[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verhindern eines Befahrens
einer lediglich in einer Richtung zu befahrenden Fahrbahn mit einem Fahrzeug in der
falschen Richtung, wobei bei einem Befahren in der richtigen Richtung ein in einem
Rahmen gelagertes Fahrbahn- oder Brückenelement in einer mit der Fahrbahnebene im
wesentlichen fluchtenden Lage über ein Verriegelungselement am Rahmen verriegelt wird
und bei einem Befahren in der falschen Richtung das Fahrbahn- bzw. Brückenelement
nach einer translatorischen Bewegung in der falschen Fahrtrichtung und einer Entriegelung
aus der Fahrbahnebene nach unten verschwenkt wird, wobei das Fahrzeug durch stufenartige
Vorsprünge und/oder aus dem verschwenkten Fahrbahn- oder Brückenelement vorragende
Spitzen oder Messer abgebremst oder angehalten wird. Die Erfindung bezieht sich weiters
auf eine Vorrichtung zum Verhindern eines Befahrens einer in lediglich einer Richtung
zu befahrenden Fahrbahn mit einem Fahrzeug in der falschen Richtung mit einem in einem
Rahmen um eine zur Fahrbahnebene im wesentlichen parallele Achse schwenkbar gelagerten
Fahrbahn- oder Brückenelement, welches bei einem Befahren in der richtigen Richtung
in einer mit der Fahrbahnebene im wesentlichen fluchtenden Lage verriegelbar ist und
bei einem Befahren in der falschen Richtung aus der Fahrbahnebene nach unten verschwenkbar
ist, wobei stufenartige Vorsprünge und/ oder aus dem verschwenkten Fahrbahn- oder
Brückenelement vorragende Spitzen oder Messer vorgesehen sind, wobei die Schwenkachse
des schwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelements über ein Zwischenglied um eine weitere
dazu parallele und am Rahmen gelagerte Achse schwenkbar gelagert ist und das der Lagerung
der Schwenkachse abgewandte, einen Anschlag oder Vorsprung aufweisende Ende des Fahrbahn-
oder Brückenelementes mit einer am Rahmen schwenkbar gelagerten Verriegelungsvorrichtung
zur Verriegelung des schwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelementes zusammenwirkt.
[0002] Ein Verfahren und eine Vorrichtung dieser Art sind beispielsweise aus der AT-U 479
bekannt geworden. Bei dieser bekannten Ausführungsform sollte bei einem Befahren des
schwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelementes in der falschen Richtung in einem ersten
Bewegungsschritt eine Absenkung des Fahrbahn- oder Brückenelementes und gleichzeitig
eine trans; latorische Verschiebung in der falschen Fahrtrichtung erfolgen, worauf
in weiterer Folge das Fahrbahn- oder Brückenelement entriegelt und aus der Fahrbahnebene
verschwenkt wird. Hiebei erfolgt die Auslösung einer im wesentlichen hakenartigen
Verriegelungsvorrichtung über das der Lagerung des schwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelementes
abgewandte, freie Ende oder einem daran befindlichen Fortsatz, sodaß das Verriegelungselement
das freie Ende des schwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelementes freigibt und in weiterer
Folge eine Absenkung desselben ermöglicht wird, wodurch Messer oder Spitzen aus der
abgesenkten Fahrbahnebene vorragen und somit eine Beschädigung der Reifen des in falscher
Richtung fahrenden Fahrzeuges bewirken und eine Weiterfahrt desselben unmöglich machen.
Nachteilig bei dieser bekannten Ausführungsform ist, daß für ein Befahren mit schweren
Lasten eine entsprechend robuste Konstruktion gewählt werden muß, bei welcher üblicherweise
enge Toleranzen, wie sie für den Auslösemechanismus der bekannten Vorrichtung erforderlich
waren, nicht ohne weiteres erzielbar oder eingestellt werden können. Darüberhinaus
muß bei einem derartigen Fahrbahn- oder Brückenelement mit entsprechend großen Belastungen
gerechnet werden und es sind auch Umwelteinflüsse zu berücksichtigen, welche zum einen
zu einem zunehmenden und vorzeitigen Verschleiß der Verriegelungsvorrichtung führen
können, als auch dazu führen können, daß eine zuverlässige und sichere Auslösung der
Vorrichtung zum Verhindern eines Befahrens einer Fahrbahn in der falschen Richtung
unter Umständen nicht immer gegeben ist.
[0003] Eine ähnliche Vorrichtung ist beispielsweise auch aus der US-PS 3 838 391 bekannt
geworden. Bei diesem bekannten Stand der Technik ist eine schwenkbare Platte an einem
Ende um eine zur Fahrbahnebene im wesentlichen parallele Achse entgegen der Kraft
einer Feder schwenkbar angelenkt. Bei Befahren der Sicherheitsvorrichtung in der falschen
Richtung erfolgt bei einem Auftreffen des Rades des in der falschen Richtung fahrenden
Fahrzeuges auf den Rahmen der Vorrichtung über einen komplizierten Hebel- und Gelenkmechanismus
ein Lösen eines Verriegelungsanschlages, welcher mit jenem Ende der verschwenkbaren
Platte zusammenwirkt, welches der Lagerung der Platte abgewandt ist. Durch Verschwenken
des Verriegelungsanschlages wird bei weiterem Befahren die verschwenkbare Platte entgegen
der Kraft der diese Platte beaufschlagenden Feder aus der Fahrbahnebene nach unten
verschwenkt und es trifft der Reifen neben der durch das Absenken der verschwenkbaren
Platte ausgebildeten Stufe auf eine Mehrzahl von Spitzen oder Messer, welche den Reifen
zerstören und eine Weiterfahrt in der falschen Richtung unmöglich machen. Mit dieser
bekannten Einrichtung soll somit verhindert werden, daß Fahrzeuge auf einer Fahrbahn,
welche nur in einer Richtung befahren werden soll, beispielsweise Autobahnen, Autobahnab-
bzw. -auffahrten oder Schnellstraßen, in der falschen Richtung fahren und in weiterer
Folge als "Geisterfahrer" schwere Unfälle auslösen können. Nachteilig bei dieser bekannten
Ausführungsform ist die Tatsache, daß die Entriegelung der Sicherheitsvorrichtung
bei einem Befahren in der falschen Richtung über einen aus vielen Einzelteilen gebildeten
und demnach sehr komplizierten Verriegelungsmechanismus erfolgt. Weiters ist auch
bei dieser bekannten Ausführung die ordnungsgemäße Funktionsweise bzw. das Auslösen
eines derartigen Mechanismus bei den auf eine derartige Vorrichtung einwirkenden Umwelteinflüssen,
wie beispielsweise Verschmutzung, Einfrieren bei tiefen Temperaturen oder dgl. nicht
ohne weiteres sichergestellt. Darüberhinaus ist bei der bekannten Ausführungform auch
ein Auslösen des Verriegelungsmechanismus nach einem Befahren in der richtigen Richtung
ohne weiteres möglich, wobei zwar in diesem Fall das Rad bei der Weiterbewegung die
Sicherheitsvorrichtung bereits verlassen hat, jedoch die augenblickliche Lage des
Verriegelungsmechanismus nicht ohne weiteres exakt definiert ist.
[0004] Aus der US-PS 4 367 975 ist eine andere Ausführungsform bekannt geworden, wobei auf
einer Fahrbahn eine Zusatzvorrichtung in Form einer Schwelle bzw. rampenartigen Erhöhung
aufgebaut wird, wobei bei einem Befahren in der falschen Richtung aus der Rampe Elemente
vorragen, welche eine Weiterfahrt des Fahrzeuges zumindest erschweren. Eine derartige
Vorrichtung kann hiebei auch in Zusammenhang mit Parkplätzen in Form von münzbetriebenen
Einrichtungen Verwendung finden. Nachteilig bei dieser Ausführungsform ist, daß ein
aus der Fahrbahnebene ragendes Schwellen- bzw. Rampenelement Verwendung findet, so
daß auch sich in der richtigen Richtung bewegende Fahrzeuge durch die Sicherheitsvorrichtung
bei ihrer freien Fortbewegung behindert werden.
