[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Banddruckgerät gemäß des Oberbegriffs
des Anspruchs 1.
[0002] Die EP-A-0 557 137 (Brother KK) offenbart ein Banddruckgerät zum Drucken von Bildern,
die sich aus Schriftzeichen zusammensetzen, in Längsrichtung auf ein Band. Es ist
außerdem in der Lage, das Bild in einer in Bezug zur Längsrichtung des Bandes um 90°
gedrehten, vertikalen Weise auf das Band zu drucken. Wenn das gedrehte Bild gedruckt
wird, wird zunächst untersucht, ob die Länge des Bildes auf die Breite des Bandes
paßt. Wenn das nicht der Fall ist, wird die Größe des auszudruckenden Bildes sukzessive
um einen bestimmten Prozentsatz verkleinert (herunterskaliert), bis es derart klein
ist, daß es auf das Band druckbar ist.
[0003] Ein Nachteil des Standes der Technik ist, daß die aufeinanderfolgende Anwendung des
Skalierungsfaktors und die Untersuchung, ob das Bild auf die Breite des Bandes paßt,
sehr zeitintensiv ist. Das Banddruckgerät arbeitet daher relativ langsam, wenn gedrehte
Schriftzeichen auszudrucken sind.
[0004] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Druckgerät zu schaffen,
das in der Lage ist, gedrehte Schriftzeichen mit hoher Geschwindigkeit auf ein Band
auszudrucken und beim Skalieren der gedrehten Schriftzeichen unterschiedliche Aspekte
berücksichtigt, so daß das ausgedruckte Schriftzeichen ein ansprechendes Aussehen
hat.
[0005] Die Aufgabe wird mit einem Banddruckgerät gemäß der Lehre des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Die Grundidee der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Tabelle zu verwenden,
in der unterschiedliche Anpassungsfaktoren abgelegt sind. Wenn ein um 90° gedrehtes
Schriftzeichen auszudrucken ist, wird der geeignete Anpassungsfaktor aus der Tabelle
herausgelesen und die Breite des Schriftzeichens entsprechend an die Breite des Bandes
angepaßt. Die gespeicherten Anpassungsfaktoren sind in der Regel derart gewählt, daß
die Schriftzeichen optimal auf die Breite des Bandes passen.
[0007] Die Tabelle erlaubt, die Breite der gedrehten Schriftzeichen optimal an die Breite
des Bandes anzupassen. Sie vermeidet die Verwendung aufeinanderfolgender Skalierungsoperationen
(da nur eine einzige Anpassung vorgenommen wird) und eine Untersuchung, ob das verkleinerte
Bild auf die Breite des Bandes paßt, so daß der Druckvorgang wesentlich schneller
abläuft.
[0008] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die in der Tabelle abgelegten Anpassungsfaktoren
Skalierungsfaktoren, mit denen die Breiten der Schriftzeichen skalierbar sind. In
dieser Ausführungsform kommt somit ein skalierbarer Schriftzeichensatz, wie z.B. der
in der EP-A-0 574 225, deren Inhalt durch Verweis hierin inkorporiert wird, beschriebene
Bezier-Font zum Einsatz. Die Breite der Schriftzeichen ist durch Multiplikation der
Koordinaten der Endpunkte der den Umriß des Schriftzeichen definierenden Linien und
Kurven mit den Skalierungsfaktoren beliebig skalierbar. Es ist anzumerken, daß alternativ
auch denkbar wäre, Schriftzeichensätze in Punktmusterform in unterschiedlichen Größen
zu verwenden und den jeweils zu verwendenden Schriftzeichensatz anhand des in der
Tabelle abgelegten Anpassungsfaktors auszuwählen.
