[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bewehrung von Stahlbeton- oder Spannbetonkonstruktionen,
insbesondere zur Bewehrung von auf Stützen aufgelagerten Flachdecken gegen Durchstanzen,
mit vorzugsweise als Ankerbolzen ausgebildeten Bewehrungselementen, die mittels wenigstens
einer vorzugsweise kopfseitig angeordneten Trägeranordnung gruppenweise miteinander
verbunden sind.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der EP 0495 334 B1 bekannt. Bei dieser bekannten
Vorrichtung sind die Ankerbolzen mit der zugeordneten Trägeranordnung verschweißt.
Aufgrund dieser festen Verbindung zwischen den Ankerbolzen und der Trägeranordnung
ist es nicht möglich, die Position der Ankerbolzen längs der Trägeranordnung zu variieren
und dementsprechend die gegenseitigen Abstände der Ankerbolzen zu verändern. Dies
kann zu Schwierigkeiten auf der Baustelle führen. In diesem Zusammenhang ist nämlich
davon auszugehen, daß die Ankerbolzen üblicherweise in zugeordnete Gitterfelder einer
gitterförmig aufgebauten Biegebewehrung eingebracht werden müssen. Je nach dem, ob
die Längsachse der Trägeranordnung bezüglich der Gitterbewehrung diagonal oder axial
verläuft, ergeben sich unterschiedliche Gitterfeldabstände. Es besteht daher die Gefahr,
daß die Ankerbolzen mit Gitterstäben kollidieren. Bei der bekannten Anordnung ist
es daher erforderlich, entweder die Gitterstäbe zu verschieben, was aufwendig und
nur begrenzt zulässig ist, oder die für jeden Einzelfall zu erwartenden Gitterfeldabstände
bereits beim Verschweißen der Ankerbolzen mit der Trägeranordnung zu berücksichtigen,
was zu einer auf den Einzelfall abgestellten Einzelfertigung führt, die aus wirtschaftlichen
Gründen unerwünscht ist. Die bekannte Anordnung erweist sich demnach als nicht montagefreundlich
und wirtschaftlich genug.
[0003] Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung
gattungsgemäßer Art mit einfachen und kostengünstigen Mitteln so zu verbessern, daß
eine hohe Montagefreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit gewährleistet sind.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Bewehrungselemente durch
lösbar an der Trägeranordnung festlegbare, im gelösten Zustand gegenüber der Trägeranordnung
versetzbare Befestigungsmittel mit der Trägeranordnung verbindbar sind.
[0005] Hierdurch wird sichergestellt, daß die Bewehrungselemente auch noch auf der Baustelle
so gegeneinander verrückt werden können, daß Kollisionen mit anderen Teilen unterbleiben.
Die Befestigungsmittel können dabei einfach leicht gelöst oder nachträglich angebracht
werden. Nach erfolgter Einstellung der Bewehrungselemente auf die gewünschte Position
erfolgt dann mittels der in Haltestellung gebrachten Befestigungsmittel eine unverrückbare
Verbindung der Bewehrungselemente mit der Trägeranordnung. Die durch die erfindungsgemäßen
Maßnahmen gewährleistete Anpassungsmöglichkeit der Position der Bewehrungselemente
an die Verhältnisse jedes Einzelfalls macht eine Maßanfertigung entbehrlich und gewährleistet
dementsprechend eine kostengünstige Serienherstellung, ohne daß dies zu Schwierigkeiten
auf der Baustelle führen würde. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Maßnahmen
ist darin zu sehen, daß in Folge der möglichen Abstandsvariation auch vergleichsweise
lange und/oder abgewinkelte bzw. abgerundete Bewehrungsanordnungen ohne weiteres erstellbar
sind, ohne daß die Gefahr von Kollisionen mit anderen Teilen zu befürchten wäre. Zur
Erzielung langer Bewehrungsanordnungen können einfach mehrere kürzere Einheiten aneinander
angeschlossen werden, in dem die Trägeranordnungen miteinander verbunden werden. Die
erfindungsgemäßen Maßnahmen ergeben somit ersichtlich eine hohe Einbaufreundlichkeit
sowie eine kostengünstige Herstellbarkeit und damit insgesamt eine ausgezeichnete
Wirtschaftlichkeit.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen
sind in den Unteransprüchen angegeben und aus der nachstehenden Beispielsbeschreibung
entnehmbar.
