[0001] Die Erfindung betrifft ein Schloß mit einem Fallenriegel zur Verriegelung eines an
einem Flügel angebrachten Schließbügels, wobei der Fallenriegel beim Schließen des
Flügels von dem Schließbügel gegen die Kraft eines Rückstellelementes in Richtung
eines ersten Freiheitsgrades ausgelenkt wird.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Schließteil zur Befestigung an einem Flügel
und zur Verwendung mit einem erfindungsgemäßen Schloß.
[0003] Schlösser der genannten Gattung dienen beispielsweise zum Verschließen von Truhen
oder ähnlichen Behältnissen, bei denen nach Schließen des Deckels, oder fachsprachlich
ausgedrückt, des Flügels, Unbefugten ein Öffnen des Behältnisses verwehrt sein soll.
Zum Öffnen der Truhe oder des sonstigen Behältnisses ist es notwendig, den Fallenriegel
mittels eines Betätigungsmechanismus, der durch einen Schließzylinder o.ä. gesichert
ist, in eine Entriegelungsstellung zu bringen.
[0004] Ein solches Schloß ist für manche Behältnisse nicht geeignet, aus noch zu erläuternden
Gründen insbesondere nicht für Mülltonnen. Im Zuge des zunehmenden Umweltbewußtseins
werden Mülltonnen in manchen Gemeinden nicht mehr beliebig oft geleert, sondern jede
einzelne Leerung muß vom Eigentümer der Mülltonne bezahlt werden. Die mit dem Abtransport
von Hausmüll o.ä. verbundenen Kosten haben in dicht besiedelten Gebieten, beispielsweise
in Wohnsiedlungen, in denen Mülltonnen frei zugängig aufgestellt sind, dazu geführt,
daß Dritte ihren Müll unberechtigt in fremde Mülltonnen einwerfen. Dies ist für den
berechtigten Nutzer einer Mülltonne einerseits unangenehm, da er unter Umständen bis
zur nächsten Leerung der Tonne ein Müllbeseitigungsproblem hat, andererseits stellt
das mit der Anmietung einer Mülltonne gekaufte Abtransportvolumen gleichsam einen
Wert dar, der ihm durch Fremdnutzung gestohlen wird.
[0005] In zahlreichen Gemeinden besteht daher seitens der Bevölkerung das Bedürfnis, die
beispielsweise einer Familie zugeordnete Mülltonne gegen unbefugtes Befüllen mit Fremdmüll
zu sichern. Die zunächst naheliegende Lösung ist es, Schlösser zu verwenden, wie sie
beispielsweise von den eingangs geschilderten Truhen bekannt sind. Würde das bekannte
Schloß mit einem Fallenriegel an einer Mülltonne montiert, so wäre hiermit zwar erreicht,
daß Dritten unbefugter Zugriff auf die Mülltonne verwehrt wird, andererseits wäre
mit einer solchen Konstruktion der gravierende Nachteil verbunden, daß auch die Arbeiter
der städtischen Müllabfuhren für jede Tonne einen passenden Schlüssel mit sich führen
müßten. Darüberhinaus würde durch die umständliche Prozedur des Aufschließens einer
jeden zu leerenden Tonne der Abtransportvorgang in nicht akzeptabler Weise verlangsamt.
[0006] Der Erfindung liegt daher konkret die Aufgabe zugrunde, ein Schloß zu entwerfen,
das es ermöglicht, eine zur Leerung an den Straßenrand gestellte Mülltonne ohne Schlüssel
zu öffnen, das aber den Deckel der Mülltonne nach erfolgter Leerung automatisch verschlossen
hält.
[0007] Dabei liegt der Lösung der Aufgabe die Erkenntnis zugrunde, daß eine in die Hubvorrichtung
eines Müllwagens eingehängte Mülltonne eine Lageänderung durch Verschwenken um die
Querachse von nahezu 180° erfährt.
[0008] Der Erfindung liegt daher im weiteren Sinne die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes
Schloß so weiterzuentwickeln, daß ein von einem Flügel im weitesten Sinne verschlossenes
Behältnis sich in einer Normallage öffnen läßt, aber nach einmaliger Lageänderung
in einem definierten Sinne automatisch verschlossen wird.
[0009] Die Lösung der Aufgabe ist bei einem gattungsgemäßen Schloß dadurch gekennzeichnet,
daß der Fallenriegel einen zweiten Freiheitsgrad aufweist, der durch ein unter dem
Einfluß der Schwerkraft bewegliches Sperrelement blockierbar ist, und daß ein Betätigunsmechanismus
so angeordnet ist, daß das Sperrelement in eine nicht sperrende Lage (Wartelage) gebracht
werden kann, aus der es bei Lageänderung des gesamten Schlosses in die Sperrstellung
fallen kann.
[0010] Bevorzugt ist vorgesehen, daß der Betätigungsmechanismus in Form eines Drehschiebers
ausgeführt ist, der eine Nut zur Aufnahme des Sperrelements aufweist, und daß der
Fallenriegel um eine Achse drehbar (erster Freiheitsgrad) und in Richtung seiner Längsachse
geradlinig verschiebbar (zweiter Freiheitsgrad) ist. Dabei ist die Nut in Form eines
sektorförmigen Ausschnittes ausgestaltet, dessen Bogenlänge größer ist, als der Durchmesser
des Sperrelements.
[0011] Soll ein Behältnis, wie beispielsweise eine Mülltonne, mit einem Schloß zum Verriegeln
des Flügels oder Deckels nachgerüstet werden, so muß an dem Flügel ein Schließteil
angebracht werden. Soll das Schließteil von einem Laien angebracht werden, so ist
zu befürchten, daß seine tatsächliche Lage auf dem Flügel mit erheblichen Toleranzen
behaftet ist. Das mit dem Deckel oder Flügel auf einer kreisförmigen Bahn verschwenkte
Schließteil muß in das beispielsweise an der Wandung einer Mülltonne angebrachte Schloß
eingeführt werden, bis es durch Einrasten oder ähnliche formschlüssige Vorgänge zum
Verriegeln kommt. Dabei ist offensichtlich, daß eine unfachmännisch oder ungenau vorgenommene
Positionierung des Schließteils auf dem Flügel dazu führen kann, daß ein Verriegeln
unmöglich wird, da das Schließteil nicht korrekt in das Schloß eingeführt wird. Darüber
hinaus ist es wünschenswert, das Schließteil so zugestalten, daß ein gewaltsames Öffnen
des Behältnisses, beispielsweise mit einem Brecheisen, erschwert wird.
