[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Etikettendruckgeräte und insbesondere
auf die Herstellung eines Punktemusters zur Ansteuerung der Anzeigeeinrichtung, falls
kleine Schriftzeichen mit hinzugefügten Attributen angezeigt werden.
[0002] Die EP-A-0 656 594 (Brother KK) offenbart ein Etikettendruckgerät, in dem beabsichtigt
ist, eingegebene Schriftzeichen so anzuzeigen, wie sie auch in ausgedruckter Form
auf einem Etikettenband erscheinen. Die Größe der Schriftzeichen ist variierbar, so
daß es notwendig sein kann, relativ kleine Schriftzeichen auf der Anzeigevorrichtung
wiederzugeben. Außerdem ist es möglich, den Schriftzeichen Attribute wie schattiert,
fett, kursiv, usw. hinzuzufügen. Wenn die kleinen Schriftzeichen mit Attributen versehen
sind, kann es unter Umständen wegen des begrenzten Auflösungsvermögens der Anzeigevorrichtung
nicht möglich sein, sie so anzuzeigen, wie sie gedruckt werden. Zur Lösung dieses
Problems werden Mittel zum Unterscheiden, ob eine effektive Anzeige der kleinen Schriftzeichen
möglich ist oder nicht, vorgeschlagen. Im zweiten Fall werden sie ohne Attribute oder
in einer anderen Form (z.B. mit überlagerter Durchstreichung oder blinkend) angezeigt.
Die Herstellung des zur Anzeigevorrichtung gesandten Punktemusters, die sogenannte
Anzeige-Bitmap, wird in mehreren Schritten vollzogen. In einem ersten Schritt wird
das Schriftzeichen aus einem Schriftsatzspeicher ausgelesen und in Punktmusterform
in in einem Arbeitsspeicher abgelegt. Anschließend wird eine Entscheidung vorgenommen,
ob eine Hinzufügung des Attributs möglich (dh. effektiv anzeigbar) ist und entsprechend
wird eine Routine zur Hinzufügung des Attributs aktiviert. In den Fällen, in denen
eine effektive Anzeige des Schriftzeichens nicht möglich ist, wird die Routine zur
Hinzufügung des Attributs einfach weggelassen oder alternativ wird ein Unterschiedspunktmuster
hergestellt (beispielsweise für die überlagerte Durchstreichung). Weiterhin ist offenbart,
ein Anzeigepunktmuster für alle Schriftzeichen unter Einschluß der Attribute herzustellen,
und die nicht effektiv anzeigbaren Schriftzeichen anschließend zu löschen.
[0003] Ein wesentlicher Nachteil des Standes der Technik besteht darin, daß die Routine
zur Herstellung des Anzeigepunktmusters ineffektiv ist, da die Schriftzeichen zunächst
ohne Attribute hergestellt werden, und in einem zweiten Schritt die Attribute hinzugefügt
werden, was unnötig zeitaufwendig ist, da der zweite Schritt in der Regel eine Löschung
des im ersten Schritt erzeugten Punktmusters beinhaltet. Weiterhin ist es möglich,
daß einem Schriftzeichen mehr als ein Attibut hinzugefügt ist. Wenn derartige Schriftzeichen
nicht effektiv anzeigbar ist, werden alle Attribute entfernt, obwohl es möglich wäre,
nur einen Teil der Attribute zu entfernen - anstelle aller - um ein anzeigbares Schriftzeichen
zu erhalten.
[0004] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Etikettendruckgerät
bereitzustellen, der in der Lage ist, mit Attributen versehene Schriftzeichen mit
hoher Geschwindigkeit und mit dem höchstmöglichen Informationsgehalt, dh. mit so vielen
Attributen wie effektiv möglich, anzuzeigen.
[0005] Nach einem ersten Aspekt der Erfindung wird ein Etikettendruckgerät gemäß der Lehre
des Anspruchs 1 vorgeschlagen.
[0006] Die Grundidee besteht darin, die Anzeigepunktmustererzeugungsmittel - die die Anzeigemittel
mit dem anzuzeigenden Punktmuster beaufschlagen - mit Schriftzeichendaten zu beaufschlagen,
die die endgültigen Attribute, dh. die schließlich auch angezeigt werden, bereits
beinhalten. Somit wird das Anzeigepunktmuster in nur einem einzigen Schritt und somit
schneller als im Stande der Technik erzeugt. Die Entscheidungsmittel entscheiden,
ob das Schriftzeichen mit dem hinzugefügten Attribut angezeigt werden kann; und wenn
das nicht der Fall ist, wird das entsprechende Attribut von den Übertragungsmitteln
zum Übertragen der Schriftzeichendaten auf die Anzeigepunktmustererzeugungsmitteln
einfach nicht abgesandt, sondern entfernt. Das Anzeigepunktmuster wird dann entsprechend
hergestellt.
