[0001] Die Erfindung betrifft einen Schiebeverschluss für einen Metallschmelze enthaltenden
Behälter, mit einem Gehäuserahmen, in dem eine feuerfeste Bodenplatte und eine an
letztere mittels Federorganen abdichtend anpressbare, in einer Schiebereinheit angeordnete
feuerfeste Schieberplatte enthalten ist, wobei die Schiebereinheit mittels eines Antriebsorganes
hin- und herbewegbar ist.
[0002] Ein bekannter Schiebeverschluss nach der Druckschrift DE-C2 25 23 928, der sich insbesondere
für einen Konverter als Metallschmelze enthaltenden Behälter eignet, weist eine Schiebeverschlussbaueinheit
auf, die mit bekannten feuerfesten Verschleissteilen, namentlich einer Schieber-,
einer Bodenplatte und einer Auslaufhülse, vormontiert ist. Diese vormontierte Einheit
wird mittels Augenschrauben und Führungsbolzen an einen am Abstich des Konverters
angebrachten Rahmen befestigt. Bei diesem Anbau muss gewährleistet sein, dass die
beim Verschluss vorstehende Bodenplatte in die Nut des vordersten Abstichsteins des
Abstichkanals eingreift und durch den zwischen diese eingesetzten und nachfolgend
aushärtenden Mörtel eine dichte Verbindung erzeugt wird, wodurch ein Auslaufen der
Stahlschmelze zwischen dieser Bodenplatte und des zu dieser korrespondierenden Abstichsteins
verhindert wird, ansonsten ein Auslaufen von flüssiger Metallschmelze zwischen diesen
Feuerfestteilen zu einer Zerstörung der gesamten Schiebeverschlussbaueinheit führen
könnte.
[0003] Bei diesem bekannten Schiebeverschluss müssen die Verschlussplatten regelmässig ausgewechselt
werden, da diese einem relativ starken Verschleiss ausgesetzt sind. Ein solcher Wechsel
ist jedoch mit einigem Arbeitsaufwand verbunden, da der Verschluss vom heissen Konverter
weggenommen geöffnet, die Platten ersetzt und dieser folglich wieder an das Abstichloch
des Konverters montiert werden muss. Beim Montieren ist - wie bereits oben erwähnt
- sicherzustellen, dass die Verbindung zwischen der Bodenplatte und dein an dieser
anschliessenden feuerfesten Abstichstein durch Einsetzen von Mörtel absolut dicht
ist.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht demgegenüber darin, einen Schiebeverschluss
nach der eingangs beschriebenen Gattung zu schaffen, der im Wesentlichen in einem
automatisierten Betrieb auf einfache Art und Weise vom Behälter wegnehmbar ist bzw.
an diesen montiert werden kann, und bei dem die Dichtheit zwischen den Platten einerseits
bzw. zwischen der Bodenplatte und dem an dieser anschliessenden Kopfteil andererseits
vollauf gewährleistet ist.
[0005] Erfindungsgemäss ist die Aufgabe durch das Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Mit diesem erfindungsgemässen Schiebeverschluss lassen sich die in diesem eingesetzten
verschleissenden Feuerfestplatten auswechseln, ohne dass an dem heissen Behälter,
insbesondere, wenn es sich um einen Konverter handelt, länger dauernde manuelle Arbeiten
ausgeführt werden müssen. Bei der Anwendung von Schiebeverschlüssen an einem Konverter
ist im weiteren zu berücksichtigen, dass die feuerfesten Platten eine Länge bis zu
600 Millimetern oder noch länger aufweisen, und sie daher kaum mehr von Hand ausgewechselt
werden können. Auch dies ist beim Schiebeverschluss nach der Erfindung vortrefflich
gelöst.
[0007] Ausführungsbeispiele der Erfindung sowie weitere Vorteile derselben sind nachfolgend
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig.1
- einen Längsschnitt eines erfindungsgemässen Schiebeverschlusses,
- Fig.2
- eine Ansicht auf die Unterseite des Schiebeverschlusses nach Fig.1,
- Fig.3
- einen Querschnitt des Schiebeverschlusses nach Fig.1, wobei dieser nur hälftig dargestellt
ist,
- Fig.4
- einen Längsschnitt einer Ausführungsvariante eines teilweise dargestellten Behälterausgusses
und dem daran anschliessenden Schiebeverschluss nach Fig.1,
- Fig.5
- eine Seitenansicht des Schiebeverschlusses nach Fig.1 mit Darstellung der Kupplungseinrichtung
und
- Fig.6
- eine schematische Ansicht des Manipulators sowie des am Behälter montierten Schiebeverschlusses
nach Fig.1.
[0008] Fig.1 zeigt einen Schiebeverschluss 20, welcher am Ausguss 12 eines Metallschmelze
enthaltenden Behälters 10 angeordnet ist. Bei diesem andeutungsweise veranschaulichten
Behälter 10 handelt es sich um einen Konverter, bei dem der Ausguss 12 nicht wie üblich
auf der Unterseite, sondern im oberen Bereich der Seitenwandung des Behälters angeordnet
ist. Bei der Entleerung wird er gekippt und die darin vorgängig behandelte Metallschmelze
fliesst durch den als Abstich bezeichneten Ausguss 12 in eine Pfanne oder dergleichen.
Von dem als Konverter vorgesehenen Behälter 10 ist dabei nur ein aussenseitiger metallener
Auslaufstutzen 14, in welchem in teilweiser Darstellung eine feuerfeste Einlaufhülse
11, eine diese umschliessende Feuerfesthülse 16 sowie ein Mörtelbett 15 angeordnet
ist. Dieser Behälter 10 ist ansonsten ähnlich ausgebildet wie derjenige, der in der
eingangs erwähnten Druckschrift DE-PS 25 23 928 gezeigt ist. An der Stirnseite des
Auslaufstutzens 14 ist eine Adapterplatte 40 lösbar fixiert, an welche ihrerseits
der Schiebeverschluss 20 befestigt ist.
[0009] Dieser Schiebeverschluss 20 hat einen Gehäuserahmen 22 in welchem eine stationäre
feuerfeste Bodenplatte 25 mit einer unteren Gleitfläche 28, eine an letztere abdichtend
anpressbare Schieberplatte 26 und eine diese haltende Schiebereinheit 23 vorgesehen
ist. Letztere wird über eine an diese ankoppelbare Schubstange 29 von einem Antriebsorgan
hin- und herbewegt, wodurch der Schiebeverschluss 10 in Öffnungsposition - wie dargestellt
- bzw. in Schliessstellung verschiebbar ist. An die Schieberplatte 26 schliesst ferner
eine feuerfeste Ausgusshülse 32 an, durch welche die ausfliessende Metalischmelze
in die Pfanne oder dergleichen geleitet wird. Es sei hierbei noch vermerkt, dass der
Schiebeverschluss bei Konverterabstichen nur entweder die Öffnungs- oder aber die
Schliessposition einnimmt und daher kein geregeltes Abgiessen der Ausflussmenge erfolgt.
[0010] Die Bodenplatte 25 weist auf der Oberseite eine zu ihrer unteren Gleitfläche 28 parallele
Gleitebene 27 auf und sie ist in Richtung dieser Gleitfläche 28 stationär, indessen
senkrecht dazu verstellbar im Gehäuserahmen 22 angeordnet. Dadurch ist sie an einen
am Behälterausguss 12 befestigbaren feuerfesten Kopfteil 42 anpressbar und bildet
zusammen mit letzterem eine dichte Trennstelle. Die Bodenplatte 25 ist dabei von einer
Kassette 25

