[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum berührungslosen Erfassen
der Anwesenheit einer Person an verschiedenen Kontrollstellen.
[0002] Die Erfindung kann vorteilhaft beim Orientierungslauf eingesetzt werden.
[0003] In der Sportart Orientierungslauf sind durch den Wettkämpfer eine Anzahl von vorgegebenen
Kontrollposten vollständig und in einer vorgegebenen Reihenfolge anzulaufen. Jeder
Wettkämpfer führt ein ihm zugeordnetes Nachweisgerät mit sich, auf das von einer an
jedem Kontrollposten angebrachten Einrichtung ein jedem Kontrollposten zugeordneter
Code übertragen wird.
[0004] Andere Einsatzfälle der erfindungsgemäßen Einrichtung sind denkbar, z.B. zum Nachweis
von vorgeschriebenen Rundgängen des Wachpersonals in zu bewachenden Objekten.
[0005] Der Einsatz von kontaktlos les- und gegebenenfalls schreibbaren nichtflüchtigen Datenspeichern
im Sportbereich ist bekannt. Es existieren z.B. Anwendungen, in denen kontaktlos über
bestimmte Entfernungen Informationen aus unterschiedlich ausgebildeten Basisstationen
und in den Sportlern zugeordneten Datenspeichern vorrangig zur Erfassung von Zwischen-
und Endzeiten ausgelesen werden.
Solche Anordnungen sind beispielsweise in den Patentschriften WO 93/13500 und DE 44
43 402 A1 beschrieben, wobei gemeinsames Merkmal der bekannten Lösungen ist, daß die
Basisstationen notwendigerweise über Fernwirkeinrichtungen zur Datenerfassung verfügen.
[0006] Im Stand der Technik ist auch bekannt, kontaktlos auslesbare Codeträger zu verwenden,
die an einer geeigneten Stelle am Kontrollposten befestigt werden. Jeder innerhalb
eines Wettkampfes verwendete Codeträger besitzt eine eindeutige Codierung. Zum Nachweis
des Anlaufens der geforderten Kontrollposten verwendet jeder Wettkämpfer ein Auslesegerät,
das bis zur Auswertung des Wettkampfes die ausgelesenen Kontrollcodes und die Reihenfolge
des Anlaufens erfaßt und zusätzlich zum Kontrollcode die zugehörige Zeit speichert.
[0007] Nachteilig bei diesem Verfahren ist das Fehlen einer dem Kontrollposten zugeordneten
Signalisierungseinrichtung, die einen erfolgten Datenaustausch dem Wettkämpfer anzeigt.
Weiterhin ist es nicht möglich, am Kontrollposten Informationen über die den Posten
passierenden Wettkämpfer zu erfassen, zu verarbeiten, zu speichern oder über weitere
Zusatzeinrichtungen an eine Datensammelstelle zu übertragen. Das dem Wettkämpfer zugeordnete
und von ihm im Wettkampf mitzuführende Auslesegerät ist technisch aufwendig. Es benötigt
einen Energiespeicher und ist deshalb nicht wartungsfrei. Nachteilig ist ferner seine
für den Wettkämpfer störende Größe.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum
berührungslosen Orts- und Zeitnachweis von Personen an Kontrollstellen anzugeben,
bei dem der Wettkämpfer kein mitzuführendes zusätzliches Auslese- und Nachweisgerät
benötigt.
[0009] Ferner soll eine dem Kontrollposten zugeordnete Basisstation geschaffen werden, die
einen direkt am Kompaß plazierten Nachweisträger eindeutig wechselseitig identifiziert
und über technische Möglichkeiten zur Signalisierung, Speicherung und Fernübertragung
der ausgetauschten Daten verfügt.
[0010] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Verfahren gelöst, bei dem jeder Kontrollstelle
außer dem Code ein programmierbarer Zeitgeber zugeordnet ist und der Code und die
Uhrzeit mittels eines magnetischen Feldes auf einen der Person zugeordneten Datenträger
übertragen werden, wobei der Code und die Uhrzeit im Datenträger in einem nichtflüchtigen
Speicher gespeichert werden.
