| (19) |
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(11) |
EP 0 817 681 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.08.1999 Patentblatt 1999/33 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.03.1996 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B05B 11/00 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9601/346 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9630/126 (03.10.1996 Gazette 1996/44) |
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| (54) |
SPENDER
DISPENSER
DISTRIBUTEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
27.03.1995 DE 29505166 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.01.1998 Patentblatt 1998/03 |
| (73) |
Patentinhaber: Josef Wischerath GmbH & Co. KG |
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50259 Pulheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- LORSCHEIDT, Willy
D-50259 Pulheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grünecker, Kinkeldey,
Stockmair & Schwanhäusser
Anwaltssozietät |
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Maximilianstrasse 58 80538 München 80538 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 443 519 EP-A- 0 461 010 EP-A- 0 565 977 WO-A-93/04940 FR-A- 2 669 243
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EP-A- 0 452 260 EP-A- 0 497 256 EP-A- 0 598 637 DE-A- 3 729 491 US-A- 3 760 986
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Spender zur gleichzeitigen Abgabe von fließfähigen,
beispielsweise flüssigen und/oder pastösen Medien mit einer Speichervorrichtung, die
mindestens zwei Speicherkammern aufweist, und mit einem im zusammengebauten Zustand
des Spenders an der Speichervorrichtung angebrachten, mit einem Applikator versehenen
Pumpkopf, wobei im Pumpkopf jeder Speicherkammer je ein Pumporgan zugeordnet ist,
und die Pumporgane über eine Betätigungsvorrichtung zum Spenden von Medium gleichzeitig
beaufschlagbar sind.
[0002] Derartige Spender eignen sich für Zwei- oder Mehrkomponentengemische, deren Bestandteile
im gemischten Zustand schlecht oder nur beschränkt aufbewahrt werden können, da beispielsweise
die Komponenten im gemischten Zustand nur für eine begrenzte Zeit miteinander reaktionsfähig
oder applizierbar sind, oder bei längerer Ruhezeit Entmischungsvorgänge auftreten.
Insbesondere bei verschieden hohen Viskositäten der einzelnen Kompenenten sind beim
Spenden an den einzelnen Pumporganen verschieden große Kräfte zur Abgabe von Medium
notwendig.
[0003] Aus der DE-A1-37 29 491 ist bereits ein Spender der eingangs genannten Art bekannt,
der eine im Horizontalquerschnitt länglich ovale Grundform besitzt. Die Betätigungsvorrichtung
des bekannten Spenders besitzt dabei ein dem Horizontalquerschnitt der Grundform angepaßtes,
hülsenförmiges und auf einer Seite verschlossenes Betätigungsorgan, das ein oberes
Ende einer Speichervorrichtung umschließt. In dem Betätigungsorgan verlaufen Ausströmkanäle
für die Gemischkomponenten, wobei die Mischung der Komponenten innerhalb des Betätigungsorganes
erfolgt. Durch Niederdrücken des Betätigungsorganes kann das Volumen zweier Pumpkammern
verringert werden, wobei die jeweiligen Komponenten in die Ausströmkanäle gedrückt
werden. Um bei dem bekannten Spender das Niederdrücken des Betätigungsorganes zu ermöglichen
und dabei einen Luftkisseneffekt zwischen dem Betätigungsorgan und der Speichervorrichtung
zu vermeiden, ist zwischen diesen beiden ein Spielraum notwendig, der auch dazu dient,
das Entstehen eines Unterdruckes zwischen Betätigungsorgan und Speichervorrichtung
zu vermeiden und einen einfachen Zusammenbau zu ermöglichen. Bei dem bekannten Spender
ist weiterhin die Auslaßöffnung an einer Breitseite des Betätigungsorgans angeordnet.
Die Betätigung erfolgt daher in der Regel durch Fingerbetätigung von der gegenüberliegenden
Breitseite. Wird die Fingerkraft nun nicht exakt zwischen den Pumpkammern aufgebracht,
resultiert hieraus ein auf das Betätigungsorgan wirkendes Kippmoment um die kürzere
Querachse des Grundformquerschnittes sowie um dessen längere Langachse. Insbesondere
beim anfänglichen Niederdrücken des Betätigungsorgans führt dies zu einer Schrägstellung
desselben, so daß anfänglich aus einer Pumpkammer mehr, aus der anderen Pumpkammer
aber weniger Medium gefördert wird. Selbst bei symmetrischer Betätigung des Betätigungsorgans
kann aufgrund von Viskositätsunterschieden der Komponenten ein Kippmoment auftreten.
Bei weiterem Niederdrücken wird je nach Dimensionierung des Zwischenraumes zwischen
Betätigungsorgan und Speichervorrichtung die Schrägstellung vermindert, so daß aus
der Pumpkammer, aus der anfänglich weniger Medium gefördert wurde, nun mehr Medium
verdrängt wird. Dies führt jedoch zu einem über die Zeit ungleichmäßigen Mischungsverhältnis
der Komponenten an der Spendermündung. Bleibt bei der völlig niedergedrückten Stellung
eine gewisse Schrägstellung des Betätigungsorgans bestehen, resultiert daraus eine
Abweichung von beabsichtigtem Mischungsverhältnis der Gesamtdosis sowie bei mehrfacher
Betätigung ein ungleichmäßiger Komponentenverbrauch aus den Speicherkammern, so daß
bei vollständiger Entleerung einer Kammer in der anderen ein Rest verbleiben kann,
der entsorgt werden muß. Um gleichartige, d.h. gleichlange und gleichvolumige Ausströmkanäle
zu erhalten, ist bei dem bekannten Spender die Auslaßöffnung an der Breitseite angeordnet.
Dies führt jedoch zu einer unbequemen Lage des Spenders in der Hand eines Benutzers.
Aufgrund des notwendigen Zwischenraumes wirkt zudem die Betätigungsvorrichtung des
bekannten Spenders für einen Benutzer als wackelig.
[0004] Ein diesem bekannten Spender ähnlicher Spender ist auch aus der EP-B1-0 243 667 bekannt,
bei der ebenfalls Kippbeweglichkeit des Betätigungsorgans und somit ungleichmäßiges
Spenden möglich ist. Bei diese bekannten Spender ist zudem ein Teil der Pumpmechanik
in der Speichervorrichtung angeordnet, so daß der Austausch der Speichervorrichtung
umständlich wird, oder ein Teil der Pumpmechanik selbst weggeworfen werden muß.
[0005] Ein weiterer Dosierpumpenspender ist aus der DE-C1-41 20 644 bekannt, bei dem im
Gegensatz zu den bereits aufgeführten bekannten Spendern die Pumporgane durch einen
Schwenkhebel betätigt werden. Dieser Schwenkhebel ist dabei am Rand des Spenders angelenkt,
wobei sich für den Verdrängungskörper des näher zur Schwenkachse gelegenen Pumporgans
eine relativ starke Krümmung der Bahn des Förderhubes ergibt. Bei diesem bekannten
Spender ist es daher notwendig, die Pumpkammern bezüglich ihres Abstandes zur Schwenkachse
mittels eines Faltenbalges flexibel zu gestalten. Die Flexibilität der Faltenbälge
begünstigt in Abhängigkeit des Strömungsgegendruckes der Ausströmkanäle und der Viskosität
der Medien unter Druckbeaufschlagung einen Aufbläheffekt, der eine präzise Einstellung
und Abstimmung eines gewünschten Mischungsverhältnisses erschwert. Zudem ist die Lebensdauer
und Dichtwirkung von Faltenbälgen unter Innendruckbelastung begrenzt, was hinsichtlich
der Wiederverwendbarkeit des Pumpkopfes ungünstig ist. Um eine starke Lageveränderung
der Auslaßöffnung dieses bekannten Spenders zu vermeiden, ist diese an der Schmalseite
des Spenders auf der Seite der Schwenkachse vorgesehen. Dies führt zu verschieden
langen Ausströmkanälen zwischen den von der Schwenkachse verschieden beabstandeten
Pumpkammern und der Auslaßöffnung, so daß insbesondere bei Inbetriebnahme des Spenders
die Front des einen Mediums früher an der Auslaßöffnung anlangt als die des anderen,
und somit zeitweilig nur eine Komponente in Reinform gespendet wird.