[0007] Nachstehend werden einige Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung
näher erläutert. Hierbei zeigen;
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Durchstanzbewehrung mit geklemmten Ankerbolzen
- Figur 2
- eine Stirnansicht der Anordnung gemäß Figur 1 in teilweise geschnittener Darstellung,
- Figur 3
- eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß Figur 1 mit mehreren, aneinander angeschlossenen
Bewehrungseinheiten,
- Figur 4
- eine Draufsicht auf eine Durchstanzbewehrung mit geschraubten Ankerbolzen,
- Figur 5
- eine Stirnansicht der Anordnung gemäß Figur 4 in teilweise geschnittener Darstellung
und
- Figur 6
- ein Beispiel einer Querkraftbewehrung mit geklemmten Querkraftdornen.
[0008] In Stahlbeton- oder Spannbeton-Konstruktionen treten vielfach Schubkräfte örtlich
konzentriert auf, die durch geeignete Bewehrungen hier vorliegender Art aufgenommen
werden müssen. Bewehrungen der den Figuren 1 bis 5 zugrunde liegenden Art dienen zum
Schutz von auf Stützen aufgelagerten Flachdecken gegen Durchstanzen im Bereich der
Stützen. Die der Figur 6 zugrunde liegende Bewehrung dient zur Überbrückung der Stoßfuge
von zwei einander benachbarten Platten. Die grundsätzliche Verwendungs- und Wirkungsweise
von Bewehrungen hier vorliegender Art sind an sich bekannt und bedürfen daher im vorliegenden
Zusammenhang keiner weiteren Erläuterung mehr.
[0009] Die Figur 1 zeigt eine Bewehrungseinheit 1 einer Durchstanzbewehrung. Diese enthält
eine Gruppe von mehreren, reihenförmig hintereinander angeordneten Bewehrungselementen
2. Diese sind zwecks Lagesicherung an einer über die Länge der Bewehrungseinheit 1
durchgehenden Trägeranordnung 3 aufgenommen. Zur Erstellung längerer Bewehrungsanordnungen
können, wie aus Figur 3 erkennbar ist, mehrere Bewehrungseinheiten 1 aneinander angeschlossen
werden.
[0010] Die Bewehrungselemente 2 sind hier als aus Baustahl bestehende, mit im Bereich ihrer
Enden angestauchten, tellerförmigen Köpfen 4 versehene, massive Ankerbolzen ausgebildet,
die mit stehender Achse angeordnet und mit ihren oberen Enden an der zugeordneten
Trägeranordnung 3 aufgehängt sind, die beim Einbau so auf eine zugeordnete Biegebewehrung
aufgelegt werden. Selbstverständlich wäre es denkbar, im Einzelfall alternativ eine
untere Trägeranordnung oder eine obere und untere Trägeranordnung vorzusehen. In jedem
Fall erfolgt der Einbau so, daß die Bewehrungselemente 2 beim Gießen der Decke vollständig
im Beton eingebettet sind. Die Trägeranordnung 3 ist hier als leiterförmige Schweißkonstruktion
mit zwei parallelen Längsholmen 5 und diese verbindende Querholme 6 ausgebildet. Anstelle
einer gebauten Trägeranordnung hier vorliegenden Art könnte selbstverständlich auch
eine vorgeformte Schiene der den Figuren 4 und 5 zugrunde liegenden Art Verwendung
finden. Die Längs- und Querholme 5,6 bestehen im dargestellten Beispiel aus Rundstabmaterial.
Selbstverständlich könnten auch andere Querschnittsformen, beispielsweise Winkel etc.
vorgesehen sein.
