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EP 0 816 582 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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01.08.2012 Patentblatt 2012/31 |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.10.2005 Patentblatt 2005/41 |
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Anmeldetag: 03.07.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Barriere zur Behinderung von Luftkonvektion und Emission von Schadstoffen in Räume
von Gebäuden
Barrier for preventing the air convection and the emission of noxious substances in
building rooms
Barrière pour empêcher la convection par l'air et l'émission de substances toxiques
dans des pièces de bâtiments
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK FI FR LI LU NL SE |
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Priorität: |
04.07.1996 DE 29611626 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.01.1998 Patentblatt 1998/02 |
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Patentinhaber: Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung e.V. |
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80686 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Künzel, Hartwig, Dr.-Ing.
83626 Valley (DE)
- Der andere Erfinder hat auf seine Nennung verzichtet.
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Vertreter: Pfenning, Meinig & Partner GbR |
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Patent- und Rechtsanwälte
Theresienhöhe 13 80339 München 80339 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-96/33321 DE-A1- 3 030 276 DE-C- 4 218 216 GB-A- 2 236 127 US-A- 4 878 421
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DD-A1- 250 540 DE-A1- 4 326 671 DE-C2- 3 419 624 US-A- 3 445 322 US-A- 5 054 252
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- DATABASE WPI Week 9215 Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 92-120837 XP002042567
& JP 04 066 503 A (REIKO KK) , 2.März 1992
- DATABASE WPI Week 9547 Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 95-358908 XP002042568
& AU 16163 95 A (GUARDIAN PEST & WEED CONTROL SERVICES PT) , 5.Oktober 1995
- DATABASE WPI Week 6800 Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 68-33494q XP002042569
& IT 782 519 B (MONTECATINI EDISON SPA)
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Bemerkungen: |
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Die Akte enthält technische Angaben, die nach dem Eingang der Anmeldung eingereicht
wurden und die nicht in dieser Patentschrift enthalten sind. |
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Barriere für den Einsatz zur Behinderung bzw. Vermeidung
von Emission von Schadstoffen aus Bauteilen, aus Nachbarräumen, dem Erdreich oder
Grundwasser in Räume von Gebäuden, zum Einsatz beim Neubau, der Sanierung von Altbauten
und während Umbaumaßnahmen zum Schutz von aus frisch behandelten Bauteilen austretenden
Lösungsmitteln.
[0002] Es ist bisher bekannt und auch weit verbreitet üblich Maßnahmen an Gebäuden vorzusehen,
die die Diffusion von Wasserdampf reduzieren, um die jeweiligen Bauteile insbesondere
vor den durch Tauwasseranfall hervorrufbaren Feuchteschäden zu schützen.
[0003] Das Problem, daß bei bisher bekannten Ausführungen nicht oder nur unzulänglich berücksichtigt
wird, ist das Eindringen von Schadstoffen, die insbesondere gasförmig in Räume eindringen
und zu Gesundheitsschäden führen können. Solche Schadstoffe können z.B. in verwendeten
Holzschutzmitteln, anderen Anstrichstoffen enthalten sein oder auch Monomere aus Dämmplatten
aus Kunststoffen sein, die in ungeschützte Räume eindiffundieren können. Ebenso können
organische Lösungsmittel aus angrenzenden Arbeitsräumen in ungeschützte Aufenthaltsräume
eindiffundieren. Das gleiche gilt für eine Fassadenbehandlung mit Hydrophobierungsmitteln
und Festigern. Außerdem können Schadstoffe (z.B. Radon) aus dem Untergrund konvektiv
oder durch Diffusion in Räume eindringen.
[0004] So ist aus
US-A-3 445 322 ein Wasserbarrierelaminat bekannt, bei dem unter anderem eine wasserundurchlässige
Membran verwendet wird. Eine solche Membran kann aus unterschiedlichen Kunststoffen
bestehen und gegebenenfalls auch perforiert sein.
[0005] Die
US-A-4 878 421 offenbart die Verwendung einer wasserdampfdurchlässigen Polyäthylenfolie als raumseitig
angeordnete Barriere zum Schutz des Inneren von Räumen und Gebäuden vor dem Eindringen
eventuell auftretender Schadstoffemissionen.
[0006] Ausgehend hiervon, ist es Aufgabe der Erfindung, eine Barriere zu verbessern, die
in der Lage ist, unter verschiedenen Bedingungen, variabel im Einsatz, einen Schutz
des Inneren von Räumen gegen eventuell auftretende Schadstoffemissionen zu sichern.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Patentanspruch 1 genannten Merkmale
gelöst. Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich bei Verwendung
der in den untergeordneten Ansprüchen genannten Merkmale.
[0008] Die Erfindung kann neben den bereits bei den Nachteilen des Standes der Technik genannten
Einsatzzwecken auch bei Dächern oder Holzständerkonstruktionen verwendet werden.
[0009] Als Material für die Barriere, das die gewünschten Eigenschaften aufweist, werden
ein Polyamid 6, ein Polyamid 4 oder Polyamid 3 sowie Mischpolyamide, wie sie insbesondere
aus Biederbick, K.: "Kunststoffe - kurz und bündig", Vogel-Verlag, Würzburg bekannt
sind, verwendet. Diese Polyamide werden als Folien eingesetzt und weisen die geforderten
Eigenschaften in bezug auf den Schutz gegen Luftkonvektion und Schadstoffemission
immanent auf. Außerdem verfügen sie über die im Einsatz in Gebäuden erforderlichen
Festigkeiten, so daß sie ohne zusätzlichen Aufwand einsetzbar sind.