[0005] Aus der DE-OS 35 17 839 sowie der DE-OS 37 27 194 sind jeweils Vorrichtungen bekannt
geworden, bei welchen Messer bzw. Stahlstifte permanent aus der Fahrbahnebene vorragen
und Reifen eines in der falschen Richtung fahrenden Fahrzeuges unmittelbar aufschlitzen
bzw. beschädigen. Diese unter einem stumpfen Winkel aus der Fahrbahnebene vorragenden
Messer oder Spitzen sollen durch ein sich in richtigen Richtung bewegendes Fahrzeug
jeweils entgegen der Kraft einer Feder niedergedrückt werden, so daß ein derartiges
Fahrzeug die Sperre bzw. das Hindernis unbeschädigt passieren können soll. Nachteilig
bei dieser bekannten Ausführungsform ist die Tatsache, daß die Messer bzw. Spitzen
permanent aus der Fahrbahnoberfläche vorragen, wobei beispielsweise unter widrigen
Umwelteinflüssen, wie beispielsweise einem Einfrieren der Anlage, ein Einklappen der
Hindernisse offensichtlich nicht mehr ohne weiteres sichergestellt werden kann.
[0006] Eine abgewandelte Ausführungsform einer Straßensperre für Fahrzeuge ist weiters der
DE-OS 35 40 739 zu entnehmen, wobei in einer Sperrlage aus der Straßenoberfläche ausfahrbare
Sperrelemente vorhanden sind, und diese Sperrelemente in Form einer Platte mit zusätzlichen
Spitzen oder Messern soll hiebei über einen Motorantrieb bei einem Befahren einer
Fahrbahn in der falschen Richtung aus der Fahrbahnebene hochgeklappt werden können.
Nachteilig ist bei dieser Ausführungsform, daß zusätzlich der Antrieb vorgesehen sein
muß, welcher entsprechend rasch bei einem Befahren der Fahrbahn in der falschen Richtung
ein Ausfahren bzw. Hochklappen der Sperrelemente sowie der Messer bewirken soll.
[0007] Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, ausgehend von dem eingangs erörterten
Stand der Technik ein Verfahren zum Verhindern eines Befahrens einer in lediglich
einer Richtung zu befahrenden Fahrbahn mit einer Fahrbahn in der falschen Richtung
sowie eine zugehörige Vorrichtung zu schaffen, bei welcher bei einer robusten Ausführungsform
eine sichere Verriegelung bei einem Befahren in der richtigen Richtung ohne Erfordernis
einer Einhaltung enger Toleranz grenzen für aufeinander abgestimmte und zueinander
bewegbare Elemente geschaffen werden kann und bei einem Befahren in der falschen Richtung
in jedem Fall eine schnelle und zuverlässige Auslösung erzielbar ist. Weiters soll
insbesondere die erfindungsgemäße Vorrichtung wartungsarm und weitgehend unbeeinflußt
von Verschleißerscheinungen bzw. gegebenenfalls von Umwelteinflüssen ohne weiteres
und zuverlässig ein Auslösen bei einem Befahren in der falschen Richtung sicherstellen,
während im Gegensatz dazu bei einem Befahren in der richtigen Richtung, was naturgemäß
in der weitaus überwiegenden Zahl der Fälle auftritt, eine sichere und einfache Verriegelung
in der Ruhelage ermöglicht wird.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren ausgehend von dem Verfahren
der eingangs genannten Art im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß das verschwenkbare
Fahrbahn- oder Brückenelement bei einem Befahren in der richtigen Richtung geringfügig
aus der Fahrbahnebene abgesenkt und gleichzeitig translatorisch entgegen der richtigen
Fahrtrichtung bewegt und über miteinander zusammenwirkende Anschläge oder Vorsprünge
am Fahrbahn- oder Brückenelement und am Verriegelungselement am Rahmen verriegelt
wird, und daß das verschwenkbare Fahrbahn- oder Brückenelement bei einem Befahren
in der falschen Richtung nach der translatorischen Bewegung in der falschen Fahrtrichtung
an dem der Lagerung abgewandten Ende über die Vorsprünge oder Anschläge am Fahrbahn-
oder Brückenelement und am Verriegelungselement entriegelt wird und nachfolgend aus
der Fahrbahnebene verschwenkt wird. Dadurch, daß das verschwenkbare Fahrbahn- oder
Brückenelement bei einem Befahren in der richtigen Richtung lediglich geringfügig
aus der Fahrbahnebene abgesenkt wird und gleichzeitig translatorisch entgegen der
richtigen Fahrtrichtung bewegt wird, läßt sich eine einfache Verriegelung durch miteinander
zusammenwirkende Vorsprünge an einem Ende des Fahrbahn- oder Brückenelementes als
auch am Verriegelungselement am Rahmen erzielen, sodaß bei der überaus großen Mehrzahl
der Fälle des Befahrens eine sichere Verriegelung aufrecht erhalten werden kann. Demgegenüber
erfolgt bei einem Befahren in der falschen Richtung lediglich im wesentlichen eine
translatorische Bewegung des Fahrbahn- und Brückenelementes in der falschen Richtung,
wodurch sowohl über die Vorsprünge oder Anschläge am Fahrbahn- oder Brückenelement
als auch am Verriegelungselement eine Entriegelung der Verriegelungsvorrichtung und
somit eine Freigabe des Fahrbahn- oder Brückenelementes für ein weiteres Verschwenken
aus der Fahrbahnebene ermöglicht wird. Durch die durch die translatorische Bewegung
des Fahrbahn- oder Brückenelementes bei einem Befahren in der falschen Richtung bewirkte
Auslösung bzw. Entriegelung kann somit auf zusätzliche Hebel- oder Gelenkmechanismen
zum Lösen der Verriegelung bzw. motorbetriebene Ausbildungen verzichtet werden. Nach
einem Absenken bzw. Verschwenken des Fahrbahn- oder Brückenelementes werden in weiterer
Folge die Reifen des Fahrzeuges auf die stufenartigen Vorsprünge oder die aus der
Fahrbahnebene vorragenden Spitzen oder Messer auftreffen und durch diese abgebremst
bzw. durch die Zerstörung der Reifen an einer Weiterfahrt gehindert. Für eine sichere
Verriegelung bei einem Befahren in der richtigen Richtung genügt hiebei beispielsweise
eine Absenkung um einige Millimeter, beispielsweise 6 bis 10 mm, bei einer gleichzeitigen,
geringfügigen translatorischen Bewegung im Ausmaß von höchstens 5 mm entgegen der
richtigen Fahrtrichtung, um eine ausreichende und sichere Verriegelung der miteinander
zusammenwirkenden Anschläge oder Vorsprünge am Fahrbahn- oder Brükkenelement als auch
am Verriegelungselement des Rahmens zu erzielen. Im Gegensatz dazu erfolgt bei einem
Befahren in der falschen Fahrtrichtung eine lediglich geringfügige, beispielsweise
höchstens 5 mm betragende, translatorische Bewegung, wodurch über die Vorsprünge oder
Anschläge sowohl am verschwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelement als auch am Verriegelungselement
eine Entriegelung erfolgt und in weiterer Folge eine Absenkung des freien Endes des
Fahrbahn- oder Brückenelementes um einige Zentimeter, beispielsweise 8 bis 10 cm,
vorgenommen wird.