[0012] Der Erfindung liegt daher weiterhin die Aufgabe zugrunde, ein Schließteil zum Anbringen
an einem Flügel eines zu verschließenden Behältnisses, insbesondere einer Mülltonne,
zum Zusammenwirken mit einem erfindungsgemäßen Schloß zu schaffen, das hinsichtlich
der genauen Lage auf dem Flügel mit vergleichsweise großen Toleranzen behaftet sein
kann, und das dazu beiträgt, ein gewaltsames Öffnen des zu verschließtenden Behältnisses
zu erschweren.
[0013] Die Lösung der Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß das Schließteil im wesentlichen
rechtwinklig zur Hauptebene des Flügels sich erstreckend geformt ist und aus einem
Werkstoff besteht, der unter dem Einfluß manuell am Flügel aufbringbarer Kräfte eine
Biegung quer zur Längsachse zumindest in der Größenordnung des Durchmessers und eine
Streckung in Längsrichtung erlaubt, die zumindest 5% der Längsabmessung beträgt.
[0014] Bevorzugt ist das Schließteil aus einem gummielastischen Werkstoff gefertigt. Die
Biegsamkeit des Schließteils quer zu seiner Längsachse unter dem Einfluß manueller,
am Flügel angreifender Kräfte führt dazu, daß das Schließteil - insbesondere zusammen
mit einer trichterförmigen Ausgestaltung des Eingriffsbereiches des Schlosses - gleichsam
selbst zentrierend arbeitet. Die Dehnbarkeit in Längsrichtung bewirkt, daß das Schließteil
eine gewisse Formänderungsarbeit aufnehmen kann, wenn der Deckel einer Mülltonne oder
allgemeiner gesprochen, der Flügel des Behältnisses, beispielsweise mittels eines
Brecheisens aufgehebelt werden soll. Die aufgenommene Formänderungsarbeit verringert
die Energie, die schädlich wirkend von einem bösartig gesinnten Subjekt aufgebracht
werden kann.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sowohl des Schlosses wie auch des Schließteiles
sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0016] Die Erfindung wird im folgenden anhand mehrerer in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Figur 1 -
- eine schematisierte Seitenansicht einer Mülltonne mit einem flügelartig ausgebildeten
Deckel und einem erfindungsgemäßen Schloß,
- Figur 2 -
- ein vergrößerte Darstellung des in Figur 1 in der Seitenansicht gezeigten Schlosses,
- Figur 3 -
- einen Schnitt längs der Linie III-III in Figur 2,
- Figur 4 -
- einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Figur 2,
- Figuren 5a bis 5f -
- die Seitenansicht des in Figur 2 gezeigten Schlosses während verschiedener Betriebsphasen,
- Figur 6 -
- das Schloß gemäß Figur 2 mit einigen Detailverbesserungen,
- Figur 7 -
- eine alternative Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schlosses mit einem zweiteiligen
Fallenriegel,
- Figur 8 -
- eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schlosses gemäß Figur 7 mit einer zusätzlichen
Rückschlagweiche,
- Figur 9 -
- eine Ausführungsform gemäß Figur 8 mit einer alternativen Ausführungsform der Rückschlagweiche,
- Figur 10 -
- eine dritte alternative Ausführungsform einer Rückschlagweiche für ein erfindungsgemäßes
Schloß,
- Figur 11 -
- eine alternative Ausführungsform mit einem zwei Ausnehmungen aufweisenden Drehschieber
und Steuerscheiben,
- Figur 12 -
- eine Ausführungsform mit einem Permanentmagneten zum Fixieren der Sperrkugel in ihrer
Sperrstellung,
- Figur 13 -
- eine alternative Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schließteils und eines im
Schloß angeordneten Führungskanals mit einer Auswurföffnung,
- Figur 14 -
- einen senkrechten, die Drehachse des Drehschiebers enthaltenen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes
Schloß mit einer zusätzlichen Kondensatabflußbohrung,
- Figur 15 -
- eine alternative Ausführungsform, bei der die Hauptebenen von Drehschieber und Fallenriegel
rechtwinklig zueinander angeordnet sind,
- Figur 16 -
- einen Schnitt gemäß Figur 13 mit einer zusätzlichen Bohrung zur Aufnahme eines zusätzlichen
Sicherungselementes, und
- Figur 17 -
- eine weitere alternative Ausführungsform eines Schließteils gemäß Figur 13 und eines
zusätzlichen Sicherungselementes gemäß Figur 16.
[0017] Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Mülltonne 10 mit einem Deckel 12,
der um eine senkrecht zur Zeichenebene angeordnete Schwenkachse 14 flügelartig schwenkbar
angelenkt ist. In Bezug auf die Schwenkachse 14 weist die Mülltonne eine Seitenwand
16 und eine Vorderwand 18 auf. An dem flügelartig ausgebildeten Deckel 12 der Mülltonne
10 ist ein Schließbügel 20 angebracht. Der Schließbügel 20 weist einen Schließzapfen
22 auf, der sich bei Öffnen des Deckels 12 auf einer kreisförmigen Bahn bewegt.
[0018] Ein erfindungsgemäßes Schloß 24 ist mit nicht dargestellten Schrauben, Nieten o.ä.
an der Seitenwand 16 der Mülltonne 10 dergestalt befestigt, daß beim Schließen des
Flügels 12 der Schließzapfen 22 des Schließbügels 20 einen Fallenriegel 26 in seine
Entriegelungsstellung drückt. Der Fallenriegel 26 wirkt dabei wie ein Schnapper. Der
Fallenriegel 26 ist um eine Schwenkachse 28 schwenkbar gelagert und weist so einen
ersten Freiheitsgrad auf. Eine Rückstellfeder 30 erzeugt ein aufwärts gerichtetes
Drehmoment, das den Fallenriegel 26 in seine Schließstellung drängt, bis er an einem
Anschlag 32 zu liegen kommt.
[0019] Der Fallenriegel 26 weist über den bekannten ersten Freiheitsgrad hinaus einen zweiten
Freiheitsgrad auf, und zwar eine Längsverschiebbarkeit in Richtung seiner Längsachse.
Zu diesem Zweck ist er in einem andeutungsweise dargestellten Langloch 34 gelagert.
Mit dem Fallenriegel 26 verbundene, die Schwenkachse 28 bildende Stehbolzen gleiten
in einem Langloch 34, das in dem Schloßgehäuse 36 ausgebildet ist.
[0020] In Richtung seiner Längsachse wird der Fallenriegel 26 durch eine Rückstellfeder
38 in die Schließstellung gedrückt.