[0011] Um die Position der Bewehrungselemente 2 in Längsrichtung der Trägeranordnung 3 variieren
zu können, insbesondere um die gegenseitigen Abstände der Bewehrungselemente 2 variieren
zu können, sind die Bewehrungselemente 2 durch lösbar festlegbare, im gelösten Zustand
gegenüber der Trägeranordnung 3 in deren Längsrichtung verrückbare Befestigungsmittel
7 mit der Trägeranordnung 3 verbindbar. Bei der Ausführung gemäß Figuren 1 bis 3 sind
die Befestigungsmittel 7 als Klemmorgane ausgebildet, die zwischen die parallelen
Längsholme 5 der Trägeranordnung 3 federnd einrastbar sind.
[0012] Die als ganzes mit 7 bezeichneten Befestigungsmittel bestehen hier, wie am besten
aus Figur 2 erkennbar ist, jeweils aus zwei hülsenförmigen, ineinander eingesteckten
Gehäuseteilen 8,9, die mittels einer zwischen sie eingelegten Druckfeder 10, die mit
ihren Enden an den voneinander abgewandten Böden der beiden hülsenförmigen Gehäuseteile
8,9 abgestützt ist, teleskopartig auseinanderschiebbar sind. Die voneinander abgewandten
Enden der beiden Gehäuseteile 8,9 bilden praktisch mittels der Druckfeder 10 auseinanderspreizbare
Klemmbacken, die durch Klemmwirkung, also kraftschlüssig, an den Längsholmen 5 gegen
Verschieben in Längsholmrichtung festlegbar sind. Zur Erhöhung der Haltekraft können
die Klemmbacken profiliert, vorzugsweise geriffelt sein. Im dargestellten Beispiel
sind die genannten Hülsenböden zusätzlich mit dem Radius der Längsholme entsprechendem
Radius konkav gewölbt, sodaß sich den Längsholmen 5 zugeordnete Mulden ergeben. Hierdurch
wird in vertikaler Richtung, das heißt in Richtung der Achse der Bewehrungselemente
2, eine formschlüssige Verbindung erreicht, sodaß sichergestellt ist, daß die Befestigungsmittel
7 nicht in Folge der an den Bewehrungselementen 2 angreifenden Schwerkraft außer Eingriff
mit der Trägeranordnung 3 kommen können.
[0013] Die mittels der Druckfeder 10 auseinanderfahrbaren Gehäuseteile 8,9 sind zunächst
im ineinander geschobenen Zustand blockiert. Hierzu kann ein in Figur 2 mit unterbrochenen
Linien angedeuteter Durchstecksplint 11 Verwendung finden, der durch miteinander fluchtende
Durchsteckausnehmungen der Gehäuseteile 8,9 durchsteckbar ist. Die beiden hülsenförmigen
Gehäuseteile 8,9 können dabei soweit ineinander eingreifen, daß der Abstand ihrer
voneinander abgewandten Enden kleiner als der lichte Abstand der Längsholme 5 der
Trägeranordnung 3 ist, sodaß die Befestigungsmittel zwischen die Längsholme 5 einführbar
sind. Zum Abziehen des Durchstecksplints 11 werden die beiden Gehäuseteile 8,9 entgegen
der Spreizkraft der Druckfeder 8 mittels eines Spannwerkzeugs 12 gehalten. Dieses
kann, wie Figur 2 zeigt, als Zange ausgebildet sein, die mit in zugeordnete Ausnehmungen
der Gehäuseteile 8,9 einführbaren Spitzen versehen ist. Die beiden Gehäuseteile 8,9
sind hierzu, wie am besten aus Figur 3 erkennbar ist, mit voneinander distanzierten
Bohrungen 13 versehen. Das äußere, als Zylinder der Teleskopanordnung fungierende
Gehäuseteil 8 besitzt zusätzlich ein der Bohrung 13 des inneren, als Kolben der Teleskopanordnung
fungierenden Gehäuseteils 9 zugeordneter Langloch 14, durch das die mittels des Spannwerkzeugs
12 erzielbare gegenseitige Bewegung der Gehäuseteile 8,9 begrenzt wird.