[0006] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, einen Spender der anfangs
genannten Art zu schaffen, der eine hohe Gleichmäßigkeit des Mischungsverhältnisses
während des gesamten Spendehubes oder auch eines Teilhubes ermöglicht und dabei eine
gute Handhabbarkeit unter optimaler Ausnutzung der gespeicherten Medien ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einem Spender der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß
neben den Pumporganen mindestens eine formschlüssige Geradführung zwischen den die
Pumpwirkung ermöglichenden, relativ zueinander bewegbaren Teilen des Pumpkopfes vorgesehen
ist, die jeweils gleitbeweglich gegeneinander abgestützte Seitenwände aufweisen und
deren Führungsrichtung parallel zu der Bewegungsrichtung der Pumporgane ist, wobei
die Geradführung im wesentlichen senkrecht zu einer Achse ist, die quer zu einer die
Pumporgane verbindenden Achse mit dieser in einer gemeinsamen Ebene verläuft.
[0008] Durch die Geradführung auf einer Querachse zu der die Pumporgane verbindenden Achse
werden die aus einer unsymmmetrischen Belastung der Betätigungsvorrichtung oder Viskositätsunterschieden
der einzelnen Komponenten resultierenden Horizontalkraftkomponenten nicht auf die
Pumporgane übertragen. Dadurch wird eine Kippbewegung um die Querachse des Pumpkopfes
wirksam unterbunden, so daß das Volumen der Pumpkammern der Pumporgane beim Spenden
gleichzeitig und in einem konstanten Verhältnis zueinander verringert wird, wodurch
sich ein über den gesamten Pumphub konstantes Mischungsverhältnis einstellt. Somit
werden die Speicherkammern gleichmäßig entleert und zu entsorgende Reste vermieden.
Die Geradführungen erhöhen zudem die Steifigkeit der Betätigungsvorrichtung und ermöglichen
weiterhin die Vermeidung eines Luftkisseneffektes beim Betätigen. Durch die erhöhte
Kippsteifigkeit der Betätigungsvorrichtung kann diese auch asymmetrisch belastet werden,
ohne die Dosiergenauigkeit und das Mischungsverhältnis zu verschlechtern bzw. zu verändern.
Dadurch wird der konstruktive Spielraum für die Ausbildung der Betätigungsvorrichtung
vergrößert, die nun leichter an ergonomisch günstige Formen angepaßt werden kann,
um eine verbesserte Griffigkeit des Spenders zu ermöglichen.
[0009] In den Unteransprüchen sind vorteilhafte und bevorzugte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen
Spenders angegeben.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die weitenmäßige Erstreckung
des Pumpkopfes in Richtung der Querachse kleiner als in Richtung der die Pumporgane
verbindenden Achse. Hieraus resultiert eine verbesserte Steifigkeit der Betätigungsvorrichtung
im Bereich der für die Dosiergenauigkeit relevanten Kippachse.
[0011] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Spenders
weist der Applikator des Pumpkopfes in Richtung einer Schmalseite desselben, wobei
ein Betätigungsabschnitt auf der dem Applikator gegenüberliegenden Schmalseite des
Pumpkopfes angeordnet ist. Dadurch wird eine ergonomisch günstige Lage des Spenders
in der Hand und somit eine gute Handhabbarkeit erzielt. Wenn der Applikator nach oben
weisend, d. h. in seiner Ausrichtung von der Standfläche des Spenders wegweisend ausgebildet
ist, können gleichvolumige Ausströmkanäle erzielt werden, so daß das Mischungsverhältnis
bereits beim ersten Spenden richtig eingestellt ist.
[0012] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Spenders sind zwei Geradführungen
gleich beabstandet von der die Pumporgane verbindenden Achse vorgesehen, wodurch eine
optimale Kräfteverteilung an den Geradführungen erzielt wird.
[0013] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist für jedes Medium ein separater
Ausströmkanal vorgesehen, der von dem jeweils zugehörigen Pumporgan zu einer am Applikator
vorgesehenen, zur Umgebung weisenden zugehörigen Auslaßöffnung führt. Dies ist insbesondere
günstig bei reaktionsfreudigen Medien oder aushärtenden Gemischen, da hierdurch ein
aufwendiges Reinigen des Pumpkopfes entfällt. Zudem kann das Mischungsverhältnis nicht
durch die Strömungsbedingungen bei der Zusammenführung der Komponenten beeinflußt
werden.
[0014] Die koaxiale Anordnung der Auslaßöffnungen der Ausströmkanäle zueinander ermöglicht
die Ummantelung eines inneren Stranges, um vorzeitige Reaktionen dieses Mediums mit
der Umgebung zu verringern oder zu verhindern.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Speichervorrichtung
als einstückiges Bauteil ausgebildet, das zwei separate Speicherkammern aufweist und
das über eine Steckverbindung lösbar und austauschbar mit dem den gesamten Pumpmechanismus
enthaltenden Pumpkopf verbunden ist. Dies ermöglicht einen leichten Austausch der
Speichervorrichtung und somit die Wiederverwendung des Pumpkopfes. Die Anordnung der
gesamten Pumpmechanik im Pumpkopf ermöglicht eine optimale Ressourcenschonung, da
keine kompliziert zu fertigenden Teile weggeworfen werden müssen. Die Speichervorrichtung
ist als einstückiges Bauteil handlich und leicht montierbar.
[0016] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist für jedes Pumporgan zwischen
dem Pumpzylinder und der Betätigungsvorrichtung eine Dichtmanschette aus flexiblem
Material vorgesehen. Diese zusätzliche Dichtung unterbindet die Mischung von aufgrund
eventueller Leckage aus den Pumpkammern austretender Medien, wodurch unerwünschte
Reaktionen in Zwischenräumen des Pumpkopfes, z. B. das Aushärten von Gemisch, zuverlässig
vermieden werden können.
[0017] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind alle Bauteile
des Spenders als Kunststoff-Spritzgußteile, vorzugsweise aus recyclingfähigem Material,
ausgebildet. Dies ermöglicht eine Wiederverwertung ausgedienter Pumpköpfe, ohne daß
diese vorher demontiert werden müssen.
[0018] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt des Spenders mit dem Pumpkopf in oberer Stellung, wobei die Speichervorrichtung
verkürzt dargestellt ist,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf das im Kopfstück eingesetzte Verteilstück ohne die Taste,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch das Kopfstück,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht des Verteilstückes,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht der Taste und des Verteilstückes bei verschwenkter Taste, und
- Fig. 6
- einen Schnitt durch den Pumpkopf eines zweiten Ausführungsbeispiels.
[0019] In Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Spenders 1 gezeigt.
Der Spender 1 setzt sich aus einer Speichervorrichtung 2 und einem Pumpkopf 3 zusammen,
die über eine Schnappverbindung miteinander verbunden sind. Der Pumpkopf 3 weist eine
Betätigungsvorrichtung 4 auf, die relativ verschiebbar zu einem Kopfstück 90 ist.
