels
noch darauf hinzuweisen, daß zahlreiche konstruktive Änderungen bei gleichbleibender
Funktion vorgenommen werden können. So könnte das Druck-/Einspeiseventil 13 extern
angeordent oder durch ein separates Rückschlagventil in Verbindung mit einem Druckbegrenzungsventil
ersetzt werden. Auch könnte anstelle des Verbindungskanals 24 der Ringbund 22 einfach
mit größerem Spiel in die Hülse 20 eingesetzt werden, wodurch sich zwischen beiden
Bauteilen ein Spalt mit vergleichbarer Wirkung ausbilden würde. Ähnliche Veränderungsmöglichkeiten
bieten sich auch bei den nachfolgend noch beschiebenen Ausführungsbeispielen an, sodaß
im folgenden hierzu nicht mehr näher eingegangen wird.
[0035] In der Fig. 3 ist nunmehr eine alternative Ausgestaltung des Brems-/Sperrventils
gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel gezeigt, wobei nachfolgend lediglich die hierzu
konstruktiven Unterschiede beschrieben werden sollen.
[0036] Wie aus der Fig. 3 zu ersehen ist, befindet sich das innere Vorsteuersitzventil 33
in dieser erfindungsgemäßen Ausgestaltung am linken Endabschnitt des Ventilkolbens
4 innerhalb der Verbraucherkammer 15, wobei zur Betätigung des Ventils 33 durch den
Stellkolben 18 eine Druckstange 36 in der inneren Durchgangsbohrung 32 des Ventilkolbens
4 eingezogen und gemäß Fig. 3 nach rechts federvorgespannt ist. Das Vorsteuersitzventil
33 besteht hierbei aus dem auf einen Ventilsitz vorgespannten Schließelement 34, das
durch die Druckstange 36 über einen zwischengefügten Distanzstift 37 in Öffnungsrichtung
verschiebbar ist. Das Schließelement 34 lagert dabei in einer äußeren, den Ventilsitz
ausbildenden Hülse 38, die wiederum axial verschiebbar im Ventilkolben 4 gelagert
ist und unmittelbar von der Druckstange 36 betätigt werden kann. Die Hülse 38 weist
dabei einen äußeren Absatz auf, der mit einem entsprechenden Absatz in der Durchgangsbohrung
32 des Ventilkolbens 4 für eine axiale Verschiebebegrenzung in Federvorspannrichtung
in Eingriff kommt. Mit anderen Worten ausgedrückt wird die Hülse 38 durch eine Vorspannfeder
des Schließelements 34 über den Ventilsitz gegen den Absatz in der Durchgangsbohrung
32 gepreßt und kann von diesem durch eine Axialverschiebung der Druckstange 36 abgehoben
werden.
[0037] Im Bereich der äußeren Hülse 38 ist der Ventilkolben 4 dabei mit radialen Bohrungen
39 versehen, die eine Verbindung zwischen der Verbraucherkammer 15 und der inneren
Durchgangsbohrung 32 des Ventilkolbens 4 herstellen. In der in Fig. 3 gezeigten Stellung
des Ventilkolbens 4, in welcher der Kegelabschnitt 6 auf dem Ventilsitz 7 anliegt,
wird auch das Schließelement 34 des Vorsteuersitzventils 33 in Schließstellung gehalten,
in der die Verbindung zwischen dem linken Hohlraum 23 und dem Federraum 9 unterbrochen
ist. Durch die auf das Schließelement 34 einwirkende Vorspannkraft wird auch die äußere
Hülse 38 auf den Absatz in der inneren Durchgangsbohrung 32 angedrückt, wobei die
Radialbohrungen 39 von der Hülsenwand verschlossen werden.
