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EP 0 816 219 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.10.2002 Patentblatt 2002/43 |
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Anmeldetag: 03.07.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B63B 41/00 |
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Wasserfahrzeug mit Hubkiel
Watercraft with a raisable keel
Engin aquatique avec une quille mobile
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE DK FI FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
03.07.1996 DE 19626786
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.01.1998 Patentblatt 1998/02 |
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Patentinhaber: Wolf, Horst |
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82069 Hohenschäftlarn (DE) |
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Erfinder: |
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- Wolf, Horst
82069 Hohenschäftlarn (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 189 154 FR-A- 2 053 507 FR-A- 2 351 003 GB-A- 2 171 363
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DE-B- 2 835 085 FR-A- 2 148 864 GB-A- 1 005 758 US-A- 3 753 415
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft Wasserfahrzeuge, insbesondere Segelboote bzw. Yachten, welche
an ihrer Unterseite einen vom Boden des Wasserfahrzeuges nach unten abragenden Kiel
zur Stabilisierung des Bootes aufweisen.
[0002] Es ist bekannt, den Kiel ganz oder teilweise beweglich auszugestalten, so daß der
Kiel je nach Bedarf voll aus dem Bootsrumpf ausgefahren ist oder teilweise oder ganz
in diesen zurückgezogen werden kann.(=Hubkiel)
[0003] Ein Wasserfahrzeug mit den Merkmalen des Oberbegriffs ist auch bekannt aus FR-A-2
351 003
[0004] Bei den bekannten Lösungen stützt sich der bewegliche Kiel bei Belastung, z.B. ein
Anfahren, in Fahrtrichtung, durch Verkanten an einer vorderen und einer hinteren Stelle
gegenüber dem Kielschacht ab.
[0005] Dadurch muß der Kielschacht einerseits so stabil ausgebildet sein, daß er derartige
Belastungen aufzunehmen vermag, und andererseits muß auch im voll ausgefahrenen Zustand
des Kieles einevergleichsweise große Überdeckung in Ausfahrrichtung zwischen Kiel
und Kielschacht bestehen bleiben. Damit werden in der Regel nur eine Ausfahrbarkeit
des Kieles bis maximal 60% der lichten Höhe des Kielschachtes erreicht.
[0006] Der erfindungsgemäße Kiel kann mit einer Hubhöhe so groß wie die Schiffshöhe gebaut
werden und erreicht damit ungewöhnliche Tiefen. Ermöglicht wird das durch einen sogenannten
"Festkiel", der vom Schiffsdeck bis unterhalb des Schiffsbodens reicht, und einem
"Hubkiel", der den Festkiel umschließt und an diesem entlanggleitet.
[0007] Hub- und Festkiel bilden eine biegesteife Einheit, so daß nur noch horizontale Auflagerkräfte
in das Schiffsdeck und horizontale und vertikale Auflagerkräfte in den Schiffsboden
eingeleitet werden müssen.
[0008] Dieser Kiel ermöglicht weiterhin eine Ausführung, die nicht bis zur Decke, sondern
nur bis zu einer Zwischenhöhe, z.B. einer Tischplatte, geführt wird.
[0009] Es können die im Schiffsbau bekannten Materialien wie Alu, Stahl, Edelstahl, verwendet
werden.
[0010] Eine Ausführungsform gemäß der Erfindung ist im folgenden beispielhaft näher beschriebene.
