[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Beschlagsystem nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Beschlagsysteme für verschiebbare Elemente bzw. Schiebeelemente, wie Wände, Türen
oder Fenster werden stark beansprucht und müssen daher stabil aufgebaut sein. Femer
sollen die verschiebbaren Elemente, die durch die Beschlagsysteme gehalten und geführt
werden, leicht montierbar und bezüglich der Höhe einstellbar sein. Das in Fig. 1 gezeigte
Beschlagsystem, das diese Forderungen erfüllt, ist in der EP Nr. 96810171.7 beschrieben.
Darin ist das Schiebeelement 2 mit einer Halterung 3' versehen, die über ein Verbindungselement
1 mit einem in einer Führungsschiene 10 auf einer Lauffläche 11 geführten Laufwerk
12 verbunden, das zwei Laufwerksräder 14 und ein zur Aufnahme des Verbindungselementes
1 im Laufwerkskörper 13 vorgesehenes Gewinde 15 aufweist. Zur Beschränkung des Laufweges
des Laufwerks 12 ist in der Führungsschiene 10 ein Anschlag 16 mit einem elastischen
Puffer 17 vorgesehen. Durch eine Haltefeder 18 wird das Laufwerk 12 im Endanschlag
gehalten. Dieses Beschlagsystem ist stabil aufgebaut und kann leicht montiert werden.
Das Schiebeelement 2 kann nach Montage der Halterung 3' problemlos am Verbindungselement
1 aufgehängt werden. Durch das Justieren des Verbindungselementes 1, das in das Gewinde
15 des Laufwerks 12 eindrehbar ist, kann die Höhe des Schiebeelementes 2 nach Wunsch
eingestellt werden. Nachteilig bei diesem Beschlagsystem ist jedoch, dass die Halterung
3', die in eine Ausnehmung des Schiebeelementes 2 eingesetzt ist, von aussen leicht
sichtbar und daher insbesondere für in Sälen oder Wohnräumen vorgesehene Schiebeelemente
2 kaum verwendbar ist.
[0003] Das in Fig. 2 dargestellte Beschlagsystem weist demgegenüber eine durch Schrauben
19 am Schiebeelement 2 befestigte Halteschiene 5 mit einer darin führ- und durch eine
Halteschraube 20 arretierbaren Halterung 3" auf, die über ein Verbindungselement 1'
mit einem Laufwerk 12' verbunden ist. Aus Fig. 6 ist ersichtlich, dass die in eine
auf der Oberseite des Schiebeelementes 2 vorgesehene Ausnehmung 4 eingesetzte Halteschiene
5 durch die Front- und Rückseite des Schiebeelementes 2 abgedeckt und daher aus dem
Blickwinkel des Anwenders nicht sichtbar ist. Nachteilig bei diesem bekannten Beschlagsystem
ist, dass die Halterung 3" zur Einstellung der Höhe des Schiebeelementes 2 vollständig
aus der Halteschiene 5 ausgefahren, um eine oder mehrere Umdrehungen gedreht und wieder
eingesetzt werden muss. Alternativ dazu kann das Laufwerk 12' durch Anheben des Schiebeelementes
2 ausgehängt und weiter in die Halterung 3" eingedreht werden. Die Höheneinstellung
des Schiebeelementes 2 ist bei diesem Beschlagsystem daher nicht ganz einfach zu vollziehen.
Femer ist die Halteschraube 20, durch die die Halterung 3" wieder arretiert wird,
nur schwer zugänglich.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine stabiles Beschlagsystem
für verschiebbare Elemente zu schaffen, das nach dem Einbau praktisch nicht sichtbar
ist und das eine problemlose Einstellung der Höhe der verschiebbaren Elemente erlaubt.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Massnahmen gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen angegeben.
[0006] Das erfindungsgemässe Beschlagsystem kann einfach montiert und justiert werden. Die
notwendigen Einstellungen sind mit wenigen Handgriffen und ohne das Anheben des Schiebeelementes
oder das Aushängen des Laufwerks möglich und können daher von einer einzigen Person
problemlos durchgeführt werden.