[0007] Ein Vorteil des ersten Aspekts der Erfindung besteht darin, daß die Erzeugung des
Anzeigepunktmusters wesentlich schneller als im Stand der Technik erfolgt.
[0008] Alternativ oder zusätzlich zur Lehre des Anspruchs 1 wird ein Etikettendruckgerät
gemäß dem Anspruch 3 vorgeschlagen.
[0009] Es ist in der Regel möglich, einem Schriftzeichen mehr als ein Attribut hinzuzufügen.
Um zu vermeiden, daß unnötigerweise alle Attribute entfernt (dh. nicht angezeigt)
werden, wenn dieses Schriftzeichen relativ klein anzuzeigen ist, wird vorgeschlagen,
daß die Übertragungsmittel (insbesondere anhand einer Vorzugstabelle) entscheiden,
welche der Attribute der Schriftzeichendaten, die den Anzeigepunktmustererzeugungsmitteln
zugesandt werden, entfernt werden. In den Fällen, in denen es ausreicht, ein Attribut
zu entfernen (z.B. schattiert) kann es möglich sein, das jeweilige Schriftzeichen
mit einem zweiten hinzugefügten Attribut, wie z.B. fett, anzuzeigen. Dies erlaubt
einen höheren Informationsgehalt der Anzeige und vermeidet die unnötige Informationsunterdrückung
des Standes der Technik.
[0010] Es ist offensichtlich, daß das Etikettendruckgerät gemäß des zweiten Aspekts der
Erfindung Merkmale des ersten Aspekts inkorporieren kann und umgekehrt.
[0011] Es ist sehr vorteilhaft, skalierbare Schriftzeichensätze, wie Bezier-Fonts, für Druck-
und Anzeigezwecke zu verwenden. In diesen Fällen kann es jedoch sinnvoll sein, für
die kleinsten anzuzeigenden Schriftzeichen Punktmusterdaten zu verwenden, die in Bitmapform
gespeichert sind, da die mit den skalierbaren Schriftzeichensätzen produzierten Schriftzeichen
unvorteilhaft wirken können. Es wird daher vorgeschlagen, erste Speichermittel vorzusehen,
in denen Schriftzeichensatzdaten abgelegt sind, auf die die Anzeigepunktmustererzeugungsmittel
zur Herstellung eines Anzeigepunktmusters einen Skalierungsfaktor anwenden können;
zweite Speichermittel zum Speichern von Anzeigepunktmusterdaten in Bitmapform; und
Größenentscheidungsmittel zum Entscheiden, ob die Größe, mit der jedes der eingegebenen
Schriftzeichen anzuzeigen ist, größer als eine vorgegebene Größe ist; wobei die Anzeigepunktmustererzeugungsmittel
das Punktmuster für den Anzeigepunktmusterspeicher entsprechend der Entscheidung der
Größenentscheidungsmittel jeweils durch Abrufen von Daten aus dem ersten Speichermitteln
oder den zweiten Speichermitteln erzeugen.
[0012] Die Schriftzeichendaten in den ersten Speichermitteln sind vorzugsweise Bezier-Daten,
die Bezier-Punkte für Linien und Kurven des Schriftzeichens definieren.
[0013] Die Attribute können eine Auswahl aus fett, eng, kursiv, schattiert, unterstrichen
oder Umrißdruck sein.
[0014] Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung und um aufzuzeigen, wie sie realisierbar
ist, wird nun auf die anliegenden Zeichnungen verwiesen, in denen in schematischer
Darstellung zeigen:
Figur 1: Eine Ansicht der Oberseite eines Banddruckgerätes;
Figur 2: Eine Ansicht des Banddruckgerätes aus Figur 1 von unten;
Figur 3: Ein vereinfachtes Blockdiagramm der Steuerschaltung des Banddruckgerätes
aus Figur 1;
Figur 4: Eine schematische Darstellung des Puffers des Banddruckgeräts mit darin gespeicherten
Textdaten und Formatinformationen;
Figur 5: Ein Flußdiagramm, in dem grundlegende Schritte der Anzeigedatenerzeugsroutine
einer bevorzugten Ausführungsform wiedergegeben sind.