eingefasst, welche im Gehäuserahmen 22 quer zur Längserstreckung der Platten verstellbar
gehalten ist. Diese Anordnung ermöglicht dieses Wegnehmen bzw. Montieren des Gehäuserahmens
22 mitsamt den Platten 26, 28 und der Schiebereinheit 23 vom bzw. an den Behälter
10.
[0011] Erfindungsgemäss ist der Gehäuserahmen 22 einschliesslich der Schieber-26 und der
Bodenplatte 25 unterhalb des Ausgusses 12 auf quer zum Ausguss verlaufenden, am Behälter
10 befestigten Führungsschienen 52 längsverschiebbar gehalten. Nach dem Verschieben
um einen definierten Hub ist dieser Gehäuserahmen vom Behälter 10 gelöst. Im weiteren
weist der Gehäuserahmen 22 mindestens ein Verbindungsmittel zum lösbaren Koppeln mit
einem Manipulator auf, mittels welchem er auf den Führungsschienen 52 verschoben und
vom Behälter 10 weggenommen bzw. an diesen montiert werden kann. Das Verbindungsmittel
am Gehäuserahmen 22 ist als Kupplungsbolzen 62 ausgebildet, welcher mit einem am Auslegerarm
eines Manipulators angebrachten Muffe im Sinne eines Bajonettverschlusses koppelbar
ist, die im gekuppelten Zustand eine starre Verbindung bilden.
[0012] Der scheibenförmig ausgebildete feuerfeste Kopfteil 42 ist unten mit einer ebenen
Stirnfläche 43, derweil auf der Oberseite mit einer stirnseitigen Kreisnut 44 versehen,
in welche sich ein ringförmiger Ansatz der Ausgusshülse 11 erstreckt und dazwischen
vorteilhaft ein aushärtender Mörtel eingesetzt ist. Dieser Kopfteil 42 ist mit einem
Flansch 42' ummantelt, welcher in einer ringförmigen Ausnehmung 41 in der Adapterplatte
40 von Befestigungsmitteln 45 von unten her fixiert ist. Bei weggenommenem Schiebeverschluss
20 kann dieser Kopfteil 42 ebenfalls gelöst und ausgewechselt werden. In montiertem
Zustand steht die untere ebene Stirnfläche 43 des Kopfteils 42 zu derjenigen der Adapterplatte
40 vor und gestattet dadurch, dass sie mit der Gleitebene 27 auf der Oberseite der
Bodenplatte 25, welche ebenfalls über den Gleitrahmen 22 hinausragt, in Berührung
steht.
[0013] Die feuerfeste Bodenplatte 25 wie auch die Schieberplatte 26 und die Ausgusshülse
32 sind im übrigen in herkömmlicher Weise mit je einem hochwertigen feuerfesten, z.B.
aus Zirkon bestehenden Einsatz bestückt, welcher jeweils in einem feuerfesten Basismaterial
und in einer letzteres umfassenden Metallbandage eingebettet ist.
[0014] An der Adapterplatte 40 ist ferner eine betätigbare Kupplurigseinrichtung 30 befestigt.
Diese ist dazu bestimmt, nach dem Einschieben des Gehäuserahmens 22 unter den Ausguss
12 die Schiebereinheit 23 mit der Schubstange 29 zu verbinden und gleichzeitig den
Gehäuserahmen 22 zum Behälter zu fixieren. Zweckmässigerweise hat diese Kupplungseinrichtung
30 einen an der Adapterplatte 40 befestigten Flanschteil 33 und eine in diesern schwenkbar
gelagerte Kupplungshülse 34, in welcher eine Öffnung 35 für die Aufnahme der Schubstange
29 vorgesehen ist. Auf der Innenseite der Kupplungshülse 34 sind mehrere Nocken 36
ausgebildet, die im montierten Zustand mit einem mit dem Gehäuserahmen 22 verbundenen
Flansch 22