[0009] Der Anpassungsfaktor kann von der ursprünglichen Größe des Schriftzeichens und/oder
der Breite des Bandes und/oder der Anzahl von Zeilen und/oder davon abhängen, ob das
auszudruckende Schriftzeichen von einem Rahmen umgeben ist. Es ist offensichtlich,
daß die ursprüngliche Größe und die gedruckte Größe möglichst übereinstimmen sollten,
falls nicht eine Verkleinerung des Schriftzeichens nötig ist, da es anderenfalls nicht
auf die Breite des Bandes passen würde. Die Breite des Bandes wird daher in der Regel
bei der Wahl des Anpassungsfaktors berücksichtigt, falls das Banddruckgerät unterschiedlich
breite Bänder aufnehmen kann. Die Breite kann von einer das Band beinhaltenden Kassette
abgelesen oder mittels eines Schalters am Boden eines Kassettenaufnahmeraumes oder
durch eine direkte Detektierung des Bandes als solches festgestellt werden. Alternativ
kann die Breite des Bandes vom Benutzer eingegeben werden. Weiterhin ist der für das
Schriftzeichen verfügbare Raum davon abhängig, ob ein Rahmen um das Schriftzeichen
herum auszudrucken ist. Falls kein Rahmen gewünscht wird, kann der Anpassungsfaktor
größer gewählt werden, als wenn kein Rahmen auszudrucken ist. Schließlich ist offensichtlich,
daß das Schriftzeichen um so kleiner auszudrucken ist, je größer die Anzahl der sich
ursprünglich (vor der Drehung) horizontal erstreckenden Zeilen des Bildes ist.
[0010] Der Anpassungsfaktor kann außerdem von den Attributen des auszudruckenden Schriftzeichens,
wie normal, fett, eng, kursiv, unterstrichen, schattiert, Umrißdruck oder einer Kombination
davon, abhängen.
[0011] Der Anpassungsfaktor kann auch vom Schriftzeichensatz (Font) des Schriftzeichens
abhängen. Dann würde beispielsweise ein Courier-Font anders als ein Times-Roman-Font
angepaßt.
[0012] Es ist außerdem möglich, verschiedene Anpassungsfaktoren in Abhängigkeit von den
Schriftzeichen als solche zu verwenden. Beispielsweise hätte dann ein 'W' einen kleineren
Anpassungsfaktor als ein 'i', da das 'W' eine größere Verkleinerung erfordert. Andererseits
ist es in der Regel zweckmäßiger, von den Schriftzeichen als solche unabhängige Anpassungsfaktoren
zu verwenden, da anderenfalls ein hoher Bedarf an Speicherkapazität erforderlich wäre.
[0013] Schließlich kann nicht nur die Breite, sondern auch die Höhe des Schriftzeichens
angepaßt werden. Hier kann ein anderer oder derselbe Anpassungsfaktor verwendet werden,
der auch für die Breite des Schriftzeichens relevant ist. Ein anderer Anpassungsfaktor
kommt in Betracht, wenn die Länge eines auszudruckenden Etiketts vom Benutzer definiert
ist und das Banddruckgerät die Länge des ausgedruckten Bildes entsprechend anpaßt.
Da die Länge des Bildes von der Höhe der gedrehten auszudruckenden Schriftzeichen
abhängt, muß der Anpassungsfaktor für die Höhe entsprechend festgelegt werden. Andererseits
wird das Schriftzeichen sein Aussehen nicht ändern und ansprechend aussehen, wenn
beide genannten Anpassungsfaktoren übereinstimmen.
[0014] Im folgenden wird eine Ausführungsform der Erfindung näher erläutert. Es zeigen in
schematischer Darstellung:
Figur 1: Eine Ansicht der Oberseite eines Banddruckgerätes;
Figur 2: Eine Ansicht des Banddruckgerätes aus Figur 1 von unten;
Figur 3: Ein vereinfachtes Blockdiagramm der Steuerschaltung des Banddruckgerätes
aus Figur 1;
Figur 4: Eine Darstellung des Puffers des Banddruckgeräts;
Figur 5: Eine Darstellung von Schriftzeichen in normaler, gedrehter, kursiver und
gedrehter, kursiver Form;
Figur 6: Eine Ansicht eines bedruckten Bandes;
Figur 7: Eine Darstellung des Verfahrens zum Ausdrucken gedrehter Schriftzeichen;
Figur 8: Ein Beispiel einer Tabelle, in der Anpassungsfaktoren gespeichert sind.