[0015] Figur 1 zeigt eine vereinfachte Ansicht eines Banddruckgerätes 1. Das Banddruckgerät
1 umfaßt eine Tastatur 4. Die Tastatur 4 hat eine Vielzahl an Dateneingabetasten und
umfaßt insbesondere eine Vielzahl von mit Nummern, Buchstaben und Punktuationszeichen
versehenen Tasten 3 zur Eingabe von Daten, die als ein Etikett auszugeben sind, sowie
Funktionstasten 4 zur Änderung der eingegebenen Daten. Diese Funktionstasten 4 dienen
z.B. zum Ändern der Größe oder des Fonts der eingegebenen Daten. Zusätzlich ermöglichen
die Funktionstasten 4 u.a. Unterstreichung und Einrahmung eines Etikettes. Die Tastatur
2 umfaßt weiterhin eine Drucktaste 5, die zum Ausdrucken eines Etiketts gedrückt wird.
Die Tastatur 2 hat zusätzlich eine 'Aus'-Taste 6, um das Banddruckgerät 1 ein- und
auszuschalten. Ein Cursor kann über das Display 8 durch Cursortasten 11 bewegt werden.
Eine Eingabe- (Return-) Taste ist durch das Bezugszeichen 13 gekennzeichnet. Zugeordnete
Eingabetasten 3,4 der Tastatur 2 können zum Hinzufügen von Attributen verwendet werden.
Alternativ kann eine Attributeingabetaste 7 vorgesehen sein, um Benutzern des Banddruckgerätes
1 die Herstellung von Etiketten mit Schriftzeichen mit Attributen zu ermöglichen.
Die Attributeingabetaste 7 aktiviert ein Menü, mit dem der Benutzer den eingegebenen
Schriftzeichen die gewünschten Attribute zuordnen kann.
[0016] Das Banddruckgerät 1 hat außerdem ein Flüssigkristalldisplay (LCD) 8, welches die
eingegebenen Daten anzeigt. Das Display 8 erlaubt dem Benutzer das gesamte oder einen
Teil des auszudruckenden Etiketts vor dem Ausdrucken anzusehen, was das Ändern des
Etiketts vor dem Ausdrucken erleichtert. Zusätzlich kann das Display 8 Botschaften
an den Benutzer anzeigen, z.B. Fehlermeldungen oder ein Hinweis, daß die Drucktaste
5 betätigt wurde. Das Display 8 wird durch einen Displaytreiber 28 gesteuert, der
in Figur 3 dargestellt ist.
[0017] An der Unterseite des Banddruckgerätes 1, die in Figur 2 dargestellt ist, befindet
sich ein Kassettenaufnahmeraum. Er enthält einen Thermodruckkopf 42 und eine Gegendruckwalze
46, die zusammenwirken und eine Druckzone P definieren. Der Druckkopf 42 ist schwenkbar
um einen Drehpunkt 48 gelagert, so daß er in Kontakt mit der Druckwalze 46 bringbar
ist und von ihr hinfort bewegt werden kann, um eine Kassette 10 herausnehmen und ersetzen
zu können. Eine in den Kassettenaufnahmeraum 2 eingesetzte Kassette ist mit dem Bezugszeichen
10 versehen. Die Kassette 10 enthält eine Vorratsrolle 12 mit Bildempfangsband 14,
das eine Bildempfangsschicht umfaßt, die mittels einer Klebstoffschicht an einer abziehbaren
Rückseitenschicht befestigt ist. Das Bildempfangsband 14 wird durch einen nicht dargestellten
Führungsmechanismus durch die Kassette 10 geführt und verläßt sie kurz nach der Druckzone
P durch einen Auslaß O und erreicht dann einen Schneideort C. Dieselbe Kassette 10
enthält weiterhin eine Farbbandvorratsrolle 16 und eine Farbbandaufwickelrolle 18.
Das Farbband 20 wird von der Farbbandvorratsrolle 16 durch die Druckzone P geführt
und auf der Farbbandaufwickelspule 18 aufgewickelt. Das zu bedruckende Band 14 durchläuft
gemeinsam mit dem Farbband 20 die Druckzone P, wobei seine Bildempfangsschicht im
Kontakt mit dem Farbband 20 steht.
[0018] Die Druckwalze 46 wird durch einen Motor 31 (siehe Figur 3), z.B. einen Gleichstrommotor
oder einen Schrittmotor, angetrieben, so daß sie sich dreht und das Bildempfangsband
14 in einer parallel zur Längsachse des Bildempfangsbands 14 verlaufenden Richtung
durch die Druckzone P verbringt. Auf diese Art wird ein Bild auf das Bildempfangsband
14 aufgedruckt und das Bildempfangsband 14 wird von der Druckzone P zur Schneidezone
C geführt. Die Schneidezone C ist an der Wand der Cassette 10 nahe der Druckzone P
vorgesehen. Der Teil der Wand der Kassette 10, der die Schneidezone C definiert, ist
durch das Bezugszeichen 22 gekennzeichnet. Ein Schlitz 24 ist in diesem Abschnitt
22 der Wand enthalten. Das Bildempfangsband 14 wird von der Druckzone P zur Schneidezone
C verbracht, wo es von gegenüberliegenden Wandabschnitten beidseits des Schlitzes
24 gestützt wird.