in Eingriff stehen und zum lösbaren Fixieren des Gehäuserahmens zum Behälter dienen.
[0015] Gemäss Fig.2 und Fig.3 hat die an den Behälter 10 mittels Schrauben oder dergleichen
befestigte Adapterplatte 40 zwei parallel zueinander angeordnete L-förmige Führungsschienen
52 mit je einer innenliegenden Führungsbahn 53, an denen an beiden Längsseiten am
Gehäuserahmen 22 je ein vorstehender Stützarm 55 aufliegt. In diesen beiden Stützarmen
55 sind jeweils mehrere nebeneinander angeordnete Federpakete 56 enthalten. Letzteren
sind jeweils mehrere Tellerfedern 56 sowie ein an der Führungsbahn 53 aufliegender
Führungsbolzen 56' zugeordnet. Die Tellerfedern 56 erzeugen dabei eine Axialdruckkraft
auf einen jeweiligen Führungsbolzen 56'. In dem gezeigten verspannten Zustand des
Schiebevenschlusses 20 wird von den Federpaketen 56 ein sich quer durch den Gehäuserahmen
22, die Schiebereinheit 23, die übereinander angeordneten feuerfesten Platten 25 bis
zum Kopfteil 42 führender Kraftfluss erzeugt, mittels welchem sichergestellt ist,
dass zwischen diesen feuerfesten Platten 25, 26 und dem Kopfteil 42 beim Giessen keine
Stahlschmelze ausfliessen kann.
[0016] Der Gehäuserahmen 22 kann mittels eInes nachfolgend erläuterten Manipulators 80,
welcher mit dem Kupplungsbolzen 62 verbindbar ist, in Längsrichtung der Führungsschienen
52 vom Behälter weggenommen werden. Zu diesem Zwecke muss vorerst die Kupplungshülse
34 mittels eines manuell betätigbaren Hebels 34