[0015] Figur 1 zeigt eine vereinfachte Ansicht eines Banddruckgerätes 1. Das Banddruckgerät
1 umfaßt eine Tastatur 4. Die Tastatur 4 hat eine Vielzahl an Dateneingabetasten und
umfaßt insbesondere eine Vielzahl von mit Nummern, Buchstaben und Punktuationszeichen
versehenen Tasten 3 zur Eingabe von Daten, die als ein Etikett auszugeben sind, sowie
Funktionstasten 4 zur Änderung der eingegebenen Daten. Diese Funktionstasten 4 dienen
z.B. zum Ändern der Größe oder des Fonts der eingegebenen Daten. Zusätzlich ermöglichen
die Funktionstasten 4 u.a. Unterstreichung und Einrahmung eines Etikettes. Die Tastatur
2 umfaßt weiterhin eine Drucktaste 5, die zum Ausdrucken eines Etiketts gedrückt wird.
Die Tastatur 2 hat zusätzlich eine 'Aus'-Taste 6, um das Banddruckgerät 1 ein- und
auszuschalten. Ein Cursor kann über das Display 8 durch Cursortasten 11 bewegt werden.
Eine Eingabe- (Return-) Taste ist durch das Bezugszeichen 13 gekennzeichnet. Schließlich
ist eine Rotationstaste 7 vorgesehen, um Benutzern des Banddruckgerätes 1 die Herstellung
von Etiketten mit gedrehten Bildern oder Schriftzeichen zu ermöglichen. Anstelle einer
zugeordneten Taste kann eine Drehung der Schriftzeichen auch durch ein benutzergesteuertes
Menü erfolgen.
[0016] Das Banddruckgerät 1 hat außerdem ein Flüssigkristalldisplay (LCD) 8, welches die
eingegebenen Daten anzeigt. Das Display 8 erlaubt dem Benutzer das gesamte oder einen
Teil des auszudruckenden Etiketts vor dem Ausdrucken anzusehen, was das Ändern des
Etiketts vor dem Ausdrucken erleichtert. Zusätzlich kann das Display 8 Botschaften
an den Benutzer anzeigen, z.B. Fehlermeldungen oder ein Hinweis, daß die Drucktaste
5 betätigt wurde. Das Display 8 wird durch einen Displaytreiber 28 gesteuert, der
in Figur 3 dargestellt ist.
[0017] An der Unterseite des Banddruckgerätes 1, die in Figur 2 dargestellt ist, befindet
sich ein Kassettenaufnahmeraum. Er enthält einen Thermodruckkopf 42 und eine Gegendruckwalze
46, die zusammenwirken und eine Druckzone P definieren. Der Druckkopf 42 ist schwenkbar
um einen Drehpunkt 48 gelagert, so daß er in Kontakt mit der Druckwalze 46 bringbar
ist und von ihr hinfort bewegt werden kann, um eine Kassette 10 herausnehmen und ersetzen
zu können. Eine in den Kassettenaufnahmeraum 2 eingesetzte Kassette ist mit dem Bezugszeichen
10 versehen. Die Kassette 10 enthält eine Vorratsrolle 12 mit Bildempfangsband 14,
das eine Bildempfangsschicht umfaßt, die mittels einer Klebstoffschicht an einer abziehbaren
Rückseitenschicht befestigt ist. Das Bildempfangsband 14 wird durch einen nicht dargestellten
Führungsmechanismus durch die Kassette 10 geführt und verläßt sie kurz nach der Druckzone
P durch einen Auslaß O und erreicht dann einen Schneideort C. Dieselbe Kassette 10
enthält weiterhin eine Farbbandvorratsrolle 16 und eine Farbbandaufwickelrolle 18.