Diese Betätigungsvorrichtung 4 besitzt zwei Kolben 80, die beide an einem Adapter
70 mittels einer Schnappverbindung befestigt sind und über diesen starr miteinander
verbunden sind. Die Betätigungsvorrichtung 4 besitzt weiterhin ein Verteilstück 60,
das an dem Adapter 70 befestigt ist, sowie eine an dem Verteilstück 60 schwenkbar
gelagerte Taste 50, über die die Betätigungsvorrichtung 4 in Richtung des Kopfstückes
90 niedergedrückt werden kann.
[0020] Die Speichervorrichtung 2 weist zwei Speicherkammern 21 auf, die jeweils auf ihrer
dem Pumpkopf 3 gegenüberliegenden Seite durch Nachlaufkolben gegenüber der Umgebung
abgedichtet sind. Auf der zum Pumpkopf 3 weisenden Seite der Speichervorrichtung ist
für jede Speicherkammer 21 ein Anschlußstutzen vorgesehen, über den die Speichervorrichtung
2 an dem Kopfstück 90 mittels einer Schnapp- oder Klemmverbindung ankoppelbar ist.
Zum Fördern der in den Speicherkammern 21 enthaltenen Medien ist für jede Speicherkammer
21 ein Pumporgan vorgesehen, das jeweils durch einen Pumpzylinder 91, einen gleitbewegbar
darin geführten Kolben 80 sowie eine erste Rückschlageinrichtung 130 und eine zweite
Rückschlageinichtung 140, die in die gleiche Richtung öffnet wie die erste Rückschlageinrichtung
130, gebildet ist. Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel wird das Volumen
einer jeweils zwischen Kolben 80 und Pumpzylinder 91 gebildeten Pumpkammer durch das
Niederdrücken der Betätigungsvorrichtung 4 verringert, so daß in den Pumpkammern enthaltenes
Medium durch die ersten Rückschlageinrichtungen 130 in entsprechende Ausströmkanäle
62a, 62b gedrückt wird und über zugehörige Auslaßöffnungen 63a, 63b des Applikators
61 des Verteilstückes 60 ausströmt. Dabei bleiben die zweiten Rückschlageinrichtungen
140 geschlossen. Zur Rückstellung der Kolben 80 in ihre oberste Position, d. h. die
Stellung mit maximalem Pumpkammervolumen, ist eine Rückstellfeder 120 vorgesehen,
die zwischen dem Kopfstück 90 und dem Adapter 70 angeordnet ist. Bei der Bewegung
der Kolben 80 in Richtung ihrer obersten Stellung sind die ersten Rückschlageinheiten
130 geschlossen, während Medium aus den jeweiligen Speicherkammern 21 jeweils durch
die zweiten Rückschlageinrichtungen 140 in die entsprechenden Pumpkammern gesaugt
wird. Zur besseren Führung und Abdichtung der Kolben 80 gegenüber den Pumpzylindern
91 sind die Kolben 80 jeweils mit zwei Dichtlippenringen versehen, die an der jeweiligen
Innenwand der Pumpzylinder 91 entlanggeführt sind. In der zur Pumpkammer weisenden
Stirnseite jedes Kolbens 80 ist die erste Rückschlageinrichtung 130 angeordnet, die
einen in Fig. 1 nicht gezeigten flexiblen Schließkörper besitzt, der gegen einen am
Kolben 80 angeordneten Sitz schließt. Die zweiten Rückschlageinrichtungen 140 sind
in der dem jeweiligen Kolben 80 gegenüberliegenden Stirnwand der Pumpkammer angeordnet.
Dabei ist der Sitz einstückig mit dem Kopfstück 90 ausgebildet, gegen den jeweils
ein ebenfalls in Fig. 1 nicht gezeigter, flexibler Schließkörper, der eine einfache
Klappe sein kann, schließt. Üblicherweise sind die Schließkörper aus Elastomermaterial
hergestellt. Für Mehrkomponentengemische, die sehr aggresive Komponenten enthalten,
sind die Schließkörper zur Gewährleistung einer guten Dichtfunktion aus einem harten,
widerstandsfähigen Werkstoff hergestellt.
[0021] Neben den bereits erwähnten Bauteilen besitzt der Spender des ersten Ausführungsbeispieles
weiterhin eine Stütze 160, die im zusammengebauten Zustand des Spenders 1 mit dem
Kopfstück 90 verbunden ist. Die Stütze 160 ist bodenseitig, d. h. auf der dem Pumpkopf
3 gegenüberliegenden Seite der Speichervorrichtung 2 mit einem sich erweiternden Fuß
versehen, um die Standstabilität des Spenders 1 zu erhöhen. Die Stütze 160 ist als
ein die Speichervorrichtung 2 umgebender, hülsenförmiger Körper ausgebildet, der an
seinen Schmalseiten mit vom Boden bis nahe dem Kopfstück 90 verlaufenden Öffnungen
versehen ist, um ein einfaches Austauschen der Speichervorrichtung 2 zu ermöglichen.
Auf der der Stütze 160 gegenüberliegenden Seite des Kopfstückes 90 ist eine Schürze
100 an dem Kopfstück 90 befestigt, die die beweglichen Teile der Betätigungsvorrichtung
4 verblendet. Die Schürze 100 besitzt zudem einen Ringabsatz zur Anbringung einer
den Pumpkopf 3 umschließenden Kappe.
[0022] Die Speichervorrichtung 2 wie auch der Pumpkopf besitzen im Horizontalquerschnitt
eine im wesentlichen längliche, bevorzugt ovalartige Grundform. Die Speichervorrichtung
2, das Kopfstück 90 sowie die Pumporgane sind bezüglich der kurzen Querachse der länglichen
Grundform symmetrisch nebeneinander angeordnet. Die Bewegungsrichtung der Pumporgane
verläuft dabei senkrecht zu einer Horizontalquerschnittsebene. Die in Richtung der
Bewegungsrichtung der Betätigungsvorrichtung verlaufenden Mittelachsen M der Pumporgane
stehen auf einer Langachse, die in der Horizontalquerschnittsebene quer zu der Querachse
Q verläuft. Somit ist die weitenmäßige Erstreckung des Spenders 1 und insbesondere
des Pumpkopfes 3 in Richtung der Querachse Q kleiner als in Richtung der die Pumporgane
verbindenden Langachse L. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die
weitenmäßige Erstreckung des Spenders in Richtung der Querachse Q und der Langachse
L gleich groß sein.
[0023] Um eine gute Handhabbarkeit des Spenders 1 zu ermöglichen, ist ein Betätigungsabschnitt
51 an einer Schmalseite des Pumpkopfes 3 vorgesehen, wobei der Applikator 61 mit den
Auslaßöffnungen 63a, 63b an der gegenüberliegenden Schmalseite des Pumpkopfes 3 angeordnet
ist. Diese Anordnung ermöglicht ein bequemeres Greifen und Betätigen des Spenders
im Vergleich zu Spendern, bei denen der Betätigungsabschnitt und der Applikator jeweils
an der Breitseite eines Pumpkopfes angebracht sind.