[0009] Für eine besonders einfache Absenkung bei einem Befahren in der falschen Richtung
wird hiebei erfindungsgemäß bevorzugt so vorgegangen, daß das Fahrbahn- oder Brückenelement
in an sich bekannter Weise entgegen der Kraft eines Gegengewichtes abgesenkt und verschwenkt
wird, wodurch sich mit einem einfachen Mechanismus sowohl eine sichere Absenkung bzw.
Verschwenkung des Fahrbahn- oder Brückenelementes erzielen läßt als auch in einfacher
Weise und ohne zusätzliche Betätigungsmechanismen, insbesondere ohne motorbetriebene
Einheiten, eine Rückkehr in die Normalposition bzw. Ruhelage nach einem Verlassen
des schwenkbaren Fahrbahn- oder Brükkenelementes durch ein in der falschen Fahrtrichtung
fahrendes Fahrzeug sichergestellt werden kann.
[0010] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Verhindern eines Befahrens einer in lediglich
einer Richtung zu befahrenden Fahrbahn mit einem Fahrzeug in der falschen Richtung
ist ausgehend von einer Ausbildung der eingangs genannten Art zur Lösung der oben
angeführten Aufgaben im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß ein dem der Lagerung
abgewandten Ende des Fahrbahn- oder Brückenelementes zugewandter Teilbereich der schwenkbaren
Verriegelungsvorrichtung einen Anschlag oder Vorsprung aufweist, welcher in Ruhelage
der Vorrichtung mit dem auf dem der Lagerung abgewandten Ende des Fahrbahn- oder Brückenelementes
angeordneten Anschlag oder Vorsprung im wesentlichen auf gleicher Höhe angeordnet
sind. Durch das Vorsehen von jeweils wenigstens einem Anschlag oder Vorsprung sowohl
an dem der Lagerung abgewandten Ende des Fahrbahn- oder Brückenelementes als auch
an dem diesem Ende zugewandten Teilbereich der Verriegelungsvorrichtung wird es in
einfacher Weise möglich, eine sichere und zuverlässige Verriegelung bei einem Befahren
in der richtigen Richtung als auch eine zuverlässige Auslösung bzw. Entriegelung und
nachfolgende Verschwenkung bei einem Befahren in der falschen Richtung sicherzustellen.
Durch Vorsehen von Vorsprüngen und Anschlägen läßt sich darüberhinaus in einfacher
Weise und ohne Einhaltung von engen Toleranzgrenzen für die zumeist schweren, weil
sehr robust bauenden Elemente der erfindungsgemäßen Vorrichtung, insbesondere das
verschwenkbare Fahrbahn- oder Brückenelement als auch für den Rahmen, eine exakte
Abstimmung der Sicherung bzw. Auslösung des gewünschten Betriebszustandes durch die
Anschläge oder Vorsprünge erzielen, welche in einfacher Weise mit der erforderlichen
Genauigkeit und Größe ausgebildet werden können. Diese Sicherung der Verriegelung
als auch die einfache Entriegelung erfolgt, wie dies oben zum erfindungsgemäßen Verfahren
erörtert wurde, hiebei sowohl durch ein geringfügiges Absenken als auch eine translatorische
Bewegung bei einem Befahren in der richtigen Richtung und durch eine lediglich im
wesentlichen translatorische Bewegung beim Befahren in der falschen Richtung, wobei
diese Kinematik durch die Lagerung des schwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelementes
zur Verwendung eines gelenkigen Zwischengliedes erzielbar ist.
[0011] Für eine besonders einfache Ausbildung der Anschläge oder Vorsprünge wird darüberhinaus
die Ausbildung bevorzugt so getroffen, daß der Anschlag oder Vorsprung an der Verriegelungsvorrichtung
von einer eine bombierte Oberfläche aufweisenden Erhebung gebildet ist, und daß die
Verriegelungsvorrichtung bei Betätigung durch den Anschlag oder Vorsprung des Fahrbahn-
oder Brückenelementes aus der Eingriffslage verschwenkbar ist. Ein eine derartige
bombierte Oberfläche aufweisender Anschlag oder Vorsprung läßt sich in einfacher Weise
ausbilden, wobei durch Vorsehen einer derartigen bombierten Oberfläche eine sichere
und zuverlässige Verriegelung beim Befahren in der richtigen Richtung als auch ein
Auslösen beim Befahren in der falschen Richtung immer sichergestellt werden kann,
wenn auch die Position des damit zusammenwirkenden Vorsprunges oder Anschlages am
freien Ende des Fahrbahn- oder Brückenelementes unter Umständen geringfügig aus einer
fluchtenden Lage in der Ruheposition des Fahrbahn- oder Brückenelementes beispielsweise
aufgrund von Verschleißerscheinungen gelangt.
[0012] Für eine besonders einfache und sichere Verriegelung des freien Endes des Fahrbahn-
oder Brückenelementes in der normalen Betriebslage ist darüberhinaus die Ausbildung
bevorzugt so getroffen, daß die schwenkbare Verriegelungsvorrichtung in an sich bekannter
Weise von wenigstens einem um eine zur Schwenkachse des Fahrbahn- oder Brückenelementes
im wesentlichen parallele Achse verschwenkbaren Hakenglied gebildet ist, welches einen
weiteren Vorsprung bzw. Fortsatz am der Lagerung abgewandten Ende des Fahrbahn- oder
Brückenelementes in der Ruhelage des Fahrbahn- oder Brückenelementes zumindest teilweise
umgreift. Durch ein derartiges Hakenglied in der Verriegelungsvorrichtung kann somit
mit einfachen Bauteilen das Auslangen gefunden werden, welche auch entsprechend schwere
und robuste Fahrbahn- oder Brükkenelemente sicher umgreifen und in der gewünschten
Position halten könnnen, um auftretenden Beanspruchungen sicher widerstehen zu können.
Bei einem Befahren in der falschen Richtung erfolgt die Freigabe des Vorsprunges bzw.
Fortsatzes am Fahrbahn- oder Brückenelement durch das Hakenglied und bei einem durch
weiteres Befahren erfolgendes Verschwenken des Fahrbahn- oder Brückenelementes unter
dem Gewicht des Fahrzeuges nach unten wird das Hakenglied aus seiner Ruhelage verschwenkt.
Nach einem Verlassen der Sicherheitsvorrichtung nach einem Befahren in der falschen
Richtung kehrt das Fahrbahn- oder Brückenelement wiederum in seine Ausgangslage zurück,
wobei dies in einfacher Weise dadurch unterstützt wird, daß in an sich bekannter Weise
an der von der Fahrbahnebene abgewandten Seite des Fahrbahn- oder Brückenelementes
ein freies Ende eines Hebelarmes eines schwenkbaren Hebels angreift, dessen anderer
Hebelarm ein Ausgleichsgewicht trägt, wie dies einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung entspricht. Nach einer Rückkehr des verschwenkbaren
Fahrbahn- oder Brückenelementes in eine im wesentlichen mit dem anschließenden Fahrbahnbereich
fluchtende Ebene umgreift das von einem Hakenglied gebildete Verriegelungsglied wiederum
selbsttätig den Fortsatz bzw. den Vorsprung am freien Ende des Fahrbahn- oder Brückenelementes
und es wird selbstätig wiederum die für ein Befahren in der richtigen Richtung gesicherte
Position und somit die volle Einsatzfähigkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erhalten.
[0013] Eine besonders sichere Verriegelung bei einem Befahren in der richtigen Richtung
als auch eine einfache Auslösung des Entriegelungsvorganges wird darüberhinaus dadurch
erzielt, daß der Anschlag oder Vorsprung am der Lagerung abgewandten Ende des Fahrbahn-
oder Brückenelementes mit seiner Oberkante den Scheitel des Vorsprungs oder Anschlages
am Verriegelungsglied geringfügig überragt, wie dies einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung entspricht.
