[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen prismatischen Pflasterstein, insbesondere
aus Beton, mit einem Grundriß in der Form eines Fünfecks.
[0002] Derartige Pflastersteine werden zum Pflastern von Verkehrswegen, insbesondere Gehwegen,
Fahrbahnen, Radwegen, Park- und Haltebuchten, Plätzen, Fußgängerzonen etc., aber auch
zum Pflastern von privaten Bereichen, wie Höfen, Gartenbereichen etc., verwendet.
Wesentlich ist hierbei, daß mit den Pflastersteinen eine Verbundwirkung erzielt wird,
um die durch den Verkehr hervorgerufenen Belastungen möglichst großflächig aufnehmen
zu können. So sind Betonpflastersteine bekannt, die an den Seiten Vorsprünge und Nuten
aufweisen oder gewellte oder sägezahnförmige Seitenflächen haben, mit denen benachbarte
Steine ineinandergreifen, um in der Pflasterfläche eine Verbundwirkung zu erzielen.
Alle diese Verbundpflastersteine haben jedoch eine mehr oder weniger regelmäßige Form,
so daß die Fugen zwischen den Steinen in der gepflasterten Fläche lang durchlaufende,
wenn auch teilweise unterbrochene Linien bilden, die einen etwas monotonen Eindruck
hervorrufen.
[0003] Bei der Herstellung von derartigen Pflastern mit Verbundsteinen können diese großflächig
auf einer vorgefertigten Bettung aufgelegt und mittels eines Rüttlers in die Bettung
eingerüttelt werden. Hierdurch werden gegenüber manuell zu pflasternden Steinen wesentliche
Arbeitsvorteile erzielt.
[0004] Es sind ferner bereits Verbundpflastersteine bekannt geworden, die eine Mehreckform
bzw eine unregelmäßige Form besitzen. Beispielsweise geht aus der DE 35 03 770 A1
ein im Grundriß fünfeckiger prismatischer Pflasterstein hervor, bei dem sich das Fünfeck
aus einer Trapezfläche und einer Dreiecksfläche zusammensetzt. Die langen Grundseiten
von Trapez und Dreieck fallen hierbei zusammen. Beide Flächen sind einem Quadrat entnommen,
das in zwei gleiche Trapeze und zwei gleiche Dreiecke aufgeteilt ist.
[0005] Ein solcher fünfeckiger Pflasterstein ermöglicht zwar in Folge seiner unregelmäßigen
Form eine relativ gute Verzahnung mit benachbarten Steinen in der Verlegeebene und
gewährleistet eine relativ gute Aufgabe und Verteilung der auftretenden Belastungen.
Jedoch treten in einem aus derartigen Steinen bestehenden Pflaster immer über zwei
Steine in gerader Linie durchgehende Fugen auf, so daß in bezug auf die Verbundwirkung
noch keine optimalen Ergebnisse erreicht werden.
[0006] Ein weiterer fünfeckiger Pflasterstein ist aus der DE 32 17 737 A1 bekannt. Dieser
bekannte Stein wird durch Querhalbierung eines Steines erhalten, der im Grundriß die
Form eines gleichseitigen Sechsecks besitzt. Der Stein hat den Vorteil, daß sich hiermit
Pflaster unter Vermeidung von durchgehenden Fugen erstellen lassen. Darüber hinaus
sind keine Sonderformate für Rand-, Anfangs- und Endsteine erforderlich. Hierzu können
entsprechend halbierte Fünfecksteine verwendet werden.