[0038] Wie aus der Fig. 3 weiter zu entnehmen ist, wurde in diesem Ausführungsbeispiel der
Ventilsitz 7 des Kegelabschnitts 6, d.h. dessen Innendurchmesser gegenüber den, die
drei Ringbunde 8, 22, 25 führenden, jeweils gleichen Innendurchmessern der rechten
und linken Hülse 17, 20 zur Lagerung des Ventilkolbens 4 durch eine großdurchmessrige
Ausdrehung radial aufgeweitet, wobei sich in geschlossenem Zustand des Ventilsitzes
7 zwischen dem Kegelabschnitt 6 und der den Ventilkolben 4 lagernden rechten Hülse
25 ein Ringraum 40 ausbildet. In diesen Ringraum 40 führen eine Anzahl von schräg
nach außen verlaufenden Bohrungen 41, welche in die innere Durchgangsbohrung 32 des
Ventilkolbens 4 münden und in geschlossenem Zustand des Kegelabschnitts 6 bzw. des
Vorsteuersitzventils 33 von der äußeren Hülse 38 des Vorsteuersitzventils 33 ebenfalls
verschlossen werden. Diese äußere Hülse 38 weist dabei an ihrer Mantelfläche eine
Eindrehung 42 von einer Breite entsprechend dem Axialabstand der radialen und schrägen
Bohrungen 39, 41 des Ventilkolben 4 auf, wobei jedoch die Eindrehung 42 derart angeordnet
ist, daß in vorstehend bezeichneter geschlossener Stellung des Vorsteuersitzventils
33 zwischen den radialen Bohrungen 39 und den schrägen Bohrungen 41 keine Fluidverbindung
besteht.
[0039] Die Funktionen für das Druckbeaufschlagen und Einspannen eines Verbrauchers entsprechen
im wesentlichen jenen des ersten Ausführungsbeispiels nach Fig. 2, sodaß an dieser
Stelle auf eine erneute Beschreibung verzichtet wird.
[0040] Bei einer geregelten Druckenspannung wird indessen bei dem Beispiel nach Fig. 3 über
den Steuerdruckanschluß P
st ein Steuersruck an den Stellkolben 18 angelegt, wodurch die Druckstange 36 innerhalb
des Ventilkolbens 4 gemäß Fig. 3 nach links verschoben wird. Hierdurch wird zuerst
das Schließelement 34 des Vorsteuersitzventils 33 von dessen Ventilsitz abgehoben,
wodurch sich der Hydraulikdruck im linksseitigen Hohraum 23 über den Ventilsitz, die
innere Durchgangsbohrung 32 des Ventilkolbens 4 sowie den Federraum 9 in die Leckölleitung
10 entspannt. Da jedoch wie vorstehend beschrieben der Ventilsitz 7 des Ventilkolbens
4 radial aufgeweitet wurde, ist auch die maßgebliche, zur Verbraucherkammer 15 hinweisende
Druckangriffsfläche des Kegelabschnitts 6 größer als die entsprechende Angriffsfläche
des linksseitigen, am Ventilkolben 4 ausgebildeten Ringbunds 22, sodaß eine hieraus
resultierende Restdruckkraft verbraucherdruckabhängig auf den Kegelabschnitt 6 in
Schließrichtung einwirkt.
[0041] Wird nunmehr jedoch die Druckstange 36 gemäß Fig. 3 weiter nach links verschoben,
nimmt diese die äußere Hülse 38 des Vorsteuersitzventils 33 mit, wodurch die radialen
Bohrungen 39 über die Eindrehung 42 mit den schrägen Bohrungen 41 im Ventilkolben
4 verbunden werden und sich ein Druck entsprechend dem Verbraucherdruck in dem Ringraum
40 aufbauen kann. In diesem Moment herrscht am Kegelabschnitt 6 des Ventilkolbens
4 nahezu Kräftegleichgewicht, wodurch sich die Andrückkraft zwischen dem Kegelabschnitt
6 und dessen Ventilsitz 7 ausschließlich aus der Kraft der Vorspannfeder 5 des Ventilkolbens
4 bestimmt und somit verbraucherdruckunabhängig ist. Erst jetzt kommt der Stellkolben
18 mit der rechten Stirnseite des Ventilkolbens 4 bzw. dessen Vortsatz 30 in Anlage,
um diesen ausschließlich gegen die Kraft der Vorspannfeder 5 gemäß Fig. 3 nach links
zu verschieben und den Ventilsitz 7 am Ventilkolben 4 proportional zum Vorsteuerdruck
zu öffnen.
