[0001] Die Erfindung betrifft einen Eierteiler mit einer rechteckförmigen Sockelplatte,
die parallel zu einer ersten Seitenkante verlaufende, durch Spalte getrennte Stege
aufweist, deren Profil eine ellipsenförmige Mulde zur Einlage eines Eis bildet, und
mit zwei Schneidrahmen, die um Seitenkanten der Sockelplatte schwenkbar sind und parallel
gespannte, auf die Spalte zwischen den Stegen ausgerichtete Drähte zum Schneiden von
Eiern aufweisen, wobei eine zweite Seitenkante senkrecht zu der ersten Seitenkante
ausgerichetet ist.
[0002] Aus der US 3145743 ist ein gattungsgemäßer Eierteiler zum Formen von runden oder
ovalen Schieben aus einem Ei bekannt. An zwei rechtwinklig aneinander schließenden
Kanten einer des Sockelplatte sind Schneidrahmen schwenkbar angesetzt, deren Schneiddrähte
senkrecht zur Achse des jeweiligen Schneidrahmens ausgerichtet sind.
[0003] Das DE-GM 71 30 835 beschreibt einen Eierteiler, dessen Sockelplatte zwei Mulden
aufweist. Ein an einer Schmalseite der Sockelplatte schwenkbar gehalterener Schneidrahmen
hat zwei Drahtgitter zum Scheiden von Eiern, jeweils eines für jede Mulde. Eine Mulde
erlaubt das Stückeln von Eiern in sektorförmige Stücke. Das Ei wird mit der Längsachse
parallel zur Bewegungsrichtung des Schneidrahmens, d.h. aufrecht in die becherförmigen
Mulde eingestellt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines Eierteilers, dessen Schneidrahmen
um parallele Achsen schwenkbar sind und der in einer einzigen Mulde sowohl das Schneiden
von Eiern in Scheiben als auch das Stückeln von Eiern ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der zweite Schneidrahmen
zum Scheiden von Stücken um eine Achse parallel zu der zweiten Seitenkante schwenkbar
ist und sternförmig angeordnete Schneiddrähte aufweist und daß in den Stegen der Sockelplatte
Querschlitze entsprechend den Schneiddrähten vorgesehen sind.
[0006] Die Erfindung unterscheidet sich insofern vom Stand der Technik, als die Mulde der
Sockelplatte durch die Querschlitze in den Stegen für das Zusammenwirken mit dem zweiten
Schneidrahmen mit sternförmig angeordneten Schneiddrähten ausgebildet ist. Die parallele
Anordnung der Schwenkachsen erbigt eine stabile Handhabung des Eierteilers.
[0007] Ein sicheres Stückeln wird dadurch sichergestellt, daß die Querschlitze in den Stegen
der Sockelplatte etwa bis zur Oberseite der Fußwand der Sockelplatte reichen. Damit
kann der zweite Schneidrahmen bis zur planen Anlage an der Oberseite der Sockelplatte
verschwenkt bzw. bewegt werden.
[0008] Die Schneidrahmen können auf einer gemeinsamen Schwenkachse derart angeordnet sein,
daß der Stückeschneidrahmen zwischen dem Scheibenschneidrahmen und der Sockelplatte
angeordnet ist und daß beide Schneidrahmen koaxial gelagert und einzeln verschwenkbar
sind.
[0009] Eine geschützte Aufnahme des Stückeschneidrahmens ist dadurch möglich, daß der Stückeschneidrahmen
zwischen Fußabschnitten der Sockelplatte liegt und daß ein als Schwenkachse dienender
Stift in ein Schwenklager oberhalb der Ebene der Sockelplatte verschiebbar ist.
[0010] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind anhand der Zeichnungen erläutert, in denen
darstellen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf den Eierteiler,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Lnie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Stückeschneidrahmen,
Fig. 4 eine Draufsicht eines zweiten Ausführungsbeispiels zur Hälfte aufgebrochen
und
Fig. 5 einen Schnitt zu Fig. 4.