[0007] Da dieser bekannte Stein durch Halbierung eines Sechsecks gebildet ist, wird das
entsprechend verlegte Pflastermuster durch die Sechseckform geprägt. Es ergeben sich
daher nur begrenzte Verlegungsmöglichkeiten. Entweder werden die Steine so verlegt,
daß die die Sechsecke halbierenden Fugen in einer Linie durchlaufen, oder die entsprechenden
Fugen werden winklig zueinander verlegt. Weitere Varianten sind nicht möglich.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen prismatischen Pflasterstein, insbesondere
aus Beton, mit einem Grundriß in der Form eines Fünfecks zu schaffen, der bei einfacher
Handhabbarkeit und Verlegbarkeit und sehr guter Verbundwirkung besonders variantenreich
verlegbar ist.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen prismatischen Pflasterstein, insbesondere
aus Beton, mit einem Grundriß in der Form eines Fünfecks, das eine lange Seite, zwei
sich hieran unter einem Winkel von 120° anschließende gleichlange kurze Seiten, deren
Länge jeweils der halben Länge der langen Seite entspricht, und zwei sich hieran unter
einem Winkel von 90° anschließende gleichlange mittellange Seiten aufweist, gelöst.
[0010] Der erfindungsgemäß ausgebildete Stein entsteht durch Drittelung eines gleichseitigen
Sechsecks, wobei die entsprechenden Drittelungslinien senkrecht zu jeder zweiten Sechsecksseite
verlaufen. Im verlegten Zustand bilden daher je drei erfindungsgemäße Pflastersteine
ein Sechseck. Wie später noch im einzelnen erläutert wird, ergeben sich hierdurch
mehrere Varianten in bezug auf entsprechende Pflastersteinmuster.
[0011] Die Verbundwirkung des erfindungsgemäß ausgebildeten Steines ist ausgezeichnet, da
sich der Stein im verlegten Zustand an sechs Nachbarsteinen abstützt. Der Stein läßt
sich so verlegen, daß überhaupt keine durchlaufenden Fugen resultieren. Es sind jedoch
auch Verlegearten möglich, bei denen Fugen beispielweise über zwei Fugen durchlaufen.
Diesbezüglich kann daher in Abhängigkeit von der aufzunehmenden Belastung die entsprechende
Verlegeart gewählt werden.
[0012] Es versteht sich, daß der hier verwendete Begriff "Pflasterstein" auch entsprechende
"Pflasterplatten" beinhalten soll. Die Erfindung bezieht sich lediglich auf die Grundrißform,
ist jedoch unabhängig von der Höhe. Sämtliche Stein- bzw. Plattenformate (Dicke) sollen
daher unter die Erfindung fallen.
[0013] Bevorzugt besitzt bei dem erfindungsgemäß ausgebildeten Pflasterstein die lange Seite
eine Länge von 10 - 20 cm, besonders bevorzugt eine Länge von etwa 15,4 cm.
[0014] Ist der Stein als Platte ausgebildet, weist er zweckmäßigerweise eine Dicke von etwa
8 cm auf.
[0015] Diese Formate haben sich für eine rationelle Verlegung als besonders geeignet erwiesen.
[0016] In Weiterbildung der Erfindung weist der Pflasterstein abgefaste Kanten zwischen
Deckfläche und Seitenflächen auf. Hierduch wird ein Abplatzen der Kanten im Gebrauch
und bei der Herstellung vermieden. Zweckmäßigerweise sind auch abgerundete vertikale
Kanten vorhanden, wodurch ebenfalls die vorstehend aufgezeigten Vorteile erreicht
werden.
[0017] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist der Pflasterstein an seinen
Seitenflächen als Abstandshalter dienende Vorsprünge auf. Hierdurch kann eine bestimmte
Fugenbreite eingehalten werden, was für die Regenwasserabführung von wesentlicher
Bedeutung ist.
[0018] Die Erfindung betrifft ferner ein aus Pflastersteinen der vorstehend beschriebenen
Art zusammengesetztes Pflaster. Dieses Pflaster zeichnet sich dadurch aus, daß jeweils
drei Pflastersteine mit ihren mittellangen Seiten so aneinander gelegt sind, daß sie
ein gleichseitiges Sechseck bilden, und sich das Pflaster aus einer Vielzahl von aus
jeweils drei Pflastersteinen gebildeten gleichseitigen Sechsecken zusammensetzt.
