[0001] Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für monolithisch ausgekleidete Ofenwände,
umfassend einen keramischen Ankerstein zur Verankerung einer monolithischen Auskleidung
und ein Befestigungsmittel zur Befestigung des keramischen Ankersteins an einer ofenwand.
[0002] Aufgrund zunehmender thermischer und chemischer Belastungen in Kochtemperaturanlagen,
wie z.B. in der Zementproduktion, sind den rein metallischen Verankerungen für monolithische
Auskleidungen in den einzelnen Ofenbehältern stoffliche Grenzen gesetzt.
[0003] Aus diesem Grund ist der Einsatz sogenannter keramischer Anker mehr in den Vordergrund
gerückt. Die Verwendung der keramischen Anker ist dabei von besonderem Interesse in
Temperaturbereichen ab ca. 1.000 bis 1.200°C, jedoch kann eine Applikation bei Temperaturen
unterhalb von 1.000°C aus technischer und wirtschaftlicher Sicht ebenfalls sinnvoll
sein.
[0004] Bei den bisher bekannten keramischen Verankerungen ist der Ankerstein, der entweder
als Handform oder als plastisch gefertigtes Format zur Verfügung steht, über eine
Keilverbindung in das Befestigungsmittel eingebracht, so daß es durch instationäre
sowie stationäre thermische Einflüsse zu Ausdehnungen kommen kann, die den Ankerstein
reißen lassen oder eine Beschädigung der Haltevorrichtung hervorrufen können.
[0005] Außerdem ist bei den bis dato auf dem Markt befindlichen keramischen Verankerungen
eine wirtschaftliche Anwendung aufgrund eines äußerst ungünstigen Preis/Leistungsverhältnisses
in den meisten Fällen auf spezielle hochbelastete Ofenbereiche beschränkt geblieben.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Haltevorrichtung der eingangs genannten
Art zu liefern, die gegenüber dem Stand der Technik in wirtschaftlicher und qualitativer
Hinsicht verbessert und somit vielseitiger und großflächiger einsetzbar ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine gattungsgemäße Haltevorrichtung gelöst, die dadurch
gekennzeichnet ist, daß der Ankerstein auf hydraulischen Hochdruckpressen gefertigt
ist.
[0008] Vorteilhafterweise erfüllt die Herstellung von keramischen Ankersteinen auf hydraulischen
Hochdruckpressen einen hohen durchgehend homogenen Qualitätsanspruch, so daß sie im
Vergleich Zu marktüblichen, als Handform oder plastisch gefertigtes Format vorliegenden
Ankersteinen ein deutlich höheres Qualitätsniveau an mechanischen und mineralogischen
Eigenschaften aufweisen und zudem günstig in der Herstellung sind.
[0009] Erfindungsgemäß ist auch vorgeschlagen, daß sich der Ankerstein in Richtung der Ofenwand
konusartig verjüngt.
[0010] Ferner kann vorgesehen sein, daß der Ankerstein mit mindestens einer Nut und/oder
Rille ausgestaltet ist.
[0011] Dabei schlägt die Erfindung vor, daß eine oder mehrere Nuten und/oder eine oder mehrere
Rillen versetzt zueinander, umlaufend angeordnet sind.
[0012] Die Konuszität sowie die Nut- und/oder Federgestaltung, in Form der Nut(en) und/oder
Rille(n), des Ankersteins bewirken, bereits jede für sich und gemeinsam verstärkt,
eine stabile Einbindung des Ankersteins in die monolithische Auskleidung bei gleichzeitiger
Berücksichtigung der Gasdichtheit. Dies wirkt sich insbesondere auf die Haltbarkeit
der Auskleidung positiv aus.
[0013] Weiterhin schlagt die Erfindung vor, daß das Befestigungsmittel metallisch ist.
[0014] Ferner kann nach der Erfindung vorgesehen sein, daß das Befestigungsmittel eine Klaue
umfaßt, die an den Ankerstein angreift.