um 90° gedreht werden, damit die Schubstange 29 von der Schiebereinheit 23 gelöst
ist. Danach kann der Gehäuserahmen 22 entlang der Bildebene nach links, verschoben
werden und sobald dessen Stützarme 55 zu den Führungsschienen 52 ausser Eingriff stehen,
kann er vom Behälter weggenommen und zu einem vom heissen Konverter entfernten Montageplatz
gebracht werden. Dort können dann die in ihm befindlichen feuerfesten Platten ausgewechselt
werden.
[0017] Gemäss Fig.4 sind für einen jeweiligen Stützarm 55 vier aneinandergereihte gleichdimensionierte
Federpakete 56 vorgesehen. Diese sind stufenweise versetzt zueinander angeordnet,
derart, dass die Führungsbolzen 56

der Federpakete 56 mit ihren unteren Auflageflächen eine Linie bilden, die parallel
zu der Auflagefläche 53


, der Führungsbahn 33 verläuft, welche schräg bzw. keilförmig zur Verschieberichtung
des Gehäuserahmens in einem Winkel von ca. 1 bis 2 Winkelgraden angeordnet ist. Beim
Einführen des Gehäuserahmens 22 in den veranschaulichten Betriebszustand verspannen
sich durch die schräge Anordnung der Auflageflächen die Federpakete 56 erst kurz vor
der gezeigten Endposition des eingeschobenen Gehäuserahmens 22, d.h. in etwa in der
Distanz zwischen zwei Federpaketen. Dadurch wird erreicht, dass die Anpressung der
oberen Gleitebene 27 der Bodenplatte 25 an der unteren Stirnfläche 43 des Kopfteils
42 nur über eine kurze Distanz nahe der Betriebsposition erfolgt. Die Führungsbahn
53 ist ferner eingangsseitig mit einer zusätzlichen rampenförmigen Anschrägung 53'
versehen, die ein einwandfreies Einführen des Gehäuserahmens 22 in diese Führungsschienen
ermöglicht.
[0018] Fig.5 zeigt die mit der Öffnung 35 versehene zweiteilige Kupplungshülse 34 der Kupplungseinrichtung
30, die durch den Hebel 34

um 90° geschwenkt werden kann. In der nach unten gerichteten Stellung des Hebels
34

kann bei der Montage des Gehäuserahmens dessen Flansch 22

über die am Behälter 10 befestigte Schubstange 29 geschoben werden. Zu diesem Zwecke
hat die Schubstange 29 am vorderen Ende eine ebenfalls mit seitlichen Abflachungen
versehene Kugel 29

, die in eine entsprechende Ausnehmung eines im Flansch 22

gelagerten Verbindungsteils 23

eingeführt und nach Verdrehung der Schubstange mit diesem gekoppelt wird. Sobald
dieser Flansch in die Endstellung eingeschoben ist, wird die Kupplungshülse 34 und
mit ihr die Schubstange 29 um 90° gedreht, wodurch sich die mit seitlichen Abflachungen
versehene Schubstange 29 mit einem im Flansch 22

gelagerten Verbindungsteil 23

der Schiebereinheit 23 verbindet. Die Schiebereinheit 23 kann dann vom Antriebsorgan,
bei dem es sich vorzugsweise um einen Hydraulikantrieb handelt, in die gewünschten
Stellungen verschoben werden. Der Hebel 34

