[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bearbeitung von aus Leichtmetallegierungen,
insbesondere Aluminium-Legierungen, hergestellten Zylinderlaufflächen bei der Herstellung
von Motorblöcken und Kurbelgehäusen für Verbrennungskraftmaschinen, mit eingelagerten
körnigen oder faserigen Hartstoffphasen, wie insbesondere Silizium, Aluminiumoxid
oder Carbiden, zur Erzeugung tribologisch geeigneter Eigenschaften.
[0002] Wegen der bekannten Vorteile werden im Motorenbau zunehmend Zylinderkurbelgehäuse
aus Leichtmetallegierungen, insbesondere Aluminiumlegierungen, gefertigt. Der Oberflächenbearbeitung
der Laufflächen oder Laufbahnen kommt im Hinblick auf die Lebensdauer des Motors,
insbesondere den Ölverbrauch und das Verschleißverhalten, d.h. das Zusammenwirken
der Reibpartner Kolbenring und Zylinderlauffläche, überragende Bedeutung zu. So war
es bereits bei der Bearbeitung von Grauguß-Zylinderlaufflächen bekannt, eine zwei-
oder dreistufige Honbearbeitung durchzuführen. Im ersten Honvorgang, bei dem man üblicherweise
von Formhonung spricht, wurden Bohrungsfehler oder -ungenauigkeiten ausgeglichen.
Hierfür wurden Diamanthonleisten verwendet, bei denen der Schneidstoff Diamant in
einer metallischen, steifen unnachgiebigen Matrix des Honwerkzeugs gebunden, d.h.
gehalten bzw. eingelagert ist. Beim Abtragen des Honaufmaßes werden Grate gebildet,
und es kommt zur sogenannten Blechmantelbildung und Flitterbildung, d.h. zu einer
Überdeckung und Verschmierung der Graphiteinlagerungen durch das Metall, so daß die
Graphiteinlagerungen, die eigentlich als Reibpartner dienen sollen, diese Funktion
nicht ausüben können. Deshalb wird die durch die Formhonung im Hinblick auf ihre tribologischen
Eigenschaften eher verschlechterte Oberflächenschicht einem oder zwei weiteren Honvorgängen
unterworfen, wobei hierfür beispielsweise Honwerkzeuge mit (keramisch gebundenem)
Silizumcarbid als Schneidstoff verwendet werden. Der erwähnte Blechmantel, welcher
die Graphiteinlagerungen überdeckt, sowie der Flitter werden dann abgetragen, so daß
das Graphit an der Oberfläche freiliegt und Notlauffunktionen ausüben kann.
[0003] Es ist auch vorgeschlagen worden, beim Fertighonen der Zylinderlaufflächen die Honleisten
durch Bürstleisten zu ersetzen, um damit ausgeprägte Grate und bei der Diamantformhonung
gebildeten Flitter zu beseitigen.
[0004] Für Zylinderkurbelgehäuse aus Leichtmetallegierungen, insbesondere übereutektischen
Aluminiumlegierungen, wurden auch Verfahren entwickelt, mit denen die tribologischen
Eigenschaften von aus Leichtmetallegierungen hergestellten Zylinderlaufflächen verbessert
wurden. In der VDI-Z 131 (1989) Nr. 9 Abschnitt 6.1 wird ein bekanntes Verfahren zum
Honen von Kurbelgehäusen aus einer übereutektischen Aluminiumlegierung beschrieben.
Gemäß diesem bekannten Verfahren wird in einem ersten Formhonvorgang unter Verwendung
von Diamanthonleisten rund 60 µm der Zylinderlauffläche abgetragen. In einem weiteren
Honvorgang wird unter Verwendung von Honleisten mit keramisch gebundenem Siliziumcarbid
die Zylinderlauffläche nochmals bearbeitet, wobei bis zu rund 25 µm abgetragen werden.
Dieser weitere Honvorgang dient der Beseitigung der beim Formhonen zerstörten Oberflächenschicht,
in der die körnigen oder faserigen, insbesondere aus Silizium bestehenden Hartstoffe
weggerissen, zersplittert oder von einer Matrixmetallverschmierung überdeckt worden
sind.