Es zeigen:
- Fig. 1:
- einen bis zur Schiffsdecke reichenden Kiel im ausgefahrenen Zustand.
- Fig. 2:
- einen bis zur Schiffsdecke reichenden Kiel im eingefahrenen Zustand.
- Fig. 3:
- einen bis zur Tischplatte reichenden Kiel im ausgefahrenen Zustand.
- Fig. 4:
- einen bis zur Tischplatte reichenden Kiel im eingefahrenen Zustand.
- Fig. 5:
- einen Kiel im Querschnitt.
[0011] Der Festkiel 11 besteht aus einer oder mehreren, parallel zueinander angeordneten
Säulen 12a, 12b, 12c, die vertikal angeordnet sind und in die Innenkonturen des Hubkieles
21 hineinpassen. Sie bestehen sinnvollerweise aus Hohlprofilen.
[0012] Der Festkiel 11 ist mit dem oberen Ende am oberen Lager 41 befestigt und hängt an
diesem frei in den Kielschacht 4 bzw. gleitend im Hubkiel 21.
[0013] Die Führung des Hubkieles 21 erfolgt mittels Gleitschienen 13 aus Kunststoff.
[0014] Diese werden an den steifen Ecken des Festkieles 11 befestigt und wirken auf die
ebenso steifen Ecken des Hubkieles 21, die sich im Schnittpunkt von dessen Kielaußenhaut
22 mit den Kielstegen 23 ergeben.
[0015] Über diese gleitende Verbindung zwischen Hubkiel 21 und Festkiel 11 werden alle inneren
horizontalen Kräfte bzw. das Biegemoment innerhalb des Kieles übertragen.
[0016] Hubkiel 21 und Festkiel 11 bilden also eine biegesteife Einheit, die nur mittels
vertikaler und horizontaler Auflagerkräfte am oberen und unteren Lager abgestützt
werden muß.
[0017] Der Hubkiel 21 besteht aus einer äußeren Schale 22 und inneren, insbesondere vertikalen,
von links bis rechts durchgehenden, Stegen 23.
[0018] Am unteren Ende befindet sich der Ballast 24.
[0019] Ebenfalls am unteren Ende des Hubkieles wird die Hubvorrichtung 51 (z.B. Spindel)
angeschlossen. Der Hubkiel 21 wird mittels Festkiel 11 und dem unteren Lager 31 geführt
und mit der Hubvorrichtung 51 gehoben und gesenkt und über die Verriegelung 61 bzw.
die Muffe 26 mit dem Schiff gegen Stöße (Havarie) verbunden.
[0020] Das untere Lager 31 ist am Schiffsboden 3, insbesondere einstückig, ausgebildet.
Es wird unterteilt in eine horizontale Fläche 32 für vertikale Kräfte und eine vertikale
Fläche 33 und 34 für horizontale Kräfte. Die horizontale Fläche 32 ist Teil des tragenden
Schiffsbodens 3, der in den Kielschacht 4 knaggenartig hineinragt, und einer elastischen
Auflage.
[0021] Das obere Lager 41 wird durch eine Platte 42 im Deckenbereich bzw. Platte 43 im Tischbereich
gebildet, die sich auf den Kielschacht abstützt. Das Läger nimmt die horizontalen
und vertikalen Auflagerkräfte des festen Kielteiles 11 und der Hubvorrichtung 51 auf.
[0022] Der Kielschacht 4 umhüllt alle Teile des Kieles und überdeckt dabei die Öffnung im
Schiffsboden 3. Er besteht aus einer hohlen Säule, die vom Schiffsboden 3 bis zur
Decke 2 oder nur bis zu der Tischplatte 43 geführt wird. Er hat einen rechteckigen
4a oder der Kielform angepaßten oralen Querschnitt 4b. Er überträgt die vertikalen
Kräfte vom oberen Lager 41 in den Schiffsboden 3 bzw. die vertikalen und auch die
horizontalen Kräfte, wenn die Anlage mit der Tischplatte 43 endet. Er nimmt weiterhin
den Wasserdruck innerhalb des Bodendurchbruches auf.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0023]
- ①
- Schiff
- 2
- Schiffsdeck
- 3
- Schiffsboden
- 4a
- rechteckiger Kielschacht
- 4b
- ovaler Kielschacht