[0019] Ein Pflaster, das keine durchlaufenden Fugen besitzt und sich durch eine besonders
gute Verbundwirkung auszeichnet, weist ein Sechseckmuster auf, bei dem jeweils zwei
kurze Seiten von zwei nebeneinanderliegenden Steinen eines Sechsecks gegen eine lange
Seite eines Steines eines benachbarten Sechsecks stoßen.
[0020] Bei einer anderen Pflastervariante besitzt dieses ein Sechseckmuster, bei dem drei
ein Sechseck bildende Pflastersteine und sechs mit ihren langen Seiten an die Seiten
des Sechsecks angelegte Pflastersteine ein großes Sechseck bilden. Die Seiten dieses
großen Sechsecks werden dabei jeweils von zwei mittellangen Seiten eines erfindungsgemäß
ausgebildeten Fünfecksteines gebildet. Vorteilhaft ist hierbei, daß sich innerhalb
eines derartigen großen Sechsecks keine durchlaufenden Fugen ergeben. Diese entstehen
nur zwischen den aneinandergesetzten großen Sechsecken. Da jedes große Sechseck eines
aus drei Fünfecksteinen bestehendes kleines Sechseck einschließt, entstehen besonders
schöne optische Effekte.
[0021] Weitere Gestaltungsmöglichkeiten in bezug auf Pflastermuster ergeben sich dadurch,
daß die Erfindung einen Viereckstein zur Verfügung stellt, der einen Grundriß in der
Form eines Vierecks aufweist, dessen Fläche einem Viertel eines aus den drei Pflastersteinen
gebildeten Sechsecks entspricht, das entlang einer zwei gegenüberliegende Sechsecksecken
verbindenden und einer zwei gegenüberliegende Sechsecksseiten halbierende Linie unterteilt
ist. Die Erfindung betrifft ferner ein Pflaster, das aus derartigen Pflastersteinen
zusammengesetzt ist oder derartige Pflastersteine in Kombination mit den vorstehend
beschriebenen fünfeckigen Pflastersteinen enthält.
[0022] Der vorstehend beschriebene viereckige Pflasterstein bildet daher mit drei weiteren
Vierecksteinen das gleiche Sechseck wie es der Fünfeckstein mit zwei weiteren Fünfecksteinen
bildet. Es versteht sich, daß hierdurch die Anzahl der verlegbaren Pflastermuster
wesentlich erweiterbar ist. Darüber hinaus kann der vorstehend beschriebene Viereckstein
als Randstein benutzt werden, um aus Fünfecksteinen bzw. Kombinationen von Fünfecksteinen
und Vierecksteinen gebildete Pflastermuster geradlinig abzuschließen.
[0023] Im einzelnen besitzt der viereckige Pflasterstein zwei gleichlange Seiten, die miteinander
einen Winkel von 90° bilden. Parallel zu einer dieser Seiten verläuft eine kurze Seite,
die mit der benachbarten Seite ebenfalls einen Winkel von 90° bildet. Das Viereck
wird durch eine Schrägseite abgeschlossen. Die Winkel, die die Schrägseite mit den
Anschlußseiten bildet, betragen 60° und 120°.
[0024] Mit den vorstehend erwähnten Vierecksteinen lassen sich Sechsecke bilden, wobei jedoch
in diesem Fall zwischen den einzelnen Steinen durchlaufende Fugen gebildet werden.