[0015] Dabei ist zur Gewährleistung eines sicheren Halts bzw. einer stabilen Lage des Ankersteins
durch das Befestigungsmittel bevorzugt, daß der Ankerstein in seinem Kopfbereich,
benachbart zu der Ofenwand, zwei von der Klaue umgreifbare Schultern aufweist.
[0016] Erfindungsgemäß kann auch vorgesehen sein, daß das Befestigungsmittel einen Bügel
aufweist, der einerseits mit der Klaue und andererseits mit der Ofenwand verbunden
ist.
[0017] Dabei schlägt die Erfindung vor, daß der Bügel an die Klaue angeschraubt ist.
[0018] Ferner ist gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß die Ofenwand metallisch ist, und
der Bügel an die Ofenwand angeschweißt ist.
[0019] Eine erfindungsgemäße Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsmittel
eine Feder, vorzugsweise in Form eines Federblechs, umfaßt.
[0020] Dabei schlägt die Erfindung vor, daß die Feder den Ankerstein physisch kontaktiert.
[0021] Mittels der Feder bzw. des Federblechs erfährt der Ankerstein, in der Klaue, vorteilhafterweise
eine flexible, "schwimmende" Lagerung, die zum einen eine stabile Halterung der monolithischen
Auskleidung auf Zug und zum anderen eine freie Beweglichkeit des Ankersteins in dem
Befestigungsmittel ermöglicht. Dies stellt eine signifikante Verbesserung gegenüber
bereits auf dem Markt vorhandenen, unbeweglichen Haltevorrichtungen dar. Bei den herkömmlichen
Systemen ist nämlich der einbautechnisch unbedingt erforderliche, auf Zug ausgelegte,
Kraftschluß des Ankersteins durch Eintreiben von Holz- oder Kunststoffkeilen bewirkt,
wobei aufgrund der Keilverbindungen durch sowohl instationäre als auch stationäre
thermische Einflüsse, die zu ggf. anisotropen Ausdehnungen der Materialien und unkontrollierten
Spannungen führen können, die Ankersteine reißen und/oder die Befestigungsmittel beschädigt
werden können.
[0022] Ferner kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß die Feder an den Bügel und/oder
die Klaue angeschraubt ist.
[0023] Die Erfindung schlägt dabei vor, daß eine Schraube, vorzugsweise eine Sechskantschraube
inklusive Sechskantmutter, für die Verbindung zwischen der Klaue, dem Bügel und dem
Federblech eingeschraubt ist.
[0024] Die Verwendung einer handelsüblichen Sechskantschraube inklusive Sechskantmutter,
die als reine Montagehilfen auch keine besonderen Ansprüchen bspw. hinsichtlich ihres
Temperaturverhaltens erfüllen müssen, ist fertigungstechnisch und preislich günstig.
[0025] Bevorzugt ist erfindungsgemäß auch, daß mindestens ein elastischer Dichtring, vorzugsweise
ein gummiartiger O-Ring, in der Schraubverbindung des Befestigungsmittels angeordnet
ist.
[0026] Dabei können nach der Erfindung zwei elastische Dichtringe vorgesehen sein, einer
zwischen dem Kopf einer Schraube und einer Seite des Befestigungsmittels und ein anderer
zwischen der anderen Seite des Befestigungsmittels und einer Schraubenmutter.
[0027] Der flexible Einsatz des Ankersteins durch Verwendung der Feder wird noch durch die
Wirkung des oder der elastischen Dichtringe in der Schraubverbindung verstärkt. Dabei
ist besonders vorteilhaft, daß nicht nur der Ankerstein in dem Befestigungsmittel
frei beweglich gelagert ist, sondern auch die Klaue und der Bügel zueinander flexibel
gehalten werden können. Diese hohe Flexibilität ist besonders beim erstmaligen Aufheizen
von Ofensystemen erforderlich, bei dem aufgrund des zunehmenden Temperaturgradienten
unterschiedliche Wärmeausdehnungsspannungen im Decken- und/oder Seitenwandaufbau auftreten
können. Obwohl unter Betriebsbedingungen elastischen Dichtringe meist verbrennen,
bleibt die Beweglichkeit in der Schraubverbindung trotzdem gewahrt.