[0014] Mit Hilfe des Spannwerkzeugs 12, das manuell bedienbar ist, lassen sich die hier
die Befestigungsmittel 7 bildenden Teleskopanordnungen sanft in Anlage an den Längsholmen
5 der Trägeranordnung 3 bringen, wodurch eine Fixierung durch Klemmwirkung erfolgt.
Zum Verschieben der Befestigungsmittel 7 und damit der diesen zugeordneten Bewehrungselemente
2 in Längsrichtung der Trägeranordnung 3 werden die beiden Gehäuseteile 8,9 mittels
des Spannwerkzeugs 12 leicht zusammengedrückt, wodurch die Klemmwirkung aufgehoben
wird. In diesem Zustand ist eine Verschiebung innerhalb der durch die Querholme 6
gebildeten Felder bzw. eine Umsetzung von Feld zu Feld möglich.
[0015] Die Variabilität in der Position der Bewehrungselemente 2 ermöglicht die Herstellung
langer Bewehrungsanordnungen. Hierzu können mehrere Bewehrungseinheiten 1 aneinander
angeschlossen werden. Eine derartige Anordnung liegt der Figur 3 zugrunde. Die aus
Rundstabmaterial hergestellten Trägeranordnungen 3 besitzen, wie aus Figur 3 erkennbar
ist, ein geschlossenes und ein offenes Ende. Das geschlossene Ende wird durch einen
U-förmigen Bogen 15 gebildet, durch den die beiden Längsholme 5 verbunden sind. Diese
können dementsprechend durch einen entsprechend verformten Rundstab gebildet werden.
Im Bereich des offenen Endes sind V-förmig gegeneinander angestellte Stabenden 16
vorgesehen. Die hintereinander angeordneten Trägeranordnungen 3 sind, wie aus Figur
3 erkennbar ist, so angeordnet, daß das durch den Bogen 15 gebildete, geschlossene
Ende der einen Trägeranordnung 3 in das durch die V-förmig gegeneinander angestellten
Stabenden 16 gebildete, offene Ende der anderen Trägeranordnung 3 eingreift. Im Bereich
der Berührungsstellen sind die aneinander zur Anlage kommenden Stäbe durch Verbindungselemente
17, hier in Form von die zugeordneten Stäbe umfassenden Schellen, verbunden. Im dargestellten
Beispiel sind die hintereinander angeordneten Bewehrungseinheiten 1 praktisch koplanar
angeordnet. Es wäre aber auch ohne weiteres eine abgewinkelte Anordnung denkbar. Die
Grenze wird durch den Spreitzwinkel der Stabenden 16 gebildet.
[0016] Bei dem den Figuren 4 und 5 zugrundeliegenden Beispiel findet zur Bildung einer Trägeranordnung
3a, wie oben schon erwähnt, ein Profilschienenabschnitt Verwendung. Im dargestellten
Beispiel handelt es sich um eine gewalzte, im Querschnitt C-förmige Stahlschiene.
Diese liegt mit ihrem Steg 18 auf den Köpfen 4 der zugeordneten Bewehrungselemente
2 auf, die den Bewehrungselementen gemäß Figur 1 bis 3 entsprechen. Der Steg 18 ist,
wie am besten aus Figur 5 erkennbar ist, durch seitliche Flansche 19 flankiert, sodaß
sich ein nach oben offener Kanal ergibt. Die Flansche 19 können an ihren oberen Enden
zur Bildung eines schmalen Fensters nach innen abgewinkelt sein. Der Steg 18 ist,
wie Figur 4 zeigt, mit in Form einer Reihe angeordneten Durchsteckausnehmungen 20
versehen. Dabei kann es sich um eine Lochreihe handeln. Im dargestellten Beispiel
ist eine Reihe von hintereinander angeordneten Durchsteckschlitzen vorgesehen. Zur
Bildung von Befestigungsmitteln 7a sind hier Kopfschrauben vorgesehen. Diese liegen,
wie aus Figur 5 entnehmbar ist, mit ihrem Kopf 21 am Steg 18 an und können mit ihrem
durch eine Durchsteckausnehmung 20 durchgesteckten Gewindeschaft 22 in ein zugeordnetes
Gewindeloch des zu haltenden Bewehrungselements 2 eingeschraubt werden. Zum Versetzen
der Bewehrungselemente 2 können die genannten Schrauben im Falle einer Lochreihe von
Loch zu Loch umgesetzt werden. Im Falle einer Schlitzreihe können die Schrauben im
gelösten Zustand innerhalb der Schlitzlänge verfahren werden. Sofern diese nicht ausreichen
sollte, kann ebenfalls eine Umsetzung von Schlitz zu Schlitz erfolgen.