[0021] Ein Sperrelement in Form einer Kugel 40 verhindert in der in Figur 2 gezeigten Stellung
eines Betätigungsmechanismus in Form eines Drehschiebers 42 eine Bewegung des Fallenriegels
26 in Richtung seines zweiten Freiheitsgrades, d.h. in Richtung seiner Längsachse
43. Wird der in Figur 2 nicht dargestellte Deckel 12 angehoben, so läuft der Schließbolzen
22 des Schließbügels 20 auf einer Auflaufschräge 44 des Fallenriegels 26 auf, vermag
ihn jedoch wegen des Sperrelements 40, das sich in seiner Sperrlage befindet, nicht
zur Seite zu drücken. Wie Figur 3 zeigt, ist der Drehschieber 42 mit einem Schließzylinder
46 verbunden, der mittels eines eingesteckten Schlüssels betätigt werden kann. Bei
eingestecktem Schlüssel ist der Drehschieber 42 frei beweglich.
[0022] Der Drehschieber 42 weist eine Nut in Form eines sektorförmigen Ausschnitts 48 auf.
Die Nut 48 nimmt die Kugel 40 auf. In Umfangsrichtung ist das Bogenmaß der Nut 48
größer bemessen, nämlich etwa 3,5 mal so groß, als der Durchmesser der Kugel 40.
[0023] Wie Figur 4 zeigt ist in dem Gehäuse 36 ein federbelastetes Rastmittel in Form einer
Rastkugel 50 angeordnet, die in nicht näher dargestellte Vertiefungen auf der Oberfläche
des Drehschiebers 42 einrasten kann, um ihn in der im folgenden noch erläuterten Sperrstellung,
der Entriegelungsstellung und der Auslagerungsstellung des Sperrmittels, d.h. der
Kugel 40, zu arretieren.
[0024] Weiterhin zeigt Figur 4 einen Magneten 52, dessen Funktion im folgenden noch erläutert
werden wird.
[0025] Die Figuren 5a bis 5f zeigen schematisch die verschiedenen Betriebsphasen des erfindungsgemäßen
Schlosses. Figur 5a entspricht Figur 2. Die Sperrkugel 40 verhindert eine Auslenkung
des Fallenriegels 26 in seiner Längsrichtung, so daß der Schließbolzen 22 des Schließbügels
20 nicht passieren kann, sondern beim Auftreffen auf die Auflaufschräge 44 festgelegt
wird. Die Tonne läßt sich somit nicht öffnen, was den Normalfall darstellt.
[0026] In Figur 5b ist der Drehschieber um 45° im Gegenuhrzeigersinn gedreht worden. Die
Sperrkugel 40 ist der Schwerkraft folgend in der zwischen Nut 48 und einer Wandung
54 gebildeten Rinne nach unten gerollt. Da der Zentriwinkel der kreissektorförmigen
Nut 48 so groß ist, daß die Sperrkugel 40 die Nut in Umfangsrichtung nicht ausfüllt,
ist in dieser Stellung Platz zum Auslenken des Fallenriegels 26 in Richtung seiner
Längsachse, d.h. in Richtung seines zweiten Freiheitsgrades. In der in Figur 5b gezeigten
Stellung rastet die Rastkugel 50, vergleiche Figur 4, in eine Vertiefung ein und erleichtert
so die Bedienung des Schlosses.
[0027] In der in Figur 5b gezeigten Stellung kann beispielsweise der Deckel der Mülltonne,
der mit dem Schließbügel 20 verbunden ist, geöffnet werden, um Müll einzufüllen.
[0028] Wird der Drehschieber 42 über die in Figur 5b gezeigte Stellung im Gegenuhrzeigersinn
weitergedreht, so gelangt er über die in Figur 5c gezeigte Stellung in die in Figur
5d gezeigte Stellung. In dieser Stellung (Auslagerungsstellung) rollt die Sperrkugel
40 aus der Nut 48 heraus und gelangt in eine sogenannte Wartestellung. Auch in der
in Figur 5d gezeigten Auslagerungsstellung kann vorgesehen sein, daß die Rastkugel
50 in eine entsprechende Vertiefung des Drehschiebers 42 einrastet, um das Herausausrollen
der Kugel aus der Nut 48 sicher zu stellen.
[0029] Wird der Drehschieber 42 aus der in Figur 5d gezeigten Stellung im Gegenuhrzeigersinn
weitergedreht, so gelangt er in die in Figur 5e gezeigte Stellung, die mit der in
Figur 5a gezeigten Stellung bis auf die Tatsache übereinstimmt, daß sich die Sperrkugel
40 nicht in der in Figur 5a gezeigten Sperrstellung, sondern in der sogenannten Wartestellung
befindet.
[0030] In dieser Stellung kann die Mülltonne geöffnet werden, da der Schließbügel 20 den
Fallenriegel 26 längs seines zweiten Freiheitsgrades bewegen kann. Da sich der Drehschieber
42 wieder in seiner Normalstellung befindet, wie in Figur 5a gezeigt, befindet sich
auch der Schließzylinder 46 wieder in seiner Ausgangslage und der in ihm steckende
Schlüssel kann abgezogen werden. In dieser Stellung kann eine volle Mülltonne zur
Leerung an den Straßenrand gestellt werden. Die Müllwerker können die Mülltonne öffnen,
um den Inhalt zu kontrollieren, und beim Anheben der Mülltonne in der Hubvorrichtung
eines Müllfahrzeuges öffnet sich der Deckel 12 automatisch, indem er unter dem Einfluß
der Schwerkraft und des nachdrückenden Mülls um die Schwenkachse 14 aufschwenkt.
[0031] Da beim Entleerungsvorgang die Mülltonne um etwa 180° verschwenkt, d.h. auf den Kopf
gestellt wird, damit der Müll herausfallen kann, fällt auch die Sperrkugel 40 aus
der in Figur 5f gestrichelt gezeichneten Wartestellung nach unten. Die Kugel bewegt
sich dabei in einer Kammer 45, die von der Wandung des Gehäuses 36 des Schlosses einerseits
und dem Drehschieber 42 andererseits begrenzt wird.
[0032] Wird die entleerte Mülltonne im gegenläufigen Drehsinn verschwenkt und wieder in
Normalstellung abgestellt, so läuft die Sperrkugel 40 längs einer Wandung 54 in die
in Figur 5a gezeichnete Sperrstellung und blockiert den Fallenriegel 26. Die nun leere
Mülltonne wird automatisch gesichert.
[0033] In der Standardstellung gemäß Figur 5a hält der in Figur 4 gezeigte Permanentmagnet
52 die Stahlkugel 40 mit einer Kraft fest, die so bemessen ist, daß die Kugel durch
Kräfte, die bis zu einem Mehrfachen ihres Eigengewichts ausmachen, nicht aus der Sperrstellung
herausbewegt wird. Hiermit wird verhindert, daß durch Umkippen und Rütteln an der
leeren Tonne die erwünschte Sperrwirkung der Kugel 40 aufgehoben werden kann und die
leere Mülltonne, die sozusagen ein Müllabtransportguthaben darstellt, trotz des Schlosses
von Dritten mißbräuchlich genutzt werden kann.