[0028] Unter anderem zur Montageerleichterung schlägt die Erfindung ferner vor, daß der
Ankerstein in seinem Kopfbereich eine Ausnehmung aufweist, die der bereichsweisen
Aufnahme eines Schraubenkopfs oder einer Schraubenmutter der Schraubverbindung des
Befestigungsmittels dient.
[0029] Vorteilhafterweise, insbesondere hinsichtlich der Haltbarkeit, kann die Klaue erfindungsgemäß
aus hitzebeständigem, ferritischem oder aus austenitischem Flachmaterial, vorzugsweise
Flachstahl, durch Umformen hergestellt sein.
[0030] Ebenso kann der Bügel gemäß der Erfindung aus hitzebeständigem, ferritischem oder
aus austenitischem Flachmaterial, vorzugsweise Flachstahl, durch Umformen hergestellt
sein.
[0031] Ferner ist bevorzugt, daß das Federblech aus Federstahl besteht.
[0032] Auch kann vorgesehen sein, daß die Klaue mit einer Isoliermatte umwickelt ist.
[0033] Schließlich ist erfindungsgemäß auch vorgeschlagen, daß zumindest ein Teil des Befestigungsmittels
und ein Teil des Ankersteins mit einer Isolierwolle und/oder einer Isolierung, zwischen
der Ofenwand und der monolithischen Auskleidung, umgeben ist.
[0034] Der Erfindung liegt somit die überraschende Erkenntnis zu Grunde, daß keramische
Ankersteine auf hydraulischen Hochdruckpressen, in jedem gewünschten Format, qualitativ
hochwertig und dabei preisgünstig fertigbar sind. Die Qualität und Haltbarkeit der
erfindungsgemäßen Haltevorrichtung wird auf preisgünstige Weise überraschend auch
durch den flexiblen Einsatz des Ankersteins in das Befestigungsmittel, in dem er sich
frei bewegen kann, über eine Feder und ggf. elastische Dichtringe, gesteigert.
[0035] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung,
in der Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von schematischen Zeichnungen im
einzelnen erläutert sind. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Teilschnittansicht eines Deckeneinbaus unter Verwendung erfindungsgemäßer
Haltevorrichtungen für monolithisch ausgekleidete Ofenwände;
- Fig.en 2a-2d
- perspektivische Ansichten zum Illustrieren des Einbauens einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung
in eine Decke;
- Fig. 3
- eine perspektivische Teilschnittansicht eines Seitenwandeinbaus unter Verwendung erfindungsgemäßer
Haltevorrichtungen für monolithisch ausgekleidete Ofenwände;
- Fig.en 4a-4d
- perspektivische Ansichten zum Illustrieren des Einbauens einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung
in eine Seitenwand;
- Fig.en 5a-5b
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß verwendeten Ankersteins, von
vorne bzw. von der Seite;
- Fig.en 6a-6b
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß verwendeten Ankersteins, von
vorne bzw. von der Seite;
- Fig.en 7a-7b
- ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß verwendeten Ankersteins, von
vorne bzw. von der Seite; und
- Fig. 8
- eine Seitenansicht eines Befestigungsmittels zur Verwendung in einer erfindungsgemäßen
Haltevorrichtung.
[0036] In Fig. 1 sind mehrere erfindungsgemäße Haltevorrichtungen 1 in einer Decke 2 eines
Ofens eingebaut dargestellt. Das Kernstück der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung
1 ist dabei ein Ankerstein 3, der von einer Klaue 4 bereichsweise umgriffen wird.