Das Farbband 20 wird von der Farbbandvorratsrolle 16 durch die Druckzone P geführt
und auf der Farbbandaufwickelspule 18 aufgewickelt. Das zu bedruckende Band 14 durchläuft
gemeinsam mit dem Farbband 20 die Druckzone P, wobei seine Bildempfangsschicht im
Kontakt mit dem Farbband 20 steht.
[0018] Die Druckwalze 46 wird durch einen Motor 31 (siehe Figur 3), z.B. einen Gleichstrommotor
oder einen Schrittmotor, angetrieben, so daß sie sich dreht und das Bildempfangsband
14 in einer parallel zur Längsachse des Bildempfangsbands 14 verlaufenden Richtung
durch die Druckzone P verbringt. Auf diese Art wird ein Bild auf das Bildempfangsband
14 aufgedruckt und das Bildempfangsband 14 wird von der Druckzone P zur Schneidezone
C geführt. Die Schneidezone C ist an der Wand der Cassette 10 nahe der Druckzone P
vorgesehen. Der Teil der Wand der Kassette 10, der die Schneidezone C definiert, ist
durch das Bezugszeichen 22 gekennzeichnet. Ein Schlitz 24 ist in diesem Abschnitt
22 der Wand enthalten. Das Bildempfangsband 14 wird von der Druckzone P zur Schneidezone
C verbracht, wo es von gegenüberliegenden Wandabschnitten beidseits des Schlitzes
24 gestützt wird.
[0019] Das Banddruckgerät 1 umfaßt einen Schneidemechanismus 26, der einen Schneidenträger
28 umfaßt, der eine Klinge 30 trägt. Die Klinge 30 durchtrennt das Bildempfangsband
14 und tritt dann in den Schlitz 24 ein.
[0020] In den Ausführungsformen, in denen der Motor 31 ein Gleichstrommotor ist, wird das
Bildempfangsband 14 kontinuierlich während des Druckvorganges durch die Druckzone
P transportiert. Alternativ dreht sich die Gegendruckwalze 46 in Ausführungsformen,
in denen ein Schrittmotor verwendet wird, schrittweise, um das Bildempfangsband 14
in einzelnen Schritten sukzessive durch die Druckzone P während des Druckvorganges
zu bewegen.
[0021] Der Druckkopf 42 ist ein Thermodruckkopf, der eine Vielzahl in einer Reihe angeordnete
Druckelemente umfaßt. Der Druckkopf 42 ist vorzugsweise nur ein Druckelement breit
und die Reihe erstreckt sich in einer orthognal zur Längsrichtung des Bildempfangsbandes
14 verlaufenden Richtung. Die Höhe der Reihe der Druckelemente ist vorzugsweise gleich
der Breite des Bildempfangsbandes 14, das im Banddruckgerät 1 verwendet werden soll.
Falls Bildempfangsbänder 14 unterschiedlicher Breite zu verarbeiten sind, wird die
Höhe der Reihe der Druckelemente des Druckkopfes 42 im allgemeinen eine der größten
Breite des Bildempfangsbandes 14 entsprechende Höhe aufweisen. Ein Bild wird auf das
Bildempfangsband 14 Reihe für Reihe durch den Druckkopf 42 aufgedruckt. Es sollte
erwähnt werden, daß ein Bild auf das Bildempfangsband 14 über das Farbband 20 gedruckt
werden kann. Alternativ kann ein Bild direkt vom Thermodruckkopf 42 auf das Bildempfangsband
14 aufgebracht werden, ohne Verwendung eines Farbbandes 20, falls das Bildempfangsband
14 aus einem geeigneten, thermisch empfindlichen Material besteht.