[0019] Das Banddruckgerät 1 umfaßt einen Schneidemechanismus 26, der einen Schneidenträger
28 umfaßt, der eine Klinge 30 trägt. Die Klinge 30 durchtrennt das Bildempfangsband
14 und tritt dann in den Schlitz 24 ein.
[0020] In den Ausführungsformen, in denen der Motor 31 ein Gleichstrommotor ist, wird das
Bildempfangsband 14 kontinuierlich während des Druckvorganges durch die Druckzone
P transportiert. Alternativ dreht sich die Gegendruckwalze 46 in Ausführungsformen,
in denen ein Schrittmotor verwendet wird, schrittweise, um das Bildempfangsband 14
in einzelnen Schritten sukzessive durch die Druckzone P während des Druckvorganges
zu bewegen.
[0021] Der Druckkopf 42 ist ein Thermodruckkopf, der eine Vielzahl in einer Reihe angeordnete
Druckelemente umfaßt. Der Druckkopf 42 ist vorzugsweise nur ein Druckelement breit
und die Reihe erstreckt sich in einer orthognal zur Längsrichtung des Bildempfangsbandes
14 verlaufenden Richtung. Die Höhe der Reihe der Druckelemente ist vorzugsweise gleich
der Breite des Bildempfangsbandes 14, das im Banddruckgerät 1 verwendet werden soll.
Falls Bildempfangsbänder 14 unterschiedlicher Breite zu verarbeiten sind, wird die
Höhe der Reihe der Druckelemente des Druckkopfes 42 im allgemeinen eine der größten
Breite des Bildempfangsbandes 14 entsprechende Höhe aufweisen. Ein Bild wird auf das
Bildempfangsband 14 Reihe für Reihe durch den Druckkopf 42 aufgedruckt. Es sollte
erwähnt werden, daß ein Bild auf das Bildempfangsband 14 über das Farbband 20 gedruckt
werden kann. Alternativ kann ein Bild direkt vom Thermodruckkopf 42 auf das Bildempfangsband
14 aufgebracht werden, ohne Verwendung eines Farbbandes 20, falls das Bildempfangsband
14 aus einem geeigneten, thermisch empfindlichen Material besteht.
[0022] Alternativ zu dem in Figur 2 wiedergegebenen EinKassetten-System kann der Kassettenaufnahmeraum
10 derart gestaltet sein, daß eine getrennte Bildempfangsbandkassette und eine getrennte
Farbbandkassette einlegbar sind, die so ausgeführt sind, daß das Farbband und das
Bildempfangsband 14 übereinander durch die Druckzone geführt werden. Diese spezielle
Kassettenanordnung ist z.B. in unserer älteren europäischen Patentanmeldung Nr. 578372
beschrieben, deren Inhalt durch Verweis hierin inkorporiert wird. Ein anderes geeignetes
Arrangement zur Bereitstellung eines Vorrates an Bildempfangsband 14 kann selbstverständlich
in Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung Verwendung finden.
[0023] Figur 3 zeigt die grundlegende Steuerschaltung zur Steuerung des Banddruckgerätes
1 aus Figuren 1 und 2. Es ist ein Mikroprozessorchip 40 vorhanden, der einen Nur-Lese-Speicher
(ROM) 41, einen Mikroprozessor 44 und frei zugängliche Speicherkapazität, die durch
ein RAM 41 wiedergegeben wird, enthält. Der Mikroprozessor 44 wird durch im ROM 41
gespeicherte Programme gesteuert. Der Mikroprozessorchip 40 ist mit der Tastatur 2
verbunden, um Etikettendateneingaben zu empfangen. Der Mikroprozessorchip 40 gibt
Daten zum Treiben des Displays 8 über den Displaytreiberchip 38 aus, um ein auszudruckendes
Etikett (oder einen Teil davon) und/oder eine Nachricht oder Anweisung an den Benutzer
anzuzeigen. Zusätzlich gibt der Mikroprozessorchip 40 weiterhin Daten zum Treiben
des Druckkopfs 42, der ein Bild auf das Bildempfangsband 14 druckt, aus, um ein Etikett
herzustellen. Der Mikroprozessorchip 40 kann auch den Schneidemechanismus 26 steuern,
um Längen des Bildempfangsbandes 14 abzuschneiden, nachdem ein Bild darauf aufgedruckt
wurde.