[0005] Nach dem vorstehend beschriebenen Honen werden die Zylinderlaufflächen einem Ätzprozeß
unterworfen, bei dem die Hartstoffe an der Zylinderlauffläche freigelegt werden, indem
die Leichtmetallmatrix beispielsweise von Natronlauge weggeätzt und dadurch gegenüber
den Hartstoffen zurückgesetzt wird.
[0006] In der öffentlich zugänglichen Firmenschrift der Anmelderin mit dem Titel "Die Überholung
eines Alusil-Motorblocks", die anläßlich des KS-Kolloguiums 1987 erarbeitet und zuletzt
1991 neu aufgelegt wurde, ist nach dem Einschrumpfen neuer Aluminium-Zylinderlaufbüchsen
ein mit Silizium-Läppen bezeichneter letzter Bearbeitungsgang beschrieben, der sich
an die vorausgehenden Schritte des Vorhonens, Fertighonens und Polierens anschließt.
Bei diesem Vorgang werden die Honsteine durch Filzleisten ersetzt, und die Zylinderbohrung
und die Filzleisten werden mit einer Silizium-Paste bestrichen. Mit diesem Bearbeitungsgang
soll vor Ort beim Überholen eines Aluminium-Motorblocks eine Freilegung der Silizium-Kristalle
in der Lauffläche der Laufbüchse erreicht werden. Dieses Verfahren eignet sich jedoch
nicht für einen Serieneinsatz bei der Herstellung von Motorblöcken. Der Einsatz von
Filzleisten sowie das manuelle Aufbringen einer Silizium-Paste gewährleistet keine
hinreichende Reproduzierbarkeit. Es wurde auch daran gedacht, Filzleisten in Verbindung
mit einer Mischung aus feinkörnigem Siliziumcarbid und Honöl zur Oberflächenbearbeitung
der Laufflächen einzusetzen. Dieser schon Ende der 80er Jahre in Fachkreisen diskutierte
Gedanke, der auch in der DE 44 38 550 A1 beschrieben ist, bringt jedoch den Nachteil
mit sich, daß Abrasivstoffe in der Trägerflüssigkeit die Maschinen in ganz erheblichem
Maße gefährden. Die Reproduzierbarkeit des Verfahrens ist für eine Erstherstellung
eines Motorblocks nicht hinreichend, und das Verfahren erweist sich als zu teuer,
da eine separate Bearbeitungsvorrichtung für die Filzleisten verwendet werden muß.
[0007] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren der eingangs beschriebenen
Art bereitzustellen, das umweltfreundlicher aber auch kostengünstiger ausführbar ist
als das vorstehend beschriebene Verfahren, bei dem das Zurücksetzen der Leichtmetallmatrix
mittels eines Ätzprozesses erreicht wird. Es sollen desweiteren die Nachteile des
Silizium-Läppens vermieden werden.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß zum Freilegen der Hartstoffphasen durch Zurücksetzen der Leichtmetallmatrix anstelle
eines Ätzprozesses die zu bearbeitende Zylinderlauffläche gehont wird, und daß hierfür
ein Honwerkzeug verwendet wird, dessen Schneidstoff in einer derart nachgiebigen Matrix
eingelagert ist, daß die Schneidstoffpartikel zwischen die Hartstoffphasen gedrückt
werden und dabei eine Freilegung sowie eine Verrundung der Hartstoffphasen bewirken
können.
[0009] Es wurde also erfindungsgemäß erkannt, daß zur Freilegung der Hartstoffphasen auf
die Ausführung eines umweltbelastenden Ätzvorgangs verzichtet werden kann und stattdessen
eine Honung unter Verwendung eines geeigneten Honwerkzeugs durchgeführt werden kann.