[0017] Zur Bildung längerer Bewehrungsanordnungen können auch hier mehrere Bewehrungseinheiten
hintereinander angesetzt werden. Hierzu werden die hier die Trägeranordnungen 3a bildenden
Schienen stumpf aneinander angestoßen. Die Stoßfuge wird durch ein Überwurfstück 23
überbrückt, das mit beiden Schienen durch Haltemittel 24, wie Schrauben, Nieten oder
dergleichen, verbunden sein kann.
[0018] Die erfindungsgemäßen Maßnahmen können nicht nur bei Durchstanzbewehrungen erfolgreich
eingesetzt werden, sondern auch bei anderen Bewehrungsanordnungen. Die Figur 6 zeigt
ein Beispiel für eine Querkraftbewehrungsanordnung, wie sie beispielsweise zur Überbrückung
der Stoßfuge zwischen zwei einander benachbarten Platten Verwendung finden kann. Die
als sogenannte Querkraftdorne ausgebildeten Bewehrungselemente 25 sind dabei liegend,
das heißt mit horizontal verlaufender Achse, angeordnet. Die zur Aufnahme der Bewehrungselemente
25 vorgesehene Trägeranordnung 26 kann einen der Trägeranordnung gemäß Figuren 1 bis
3 entsprechenden Aufbau aufweisen. Die Bewehrungselemente 25 verlaufen hierbei quer
zu den Längsholmen 27 der leiterförmigen Trägeranordnung 26.
[0019] Die Bewehrungselemente 25 sind hier ebenfalls in Längsrichtung der Trägeranordnung
26 verrückbar. Zur Aufnahme der Bewehrungselemente 25 an der Trägeranordnung 26 sind
dementsprechend Befestigungsmittel 28 vorgesehen, die eine derartige Positionsänderung
zulassen. Die Befestigungsmittel 28 sind hier als Doppelklemmen ausgebildet. Diese
besitzen jeweils eine an einem Längsholm 27 einrastbare, zweiarmige Federklemme 29
und eine am zugeordneten Bewehrungselement 25 einrastbare, zweiarmige Federklemme
30. Die beiden Federklemmen 29, 30 sind im dargestellten Beispiel um 90° gegeneinander
verdreht angeordnet. Jedem Bewehrungselement 25 sind hier zwei Befestigungsmittel
28 zugeordnet, die an den beiden Längsholmen 27 der Trägeranordnung 26 eingerastet
werden. Das Bewehrungselement 25 wird an den zugeordneten Federklemmen 30 ebenfalls
lediglich eingerastet. Es ist daher durch in Richtung seiner Achse verrückbar. Die
vorliegende Doppelklemmenausbildung der Befestigungsmittel erlaubt dementsprechend
eine Verschiebung der Bewehrungselemente 25 nicht nur in Längsrichtung der Trägeranordnung
26, sondern auch quer hierzu in Richtung der Achse der Bewehrungselemente 25.
[0020] Die Lösbarkeit der Bewehrungselemente 2 bzw. 25 von der jeweils zugeordneten Trägeranordnung
3 bzw. 26 ermöglicht in vorteilhafter Weise nicht nur eine separate Herstellung der
einzelnen Teile, sondern auch einen separaten Transport und eine separate Lagerung.