[0042] Der Grund für diese besondere Ausgestaltung des Servoventils insbesondere hinsichtlich
der radialen Aufweitung des Ventilsitzes 7 besteht darin, daß bei besonders hohen
Verbraucherdrücken der Kegelabschnitt 6 mit einer entsprechend hohen Anpreßkraft gegen
seinen Ventilsitz 7 angedrückt wird. Hierdurch kann es zu Materialaufwürfen insbesondere
am Innendurchmesser der rechtsseitigen Hülse 17 kommen, was zu einem Verklemmen des
Ventilkolbens 4 führt. Diese Gefahr wurde durch die radiale Aufweitung des Ventilsitzes
7 mit nachfolgendem Ringraum 40, der quasi als Puffer für plastische Deformierungen
des Ventilsitzes 7 dient, eliminiert.
[0043] In Fig. 4 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, wobei im folgenden lediglich
die zum ersten Ausführungsbeispiel bestehenden Unterschiede näher beschrieben werden.
[0044] Wie aus Fig. 4 zu entnehmen ist, weist der Ventilkolben 4 kein inneres Vorsteuersitzventil
auf, wohingegen der linksseitige Hohlraum 23 über die Durchgangsbohrung 32 im Ventilkolben
4 permanet mit dem rechtsseitigen Federraum 9 Verbindung hat. Der Grund hierfür besteht
darin, daß der linksseitige Hohlraum 23 drucklos gehalten wird, wobei sich die Anpreßkraft
zwischen dem Kegelabschnitt 6 und dem Ventilsitz 7 ausschließlich aus der Federkraft
der Vorspannfeder 5 des Ventilkolbens 4 bestimmt.
[0045] Um dies zu erreichen, weist der Ventilkolben 4 an seinem gemäß Fig. 4 linken Endabschnitt
einen ersten Ringbund 43 mit einer äußeren spiralförmigen Nut 44 auf, der in einer
im Ventilgehäuse fixierten Hülse 45 gleitgelagert ist. Diese Hülse 45 ist an ihrem
zur Verbraucherkammer 15 abgewandten Ende durch einen hohlen Kegelstumpf 46 verschlossen,
der von einer in das Ventilgehäuse eingeschraubten Büchse 47 fluiddicht umschlossen
ist und der vom Ventilkolben 4 durchdrungen wird. Um den Kegelstumpf 46 an der Hülse
45 in Anlage zu halten, ist am linken Ende des Ventilkolbens 4 eine Wellenmutter 48
aufgedreht, die einen im Kegelstumpf 46 gelagerten, gegen dieses mittels einer Dichtung
56 abgedichteten Wellenring 49 an einem enstprechenden Absatz 50 am Ventilkolben 4
fixiert, wobei der Wellenring 49 als Auflager einer den Kegelstumpf 46 gegen die Hülse
45 vorspannenden Feder 51 dient. Ein zwischen dem Kegelstumpf 46 und dem Ventilkolben
4 ausgebildete Ringraum 52 zur Aufnahme der Vorspannfeder 51 ist gegenüber der Verbraucherkammer
15 durch einen zweiten, dem vorstehend erwähnten ersten Ringbund 43 nachgeschalteten
zweiten Ringbund 53 des Ventilkolbens 4 getrennt, welcher im hohlen Kegelstumpf 46
gleitgelagert ist und an seiner Mantelfläche eine spiralförmige Verbindungsnut 54
aufweist.
[0046] Die Funktionsweise dieser Ausbildung kann wie folgt beschrieben werden:
[0047] Wird der Kegelabschnitt 6 des Ventilkolbens 4 durch die Vorspannkraft der Vorspannfeder
5 auf seinem Ventilsitz 7 gehalten (in diesem Zustand heben sich die verbraucherabhängigen
Druckkräfte auf den Kegelabschnitt 6 sowie die verbraucherabhängigen Druckkräfte auf
den linksseitigen ersten Ringbund 43 im wesentlichen auf) gelangt Hydraulikfluid durch
die Verbindungsnut 44 im ersten Ringbund 43 über einen zwischen den Ringbunden 43,
53 sich ausbildenen Zwischenraum 55 und durch die Verbindungsnut 54 im zweiten linksseitigen
Ringbund 53 in den die Vorspannfeder 51 aufnehmenden Ringraum 52 innerhalb des Kegelstumpfs
46.