[0024] Das Banddruckgerät 1 ermöglicht unter Verwendung der verschiedenen Tasten Etiketten
einzugeben und auf dem Display 8 anzuzeigen. Der ROM 41 speichert insbesondere Information,
die sich auf alphanumerische Zeichen und dergleichen bezieht, die mit den entsprechenden
Tasten 3 in Beziehung stehen, sowie mit den Funktionstasten 4 assoziierte Funktionen.
Beim Drücken einer Taste 4 werden Daten, die den entsprechenden Zeichen oder dergleichen
entsprechen, aus dem ROM 41 entnommen und dann im RAM 43 abgespeichert. Die im RAM
43 enthaltenen Daten können in der Form eines des Zeichen identifizierenden Codes
sein. Der Mikroprozessor 44 erzeugt entsprechend dem RAM 43 gespeicherten Daten Pixeldaten,
welche in reihenweiser Form auf den Druckkopf 42 und (in anderer, unten beschriebener
Form) auf das Display 8 übertragen werden.
[0025] Zusätzlich können eine Funktionstaste betreffende Daten aus dem ROM 41 entnommen
werden, falls eine oder mehrere der Funktionstasten 4 gedrückt werden. Diese Daten
können die Form einer Flagge einnehmen. Die vom Mikroprozessor 44 erzeugten, an den
Druckkopf 42 gesandten Pixeldaten und das Display 8 berücksichtigen Daten, die sich
auf eine oder mehrere im RAM 43 gespeicherte Funktionen beziehen. Die Tasten 3 und
4 der Tastatur 2 haben festgelegte, zugeordnete Funktionen, welche bedingen, daß festgelegte,
mit dieser Funktion assoziierte Daten aus dem ROM 41 entnommen werden. Unter anderem
kann der Benutzer diese Tasten verwenden, um eingegebenen Schriftzeichen Attribute
hinzuzufügen, wie fett, eng, kursiv, unterstrichen, schattiert, Umrißdruck oder eine
Kombination irgendwelcher dieser Attribute. Die Schriftzeichen werden dann mit den
ausgewählten Attributen gedruckt, die weiterhin auch auf dem Display 8 angezeigt werden,
wobei sehr kleine Schriftzeichen, die derart klein sind, daß sie mit hinzufügten Attributen
nicht effektiv anzeigbar sind, ohne Attribute (oder nur mit einem Teil der gewählten
Attribute) angezeigt werden. Eine Routine zur Erzeugung des Anzeigepunktmusters ist
in Figur 5 wiedergegeben.
[0026] In Figur 4 ist der Eingabepuffer 49, der physikalisch ein Teil des RAMs 43 ist, schematisch
gezeigt. Er enthält die eingegebenen Schriftzeichen, denen ihre zugeordnete Formatinformation
vorangeht, und die durch Zeilen- bzw. Seitenumbrüche voneinander getrennt sind. Die
Formatinformation legt das Format (dh. Größe, Schriftzeichensatz, Attribute usw.)
fest, mit dem die Schriftzeichen gedruckt werden. Die Zeilenumbrüche legen die Position
fest, an der eine neue auszudruckende Zeile beginnt. Ein Seitenumbruch definiert einen
neuen Block, der eine andere Zeilenanzahl als der vorhergehende Block haben kann.
Im in Figur 4 dargestellten Beispiel sind zwei Seiten eingegeben. Die erste Seite
besteht aus zwei Zeilen, wobei die erste Zeile 'XYQAWG' und die zweite Zeile 'Zabq'
lautet. Die zweite Seite umfaßt die Schriftzeichen 'ef'.
[0027] Figur 5 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer Routine zur Erzeugung des Punktmusters
der eingegebenen Schriftzeichen auf dem Display 8. Das Display 8 besteht aus einer
hohen Anzahl von Punkten, die zweidimensional angeordnet sind. Die angezeigten Bilder
werden durch eine entsprechende Ansteuerung der Punkte erzeugt.
[0028] Nachdem die Routine in Schritt 50 startet, wird in Schritt 51 festgestellt, welches
Fontattribut für das jeweils anzuzeigende Schriftzeichen ausgewählt wurde. Das heißt,
daß untersucht wird, ob der Benutzer dem auszudruckenden Schriftzeichen ein Attribut
wie fett, eng, kursiv, unterstrichen, schattiert, Umrißdruck oder eine Kombination
daraus hinzugefügt hat. Die Feststellung des ausgewählten Attributes wird durch Lesen
der zugeordneten Formatinformation im Eingabepuffer 49 durchgeführt.