Es ist hierbei wichtig, daß die Schneidstoffpartikel des Honwerkzeugs in einer derart
nachgiebigen Matrix eingelagert sind, daß sie sich gewissermaßen zwischen den Hartstoffen
in die Leichtmetallmatrix eingraben und so die Matrix zurücksetzen können, wie dies
in bekannter Weise durch Ätzen erreicht wurde. In vorteilhafter Weise wird bei der
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens im Gegensatz zu dem bekannten Ätzverfahren
aber auch eine Verrundung der Hartstoffphasen und damit eine Verbesserung der tribologischen
Eigenschaften, d.h. eine Verringerung der Abrasivität der behandelten Zylinderlauffläche
erreicht.
[0010] Bei dem zum Freilegen der Hartstoffphasen verwendeten Honwerkzeug ist der Schneidstoff
bei einer vorteilhaften Verfahrensführung beispielsweise in einer porösen und daher
nachgiebigen Matrix eingelagert.
[0011] Nach der erfindungsgemäßen Freilegung der Hartstoffphasen durch Honen der bereits
vorgehonten Zylinderlauffläche werden Rautiefen R
z der freigelegten Hartstoffphasen von 1,0 bis 3,0 µm erzeugt. Es wird vorteilhafterweise
ein Mittenrauhwert R
a von 0,1 bis 0,3 µm erzeugt. Der entsprechende Mittenrauhwert R
a beträgt nach der Durchführung eines Ätzvorgangs 0,3 bis 0,6 µm.Die reduzierte Spitzenhöhe
R
pk, die ein Maß für den Kornüberstand der Hartstoffe über die zurückgesetzte Matrix
darstellt, beträgt 0,3 bis 0,8 µm.
[0012] Auch bei der Bearbeitung von aus Leichtmetallegierungen hergestellten Zylinderlaufflächen
kann zunächst eine Formhonung unter Verwendung von Diamanthonleisten und sodann eine
Zwischenhonung zum Abtragen der zerstörten Oberflächenschichten durchgeführt werden,
bevor die vorstehend erwähnte Honung zum Freilegen der Hartstoffphasen ausgeführt
wird. Die Zwischenhonung wird dabei vorteilhafterweise unter Verwendung einer Siliziumcarbid-Honleiste,
deren Schneidstoffpartikel einer Größe von 600 bis 800 mesh nach DIN 69101 entsprechen
(5 bis 10 µm) und in einem aushärtbaren Kunstharz eingelagert sind. Demgegenüber sind
die vorzugsweise aus Korund (Al
2O
3) oder Siliziumcarbid (SiC) bestehenden Schneidstoffpartikel, die ebenfalls eine Korngröße
von 600 bis 800 mesh aufweisen, in einer derart elastisch nachgiebigen, beispielsweise
aus einem porösen thermoplastischen Material gebildeten Matrix eingelagert, daß sie
von den Hartstoffen unter elastischer Verformung der Honleisten-Matrix zurückgedrückt
werden, so daß sie die Hartstoffe der Aluminium-Legierung nicht abrasiv abtragen,
sondern nur an den Kanten verrunden. Die Schneidstoffpartikel werden aber in die Aluminium-Legierungsmatrix
zwischen die Hartstoffe gedrückt und graben sich dort unter Abtrag der weicheren Legierungsmatrix
ein und bewirken so die Zurücksetzung der Matrix bzw. die Freilegung der Hartstoffe.
[0013] Bei der Ausführung dieses dreistufigen Verfahrens werden bei der Diamantformhonung
etwa 50 bis 70 µm, bei der Zwischenhonung etwa 30 bis 40 µm und beim Freilegen der
Hartstoffphasen etwa 3 bis 5 µm abgetragen. Der Abtrag bei der Zwischenhonung ist
jedoch sinnvollerweise abhängig von der Zerstörungstiefe der Oberflächenschicht, die
ihrerseits von der Korngröße der Hartstoffe beeinflußt wird. D.h., bei einer geringeren
Korngröße der Hartstoffe kann ein geringerer Abtrag beim Zwischenhonen ausreichend
sein.