Die Klaue 4 wiederum ist über einen Bügel 5 an einer metallischen Ofenwand 6 angebracht.
Ferner ist die Klaue 4 mit einer Isoliermatte 7 umwickelt, und die Isoliermatte 7
wiederum ist bereichsweise in einer Isolierung 8, über eine Isolierwolle 9, eingebettet.
Die Isoliermatte 7, die Isolierung 8 und die Isolierwolle 9 verlaufen dabei zwischen
der metallischen Ofenwand 6 und einer monolithischen Auskleidung 10, die über einen,
auf Zug ausgelegten, Kraftschluß über die Ankersteine 3 und die Befestigungsmittel
4, 5 stabil an der metallischen Ofenwand 6 angebracht ist.
[0037] Der in Fig. 1 gezeigte Deckeneinbau läßt sich wie folgt erhalten:
[0038] Der Ankerstein 3 wird maßgerecht auf hydraulischen Hochdruckpressen gefertigt, wobei
die konkrete Ausgestaltung desselben mit Bezug auf Fig.en 5a bis 7b detailliert beschrieben
ist.
[0039] Durch Umformen von hitzebeständigem Flachstahl werden einerseits die Klaue 4 sowie
andererseits der Bügel 5 nach Wunsch hergestellt.
[0040] Zur Vervollständigung der Bestandteile jedes Befestigungsmittels wird noch ein Federblech
11 aus Federstahl, dessen Bedeutung detailliert mit Bezug auf Fig. 8 beschrieben ist,
gefertigt und eine handelsübliche Schraube 12 ausgesucht.
[0041] Zuerst wird dann die Klaue 4 mit dem Bügel 5 und dem Federblech 11 über die Schraube
12 zum Herstellen eines Befestigungsmittels verschraubt, siehe Fig. 2a.
[0042] Als nächstes wird der metallische Bügel 5 an die metallische Ofenwand 6 unter Bildung
einer Schweißnaht 13 angeschweißt, siehe Fig. 2b.
[0043] Daraufhin wird der Ankerstein 3 zwischen die Klaue 4 und das Federblech 11 eingeschoben,
so daß der Ankerstein 3 einerseits zumindest bereichsweise von der Klaue 4 umgriffen
wird und somit stabil gelagert ist sowie andererseits über das Federblech 11 flexibel
gelagert ist, siehe Fig. 2c.
[0044] Im nächsten Arbeitsschritt wird die Klaue 4 mit der Isoliermatte 7 umwickelt. Danach
wird die Isolierwolle 9 und die Isolierung 8 und abschließend die monolithische Auskleidung
10 angebracht, so daß der in Fig. 1 gezeigte feuerfeste Ofendeckeneinbau entsteht.
[0045] Analog zu dem Einbau der monolithischen Auskleidung 10 in der Decke 2 über die Haltevorrichtungen
1 lassen sich erfindungsgemäße Haltevorrichtungen 21 auch für einen Einbau einer monolithischen
Auskleidung 30 in einer Seitenwand 22 verwenden, wie in Fig. 3 dargestellt. Dabei
ist ein Ankerstein 23, der der Verankerung der monolithischen Auskleidung 30 dient,
über eine Klaue 24 und einen Bügel 25 an einer metallischen Ofenwand 26 angebracht.
Jede Klaue 24 ist von einer Isoliermatte 27 umhüllt und bereichsweise in einer Isolierung
28, über eine Isolierwolle 29, eingebettet, so daß die Isoliermaterialien 27, 28,
29 zwischen der monolithischen Auskleidung 30 und der metallischen Ofenwand 26 zur
Bildung eines feuerfesten Ofenwandeinbaus angeordnet sind.