[0034] Unter dem Einfluß des formschlüssig angreifenden Drehschiebers 42 werden dagegen
Kräfte aufgebracht, die groß genug sind, um die Magnetkräfte zu überwinden, so daß
der legitime Benutzer die Kugel 40 manipulieren kann, wie in den Figuren 5a bis 5e
gezeigt.
[0035] Figur 6 zeigt eine alternative Ausführungsform, bei der anstelle des Magneten 52
eine Sicherung in Form einer abgespreizten Blattfeder 56 vorgesehen ist, die mittels
eines Niets 58 an der Wandung 54 befestigt ist.
[0036] Darüber hinaus zeigt Figur 6 eine vorteilhafte Anordnung des Fallenriegels 26. Die
Längsachse 43 des Fallenriegels ist in bezug auf den Mittelpunkt der in ihrer Sperrstellung
sich befindenden Sperrkugel 40 um eine Exzentrizität e versetzt angeordnet. Dies bewirkt,
daß der Fallenriegel 26 die Sperrkugel 40 gegen die Nutwandung 49 in der Nut 48 des
Drehschiebers 42 drückt, wenn der Schließbolzen 22 des Schließbügels 20 auf der Auflauffläche
44 des Fallenriegels aufläuft. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß die Sperrkugel
40 nicht aufgrund von Fertigungstoleranzen o.ä. nach oben aus der Nut 48 des Drehschiebers
42 herausgedrückt wird.
[0037] In der Wandung 54 und dem Boden des Gehäuses 36 sind ferner Ablaufbohrungen für sich
ansammelndes Kondenswasser vorgesehen.
[0038] Figur 7 zeigt eine alternative Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schlosses
24, bei dem der Fallenriegel als zweiteiliger Fallenriegel (66) ausgebildet ist. Der
zweiteilige Fallenriegel (66) besteht aus einem ersten hebelartig ausgebildeten Teil
67, dessen Funktion hinsichtlich des ersten Freiheitsgrades im wesentlichen dem Fallenriegel
26 des ersten Ausführungsbeispieles entspricht. Das erste hebelartige Teil 67 ist
mittels eines Gelenks 69 auf dem zweiten hebelartigen Teil 68 des Fallenriegels 66
gelagert. Das zweite hebelartige Teil 68 ist als einseitiger Hebel ausgebildet und
um eine Schwenkachse 70 schwenkbar am Gehäuse 36 gelagert. Ein Anschlag 72 drückt
in der Sperrstellung gegen die Sperrkugel 40. Die Rückstellelemente 30 und 39 drücken
die beiden Hebel 67 und 68 gegen einen gemeinsamen Anschlag 72, der die Ruhestellung
des Fallenriegels 66 festlegt. Beim Schließen des nicht dargestellten Deckels 12 der
Mülltonne drückt der Schließbügel 20 den Hebel 67 gegen die Kraft der Rückstellfeder
30 in eine Lösestellung. Beim Öffnen des Deckels kommt der Schließzapfen 22 an der
Auflaufschräge 44 zur Anlage und vermag den Fallenriegel 66 dann zu verschwenken,
wenn die Sperrkugel 40 wie in Figur 5b gezeigt in eine Entriegelungsstellung geschwenkt
ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schlosses sind zusätzlich
kanalartige Führungsmittel 74 vorgesehen, die der Kammer 45 angeordnet sind und die
Kugel dann führen, wenn sie aus der Wartestellung in die Sperrstellung fällt.
[0039] Bei den bisher besprochenen Ausführungsbeispielen ist das Schloß an einer Seitenwand
16 der Mülltonne montiert und daher mit einem Schlüssel lediglich von der Seite her
erreichbar. Dies führt dann zu Problemen, wenn Mülltonnen nebeneinander in einer Reihe
aufgestellt sind, da das Schlüsselloch dann nicht zugänglich ist.
[0040] Die bisher besprochenen Ausführungsbeispiele eignen sich aus folgendem Grund nicht
zu einer Montage an der Vorderseite der Mülltonne. Da die Mülltonne beim Entleeren
so verschwenkt wird, daß der Deckel 12 um die Schwenkachse 14 verschwenken kann, beschreiben
alle Punkte des Schlosses beim Schwenkvorgang der Tonne konzentrische Kreise, die
in einer auf der Schwenkachse 14 senkrecht stehenden Ebene liegen. Die Relativbewegung
des Schlosses entspricht daher gemäß Figur 5f einer Drehung um eine auf der Zeichenfläche
senkrecht stehende Achse.
[0041] Wird ein solches Schloß dagegen an der Vorderseite einer Mülltonne montiert, so entspricht
die Relativbewegung des Schlosses selbst beim Entleeren der Tonne einer Drehung um
eine zur Zeichenebene (vergleiche Figur 5) parallelen Achse, d.h. die Punkte des Schlosses
beschreiben eine Zylinderfläche, wobei die Schwenkachse und damit die Zylinderachse
parallel zur Schwenkachse 14 des Deckels 12 liegt.
[0042] Aus diesem Grunde besteht die Gefahr, daß die Kugel beim Absetzen der Tonne zurück
in die Wartestellung fällt und nicht in die Sperrstellung. Der angestrebte Effekt,
daß die leere Mülltonne nach Absetzen aus der Hubvorrichtung des Müllwagens automatisch
verriegelt ist, würde daher nicht erreicht werden.
[0043] Bei den Ausführungsformen gemäß Figuren 8 bis 10 sind daher Rückschlagweichen vorgesehen,
die verhindern, daß die Kugel aus einer gestrichelt angedeuteten Zwischenlage bei
Rückverschwenken der Tonne wieder in die Wartestellung anstatt in die Sperrstellung
fällt.
[0044] In Figur 8 besteht die Rückschlagweiche aus einer Blattfeder 80, die im spitzen Winkel
gegen die Wandung der Kammer 45 angeordnet ist. Beim Verschwenken bewegt sich das
Schloß 24 auf einer Kreiszylindermantelfläche, deren Mittellinie, d.h. die Schwenkachse
der Hubvorrichtung des Müllfahrzeugs, eine zur Zeichenebene in Figur 8 parallele Achse
ist. Die Kugel 40 bewegt sich daher beim ersten Verschwenken der Mülltonne, d.h. in
die Entleerungsstellung, in Richtung des gestrichelten Pfeils in eine Zwischenstellung.
Sie würde beim Absetzen der Tonne auf dem gleichen Weg wieder in die Wartestellung
40 zurückrollen. Um dies zu verhindern, ist die Rückschlagweiche in Form der Blattfeder
80 vorgesehen. Die Blattfeder 80 leitet die Sperrkugel 40 in die Sperrstellung.
