[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Prüfung der Echtheit von Münzen, Jetons
oder anderen flachen metallischen Gegenständen der im Oberbegriff des Anspruchs 1
genannten Art.
[0002] Solche Münzprüfer eignen sich beispielsweise für die Identifizierung von Münzen bei
Telefonapparaten, Verkaufsautomaten, Zählern zur Messung von Energie etc.
[0003] Eine Einrichtung zur Prüfung der Echtheit von Münzen, Jetons oder anderen flachen
metallischen Gegenständen gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1 ist aus der amerikanischen
Patentschrift US 4 509 633 bekannt. Die Einrichtung umfasst Lichtschranken zur Ermittlung
der Sehnenlänge und einen induktiven Sensor zur Messung der Legierungszusammensetzung
der Münzen.
[0004] Aus der europäischen Patentschrift EP 694 888 ist eine Einrichtung zur Prüfung der
Echtheit von Münzen, Jetons oder anderen flachen metallischen Gegenständen bekannt,
bei der die Sehnenlänge der Münze mittels zweier Lichtschranken mit hoher Genauigkeit
auf optischem Weg bestimmt wird. Dieses optische Messprinzip vermag jedoch metallische
und nichtmetallische Münzen nicht zu unterscheiden.
[0005] Aus der europäischen Patentanmeldung EP 704 825 ist eine Einrichtung zur Prüfung
der Echtheit von Münzen, Jetons oder anderen flachen metallischen Gegenständen bekannt,
bei der die Legierungszusammensetzung der Münze mittels eines induktiven Sensors bestimmt
wird. Bei einer Münze mit einem grossen Durchmesser befindet sich der Rand der Münze
ausserhalb des Empfindlichkeitsbereiches des induktiven Sensors. Das Münzmaterial
entlang des Münzrandes trägt deshalb nichts zum Messresultat bei.
[0006] Sowohl bei einer Einrichtung nach der Lehre der US 4 509 633 als auch bei einer Einrichtung
nach der Lehre einer Kombination der beiden letztgenannten Dokumente können Münzen
nicht erkannt werden, die einen inneren Bereich aus einer ersten Legierung und einen
entlang dem Rand verlaufenden Bereich mit einer zweiten Legierung aufweisen. Ebenso
können Fälschungen, bei denen eine kleine Münze durch Aufbringen eines Randes aus
Karton oder Plastik eine grössere Münze simuliert, nicht von echten Münzen unterschieden
werden.
[0007] Bei einer aus der europäischen Patentschrift EP 543 200 bekannten Einrichtung zur
Prüfung der Echtheit von Münzen ist ein induktiver Sensor in der Form einer Spule
vorgesehen, die unterhalb der Bann des Münzkanals angeordnet ist und deren Magnetfeld
durch den Boden des Münzkanals hindurch senkrecht gegen die auf der Bahn rollende
Münze gerichtet ist, so dass der Rand der Münze magnetisch erfasst wird. Diese Lösung
erfordert einen zusätzlichen Sensor.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur Prüfung der Echtheit
von Münzen, Jetons oder anderen flachen metallischen Gegenständen vorzuschlagen, bei
der die vorgenannten Nachteile behoben sind.
[0009] Die Erfindung besteht in den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Ausgestaltungen
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0010] Gemäss der Erfindung wird die Erfassung eines neuen Messwertes des induktiven Sensors
vorgeschlagen, der als Kriterium für die Annahme oder Zurückweisung der Münze dient,
das zusätzlich zu den bestehenden Kriterien oder anstelle eines anderen Kriteriums
verwendet werden kann: Das Signal des induktiven Sensors wird zu einem Zeitpunkt erfasst,
an dem der Rand der rollenden Münze die empfindliche Zone des induktiven Sensors passiert.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausführung befindet sich der induktive Sensor zwischen zwei
Lichtschranken. Beim Durchgang der Münze wird das Signal des induktiven Sensors in
Funktion der Zeit als eine Folge von Messwerten zwischengespeichert. Aus den den Beginn
und das Ende des Abdunkelns der Lichtschranken markierenden Zeitpunkten wird gemäss
den physikalischen Bewegungsgesetzen die Sehnenlänge oder der Durchmesser der Münze
bestimmt. Anschliessend wird auch der Zeitpunkt berechnet, an dem sich der Rand der
Münze im Zentrum des induktiven Sensors befand und das Signal des induktiven Sensors
zu diesem Zeitpunkt aus den gespeicherten Messwerten durch Interpolation zurückgewonnen.
Der so ermittelte Messwert dient als Kriterium für die Annahme oder Zurückweisung
der Münze.
[0012] Bei einer anderen Variante passiert die Münze wenigstens eine vor oder nach dem induktiven
Sensor in geeignet gewähltem Abstand angeordnete Lichtschranke und das von der Lichtschranke
abgegebene Signal löst die Erfassung des Signals des induktiven Sensors direkt aus.
[0013] Bei einer weiteren Variante wird der induktive Sensor so angeordnet, dass seine empfindliche
Zone etwa auf der Höhe des Bodens des Münzkanals angeordnet ist. Der Rand der Münzen
geht dann immer durch das Zentrum und die Legierungszusammensetzung der Münze kann
auf bekannte Weise gemessen werden.
[0014] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1
- Eine Einrichtung zur Prüfung der Echtheit von Münzen mit zwei Lichtschranken und einem
induktiven Sensor,
- Fig. 2
- das Signal des induktiven Sensors in Funktion der Zeit,
- Fig. 3
- eine weitere Einrichtung zur Prüfung der Echtheit von Münzen,
- Fig. 4
- eine Einrichtung mit einem speziell angeordneten induktiven Sensor,
- Fig. 5
- eine Einrichtung zur Kontrolle der elektrischen Leitfähigkeit der Münzen, und
- Fig. 6
- eine Einrichtung mit einem akustischen Sensor.
[0016] Die Fig. 1 zeigt eine Einrichtung zur Prüfung der Echtheit von Münzen oder Jetons
oder anderen flachen metallischen Gegenständen, die im folgenden als Münze benannt
werden. Die Einrichtung weist in an sich bekannter Weise einen Münzkanal K, zwei Lichtschranken
L1 und L2, einen induktiven Sensor S1 sowie elektronische Mittel E zur Erfassung und
Auswertung der von den Lichtschranken L1 und L2 und dem Sensor S1 abgegebenen elektrischen
Signale auf. Der Sensor S1 ist vorteilhaft zwischen den beiden Lichtschranken L1 und
L2 angeordnet. Im Bereich vom Münzeinlass bis zur ersten Lichtschranke L1 ist der
Münzkanal K beispielsweise gemäss der Lehre des europäischen Patents EP 710 935 so
ausgebildet und mit energieabsorbierenden Elementen versehen, dass ein Hüpfen oder
Springen der Münze M zwischen den beiden Lichtschranken L1 und L2 im Normalfall nicht
auftritt. Im Bereich zwischen den beiden Lichtschranken L1 und L2 ist der Münzkanal
K als schiefe Ebene SE ausgebildet, die gegenüber der Horizontalen H um den Winkel
Θ geneigt ist. Auf der schiefen Ebene SE zwischen den beiden Lichtschranken L1 und
L2 bewegt sich die Münze M nun bei konstanter Beschleunigung hinab, die sich als Folge
der Gravitationskraft und von Reibungskräften einstellt. Die Bewegung kann ein Rollen
ohne Gleiten, ein Gleiten ohne Rollen oder eine Kombination von Rollen und Gleiten
sein. Die Lichtschranken L1 und L2 sind oberhalb der schiefen Ebene SE auf einer vorbestimmten,
gleichen Höhe h und in einem vorbestimmten Abstand L angeordnet. Die von der Münze
M auf der Ebene SE zur Zeit t zurückgelegte Wegstrecke ist mit der Koordinate x(t)
bezeichnet.
[0017] Beim Rollen entlang des Münzkanals K deckt die Münze M nacheinander die beiden Lichtschranken
L1 und L2 ab. Die elektronischen Mittel E erfassen die Zeitpunkte t
0 - t
3, wobei die Zeitpunkte t
0 und t
1 den Beginn bzw. das Ende des Abdeckens der ersten Lichtschranke L1 und die Zeitpunkte
t
2 und t
3 den Beginn bzw. das Ende des Abdeckens der zweiten Lichtschranke L2 bezeichnen. Die
Nullpunkte x
0 und t
0 der Koordinatenachse x und der Zeit t sind so gewählt, dass x
0 = 0 bzw. t
0 = 0 ist, wenn die Münze M beginnt, die erste Lichtschranke L1 abzudecken. Dem europäischen
Patent EP 694 888 ist nun zu entnehmen, dass aus den gemessenen Zeiten t
0 - t
3 die Koordinate x(t) für einen beliebigen Zeitpunkt t berechnet werden kann, z.B.
gemäss der Gleichung