[0011] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, daß die Uhrzeit von einer
an der Kontrollstelle angebrachten Basisstation auf den Datenträger übertragen und
dort auf einem direkt adressierten Speicherplatz, der der eindeutigen Codierung der
jeweiligen Basisstation entspricht, abgelegt wird.
[0012] Die erfindungsgemäße Vorrichtung sieht vor, daß - der Datenträger einen nichtflüchtigen
Speicher aufweist und an einer definierten Stelle innerhalb eines Aufnahmekörpers
angeordnet ist und daß eine der Kontrollstelle zugeordnete Basisstation eine Führungsvorrichtung
zur Einführung des Aufnahmekörpers aufweist, die eine definierte Lage des eingeführten
Aufnahmekörpers gegenüber der Führungsvorrichtung gewährleistet.
[0013] Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Ansprüchen
5 bis 16 angegeben.
[0014] Durch den Einsatz eines Transponders mit einem Datenspeicher, der durch die von einer
Basisstation ausgesendeten und im Transponder gespeicherten Daten den Nachweis für
die Erfüllung der vorgegebenen Aufgaben erbringt und dessen zweckmäßige Integration
in vorhandene oder zu schaffende Vorrichtungen, wird eine zweckmäßige Handhabbarkeit
gewährleistet.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den zugehörigen
Zeichnungen zeigen:
Figur 1a, 1b, 1c drei Ausführungsformen eines plattenförmigen Aufnahmekörper mit integriertem
Datenträger,
Figur 2 einen Aufnahmekörper in Form einer Kompaßgrundplatte mit integriertem Datenträger
und Kompaßkapsel,
Figur 3 einen stabförmig ausgebildeten Aufnahmekörper mit integriertem Datenträger,
Figur 4 eine Basisstation mit plazierende Führungsvorrichtung mit optischer Signalisierungseinrichtung
in Vorderansicht
Figur 5 die zugehörige Draufsicht
Figur 6 eine bahnförmige Führungsvorrichtung in Vorderansicht
Figur 7 die zugehörige Draufsicht
und
Figur 8 die zugehörige Seitenansicht.
[0016] Ein miniaturisierter, nichtflüchtiger, les- und beschreibbarer Datenträger 1 ist
in einer definierten Lage am Aufnahmekörper 2 angebracht. Dazu verfügen die plattenförmigen
Aufnahmekörper 2a, 2b und 2c über mindestens eine rechtwinklige Außenbegrenzung, von
welcher der Datenträger 1 im Abstand a entfernt angeordnet ist. Es ist vorteilhaft,
weiterhin eine Lagehöhe h des Datenträgers 1 innerhalb des Aufnahmekörpers 2 einzuhalten.
Die Dicke des scheibenförmigen Aufnahmekörpers 2 entspricht mindestens der entsprechenden
Bauhöhe des Datenträgers 1, so daß bei einer Integration des Datenträgers 1 in den
Aufnahmekörper 2 die äußere Form des Aufnahmekörpers nicht verändert wird.
[0017] Figur 2 zeigt eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung,
bei der die Grundplatte eines Kompasses 3 als Aufnahmekörper des Datenträgers 1 verwendet
wird.
[0018] Die Figuren 1b, 1c und 3 zeigen Aufnahmekörper, die insbesonders für Basisstationen
mit speziellen Führungsvorrichtungen geeignet sind. Der Aufnahmekörper 2c in Figur
1c ist an eine Führungsvorrichtung 5b in Figur 6 angepaßt. Der Aufnahmekörper 2b in
Figur 1b und der stabförmige Aufnahmekörper 2d in Figur 3 sind für nicht näher erläuterte
Führungsvorrichtungen mit kreisförmigen oder rohrähnlichen Einführungen verwendbar.