[0024] Das Verteilstück 60 ist, wie in Fig. 2 und 4 gezeigt, an Randabschnitten 64 an seinen
Breitseiten mit in Richtung des Kopfstückes 90 weisenden, paßfederartigen Vorsprüngen
65 versehen, die unter einem zum Adapter 70 weisenden glockenartigen Abschnitt des
Verteilstückes 60 hervorstehen. Dabei verläuft ihre Haupterstreckungsrichtung parallel
zu den Mittelachsen M der Pumporgane. Die paßfederartigen Vorsprünge 65 überlappen
den glockenartigen Abschnitt des Verteilstückes 60 und stehen an dessen Außenseite
auch in Querrichtung vor. Dabei ist das zur Taste 50 weisende obere Ende 66 der paßfederartigen
Vorsprünge 65 bogenförmig gestaltet, um einen Teil eines Schwenklagers für die Taste
50 zu bilden. Jeder paßfederartige Vorsprung 65 ist gleitbeweglich in einer an dem
Kopfstück 90 vorgesehenen Nut 95 aufgenommen, die parallel zu den Mittelachsen M der
Pumporgane auf der Innenseite des Außenrandes 92 des Kopfstückes 90 verläuft. Dabei
sind die in Richtung der Langachse L weisenden Seiten der paßfederartigen Vorsprünge
65 an den Seitenwänden der jeweiligen Nuten 95 abgestützt. Die paßfederartigen Vorsprünge
65 sind in Richtung der Querachse Q jeweils mit einem Absatz 69 versehen, der, wie
in Fig. 2 gezeigt, in der oberen Stellung der Kolben 80 gegen in den Nuten 95 vorgesehene
Vorsprünge 99 anliegt, um eine weitere Aufwärtsbewegung der Betätigungsvorrichtung
4 über die oberste Position hinaus zu verhindern. Da bei dem erfindungsgemäßen Spender
1 selbst in der obersten Stellung die Betätigungsvorrichtung 4 über den paßfederartigen
Vorsprung 65 eine relativ große Führungslänge besitzt, ist bereits beim Beginn des
Niederdrückens der Betätigungsvorrichtung 4 eine Verringerung des Volumens der Pumpkammern
in einem sehr genau definierten Verhältnis zueinander möglich, so daß eine vorbestimmtes
Mischungsverhältnis der Kompenenten aus den verschiedenen Speicherkammern 21 mit großer
Genauigkeit eingehalten werden kann. Auch in der völlig niedergedrückten Stellung
der Betätigungsvorrichtung 4 befindet sich jeder paßfederartige Vorsprung 65 mit der
entsprechenden Nut 95 in Eingriff. Dadurch bleibt das Mischungsverhältnis der Komponenten
über den gesamten Hub der Betätigungsvorrichtung 4 erhalten, so daß bei entsprechender
Dimensionierung der Speicherkammer 21 im gleichen Verhältnis zu dem Verhältnis des
Verdrängungsvolumens der Pumpkammern eine gleichzeitige vollständige Entleerung der
Speicherkammern 21 erreicht werden kann und nicht in einer der Kammern aufgrund von
Dosierungenauigkeiten infolge Schrägstellung der Betätigungsvorrichtung 4 ein Rest
verbleibt. Aufgrund der relativ hohen Steifigkeit der Pumporgane der Geradebewegung
der Kolben 80 kann das Verdrängungsvolumen der Pumporgane einfach und im voraus genau
abgestimmt werden. Viskositätsunterschiede der einzelnen Medien fallen daher bei Einstellung
eines exakten Mischungsverhältnisses nicht ins Gewicht. Im ersten Ausführungsbeispiel
ist ein Spender gezeigt, bei dem die Pumporgane und zugehörigen Speicherkammern 21
spiegelsymmetrisch bezüglich der Querachse Q nebeneinander angeordnet sind. Hierdurch
ergibt sich bei dem Spender nach Fig. 1 ein Mischungsverhältnis von 1 : 1. Wenn andere
Mischungsverhältnisse gewünscht werden, können die Verdrängungsvolumina und die Speicherkammern
21 in diesem Verhältnis zueinander unter Abweichung von einer symmetrischen Bauform
dimensioniert werden.
[0025] Neben der Einschränkung der Anzahl der Kippachsen führen die auf der kurzen Querachse
Q im wesentlichen senkrecht angeordneten Geradführungen zu einer erhöhten Steifigkeit
der Betätigungsvorrichtung 4. In Fig. 1 ist weiterhin im Schnittpunkt der Querachse
Q und der Langachse L eine zusätzliche Geradführung in paralleler Ausrichtung zu den
Mittelachsen M vorgesehen, die durch eine in Fig. 3 gezeigte hohlzylinderartige Hervorwölbung
96 des Kopfstückes 90 und einen in seinem Innendurchmesser entsprechend angepaßten
und von dem Adapter 70 in Richtung des Kopfstückes 90 hervorstehenden Hohlzylinderabschnitt
76 gebildet ist. Hierdurch kann die Steifigkeit der Betätigungsvorrichtung sowie die
Genauigkeit der Geradführung noch gesteigert werden. Gleichzeitig kann diese Zylinderanordnung
als Führung und Zentrierung für die Rückstellfeder 120 dienen. Zur Vermeidung der
Bildung eines Luftpolsters können an der Hervorwölbung 96 und/oder dem Hohlzylinderabschnitt
76 Nuten oder Durchbrechungen vorgesehen sein.
[0026] Bei dem in Fig. 1 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel ist das Betätigungsorgan 4
aus fertigungstechnischen Gründen durch mehrere Bauteile gebildet. Die paßfederartigen
Vorsprünge 65 sind dabei an dem Verteilstück 60 vorgesehen. Das Verteilstück 60 ist
mittels der Absätze 69 und der Vorsprünge 99 an dem Kopfstück 90 gegen ein Abheben
von dem Adapter 70 gesichert. Bei einer anderen, nicht gezeigten Ausführungsform können
die nut-/federartigen Geradführungen auch an dem Adapter 70 selbst angebracht sein.
In weiteren Ausführungsformen können Teile des Adapters 70 und des Verteilstückes
60 einstückig miteinander ausgebildet sein. Grundsätzlich ist es auch möglich, die
Kinematik eines bewegten Kolbens und eines feststehenden Pumpzylinders umzukehren,
solange Geradführungen auf einer zu der die Pumporgane verbindenden Achse querliegenden
Querachse Q vorgesehen sind. In dem ersten Ausführungsbeispiel ist das Verteilstück
60 über seinen glockenartigen Abschnitt an dem Adapter 70 befestigt.
[0027] Die Ausströmkanäle 62a, 62b verlaufen von den ersten Rückschlageinrichtungen 130
durch den Adapter 70 und das Verteilstück 60 zu den an einem schräg nach oben weisenden
Ende des Applikators 61 vorgesehenen Auslaßöffnungen 63a, 63b. Die Ausströmkanäle
62a, 62b sind dabei im Bereich der Auslaßöffnungen 63a, 63b konzentrisch zueinander
angeordnet. Hierdurch wird ermöglicht, bei entsprechender Viskosität der Komponenten
einen Strang einer ersten Komponente mit einer zweiten zu ummanteln, beispielsweise,
um die im Zentrum des Gemischstranges liegende Komponente vor vorzeitiger Reaktion
mit der Umgebung zu schützen. Die Getrenntführung der einzelnen Komponenten bis zu
den Auslaßöffnungen 63a, 63b ermöglicht zudem die Einhaltung eines exakten Mischungsverhältnisses
beim Spenden. Vorzugsweise sind die Volumina der Ausströmkanäle 62a, 62b gleich bemessen,
so daß bereits beim erstmaligen Spenden die Fronten der zu spendenden Medien gleichzeitig
an den Auslaßöffnungen ankommen. Zur Vermeidung des Herauslaufens insbesondere flüssiger
und kriechfähiger Medien besitzt die Ausrichtung des Applikators 61 eine von der Standfläche
des Spenders 1 wegweisende Richtungskomponente. Diese Ausrichtung des Applikators
61 besitzt zudem gegenüber im wesentlichen horizontal orientierten Auslaßöffnungen
den Vorteil einer bequemeren Handhabbarkeit des Spenders und verhindert besser ein
Benetzen der Hand eines Benutzers mit Medium.