[0014] Für eine Verringerung des Verschleißes der miteinander zusammenwirkenden Vorsprünge
oder Anschläge am freien Ende des verschwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelementes
als auch der Verriegelungsvorrichtung wird darüberhinaus bevorzugt vorgeschlagen,
daß die miteinander zusammenwirkenden Vorsprünge oder Anschläge am Fahrbahn- oder
Brückenelement und an der Verrieglungsvorrichtung mit aufeinander abgestimmten Abrollflächen
und/oder Neigungen ausgebildet sind. Durch derartige aufeinander abgestimmte Abrollflächen
und/oder Neigungen läßt sich sowohl eine zuverlässige Verriegelung als auch eine einfache
Entriegelung sicherstellen, wobei naturgemäß durch die aufeinander abgestimmten Abrollflächen
und/oder Neigungen der Verschleiß der miteinander zusammenwirkenden Vorsprünge oder
Anschläge minimiert wird und somit etwaige Wartungsintervalle maximiert werden können.
[0015] Für ein sicheres Absenken des verschwenkaren Fahrbahn- oder Brückenelementes bei
einer Auslösung bei einem Befahren in der falschen Richtung ist darüberhinaus bevorzugt
vorgesehen, daß das hakenartige Verriegelungsglied an seinem von der Schwenkachse
abgewandten Ende einen Fortsatz aufweist, welcher beim Absenken des Fahrbahn- oder
Brückenelements als Führungsfläche für den Fortsatz des Fahrbahn- oder Brückenelements
dient. Durch eine derartige Führungsfläche wird zum einen eine definierte Absenkung
des Fahrbahn- oder Brückenelementes bei einem Verschwenken sichergestellt und zum
anderen die Einnahme der Normalbetriebsposition bei einem Verlassen durch ein Befahren
in der falschen Richtung erleichtert. Durch das Gegengewicht erfolgt nach einem Verlassen
des abwärts verschwenkten Fahrbahn- oder Brückenelementes durch ein in der falschen
Richtung fahrendes Fahrzeug ein Anheben des Fahrbahn- oder Brückenelementes, worauf
in weiterer Folge nach einer Bewegung entlang der Führungsfläche für den Fortsatz
des Fahrbahn- oder Brückenelementes in der wiedereingenommenen Ruheposition ein sicheres
Umgreifen durch das Hakenglied der Verriegelungsvorrichtung erzielbar ist.
[0016] Gemäß einer Vielzahl von bekannten Vorschlägen für Sicherheitsvorrichtungen der gegenständlichen
Art soll mit der Ausbildung von stufenartigen Vorsprüngen das Auslangen gefunden werden,
um ein sich in falscher Richtung bewegendes Fahrzeug so weit abzubremsen bzw. den
Fahrer auf seinen Irrtum ausreichend aufmerksam zu machen, damit er seine Fahrt in
der falschen Richtung unterbricht. Da dies jedoch unter Umständen nicht ausreichend
ist, wurde bereits mehrfach vorgeschlagen, beispielsweise die Reifen eines Fahrzeuges
derart zu beschädigen bzw. zu zerstören, daß eine Weiterfahrt in jedem Fall unmöglich
gemacht wird. Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäß die Ausbildung bevorzugt so getroffen,
daß das verschwenkbare Fahrbahn- oder Brückenelement in an sich bekannter Weise wenigstens
eine Reihe von Durchtrittsöffnungen bzw. -schlitzen aufweist, durch welche Spitzen
oder Messer bei abgesenktem Fahrbahn- oder Brückenelement vorragen. Durch die durch
die Durchtrittsöffnung bzw. - schlitze des Fahrbahn- oder Brückenelementes bei einem
Befahren in der falschen Richtung hindurchtretenden Spitzen oder Messer werden die
Reifen dieses Fahrzeuges zerstört, so daß eine Weiterfahrt in jedem Fall unmittelbar
im Bereich der Vorrichtung unmöglich gemacht wird.
[0017] Um sicherzustellen, daß auch bei einer Fehlfunktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung
bei einem Absenken bzw. Verschwenken des Fahrbahn- oder Brückenelementes bei einem
Befahren in der korrekten Richtung keine Beschädigung der Reifen derartiger Fahrzeuge
auftritt, ist hiebei die Ausbildung bevorzugt so getroffen, daß die Spitzen oder Messer
in an sich bekannter Weise um eine zur Fahrbahnebene im wesentlichen parallele Achse
in Richtung eines Befahrens der Fahrbahn in richtiger Richtung verschwenkbar sind
und insbesondere gelenkig mit einem um eine zur Schwenkachse der Messer oder Spitzen
parallele Achse schwenkbaren Hebelelement verbunden sind, welches mit dem Fahrbahn-
oder Brückenelement bei einem Absenken desselben im Sinne eines Aufrichtens der Messer
oder Spitzen zusammenwirkt. Durch die Verschwenkbarkeit der Messer oder Spitzen in
Richtung eines Befahrens der Fahrbahn in richtiger Richtung wird sichergestellt, daß
auch bei einem irrtümlichen Absenken bzw. Verschwenken des Fahrbahn- oder Brückenelementes
die Messer durch die Reifen selbst aus einer Lage verschwenkt bzw. geklappt werden,
in welcher sie eine Beschädigung dieser Reifen bewirken könnten. Im Gegensatz dazu
ist die aufrechte Position dieser Spitzen oder Messer bei einem Befahren in der falschen
Richtung durch entsprechende Anschläge und das schwenkbare Hebelelement sichergestellt,
wobei in diesem Zusammenhang bevorzugt vorgeschlagen wird, daß in an sich bekannter
Weise eine im wesentlichen aufrechte Position der Messer oder Spitzen bei Befahren
in der falschen Richtung durch an den Spitzen oder Messern und an einem Support zur
Lagerung derselben vorgesehene Anschläge definiert ist.
[0018] Zur Erhöhung der Sicherheit der Vorrichtung bei einem Befahren der Fahrbahn in der
falschen Richtung ist erfindungsgemäß die Ausbildung weiters bevorzugt so getroffen,
daß in an sich bekannter Weise in dem an das der Lagerung abgewandte Ende des Fahrbahn-
oder Brückenelementes anschließenden Bereich des Rahmens der Vorrichtung um wenigstens
eine zur Fahrbahnebene im wesentlichen parallele Achse verschwenkbare Messer oder
Spitzen vorgesehen sind, welche in Ruheposition des Fahrbahn- oder Brückenelements
durch dieses abgedeckt sind und in entriegelter Stellung des Fahrbahn- oder Brückenelementes
aus der Fahrbahnebene vorragen. Derart kann im Bereich der nach dem Absenken des Fahrbahn-
oder Brückenelementes ausgebildeten, stufenartigen Erhöhung eine zusätzliche Reihe
von Spitzen oder Messern vorgesehen sein, welche ebenfalls eine Zerstörung bzw. Beschädigung
der Reifen eines in falscher Richung fahrenden Fahrzeuges unterstützen. Diese Spitzen
oder Messer sind hiebei in der Ruheposition von dem Rahmen der Vorrichtung abgedeckt
und werden beispielsweise nach einem Entriegeln des Fahrbahn- oder Brückenelementes
sowie der nachfolgenden Verschwenkung des Fahrbahn- oder Brückenelementes in eine
Lage verschwenkt, in welcher sie aus der Fahrbahnebene vorragen. Die Messer oder Spitzen
können hiebei an dem einen Ende eines entsprechenden Gelenkhebels angeordnet sein,
dessen anderes Ende bei der Absenk- bzw. Verschwenkbewegung des Fahrbahn- oder Brückenelementes
mit diesem zusammenwirken, so daß die Messer in ihre aus der Fahrbahnebene vorragende
Lage verschwenkt werden.