[0019] Die Figuren 4 und 5 erläutern die Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum
Datenaustausch zwischen dem Datenträger 1 und der Basisstation 4. Dazu besitzt die
Basisstation 4 eine Führungsvorrichtung 5a mit einer keilförmigen Aussparung und einer
Bohrung, die gewährleisten, daß bei Plazierung des Aufnahmekörpers 2 mit Datenträger
1 in der Führungsvorrichtung 5a eine teilbestimmte Zwangsführung so erfolgt, daß die
magnetische Achse des Datenträgers 1 eine sichere Kopplung mit der magnetischen Achse
einer Koppelspule 6 der Basisstation 4 ermöglicht. Dazu überdeckt die Koppelspule
6 die gesamte Fläche des keilförmigen Ausschnitts und der Bohrung der Führungsvorrichtung
5a, in dem der Aufnahmekörper 2 mit Datenträger 1 plaziert werden kann. Die Gestaltung
der keilförmigen Aussparung der Führungsvorrichtung 5a ermöglicht die Plazierung genau
eines Aufnahmekörpers 2 auf der Basisstation 4. Die Wanddicke der Führungsvorrichtung
5 ist so gewählt, daß ein außerhalb der keilförmigen Aussparung und außerhalb der
Bohrung plazierter Datenträger 1 keine Daten mit der Basisstation austauschen kann.
Innerhalb der Führungsvorrichtung 5a sind optische Signaleinrichtungen 7 angeordnet,
die über Betriebszustände der Basisstation 4 und den erforderlichen Datenaustausch
zwischen Datenträger 1 und Basisstation 4 informieren. Die Lichtaustrittsflächen der
optischen Signaleinrichtungen 7a und 7b befinden sich im Innenbereich der keilförmigen
Aussparung der Führungsvorrichtung 5a, um störende Fremdlichteinflüsse weitgehend
zu unterbinden.
[0020] Die Figuren 6, 7 und 8 zeigen eine an die Basisstation 4 der erfindungsgemäßen Vorrichtung
angebrachte Führungsvorrichtung 5b zur Einführung und Lagefixierung des Aufnahmekörpers
2c. Die Führungsvorrichtung 5b besitzt einen Aufnahmeschlitz 10, der so ausgebildet
ist, daß der Aufnahmekörper 2c entlang einer begrenzten Bewegungsbahn in einer vorgegebenen
Lage geführt wird, so daß der Datenträger 1 des Aufnahmekörpers 2c sicher im Magnetfeld
einer in der Führungsvorrichtung 5b angebrachten und den Führungsschlitz 10 umschließenden
Formspule 11 bewegt wird.
[0021] Figur 6 zeigt eine bahnförmige Führungsvorrichtung in Vorderansicht, Figur 7 die
zugehörige Draufsicht und Figur 8 die zugehörige Seitenansicht.
[0022] Das Verfahren zur Nutzung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Orts- und Zeitnachweis
ermöglicht eine wettkampfspezifische Initialisierung des dem Wettkämpfer zugeordneten
Datenträgers vor Wettkampfbeginn. Informationen über Namen des Wettkämpfers, Verein,
Wettkampfklasse und Startzeit können direkt oder verschlüsselt über eine Startnummer
in den Datenträger 1 eingespeichert werden. Während des Wettkampfes erfolgt durch
Plazierung des Datenträgers 1 innerhalb des in der Basisstation 4 vorgesehenen Bereiches
die Übertragung der aktuellen Wettkampf- oder Uhrzeit von der Basisstation in den
Datenträger. Dazu kann jeder Basisstation direkt ein Speicherplatz im Datenträger
zugeordnet werden, der beispielsweise einer auf der Basisstation optisch sichtbar
aufgebrachten Codezahl entspricht. Der Datenaustausch zwischen Basisstation 4 und
Datenträger 1 kann durch den Wettkämpfer mittels der in der Führungsvorrichtung 5a
angebrachten Signalisierungseinrichtung 7a und 7b visuell erkannt werden. Bei zwei
Signalisierungseinrichtungen, denen vorteilhaft die Farben rot und grün zugeordnet
werden können, ist folgendes Schema zweckmäßig:
| Signalisierungseinrichtungen |
|
Beschreibung |
| grün |
rot |
|
| blinkt m. niedrig. Blinkfrequenz |
aus |
Basisstation ist initialisiert (stand-by) |
| blinkt m. hoher Blinkfrequenz |
aus |
Basisstation bereit, Datenträger nicht in Führungsvorrichtung |