[0022] Alternativ zu dem in Figur 2 wiedergegebenen EinKassetten-System kann der Kassettenaufnahmeraum
10 derart gestaltet sein, daß eine getrennte Bildempfangsbandkassette und eine getrennte
Farbbandkassette einlegbar sind, die so ausgeführt sind, daß das Farbband und das
Bildempfangsband 14 übereinander durch die Druckzone geführt werden. Diese spezielle
Kassettenanordnung ist z.B. in unserer älteren europäischen Patentanmeldung Nr. 578372
beschrieben, deren Inhalt durch Verweis hierin inkorporiert wird. Ein anderes geeignetes
Arrangement zur Bereitstellung eines Vorrates an Bildempfangsband 14 kann selbstverständlich
in Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung Verwendung finden.
[0023] Figur 3 zeigt die grundlegende Steuerschaltung zur Steuerung des Banddruckgerätes
1 aus Figuren 1 und 2. Es ist ein Mikroprozessorchip 40 vorhanden, der einen Nur-Lese-Speicher
(ROM) 41, einen Mikroprozessor 44 und frei zugängliche Speicherkapazität, die durch
ein RAM 41 wiedergegeben wird, enthält. Der Mikroprozessor 44 wird durch im ROM 41
gespeicherte Programme gesteuert. Der Mikroprozessorchip 40 ist mit der Tastatur 2
verbunden, um Etikettendateneingaben zu empfangen.
[0024] Der Mikroprozessorchip 40 gibt Daten zum Treiben des Displays 8 über den Displaytreiberchip
38 aus, um ein auszudruckendes Etikett (oder einen Teil davon) und/oder eine Nachricht
oder Anweisung an den Benutzer anzuzeigen. Zusätzlich gibt der Mikroprozessorchip
40 weiterhin Daten zum Treiben des Druckkopfs 42, der ein Bild auf das Bildempfangsband
14 druckt, aus, um ein Etikett herzustellen. Der Mikroprozessorchip 40 kann auch den
Schneidemechanismus 26 steuern, um Längen des Bildempfangsbandes 14 abzuschneiden,
nachdem ein Bild darauf aufgedruckt wurde.
[0025] Das Banddruckgerät 1 ermöglicht unter Verwendung der verschiedenen Tasten Etiketten
einzugeben und auf dem Display 8 anzuzeigen. Der ROM 41 speichert insbesondere Information,
die sich auf alphanumerische Zeichen und dergleichen bezieht, die mit den entsprechenden
Tasten 3 in Beziehung stehen, sowie mit den Funktionstasten 4 assoziierte Funktionen.
Beim Drücken einer Taste 4 werden Daten, die den entsprechenden Zeichen oder dergleichen
entsprechen, aus dem ROM 41 entnommen und dann im RAM 43 abgespeichert. Die im RAM
43 enthaltenen Daten können in der Form eines des Zeichen identifizierenden Codes
sein. Der Mikroprozessor 44 erzeugt entsprechend dem RAM 43 gespeicherten Daten Pixeldaten,
welche in reihenweiser Form auf den Druckkopf 42 und (in anderer Form) auf das Display
8 übertragen werden.
[0026] Zusätzlich können eine Funktionstaste betreffende Daten aus dem ROM 41 entnommen
werden, falls eine oder mehrere der Funktionstasten 4 gedrückt werden. Diese Daten
können die Form einer Flagge einnehmen. Die vom Mikroprozessor 44 erzeugten, an den
Druckkopf 42 gesandten Pixeldaten und das Display 8 berücksichtigen Daten, die sich
auf eine oder mehrere im RAM 43 gespeicherte Funktionen beziehen. Die Tasten 3 und
4 der Tastatur 2 haben festgelegte, zugeordnete Funktionen, welche bedingen, daß festgelegte,
mit dieser Funktion assoziierte Daten aus dem ROM 41 entnommen werden.