[0011] Das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 weist eine etwa rechteckförmige Sockelplate
1 auf, an deren einer schmaler Seitenkante im Mittelbereich eine senkrecht abstehende
Wand 2 mit einem Durchgang 3 parallel zur Ebene der Sockelplatte 1 und parallel zur
Seitenkante angesetzt ist. Senkrecht zu der genannten Seitenkante sind eine Mehrzahl
von Stegen 4 ausgebildet, deren Profil in der Oberfläche zwei senkrecht zueinander
ausgerichtete ellipsenförmige Mulden 5, 6 und eine kreisförmige Mulde 7 bildet, so
daß ein Ei in unterschiedlichen Ausrichtungen in diese Mulden eingelegt werden kann.
Die ellipsenförmigen Mulden 5, 6 nehmen ein Ei in liegender Ausrichtung, parellel
zu den Seitenkanten der Sockelplatte 1 und die kreisförmige Mule 7 ein Ei in aufrechter
Stellung auf.
[0012] Die Sockelplatte weist eine im wensentlichen ebene Fußwand 8 auf, aus der die Stege
4 und auch die Seitenwände 9 heraustreten. In den Stegen 4 und den Seitenwänden 9
sind auf das Zentrum der Mulde 7 ausgerichtete Querschlitze 10, 11 ausgebildet. Die
Querschlitze 10 und 11 reichen etwa bis zur Oberseite der Fußwand 8 der Sockelplatte,
wie man deutlich in Fig. 2 erkennt. Die Fußwand 8 der Sockelplatte 1 hat im Beireich
beider schmaler Seitenkanten ebene, in gleicher Höhe aufeinander ausgerichtete Abschnitte.
[0013] An der Wand 2 sind ein erster Schneidrahmen 12 und ein zweiter Schneidrahmen 13 schwenkbar
angeordnet. Der zweite Schneidrahmen 13 besteht aus rechteckförmig angeordneten Leisten
14, 15, 16. Von der Leiste 15 ragt ein Schenkel 17 mit zwei Augen 18 nach oben, deren
Durchgänge 19 auf den Durchgang 3 ausrichtbar sind. In die Durchgänge 3 und 19 ist
ein Stift 26 einsetzbar, um den der zweite Schneidrahmen 13 verschwenkt werden kann.
[0014] Zwischen den Leisten 14, 15, 16 sind sternförmig drei Schnieddrähte 20 gespannt,
vgl. Fig. 3. Die Leiste 16 weist auf der Oberseite eine Griffmulde 21 auf. In Rinnen
der Unterseite der Leisten 14, 15, 16 sind Kissen 22 eingelegt, um den Anschlag bei
der Verschwenkung des Schneidrahmens 13 zu bremsen. Die Schneiddrähte 20 treten in
abgeschwenktem Zustand des Schneidrahmens 13 völlig in die Querschlitze 10, 11 ein
und liegen unterhalb des Fußpunktes der Mulden 5, 6, 7.
[0015] Der erste Schneidrahmen 12 ist ebenfalls ein Rechteckrahmen. An der Schmalleiste
22 sitzen Schenke 23 mit Durchgängen 25, die ebenfalls auf den Durchgang 3 ausrichtbar
sind. In die aufeinander ausgerichteten Durchgänge 3, 19, 25 wird ein Stift 26, etwa
ein Schwerspannstift eingesetzt, der als Schwenkachse für beide Schneidrahmen 12 und
13 dient und um den beide Schneidrahmen 12 und 13 einzeln verschwenkbar sind. Der
Schneidrahmen 12 trägt senkrecht zu den Schmalleisten 22 auf die Schlitze zwischen
den Stegen 4 ausgerichtete, nicht dargestellte Schneiddrähte.