[0045] Figur 9 zeigt eine alternative Ausführungsform einer Rückschlagweiche, die aus einem
Kugellaufkanal 82 besteht, der in Normallage des Schlosses 24 von der Sperrstellung
der Kugel her ansteigend ausgebildet ist. Beim Verschwenken der Tonne fällt die Kugel
in eine Vertiefung 84 und läuft von dort aus beim Abstellen der Tonne durch den Kugellaufkanal
82 in die gezeichnete Sperrstellung.
[0046] Figur 10 schließlich zeigt eine alternative Ausführungsform, bei der die Rückschlagweiche
in Form eines im Kugellauf angeordneten Sackkanals 86 ausgebildet ist.
[0047] Figur 11 zeigt eine alternative Ausführungsform, in der mehrere erfinderische Weiterbildungen
verwirklicht sind.
[0048] Der Drehschieber 42 weist zwei symmetrisch zueinander angeordnete kreissektorförmige
Nuten 48 und 88 auf. Dies hat den Vorteil, daß als Schließzylinder - vgl. Bezugszeichen
46 in Figur 3 - handelsübliche Schließzylinder verwendet werden können, bei denen
nach Drehung um 180° jeweils funktionsmäßig identische Stellungen auftreten, in denen
sich der Schlüssel jeweils abziehen läßt. Bei der in Figur 11 gezeichneten Ausführungsform
ist daher eine Drehung des Drehschiebers zum Verriegeln oder Entriegeln jeweils lediglich
um 180° notwendig. Wird der in Figur 11 gezeigte Drehschieber 42 in der Zeichenebene
gemäß Figur 11 im Gegenuhrzeigersinn gedreht, so wird die Sperrkugel 40 in die gestrichelt
gezeichnete Lage bewegt. Bei Verschwenken des Verschlusses beim Leeren der Mülltonne
läuft die Kugel durch den Kugellaufkanal 82 und fällt in eine Vertiefung 84. Beim
Absetzen der Tonne, d.h. nochmaligen Verschwenken, fällt die Kugel in die in Figur
11 mit durchgezogener Linie gezeichnete Sperrstellung, in der sie vorzugsweise durch
einen Permanentmagneten gehalten wird, wie anhand von Figur 12 noch näher erläutert
werden wird.
[0049] Die Zentriwinkel der kreissektorförmigen Nuten 48 und 88 sind so bemessen, daß eventuelles
Spiel des Schließzylinders 46 nicht zu einem Anliegen der Wandung 49 an der in ihrer
Sperrstellung gehaltenen Sperrkugel 40 führen kann. Der Fallenriegel 26 weist ein
Langloch 35 auf, das die gleichen Freiheitsgrade schafft, wie das im Gehäuse 36 in
Figur 2 angeordnete Langloch 34. Es ist jedoch unter Umständen vorteilhaft, das Langloch
35 im Fallenriegel 26 und nicht im Gehäuse 36 anzuordnen, da es so unter Umständen
fertigungstechnisch einfacher herzustellen ist.
[0050] Weiterhin ist eine einzige Rückstellfeder 90 so angeordnet, daß sie mit Kraftkomponenten
auf den Fallenriegel 26 einwirkt, die eine Rückstellung hinsichtlich beider Freiheitsgrade
gewährleisten. So kann im Vergleich zur Ausführungsform gemäß Figur 2 ein Bauteil
eingespart werden.
[0051] Bei der in Figur 11 dargestellten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schlosses
mit einem zwei symmetrisch zueinander angeordnete, kreissektorförmige Nuten 48 und
88 aufweisenden Drehschieber 42 stellt sich das Problem, daß bei mehrmaligen Drehen
des Drehschiebers die Sperrkugel 40 in eine undefinierte Lage geraten könnte. Um dieses
zu verhindern, sind erfindungsgemäß zwei Steuerscheiben 92 vorgesehen, die jeweils
rechtwinklig zur Achse 94 des Drehschiebers 42 angeordnet sind. In Figur 11 ist nur
eine Steuerscheibe 92 sichtbar, die unterhalb der Zeichenebene liegt, während die
oberhalb der Zeichenebene symmetrisch angeordnete, gleich geformte Steuerscheibe wegen
des Schnittverlaufes nicht dargestellt ist.
[0052] Die Erstreckung der Steuerscheibe 92 senkrecht zur Zeichenebene, d.h. ihre Dicke,
ist so gewählt, daß die Summe der Dicke der beiden Steuerscheiben plus der Dicke des
Drehschiebers 42 selbst in etwa dem Durchmesser der Sperrkugel 40 entspricht. Mit
anderen Worten sind die Gehäusewandungen so voneinander beabstandet, daß einerseits
die Kugel 40 frei zwischen ihnen rollen kann, andererseits der Abstand bis auf das
notwendige Spiel im wesentlichen entweder durch Material einer Steuerscheibe 92 oder
des Drehschiebers 42 ausgefüllt ist.
[0053] Wird die Kugel 40 bewegt, indem sie von der Wandung 49 beispielsweise der Nut 48
transportiert bzw. verschoben wird, so bewegt sie sich auf einem kreisförmigen Weg,
während die gesamte Kugel einen Torus beschreibt. Die Steuerscheibe 92 ist so angeordnet,
daß zwei Steuerkanten 98 und 100 in diesen torusförmigen Bereich hineinragen. Anders
ausgedrückt ist die Steuerscheibe 92 so angeordnet, daß die Fläche der Steuerscheibe
92 und die von den beiden kreissektorförmigen Nuten 48 und 88 bei Drehung des Schiebers
42 bestrichene Kreisringfläche einander zumindest teilweise überdecken.
[0054] Wird nun, wie bereits obenstehend erläutert, der Drehschieber 42 in Figur 11 in Gegenuhrzeigersinn
gedreht, so wird die Sperrkugel 40 zunächst in die strichpunktierte Lage gebracht,
d.h. in die Wartestellung. Dreht der Benutzer des Schlosses den Schließzylinder 46
(vgl. Figur 3) ein weiteres Mal entgegen Uhrzeigersinn um 180°, so verhindern die
beiden parallel zueinander liegenden Steuerkanten 98 - von denen in Figur 11 lediglich
eine dargestellt ist -, daß die Kugel in Figur 11 oberhalb des Drehschiebers 42 weiterbefördert
wird und wieder in die Sperrstellung fällt.
[0055] In ähnlicher Weise verhindern die ebenfalls parallel zueinander angeordneten Steuerkanten
100 eine undefinierte Lage der Kugel, wenn der Schließzylinder bzw. der Drehschieber
42 in Figur 11 zum Verriegeln zweimal um 180° im Uhrzeigersinn gedreht wird.