| blinkt m. hoher Blinkfrequenz |
an |
Datenträger in Führungsvorrichtung, Datenaustausch ist beendet |
[0023] Zur Erhöhung der Sicherheit gegenüber unzulässigen Manipulationen kann der Zugriff
auf den Datenträger mit einein wettkampfspezifischen Passwort geschützt werden. Wird
der Zeitpunkt des Datenaustausches direkt auf einen der Kodierung der Basisstation
entsprechenden Speicherplatz geschrieben, so wird der jeweils letzte Vorgang gespeichert.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt das
Abspeichern eines Datensatzes bestehend aus dem Kontrollcode und der zugehörigen Zeit
fortlaufend. Dazu wird ein Speicherplatz des jeweils nachfolgenden Datensatzes bei
jedem Identifikationsvorgang inkrementiert. Mit dieser Ausführungsform wird der vollständige
Wettkampfverlauf des jeweiligen Sportlers eindeutig abgebildet.
[0024] Während des Datenaustausches zwischen Basisstation und Datenträger können wettkampftypische
Informationen aus dem Datenträger ausgelesen und zusammen mit der Uhrzeit in der Basisstation
gespeichert und befehlsgesteuert innerhalb des Wettkampfes über Fernwirkeinrichtung
ausgelesen oder nach Wettkampfende direkt in ein Auswertegerät übertragen werden.
Diese Möglichkeit der doppelten Identifizierung erhöht die Transparenz des Wettkampfes
und dessen Sicherheit.
Nach Durchlaufen der Ziellinie erfolgt das Auslesen des Datenträgers. Durch die Möglichkeit
einer rechnergestützten online-Auswertung sind eine sofortige Kontrolle und ein sofortiger
Ergebnisausdruck mit erweiterten Informationen realisierbar. Diese Informationen umfassen:
- Nachweis des Anlaufens geforderter Kontrollpunkte
- Nachweis des Anlaufens der geforderten Kontrollpunkte in einer vorgegebenen Reihenfolge
- Informationen über das Anlaufen nicht geforderter Kontrollpunkte
- Informationen über Teil- und Zwischenlaufzeiten
[0025] Ein Ergebnisausdruck kann die folgende Form haben:
| Name |
Klasse |
Strecke |
|
Wertung |
| Loewe |
H21 |
7,4 km |
-Posten gefordert 31-45-...-94-70-99 |
i.O. |
| Leo |
|
13 Posten |
-Posten zusätzlich 27 |
|
| 190 Hm |
-Fehlposten |
|
| -Laufzeit total 3:12 7:20 13:14 19:59 |
|
| -Laufzeitdifferenz 3:12 4:08 5:54 6:45 |
|
| -Laufgeschwindigkeit 6,0 km/h |
|
| Panther |
H40 |
5,6 km |
-Posten gefordert 32-45-...-67-71-99 |
i.O. |
| Peter |
|
11 Posten |
-Posten zusätzlich |
|
| 130 Hm |
-Fehlposten |
|
| -Laufzeit total |
|
| -Laufzeitdifferenz |
|
| -Laufzeitgeschwindigkeit |
|
[0026] Es ist vorteilhaft, am Start und am Ziel ebenfalls Basisstationen 4 zu verwenden,
die zusätzlich über akustische Signaleinrichtungen verfügen. Dazu werden die optischen
Anzeigeelemente 7a und 7b in folgender Weise angesteuert:
| Startbasisstation |
| rot |
|
grün |
|
| ein |
Datenträger im Feld |
aus |
|
| ein |
|
ein |
Startzeit ist erreicht |
| aus |
|
aus |
Datenträger aus dem Feld entfernt |
Zielbasisstation
Anzeige wie bei Feldbasisstation
[0027] Am Start erfolgt die Kontrolle der Startzeit mit Signalisierung der Startfreigabe,
im Ziel die Erfassung der Gesamtlaufzeit und das Auslesen der im Datenträger 1 während
des Wettkampfes gespeicherten Informationen. In einem weiteren Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt keine wettkampfspezifische Initialisierung
der Karte vor Wettkampfbeginn. Unmittelbar vor dem Start wird einer entsprechend konfigurierten
Basisstation 4 eine eindeutige dem Datenträger zugeordnete Identnummer in die der
wettkampfspezifischen Startnummer zugeordneten Speicherplätze kopiert. In diesem Fall
erfolgt die Zuordnung der wettkampfspezifischen Startnummer zur Kartennummer beim
Auslesen der im Datenträger 1 während des Wettkampfes gespeicherten Informationen.