[0028] An den oberen Enden 66 der paßfederartigen Vorsprünge 65 des Verteilstückes 60 ist
eine Taste 50 über jeweils eine V-artige Vertiefung 53 schwenkbar gelagert. Die Taste
50 besitzt eine glockenartige Grundform, von der entsprechend der Neigung des Applikators
61 ein kanalartiger Abschnitt hervorsteht, an dessen oberen Ende ein Abscherabschnitt
52 vorgesehen ist. In der unverschwenkten Stellung der Taste 50 verschließt dieser
Abscherabschnitt 52 die Auslaßöffnungen 63a, 63b des Applikators 61. Auf der dem Applikator
61 gegenüberliegenden Schmalseite besitzt die Taste 50 einen Betätigungsabschnitt
51, der sich im wesentlichen horizontal erstreckt. Durch Kraftbeaufschlagung des Betätigungsabschnittes
51 schwenkt die Taste 50 um die durch die V-artigen Vertiefungen 53 und die oberen
Enden 66 des Verteilstückes 60 gebildeten Schwenklager, bis ein Anschlag, im ersten
Ausführungsbeispiel die Außenwand des von dem Kopfstück 90 hervorstehenden Pumpzylinders
91, eine Weiterbewegung begrenzt. Bei der Schwenkbewegung werden gleichzeitig die
Auslaßöffnungen 63a, 63b des Applikators 61 freigegeben. Um ein Abheben der Taste
50 zu verhindern, sind an dieser sowie an der Schürze 100 Eingriffsvorsprünge vorgesehen.
Auf der Seite des Applikators 61 ist die Schürze 100 hochgezogen und mit Anlenkvorsprüngen
104 versehen, gegen deren zur Bodenseite weisenden Unterseite jeweils Anlageabschnitte
54 der Taste 50 anliegen. Beim Niederdrücken der Taste 50 über den Betätigungsabschnitt
51 bleiben diese Anlageabschnitte 54 mit den Anlenkvorsprüngen 104 in Berührung. Bei
Loslassen der Taste 50 drückt die Rückstellfeder 120 die Betätigungsvorrichtung 4
in die obere Stellung, wobei einerseits das Schwenklager 53, 66 der Taste 50 nach
oben verschoben wird und gleichzeitig durch die Anlenkung der Taste 50 an den Anlenkvorsprüngen
104 ein Zurückschwenken der Taste 50 erfolgt, so daß die Auslaßöffnungen 63a, 63b
des Applikators 61 selbststätig durch den Abscherabschnitt 52 verschlossen werden.
Bei der Schließbewegung des Abscherabschnittes 52 wird noch eventuell am Applikator
anhaftendes Medium abgeschert.
[0029] Ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 6 gezeigt. Bei dieser zweiten
Ausführungsform sind jeweils zwischen dem Pumpzylinder 91 und der Betätigungsvorrichtung
4 Dichtmanschetten 110 vorgesehen. Die Dichtmanschetten 110 verhindern zuverlässig
eine Reaktion durch eventuelle Leckage aus den Pumpkammern austretender Medien in
dem Zwischenraum zwischen dem Kopfstück 90 und der Betätigungsvorrichtung 4, die insbesondere
bei aushärtenden Gemischen zu einer Blockade des Pumpkopfes 3 führen könnte. Durch
die Dichtmanschetten 110 können zudem in einem gewissen Maße Verzugs- bzw. Fluchtungsfehler
zwischen den Pumpzylindern 91 und den mit dem Adapter 70 bzw. Verteilstück 60 verbundenen
Kolben 80 ausgeglichen werden. In dem in Fig. 6 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel
sind die Dichtmanschetten 110 als im wesentlichen rotationssymmetrische, flexible
Körper ausgebildet, die zwischen dem in Richtung der Betätigungsvorrichtung Rand 93
des jeweiligen Pumpzylinders 91 und dem Adapter 70 angebracht sind. Bei entsprechender
Dimensionierung und Materialauswahl können die Dichtmanschetten 110 gleichzeitig die
Funktion der Rückstellfeder 120 übernehmen. Sofern auf eine aus Metall gefertigte
Rückstellfeder 120 verzichtet wird, können dann alle Bauteile aus recycelbarem Kunststoff,
insbesondere als Kunststoff-Spritzgußteile, hergestellt werden, so daß bei Wiederverwertung
des Pumpkopfes 3 eine Demontage entfällt.
[0030] In der zweiten Ausführungsform sind die Rückschlageinrichtungen 130, 140 jedes Pumporganes
als Rückschlagventile 150 ausgebildet. Jedes in Fig. 6 gezeigte Rückschlagventil 150
besitzt einen zur Speichervorrichtung 2 weisenden Federabschnitt 151, der gegen die
zur Speichervorrichtung 2 weisende Seite des Kopfstückes 90 abgestützt ist. Der Federabschnitt
151 weist eine Vielzahl sich von einem Zentralstift 152 weg erstreckender Federarme
auf, zwischen denen jeweils lichte Bereiche vorgesehen sind, um ein Durchströmen von
Medium zu ermöglichen. Mit dem Zentralstift 152 ist ein Dichtteller 153 verbunden,
der mit seiner entgegen der Förderrichtung von Medium weisenden Seite gegen einen
Ventilsitz am Kopfstück 90 anliegt und mittels des Federabschnittes 151 aufgrund der
Elastizität der Federarme gegen diesen vorgespannt ist, um ein sicheres Dichten zu
gewährleisten und ein schnelles und selbsttätiges Schließen des Ventils 150 bei Beendigung
der Bewegung des Kolbens 80 zu ermöglichen. Beim öffnen des Ventils 150 wird der Zentralstift
152 und somit der Dichtteller 153 in Förderrichtung von Medium bewegt, wobei die Spannung
im Federabschnitt 151 ansteigt und bei Beendigung der Kolbenbewegung die Rückstellung
des Dichttellers 153 bewirkt. In dem gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel ist der
Dichtteller 153 als separates Teil ausgebildet, das einen hülsenartigen Abschnitt
154 aufweist und über diesen mittels einer Schnappverbindung auf den mit dem Federabschnitt
151 einstückig ausgebildeten Zentralstift 152 aufgesteckt ist. Hierdurch ist es möglich,
die beiden Teile 151 und 153 aus unterschiedlichem Werkstoff herzustellen. Insbesondere
kann der Federabschnitt 151 und der Dichtteller 153 aus hartem, widerstandsfähigen
Werkstoff ausgeführt werden, um bei aggresiven Medien einen durch Strömungseffekte
herrührenden Verschleiß der Rückschlageinrichtung gering zu halten. Die in Verbindung
mit Fig. 6 beschriebenen Rückschlagventile können auch andersweitig als Rückschlagventile
eingesetzt werden.
1. Spender zur gleichzeitigen Abgabe von fließfähigen, beispielsweise flüssigen und/oder
pastösen Medien mit einer Speichervorrichtung (2), die mindestens zwei Speicherkammern
(21) aufweist, und mit einem im zusammengebauten Zustand des Spenders an der Speichervorrichtung
(2) angebrachten, mit einem Applikator (61) versehenen Pumpkopf (3), wobei im Pumpkopf
(3) jeder Speicherkammer (21) je ein Pumporgan (8, 130, 91, 140) zugeordnet ist, und
die Pumporgane über eine Betätigungsvorrichtung (4) zum Spenden von Medium gleichzeitig
beaufschlagbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß neben den Pumporganen mindestens eine formschlüssige Geradführung (65, 95; 76,
96) zwischen den die Pumpwirkung ermöglichenden, relativ zueinander bewegbaren Teilen
des Pumpkopfes (3) vorgesehen ist, die jeweils gleitbeweglich gegeneinander abgestützte
Seitenwände aufweisen und deren Führungsrichtung parallel zu der Bewegungsrichtung
der Pumporgane ist, wobei die Geradführung im wesentlichen senkrecht zu einer Achse
(Q) ist, die quer zu einer die Pumporgane verbindenden Achse (L) mit dieser in einer
gemeinsamen Ebene verläuft.