[0027] In Figur 4 wird die Art und Weise, in der die auszudruckenden Schriftzeichen im ROM
41 abgelegt sind, aufgezeigt. Es ist anzumerken, daß dieselben Schriftzeichendaten
auch für Anzeigezwecke verwendbar sind, wie in EP-A-0 574 225 offenbart ist, deren
Inhalt durch Verweis hierin inkorporiert wird. Alle Schriftzeichen 50 werden innerhalb
eines Standardquadratrahmens 51 gezeichnet, in dem Punkte spezifiziert werden, zwischen
denen Linien und Kurven gezogen werden. Diese Punkte sind in Figur 4 durch Sternchen
gekennzeichnet. Der Schriftzeichenfont kann wie in EP-A-0 574 225 ein Bezierfont sein,
oder ein anderer Umriß-Font oder ein Bitmap-Font. Unterschiedliche Schriftzeichen
füllen verschiedene Anteile des Rahmens 51 in der X-Richtung (horizontal in Figur
4); so ist z.B. ein 'i' schmaler als ein 'w'. Weiterhin wird bei normalem Drucken
eine Schrittweite 52 verwendet, um die Schriftzeichen mit konstantem Abstand anzuordnen.
Außerdem sind Grenzen, die den äußeren Umriß des Schriftzeichens angeben, gespeichert.
Die Grenzen entsprechen den Koordinaten der unteren linken und der oberen rechten
Ecke des kleinsten Rechtecks 53, das um das Schriftzeichen gezogen werden kann. Die
X-Koordinate der unteren rechten Ecke ist die Differenz zwischen den Breiten 55 und
54, während die Y-Koordinate der unteren linken Ecke die Differenz zwischen den Höhen
57 und 56 ist. Die X-Koordinate der oberen rechten Ecke ist 55, und die Y-Koordinate
der oberen rechten Ecke ist 57. Die genannten Grenzen werden zusammen mit den Umriß-Daten
des Schriftzeichens 50 gespeichert, so daß die Grenzen für später beschriebene Zwecke
bekannt sind, ohne daß eine Analyse der Kurvengleichungen, die das Schriftzeichen
definieren, notwendig wäre, dh. ohne eine Transformation der gespeicherten Schriftzeichensatzdaten
in druckbare Daten.
[0028] In Figur 5a wird dasselbe Schriftzeichen wie in Figur 4a wiedergegeben. In Figur
5b wurde eine Rotations-Operation auf das Schriftzeichen 50 angewandt, um es vertikal
auszudrucken.
[0029] Das kann vom Benutzer gewünscht sein, um ein Etikett in vertikaler Richtung auf Gegenstände,
wie z.B. einen Aktenordner, aufzukleben. In mathematischer Notation wurde eine Koordinatentransformation
auf die den Umriß des Schriftzeichens 50' definierenden Punkte angewandt, die durch
Sternchen wiedergegeben werden. Diese Transformation ist folgendermaßen beschreibbar:

[0030] x' und y' sind die Koordinaten der Punkte, die das gedrehte Schriftzeichens 50' definieren.
[0031] Figur 5c zeigt dasselbe Schriftzeichen in kursiver Form. Diese wird durch die Anwendung
einer anderen Koordinatentransformation auf die Daten erzielt:

[0032] x' und y' sind die Koordinaten, die das kursive Schriftzeichen 50'' definieren. β
liegt zwischen 0 und 1, z.B bei 0,1. Die Schriftzeichen 50 sind so gestaltet, daß
sie auch nach der Koordinatentransformation in die kursive Form noch in den ursprünglichen
Rahmen 51 passen.
[0033] Das gedrehte, kursive Schriftzeichen 50''' wird durch eine Kombination der Rotation
nach Figur 5b mit der Kursiv-Umformung nach Figur 5c produziert. Die Reihenfolge der
beiden Operationen beeinflußt das Ergebnis nicht.