[0014] In Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens, aber auch in einem hiervon losgelöst
zu betrachtenden Erfindungsgedanken von eigenständiger Bedeutung wird vorgeschlagen,
das Bearbeitungsverfahren so durchzuführen, daß nach einem Feinbohren der Zylinderbohrung
und vor dem Freilegen der Hartstoffphasen die Zylinderlauffläche in einem ersten Honvorgang
unter Verwendung eines Honwerkzeugs, dessen Schneidstoff im wesentlichen unnachgiebig
in einem metallischen Verbund oder einem Harz gehalten ist, bearbeitet wird, so daß
eine Oberflächenschicht der Zylinderlauffläche abgetragen wird, in der die Hartstoffphasen
durch das Feinbohren zerstört wurden.
[0015] Gemäß diesem ansich selbstständigen Erfindungsgedanken wird die Zylinderbohrung mit
einem geringeren Untermaß ausgebildet, so daß gegenüber dem bekannten Verfahren weniger
abgetragen werden muß, um den schlußendlichen Bohrungsdurchmesser zu erreichen. Es
wurde also gewissermaßen der Schritt des Formhonens durch die Anbringung einer genaueren
Bohrung ersetzt. Dies bereitet durch die Verfügbarkeit von polykristalline Diamantschneiden
oder -schneidplatten aufweisenden Bohr- oder Fräswerkzeugen, insbesondere Mehrschneidenbohrer,
keine Probleme.
[0016] Es wird dann in einem ersten Honvorgang beim Beseitigen der zerstörte Hartstoffphasen
aufweisenden Oberflächenschicht der Zylinderlauffläche mehr Material abgetragen als
beim vorausgehend beschriebenen Zwischenhonen, da beim Feinbohren im Gegensatz zum
Formhonen von einer etwas größeren Zerstörungstiefe auszugehen ist. Es wird vorzugsweise
mehr als 50 µm, insbesondere zwischen 50 und 70 µm, der Oberflächenschicht abgetragen.
Es hat sich gezeigt, daß dies unter Verwendung desselben Honwerkzeugs, das auch bei
dem vorstehend beschriebenen dreistufigen Honverfahren bei der Zwischenhonung verwendet
wurde, erreicht werden kann. Es kann also auf den Einsatz teurer Diamanthonleisten
verzichtet werden, und der Zeitaufwand für die Bearbeitung der Zylinderlauffläche
wird beträchtlich reduziert.
[0017] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten
Patentansprüchen. Einzelheiten und Verfahrensparameter zur Durchführung des beschriebenen
dreistufigen Honverfahrens ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle, wobei die Leichtmetallegierung
eine übereutektische Aluminium-Silizium-Legierung ist.
| |
Formhonen |
Beseitigen der Si-Zerstörung |
Freilegen der Si-Ausscheidungen (Hartstoffphasen |
| Schneidstoffpartikel |
Diamant |
Diamant |
Siliziumcarbid |
Korund oder Siliziumcarbid |
| Schneidstoffpartikelgröße |
46 - 60 µm |
15 bis 30 µm |
600/800 mesh |
600/800 mesh |
| Bindung |
starr (Metall) |
im wesentlichen unnachgiebig (Kunststoff) |
nachgiebig (Kunststoff) |
| Abtrag |
50 - 70 µm |
50 - 70 µm |
3 - 5 µm |
| Rz |
4 - 7 µm |
0,6 -1,2 µm |
1,0 - 3,0 µm |
| Ra |
0,6-0,8 µm |
0,06 -0,15 µm |
0,10 - 0,3 µm |
| Rpk |
- |
0,15 -0,30 µm |
0,30 - 0,80 µm |
[0018] In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- ein analysiertes Oberflächenprofil, und
- Figur 2
- eine photographische Darstellung einer Zylinderlaufbahn.
[0019] In der Figur 1 ist ein analysiertes Oberflächenprofil einer Zylinderlauffläche dargestellt,
die in einem zweitstufigen Honverfahren bearbeitet wurde. Zur Herstellung der Zylinderlauffläche
wurde eine Verbundwerkstofftechnik genutzt; es wurde ein mit Siliziumpulver beladener
zylinderförmiger Faserkörper, der aus Al
2O
3-Kurzfasern hergestellt wird, und in einem Druckguß- oder Druckguß-ähnlichem Gießvorgang
mit einer untereutektischen Aluminium-Silizium-Legierung gefüllt wird, verwendet.