2. Spender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die weitenmäßige Erstreckung des Spenders in Richtung der Querachse (Q) kleiner
ist als in Richtung der die Pumporgane verbindenden Achse (Langachse) (L).
3. Spender nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Applikator (61) des Pumpkopfes (3) in Richtung einer Schmalseite des Pumpkopfes
(3) weist und ein Betätigungsabschnitt (51) an dem Pumpkopf (3) vorgesehen ist, der
auf der dem Applikator (61) gegenüberliegenden Schmalseite des Pumpkopfes (3) liegt.
4. Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Geradführung (65, 95; 76, 96) äquidistant zu den Mittelachsen (M) der Pumporgane
(8, 130, 91, 140) angeordnet ist.
5. Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei formschlüssige Geradführungen (65,95) gleich beabstandet von der die Pumporgane
verbindenden Achse (L) vorgesehen sind.
6. Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Schnittpunkt der Querachse (Q) mit der die Pumporgane verbindenden Achse
(L) eine formschlüssige Geradeführung (76, 96) vorgesehen ist.
7. Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Geradführungen (65, 95; 76, 96) durch eine Nut/Feder-Verbindung
gebildet ist.
8. Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Pumpkopf (3) für jedes Medium ein Auströmkanal (62a, b) vorgesehen ist,
der jeweils von dem zugehörigen Pumporgan zu einer am Applikator (61) vorgesehenen,
zur Umgebung weisenden, zugehörigen Auslaßöffnung (63a, b) führt.
9. Spender nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßöffnungen (63a, b) koaxial zueinander angeordnet sind.
10. Spender nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Volumen der Ausströmkanäle (62a, b) zwischen dem jeweiligen Pumporgan und
der jeweiligen Auslaßöffnung (63a, b) gleich ist.
11. Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichervorrichtung (2) als einstückiges Bauteil ausgebildet ist, das zwei
separate Speicherkammern (21) aufweist, und das über eine Steckverbindung lösbar und
austauschbar mit dem, den gesamten Pumpmechanismus enthaltenden Pumpkopf (3) verbunden
ist.
12. Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Pumpfkopf (3) ein Kopfstück (90) aufweist, an dem die Speichervorrichtung
(2) ankoppelbar ist und zu jeder Speicherkammer (21) einen Pumpzylinder (91) besitzt,
wobei in jedem Pumpzylinder (91) eine von der jeweiligen Speicherkammer (21) weg öffnende
erste Rückschlageinrichtung (130) vorgesehen ist und in jedem Pumpzylinder (91) ein
Kolben (80) gleitbewegbar angeordnet ist, wobei in dem Kolben (80) eine zweite Rückschlageinrichtung
(140) vorgesehen ist, aie zum jeweiligen Ausströmkanal (62a, b) hin öffnet.
13. Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsvorrichtung (4) einen Adapter (70) aufweist, über den die Kolben
(80) starr miteinander verbunden sind, und ein an dem Adapter (70) vorgesehenes Verteilstück
(60), durch das sich die Ausströmkanäle (62a, b) erstrecken, wobei an den Breitseiten
des Pumpkopfes (3) jeweils zwischen dem Verteilstück (60) und/oder Adapter (70) einerseits
und dem Kopfstück (90) andererseits Geradführungen (65, 95) parallel zu der Bewegungsrichtung
der Kolben (80) vorgesehen sind.
14. Spender nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß an Randabschnitten (64) an den Breitseiten des Verteilstückes (60) und/oder
Adapters (70) jeweils ein paßfederartiger Vorsprung (65) vorgesehen ist, der sich
im eingebauten Zustand in Richtung des Kopfstückes (90) parallel zur Bewegungsrichtung
der Kolben (80) erstreckt und jeweils in auf der Innenseite am Außenrand (92) des
Kopfstückes (90) vorgesehenen Nuten (95) gleitbewegbar gelagert ist, wobei die paßfederartigen
Vorsprünge (65) jeweils mit ihren in die Richtung der Langachse (L) weisenden Flanken
in den Nuten (95) abgestützt sind.
15. Spender nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die im Schnittpunkt von Querachse (Q) und Langachse (L) angeordnete Geradführung
aus einer am Kopfstück (90) ausgebildeten, zylinderförmigen Hervorwölbung (96) und
einem damit gleitbeweglich in Eingriff stehenden, an der Betätigunsvorrichtung (4)
vorgesehenen Holzylinderabschnitt (76) gebildet ist.
16. Spender nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß für jedes Pumporgang zwischen einem zum Adapter (70) weisenden Wandabschnitt
(93) des Pumpzylinders (91) und dem Adapter (70) eine ringartige, flexible Dichtmanschette
(110) angeordnet ist.
17. Spender nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtmanschetten (110) als Rückstellelemente für die Kolben (80) ausgebildet
sind, und allein oder in Zusammenwirkung mit einer weiteren, zwischen Betätigungsvorrichtung
(4) und Kopfstück (90) angeordneten Rückstellfeder (120) die Rückstellung der Kolben
(80) bewirken.
18. Spender nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß in kinematischer Umkehrung des Pumporgans der Kolben (80) am Kopfstück (90),
und der Pumpzylinder (91) am Adapter (70) angebracht ist.
19. Spender nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsvorrichtung (4) eine Taste (50) aufweist, an der der Betätigungsabschnitt
(51) vorgesehen ist und die schwenkbar an dem Verteilstuck (60) und/oder dem Adapter
(70) gelagert ist und einen Abscherabschnitt (52) aufweist, der in unverschwenktem
Zustand der Taste (50) die Auslaßöffnungen (63a,b) des Applikators (61) verschließt
und diese im verschwenkten Zustand freigibt.
20. Spender nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Taste (50) weisenden Enden (66) der paßfederartigen Vorsprünge (65)
des Verteilstückes (60) und/oder Adapters (70) bogenartig zur Querachse (Q) ausgebildet
sind und an V-artigen Vertiefungen (53) der Taste (50) gelagert sind.
21. Spender nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß alle Bauteile ausgenommen der Rückstellfeder (120), sofern vorhanden, als Kunststoffspritzgußteile
ausgebildet sind.
22. Spender nach einem der Ansprüche 12 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder beide Rückschlageinheiten (130,140) als Ventile (150) ausgeführt sind,
wobei jedes Ventil (150) einen Dichtteller (153) aufweist, der im eingebauten Zustand
durch einen mit dem Dichtteller (153) verbundenen Federabschnitt (151) gegen einen
Ventilsitz vorgespannt ist.
23. Spender nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (150) einen Zentralstift (152) aufweist, an dessen einem Ende der
Federabschnitt (153) vorgesehen ist, der mehrere sich radial von dem Zentralstift
weg erstreckende federelastische Federarme aufweist, die jeweils mit ihrem radial
außen liegenden Ende gegen das Kopfstück (90) abgestützt sind, wobei der Dichtteller
(153) einen hülsenartigen Abschnitt (154) aufweist, über den der Dichtteller (153)
mit dem Zentralstift (152) verbunden ist.