wobei a die als konstant angenommene Beschleunigung und v
0 die Anfangsgeschwindigkeit der Münze M zur Zeit t
0 bezeichnen.
[0018] Die Münze M kann gemäss den Gleichungen

und

entweder durch ihre Sehnenlänge B oder ihren Durchmesser D charakterisiert werden.
[0019] Beim Rollen der Münze M entlang des Münzkanals K erfassen die elektronischen Mittel
E auch das vom induktiven Sensor S1 abgegebene Signal s(t) und speichern es als eine
digitale Folge von diskreten Werten

, wobei der Index i z.B. Werte von 1 bis 64 annimmt und τ
i gegeben ist durch

. Die Zeitdauer Δt ist eine geeignet vorbestimmte Grösse.
[0020] Die Fig. 2 zeigt das Signal s(t) des induktiven Sensors S1 (Fig. 1). Eingezeichnet
sind Zeitpunkte t
4 und t
5. Die Kreuze markieren auf der Signalkurve s(t) die beim Durchgang der Münze M erfassten
und in der Folge f gespeicherten Werte

. Zum Zeitpunkt t
4 passiert der vordere Rand der Münze M das Zentrum des induktiven Sensors S1 und die
Münze M befindet sich am Ort

[0021] Der Ort w
1 hängt vom Durchmesser D bzw. der Sehnenlänge B der Münze M ab:

[0022] Der Wert w
1(B) lässt sich nach der Bestimmung der Sehnenlänge B gemäss der Gleichung (3) aus
einer Tabelle entnehmen. Anschliessend lässt sich aus den Gleichungen (1) und (4)
der Zeitpunkt t
4 berechnen und dann aus der Folge f durch Interpolation der Messwert s(t
4) bestimmen. Auf diese Weise lässt sich also das Signal des induktiven Sensors S1
genau dann festhalten, wenn die Münze M bezüglich des induktiven Sensors S1 eine vorbestimmte
geometrische Lage einnimmt.
[0023] Auf analoge Weise lässt sich der Messwert s(t
5) bestimmen, wenn der hintere Rand der Münze M das Zentrum des induktiven Sensors
S1 passiert, wobei diese Lage definiert ist durch den Ort w
2.
[0024] Es hängt von der Gesamtheit der zu prüfenden Münzsorten ab, ob die Orte w
1(B) und w
2(B) in einer Tabelle zu speichern sind, oder ob für alle Münzsorten ein gemeinsamer
Wert w
1 und/oder w
2 verwendet werden kann.
[0025] Mit der Formel (1) lässt sich der Zeitpunkt, an dem der Rand der Münze M das Zentrum
des induktiven Sensors S1 passiert, mit hoher Genauigkeit berechnen. Die Formel (1)
könnte natürlich durch eine weniger genaue Gleichung ersetzt werden, die, anstatt
eine konstante Beschleunigung a der Münze M während der Passage zwischen den Lichtschranken
L1 und L2 vorauszusetzen, aus den Zeitpunkten t
0 bis t
3 eine mittlere Geschwindigkeit der Münze M ermittelt und daraus die gewünschte Zeit
t
4 oder t
5 mit geringerer Genauigkeit berechnet.
[0026] Gemäss der Lehre der EP 704 825 dient auch das Maximum s
M (Fig. 2) des Signals s(t) als Kriterium für die Annahme oder Zurückweisung der Münze
M.
[0027] Die Fig. 3 zeigt eine weitere Einrichtung mit wenigstens der Lichtschranke L1 und
dem induktiven Sensor S1. Der Abstand d
1 zwischen der Lichtschranke L1 und dem induktiven Sensor S1 ist an die Münzen M1 einer
speziellen Sorte derart angepasst, dass sich der Rand der Münze M1 etwa im Zentrum
des induktiven Sensors S1 befindet, wenn die Münze M1 die Lichtschranke L1 nicht mehr
abdeckt, d.h. im Zeitpunkt t
1. Bei dieser Anordnung löst die Lichtschranke L1 die Erfassung des Wertes des Signals
s(t
1) zum Zeitpunkt t
1 direkt während des Durchganges der Münze M1 aus und die Zwischenspeicherung des Signals
s(t) als Folge f kann entfallen.
[0028] Das gleiche Prinzip kann angewendet werden für die Lichtschranke L2, die in Laufrichtung
der Münze nach dem induktiven Sensor S1 angeordnet ist. Der Abstand d
2 zwischen der Lichtschranke L2 und dem induktiven Sensor S1 kann gleich dem Abstand
d
1 oder, angepasst an die Münzen M2 einer zweiten Sorte, verschieden davon sein.
[0029] Durch die Anordnung der Lichtschranken L1 und L2 in geeignet vorbestimmten Abständen
d
1 und d
2 vom induktiven Sensor S1 kann bei dieser einfachen Lösung die Zwischenspeicherung
des Signals s(t) entfallen, da die Lichtschranken L1 und L2 die direkte Erfassung
von zwei wenigstens bestimmte Münzen M1 und M2 einschränkend charakterisierenden Werten
des Signals s(t) steuern.
[0030] Die vorgeschlagenen Einrichtungen eignen sich insbesondere zur Prüfung von Münzen,
deren Rand aus einem Material mit einer anderen Legierungszusammensetzung als deren
Mitte besteht. Solche Münzen erscheinen optisch zweifarbig. Ein Beispiel einer solchen
bicoloren Münze ist die französische Zehn-Centimes Münze. Der induktive Sensor S1
dient also je nach Verwendung der vorgängig beschriebenen Lösungen zur Bestimmung
der Legierungszusammensetzung des Randes bzw. des Randes und der Mitte.
[0031] Auch Münzen, deren Rand in betrügerischer Absicht durch Anbringen von Plastik oder
Karton verändert wurde, um einen grösseren Durchmesser vorzutäuschen, werden von den
beschriebenen Einrichtungen als Fälschung erkannt und zurückgewiesen.
[0032] Oft ist es erforderlich, den als Spule oder als Spule mit einem gegenüberliegend
angeordneten metallischen Plättchen ausgebildeten induktiven Sensor S1 bei zwei verschiedenen
Frequenzen f1 und f2 zu betreiben, wobei die Spule z.B. gemäss der Lehre der schweizerischen
