[0001] Die Erfindung betrifft eine Schutzeinrichtung für einen Türspalt bei einem gepanzerten
Sonderschutzfahrzeug nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
[0002] Eine solche Einrichtung ist aus DE 36 39 781 C1 bekannt.
[0003] Das zum Fahrzeuginneren weisende Ende des Türspaltes ist dort durch eine von der
Türzarge ausgehende parallel zu der Türöffnung verlaufende Panzerplatte vollständig
abgedeckt. Diese Panzerplatte überdeckt dabei auch noch einen Randbereich des Türflügels,
gegenüber dem sie in der zur Türöffnungsebene normalen Richtung einen geringen Spalt
aufweist. Durch das Abdecken des Türspaltes von der Türzarge aus mit einer bis in
den Randbereich des Türflügels reichenden Panzerplatte wird die Türöffnung, die bei
geöffnetem Türflügel gegeben ist, erheblich eingeengt. Gleichzeitig wirken die den
Türspalt überragenden Bereiche jener Panzerplatte gewichtserhöhend.
[0004] Hier eine Verbesserung zu schaffen, ist das Problem mit dem sich die Erfindung beschäftigt
und das sie mit einer Schutzeinrichtung nach den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs
löst.
[0005] Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, einen möglichst großen Teil der breitenmäßigen
Türspaltabdeckung an dem Rahmen des Türflügels vorzusehen, um eine möglichst große
Türöffnung bei geöffneter Tür zu erhalten, bzw. eine bei einem nicht gepanzerten Fahrzeug
vorhandene Türöffnung durch eine Türspalt-Schutzeinrichtung nicht oder allenfalls
möglichst wenig zu verkleinern.
[0006] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, die einen
Horizontalschnitt durch einen in einer Türzarge gelagerten Türflügel in dem Spaltbereich
zwischen diesen beiden Teilen zeigt. Die Türscharniere sind in der Zeichnung nicht
dargestellt.
[0007] Ein Türflügel 1 ist in einer karosserieseitigen Türzarge 2 mit einem daswischen liegenden
Spalt 3 gelagert.
[0008] Die Türzarge 2 liegt in dem Bereich der Seitenwand eines gepanzerten Sonderschutzfahrzeuges
und ist in die Karosserie des Fahrzeuges eingebettet.
[0009] Einen Teil des Rahmens des Türflügels 1 bildet an der dem Fahrzeuginneren zugewandten
Seite ein die Innenkante des Türflügelrahmens übergreifendes Schutzprofil 4 aus beispielsweise
Panzerstahl. Zum Fahrzeugäußeren hin schließt sich an das Schutzprofil 4 ein Profilteil
5 an, das an der Fahrzeugaußenfläche etwa bündig in den Karosseriebereich an der Türzarge
2 übergeht. Zwischen dem Schutzprofil 4 und dem außen liegenden Profil 5 ist eine
nicht dargestellte Panzerglasscheibe der Tür eingesetzt.
[0010] Das Schutzprofil 4 ist im Querschnitt etwa z-förmig ausgebildet. Eine der beiden
kurzen Schenkel bildet zusammen mit dem z-Mittelteil den Innenkantenbereich des Türflügels
1. Der zweite kurze Schenkel liegt innerhalb des Türspaltes 3 und deckt dort einen
zum Fahrzeuginnenraum hin liegenden Türspaltbereich von einem nach außen weisenden
Bereich in der Form einer Schutzleiste 6 ab. Die Schutzleiste 6 verläuft dabei etwa
senkrecht zur Türspalttiefe und wahrt einen Abstand gegenüber der Türzarge 2. Das
in dem gezeichneten Beispiel insgesamt einschließlich der Schutzleiste einteilige
Schutzprofil kann auch aus Einzelstücken zusammengesetzt sein.