1. Dispenser for the simultaneous delivery of free-flowing, for example liquid and/or
pasty, media, having a storage device (2), which has at least two storage chambers
(21), and a pumping head (3) attached to the storage device (2) in the assembled state
of the dispenser and provided with an applicator (61), in which case one pumping member
(8, 130, 91, 140) each is assigned in the pumping head (3) to each storage chamber
(21)), and the pumping members can be acted upon simultaneously via an actuating device
(4) for the dispensing of medium, characterized in that, in addition to the pumping
members, at least one positive rectilinear guide (65, 95; 76, 96) is provided between
the parts of the pumping head (3) which permit the pumping action and are movable
relative to one another, which rectilinear guides (65, 95; 76, 96) in each case have
side walls supported against one another in a slidable manner and their guide direction
is parallel to the direction of movement of the pumping members, the rectilinear guide
being essentially perpendicular to an axis (Q), which runs transversely to an axis
(L) in a common plane with the latter, the axis (L) connecting the pumping members.
2. Dispenser according to Claim 1, characterized in that the breadth of the dispenser
in the direction of the transverse axis (Q) is less than in the direction of the axis
(longitudinal axis) (L) connecting the pumping members.
3. Dispenser according to Claim 1 or 2, characterized in that the applicator (61) of
the pumping head (3) points in the direction of a narrow side of the pumping head
(3), and an actuating section (51) is provided on the pumping head (3), which actuating
section (51) lies on the narrow side of the pumping head (3) opposite the applicator
(61).
4. Dispenser according to one of Claims 1 to 3, characterized in that each rectilinear
guide (65, 95; 76, 96) is arranged so as to be equidistant from the centre axes (M)
of the pumping members (8, 130, 91, 140).
5. Dispenser according to one of Claims 1 to 4, characterized in that two positive rectilinear
guides (65, 95) are provided so as to equispaced relative to the axis (L) connecting
the pumping members.
6. Dispenser according to one of Claims 1 to 5, characterized in that a positive recilinear
guide (76, 96) is provided at the intersection between the transverse axis (Q) and
the axis (L) connecting the pumping members.
7. Dispenser according to one of Claims 1 to 6, characterized in that at least one of
the rectilinear guides (65, 95; 76, 96) is formed by a key/slot connection.
8. Dispenser according to one of Claims 1 to 7, characterized in that an outflow passage
(62a, b) is provided in the pumping head (3) for each medium, which outflow passage
(62a, b) leads in each case from the associated pumping member to an associated outlet
opening (63a, b) provided at the applicator (61) and pointing towards the ambient.
9. Dispenser according to Claim 8, characterized in that the outlet openings (63a, b)
are arranged coaxially to one another.
10. Dispenser according to either of Claims 8 or 9, characterized in that the volume of
the outflow passages (62a, b) between the respective pumping member and the respective
outlet opening (62a, b) is the same.
11. Dispenser according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the storage device
(2) is designed as a one-piece component, which has two separate storage chambers
(21) and, via a push-in connection, is detachably and interchangeably connected to
the pumping head (3) containing the entire pumping mechanism.
12. Dispenser according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the pumping head
(3) has a head piece (90), to which the storage device (2) can be coupled and which
has a pumping cylinder (91) for each storage chamber (21), a first non-return device
(130), which opens away from the respective storage chamber (21), being provided in
each pumping cylinder (91), and a piston (80) being arranged in a slidable manner
in each pumping cylinder (91), a second non-return device (140), which opens towards
the respective outflow passage (62a, b), being provided in the piston (80).
13. Dispenser according to one of Claims 1 to 12, characterized in that the actuating
device (4) has an adaptor (70), via which the pistons (80) are rigidly connected to
one another, and a distribution piece (60), which is provided on the adaptor (70)
and through which the outflow passages (62a, b) extend, rectilinear guides (65, 95)
being provided on the wide sides of the pumping head (3) parallel to the direction
of movement of the pistons (80) in each case between the distribution piece (60) and/or
adaptor (70) on the one hand and the head piece (90) on the other hand.
14. Dispenser according to Claim 13, characterized in that in each case a feather-key-like
projection (65) is provided on marginal sections (64) on the wide sides of the distribution
piece (60) and/or adaptor (70), which feather-key-like projection (65), in the fitted
state, extends in the direction of the head piece (90) parallel to the direction of
movement of the pistons (80) and is in each case mounted in a slidable manner in slots
(95) provided on the inside at the outer margin (92) of the head piece (90), the feather-key-like
projections (65) being supported in the slots (95) in each case with their flanks
pointing in the direction of the longitudinal axis (L).
15. Dispenser according to one of Claims 6 to 14, characterized in that the rectilinear
guide arranged at the intersection between transverse axis (Q) and longitudinal axis
(L) is formed from a cylindrical salient crown (96), formed on the head piece (90),
and a hollow-cylindrical section (76) in engagement with the salient crown (96) in
a slidable manner and provided on the actuating device (4).
16. Dispenser according to one of Claims 13 to 15, characterized in that, for each pumping
member, a ring-like, flexible sealing collar (110) is arranged between a wall section
(93), pointing towards the adaptor (70), of the pumping cylinder (91) and the adaptor
(70).
17. Dispenser according to Claim 16, characterized in that the sealing collars (110) are
designed as resetting elements for the pistons (80) and effect the resetting of the
pistons (80) on their own or in interaction with a further resetting spring (120)
arranged between actuating device (4) and head piece (90).
18. Dispenser according to one of Claims 13 to 17, characterized in that, in a kinematic
reversal of the pumping member, the piston (80) is attached to the head piece (90)
and the pumping cylinder (91) is attached to the adaptor (70).
19. Dispenser according to one of Claims 13 to 18, characterized in that the actuating
device (4) has a button (50), on which the actuating section (51) is provided and
which is pivotably mounted on the distribution piece (60) and/or the adaptor (70)
and has a shearing section (52), which closes the outlet openings (63a, b) of the
applicator (61) in the non-pivoted state of the button (50) and opens the outlet openings
(63a, b) in the pivoted state.
20. Dispenser according to Claim 19, characterized in that those ends (66) of the feather-key-like
projections (65) of the distribution piece (60) and/or adaptor (70) which point towards
the button (50) are of arc-like design relative to the transverse axis (Q) and are
mounted in V-like recesses (53) of the button (50).
21. Dispenser according to one of Claims 1 to 20, characterized in that all the components,
except for the resetting spring (120), if present, are designed as plastic injection
mouldings.
22. Dispenser according to one of Claims 12 to 21, characterized in that one or both non-return
units (130, 140) are designed as valves (150), each valve (150) having a sealing disc
(153), which in the fitted state is prestressed against a valve seat by a spring section
(151) connected to the sealing disc (153).
23. Dispenser according to Claim 22, characterized in that the valve (150) has a central
pin (152), on one end of which the spring section (151) is provided, and this spring
section (151) has a plurality of flexible spring arms, which project radially away
from the central pin and are each supported with their radially outer end against
the head piece (90), the sealing disc (153) having a sleeve-like section (154), via
which the sealing disc (153) is connected to the central pin (152).
1. Distributeur destiné à fournir simultanément des produits fluides, par exemple liquides
et/ou pâteux comportant un dispositif de réservoir (2) qui présente au moins deux
chambres de réservoir (21), et comportant une tête de pompe (3) munie d'un applicateur
(61), montée à l'état assemblé du distributeur sur le dispositif de réservoir (2),
un organe de pompage (8, 130,91,140) étant respectivement attribué dans la tête de
pompe (3) à chaque chambre de réservoir (21), et les organes de pompage pouvant être
sollicités simultanément par l'intermédiaire d'un dispositif d'actionnement (4) pour
fournir du produit, caractérisé en ce qu'il est prévu près des organes de pompage
au moins un guidage droit (65, 95 ; 76, 96) à complémentarité de forme entre les pièces
de la tête de pompe (3) mobiles relativement les unes aux autres, permettant l'effet
de pompage, lesquelles présentent respectivement des parois latérales s'appuyant en
coulissant l'une contre l'autre, et dont le sens de guidage est parallèle au sens
de déplacement des organes de pompage, le guidage droit étant sensiblement perpendiculaire
à un axe (Q) s'étendant transversalement par rapport à un axe (L) reliant les organes
de pompage et dans un plan commun avec celui-ci.