Nach dem Gießvorgang wird die Zylinderöffnung feingebohrt, wobei ein sehr geringfügiges
Untermaß im Bereich von weniger als 100 µm, vorzugsweise weniger als 70 µm, belassen
wird. Dieses Untermaß wird dann in einem ersten Honvorgang abgetragen. In der ersten
Stufe wurden 50 bis 70 µm der Oberflächenschicht abgetragen, und zwar unter Verwendung
einer von der in Deutschland ansässigen Firma Atlantic angebotenen Honleiste SC/9/600/22-115-BLF.
In diesem ersten Honvorgang wird die Zylinderlauffläche soweit abgetragen, etwa 50
bis 70 µm, bis die durch den Feinbohrvorgang zerstörten Bereiche beseitigt sind. Anschließend
wird in einer zweiten Stufe fertiggehont, wobei in dein dargestellten Fall ein Honwerkzeug
der in Deutschland ansässigen Firma Dolderer des Typs AS-800-P-PVA verwendet wird.
In dieser zweiten Honstufe, die ausschließlich dem Freilegen der Siliziumphasen an
der Oberfläche der Laufbahn dient, werden nur noch 3 bis 5 µm des Aluminium-Matrix-Metalls
der Zylinderlaufbahn abgetragen.
[0020] Figur 2 zeigt eine photographische Darstellung einer nach dem Verfahren bearbeiteten
Oberfläche einer Zylinderlaufbahn.
1. Verfahren zur Bearbeitung von aus Leichtmetallegierungen, insbesondere Aluminiumlegierungen,
hergestellten Zylinderlaufflächen bei der Herstellung von Motorblöcken und Kurbelgehäusen
für Verbrennungskraftmaschinen, mit eingelagerten körnigen oder faserigen Hartstoffphasen,
wie insbesondere Silizium, Aluminiumoxid oder Carbiden, zur Erzeugung tribologisch
geeigneter Eigenschaften, dadurch gekennzeichnet, daß zum Freilegen der Hartstoffphasen durch Zurücksetzen der Leichtmetallmatrix anstelle
eines Ätzprozesses die zu bearbeitende Zylinderlauffläche gehont wird und daß hierfür
ein Honwerkzeug verwendet wird, dessen Schneidstoff in einer derart nachgiebigen Matrix
eingelagert ist, daß die Schneidstoffpartikel zwischen die Hartstoffphasen gedrückt
werden und dabei eine Freilegung sowie eine Verrundung der Hartstoffphasen bewirken
können.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem zum Freilegen der Hartstoffphasen
verwendeten Honwerkzeug der Schneidstoff in einer porösen Matrix eingelagert ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Freilegen der Hartstoffphasen
eine gemittelte Rauhtiefe Rz von 1,0 bis 3,0 µm erzeugt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beim
Freilegen der Hartstoffphasen ein Mittenrauhwert Ra von 0,1 bis 0,3 µm erzeugt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beim
Freilegen der Hartstoffphasen eine reduzierte Spitzenhöhe Rpk von 0,3 bis 0,8 µm erzeugt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach
einem Feinbohren der Zylinderbohrung und vor dem Freilegen der Hartstoffphasen die
Zylinderlauffläche in einem ersten Honvorgang unter Verwendung eines Honwerkzeugs,
dessen Schneidstoff im wesentlichen unnachgiebig in einem metallischen Verbund oder
einem Harz gehalten ist, bearbeitet wird, so daß eine Oberflächenschicht der Zylinderlauffläche
abgetragen wird, in der die Hartstoffphasen durch das Feinbohren zerstört wurden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beim
Beseitigen der zerstörte Hartstoffphasen aufweisenden Oberflächenschicht der Zylinderlauffläche
mehr als 50 µm, vorzugsweise zwischen 50 und 70 µm, abgetragen werden.