wird dabei vorteilhaft mittels eines in Fig.2 angedeuteten Arretiernockens 38 gegen
Verdrehung gesichert. Der Gehäuserahmen 22 wird beim Wegnehmen von der Schubstange
29 in umgekehrter Reihenfolge gelöst.
[0019] Fig.6 zeigt in schematischer Darstellung den Aufbau des Manipulators 80, der einen
auf einem Hubstapler 87 oder dergleichen gestellten, in den gezeigten Pfeilrichtungen
justierbaren Sockel 86, eine auf diesem angeordnete Steuerkabine 85 sowie einen Betätigungszylinder
84 aufweist. Der Sockel 86 hat höhenverstellbare Stützbeine 89, die auf einer Bühne
90 oder dergleichen stehen. Im weiteren ist am Sockel 86 ein die Position des Manipulators
80 zum Behälter 10 festlegender Greifer 88 angelenkt, der an den Zentrierbolzen 83
positionierbar ist, die je beidseitig an der am Behälter 10 befestigten Adapterplatte
40 vorgesehen sind. Mit dieser Positionierung stellt der Manipulator 80 die räumliche
Stellung des Behälters 10 fest. Folglich kann der Betätigungszylinder 84 des Manipulators
80 mit seiner an der Spitze der Kolbenstange 81 befestigten Kupplungsmuffe 82 über
den Kupplungsbolzen 62 des Schiebeverschluss-Gehäuserahmens 22 geschoben und durch
Verdrehung mit diesem gekoppelt werden. Der am Konverter befestigte Gehäuserahmen
22 kann dann in von der Kupplung 30 freigegebener Stellung durch Axialverstellung
der Kolbenstange 81 weggenommen und zu einem Montageplatz gebrachf werden. Der Betätigungszylinder
84 ist zu diesem Zweck mittels einer Zylindereinheit 91 in einer Drehlagerung 92 an
der Kabine 85 schwenkbar um eine horizontale Achse gehalten. Nach Wegnahme des Schiebeverschlusses
mittels diesem Manipulator wird er vom Hubstapler, von dem die Gabel 87 angedeutet
ist, vorteilhaft in eine vor Hitze und vor Schmutz geschützte Stelle gebracht.
[0020] Die Erfindung ist mit den gezeigten Ausführungsbeispielen genügend dargetan, sie
könnte jedoch noch in anderen Varianten erläutert sein. Beispielsweise liessen sich
statt der im Gehäuserahmen integrierten Federpakete auch solche in den Führungsschienen
angeordnete verwenden, die überdies über bekannte Kipphebel wirken, wobei die Kipphebel
die Führungsbahnen 53 bilden würden.
[0021] Es sei hierbei noch darauf hingewiesen, dass dieser Schiebeverschluss nach der Erfindung
sich grundsätzlich auch zur Abflussregulierung für einen Elektroofen, für eine bei
Stranggiessanlagen verwendete Pfanne oder für ein Verteilergefäss eignet.
1. Schiebeverschluss für einen Metallschmelze enthaltenden Behälter, mit einem Gehäuserahmen
(22), in dem eine feuerfeste Bodenplatte (25) und eine an letztere mittels Federorganen
(56) abdichtend anpressbare, in einer Schiebereinheit (23) angeordnete feuerfeste
Schieberplatte (26) enthalten ist, wobei die Schiebereinheit (23) mittels eines Antriebsorganes
hin- und herbewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass
· dass der Gehäuserahmen (22) einschliesslich der Schieber- (26) und der Bodenplatte
(25) unterhalb des Ausgusses (12) auf quer zum Ausguss verlaufenden, am Behälter (10)
befestigten Führungsschienen (52) längsverschliebbar gehalten ist und dass er nach
dem Verschieben um einen definierten Hub vom Behälter (10) gelöst ist,
· dass der Gehäuserahmen (22) mindestens ein Verbindungsmittel zum lösbaren Koppeln
mit einem Manipulator (80) aufweist, wobei dieser Manipulator (80) dazu bestimmt ist,
diesen Gehäuserahmen (22) auf den Führungsschienen (52) zu verschieben und ihn vom
Behälter (10) wegzunehmen bzw. an diesen zu montieren.
2. Schiebeverschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel
am Gehäuserahmen (22) als Kupplungsbolzen (62) ausgebildet ist, welcher mit einer
am Betätigungszylinder (84) des Manipulators (80) angebrachten Kupplungsmuffe (82)
im Sinne eines Bajonettverschlusses koppelbar ist und im gekuppelten Zustand zusammen
eine starre Verbindung bilden.
3. Schiebeverschluss nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass zwei parallel
zueinander angeordnete L-förmige Führungsschienen (52) vorgesehen sind, die jeweils
eine innenliegende, endseitig je eine Absenkung (53') aufweisende Führungsbahn (53)
bilden, auf welchen der Gehäuserahmen (22) mit beidseitig je einem Stützarm (55) längsgeführt
ist.
4. Schiebeverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der
Gehäuserahmen (22) beim Montieren an den Behälter (10) vom Manipulator (80) zwischen
die Führungsschienen (52) hebbar ist, auf diesen bis in die Giessposition verschiebbar
ist und während dem Verschieben die Verspannung zwischen der Schieber- (26), der Bodenplatte
(25) und einem am Ausguss des Behälters (10) befestigten feuerfesten Kopfteil (42)
erfolgt.
5. Schiebeverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass am Behälter (10) eine betätigbare Kupplungseinrichtung (30) vorgesehen ist, welche
dazu bestimmt ist, den Gehäuserahmen (22) nach dem Einschieben in die Giessposition
zum Behälter zu fixeren und gleichzeitig die Schiebereinheit (23) mit einer Schubstange
(29) zu verbinden, welche dem am Behälter (10) befestigten Antriebsorgan zugeordnet
ist.
6. Schiebeverschluss nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungseinrichtung
(30) einen an der Adapterplatte (40) fixierten Flansehteil (33) und eine in letzterem
schwenkbar gelagerte Kupplungshülse (34) aufweist, welche innenliegende Nocken (36)
für die lösbare Verbindung mit einem Flansch (22