[0028] Die Verwendung der erfindungsgemäßen Anordnung und des Verfahrens zum kontaktlosen
Orts- und Zeitnachweis macht eine dein Wettkämpfer zuzuordnende extra zu tragende
Registrierungseinrichtung überflüssig. Die Integration des Datenträgers 1 in den vom
Wettkämpfer immer mitgeführten Kompaß reduziert die Anzahl der unabhängig voneinander
im Wettkampf mitzuführenden technischen Hilfs- und Nachweismittel. Der Einsatz einer
erfindungsgemäß ausgestalteten Basisstation 4 ermöglicht den Einsatz eines dem Wettkämpfer
zugeordneten Datenträgers 1, der praktisch wartungsfrei und alterungsunabhängig ist.
Der Vorgang des Datenaustausches zwischen Basisstation 4 und Datenträger 1 wird innerhalb
einer konstanten Zeitdauer gewährleistet. Somit sind für alle Wettkampfteilnehmer
gleiche Bedingungen ohne Unterschiede in der Qualität der Nachweiscodes gegeben.
[0029] Die erfindungsgemäße Anordnung und das zugehörige Verfahren sind überall zweckmäßig
einsetzbar, wo eine zeit- und ortsgebundene Objektidentifikation vorrangig rückwirkend
in definierten Zeiträumen dokumentiert werden muß. Außer im Sportbereich kann dies
beispielsweise auch die periodische und aperiodische Überwachung von Gebäuden und
Anlagen betreffen.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Datenträger
- 2
- Aufnahmekörper
- 2a
- plattenförmiger Aufnahmekörper
- 2b
- plattenförmiger Aufnahmekörper
- 2c
- plattenförmiger Aufnahmekörper mit Führungsleiste
- 2d
- stabförmiger Aufnahmekörper
- 3
- Kompaß
- 4
- Basisstation
- 5a
- plazierende Führungsvorrichtung
- 5b
- bahnförmige Führungsvorrichtung
- 6
- Koppelspule
- 7a
- optische Signaleinrichtung
- 7b
- optische Signaleinrichtung
- 8
- Führungsleiste
- 9
- Formspule
- 10
- Aufnahmeschlitz
1. Verfahren zum berührungslosen Erfassen der Anwesenheit einer Person an verschiedenen
Kontrollstellen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kontrollstelle ein Code und eine Uhr zugeordnet ist und daß der Code und
die Uhrzeit mittels eines magnetischen Feldes auf einen Datenträger übertragen werden,
den die Person mitführt und ihr zugeordnet ist, und daß der Code und die Uhrzeit im
Datenträger in einen nichtflüchtigen Speicher gesichert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Uhrzeit von einer an der Kontrollstelle angebrachten Basisstation auf den
Datenträger übertragen und dort auf einen direkt adressierbaren, der jeweiligen Basisstation
zugeordneten Speicherplatz abgelegt wird, was einer eindeutigen Codierung der Basisstation
entspricht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Code und die Uhrzeit als ein Datensatz von einer an der Kontrollstelle angebrachten
Basisstation auf den Datenträger übertragen und dort fortlaufend gespeichert werden,
und daß die Speicheradresse in einen gesonderten Speicherplatz geschrieben und nach
jeder Datenübertragung die Adresse inkrementiert wird.