[0019] Um eine einfache Anpassung der Vorrichtung an unterschiedeliche örtliche Gegebenheiten
zu ermöglichen und die nach dem Absenken des Fahrbahn- oder Brückenelementes erzielbare
Stufenhöhe in einfacher Weise einstellen zu können, ist die Ausbildung besonders bevorzugt
so getroffen, daß in an sich bekannter Weise das der Lagerung abgewandte Ende des
Fahrbahn- oder Brückenelementes mit einem am Boden des Rahmens angeordneten, höhenverstellbaren
Anschlag zusammenwirkt.
[0020] Ein in der falschen Richtung die erfindungsgemäße Vorrichtung befahrendes Fahrzeug
wird durch die Vorrichtung soweit abgebremst bzw. werden dessen Reifen soweit beschädigt
bzw. zerstört, daß das Fahrzeug bei der Vorrichtung selbst bzw. unmittelbar danach
zum Stillstand gelangt und weitestgehend fahruntüchtig wird. Um in dem Zeitraum, bis
zu welchem ein Entfernen dieses Fahrzeuges von der Fahrbahn gelingt, in der richtigen
Richtung die Fahrbahn benutzende Fahrzeuge nicht zu gefährden bzw. Lenker von derartigen
Fahrzeuge frühzeitig zu warnen bzw. anzuhalten, ist darüberhinaus bevorzugt vorgesehen,
daß in an sich bekannter Weise das der Lagerung abgewandte Ende des Fahrbahn- oder
Brückenelementes mit einem Schalter zusammenwirkt, welcher mit Signal-, Alarm- oder
Sperrvorrichtungen gekoppelt ist.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. In dieser zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Fahrbahn, in welcher eine erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eingebaut ist;
Fig. 2 einen Schnitt in vergrößertem Maßstab längs der Linie II-II durch die erfindungsgemäße
Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß Fig. 1 ohne Darstellung
der Verriegelungsvorrichtung sowie der Spitzen oder Messer;
Fig. 3 eine Darstellung analog zur Fig. 2 der erfindungsgemäßen Vorrichtung in der
vollkommen verschwenkten Lage des Fahrbahn- oder Brückenelementes nach einem Befahren
in der falschen Richtung;
Fig. 4 in vergrößertem Maßstab die am Rahmen angeordnete, hakenförmige Verriegelungsvorrichtung
zur Sicherung des verschwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelementes an seinem von der
Lagerung abgewandten Ende;
Fig. 5 in einer zu Fig. 4 ähnlichen Darstellung die im Bereich des von der Lagerung
abgewandten Endes des Fahrbahn- oder Brückenelementes schwenkbar angeordneten und
bei einem Befahren in der falschen Richtung auf der Fahrbahnebene vorragenden Spitzen
oder Messer; und
Fig. 6 in ebenfalls vergrößerter Darstellung die Positionierung zusätzlicher Spitzen
oder Messer in einem zwischenliegenden Bereich.
[0022] In Fig. 1 ist mit 1 eine Fahrbahn bezeichnet, welche gemäß den angedeuteten Pfeilen
2 lediglich in einer Richtung befahren werden darf. Hiebei kann es sich beispielsweise
um eine Richtungsfahrbahn einer Autobahn, einer Schnellstraße oder dgl. handeln. Eine
Richtungsfahrbahn 3 für ein Befahren dieser Straße in der entgegengesetzten Richtung
4 ist ebenfalls schematisch angedeutet. Im Bereich einer Ausfahrt 5 der Fahrbahn 1
ist eine Vorrichtung 6 zum Verhindern eines Befahrens der lediglich in einer Richtung
zu befahrenden Ausfahrt bzw. Fahrbahn 5 mit einem Fahrzeug in der falschen Richtung
angeordnet, wobei die Vorrichtung 6 nachfolgend im Detail unter Bezugnahme auf die
Fig. 2 bis 6 näher beschrieben werden wird. Die Vorrichtung 6 soll verhindern, daß
ein Fahrzeug, welches sich in der mit dem strichlierten Pfeil 7 angedeuteten, falschen
Richtung bewegt, die Ausfahrt 5 passiert bzw. in weiterer Folge auf die Fahrbahn 1
gelangt und sich dort als "Geisterfahrer" in der falschen Richtung bewegt.
[0023] Wie dies weiter unten noch näher erläutert werden wird, ist die Vorrichtung 6 mit
Signal-, Alarm- oder Sperrvorrichtungen gekoppelt, welche in Fig. 1 schematisch mit
8 bzw. 9 angedeutet sind, um nach einem Befahren der Vorrichtung 6 in der falschen
Richtung 7, wodurch ein Fahrzeug unmitttelbar im Bereich der Vorrichtung 6 abgebremst
oder sogar beschädigt wird, so daß eine Weiterfahrt nicht mehr möglich ist, in der
richtigen Richtung 2 fahrende Fahrzeuge vor dem Hindernis im Bereich der Vorrichtung
6 rechtzeitig zu warnen bzw. an einer Weiterfahrt zu hindern.
[0024] Wie dies aus den Fig. 2 und 3 deutlich ersichtlich ist, besteht die Vorrichtung 6
aus einem in die Fahrbahn eingebetteten Rahmen 10, in welchem ein Fahrbahn- oder Brückenelement
11 um eine zur Fahrbahnebene im wesentlichen parallele Achse 12 verschwenkbar gelagert
ist. Diese Schwenkachse 12 des Fahrbahn- oder Brückenelementes 11 ist hiebei über
ein Zwischenglied bzw. eine Wippe 13 mit einer weiteren Schwenkachse 14 gekoppelt,
wobei diese Schwenkachse 14 an einem mit dem Rahmen 10 verbundenen Lagerbauteil 15
abgestützt ist. An dem der Schwenklagerung abgewandten, freien Ende 16 ist das Fahrbahn-
oder Brückenelement 11 mit einem Vorsprung bzw. Fortsatz 17 ausgebildet, welcher in
der in Fig. 2 dargestellten Ruhelage von einem in Fig. 4 näher dargestellten schwenkbaren
Hakenglied wenigstens teilweise umgriffen ist, wobei dieses schwenkbare Hakenglied
einen Verriegelungsmechanismus für das Fahrbahn- oder Brückenelement 11 in der Ruhelage
bzw. für das Befahren in der richtigen Richtung bildet. Ausgehend von der in der Fig.
2 dargestellten Ruhelage erfolgt bei einem Befahren der Vorrichtung 6 in Richtung
des Pfeiles 2, das heißt in der richtigen Richtung, ein geringfügiges Absenken des
Fahrbahn- oder Brückenelementes 11 um einige Millimeter bei gleichzeitiger, geringer,
translatorischer Bewegung, bis der Vorsprung bzw. Fortsatz 16 vollständig in dem Verriegelungsglied,
wie dies unter Bezugnahme auf Fig. 4 noch näher erläutert werden wird, ruht und es
kann die Vorrichtung 6 unbehindert durch ein Fahrzeug in der richtigen Richtung 2
befahren werden.
[0025] Im Gegensatz dazu erfolgt bei einem Befahren der Vorrichtung 6 in der falschen Richtung
gemäß dem strichlierten Pfeil 7 nach einem Auftreffen eines Rades auf dem Fahrbahn-
oder Brückenelement 11 im Bereich der Schwenklagerung über das Zwischenglied bzw.
die Wippe 13 eine translatorische Bewegung des Fahrbahn- oder Brückenelementes 11
ebenfalls in Richtung des Pfeiles 7, wodurch ein an dem der Schwenklagerung abgewandten
Ende 16 des Fahrbahn- oder Brückenelementes 11 angeordneter Vorsprung oder Anschlag
auf einen Vorsprung oder Anschlag des Verriegelungsgliedes einwirkt, wie dies unter
Bezugnahme auf Fig. 4 noch weiter erläutert wird. Dadurch gelangt der Vorsprung bzw.