Da die durch Vierecksteine und Fünfecksteine gebildeten Sechsecke gleichgroß sind,
lassen sich beliebige Muster mit alternierenden Sechsecken aus Vierecksteinen und
Fünfecksteinen zusammensetzen. Bei einer anderen Variante weist das erfindungsgemäß
ausgebildete Pflaster ein Sechseckmuster auf, bei dem vier ein Sechseck bildende Vierecksteine
und sechs mit ihren langen Seiten an die Seiten des Sechsecks angelegte Fünfecksteine
ein großes Sechseck bilden. Hier entsteht ein ähnlicher Effekt wie bei der Ausführungsform,
bei der zwei ineinander angeordnete Sechsecke nur aus Fünfecksteinen gebildet sind.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei-spielen in Verbindung mit
der Zeichnung im einzelnen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Draufsicht auf einen erfindungsgemäß ausgebildeten fünfeckigen Pflasterstein;
- Figur 2
- eine schematische Draufsicht auf drei zu einem Sechseck zusammengelegte Pflastersteine
gemäß Figur 1;
- Figur 3
- eine schematische Draufsicht auf eine erste Variante eines aus fünfeckigen Pflastersteinen
der Figuren 1 und 2 zusammengesetzten Pflastermusters;
- Figur 4
- eine schematische Draufsicht auf eine zweite Variante eines aus Fünfecksteinen der
Figuren 1 und 2 zusammengesetzten Pflastermusters;
- Figur 5
- eine schematische Draufsicht auf ein aus vier Vierecksteinen gebildetes Sechseck,
dessen Größe den in den vorhergehenden Figuren gezeigten Sechsecken entspricht;
- Figur 6
- eine schematische Draufsicht auf ein Teil eines Pflasters, der aus einem großen Sechseck
besteht, das sich aus einem zentralen Sechseck aus vier Vierecksteinen und sechs um
dieses gelegten Fünfecksteinen zusammensetzt;
- Figur 7
- eine schematische Draufsicht auf ein aus Fünfecksteinen und Vierecksteinen zusammengesetztes
Pflastermuster;
- Figur 8
- eine schematische Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform eines aus Fünfecksteinen
und Vierecksteinen zusammengesetzten Pflastermusters; und
- Figur 9
- eine schematische Draufsicht auf noch eine weitere Ausführungsform eines aus Fünfecksteinen
und Vierecksteinen zusammengesetzten Pflastermusters.
[0026] Der in Figur 1 gezeigte Pflasterstein 1 besitzt einen Grundriß in der Form eines
Fünfecks, das eine lange Seite 2, zwei sich hieran unter einem Winkel von 120° anschließende
gleichlange kurze Seiten 3 und zwei sich hieran unter einem Winkel von 90° anschließende
gleichlange mittellange Seiten aufweist. Die Länge der kurzen Seiten 3 entspricht
jeweils der halben Länge der langen Seite 2. Die in Figur 1 angegebenen Winkel α betragen
daher 120°, während die in Figur 1 angegebenen Winkel β 90° betragen. Der Pflasterstein
der Figur 1 ist plattenartig ausgebildet, d. h. besitzt eine geringere Dicke als Länge.
Die jeweiligen Vertikalkanten sind abgerundet, wie bei 5 gezeigt. An den Seitenflächen
besitzt der Pflasterstein nicht gezeigte, halbrundförmige Vorsprünge, die als Abstandshalter
dienen. Bei der hier dargestellten Ausführungsform hat die lange Seite 2 eine Länge
von etwa 14,5 cm, während die kurzen Seiten eine Länge von etwa 7,25 cm besitzen.
Die mittellangen Seiten 4 haben eine Länge von etwa 12 cm.
[0027] Figur 2 zeigt 3 Steine der Figur 1, die zu einem Sechseck zusammengesetzt sind. Man
erkennt, daß die Steine mit ihren mittellangen Seiten 4 aneinanderliegen. Die langen
Seiten 2 und zwei kurze Seiten 3 bilden abwechselnd die Seiten des Sechsecks.
[0028] Figur 3 zeigt eine Variante eines aus Fünfecksteinen der Figuren 1 und 2 zusammengesetzten
Pflastermusters. Drei Fünfecksteine sind jeweils zu einem Sechseck zusammengesetzt,
wobei das Pflastermuster aus einer Vielzahl von aneinandergesetzten Sechsecken besteht.
Die Sechsecke sind wabenförmig aneinandergesetzt.
[0029] Der in Figur 3 schwarz dargestellte Fünfeckstein 1 stößt mit seinen beiden kurzen
Seiten 3 an die langen Seiten von zwei Steinen von benachbarten Sechsecken und mit
seiner langen Seite 2 gegen die kurzen Seiten 3 von zwei benachbarten Steinen eines
weiteren benachbarten Sechsecks. Die mittellangen Seiten 4 stoßen gegen die mittellangen
Seiten von zwei weiteren, das Sechseck bildenden Fünfecksteinen. Bei dieser Art des
Musters ergeben sich daher keine durchlaufenden Fugen, wodurch eine besonders gute
Verzahnung bzw. Verbundwirkung erreicht wird. Es stoßen immer zwei kurze Seiten von
zwei Fünfecksteinen gegen eine lange Seite eines Fünfecksteines.