[0029] Der nächste Schritt 52 betrifft eine Feststellung der Größe, mit der die Schriftzeichen
auszudrucken sind. Das ist notwendig, da das Display 8 eine wirkliche WYSIWYG-Anzeigevorrichtung
ist, die eine Darstellung der Schriftzeichen mit im wesentlichen dem gleichen Aussehen
liefert, mit dem sie ausgedruckt werden. Daher müssen die Größen der angezeigten und
der gedruckten Schriftzeichen in Bezug zueinander stehen. Die Größe der Schriftzeichen
kann vom Benutzer definiert sein, oder selbsttätig anhand der Zahl der Zeilen und
der Breite des Bandes (die vom Benutzer eingegeben oder automatisch anhand einer Untersuchung
der das Band enthaltenden Kassette oder des Bandes als solches festgestellt sein kann)
festgelegt werden. Im zweiten Fall kann die Schriftzeichengröße weiterhin von der
Länge des Etiketts abhängen, falls die Länge des Etiketts vom Benutzer vorgegeben
wurde und das Druckgerät die Länge der ausgedruckten Bilder durch eine Skalierung
der Schriftzeichengröße entspechend anpaßt. Die Feststellung der Größe der Schriftzeichen
wird mittels der im eingabepuffer 49 abgelegten Formatinformation durchgeführt, wobei
gegebenenfalls einige weitere Berechnungen auszuführen sind, um die Schriftzeichengröße
festzustellen. Die Größe wird dann in einem späteren Schritt mit der kleinsten lesbaren
Größe verglichen und kann in Einheiten von benötigten Punkten berechnet werden.
[0030] Der folgende Schritt 53 ist eine Feststellung der kleinsten erkennbaren Größe des
Schriftzeichens mit dem gewählten Attribut. Wie bereits beschrieben ist es - wegen
der begrenzten Auflösung des Displays 8 - nicht möglich, sehr kleine Schriftzeichen
mit hinzugefügten Attributen effektiv auf dem Display 8 anzuzeigen, da derartige Schriftzeichen
nicht ansprechend aussehen. Aus diesem Grund wird Schritt 53 ausgeführt, um die minimale
lesbare Größe zu erhalten. Die Feststellung der minimalen lesbaren Größe kann mittels
einer Tabelle erfolgen oder Schriftzeichenatttributdaten hinzugefügt sein. Letzteres
bedeutet, daß an einem geeigneten Ort eine Information gespeichert ist, die die minimale
Größe für ein spezielles Attribut beinhaltet.
[0031] Die unten wiedergegebene Attributtabelle gibt ein Beispiel der Anzahl von Punkten,
die zum effektiven Anzeigen von Schriftzeichen mit hinzugefügten Attributen zusätzlich
benötigt werden:
- Fett
- 2
- Schattiert
- 3
- Umriß
- 3
- Kursiv
- 2
- Unterstrichen
- 1
[0032] Diese Tabelle ist ein typisches Beispiel und kann verwendet werden, um die minimale
Anzahl von Punkten festzustellen, die erforderlich ist, ein Schriftzeichen mit den
hinzugefügten Attributen akzeptabel darzustellen. Ein normales Schriftzeichen benötigt
allein 9 Punkte, zu denen die oben angegebenen Punktezahlen addiert werden. Beispielsweise
wird ein fettgedrucktes Schriftzeichen 9 + 2 = 11 Punkte erfordern. Ein fettes, schattiertes,
kursives Schriftzeichen erfordert 16 (= 9 + 2 + 3 +2) Punkte. Ein kleineres Schriftzeichen
mit den hinzugefügten Attributen würde nicht akzeptabel, sondern etwas entstellt aussehen.
[0033] Der folgende Schritt 54 bezieht sich auf einen Vergleich, ob die in Schritt 52 festgestellte
Größe des Schriftzeichens größer als die minimale Größe ist. Falls dies nicht der
Fall ist, folgt Schritt 55. Da das jeweilige Schriftzeichen nicht effektiv anzeigbar
ist, wird in Schritt 55 ein Attribut entfernt, um ein anzeigbares Schriftzeichen zu
erhalten. Da es möglich ist, daß ein Schriftzeichen mit mehr als einem Attribut versehen
ist, wird eine Vorzugstabelle verwendet, um zuerst das am wenigsten wichtige Attribut
zu entfernen. Die Vorzugstabelle hat in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
dieselbe Reihenfolge wie die oben wiedergegebene Tabelle mit der Anzahl der zum akzeptablen
Anzeigen von Schriftzeichen mit hinzugefügten Attributen zusätzlich erforderlichen
Punkte. Die Attribute werden in der in dieser Tabelle wiedergegebenen Reihenfolge
fallengelassen, angefangen mit Fett und fortfolgend bis zu Unterstrichen. Nach der
Entfernung des ersten Attributs geht das Verfahren mit Schritt 53 weiter, worin nochmals
die minimale lesbare Größe festgestellt wird. Es ist anzumerken, daß natürlich nur
die Attribute entfernt werden können, die auch vom Benutzer ausgewählt wurden, und
daß in vorhergehenden Ausführungen von Schritt 55 entfernte Attribute nicht nochmals
entfernt werden. Die Entfernung der Attribute erfolgt nur für Zwecke der Anzeige,
nicht jedoch zum Drucken.