Fortsatz 16 des Fahrbahn- bzw. Brückenelementes 11 außer Eingriff mit dem Verriegelungsglied
und bei einem weiteren Befahren des Fahrbahn- oder Brückenelementes 11 wird durch
das Gewicht des Fahrzeuges dieses Fahrbahn- oder Brückenelement 11 in die in Fig.
3 dargestellte Lage verschwenkt. Das Ausmaß der Verschwenkung des Fahrbahn- oder Brückenelementes
11 ist hiebei durch einen Anschlag 18 begrenzt, welcher für eine Anpassung an örtliche
Gegebenheiten im Sinne des Doppelpfeiles 19 höhenverstellbar ausgebildet sein kann,
wobei beispielsweise eine Absenkung des Fahrbahn- oder Brückenelementes 11 im Bereich
des Endes 16 um etwa 9 cm erfolgen kann. Ein Schalter oder Auslöser, welcher mit den
in Fig. 1 angedeuteten Signalanlagen 8, 9 gekoppelt sein kann, ist am Anschlag 18
mit 20 angedeutet.
[0026] Um von der in Fig. 3 dargestellten, verschwenkten Lage wieder in die in Fig. 2 dargestellte
Ausgangslage bzw. Ruhelage zurückzukehren, greift an der von der Fahrbahnebene abgewandten
Seite des Fahrbahn- oder Brückenelementes 11 ein Ende 21 eines Hebelelementes 22 an,
welches um eine Achse 23 am Rahmen der Vorrichtung schwenkbar gelagert ist, wobei
der zweite Hebelarm 24 ein Ausgleichsgewicht 25 trägt, wodurch das Fahrbahn- oder
Brückenelement 11 in Richtung seiner Ruhelage beaufschlagt ist.
[0027] Bei der in Fig. 3 dargestellten, verschwenkten Lage des Fahrbahn- oder Brückenelementes
11 nach einem Befahren in der falschen Richtung 7, wobei schematisch ein Reifen mit
26 bzw. 26' in unterschiedlichen Positionen angedeutet ist, gelangt dieser Reifen
26, 26' auf den durch das Absenken des Fahrbahn- oder Brückenelementes 11 gebildeten,
stufenartigen Vorsprung, welcher durch das in der Fahrbahnebene verbleibende Rahmenelement
10 gebildet wird.
[0028] Zusätzlich sind bei der gezeigten Ausführungsform eine Reihe von Spitzen bzw. Messern
vorgesehen, wobei eine erste Reihe von Messern nach einem Verschwenken des Fahrbahn-
oder Brückenelementes 11 durch in Fig. 1 schematisch angedeutete Durchtrittsöffnungen
bzw. -schlitze 27 in einem mittleren Bereich hindurchtritt, während im Bereich des
abgesenkten Endes 16 zusätzliche Messer vorgesehen sind, wie dies in den Fig. 5 und
6 näher erörtert wird.
[0029] In Fig. 4 ist in vergrößertem Maßstab der Bereich des freien Endes 16 des verschwenkbaren
Fahrbahn- oder Brückenelementes sowie der am Rahmen 10 in diesem Bereich vorgesehenen
Verriegelungsvorrichtung dargestellt. In der mit durchgezogenen Linien des freien
Endes 16 dargestellten Ruhe- bzw. Normalbetriebsposition umgreift das hakenförmige
Verriegelungselement, welches in dieser Position mit 28 bezeichnet ist, über eine
Aufnahmeöffnung 29 den am schwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelement 11 vorgesehenen
Fortsatzes 17, sodaß ein Absenken des Fahrbahn- oder Brückenelementes 11 und insbesondere
des der Lagerung abgewandten Endes 16 in dieser Lage nicht möglich ist. Das freie
Ende 16 des Fahrbahn- oder Brückenelementes 11 weist hiebei einen Anschlag oder Vorsprung
30 auf, welcher einem in der Ruhelage mit 31 bezeichneten Anschlag oder Vorsprung
am Verriegelungsglied 28 gegenüberliegt. Es ist deutlich ersichtlich, daß der Anschlag
31 eine bombierte Oberfläche aufweist, wobei darüberhinaus auch der Anschlag 30 am
Fahrbahn- oder Brückenelement 11 mit entsprechend abgerundeten Kanten ausgebildet
sein kann, um bei einem Zusammenwirken, wie dies in weiterer Folge noch näher erörtert
werden wird, entsprechend gute Abrolleigenschaften zu erzielen.
[0030] Bei einem Befahren der Vorrichtung in der richtigen Richtung im Sinne des Pfeiles
2 erfolgt bei einem Auftreffen eines Rades auf das Ende 16 des Fahrbahn- oder Brückenelementes
11 durch die durch die Wippe vorgesehene Kinematik ein geringfügiges Absenken des
freien Endes 16 um einige Millimeter aus der Fahrbahnebene, beispielsweise etwa 7
bis 9 mm, bei einer gleichzeitigen translatorischen Bewegung des freien Endes 16 entgegen
der durch den Pfeil 2 angedeuteten Fahrtrichtung, sodaß der Anschlag bzw. Vorsprung
30 am verschwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelement 11 unter den Anschlag 31 am hakenförmigen
Verriegelungsglied 28 gelangt, sodaß in weiterer Folge eine Verschwenkung des hakenförmigen
Verriegelungsgliedes 28 um die mit 32 angedeutete Achse nicht erfolgen kann. Das geringfügig
abgesenkte, freie Ende 16 ist somit sicher in der Normalbetriebsposition gehalten,
wobei die durch die geringfügige Absenkung sowie gleichzeitig translatorische Bewegung
des freien Endes entgegen dem Pfeil 2 erfolgte Anordnung des Anschlages bzw. Vorsprunges
30 unter dem Anschlag 31 am Verriegelungsglied 28 eine Entriegelung mit einem folgenden
Austritt des weiteren Fortsatzes 17 aus der Ausnehmung 29 mit Sicherheit vermeidet.
[0031] Demgegenüber erfolgt bei einem Befahren der Vorrichtung in der falschen Richtung,
wie sie wiederum durch den Pfeil 7 strichliert angedeutet ist, lediglich eine translatorische
Bewegung des Fahrbahn- oder Brückenelementes 11 ebenfalls in Richtung des Pfeiles
7, sodaß der Anschlag bzw. Vorsprung 30 am freien Ende 16 des Fahrbahn- oder Brückenelementes
11 unmittelbar auf den bombierten Anschlag bzw. Vorsprung 31 am Verriegelungsglied
28 auftrifft und eine Verschwenkung des Verriegelungsgliedes 28 um die Achse 32 bewirkt,
wodurch der Vorsprung in die mit 31' und die Ausnehmung in die mit 29' bezeichnete
Lage gelangt, wodurch der Fortsatz 17, welcher mit dem verschwenkbaren Fahrbahn- oder
Brückenelement 11 verbunden ist, bei einem weiteren Befahren der Vorrichtung in der
falschen Richtung 7 aus der Ausnehmung 28 des Verriegelungsgliedes austritt und bis
in die mit 17' angedeutete Lage abgesenkt wird, wodurch das freie Ende 16 des Fahrbahn-
oder Brückenelementes 11 in die mit 16' bezeichnete Lage gelangt. Der Fortsatz 17
bzw. 17' gleitet hiebei entlang einer Führungsfläche 33 am verschwenkbaren Verriegelungsglied
28 entlang.
[0032] Wie dies unter Bezugnahme auf Fig. 5 näher erläutert werden wird, folgt ein Absenken
des verschwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelementes 11 nach einer Entriegelung ein
gleichzeitiges Verschwenken von Spitzen oder Messern aus der Fahrbahnebene, wobei
eine derartige ausgefahrene Position in Fig. 4 schematisch mit 34' angedeutet ist.