[0048] Wird der Ventilkolben 4 für ein Öffnen des Ventilsitzes 7 nunmehr gemäß Fig. 4 nach
links verschoben, stößt der linksseitige erste Ringbund 43 bereits nach einem geringen
Verschiebeweg gegen den Kegelstumpf 46 an und hebt diesen von der linksseitigen Hülse
45 ab. Hierdurch kann Hydraulikfluid durch die Ringnut 44 an der Mantelfläche des
ersten Ringbunds 43 direkt in die den Kegelstumpf 46 umgebende Büchse 47 strömen,
wodurch sich die Leckage geringfügig vergrößert. Bewegt sich indessen der Ventilkolben
4 gemäß Fig. 4 wieder nach rechts in Schließstellung kommt der Kegelstumpf 46 allmählich
wieder in Anlage mit der linksseitigen Hülse 45, um diese abzuschließen und somit
die Leckageverluste wieder zu verringern.
[0049] Der Grund für diese konstruktiv aufwendigen Maßnahmen besteht darin, daß infolge
der relativ großen Stell- bzw. Verschiebewege des Ventilkolbens 4 sowie des hohen
Verbraucherdrucks eine Wellendichtung, beispielsweise ein Simmerring, zwischen der
Hülse 45 und dem Ventilkolben 4 als ausschließliche Abdichtung schnell versagen würde.
Um dies zu verhindern wurde der Kegelstumpf 46 angeordnet, der bei Durckbeaufschlagung
und Druckeinspannung des Verbrauchers auf der Hülse 45 anliegt und somit die Wellendichtung
56 aufgrund der vorgeschalteten Ringbunde 43, 53 nur gering belastet wird. Im übrigen
wird diese Dichtung 56 bei Verschieben des Ventilkolbens 4 zur Druckentspannung des
Verbrauchers nur wenig bewegt, sodaß keine reibungsbedingten Abnutzungen auftreten
können und somit die Dichtwirkung aufrechterhalten bleibt.
1. Rohrbruchsicherungsventil zur Absicherung eines hydraulischen Verbrauchers mit einem
integrierten Servoventil (1), das zumindest zwei interne Arbeitsanschlüsse (2, 3),
von denen ein erster (2) zu einem Verbraucheranschluß (V) offen ist, sowie einen Ventilkolben
(4) hat, der durch eine Vorspannfeder (5) in eine die Arbeitsanschlüsse (2, 3) trennende
Schließstellung vorgespannt ist und in dieser Schließstellung mit einem Ventilteller
(6) auf einem Ventilsitz (7) aufsitzt, der in Richtung Schließstellung außerdem vom
Verbraucherdruck beaufschlagbar ist, wobei der Verbraucherdruck in einem Steuerraum
(23) ansteht, der über eine Drosselstelle (24) mit dem ersten Arbeitsanschluß (2)
fluidisch verbunden und über einen axial durch den Ventilkolben (4) führenden Kanal
(32) und über ein als Sitzventil ausgebildetes Vorsteuerventil (33) von Druck entlastbar
ist, und wobei der Ventilkolben (4) für seine axiale Verschiebung in Öffnungsrichtung
mit einem Stellkolben (19) in Eingriff bringbar ist, der zeitlich vor dem Ineingriffkommen
mit dem Ventilkolben (4) das im Ventilkolben (4) angeordnete Vorsteuerventil (33)
öffnet, um den Steuerraum (23) vom Verbraucherdruck zu entlasten,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannfeder (5) in einem dem Steuerraum (23) bezüglich
des Ventilkolbens (4) gegenüberliegenden Federraum (9) untergebracht ist, der druckfrei
ist, daß am Ventilkolben (4) in einem Axialabstand zu dem Ventilteller (6) ein Ringbund
(8) ausgebildet ist, durch den ein zwischen ihm und dem Ventilteller befindlicher
und zum zweiten Arbeitsanschluß (3) hin offener Ringraum gebildet ist und der (8)
den Federraum (9) gegen den zweiten Arbeitsanschluß (3) abdichtet und als ein Gleitlager
des Ventilkolbens (4) dient, und daß der Steuerraum (23) in den Federraum (9) hinein
von Druck entlastbar ist.
2. Rohrbruchsicherungsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilsitz
(7) durch eine Hülse (17) ausgebildet wird, die in eine in ein Gehäuse des Rohrbruchsicherungsventils
gebohrte Aufnahmebohrung eingesetzt ist.
3. Rohrbruchsicherungsventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Ventilteller (6) und dem Gleitlager ein weiterer Ringbund (25) unmittelbar
an den Ventilteller (6) angrenzend vorgesehen ist, der ebenfalls zur Gleitführung
des Ventilkolbens (4) dient.
4. Rohrbruchsicherungsventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Federraum (9) permanent mit einem Leckageanschluß (L) des Rohrbruchsicherungsventils
Verbindung hat.
5. Rohrbruchsicherungsventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
einen wahlweise mit einer Pumpe oder einem Tank verbindbaren Ventilanschluß (A), der
mit dem Verbraucheranschluß (V) über einen Druckzuführkanal (12) mit einem zwischengeschalteten
Druck-/Einspeiseventil (13) verbunden ist, zu dem ein Rückführkanal (11) parallelgeschaltet
ist, in den das Servoventil (1) zwischengeschaltet ist.
6. Rohrbruchsicherungsventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ventilkolben (4) auf einem dem Ventilteller (6) gegenüberliegenden Endabschnitt mit
einem zusätzlichen Ringbund (22) versehen ist, dessen Außendurchmesser im wesentlichen
dem des Ventiltellers (6) entspricht und der in der Aufnahmebohrung des Rohbruchsicherungsventilgehäuses
gleitgelagert ist.
7. Rohrbruchsicherungsventil nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine Gleithülse (20),
die zwischen dem zusätzlichen Ringbund (22) und dem Gehäuse angeordnet und in der
Aufnahmebohrung im Ventilgehäuse fixiert ist.
8. Rohrbruchsicherungsventil nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ventilkolben (4) eine einen Verbraucherdruck führende Verbraucherkammer (15) innerhalb
des Rohrbruchsicherungsventils durchdringt, wobei eine Eintrittsstelle durch den Ventilteller
(6) und eine Austrittsstelle durch den zusätzlichen Ringbund (22) verschließbar ist.
9. Rohrbruchsicherungsventil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
innerhalb der Aufnahmebohrung auf einer der Vorspannfeder (5) gegenüberliegenden Seits
des Ventilkolbens (4) ein Hohlraum ausgebildet ist, der vom zusätzlichen Ringbund
(22) gegen die Verbraucherkammer (15) abgetrennt ist und den Steuerraum (23) bildet.
10. Rohrbruchsicherungsventil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselstelle
durch den zusätzlichen Ringbund (22) ausgebildet und direkt mit der Verbraucherkammer
(15) verbunden ist, in welche der erste Arbeitsanschluß (2) mündet.
11. Rohrbruchsicherungsventil nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hohlraum (23) mit einer Leckageleitung (10) über den Kanal (32) verbunden ist, in
dem das Vorsteuersitzventil (33) angeordnet ist.
12. Rohrbruchsicherungsventil nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilteller
(6) durch einen Kegelstumpf gebildet wird, an dessen kleindurchmessriger Stirnseite
der zylinderförmige Ringbund (25) anschließt, wobei der Ventilsitz (7) in seinem Durchmesser
bezüglich dem Ringbund (25) radial aufgeweitet ist, sodaß zwischen dem Ventilteller
(6), dem Ventilsitz (7) und dem Ringbund (25) in geschlossenem Zustand des Druckanschlusses
(2) der abgeschlossene Ringraum (40) entsteht.