Patentanmeldung CH 869/96 mit beiden Frequenzen f1 und f2 gleichzeitig beaufschlagt
werden kann oder wobei die Spule bis zum Erreichen der Maximums des Signals s(t) mit
der ersten Frequenz f1 und anschliessend mit der zweiten Frequenz f2 beaufschlagt
wird.
[0033] Ein weiterer induktiver Sensor ist in der Regel vorgesehen zur Bestimmung der Dicke
der Münze M.
[0034] Die Fig. 4 zeigt nun eine Einrichtung, bei der ein induktiver Sensor S2 relativ zum
Boden des Münzkanals K so angeordnet ist, dass sich das Zentrum der empfindlichen
Zone auf der Höhe des Münzkanals K oder um eine kleine Strecke z darüber befindet,
so dass der Rand jeder Münze M erfasst wird. Der induktive Sensor S2 ist in einer
Seitenwand des Münzkanals angeordnet und sein durch einen Pfeil angedeutetes Feld
1 ist seitlich gegen die Münze M, d.h. parallel zur Drehachse der Münze M, gerichtet.
Das Signal des induktiven Sensors S2 kann auf bekannte Art ausgewertet werden, eine
Synchronisation durch die Lichtschranken L1, L2 ist nicht erforderlich.
[0035] Die Fig. 5 zeigt eine weitere Einrichtung, mit der geprüft werden kann, ob die Münze
M durch Aufkleben von einem elektrisch isolierenden Material wie Plastik oder Karton
in betrügerischer Absicht verändert wurde. Der Boden des Münzkanals K und die gegenüber
der Vertikalen leicht geneigte Rückwand des Münzkanals K sind mit je einer elektrisch
leitenden Schicht 2 bzw. 3, z.B. mit Metallfolien, beschichtet. Die elektronischen
Mittel E sind eingerichtet zur Messung des elektrischen Widerstandes zwischen den
beiden Schichten 2 und 3. Eine normale Münze M führt beim Durchgang wenigstens kurzzeitig
zu einem Kurzschluss zwischen den Schichten 2 und 3, eine manipulierte Münze nicht.
Das Auftreten des Kurzschlusses ist eine notwendige Bedingung für die Annahme der
Münze M.
[0036] Die Fig. 6 zeigt eine Einrichtung, bei der die Münze M auf ein metallisches Plättchen
4 aufprallt, das fest oder lose in einer Vertiefung 5 des Bodens des Münzkanals K
angeordnet ist. Der Münzkanal K weist dabei beispielsweise die im europäischen Patent
EP 710 935 beschriebene Geometrie auf und das metallische Plättchen 4 dient gleichzeitig
zur Absorption von Energie der Münze M. Der Aufprall führt bei einer echten Münze
M zu einem charakteristischen metallischen Klang, der mittels eines akustischen Sensors,
d.h. eines Mikrophons 6, erfasst und von den elektronischen Mitteln E weiterverarbeitet
wird. Vorgesehen ist insbesondere eine Analyse, ob in einem vorbestimmten Frequenzband
ein nennenswertes Signal auftritt. Bei einer manipulierten Münze ist der Klang dumpf
und führt zu ihrer Zurückweisung.
1. Einrichtung zur Prüfung der Echtheit von Münzen (M), Jetons oder anderen flachen metallischen
Gegenständen, mit elektronischen Mitteln (E), wobei die zu prüfende Münze (M) auf
einer gegenüber der Horizontalen (H) um einen Winkel Θ geneigten Bahn eine erste Lichtschranke
(L1), einen induktiven Sensor (S1) und eine zweite Lichtschranke (L2) passiert, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronischen Mittel (E) den Zeitpunkt t0 des Beginns des Abdeckens der ersten Lichtschranke (L1), den Zeitpunkt t1 des Endes des Abdeckens der ersten Lichtschranke (L1), den Zeitpunkt t2 des Beginns des Abdeckens der zweiten Lichtschranke (L2) und den Zeitpunkt t3 des Endes des Abdeckens der zweiten Lichtschranke (L2) erfassen und die Sehnenlänge
B der Münze (M) aus diesen vier Zeitpunkten t0, t1, t2, t3 gemäss einer vorbestimmten Gleichung berechnen, dass die elektronischen Mittel (E)
das vom induktiven Sensor (S1) gelieferte Signal s(t) vom Zeitpunkt t0 bis zum Zeitpunkt t3 als eine Folge f von diskreten Werten erfassen und dass das Signal s(t) zu einem
gemäss einer vorbestimmten Gleichung durch die Zeitpunkte t0, t1, t2 und t3 bestimmten Zeitpunkt t4 aus der Folge f berechnet wird und als Kriterium für die Annahme oder Zurückweisung
der Münze (M) dient.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichung

zur Berechnung des Zeitpunktes t
4 dient.
3. Einrichtung zur Prüfung der Echtheit von Münzen (M), Jetons oder anderen flachen metallischen
Gegenständen, bei der die zu prüfende Münze (M) auf einer gegenüber der Horizontalen
(H) um einen Winkel Θ geneigten Bahn einen induktiven Sensor (S1) und eine Lichtschranke
(L1; L2) passiert, dadurch gekennzeichnet, dass das von der Lichtschranke (L1; L2) gelieferte Signal den Zeitpunkt t bestimmt, an
dem das Signal des induktiven Sensors (S1) erfasst wird und dass das derart gemessene
Signal als Kriterium für die Annahme oder Zurückweisung der Münze (M) dient.
4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Münze zuerst die Lichtschranke (L1) und dann den induktiven Sensor (S1) passiert
und dass der Zeitpunkt t gleich dem Zeitpunkt t1 des Endes des Abdeckens der Lichtschranke (L1) ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Münze (M) zuerst den induktiven Sensor (S1) und dann die Lichtschranke (L2) passiert
und dass der Zeitpunkt t gleich dem Zeitpunkt t2 des Beginns des Abdeckens der Lichtschranke (L2) ist.
6. Einrichtung zur Prüfung der Echtheit von Münzen (M), Jetons oder anderen flachen metallischen
Gegenständen, bei der sich die zu prüfende Münze (M) auf dem Boden einer gegenüber
der Horizontalen (H) um einen Winkel Θ geneigten Bahn hinabbewegt und wenigstens einen
induktiven Sensor (S2) passiert, dadurch gekennzeichnet, dass der induktive Sensor (S2) ein Magnetfeld erzeugt, das seitlich gegen die Münze gerichtet
ist und das die Münze vorwiegend auf der Höhe des Bodens erfasst.