[0030] Figur 4 zeigt eine weitere Variante eines Pflastermusters. Bei dieser Ausführungsform
bilden drei Fünfecksteine ein Sechseck, an dessen Seiten die langen Seiten 2 von sechs
weiteren Fünfecksteinen gelegt sind. Es entsteht somit ein großes Sechseck 6, das
sich aus insgesamt neun Fünfecksteinen zusammensetzt, wobei die drei mittleren Steine
ein Basissechseck der vorstehend beschriebenen Art bilden.
[0031] Mehrere aneinandergesetzte große Sechsecke bilden ein wabenförmiges Pflastermuster.
Die Begrenzungsseiten dieser großen Sechsecke 6 werden jeweils durch zwei mittellange
Seiten 4 von zwei Fünfecksteinen gebildet. Diese beiden mittellangen Seiten 4 bilden
eine über zwei Steine durchlaufende Fuge. Innerhalb des jeweiligen großen Sechsecks
6 sind jedoch keine durchlaufenden Fugen vorhanden. Dieses Pflastermuster ergibt einen
besonders schönen optischen Effekt, da jeweils ein kleines Sechseck in einem großen
Sechseck angeordnet ist.
[0032] Figur 5 zeigt ein Sechseck, das in seiner Größe dem Sechseck der Figur 2 entspricht.
Dieses Sechseck setzt sich aus vier Vierecksteinen 7 zusammen, die durch Viertelung
des Sechsecks gebildet sind. Jeder Stein hat die Form eines Vierecks, dessen Fläche
somit einem Viertel des Sechsecks entspricht, das entlang einer zwei gegenüberliegende
Sechseckecken verbindenden und zwei gegenüberliegende Sechsecksseiten halbierenden
Linie unterteilt ist.
[0033] Ein einzelner Viereckstein 7 besitzt zwei gleichlange Seiten 8, die miteinander einen
Winkel γ von 90° bilden. Eine kurze Seite 9 erstreckt sich parallel zu der einen Seite
8 und bildet mit der anderen Seite 8 ebenfalls einen Winkel γ von 90°. Die eine Seite
8 ist mit der Seite 9 über eine Schrägseite 10 verbunden, die mit den Seiten 8 und
9 einen Winkel ε von 60° und einen Winkel ϑ von 120° bildet.
[0034] Auch dieser Stein besitzt abgerundete Vertikalkanten und Abstandshalter der vorstehend
beschriebenen Art (nicht gezeigt).
[0035] Figur 6 zeigt ein aus zehn Pflastersteinen bestehendes Sechseck, dessen Größe dem
in Figur 4 gezeigten großen Sechseck 6 entspricht. Das zentrale kleinere Sechseck
wird hierbei von vier Vierecksteinen 7 gebildet, an deren Schrägseiten 10 und an deren
kurze Seiten neun Fünfecksteine I mit ihren langen Seiten 2 angelegt sind.
[0036] Figur 7 zeigt ein aus Fünfecksteinen 1 und Vierecksteinen 7 zusammengesetztes Pflastermuster.
Man erkennt ein aus Fünfecksteinen zusammengesetztes großes Sechseck 6, das ein kleines
Sechseck einschließt, das aus drei Fünfecksteinen besteht. Am unteren Rand der Figur
sind Vierecksteine 7 gezeigt, die hierbei als Randsteine wirken und einen geradlinigen
Abschluß des Pflastermusters ermöglichen. Im oberen Bereich des Pflastermusters befinden
sich aus jeweils vier Vierecksteinen 7 zusammengesetzte Sechsecke, die neben einem
dunkel dargestellten Sechseck aus Fünfecksteinen 1 angeordnet sind. Der linke und
rechte Rand in der Figur des Pflasters wird ebenfalls durch Vierecksteine 7 gebildet.