Der Zusammenbau kann auf der Baustelle erfolgen. Es ist aber auch möglich, werksseitig
bereits eine Vormontage vorzunehmen, sodaß auf der Baustelle nur noch die Position
der Bewehrungselemente 2 bzw. 25 korrigiert werden muß. Hierzu werden einfach die
Befestigungsmittel gelöst bzw. außer Eingriff gebracht und verrutscht.
1. Vorrichtung zur Bewehrung von Stahlbeton- oder Spannbetonkonstruktionen, insbesondere
zur Bewehrung von auf Stützen aufgelagerten Flachdecken gegen Durchstanzen, mit vorzugsweise
als Ankerbolzen ausgebildeten Bewehrungselementen (2, 25), die mittels wenigstens
einer vorzugsweise kopfseitig angeordneten Trägeranordnung (3, 3a, 26) gruppenweise
miteinander verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewehrungselemente (2, 25) durch lösbar an der zugeordneten Trägeranordnung (3,
3a, 26) festlegbare, im gelösten Zustand gegenüber der Trägeranordnung (3, 26) versetzbare
Befestigungsmittel (7, 7a, 28) mit der Trägeranordnung (3, 3a, 26) verbindbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Position der Befestigungsmittel (7, 7a, 28) und der zugeordneten Bewehrungselemente
(2, 25) zumindest in Längsrichtung der Trägeranordnung (3, 3a, 26) variierbar ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (7, 28) als zumindest an der Trägeranordnung (3, 26) einrastbare
Klemmorgane ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (7) unlösbar mit dem jeweils zugeordneten Bewehrungselement
(2) verbunden sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (7) zwei mittels einer Feder (10) auseinanderspreitzbare Backen
aufweisen, die mittels eines Spannwerkzeugs (12) entgegen der Kraft der Feder (10)
zusammenschiebbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (7) jeweils zwei teleskopartig ineinander angeordnete Gehäuseteile
(8, 9) aufweisen, die jeweils eine Klemmbacke enthalten, wobei das Spannwerkzeug (12)
vorzugsweise als Zange ausgebildet ist, die mit den Gehäuseteilen (8, 9) zum Eingriff
bringbare Spitzen aufweist und wobei die Gehäuseteile (8, 9) vorzugsweise mittels
wenigstens eines durchsteckbaren Splints (11) in einer ineinander geschobenen Stellung
blockierbar sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägeranordnung (3) zwei parallele, miteinander verbundene Längsholme (5) aufweist,
zwischen welche die Befestigungsmittel (7) einrastbar sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägeranordnung (3) ein geschlossenes Ende in Form eines ihre Längsholme (5)
verbindenden Bogens (15) und ein offenes Ende mit V-förmig aufgebogenen Holmenden
(16) aufweisen.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Trägeranordnungen (3, 3a) hintereinander angeordnet und durch Verbindungselemente
(17 bzw 23) miteinander verbunden sind, wobei vorzuggsweise jeweils ein geschlossenes
Ende in ein offenes Ende eingreift und an den Berührungsstellen die aneinander zur
Anlage kommenden Holmelemente umfassende Schellen als Verbindungselemente (17) vorgesehen
sind.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (28) bei die Bewehrungselemente (25) bildenden Querkraftdornen
diese aufnehmende Federklemmen (30) aufweisen.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (7a) bei die Trägeranordnung (3a) bildenden Profilschienenabschnitten
als Kopfschrauben ausgebildet sind, die mit ihrem Kopf (21) am Steg (18) der zugeordneten
Profilschiene zur Anlage bringbar sind und mit ihrem Gewindeschaft (22) eine Durchsteckausnehmung
(20) des Stegs (18) durchgreifen und in eine Gewindebohrung des zugeordneten Bewehrungselements
(2) einschraubbar sind, wobei im Bereich des Stegs (18) eine Reihe von vorzugsweise
schlitzförmigen Durchsteckausnehmungen (20) vorgesehen ist.