13. Rohrbruchsicherungsventil nach einem der Ansprüche 11 und 12, dadurch gekennzeichnet,
daß das Vorsteuersitzventil (33) einen durch ein Schließelement (34) verschließbaren
Ventilsitz hat, der in einer in dem Kanal (32) axial verschiebbaren Hülse (38) ausgebildet
ist.
14. Rohrbruchsicherungsventil nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiebbare
Hülse (38) durch den Stellkolben (18) über eine Druckstange (36) betätigbar ist und
zeitlich nach dem Schließen des Ventilsitzes (7) durch den Ventilteller (6) einen
Verbindungskanal (39, 41) zwischen der Verbraucherkammer (15) und dem Ringraum (40)
sperrt.
1. Pipe burst safety valve for securing a hydraulic consumer comprising an integrated
servo-valve (1) with at least two internal operational connections (2, 3) of which
a first (2) is open towards a consumer connection (V), and a valve piston (4), which
is by means of a pre-tensional spring (5) pretensioned into a shut position which
separates the operational connections (2, 3) and which is in this shut position seated
with a valve plate (6) on a valve seat (7) which is in the direction of the shut position
additionally loadable by consumer pressure, and the consumer pressure is applied in
a control chamber (23) which is fluid linked via a throttle point (24) to the first
operational connection (2) and relieved from pressure via a channel (32) which leads
axially through the valve piston (4) and via a pre-control valve (33) which is designed
as a seat valve, and the valve piston (4) is for the purpose of its axial displacement
engagable in the opening direction to a control piston (19) which opens the pre-control
valve (33), which is configured in the valve piston (4), temporally prior to engagement
with the valve piston (4) in order to relieve the control chamber (23) from consumer
pressure, characterised in that the pre-tensional spring (5) is accommodated in a pressure-free spring chamber (9),
which is relative to the valve piston (4) located opposite the control chamber (23),
and on the valve body (4) at an axial distance from the valve plate (6) is configured
an annular collar (8) by means of which is established an annular space, which is
located between the latter and the valve plate and open towards the annular space
and which (8) seals the spring chamber (9) against the second operational connection
(3) and which serves as a glide mount of the valve piston (4), and pressure in the
control chamber (23) is unloaded into the spring chamber (9).
2. Pipe burst safety valve according to Claim 1, characterised in that the valve seat (7) is formed by a sleeve (17) which is inserted into a receiving
bore which has been drilled into a housing of the pipe burst safety valve.
3. Pipe burst safety valve according to one of the above claims, characterised in that between the valve plate (6) and the glide mount is provided a further annular collar
(25) directly adjacent the valve plate (6) which also serves as glide guide of the
valve piston (4).
4. Pipe burst safety valve according to one of the above claims, characterised in that the spring chamber (9) is permanently connected to a leak socket (I) of the pipe
burst safety valve.
5. Pipe burst safety valve according to one of the above claims, characterised by a valve connection (A), which is selectively connectible to a pump or a tank and
which is connected via a pressure delivery channel (12) with a pressure/feed valve
(13) thereinbetween to the consumer connection (V) to which a return channel (11)
is connected in parallel which includes the servo-valve (1).
6. Pipe burst safety valve according to Claim 1 or 2, characterised in that the valve body (4) is on the end section opposite the valve plate (6) provided with
an additional annular collar (22) the outside diameter of which corresponds essentially
with that of the valve plate (6) and which is slidingly mounted in the receiving bore
of the pipe burst safety valve housing.
7. Pipe burst safety valve according to Claim 6, characterised by a sliding sleeve (2) arranged between the additional annular collar (22) and the
housing and fixed in the receiving bore in the valve housing.
8. Pipe burst safety valve according to Claim 6 or 7, characterised in that the valve piston (4) passes through a consumer chamber (15), which conveys consumer
pressure, within the pipe burst safety valve, and an entry point is closable by a
valve plate (6) and an exit point is closable by the additional annular collar (22).
9. Pipe burst safety valve according to Claim 8, characterised in that within the receiving bore on a side of the valve body (4) opposite the pre-tensional
spring (5) is established a cavity which is separated from the consumer chamber (15)
by the additional annular collar (22) and establishes the control chamber (23).