[0046] Auch der Seitenwandeinbau gemäß Fig. 3 läßt sich analog zu dem Deckeneinbau gemaß
Fig. 1 unter Verwendung eines Federblechs 31 und einer Schraube 32 pro Befestigungsmittel
und Herstellung einer Schweißnaht 33 zwischen jedem Bügel 25 und der metallischen
Ofenwand 26 erstellen, wie den Fig.en 4a bis 4d zu entnehmen ist.
[0047] In den Fig.en 5a bis 7b sind beispielhaft drei mögliche Ausgestaltungen von Ankersteinen
40, 50, 60 mit unterschiedlichen Längenaostufungen für verschiedene Wandstärken zur
Verwendung in erfindungsgemäßen Haltevorrichtungen bei der Feuerfestauskleidung von
Industrieöfen dargestellt. Dabei umfaßt jeder Ankerstein 40, 50, 60 einen Kopfbereich
mit einer Ausnehmung 41, 51, 61 und zwei Schultern 42, 52, 62 sowie einen sich zu
dem Kopfbereich hin konisch verjüngenden Rumpf, der mit umlaufenden, versetzten Nuten
43, 43', 53, 53', 63 und Rillen 44, 54, 64, 64' ausgebildet ist.
[0048] Jede Ausnehmung 41, 51, 61 dient der Aufnahme eines Endes einer entsprechenden Befestigungsmittelschraubverbindung.
Die Schultern 42, 52, 62 ermöglichen jeweils einer Klaue den entsprechenden Ankerstein
40, 50, 60 in seinem Kopfbereich beidseitig stabil zu umgreifen. Die Nuten 43, 43',
53, 53', 63 und Rillen 44, 54, 64, 64' sowie die Konuszität der Ankersteine 40, 50,
60 dienen der stabilen Verankerung einer monolithischen Auskleidung.
[0049] Fig. 8 zeigt ein Befestigungsmittel zur Verwendung in einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung,
das eine Klaue 70, einen Bügel 71, ein Federblech 72, eine Sechskantmutter 73, eine
Sechskantschraube 74 und zwei O-Ringe 75, 75' umfaßt. Dabei sind die Klaue 70, der
Bügel 71 und das Federblech 72 über die Sechskantschraube 74 unter Verwendung der
Sechskantmutter 73 verschraubt.
[0050] Mittels des Federblechs 72 erfährt ein Ankerstein bei der Montage in die Klaue 70
eine flexible Lagerung, d.h. er ist in dem Befestigungsmittel frei beweglich stabil
gelagert, so daß bspw. bei dem Entstehen von unkontrollierten Spannungen aufgrund
von ggf. anisotropen thermischen Ausdehnungen eine Verkeilung oder ein Zerreißen des
Ankersteins verhindert wird. Unterstützt wird diese Wirkung auch durch die beiden
O-Ringe 75, 75' in der Schraubverbindung, zwischen der Sechskantmutter 73 und der
Klaue 70 einerseits und dem Federblech 72 sowie dem Kopf der Sechskantschraube 74
andererseits, die insbesondere die Klaue 70 flexibel zu dem Bügel 71 hält.
[0051] Die hohe Flexibilität aufgrund der Wirkung des Federblechs 72 sowie der O-Ringe 75,
75' ist vor allem beim erstmaligen Aufheizen von Ofensystemen, aufgrund der dabei
häufig auftretenden Ausdehnungen im Seitenwand- und/oder Deckenaufbau, erforderlich.
Unter Betriebsbedingungen verbrennen die O-Ringe 75, 75' zwar meist, aber die Beweglichkeit
in der Schraubverbindung bleibt dennoch bewahrt. Daher liegt eine bewegliche Haltevorrichtung
vor.
[0052] Durch Nutzung von Fertigungssynergie, konstruktiver Innovation sowie materialwirtschaftlicher
Disposition liefert die Erfindung somit großflächig sowie vielseitig einsatzbare Haltevorrichtigungen
für monolithisch ausgekleidete Ofenwände.
[0053] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination
für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich
sein.