[0033] Nach Verlassen eines Fahrzeuges nach einem Befahren in der falschen Richtung erfolgt,
wie eben erörtert wurde, durch den mit dem Ausgleichsgewicht gekoppelten Mechanismus
eine Rückführung des Fahrbahn- oder Brückenelementes 11 in eine mit der Oberkante
des Rahmens 10 und somit der Fahrbahnebene wiederum im wesentlichen fluchtende Lage.
Bei dieser Rückwärtsbewegung in die mit 16 bezeichnete Stellung des freien Endes gleitet
der Fortsatz 17 entlang der Führungsfläche 33 des Verriegelungsgliedes 28, wobei unmittelbar
ein Eintreten des Fortsatzes 17 in die Ausnehmung 29 selbsttätig erfolgt und wiederum
der in Fig. 4 mit vollen Linien eingezeichnete Ruhezustand, in welchem die Anschläge
bzw. Vorsprünge 30 und 31 einander im wesentlichen gegenüberliegen, eingenommen wird.
[0034] In Fig. 5 ist in einer zu Fig. 4 ähnlichen Darstellung der Mechanismus zum Ausfahren
von Messern oder Spitzen aus der Fahrbahnebene im Bereich des freien Endes 16 als
auch der Verriegelungsvorrichtung 28 bei einem Befahren der Vorrichtung in der falschen
Richtung, wie sie mit Pfeil 7 angedeutet ist, im Detail dargestellt. In der Ruheposition
sind eine Mehrzahl von Messern oder Spitzen knapp unterhalb der durch die Oberkante
des Rahmens 10 defnierten Fahrbahnebene angeordnet, wie dies in Fig. 5 mit 34 bezeichnet
ist. Die Messer oder Spitzen 34 sind um eine Achse 35 an einem Hebelelement 36 schwenkbar
gelagert, wobei nach einer Entriegelung im Zusammenwirken der Anschläge bzw. Vorsprünge
30 bzw. 31 bei einem Befahren in der falschen Richtung im Sinne des Pfeiles 7 durch
ein Lösen des Fortsatzes 17 aus der Aufnahmeöffnung des Verriegelungsgliedes 28, ein
Absenken des freien Endes 16 des Fahrbahn- oder Brückenelementes 11 erfolgt. Hiebei
trifft eine Unterkante 37 am freien Ende 16 des verschwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelementes
11 auf einen Schenkel 38 der mit den Messern bzw. Spitzen 34 zusammenwirkenden Hebelkonstruktion
36, wodurch eine Verschwenkung der Hebelkonstruktion 36 um eine Achse 39 erfolgt.
Bei vollständig abgesenkter Lage des Fahrbahn- oder Brückenelementes, wie sie durch
37' der Unterkante als auch 38' des freien Schenkels des Hebelmechanismus bezeichnet
ist, gelangt die Schwenkachse der Messer in die mit 35' bezeichnete Lage, wodurch
bewirkt wird, daß die Spitzen oder Messer 34' aus der Fahrbahnebene vorragen, nachdem
sie durch schematisch angedeutete Durchtrittsöffnungen oder -schlitze 40 in der Rahmenkonstruktion
10 durchgetreten sind. Durch ein Anliegen der Unterkante 37' am Hebelarm 38' werden
jeweils die Messer 34' in der aufgerichteten Position 34' gehalten, sodaß eine sichere
Zerstörung eines Reifens eines in der falschen Richtung fahrenden Fahrzeugs erfolgt.
Nach einem Verlassen der Vorrichtung 6 gelangt, wie dies oben zu Fig. 4 bereits erörtert
wurde, das verschwenkbare Fahrbahn- oder Brückenelement wiederum in seine Ruhelage,
wie dies mit durchgezogenen Linien 16 bezeichnet ist, wodurch unter dem Eigengewicht
die Messer oder Spitzen wiederum in die mit 34 bezeichnete Lage abgesenkt werden,
da der Hebelarm 38 nicht mehr durch die Unterkante 37 in der gestreckten Position
beaufschlagt ist.
[0035] In Fig. 6 ist die Positionierung von zusätzlichen Messern oder Spitzen in einem mittleren
Bereich dargestellt, deren Eintrittsschlitze bzw. -öffnungen 27 bereits in Fig. 1
angedeutet waren. Es ist deutlich ersichtlich, daß in der mit der durchgezogenen Linie
gezeichneten Ruheposition des verschwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelementes 11 die
zusätzlichen Messer oder Spitzen 41 deutlich unterhalb der Fahrbahnebene angeordnet
sind. Weiters sind die Messer oder Spitzen um eine Achse 42 schwenkbar, sodaß in jedem
Fall bei einem Befahren in der richtigen Richtung 2 eine Beeinträchtigung von Reifen
auch bei einem irrtümlichen Absenken des verschwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelementes
11 mit Sicherheit vermieden wird. Bei einem Absenken des Fahrbahn- oder Brückenelementes
in die mit 11' bezeichnete Lage bei einem Befahren in der falschen Richtung im Sinne
des Pfeiles 7, wobei die Entriegelung unter Bezugnahme auf Fig. 4 detailliert beschrieben
wurde, können die Messer in die mit 41' bezeichnete, aufgerichtete Lage gebracht werden,
sodaß bei einem Befahren in der falschen Richtung die Räder eines Fahrzeuges zerstört
werden. Für eine Endposition in der aufgerichteten Lage ist darüberhinaus ein Anschlag
mit 43 angedeutet.
[0036] Insgesamt ergibt sich somit eine einfach und robust herzustellende Konstruktion,
welche durch das Vorsehen von miteinander zusammenwirkenden Vorsprüngen oder Anschlägen
30 bzw. 31 sowohl am freien Ende 16 des schwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelementes
11 als auch an einem zugewandten Teilbereich der Verriegelungsvorrichtung 28 eine
sichere und zuverlässige Verriegelung bei einem Befahren in der richtigen Richtung
als auch eine einfache Auslösung und nachfolgende Absenkung des Fahrbahn- oder Brückenelementes
zur Ausbildung einer Stufe zum Abbremsen eines in der falschen Richtung fahrenden
Fahrzeuges als auch zur Betätigung von ausfahrbaren Messern oder Spitzen erzielbar
ist. Es ist unmittelbar einsichtig, daß die Anschläge oder Vorsprünge 30 bzw. 31 unabhängig
von der relativen Positionierung des freien Endes 16 als auch der Verriegelungsvorrichtung
28 in der Ruhelage der Vorrichtung 6 einfach und exakt positioniert werden können,
um die entsprechenden Verriegelungs- und Entriegelungszustände zu erzielen, wodurch
sowohl der Rahmen 10 als auch das verschwenkbare Fahrbahn- oder Brückenelement 11
mit entsprechend großen Toleranzen gefertigt werden können.