[0034] Wenn andererseits der Vergleich im Schritt 54 (dh. ob die in Schritt 52 festgestellte
Größe des anzuzeigenden Schriftzeichens größer als die minimale lesbare Größe ist)
das Ergebnis 'wahr' hat, folgt Schritt 56. Hier wird untersucht, ob die Größe des
Schriftzeichens größer als eine festgelegte Größe von beispielsweise 8 x 8 Punkten
ist. Falls dies nicht der Fall ist, folgt Schritt 57, in dem für Anzeigezwecke ein
Punktmuster mittels eines Bitmap-Fonts hergestellt wird. Dieser Bitmap-Font enthält
per definitionem keine Attribute. Wenn andererseits die Größe des anzuzeigenden Schriftzeichens
größer als die festgelegte Größe ist, wird das Punktmuster durch die Verwendung expandierbarer
Schriftsatzdaten, z.B. eines Bezier-Fonts erzeugt. Die Schriftsatzdaten werden aus
dem ROM 41 entnommen und mittels eines Skalierungsfaktors zur Ansteuerung des Displays
8 verwendet. Dies kann nach Art der EP-A-0 574 225 geschehen, deren Inhalt durch Verweis
hierin inkorporiert wird. Das in den Schritten 57 bzw. 58 erzeugte Punktmuster wird
dann über den Displaytreiberchip 38 an das Display 8 gesandt. Der Grund für die Unterscheidung
in Schritt 56 liegt darin, daß das durch den skalierten Bezier-Font erzeugte Punktmuster
nur dann ein ansprechendes Aussehen auf dem Display 8 ergibt, wenn die Größe des Punktmusters
die festgelegte Größe überschreitet; anderenfalls sieht es etwas verzerrt aus. Es
ist anzumerken, daß der Bitmap-Font nur zum Steuern des Displays 8 verwendet wird,
nicht jedoch zur Steuerung des Druckkopfs, der eine höhere Auflösung hat. Weiterhin
sei angemerkt, daß es möglich ist, Schritt 56 vor Schritt 53 auszuführen, dh. zuerst
zu prüfen, ob der Bezier-Font verwendbar ist, bevor untersucht wird, ob Attribute
zu entfernen sind. Dieses wäre etwas weniger zeitaufwendig.
[0035] Nach Schritten 57 bzw. 58 folgt der Schritt 59, der einen Rücksprung (Return) zu
Schritt 50 bedeutet, in dem das nächste Schriftzeichen zur Herstellung eines Punktmusters
für das Display untersucht wird.
1. Etikettendruckgerät (1) zum Drucken und Anzeigen von Bildern, die sich aus einer Mehrzahl
von Schriftzeichen zusammensetzen, umfassend:
Eingabemittel zum Auswählen von Schriftzeichen zum Aufsetzen eines auszudruckenden
Etiketts;
Druckmittel (42) zum Drucken der Schriftzeichen auf ein Bildempfangsband (14) zur
Herstellung eines Etiketts;
Attributauswahlmittel zum Hinzufügen eines Attributs, mit dem die eingegebenen Schriftzeichen
auszudrucken sind;
Anzeigemittel (8) zum Anzeigen der mit den Eingabemitteln ausgewählten Schriftzeichen;
Anzeigepunktmustererzeugungsmittel zum Erzeugen von Daten für die Anzeigemittel (8),
wobei die Anzeigepunktmustererzeugungsmittel Daten empfangen, die die eingegebenen
Schriftzeichen und ihre Attribute repräsentieren;
Entscheidungsmittel zum Entscheiden, ob jedes der eingegebenen Schriftzeichen mit
hinzugefügten Attributen effektiv auf den Anzeigemitteln (8) wiedergebbar ist, wobei
die Entscheidung auf der Größe, mit der das Schriftzeichen anzuzeigen ist, und dem
Typ des hinzugefügten Attributs basiert; und
Übertragungsmittel zum Übertragen der Daten der ausgewählten Schriftzeichen gemeinsam
mit den hinzugefügten Attributen auf die Anzeigepunktmustererzeugungsmittel, wobei
die übertragenen Attribute der Schriftzeichen auf der Entscheidung der Entscheidungsmittel
beruhen, wobei zumindest ein Teil der Attribute entfernt wird, falls die Entscheidungsmittel
entscheiden, daß die eingegebenen Schriftzeichen mit dem hinzugefügten Attribut nicht
effektiv anzeigbar sind.