4. Vorrichtung zum berührungslosen Erfassen der Anwesenheit einer Person an verschiedenen
Kontrollstellen, vorzugsweise zur Erfassung der Anwesenheit beim Orientierungslauf,
wobei jeder Kontrollstelle ein Code zugeordnet ist, der kontaktlos auf einen der Person
zugeordneten Datenträger übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Datenträger (1) einen nichtflüchtigen Speicher aufweist und an einer definierten
Stelle innerhalb eines Aufnahmekörpers (2) angeordnet ist, und daß eine der Kontrollstelle
zugeordnete Basisstation (4) eine Führungsvorrichtung zur Einführung des Aufnahmekörpers
(2) besitzt, die eine definierte Lage des eingeführten Aufnahmekörpers (2) gegenüber
der Führungsvorrichtung gewährleistet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufnahmekörper (2a) plattenförmig ausgebildet ist und mindestens mit zwei
definierten Bezugskanten versehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufnahmekörper (2b) plattenförmig ausgebildet ist und der Datenträger (1)
in einem zungenförmigen Bereich des Aufnahmekörpers (2b) liegt, und daß eine nicht
näher erläuterte Führungsvorrichtung eine rohrförmige Einführung besitzt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufnahmekörper (2d) stabförmig ausgebildet ist, und daß eine nicht näher
erläuterte Führungsvorrichtung eine kreisförmige Einführung aufweist.
8. Vorrichtung nach Ansprch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufnahmekörper (2c) plattenförmig ausgebildet ist und zwei Führungsleisten
(8) besitzt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Führungsvorrichtung mindestens eine Spule und Führungselemente
derart angeordnet sind, daß sich der Datenträger (1) des in die Führungsvorrichtung
eingeführten Aufnahmekörpers (2) im Magnetfeld der Spule befindet.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der zugehörigen Führungsvorrichtung versehene Basisstation (4) optische
(7a und 7b), akustische oder mechanische Signalgeber einzeln oder kombiniert enthält.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- die Basisstation (4) Einrichtungen zur zeitweiligen Speicherung der von den Datenträgern
(1) eingelesenen Informationen aufweist,
- die Basisstation (4) einen setzbaren Zeitgeber und über Einrichtung verfügt, die
die aktuelle Zeit in den Datenträger (1) überträgt, wenn sich der Aufnahmekörper (2)
in der Führungsvorrichtung befindet.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Basisstation (4) über eine Schnittstelle mit einer Fernwirkeinrichtung verbunden
ist, die befehlsgesteurt wettkampfspezifische Daten zu einer zentralen Auswertungseinrichtung
überträgt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Führungsvorrichtung (5a) eine Koppelspule (6) und eine derart ausgebildete
keilförmige Aussparung besitzt, daß nur genau ein Aufnahmekörper (2) eingeführt werden
kann und dieser eine definierte Lage zur Koppelspule (6) einnimmt.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine Führungsvorrichtung (5b) einen an die Form des Aufnahmekörpers (2c) angepaßten
Schlitz (10) besitzt, und daß der Schlitz (10) den eingeführten Aufnahmekörper (2c)
entlang einer begrenzten Bewegungsbahn innerhalb der Führungsvorrichtung (5b) in einer
definierten Lage führt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß in der Führungsvorrichtung (5b) eine den Führungsschlitz (10) umschließende
Formspule (11) angebracht ist und die Formspule (9) in der Draufsicht rechteckig ausgebildet
und mindestens eine der kleinen Seiten abgewinkelt ist.
16. Vorrichtung nach einein der Ansprüche 4 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Formspule (9) in der Führungsvorrichtung (5b) derart angeordnet ist, daß
die Längsseiten der Formspule (9) in der Höhe der Bewegungsbahn des Datenträgers (1)
und die abgewinkelte Seite (bzw. Seiten) unterhalb des Führungsschlitzes (10) liegen.