- 1
- Haltevorrichtung
- 2
- Decke
- 3
- Ankerstein
- 4
- Klaue
- 5
- Bügel
- 6
- metallische Ofenwand
- 7
- Isoliermatte
- 8
- Isolierung
- 9
- Isolierwolle
- 10
- monolithische Auskleidung
- 11
- Federblech
- 12
- Schraube
- 13
- Schweißnaht
- 21
- Haltevorrichtung
- 22
- Seitenwand
- 23
- Ankerstein
- 24
- Klaue
- 25
- Bügel
- 26
- metallische Ofenwand
- 27
- Isoliermatte
- 28
- Isolierung
- 29
- Isolierwolle
- 30
- monolithische Auskleidung
- 31
- Federblech
- 32
- Schraube
- 33
- Schweißnaht
- 40
- Ankerstein
- 41
- Ausnehmung
- 42
- Schulter
- 43
- Nut
- 43'
- Nut
- 44
- Rille
- 50
- Ankerstein
- 51
- Ausnehmung
- 52
- Schulter
- 53
- Nut
- 53'
- Nut
- 54
- Rille
- 60
- Ankerstein
- 61
- Ausnehmung
- 62
- Schulter
- 63
- Nut
- 64
- Rille
- 64'
- Rille
- 70
- Klaue
- 71
- Bügel
- 72
- Federblech
- 73
- Sechskantmutter
- 74
- Sechskantschraube
- 75
- O-Ring
- 75'
- O-Ring
1. Haltevorrichtung (1, 21) für monolithisch ausgekleidete Ofenwände (2, 22), umfassend
einen keramischen Ankerstein (3, 23, 40, 50, 60) zur Verankerung einer monolithischen
Auskleidung (10, 30) und
ein Befestigungsmittel (4, 5, 11, 12, 24, 25, 31, 32, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 75') zur Befestigung des keramischen Ankersteins (3, 23, 40, 50, 60) an einer Ofenwand
(6, 26),
dadurch gekennzeichnet, daß
der Ankerstein (3, 23, 40, 50, 60) auf hydraulischen Hochdruckpressen gefertigt ist.
2. Haltevorrichtung (1, 21) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
sich der Ankerstein (3, 23, 40, 50, 60) in Richtung der Ofenwand (6, 26) konusartig
verjüngt.
3. Haltevorrichtung (1, 21) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Ankerstein (3, 23, 40, 50, 60) mit mindestens einer Nut (43, 43', 53, 53',63) und/oder Rille (44, 54, 64, 64') ausgestaltet ist.
4. Haltevorrichtung (1, 21) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine oder mehrere Nuten (43, 43', 53, 53', 63) und/oder eine oder mehrere Rillen (44, 54, 64, 64') versetzt zueinander, umlaufend angeordnet sind.
5. Haltevorrichtung (1, 21) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Befestigungsmittel (4, 5, 11, 12, 24, 25, 31, 32, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 75')
metallisch ist.
6. Haltevorrichtung (1, 21) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Befestigungsmittel (4, 5, 11, 12, 24, 25, 31, 32, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 75') eine Klaue (4, 24) umfaßt, die an den Ankerstein (3, 23, 40, 50, 60) angreift.
7. Haltevorrichtung (1, 21) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Ankerstein (3, 23, 40, 50, 60) in seinem Kopfbereich, benachbart zu der Ofenwand
(6, 26), zwei von der Klaue (4, 24) umgreifbare Schultern (42, 52, 62) aufweist.
8. Haltevorrichtung (1, 21) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Befestigungsmittel (4, 5, 11, 12, 24, 25, 31, 32, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 75') einen Bügel (5, 25) aufweist, der einerseits mit der Klaue (4, 24) und andererseits
mit der Ofenwand (6, 26) verbunden ist.
9. Haltevorrichtung (1, 21) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Bügel (5, 25) an die Klaue (4, 24) angeschraubt ist.