[0037] Figur 8 zeigt ein relativ einfaches Pflastermuster. Hierbei werden fünf, in der Figur
übereinander angeordnete Sechsecke durch jeweils drei Fünfecksteine 1 gebildet. In
der Figur links und rechts hiervon befinden sich Sechsecke, die aus jeweils vier Vierecksteinen
7 zusammengesetzt sind. Diese Vierecksteine sind ferner im Randbereich vorgesehen.
[0038] Das in Figur 9 gesetzte Pflastermuster setzt sich aus Sechsecken zusammen, die jeweils
aus drei Fünfecksteinen 1 gebildet sind. Um geradlinige Ränder zu erhalten, sind in
den Randbereichen entsprechende Vierecksteine 7 vorgesehen.
[0039] Bei sämtlichen beschriebenen Ausführungsformen von Pflastersteinen sind die Kanten
zwischen der Deckfläche und den Seitenflächen abgefast. Die Steine bestehen aus Beton
und können farblich abgestuft sein, wie beispielsweise in den Figuren 6 - 9 gezeigt,
so daß sich entsprechende optische Effekte ergeben.
1. Prismatischer Pflasterstein, insbesondere aus Beton, mit einem Grundriß in der Form
eines Fünfecks, das eine lange Seite (2), zwei sich hieran unter einem Winkel von
120° anschließende gleichlange kurze Seiten (3), deren Länge jeweils der halben Länge
der langen Seite (2) entspricht, und zwei sich hieran unter einem Winkel von 90° anschließende
gleichlange mittellange Seiten (4) aufweist.
2. Pflasterstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die lange Seite (2) eine
Länge von 10 - 20 cm besitzt.
3. Pflasterstein nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die lange Seite (2) eine
Länge von etwa 15,4 cm aufweist.
4. Pflasterstein nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
er eine Dicke von etwa 8 cm besitzt.
5. Pflasterstein nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
er abgefaste Kanten zwischen Deckfläche und Seitenflächen aufweist.
6. Pflasterstein nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
er abgerundete vertikale Kanten (5) besitzt.
7. Pflasterstein nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
er an seinen Seitenflächen als Abstandshalter dienende Vorsprünge aufweist.
8. Pflaster aus Pflastersteinen nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils drei Pflastersteine (1) mit ihren mittellangen Seiten (4) so aneinandergelegt
sind, daß sie ein gleichseitiges Sechseck bilden, und sich das Pflaster aus einer
Vielzahl von aus jeweils drei Pflastersteinen (1) gebildeten gleichseitigen Sechsecken
zusammensetzt.
9. Pflaster nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Sechseckmuster aufweist,
bei dem jeweils zwei kurze Seiten (3) von zwei nebeneinanderliegenden Steinen (1)
eines Sechseckes gegen eine lange Seite (2) eines Steines (1) eines benachbarten Sechseckes
stoßen.
10. Pflaster nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Sechseckmuster aufweist,
bei dem drei ein Sechseck bildende Pflastersteine (1) und sechs mit ihren langen Seiten
(2) an die Seiten des Sechsecks angelegte Pflastersteine (1) ein großes Sechseck (6)
bilden.
11. Pflaster nach einem der Ansprüche 8 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich
Pflastersteine (7) mit einem Grundriß in der Form eines Vierecks aufweist, dessen
Fläche einem Viertel eines aus den drei Pflastersteinen (1) gebildeten Sechsecks entspricht,
das entlang einer zwei gegenüberliegende Sechseckecken verbindenden und einer zwei
gegenüberliegende Sechsecksseiten halbierenden Linie unterteilt ist.
12. Pflaster nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Vierecksteine (7) als Randsteine
angeordnet sind.
13. Pflaster nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Vierecksteine (7) eigene
Sechsecke bilden, die abwechselnd mit aus Fünfecksteinen (1) bestehenden Sechsecken
angeordnet sind.