[0011] Fahrzeuginnenraumseitig ragt über die Türzarge 2 in den Spalt 3 hinein eine parallel
zur Türöffnungsebene verlaufende Panzerplatte 7. Diese Panzerplatte 7 überdeckt nicht
die gesamte Breite des Spaltes 3 zwischen der Türzarge 2 und dem Schutzprofil 4 des
Türflügels 1. Da die Abstände zwischen Panzerplatte 7 und Schutzprofil 4 des Türflügels
1 einerseits und Schutzteile 6 und Türzarge 2 andererseits an gegenüberliegenden Enden
der Türspaltbreite liegen, ist ein direkter Geschoß-Durchtritt ausgeschlossen. In
den dort an der Grenze zum Fahrzeuginnenraum befindlichen Abstand zwischen dem Schutzprofil
4 des Türflügels 1 und der türzargenseitigen Panzerplatte 7 ragt von dem Schutzprofil
4 aus eine Splitterschutzleiste 8, die etwa in der gleichen Ebene ausgerichtet ist
wie die Panzerplatte 7.
[0012] Durch das Schutzprofil 4 mit der Schutzleiste 6, die Panzerplatte 7 sowie die Splitterschutz-Leiste
8 ergibt sich in dem an das Fahrzeuginnere angrenzenden Bereich des Spaltes 3 eine
Art Labyrinthdichtung gegen von außen eindringende Teile eines in den äußeren Bereich
des Spaltes 3 eindringenden und sich dort an der Schutzleiste 6 zerlegenden Geschosses
9.
[0013] Dabei stellt die Schutzleiste 6 in dem Spalt 3 im Zusammenspiel mit dem gepanzerten
Bereich der Türzarge 2 sicher, daß ein von außen in den Spalt eingedrungenes Geschoß
nur zerlegt die Panzerleiste 6 zum Fahrzeuginneren hin passieren kann. Teilstücke
des Geschosses 9, die hierdurch noch in das Fahrzeuginnere gelangen könnten, werden
durch die in den Spalt 3 ragende Splitterschutzleiste 8 sicher abgehalten oder zumindest
in eine für Fahrzeuginsassen unkritische Richtung umgelenkt.
[0014] Der große Vorteil der erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung besteht darin, daß sie
die Größe der Türöffnung praktisch nicht bzw. allenfalls geringfügig verkleinert und
dabei das Gewicht nur unwesentlich vergrößert.
1. Schutzeinrichtung für einen Türspalt (3) zwischen einem Türflügel (1) und einer karosserieseitigen
Türzarge (2) eines gepanzerten Sonderschutzfahrzeuges, bei der der Türspalt (3) in
einem an den Fahrzeuginnenraum angrenzenden Bereich gebildet ist
- durch ein die Innenkante des Türflügels (1) bildendes, sich in den Türspalt (3)
erstreckendes Schutzprofil (4), von dem etwa in der Mitte der Tiefe des Türspaltes
(3) eine Schutzleiste (6) etwa parallel zu der Ebene der Türöffnung in den Türspalt
(3) ragt und diesen in dieser Richtung nicht vollständig durchgreift und
- durch eine karosserieseitige in der Ebene der Türöffnung beabstandete karosserieseitige
Türzarge (2),
wobei dieser Spalt an seinem dem Fahrzeuginneren zugewandten Ende durch eine von
der Türzarge (2) ausgehende parallel zur Türöffnung verlaufende Panzerplatte (7) zumindest
teilweise abgedeckt ist,
gekennzeichnet durch die Merkmale
- der in den Türspalt (3) reichende Abschnitt des Schutzprofils (4) des Türflügels
(1) erfaßt lediglich einen Teilbereich der Tiefe des Spaltes (3),
- von dem innerhalb des Türspaltes (3) liegenden Ende des Schutzprofiles (4) ragt
die von diesem ausgehende oder mit diesem verbundene Schutzleiste (6) ab,
- auf dem den Türflügel (1) innen umgreifenden Teil des Schutzprofiles (4) des Türflügels
(1) ist von Seiten des Fahrzeuginnenraumes eine die Kante des Schutzprofils (4) innerhalb
der Tiefe des Türspaltes überragende, etwa parallel zu der inneren Panzerplatte (7)
verlaufende Splitterschutzleiste (8) angebracht.