[0056] Um eine ordnungsgemäße Funktion des Schlosses zu gewährleisten, ist es notwendig,
daß bei einer Ausgestaltung des Schlosses gemäß Figur 11 die Sperrkugel 40 exakt in
ihrer Sperrstellung in bezug auf die Längsachse des Fallenriegels 26 gehalten wird,
obwohl Schloßzylinder 46 (vgl. auch Figur 12) und Drehschieber 42 mit Toleranzen behaftet
sind. Es wäre sonst beispielsweise denkbar, durch schnelles Drehen des Drehschiebers
42 unter Ausnutzung des vorhandenen Spiels des Schließzylinders die Kugel 40 zu beschleunigen
und so kurzfristig aus der Sperrstellung herauszubefördern. Andererseits würde die
Kugel 40 auch bei außermittig angreifendem Druck durch den Fallenriegel 26 aus der
Sperrstellung herausgedrückt.
[0057] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, wie in Figur 12 dargestellt, einen Permanentmagneten
52 zu verwenden, der eine Wirkfläche 53 aufweist, die konkav ausgebildet ist. Dabei
ist die geometrische Grundform im wesentlichen die einer Kugelkalotte, deren bestimmender
Radius etwa gleich dem Radius der Sperrkugel 40 ist.
[0058] Alternativ kann auch vorgesehen sein, daß lediglich eine Nut vorgesehen ist, deren
Querschnitt quer zur Längsachse des Fallenriegels 26 im wesentlichen oder annähernd
halbkreisförmig ist. Auch andere Querschnittsformen sind denkbar.
[0059] Die Figuren 11 und 12 zeigen weiterhin, daß ohne weiteres die Möglichkeit besteht,
auf den Fallenriegel 26 oder die Sperrkugel 40 direkt einwirkende mechanische Mittel
vorzusehen, um eine zusätzliche Betätigung des Schlosses ohne Verwendung des Schließzylinders
46 von außen her zu ermöglichen.
[0060] Die Achse bzw. Welle 94 des Drehschiebers 42 kann gegenüber in der Mülltonne sich
entwickelnden Gasen o.ä., die u.U. eine aggressive Umgebung für die verwendeten Materialien
des Schlosses darstellen, abgedichtet sein. Die verwendeten Dichtungen können dabei
als axiale Führungselemente für den Drehschieber dienen.
[0061] Figur 13 zeigt einen Schnitt durch eine weitere alternative Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Schlosses mit einem alternativ ausgebildeten Schließteil. Der Schnitt
verläuft prinzipiell längs der strichpunktierten Linie 13-13 des Ausführungsbeispieles
in Figur 11, wobei Figuren 11 und 13 jedoch unterschiedliche Ausführungsbeispiele
zeigen.
[0062] Schematisch dargestellt ist eine Mülltonne 10 mit einem Deckel (Flügel) 12 und einer
Vorderwand 18. In bekannter Weise befindet sich an der Vorderwand 18 eine sogenannte
Schüttungsaufnahme 102, d.h. eine Aufnahme für die Greifer der Ladehydraulik eines
Müllfahrzeuges. Das erfindungsgemäße Schloß 24 ist auf der Innenseite der Mülltonne
im Bereich der Vorderwand 18 befestigt. Am Deckel 12 ist ein Schließteil 104 befestigt,
das im wesentlichen die gleiche Funktion ausübt, wie der in den bisherigen Beispielen
dargestellt U-förmige Schließbügel 20. Das Schließteil 104 besteht aus einem zylinderförmigen
Zapfen 106, an dessen Ende eine im wesentlichen kugelförmige Verdickung 108 angeordnet
ist. Die Verdickung 108 erfüllt die gleiche Funktion wie der Schließzapfen 22 in den
zuvor diskutierten Ausführungsbeispielen. Der im wesentlichen kreiszylinderförmige
oder auch prismenförmige Schaft 106 ist bevorzugt aus einem gummielastischen Material
hergestellt. Die Verdickung 108 kann aus einem gummielastischen Material einstückig
mit dem Schaft 106 hergestellt sein, sie kann jedoch auch aus einem wesentlich härteren
Material bestehen.
[0063] Im Gehäuse 36 ist ein Führungskanal 110 ausgebildet, der an seinem flügelseitigen
Ende trichterförmig sich erweiternd ausgebildet ist. Der Trichter 112 dient als zentrierende
Führung für die Verdickung 108, wenn der Deckel 12 der Mülltonne 10 geschlossen wird.
Die Werkstoffwahl für den Schaft 106 ermöglicht eine Biegung des Schaftes 106 quer
zu seiner Längsachse in die gestrichelte Lage 114. Am Ende des gesamten Schließteils
104 soll die mögliche Ausbiegung zumindest in der Größenordnung des Durchmessers des
Schaftes 106 liegen.
[0064] Die Verdickung 108 ist vorzugsweise kugelförmig. Ein Fallenriegel 26, wie er in Figur
11 dargestellt ist, hinterfaßt im geschlossenen Zustand die kugelförmige Verdickung
108.
[0065] Da im täglichen Gebrauch einer Mülltonne leicht Verschmutzungen in den Führungskanal
110 fallen können, die ihn blockieren könnten, ist eine Auswurföffnung 114 vorgesehen,
die vorzugsweise unter einem Winkel α > 90° zur Längsachse des Führungskanals 110
verläuft. Die Auswurföffnung 114 führt durch die Vorderseite 18 der Mülltonne hindurch.
In den Führungskanal 110 hineingeratene Fremdkörper können so unter dem Einfluß der
Schwerkraft wieder herausfallen.
[0066] Um in den Fällen, in denen die Schwerkraft alleine nicht ausreichend ist, sondern
vielmehr hohe Reibungskräfte zu einem Steckenbleiben von Fremdkörpern im Führungskanal
110 führen, die Stopferwirkung des Schließteils 104 besser ausnutzen zu können, kann
vorgesehen sein, daß die Verdickung bzw. Verriegelungskugel 108 an ihrem distalen
Ende abgeflacht ist.
[0067] Der gummielastische Werkstoff für den Schaft 106 bewirkt weiterhin, daß bei verriegeltem
Zustand eine gewaltsame Öffnung des Deckels 12 weiter erschwert wird. Wird beispielsweise
mit einem Hebel unter die vordere Kante des Deckels 12 gegriffen und über die Kante
116 der Schüttung 102 gehebelt, so wird der Schaft 106 gelängt und nimmt so Formänderungsarbeit
auf. Bei starren Bauteilen ist ein Bruch wesentlich wahrscheinlicher als bei einem
gummielastischen Bauteil, so daß die Sicherheit weiter erhöht wird.