Festkiel
12a,b,c Hohlprofile
13 Gleitschienen

Hubkiel
22 Außenschale
23 Stege
24 Ballast
25a,b,c Kammern
26 Muffe

Unteres Lager
32 unteres Lager horizontal-elastisch
33 unteres Lager vertikal-elastisch
34 unteres Lager vertikal starr

Oberes Lager
42 Deckenplatte
43 Tischplatte

Hubvorrichtung
61 Verriegelung
1. Wasserfahrzeug mit Kiel, wobei ein beweglicher Hubkiel (21) in seiner Längsrichtung,
der vertikalen Richtung, wenigstens teilweise gegenüber dem Wasserfahrzeug verlagerbar
ist, wobei der Hubkiel (21) einen Festkiel (11) wenigstens teilweise umgibt,
dadurch gekennzeichnet, daß
- der Hubkiel (21) und der Festkiel (11) eine biegesteife Einheit bilden,
- ein Kielschacht (4) mit einer Öffnung im Schiffsboden (3) vorgesehen ist,
- der Festkiel (11) mit seinem oberen Ende an einem oberen Lager (41) befestigt ist
und frei in den Kielschacht (4) hängt.
2. Wasserfahrzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Hubkiel (21) durch quer zur Fahrtrichtung verlaufende Stege (23) in eine oder
mehrere Kammern (25) unterteilt ist und der Festkiel (11) aus Hohlprofilen entsprechend
der Anzahl und Form der Kammern (25) des Hubkieles (21) besteht.
3. Wasserfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Festkiel (11) nach unten, aus dem Boden des Wasserfahrzeuges hervorragt.
4. Wasserfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Kielschacht (4) maximal bis zum Schiffsdeck (2) in daß Wasserfahrzeug hineinragen
kann.
5. Wasserfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Kielschacht (4) maximal bis zur Tischhöhe im Inneren des Wasserfahrzeuges in das
Wasserfahrzeug hineinragen kann.
6. Wasserfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem Hubkiel (21) und dem Festkiel (11) Gleitschienen (13) angebracht sind.
7. Wasserfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Hubkiel (21) am Schiffsboden (3) über einzelne elastische Gleitlager (32) seitlich
geführt wird.
8. Wasserfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Hubkiel (21), gegenüber dem Festkiel (11), mit Hilfe einer Hubvorrichtung (51)
wie z.B. einer Spindel verschiebbar ist.
1. Watercraft with keel, in which a movable lifting keel (21), in its longitudinal direction,
the vertical direction, is at least partial movable opposite to the watercraft, in
which the lifting keel (21) surrounds the fixed keel (11) at least partial,
Thus marked that
- the lifting keel (21) and the fixed keel (11) are forming a stiff bending unit
- a keel trunk (4) with one opening in the ship's bottom (3) is planned
- the fixed keel (11) with his upward end is fixed on the upper bearing (41) and free
suspended into the keel shaft (4)
2. Watercraft after claim 1.
thus marked that
the lifting keel (21) is subdivided in several chambers (25) trough diagonally to
the direction of travel ranging ribs (23) and the fixed keel (11) consisting of hollow
columns, corresponding to the number and form of the chambers (25) of the lifting
keel (21)
3. Watercraft in conformity to one of the anterior claims
thus marked that
the fixed keel (11) is protruding downward out of the watercraft's bottom.
4. Watercraft in conformity to one of the anterior claims
thus marked that
the keel trunk (4) can reach maximum into the watercraft up to the ships deck (2)
5. Watercraft in conformity to one of the anterior claims
thus marked that
the keel trunk (4) can reach maximum into the watercraft up to the height of the desk
plate (43)
6. Watercraft in conformity to one of the anterior claims
thus marked that
between the lifting keel (21) and the fixed keel (21) are attached sliding tracks
(13).
7. Watercraft in conformity to one of anterior claims
thus marked that
the lifting keel (21) is lateral led at the ship's bottom through separate elastic
sliding bearings (32).
8. Watercraft in conformity to one of the anterior claims
Thus marked that
The lifting keel (21) is movable opposite the fixed keel (11) with help of a lifting
device (51), for example a spindle.
1. Bateau équipé d'une quille, une quille relevable mobile (21) étant déplacable au moins
partiellement par rapport au bateau dans l'axe longitudinal, c'est à dire le sens
vertical, la quille élevable (21) entourant au moins partiellement une quille fixe
(11),
caractérisé en ce que
- la quille élevable (21) et la quille fixe (11) forment une unité rigide à la flexion,
- un puit de quille (4 ) est prévu avec une ouverture (4 ) dans le fond du bateau,
- la quille fixe (11) est fixée par son bout supérieur à un palier supérieur et pend
librement dans le puit de la quille (4)
2. Bateau selon revendication 1),
caractérisé en ce que
la quille relevable (21) est divisée en une ou plusieurs chambres (25) par des traverses
(23) en travers du sens de la marche du bateau et que la quille fixe (11) consiste
en profils creux selon le nombre et la forme des chambres (25) de la quille relevable
(21)
3. Bateau selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la quille fixe dépasse le fond du bateau vers le bas.
4. Bateau selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le puit de la quille (4) peut atteindre au maximum le pont (2) du bateau.
5. Bateau selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le puit de la quille (4) peut atteindre au maximum la hauteur d'une table dans l'intérieur
du bateau.
6. Bateau selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
des glissoires (13) sont placées entre la quille relevable (21) et la quille fixe
(11).
7. Bateau selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la quille relevable (21) est guidée de côté par différentes glissoires élastiques
(32) au fond du bateau (3)
8. Bateau selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la quille relevable (21) est déplacable par rapport à la quille fixe (11) à l'aide
d'un dispositif de relèvement (51), par exemple une tige filetée.