[0010] Sie können jedoch auch auf geeignete Trägermaterialien aufgebracht werden. Die Trägermaterialien
weisen dabei bevorzugt einen geringen Wasserdampfdiffusionswiderstand auf und die
geforderten Eigenschaften der erfindungsgemäßen Barriere werden im wesentlichen von
der Beschichtung bewirkt.
[0011] Als Materialien für den bzw. die Träger können beispielsweise, Folien aus Kunstfaserspinngeweben
oder Bauplatten für den Innenausbau eingesetzt werden.
[0012] Das Barrierematerial für die Folie kann dabei einseitig auf das Trägermaterial, aber
auch in besonderen Fällen zwischen zwei Trägermaterialschichten sandwichartig aufgenommen
werden. Im letzten Fall wird das Beschichtungsmaterial von beiden Seiten wirksam gegen
mechanischen Angriff geschützt und kann dadurch über einen langen Zeitraum die gewünschten
Eigenschaften garantieren. Es können auch mehrere solcher Schichtaufbauten übereinandergelegt
eingesetzt werden.
[0013] Im Falle der einseitigen Beschichtung des Trägermaterials kann diese auf der Seite
aufgebracht werden, auf der kein oder nur ein geringer Schutz gegen mechanische Beeinflussung
erforderlich ist. Die Anbringung der erfindungsgemäßen Barriere kann in diesem Fall
so erfolgen, daß das schützende Trägermaterial zur dem Raum zugewandten oder zur dem
Raum abgewandten Seite zeigt. Dies wird insbesondere bei Bauplatten für den Innenausbau
der Fall sein.
[0014] Die Polyamidfolie ist einseitig zumindest teilweise mit einem Haftvermittler versehen,
so daß eine Befestigung an Wänden bzw. Platten auf einfache Art und Weise erfolgen
kann, ohne daß zusätzliche Befestigungsmittel verwendet werden müssen, die eventuell
die Polyamidfolie punktuell verletzen und dort Möglichkeiten für das Eindringen von
Schadstoffen entstehen.
[0015] Ein bandförmige Ausbildung der Polyamidfolie ist besonders für den Einsatz zur Abdichtung
von Fugenbereichen günstig, wobei auch eine solche bandförmige Polyamidfolie mit Haftvermittler
beschichtet sein kann. Ein solches Folienband kann entlang einer Fuge angeordnet sein
und diesen besonders kritischen Bereich abdichten.
[0016] Nachfolgend soll die Erfindung beispielhaft erläutert werden.
[0017] Dabei wird die Barriere allein aus einer Folie, die aus Polyamid 6 besteht, gebildet.
Die Foliendicke liegt bevorzugt in einem Bereich von 10 bis 500 µm, ganz besonders
günstig bei einer Dicke von 50 µm. Versuche mit einer Foliendicke von 50 µm haben
unter Meßbedingungen nach DIN 52650 im trockenen Bereich bei einer mittleren relativen
Feuchte von etwa 30 % einen Wasserdampfdiffusionswiderstand (s
d-Wert) von 4,5 m und im feuchten Bereich bei einer mittleren relativen Feuchte von
ca. 70 % einen Wasserdampfdiffusionswiderstand (s
d-Wert) von 0,5 m einer diffusionsäquivalenten Luftschichtdicke ergeben.
1. Verwendung einer wasserdampfdurchlässigen Polyamidfolie aus Polyamid 3, Polyamid 4,
Polyamid 6 bzw. aus einem Mischpolyamid als raumseitig angeordnete Barriere zum Schutz
des Inneren von Räumen und Gebäuden vor dem Eindringen eventuell auftretender Schadstoffemissionen,
wobei die Polyamidfolie einseitig zumindest teilweise mit einem Haftvermittler beschichtet
ist.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Polyamidfolie eine Dicke zwischen 10 und 500 µm aufweist.
3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Polyamidfolie eine Dicke von 50 µm hat.
4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Polyamidfolie mit einem Trägermaterial verstärkt ist.
5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, durch gekennzeichnet, dass die Polyamidfolie bandförmig ausgebildet ist.
1. The use of a water-vapour permeable polyamide film of polyamide 3, polyamide 4, polyamide
6 or1 a mixed polyamide as barriers arranged in a room for protecting the interior of rooms
and buildings from the penetration of any noxious emissions which may arise, wherein
the polyamide film is at least partially coated on one side with a bonding agent
2. A use according to claim 1, characterised in that the polyamide film has a thickness of between 10 and 500 µm.
3. A use according to claims 1 or 2, characterised in that the polyamide film has a thickness of 50 µm.
4. A use according to one of claims 1 to 3, characterised in that the polyamide film is reinforced with a base material.
5. A use according to one of claims 1 to 4, characterised in that the polyamide film is constructed as a strip.
1. Utilisation d'une feuille de polyamide perméable à la vapeur d'eau, constituée de
polyamide 3, de polyamide 4, de polyamide 6 ou d'un polyamide mixte, comme barrière
placée du côté pièce pour protéger l'intérieur de pièces et de bâtiments contre la
pénétration de substances nocives éventuellement émises, dans laquelle la feuille
de polyamide est enduite au moins partiellement d'un côté d'un adhésif.
2. Utilisation selon la revendication 1, caractérisée en ce que la feuille de polyamide a une épaisseur comprise entre 10 et 500 µm.
3. Utilisation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la feuille de polyamide a une épaisseur de 50 µm.
4. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la feuille de polyamide est renforcée par un matériau de support.
5. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la feuille de polyamide est configurée sous forme de bande.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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