[0068] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 13 ist das Schließteil 104 so gestaltet, daß
es im wesentlichen rechtwinklig zum Flügel 12 bzw. zum Deckel der Mülltonne 10 sich
erstreckt. Figur 17 zeigt eine alternative Ausführungsform, bei der das Schließteil
104 einen im wesentlichen rechtwinklig zum Schaft 106 abgewinkelten, bolzenförmigen
Abschnitt 120 aufweist, der mittels Klemmitteln 118 am Deckel 12 in der Mülltonne
festgelegt wird. Auf diese Weise wird eine gewisse Einstellmöglichkeit für den Winkel
zwischen Oberfläche des Mülltonnendeckels 12 und der Längsachse des Schaftes 106 des
Schließteiles geschaffen, so daß insbesondere im Falle nicht genau genug gebohrter
Bohrungen zur Befestigung des Schließteils 104 am Mülltonnendeckel, wie es vorkommen
kann, wenn Laien die Montage vornehmen, eine Korrekturmöglichkeit gegeben ist.
[0069] Das biegsame Schließteil verringert darüber hinaus die Möglichkeit von Verletzungen.
[0070] Bei den Ausführungsbeispielen gemäß Figur 13 und gemäß Figur 17 kann der Werkstoff
der kugelförmigen Verdickung 108 und ihr Durchmesser in bezug auf den Durchmesser
des Führungskanals 110 so gewählt sein, daß die zwischen Kugel 108 und Führungskanalwandung
110 auftretenden Reibungskräfte im Falle einer Verformung der Kugel bei gewaltsamen
Öffnen des Deckels 12 zusätzliche Verriegelungseffekte erzeugen.
[0071] Figur 14 zeigt einen Schnitt durch eine alternative Ausführungsform eines Schlosses
24 mit einem Gehäuse 36, bei der der Schnitt durch die Achse 94 des Drehschiebers
42 gelegt ist. Figur 14 zeigt eine Kondensatabflußöffnung 122 mit der in der Kammer
45 (Drehschieberraum) des Drehschiebers 42 gebildetes Kondensat o.ä. abgeleitet werden
kann und an der Vorderseite 18 der in Figur 14 nicht näher dargestellten Mülltonne
abläuft. Auf diese Weise wird eine Korrosion und damit ein frühzeitiger Verschleiß
des erfindungsgemäßen Schlosses wirksam verhindert.
[0072] Figur 15 zeigt eine alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schlosses,
bei der die Längsachse des Fallenriegels 26 auf der Hauptebene des Drehschiebers 42
senkrecht steht. Bei dieser Ausführungsform wird ein Schließteil in Form eines Schließbügels
20 verwendet. Die rechtwinklige Anordnung von Längsachse 26 und Hauptebene des Drehschiebers
42 kann beispielsweise bei größeren Mülltonnen mit schwenkbarem Deckel und daraus
resultierende Einbaulage Vorteile bieten.
[0073] Figur 16 zeigt schließlich, daß in dem erfindungsgemäßen Schloß 24 oder aber in der
Wandung beispielsweise der Mülltonne selbst eine zusätzliche Bohrung 124 oder ein
ähnliches Formelement vorgesehen sein kann, in das ein Sicherungselement 126 dergestalt
eingeführt werden kann, daß bei verriegeltem Deckel 12 ein Entnehmen dieses Sicherungselementes
126 nicht möglich ist. Auf diese Weise wird eine Möglichkeit geschaffen, beispielsweise
mittels eines Seilschlosses, Vorhängeschlosses o.ä., das an einer Öse 128 des Sicherungselementes
126 angreift, eine vom Benutzer bzw. Besitzer der Tonne nicht gewollte Bewegung der
Tonne zu verhindern. Bei der eingangs geschilderten Sachlage, bei der jede Leerung
der Tonne für den Besitzer der Tonne mit Kosten verbunden ist, kann so beispielsweise
verhindert werden, daß in größeren Mietshäusern Schabernack treibende Kinder eine
halbvolle Tonne zur Leerung an die Straße stellen, wonach dem Besitzer der Tonne der
volle Leerungspreis berechnet wird.
[0074] Eine alternative Lösungsform ist in Figur 17 gezeigt, bei der das Sicherungselement
aus einem Stift 130 und einer übergelegten Kette 132 besteht. Die Kette läßt sich
ebenfalls an einem feststehenden Objekt befestigen, wie insbesondere einer Hauswand.
Ein Entfernen der Tonne ist somit nicht möglich, sofern nicht das Schloß 24 aufgeschlossen
wird und der Deckel 12 ein Abheben der Kette 132 vom Sicherungsstift 130 ermöglicht.
Wie Figur 17 zeigt, ist es auch denkbar, daß das Schließteil 104 direkt durch ein
Kettenglied der Kette 132 faßt oder daß im Falle eines U-förmigen Bügels 20 ein Kettentrum
um den Bügel herum geführt wird, das mit seinen beiden Enden unter dem Deckel 12 der
Mülltonne hervorgeführt wird und zur Befestigung zur Verfügung steht.
[0075] Bei allen Ausführungsformen kann vorgesehen sein, zwischen dem Schloß 24 bzw. seinem
Gehäuse 36 und der Innenwand der Tonne 10, insbesondere der Vorderwand 18, eine Dichtung
vorzusehen. Weiterhin sind Ausführungsformen denkbar, bei denen das Schließteil gegenüber
dem Flügel 12 (Deckel der Mülltonne) relativ beweglich und federbelastet ist. Nach
erfolgter Leerung wäre dann ein "Quittieren" notwendig, indem das Schließteil gegen
den Druck einer Feder o.ä. in die Schließlage gedrückt wird. Als Verriegelungselement
kann anstelle einer Sperrkugel 40 auch eine andere geeignete rotationssymmetrische
Form gewählt werden, beispielsweise eine Zylinderrolle.