[0007] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Dabei zeigt:
- Fig. 1
- ein bekanntes Beschlagsystem, das nach der Installation sichtbar ist,
- Fig. 2
- ein bekanntes Beschlagsystem, das nach der Installation nicht mehr sichtbar, jedoch
nur mit erheblichen Aufwand einstellbar ist,
- Fig. 3
- eine erfindungsgemässe Befestigungsvorrichtung mit einer in einer Halteschiene durch
einen Keil arretierbaren Halterung,
- Fig. 4
- die Halterung gemäss Fig. 3,
- Fig. 5
- der Keil gemäss Fig. 3,
- Fig. 6
- die Halteschiene gemäss Fig. 3 eingesetzt in ein verschiebbares Element und
- Fig. 7
- die aus der Halteschiene herausgezogene Halterung gemäss Fig. 3.
[0008] Fig. 1 und 2 zeigen die eingangs beschriebenen Beschlagsysteme. Fig. 3 zeigt das
erfindungsgemässe Beschlagsystem, das eine mittels Befestigungsschrauben 19 mit einem
Schiebeelement 2 verbundene Halteschiene 5 aufweist, in die eine Halterung 3 eingeschoben
ist, welche über ein Verbindungselement 1 mit einem in einer Führungsschiene 10 auf
einer Lauffläche 11 geführten Laufwerk 12 verbunden ist. Die Halterung 3 weist zwei
Abschrägungen 34 (siehe Fig. 4 und Fig. 6) auf, gegen die ein mit der Halterung 3
verschraubbarer Keil 7 derart führbar ist, dass die Halterung 3 in der Halteschiene
5 arretierbar ist. Die Einführung und das Verschrauben des Keils 7 erfolgt problemlos
von der Stimseite des Schiebeelementes 2 (vgl. Fig. 2, Halteschraube 20). Die Halterung
3 und vorzugsweise auch der Keil 7 weisen beidseitig eine Führungsnut 35 bzw. 71 auf,
in die je eine Führungsrille 6 der U-förmigen Halteschiene 5 hineinragt. Beim Verschrauben
des Keils 7 mit der Halterung 3, wird der Keil 3 nach unten und die Halterung 3 nach
oben gedrückt, wonach eine kraftschlüssige Verbindung zwischen der Führungsrille 6
und der Führungsnut 35 entsteht. Dadurch wird die Halterung 3 in der Halteschiene
5 arretiert.
[0009] Fig. 5 zeigt eine vorzugsweise Ausgestaltung des Keils 7, der zwei Keilfüsse 72 aufweist,
zwischen denen über einer die Keilfüsse 72 verbindenden Platte 77 eine Zugschraube
39 vorgesehen ist, die in ein in der Halterung 3 vorgesehenes Gewinde 32 einschraubbar
ist. Der Keil 7 weist beidseitig eine Keilführung 71 auf, die unter der Führungsrille
6 der Halteschiene 5 hindurchläuft. Der Keil 7 kann daher bis zur Halterung 3 eingeschoben
werden, wonach die durch einen Schraubenanschlag 73 und vorzugsweise zwei biegbare
Haltebügel 74 gehaltene Zugschraube 39 mit der Halterung 3 verschraubt werden kann.
Durch den Druck der angezogenen Zugschraube 39 gegen den Schraubenanschlag 73 wird
der Keil 7 gegen die Halterung 3 geschoben. Zum Einführen eines Schraubenziehers von
der Stimseite des Schiebeelementes 2 hin zum Kopf der Zugschraube 39 weist der Keil
7 eine Öffnung 75 auf.
[0010] Der eingefügte Keil 7 wird, wie in Fig. 3 gezeigt, bevorzugt mit einer Abdeckung
22 derart verbunden, dass das Endstück der Halteschiene 5 bzw. die Stimseite 24 des
Schiebeelementes 2 abgedeckt wird.
[0011] In der Halteschiene 5 wird vorzugsweise ein Anschlag 21 vorgesehen, bis zu dem die
Halterung 3 jeweils eingeschoben und anschliessend verkeilt wird. Dadurch ist gewährleistet,
dass die Position des Schiebeelementes 2 relativ zum Anschlag 16 immer korrekt eingestellt
wird. Nach der Höhenverstellung des Schiebeelementes 2 muss dessen Endanschlag daher
nicht mehr neu eingestellt werden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wurde dazu
eine Schraube (21) verwendet, die in die Halteschiene 5 hineinragt. Selbstverständlich
kann der Anschlag 21 auch fest an der Halteschiene 5 vorgesehen werden.