[0034] In Figur 6 wird ein Beispiel eines bedruckten Bandes 58 wiedergegeben. Die Schriftzeichen
sind in einer gedrehten Weise gedruckt, dh. vertikal, so daß sich ihre Grundlinie
entlang der Breite des Bandes 58 erstreckt. Es wurde die in Figur 5b illustrierte
rotative Koordinatentransformation angewandt. Die Linie 59 gibt die axiale Mittellinie
des Bandes 58 wieder. Die Schriftzeichen 50 sind derart auf dem Band 58 positioniert,
daß sie mittig erscheinen, dh. symmetisch zur Mittellinie 59. Das wird erreicht durch
Feststellen der Ausdehnung des nicht-gedrehten Schriftzeichens 50 in der X-Richtung
entlang des Bandes (oder durch Prüfen der Ausdehnung des gedrehten Schriftzeichens
50' in der vertikalen (Y-) Richtung). Dazu werden die Grenzen des Schriftzeichens
50 unter Verwendung derselben rotativen Koordinatentransformation transformiert, wie
auch das Schriftzeichen 50.
[0035] In Figur 7 ist ein Flußdiagramm wiedergegeben, das ein mögliches Verfahren zum Ausdrucken
von rotierten (vertikal orientierten) Schriftzeichen beschreibt. Nach dem Start in
Schritt 60, werden in einem ersten Schritt 61 die das Schriftzeichen 50 definierenden
Koordinaten aus dem Speichermedium, dem ROM 41, ausgelesen. Im nächsten Schritt 62
wird eine Unterscheidung gemacht, ob der Benutzer mittels einer entsprechenden Taste
(oder eines Menüs) einen Kursivdruck des jeweiligen Schriftzeichens 50 ausgewählt
hat. Ist das der Fall, wird die oben in Bezug auf Figur 5 c beschriebene Koordinatentransformation
im Schritt 63 ausgeführt. Anschließend, oder falls kein Kursivdruck auszuführen ist,
wird die rotative Transformation, die in Bezug auf Figur 5 b oben beschrieben wurde,
in Schritt 64 ausgeführt. Anschließend wird in Schritt 65 das Schriftzeichen 50 symmetrisch
zur Mittellinie 59 des Bandes 58 angeordnet, wie in Bezug zur Figur 6 beschrieben.
Im nächsten Schritt 66 wird eine Skalierungsoperation ausgeführt, die notwendig ist,
damit das Schriftzeichen 50 auf die Breite des Bandes 58 paßt. Alternativ kann die
Skalierungsoperaton (Schritt 66) vor der Symmetrisierung (Schritt 65) erfolgen. Das
Schriftzeichen wird in der Skalierungsoperation 66 derart skaliert (dh. in der Regel
verkleinert), daß es in eine Fläche paßt, die durch die vom Benutzer gewählten Größen-
und Breiteneinstellungen festgelegt ist. Das heißt, daß ein Skalierungsfaktor auf
die Koordinaten des Schriftzeichens 50 angewandt wird. Dieser Skalierungsfaktor wird
entsprechend der vom Benutzer (oder selbsttätig entsprechend der Breite des Bandes)
gewählten Größe des Schriftzeichens 50, entsprechend der Breite des Breite des Bandes
58, entsprechend der Zahl der auszudruckenden Zeilen ausgewählt und hängt weiterhin
davon ab, ob eine Umrahmung des Schriftzeichens (dh. der Druck eines Rahmens um das
Schriftzeichen 50) gewünscht wird oder nicht. Wenn keine Umrahmung gewählt ist, wird
der Skalierungsfaktor im allgemeinen größer sein, als wenn eine Umrahmung durchzuführen
ist. Im nächsten Schritt 57 wird das Schriftzeichen mit Attributen versehen, wie Fettdruck,
Umrißdruck, Schattierung. Der ursprüngliche Standardquadratrahmen 51 beinhaltet Ränder,
so daß auch das mit Attributen versehene Schriftzeichen hineinpaßt. Der letzte Schritt
68 ist das Ausdrucken des Schriftzeichens 50. Im Anschluß daran beginnt dieselbe Prozedur
in Schritt 60 mit dem nächsten auszudruckenden Schriftzeichen 50. In diesem Zusammenhang
ist der Abstand zwischen den Schriftzeichen zu berücksichtigen: Bei normalem (nicht
gedrehten) Drucken wird die Schrittweite 52 (s. Figur 4) zur Positionierung des nächsten
Schriftzeichens verwendet. Bei vertikalem Drucken wird als Schrittweite der Wert 57
(dh. die Y-Koordinate der oberen rechten Ecke des kleinsten um das Schriftzeichen
ziehbaren Rechtecks 53 vor der Anwendung jeglicher Koordinatentransformation) verwendet,
der dem jeweils ausgewählten Skalierungsfaktor angepaßt wird.