10. Haltevorrichtung (1, 21) nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Ofenwand (6, 26) metallisch ist, und der Bügel (5, 25) an die Ofenwand (6, 26)
angeschweißt ist.
11. Haltevorrichtung (1, 21) für monolithisch ausgekleidete Ofenwände (2, 22), umfassend
einen keramischen Ankerstein (3, 23, 40, 50, 60) zur Verankerung einer monolithischen
Auskleidung (10, 30) und ein Befestigungsmittel (4, 5, 11, 12, 24, 25, 31, 32, 70,
71, 72, 73, 74, 75, 75') zur Befestigung des keramischen Ankersteins (3, 23, 40, 50, 60) an einer Ofenwand
(6, 26), insbesondere nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Befestigungsmittel (4, 5, 11, 12, 24, 25, 31, 32, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 75') eine Feder, vorzugsweise in Form eines Federblechs (11, 31, 72), umfaßt.
12. Haltevorrichtung (1, 21) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Feder (11, 31, 72) den Ankerstein (3, 23, 40, 50, 60) physisch kontaktiert.
13. Haltevorrichtung (1, 21) nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Feder (11, 31, 72) an den Bügel (5, 25) und/oder die Klaue (4, 24) angeschraubt
ist.
14. Haltevorrichtung (1, 21) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Schraube (12, 32), vorzugsweise eine Sechskantschraube (74) inklusive Sechskantmutter
(73), für die Verbindung zwischen der Klaue (4, 24), dem Bügel (5, 25) und dem Federblech
(11, 31, 72) eingeschraubt ist.
15. Haltevorrichtung (1, 21) nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens ein elastischer Dichtring, vorzugsweise ein gummiartiger O-Ring (75, 75'), in der Schraubverbindung des Befestigungsmittels (4, 5, 11, 12, 24, 25, 31, 32,
70, 71, 72, 73, 74, 75, 75') angeordnet ist.
16. Haltevorrichtung (1, 21) nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwei elastische Dichtringe (75, 75') vorgesehen sind, einer zwischen dem Kopf einer Schraube (12, 32, 74) und einer Seite
des Befestigungsmittels (4, 5, 11, 12, 24, 25, 31, 32, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 75') und ein anderer zwischen der anderen Seite des Befestigungsmittels (4, 5, 11, 12,
24, 25, 31, 32, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 75') und einer Schraubenmutter (73).
17. Haltevorrichtung (1, 21) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Ankerstein (3, 23, 40, 50, 60) in seinem Kopfbereich eine Ausnehnung (41, 51,
61) aufweist.
18. Haltevorrichtung (1, 21) nach einem der Ansprüche 6 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Klaue (4, 24) aus hitzebeständigem, ferritischem oder aus austenitischem Flachmaterial,
vorzugsweise Flachstahl, durch Umformen hergestellt ist.
19. Haltevorrichtung (1, 21) nach einem der Ansprüche 8 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Bügel (5, 25) aus hitzebeständigem, ferritischem oder aus austenitischem Flachmaterial,
vorzugsweise Flachstahl, durch Umformen hergestellt ist.
20. Haltevorrichtung (1, 21) nach einem der Ansprüche 11 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Federblech (11, 31, 72) aus Federstahl besteht.
21. Haltevorrichtung (1, 21) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Klaue (4, 24) mit einer Isoliermatte ( 7, 27) umwikkelt ist.
22. Haltevorrichtung (1, 21) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest ein Teil des Befestigungsmittels (4, 5, 11, 12, 24, 25, 31, 32, 70, 71,
72, 73, 74, 75, 75') und ein Teil des Ankersteins (3, 23, 40, 50, 60) mit einer Isoliermatte (7, 27)
und/oder einer Isolierwolle (9, 29) und/oder einer Isolierung (8, 28), zwischen der
Ofenwand (6, 26) und der monolithischen Auskleidung (19, 30), umgeben ist.