[0016] Die Funktion des Eierteilers ist zusammengefaßt folgende: Zum Schneiden eines Eis
in Scheiben wird der erste Schneidrahmen 12 hochgeklappt. Das Ei wird in eine Mulde
5 oder 6 eingelegt, je nachdem, ob man runde oder ovale Scheiben wünscht. Der Schneidrahmen
12 wird zurückgeklappt. Dabei schneiden die Schneiddrähte das Ei in Scheiben und treten
in die Schlitze zwischen den Stegen 4 ein.
[0017] Zum Stückeln eines Eis in sektorförmige Stücke werden beide Schneidrahmen hochgeklappt.
Das Ei wird hochkant in die kreisförmige Mulde 7 gestellt. Der Schneidrahmen 13 wird
zurückgeschwenkt, so daß das Ei in Stücke geschnitten wird. Die Schneiddrähte 20 des
Schneidrahmens 13 treten in die Querschlitze 10, 11 ein.
[0018] Die Fig. 4 und 5 zeigen ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die
Sockelplatte 1 ist angehoben. Die Wand 2 ist in einen Fußabschnitt 31 verlängert.
An der gegenüberliegenden Schmalseite sitzt ein Ansatz 33 mit einem Fußabschnitt 32.
Der Ansatz 33 weist einen L-förmigen Schlitz 34 auf, dessen oberer Schenkel als Schwenklager
bzw. Schwenkachse 35 für den Stückeschneidrahmen 13 dient. Augenansätze 36 des Stückeschneidrahmens
13 sind auf den Schlitz 34 ausrichtbar und nehmen einen Stift 37 auf, der als Schwenkachse
für den Stückeschneidrahmen 13 dient. Der Schneidrahmen 12 für Scheiben ist entsprechend
aufgebaut.
[0019] Der Stückeschneidrahmen 13 liegt normalerweise im Fußbereich der Sockelplatte 1.
Zum Stückeschneiden wird der Scheibenschneidrahmen 12 zurückgeklappt. Der Stückeschneidrahmen
13 wird umgeklappt, und der Stift 37 wird innerhalb des Schlitzes 34 auf die Schwenkachse
33 ausgerichtet. Nachdem das Ei hochkant in die kreisförmige Mulde 7 gestellt ist,
kann der Stückesehneidrahmen 13 herumgeklappt werden, so daß das Ei in Stücke geschnitten
wird.
1. Eierteiler mit einer rechteckförmigen Sockelplatte, die parallel zu einer ersten Seitenkante
verlaufende durch Spalte getrennte Stege aufweist, deren Profil eine ellipsenförmige
Mulde zur Einlage eines Eis bildet, und mit zwei Schneidrahmen, die um Seitenkanten
der Sockelplatte schwenkbar sind und parallel gespannte, auf die Spalte zwischen den
Stegen ausgerichtete Drähte zum Schneiden von Eiern aufweisen, wobei eine zweite Seitenkante
senkrecht zu der ersten Seitenkante ausgerichetet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der zweite Schneidrahmen (13) zum Schneiden von Stücken um eine Achse parallel zu
der zweiten Seitenkante schwenkbar ist und sternförmig angeordnete Schneiddrähte (20)
aufweist und daß in den Stegen (4) der Sockelplatte (1) Querschlitze (10, 11) entsprechend
den Schneiddrähten vorgesehen sind.
2. Eierteiler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschlitze (10, 11)
in den Stegen (4) der Sockelplatte (1) etwa bis zur Oberseite der Fußwand (8) der
Sockelplatte reichen.
3. Eierteiler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stückeschneidrahmen
(13) zwischen dem Scheibenschneidrahmen (12) und der Sockelplatte (1) angeordnet ist
und daß beide Schneidrahmen koaxial gelagert und einzeln verschwenkbar sind.
4. Eierteiler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stückeschneidrahmen
(13) zwischen Fußabschnitten der Sockelplatte (1) liegt und daß ein als Schwenkachse
dienender Stift (37) in ein Schwenklager (35) oberhalb der Ebene der Sockelplatte
(1) verschiebbar ist.