[0036] Figur 8 gibt einige Beispiele von Anpassungsfaktoren (Skalierungsfaktoren) wieder.
Die Größen der Schriftzeichen sind in zwei mit 1 und 2 bezeichnete Kategorien eingeteilt,
wobei die Größe 2 doppelt so groß wie Größe 1 ist. Die Größe 2 würde die gesamte Breite
des Bandes 58 ausfüllen, während Größe 2 nur 50 % davon bedruckt. Es ist offensichtlich,
daß bei einer Umrahmung des Schriftzeichens der Anpassungsfaktor nur 80 % des Skalierungsfaktors
beträgt, der zur Anwendung kommt, falls überhaupt kein Rahmen auszudrucken ist. Weiterhin
spielt die Breite des Bandes eine Rolle; der Skalierungsfaktor hängt proportional
von der Breite des Bandes ab.
1. Drucker (1) zum Bedrucken eines langgestreckten, bahnartigen Bandes (14), umfassend:
Mittel zum Drucken eines Schriftzeichens (50) auf das Band (14) in einer normalen
Position in der Längsrichtung des Bandes (14) und in einer in Bezug zur normalen Position
gedrehten Lage;
Anpassungsmittel zum Festlegen der Breite, mit der das Schriftzeichen (50) in der
gedrehten Position ausgedruckt wird, die die Breite des Schriftzeichens (50) an die
Breite des Bandes (14) anpassen;
dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassungsmittel eine Tabelle umfassen, in der unterschiedliche Anpassungsfaktoren
abgelegt sind.
2. Drucker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Tabelle enthaltenen Anpassungsfaktoren Skalierungsfaktoren sind,
mit denen die Größe der Schriftzeichen (50) skalierbar ist.
3. Drucker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassungsmittel den Anpassungsfaktor aus der Tabelle in Abhängigkeit von
der Größe des Schriftzeichens (50) und/oder in Abhängigkeit von der Breite des Bandes
(14) und/oder in Abhängigkeit von der Anzahl der Zeilen eines auszudruckenden Bildes
und/oder in Abhängigkeit davon, ob das Schriftzeichen (50) mit einer Umrahmung auszudrucken
ist, auswählen.
4. Drucker nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassungsmittel den Anpassungsfaktor anhand eines Attributs des jeweils
auszudruckenden Schriftzeichens (50) auswählen.
5. Drucker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Attribut Normaldruck, Fettdruck, Schmaldruck, Kursivdruck, Unterstreichung,
Schattierung, Umrißdruck oder eine beliebige Kombination daraus ist.
6. Drucker nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassungsmittel den Anpassungsfaktor anhand des Fonts des Schriftzeichens
(50) auswählen.
7. Drucker nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassungsmittel den Anpassungsfaktor anhand des jeweils auszudruckenden
Schriftzeichens (50) auswählen.
8. Drucker nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Anpassungsfaktor vom auszudruckenden Schriftzeichens (50) unabhängig ist.
9. Drucker nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassungsmittel auch die Höhe des Schriftzeichens (50) variieren.
10. Drucker nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des Schriftzeichens (50) mit einem anderen oder demselben Anpassungsfaktor
als die Breite des Schriftzeichens (50) angepaßt wird.