[0012] Soweit beschrieben, lässt sich die Halterung 3 leicht herausnehmen (nach dem Entfernen
des Keils 7), leicht wieder Einfügen (bis zum Anschlag 21) und problemlos arretieren
(Einfügen und Festschrauben des Keils 7). Zur Höheneinstellung ist das Verbindungselement
1 in der Halterung 3 vorzugsweise drehbar gelagert. Dazu weist die Halterung 3 eine
Bohrung 36 auf, durch die das Verbindungselement 1 derart einschiebbar ist, dass dessen
Kopfstück 8 durch eine Schulter 37 in der Halterung 3 vorzugsweise drehbar gehalten
wird. Zur Höheneinstellung des Schiebeelementes 2 wird die Halterung 3, wie in Fig.
7 gezeigt, aus der Halteschiene 5 herausgezogen, bis das Verbindungselement 1, das
die Halterung 3 mit dem Laufwerk 12 verbindet, frei liegt und durch ein Werkzeug 9
verdreht werden kann, wodurch das Schiebeelement 2 angehoben oder abgesenkt wird.
Nach dem Einstellen wird das Verbindungselement 1 durch eine Schraube 38 fixiert,
die durch ein in der Halterung 3 vorgesehenes Gewinde 31 gegen das Verbindungselement
1 eingedreht wird. Das Verbindungselement 1 kann in der Halterung 3 auch fest gehalten
und nur durch Anheben der Halterung 3 zum Verdrehen freigegeben werden. Nach dem Absenken
würde das Verbindungselement 1 wieder durch die Schulter 37 fixiert. Nach der Höheneinstellung
wird die Halterung 3 wieder in die Halteschiene 5 eingeschoben und wie oben beschrieben
durch den Keil 7 arretiert.
[0013] Aus Fig. 6 ist der Einbau der Halteschiene 5 in das Schiebeelement 2 ersichtlich.
Die Halteschiene 5 wird von oben oder von der Seite in eine Ausnehmung 4 eingeschoben,
die den Abmessungen der Halteschiene 5 entspricht und durch die die Halteschiene 5
umfasst wird. Von der Front- und der Rückseite des Schiebeelementes 2 ist das Beschlagsystem
daher nicht sichtbar. Von der Seite wird die verbleibende Öffnung durch die Abdeckung
22 abgeschlossen.
1. Beschlagsystem mit einer mit einem Schiebeelement (2) verbindbaren Halteschiene (5),
die zur Aufnahme einer arretierbaren Halterung (3) vorgesehenen ist, welche über ein
Verbindungselement (1) mit einem in einer Führungsschiene (10) geführten Laufwerk
(12) verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (3) wenigstens eine Abschrägung (34) aufweist, gegen die ein mit
der Halterung (3) verschraubbarer Keil (7) derart führbar ist, dass die Halterung
(3) in der Halteschiene (5) arretierbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (3) und der Keil (7) in der Halteschiene (5) vorzugsweise durch
dieselbe Führungsrille (6) führbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,dadurch gekennzeichnet, dass in der Halteschiene (5) ein Anschlag (21) für die Halterung (3) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Keil (7) zwei Keilfüsse (72) aufweist, zwischen denen über einer die Keilfüsse
(72) verbindenden Platte (77) eine in ein in der Halterung (3) vorgesehenes Gewinde
(32) einschraubbare Zugschraube (39) einsetzbar ist, durch die der Keil (7) fest mit
der Halterung (3) verbindbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Keil (7) verbiegbare Haltebügel (74) aufweist durch die die Zugschraube
(39) im Keil (7) gehalten wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Keil (7) mit einer Abdeckung (22) derart verbindbar ist, dass das Endstück
der Halteschiene (5) abdeckbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (3) eine Bohrung (36) aufweist, durch die das Verbindungselement
(1) derart einschiebbar ist, dass dessen Kopfstück (8) durch eine Schulter (37) in
der Halterung (3) vorzugsweise drehbar gehalten wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (1) eine Schraube ist, die durch eine Schraube (38) arretierbar
ist oder die nach dem Einsetzen in die Bohrung (36) durch die Schulter (37) fixiert
wird.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteschiene (5) in eine an der Oberseite des Schiebeelementes (2) vorgesehene
Ausnehmung (4) derart einsetzbar ist, dass sie vom Schiebeelement (2) beidseitig umfasst
wird.