2. Distributeur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'extension en largeur
du distributeur dans la direction de l'axe transversal (Q) est plus petite que dans
la direction de l'axe reliant les organes de pompage (axe longitudinal) (L).
3. Distributeur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'applicateur (61)
de la tête de pompe (3) est orienté dans la direction d'un petit côté de la tête de
pompe (3) et en ce qu'il est prévu sur la tête de pompe (3) une section d'actionnement
(51) qui repose sur le petit côté opposé à l'applicateur (61) de la tête de pompe
(3).
4. Distributeur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que chaque guidage
droit (65, 95 ; 76, 96) est disposé à égale distance des axes médians (M) des organes
de pompage (8, 130, 91, 140).
5. Distributeur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que deux guidages
droits (65, 95) sont prévus à égale distance de l'axe (L) reliant les organes de pompage.
6. Distributeur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un guidage
droit à complémentarité de forme (76, 96) est prévu au point d'intersection de l'axe
transversal (Q) avec l'axe (L) reliant les organes de pompage.
7. Distributeur selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'au moins un
des guidages droits (65, 95 ; 76, 96) est constitué d'un assemblage rainure/ressort.
8. Distributeur selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il est prévu
dans la tête de pompe (3), pour chaque produit, un canal d'écoulement (62a, b) qui
conduit respectivement depuis l'organe de pompage correspondant jusqu'à un orifice
d'évacuation (63a, b) associé, prévu sur l'applicateur (61), orienté vers l'environnement.
9. Distributeur selon la revendication 8, caractérisé en ce que les orifices d'évacuation
(63a, b) sont disposés coaxiaux l'un par rapport à l'autre.
10. Distributeur selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que le volume des canaux
d'écoulement (62a, b) entre l'organe de pompage et l'orifice d'écoulement (63a, b)
associés est le même.
11. Distributeur selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le dispositif
de réservoir (2) est réalisé en tant que composant d'une seule pièce qui présente
deux chambres de réservoir (21) séparées et qui est amovible et interchangeable, par
l'intermédiaire d'un raccord par emboîtement, avec la tête de pompe (3) contenant
l'ensemble du mécanisme de pompage.
12. Distributeur selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la texte
de pompe (3) présente une pièce de tête (90) sur laquelle le dispositif de réservoir
(2) peut être accouplé et possède, associé à chaque chambre de réservoir (21), un
cylindre de pompage (91), un premier dispositif anti-retour (130), s'ouvrant à l'opposé
de la chambre de réservoir (21), étant prévu dans chaque cylindre de pompage (91)
et un piston (80) étant prévu coulissant dans chaque cylindre de pompage (91), un
deuxième dispositif anti-retour (140) étant prévu dans le piston (80), lequel s'ouvre
vers le canal d'écoulement (62a, b) associé.
13. Distributeur selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le dispositif
d'actionnement (4) présente un adaptateur (70) par l'intermédiaire duquel les pistons
(80) sont reliés l'un à l'autre de façon rigide et une pièce de répartition (60) prévue
sur l'adaptateur (70), à travers laquelle s'étendent les canaux d'écoulement (62a,
b), des guidages droits (65, 95) étant prévus parallèles au sens de déplacement des
pistons (80) sur les côtés larges de la tête de pompe (3), à chaque fois entre la
pièce de répartition (60) et/ou l'adaptateur (70) d'une part et la pièce de tête (90)
d'autre part.
14. Distributeur selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'il est prévu sur des
sections de bord des côtés larges de la pièce de répartition (60) et/ou de l'adaptateur
(70) respectivement une pièce en saillie (65) en forme de clavette qui à l'état monté
s'étend dans la direction de la pièce de tête (90), parallèlement au sens de déplacement
des pistons (80) et est logée coulissante sur des rainures (95) prévues respectivement
sur le côté intérieur du bord extérieur (92) de la pièce de tête (90), les pièces
en saillie (65) en forme de clavette s'appuyant dans les rainures (95) avec leurs
flancs orientés dans le sens de l'axe longitudinal (L).
15. Distributeur selon l'une des revendications 6 à 14, caractérisé en ce que le guidage
droit disposé au point d'intersection de l'axe transversal (Q) et de l'axe longitudinal
(L) est constitué d'une saillie (96) cylindrique, formée sur la pièce de tête (90),
et d'une section de cylindre creux (76) prévue sur le dispositif d'actionnement (4)
et en engagement coulissant avec ladite saillie.
16. Distributeur selon l'une des revendications 13 à 15, caractérisé en ce qu'une garniture
d'étanchéité (110) flexible, en forme d'anneau, est disposée pour chaque organe de
pompage entre une section de paroi (93), orientée vers l'adaptateur (70), du cylindre
de pompage (91) et l'adaptateur (70).
17. Distributeur selon la revendication 16, caractérisé en ce que les garnitures d'étanchéité
(110) sont réalisés sous la forme d'éléments de rappel pour les pistons (80) et réalisent
le rappel des pistons (80), ensemble ou en coopérant avec un autre ressort de rappel
(120) disposé entre le dispositif d'actionnement (4) et la pièce de tête (90).
18. Distributeur selon l'une des revendications 13 à 17, caractérisé en ce que lors d'un
renversement cinématique de l'organe de pompage, le piston (80) est amené sur la pièce
de tête (90) et le cylindre de pompage (91) sur l'adaptateur (70).
19. Distributeur selon l'une des revendications 13 à 18, caractérisé en ce que le dispositif
d'actionnement (4) présente une touche (50) sur laquelle est prévue la section d'actionnement
(51) et qui est logée pivotante sur la pièce de répartition (60) et/ou l'adaptateur
(70) et une section de cisaillement (52) qui à l'état non pivoté de la touche (50)
ferme les orifices d'évacuation (63a, b) de l'applicateur (61) et les libère à l'état
pivoté.
20. Distributeur selon la revendication 19, caractérisé en ce que les extrémités (66),
orientées vers la touche (50), des pièces en saillie (65) en forme de clavette de
la pièce de répartition (60) et/ou de l'adaptateur (70) sont formées en arc vers l'axe
transversal (Q) et montées sur des évidements en forme de V (53) de la touche (50).
21. Distributeur selon l'une des revendications 1 à 20, caractérisé en ce que tous les
composants, a l'exception du ressort de rappel (120) s'il y en a, sont réalisées sous
la forme de pièces moulées par injection en matière plastique.
22. Distributeur selon l'une des revendications 12 à 21, caractérisé en ce qu'une ou les
deux unités anti-retour (130, 140) sont réalisées sous la forme de soupapes (150),
chaque soupape présentant une rondelle d'étanchéité (153) qui, à l'état monté, est
précontrainte contre un siège de soupape par une section à ressort (151) reliée à
la rondelle d'étanchéité (153).
23. Distributeur selon la revendication 22, caractérisé en ce que la soupape (150) présente
une broche centrale (152) à une extrémité de laquelle est prévue la section à ressort
(153), qui présente plusieurs bras à ressort élastiques s'étendant radialement à partir
de la broche centrale, lesquels reposent contre la pièce de tête (90) avec leur extrémité
radiale située à l'extérieur, la rondelle d'étanchéité (153) présentant une section
en forme d'enveloppe (154) par l'intermédiaire de laquelle la rondelle d'étanchéité
(153) est reliée à la broche centrale (152).