1. Verfahren zum Verhindern eines Befahrens einer lediglich in einer Richtung zu befahrenden
Fahrbahn mit einem Fahrzeug in der falschen Richtung (7), wobei bei einem Befahren
in der richtigen Richtung (2) ein in einem Rahmen (10) gelagertes Fahrbahn- oder Brückenelement
(11) in einer mit der Fahrbahnebene im wesentlichen fluchtenden Lage über ein Verriegelungselement
am Rahmen (10) verriegelt wird und bei einem Befahren in der falschen Richtung (7)
das Fahrbahn- bzw. Brückenelement (11) nach einer translatorischen Bewegung in der
falschen Fahrtrichtung (7) und einer Entriegelung aus der Fahrbahnebene nach unten
verschwenkt wird, wobei das Fahrzeug durch stufenartige Vorsprünge und/oder aus dem
verschwenkten Fahrbahn- oder Brückenelement (11) vorragende Spitzen oder Messer (34)
abgebremst oder angehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß das verschwenkbare Fahrbahn-
oder Brückenelement (11) bei einem Befahren in der richtigen Richtung (2) geringfügig
aus der Fahrbahnebene abgesenkt und gleichzeitig translatorisch entgegen der richtigen
Fahrtrichtung (2) bewegt und über miteinander zusammenwirkende Anschläge oder Vorsprünge
(30, 31) am Fahrbahn- oder Brückenelement (11) und am Verriegelungselement (28) am
Rahmen (10) verriegelt wird, und daß das verschwenkbare Fahrbahn- oder Brückenelement
(11) bei einem Befahren in der falschen Richtung (7) nach der translatorischen Bewegung
in der falschen Fahrtrichtung (7) an dem der Lagerung abgewandten Ende (16) über die
Vorsprünge oder Anschläge (30, 31) am Fahrbahn- oder Brückenelement (11) und am Verriegelungselement
(28) entriegelt wird und nachfolgend aus der Fahrbahnebene verschwenkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrbahn- oder Brückenelement
(11) in an sich bekannter Weise entgegen der Kraft eines Gegengewichtes (25) abgesenkt
und verschwenkt wird.
3. Vorrichtung zum Verhindern eines Befahrens einer in lediglich einer Richtung zu befahrenden
Fahrbahn mit einem Fahrzeug in der falschen Richtung (7) mit einem in einem Rahmen
(10) um eine zur Fahrbahnebene im wesentlichen parallele Achse (12) schwenkbar gelagerten
Fahrbahn- oder Brükkenelement (11), welches bei einem Befahren in der richtigen Richtung
(2) in einer mit der Fahrbahnebene im wesentlichen fluchtenden Lage verriegelbar ist
und bei einem Befahren in der falschen Richtung (7) aus der Fahrbahnebene nach unten
verschwenkbar ist, wobei stufenartige Vorsprünge und/oder aus dem verschwenkten Fahrbahn-
oder Brückenelement (11) vorragende Spitzen oder Messer (34) vorgesehen sind, wobei
die Schwenkachse (12) des schwenkbaren Fahrbahn- oder Brükkenelements (11) über ein
Zwischenglied (13) um eine weitere dazu parallele und am Rahmen (10) gelagerte Achse
(14) schwenkbar gelagert ist und das der Lagerung der Schwenkachse (12) abgewandte,
einen Anschlag oder Vorsprung aufweisende Ende (16) des Fahrbahn- oder Brückenelementes
(11) mit einer am Rahmen (10) schwenkbar gelagerten Verriegelungsvorrichtung (28)
zur Verriegelung des schwenkbaren Fahrbahn- oder Brückenelementes (11) zusammenwirkt,
dadurch gekennzeichnet, daß ein dem der Lagerung abgewandten Ende (16) des Fahrbahn-
oder Brückenelementes (11) zugewandter Teilbereich der schwenkbaren Verriegelungsvorrichtung
(28) einen Anschlag oder Vorsprung (31) aufweist, welcher in Ruhelage der Vorrichtung
(6) mit dem auf dem der Lagerung abgewandten Ende (16) des Fahrbahn- oder Brückenelementes
(11) angeordneten Anschlag oder Vorsprung (30) im wesentlichen auf gleicher Höhe angeordnet
sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag oder Vorsprung
(31) an der Verriegelungsvorrichtung (28) von einer eine bombierte Oberfläche aufweisenden
Erhebung gebildet ist, und daß die Verriegelungsvorrichtung (28) bei Betätigung durch
den Anschlag oder Vorsprung (30) des Fahrbahn- oder Brückenelementes (11) aus der
Eingriffslage verschwenkbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die schwenkbare Verriegelungsvorrichtung
(28) in an sich bekannter Weise von wenigstens einem um eine zur Schwenkachse (12)
des Fahrbahn- oder Brückenelementes (11) im wesentlichen parallele Achse (32) verschwenkbaren
Hakenglied gebildet ist, welches einen weiteren Vorsprung bzw. Fortsatz (17) am der
Lagerung abgewandten Ende (16) des Fahrbahn- oder Brückenelementes (11) in der Ruhelage
des Fahrbahn- oder Brückenelementes (11) zumindest teilweise umgreift.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag oder
Vorsprung (30) am der Lagerung abgewandten Ende (16) des Fahrbahn- oder Brückenelementes
(11) mit seiner Oberkante den Scheitel des Vorsprungs oder Anschlages (31) am Verriegelungsglied
(28) geringfügig überragt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die miteinander
zusammenwirkenden Vorsprünge oder Anschläge (30, 31) am Fahrbahn- oder Brückenelement
(11) und an der Verrieglungsvorrichtung (28) mit aufeinander abgestimmten Abrollflächen
und/oder Neigungen ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das hakenartige
Verriegelungsglied (28) an seinem von der Schwenkachse (32) abgewandten Ende einen
Fortsatz (33) aufweist, welcher beim Absenken des Fahrbahn- oder Brückenelements (11)
als Führungsfläche für den Fortsatz (17) des Fahrbahn- oder Brückenelements (11) dient.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das verschwenkbare
Fahrbahn- oder Brückenelement (11) in an sich bekannter Weise wenigstens eine Reihe
von Durchtrittsöffnungen bzw. -schlitzen (27) aufweist, durch welche Spitzen oder
Messer (41) bei abgesenktem Fahrbahn- oder Brückenelement (11) vorragen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitzen
oder Messer (34, 41) in an sich bekannter Weise um eine zur Fahrbahnebene im wesentlichen
parallele Achse (35, 42) in Richtung eines Befahrens der Fahrbahn in richtiger Richtung
(2) verschwenkbar sind und insbesondere gelenkig mit einem um eine zur Schwenkachse
(35) der Messer oder Spitzen (34) parallele Achse (39) schwenkbaren Hebelelement (36)
verbunden sind, welches mit dem Fahrbahn- oder Brückenelement (11) bei einem Absenken
desselben im Sinne eines Aufrichtens der Messer oder Spitzen (34) zusammenwirkt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich
bekannter Weise eine im wesentlichen aufrechte Position der Messer oder Spitzen (34,
41) bei Befahren in der falschen Richtung (7) durch an den Spitzen oder Messern (34,
41) und an einem Support zur Lagerung derselben vorgesehene Anschläge definiert ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüch 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich
bekannter Weise in dem an das der Lagerung abgewandte Ende (16) des Fahrbahn- oder
Brükkenelementes (11) anschließenden Bereich des Rahmens (10) der Vorrichtung um wenigstens
eine zur Fahrbahnebene im wesentlichen parallele Achse (35) verschwenkbare Messer
oder Spitzen (34) vorgesehen sind, welche in Ruheposition des Fahrbahn- oder Brückenelements
(11) durch dieses abgedeckt sind und in entriegelter Stellung des Fahrbahn- oder Brükkenelementes
(11) aus der Fahrbahnebene vorragen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüch 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich
bekannter Weise das der Lagerung abgewandte Ende (16) des Fahrbahn- oder Brückenelementes
(11) mit einem am Boden des Rahmens (10) angeordneten, höhenverstellbaren Anschlag
(18) zusammenwirkt.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich
bekannter Weise das der Lagerung abgewandte Ende (16) des Fahrbahn- oder Brückenelementes
(11) mit wenigstens einem Schalter (20) zusammenwirkt, welcher mit Signal-, Alarm-
oder Sperrvorrichtungen (8, 9) gekoppelt ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich
bekannter Weise an der von der Fahrbahnebene abgewandten Seite des Fahrbahn- oder
Brükkenelementes (11) ein freies Ende (21) eines Hebelarmes (22) eines schwenkbaren
Hebels angreift, dessen anderer Hebelarm (24) ein Ausgleichsgewicht (25) trägt.