2. Etikettendruckgerät nach Anspruch 1, wobei die Attributauswahlmittel ermöglichen,
einem Schriftzeichen mehrere Attribute hinzuzufügen, und die Übertragungsmittel anhand
einer Vorzugstabelle entscheiden, welche Attribute der den Anzeigepunktmustererzeugungsmitteln
zugeführten Daten entfernt werden.
3. Etikettendruckgerät (1) zum Drucken und Anzeigen von Bildern, die sich aus einer Mehrzahl
von Schriftzeichen zusammensetzen, umfassend:
Eingabemittel zum Auswählen von Schriftzeichen zum Aufsetzen eines auszudruckenden
Etiketts;
Druckmittel (42) zum Drucken der Schriftzeichen auf ein Bildempfangsband (14) zur
Herstellung eines Etiketts;
Attributauswahlmittel zum Hinzufügen eines Attributs, mit dem die eingegebenen Schriftzeichen
auszudrucken sind, wobei einen Schriftzeichen mehr als ein Attribut hinzufügbar ist;
Anzeigemittel (8) zum Anzeigen der mit den Eingabemitteln ausgewählten Schriftzeichen;
Anzeigepunktmustererzeugungsmittel zum Erzeugen von Daten für die Anzeigemittel (8);
Entscheidungsmittel zum Entscheiden, ob jedes der eingegebenen Schriftzeichen mit
hinzugefügten Attributen effektiv auf den Anzeigemitteln (8) wiedergebbar ist, wobei
die Entscheidung auf der Größe, mit der das Schriftzeichen anzuzeigen ist, und dem
Typ des hinzugefügten Attributs basiert; und
Übertragungsmittel zum Übertragen von Daten, die den ausgewählten Schriftzeichen und
den hinzugefügten Attributen entsprechen, auf die Anzeigepunktmustererzeugungsmittel,
wobei die übertragenen Attribute der Schriftzeichen auf der Entscheidung der Entscheidungsmittel
beruhen, wobei zumindest ein Teil der Attribute entfernt wird, falls die Entscheidungsmittel
entscheiden, daß die eingegebenen Schriftzeichen mit dem hinzugefügten Attribut nicht
effektiv anzeigbar sind, wobei die Übertragungsmittel entscheiden, welche Attribute
der den Anzeigepunktmustererzeugungsmitteln zugeführten Daten entfernt werden und
welche nicht.
4. Etikettendruckgerät nach Anspruch 3, wobei die Übertragungsmittel anhand einer Vorzugstabelle
entscheiden, welche der Attribute der Daten, die den ausgewählten Schriftzeichen und
den hinzugefügten Attributen entsprechen, entfernt werden und welche nicht.
5. Etikettendruckgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit ersten Speichermitteln,
in denen Schriftzeichensatzdaten abgelegt sind, auf die die Anzeigepunktmustererzeugungsmittel
einen Skalierungsfaktor anwenden können, mit zweiten Speichermitteln zum Speichern
von Anzeigepunktmusterdaten in Bitmapform, und mit Größenentscheidungsmitteln zum
Entscheiden, ob die Größe, mit der jedes der eingegebenen Schriftzeichen anzuzeigen
ist, größer als eine vorgegebene Größe ist; wobei die Anzeigepunktmustererzeugungsmittel
das Punktmuster für den Anzeigepunktmusterspeicher entsprechend der Entscheidung der
Größenentscheidungsmittel jeweils durch Abrufen von Daten aus dem ersten Speichermitteln
oder den zweiten Speichermitteln erzeugen.
6. Etikettendruckgerät nach Anspruch 5, wobei die in den ersten Speichermitteln abgelegten
Schriftzeichensatzdaten Bezier-Daten sind, die Bezier-Punkte von Linien und Kurven
des Umrisses des Schriftzeichens definieren.
7. Etikettendruckgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Attribute Fettdruck
und/oder Engdruck und/oder Kursivdruck und/oder Unterstreichung und/oder Schattierung
und/oder Umrißdruck sind.