10. Pipe burst safety valve according to Claim 9, characterised in that the throttle point is formed by the additional annular collar (22) and connected
directly to the consumer chamber (15) into which merges the first operational connection
(2).
11. Pipe burst safety valve according to Claim 9 or 10, characterised in that the cavity (23) is connected via a leakage pipe (10) to a channel (32) in which is
accommodated the pre-control seat valve (33).
12. Pipe burst safety valve according to Claim 11, characterised in that the valve plate (6) is formed by a truncated cone to the end surface of small diameter
is joined the cylindrical annular collar (25), and the valve seat (7) is in its diameter
radially expanded relative to the annular collar (25), so that between the valve plate
(6), the valve seat (7) and the annular collar (25) is established in the shut state
of the pressure connection (2) a sealed off annular chamber (40).
13. Pipe burst safety valve according to one of Claims 11 and 12, characterised in that the pre-control seat valve (33) comprises a valve seat which is closable by a closing
element (34) and which is established in a sleeve (38) which is axially displaceable
in the channel (32).
14. Pipe burst safety valve according to Claim 13, characterised in that the displaceable sleeve (38) is operable by the control piston (18) via a pressure
rod (36) and temporally shuts a connecting channel (39, 41) between the consumer chamber
(15) and the annular chamber (40) after closure of the valve seat (7) by the valve
plate (6).
1. Clapet d'arrêt automatique pour tuyauterie, destiné à la protection d'un utilisateur
hydraulique, comprenant une servo-valve (1), qui possède au moins deux raccords de
travail internes (2, 3), dont un premier (2) est ouvert en direction d'un raccord
d'utilisateur (V), ainsi qu'un piston de valve (4), lequel est précontraint par un
ressort de précontrainte (5) dans une position de fermeture qui isole les raccords
de travail (2, 3) et qui repose dans cette position de fermeture par un opercule de
valve (6) sur un siège de valve (7), et susceptible d'être sollicité en outre par
la pression de l'utilisateur dans la direction de la position de fermeture, ladite
pression d'utilisateur apparaissant dans une chambre de commande (23), laquelle est
raccordée sur le plan hydraulique au premier raccord de travail (2) via un étranglement
(24), et susceptible d'être déchargée de la pression via un canal (32) qui mène axialement
à travers le piston de valve (4) et via une valve pilote (33) réalisée sous forme
de valve à siège, et dans lequel le piston de valve (4) est susceptible d'être amené
en engagement, pour son déplacement axial en direction d'ouverture, avec un piston
de positionnement (19), lequel ouvre la valve pilote (33) agencée dans le piston de
valve (4) un instant avant venue en engagement avec le piston de valve (4) afin de
décharger la chambre de commande (23) de la pression d'utilisateur,
caractérisé en ce que le ressort de précontrainte (5) est logé dans une chambre à
ressort (9) située à l'opposé de la chambre de commande (23) par rapport au piston
de valve (4), ladite chambre à ressort étant sans pression,
en ce que sur le piston de valve (4) et à distance axiale de l'opercule de valve (6)
est réalisée une collerette annulaire (8), au moyen de laquelle est formée une chambre
annulaire située entre la collerette et l'opercule de valve et ouverte en direction
du deuxième raccord de travail (3), et laquelle (8) étanche la chambre à ressort (9)
vis-à-vis du deuxième raccord de travail (3) et fait office de portée coulissante
pour le piston de valve (4),
et en ce que la chambre de commande (23) est susceptible d'être déchargée de la pression
vers la chambre à ressort (9).
2. Clapet d'arrêt automatique pour tuyauterie selon la revendication 1, caractérisé en
ce que le siège de valve (7) est réalisé par une douille (17), laquelle est mise en
place dans un perçage de réception percé dans le boîtier du clapet d'arrêt automatique.
3. Clapet d'arrêt automatique pour tuyauterie selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il est prévu, entre l'opercule de valve (6) et la portée coulissante,
une autre collerette annulaire (25) immédiatement adjacente à l'opercule de valve
(6), qui fait également office de guidage coulissant pour le piston de valve (4).