) des Gehäuserahmens (22) sowie eine Mitnahmeverbindung mit der Schubstange (29) zur
Verdrehung derselben hat.
7. Schiebeverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass am Behälter (10) Positioniermittel vorgesehen sind, an denen ein Greiferarm des
Manipulators zwecks Bestimmung der momentanen Position des Behälters zentrierbar ist.
8. Schiebeverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Federpakete (56) in dem jeweiligen Stützarm (55) und die mit diesen in Berührung
gelangende Führungsbahn (53) derart angeordnet sind, dass der Gehäuserahmen (22) beim
Einschieben in die Führungsschienen (52) erst kurz vor Erreichen der Endposition verspannt
wird.
9. Schiebeverschluss nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbolzen
(56

) der Federpakete (56) mit ihren unteren Auflageflächen eine Linie bilden, die parallel
zu der Auflagefläche (53


) der Führungsbahn (53) verläuft, welche schräg bzw. keilförmig zur Verschieberichtung
des Gehäuserahmens (22) angeordnet ist.
10. Gehäuserahmen für einen Schiebeversehluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäuserahmen (22) zur Aufnahme der Schieber- (26)
und der Bodenplatte (25) dient, mindestens ein Verbindungsmittel zum lösbaren Koppeln
mit einem Manipulator (80) aufweist und an seinen beiden Längsseiten je einen Stützarm
(55) zu dessen Halterung am Behälter (10) vorgesehen sind.
11. Adapterplatte für einen Schiebeverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass die Adapterplatte (40) zwei parallel zueinander angeordnete Führungsschienen
(52) zur Halterung des Gehäuserahmens (22) und eine Öffnung zur Aufnahme eines feuerfesten
Kopfteils (42) aufweist.
12. Adapterplatte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterplatte (40)
mit Positioniermitteln (83) für den Manipulator versehen ist.
13. Manipulator für einen Schiebeverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass der Manipulator (80) einen Greifer (88) zur Bestimmung der räumlichen
Position des Behälters (10) und einen Betätigungszylinder (84) mit einem Verbindungsmittel
hat, mittels welchem der Manipulator den Gehäuserahmen (22) fassen und vom Behälter
(10) wegnehmen kann.