4. Clapet d'arrêt automatique pour tuyauterie selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la chambre à ressort (9) est en permanence en communication
avec un raccord de fuite (L) du clapet d'arrêt automatique.
5. Clapet d'arrêt automatique pour tuyauterie selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par un raccord de valve (A) susceptible d'être relié au choix avec une
pompe ou un réservoir, ledit raccord de valve étant relié au raccord d'utilisateur
(V) via un canal d'admission de pression (12) avec interposition d'une valve de pression/admission
(13), avec un canal de retour (11) branché en parallèle et dans lequel est interposée
la servo-valve (1).
6. Clapet d'arrêt automatique pour tuyauterie selon l'une ou l'autre des revendications
1 et 2, caractérisé en ce que le piston de valve (4) est pourvu, sur un tronçon terminal
opposé au clapet de valve (6), d'une collerette annulaire additionnelle (22), dont
le diamètre extérieur correspond sensiblement à celui de l'opercule de valve (6),
et qui est montée en coulissement dans le perçage de réception du boîtier du clapet
d'arrêt automatique.
7. Clapet d'arrêt automatique pour tuyauterie selon la revendication 6, caractérisé par
une douille coulissante (20), agencée entre la collerette annulaire additionnelle
(22) et le boîtier, et fixée dans le perçage de réception dans le boîtier de valve.
8. Clapet d'arrêt automatique pour tuyauterie selon l'une ou l'autre des revendications
6 et 7, caractérisé en ce que le piston de valve (4) traverse une chambre d'utilisateur
(15) qui mène une pression d'utilisateur, à l'intérieur du clapet d'arrêt automatique,
et en ce qu'un emplacement d'entrée à travers l'opercule de valve (6) et un emplacement
de sortie à travers la collerette annulaire additionnelle (22) sont susceptibles d'être
obturés.
9. Clapet d'arrêt automatique pour tuyauterie selon la revendication 8, caractérisé en
ce que, à l'intérieur du perçage de réception et sur un côté du piston de valve (4)
opposé au ressort de précontrainte (5), est réalisée une cavité, qui est séparée de
la chambre d'utilisateur (15) par la collerette annulaire additionnelle (22) et qui
forme la chambre de commande (23).
10. Clapet d'arrêt automatique pour tuyauterie selon la revendication 9, caractérisé en
ce que l'étranglement est réalisé par la collerette additionnelle annulaire additionnelle
(22), et en ce qu'il est relié directement avec la chambre d'utilisateur (15) dans
laquelle débouche le premier raccord de travail (2).
11. Clapet d'arrêt automatique pour tuyauterie selon l'une ou l'autre des revendications
9 et 10, caractérisé en ce que la cavité (23) est reliée à une conduite de fuite (10)
par l'intermédiaire du canal (32) dans lequel est agencée la valve pilote (33).
12. Clapet d'arrêt automatique pour tuyauterie selon la revendication 11, caractérisé
en ce que l'opercule de valve (6) est réalisé par un tronc de cône, tel que la collerette
annulaire (25) de forme cylindrique se raccorde à sa face frontale de petit diamètre,
et en ce que le siège de valve (7) va en s'élargissant radialement quant à son diamètre
par rapport à la collerette annulaire (25), de sorte que se forme la chambre annulaire
fermée (40) entre l'opercule de valve (6), le siège de valve (7), et la collerette
annulaire (25) dans l'état fermé du raccord de pression (2).
13. Clapet d'arrêt automatique pour tuyauterie selon l'une ou l'autre des revendications
11 et 12, caractérisé en ce que la valve pilote (33) comporte un siège de valve susceptible
d'être fermé par un élément de fermeture (34), lequel est réalisé dans une douille
(38) susceptible de se déplacer axialement dans le canal (32).
14. Clapet d'arrêt automatique pour tuyauterie selon la revendication 13, caractérisé
en ce que la douille (38) susceptible de se déplacer est actionnée par le piston de
positionnement (18) au moyen d'une barre de poussée (36), et en ce qu'elle ferme,
un instant après la fermeture du siège de valve (7) par l'opercule de valve (6), un
canal de liaison (39, 41) entre la chambre utilisateur (15) et la chambre annulaire
(40).