Bezugszeichenliste
[0076]
- 10
- Mülltonne
- 12
- Deckel, Flügel
- 14
- Schwenkachse (von 12)
- 16
- Seitenwand (von 10)
- 18
- Vorderwand (von 10)
- 20
- Schließbügel
- 22
- Schließzapfen
- 24
- Schloß
- 26
- Fallenriegel
- 28
- Schwenkachse (von 26), Stehbolzen
- 30
- Rückstellfeder
- 32
- Anschlag
- 34
- Langloch (in 36)
- 35
- Langloch (in 26)
- 36
- Gehäuse (von 24)
- 38
- zweite Rückstellfeder
- 40
- Sperrelement, Sperrkugel, Kugel
- 42
- Drehschieber
- 43
- Längsachse (von 26)
- 44
- Auflaufschräge
- 45
- Kammer
- 46
- Schließzylinder
- 48
- Nut, kreissektorförmig (in 42)
- 49
- Wand (von 48)
- 50
- Rastmittel, Rastkugel Fu/ro
- 52
- Permanentmagnet
- 53
- Wirkfläche (von 52)
- 54
- Wandung
- 55
- Wandung
- 56
- Blattfeder
- 58
- Niet
- 60
- Ablaufbohrung
- 66
- zweiteiliger Fallenriegel
- 67
- zweites hebelartiges Teil, zweiter Hebel (von 66)
- 68
- erster Hebel, erstes hebelartiges Teil (von 66)
- 69
- Schwenkachse, Gelenk
- 70
- Schwenkachse (von 68)
- 71
- Anschlag
- 72
- Anschlag (von 68)
- 74
- kanalartiges Führungsmittel, Kugellaufkanal
- 80
- Rückschlagweiche in Form von Blattfeder
- 82
- Kugellaufkanal
- 84
- Vertiefung
- 86
- Sackkanal
- 88
- Nut, kreissektorförmig (in 42)
- 90
- Rückstellfeder
- 92
- Steuerscheibe
- 94
- Achse
- 96
- Gehäusewandung
- 98
- Steuerkante
- 100
- Steuerkante
- 102
- Schüttungsaufnahme
- 104
- Schließteil
- 106
- Schaft
- 108
- Verdickung
- 110
- Führungskanal
- 112
- Trichter
- 114
- Auswurföffnung
- 116
- Kante
- 118
- Klemmittel
- 120
- Querteil (von 104)
- 122
- Kondensatabflußöffnung
- 124
- Bohrung
- 126
- Sicherungselement
- 128
- Öse
- 130
- Sicherungsstift
- 132
- Sicherungskette
1. Schloß (24) mit einem Fallenriegel (26, 66) zur Verriegelung eines an einem Flügel
(12) angebrachten Schließbügels (20), wobei der Fallenriegel beim Schließen des Flügels
von dem Schließbügel gegen die Kraft eines Rückstellelementes (30) in Richtung eines
ersten Freiheitsgrades ausgelenkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Fallenriegel einen zweiten Freiheitsgrad aufweist, der durch ein unter dem Einfluß
der Schwerkraft bewegliches Sperrelement (40) blockierbar ist, und daß ein Betätigungsmechanismus
so angeordnet ist, daß das Sperrelement (40) in eine nicht sperrende Lage gebracht
werden kann, aus der es bei Lageänderung des gesamten Schlosses (24) in die Sperrstellung
fallen kann.
2. Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsmechanismus in Form eines Schiebers (42) ausgeführt ist, der eine
Nut (48) zur Aufnahme des Sperrelements (40) aufweist.
3. Schloß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber ein Drehschieber (42) ist.
4. Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fallenriegel (26) um eine Achse (28) drehbar (erster Freiheitsgrad) und in Richtung
seiner Längsachse (43) gradlinig verschiebbar (zweiter Freiheitsgrad) ist.
5. Schloß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrelement (40) in Längsrichtung des Fallenriegels (26) angeordnet ist, und
daß der Fallenriegel (26) an seinem dem Sperrelement abgewandten Ende eine Auflaufschräge
(44) aufweist.
6. Schloß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrelement eine Kugel (40) ist.
7. Schloß nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrelement in einem sektorförmigen Ausschnitt (48) eines Drehschiebers (42)
gelagert ist, dessen Bogenlänge größer ist als der Durchmesser des Sperrelements (40).
8. Schloß nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber zwei symmetrisch zueinander angeordnete sektorförmige Ausschnitte
(48, 88) aufweist.
9. Schloß nach Anspruch 7 oder 8, gekennzeichnet durch zumindest eine in den torusförmigen Weg, den die in einem Ausschnitt des Drehschiebers
transportierte Kugel zurücklegt, hineinragende Steuerkante (98, 100).
10. Schloß nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch zumindest eine Steuerkanten (98, 100) bildende Scheibe (92), die senkrecht zur Achse
(94) des Drehschiebers so angeordnet ist, daß die Fläche der Steuerscheibe (92) und
die von einem Ausschnitt (48, 88) bei Drehung des Schiebers (42 ) bestrichene Fläche
einander zumindest teilweise überdecken.
11. Schloß nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der Dicke der Steuerscheiben (92) und der Dicke des Drehschiebers (42)
geringfügig größer ist als der Durchmesser der Kugel (40).
12. Schloß nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieber (42) mit einem Schließzylinder (46) verbunden ist.
13. Schloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in Einbaulage des Schlosses (24) oberhalb des Drehschiebers (42) ein kammerartiger
Raum (45) und unterhalb des Drehschiebers in einem Zentriwinkelbereich von zumindest
90° eine Umfangswandung (54) angeordnet ist.
14. Schloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (52, 56) vorgesehen sind, um das Sperrelement (40) in der Sperrstellung bei
einer Lageänderung des Schlosses (24) gegen die Gewichtskraft des Sperrelementes am
Platz zu halten.
15. Schloß nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrelement (40) aus einem magnetisierbaren Material und das Mittel zur Lagesicherung
ein Permanentmagnet (52) sind.
16. Schloß nach den Ansprüchen 6 und 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Permanentmagnet (52) eine Wirkfläche (53) mit der geometrischen Grundform
einer Kugelkalotte aufweist, deren bestimmender Durchmesser im wesentlichen dem Durchmesser
der Kugel (40) entspricht.
17. Schloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrelement eine Kugel (40) ist, und daß in der Kammer (45) oberhalb des Drehschiebers
(42) kanalartige Führungsmittel (74) angeordnet sind, die die unter dem Einfluß der
Schwerkraft bewegte Kugel (40) aus der Wartestellung in eine Sperrstellung leiten.
18. Schloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Verlaufe des durch das schwerkraftbetätigte Sperrelement (40) zurückgelegten Weges
eine Rückschlagweiche angeordnet ist.
19. Schloß nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückschlagweiche aus einem Kugellaufkanal (82) besteht, der in Normallage des
Schlosses von der Sperrstellung her ansteigend ausgebildet ist.
20. Schloß nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückschlagweiche einen im Kugellauf angeordneten Sackkanal aufweist.
21. Schloß nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsachse des Fallenriegels (26) in bezug auf den Mittelpunkt des Sperrelements
in seiner Sperrstellung außermittig angeordnet ist.
22. Schließteil zur Befestigung an einem verriegelbaren Flügel und zum Eingreifen in ein
Schloß, insbesondere zur Befestigung an einem Deckel (Flügel 12) einer Mülltonne (10)
als Teil eines Schlosses nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Schließteil (104) im wesentlichen rechtwinklig zur Hauptebene des Flügels
(12) sich erstreckend geformt ist und aus einem Werkstoff besteht, der unter dem Einfluß
manuell am Flügel aufbringbarer Kräfte eine Biegung quer zur Längsachse zumindest
in der Größenordnung des Durchmessers des Schließteils und eine Streckung in Längsrichtung
erlaubt, die zumindest 5% der Längsabmessung beträgt.
23. Schließteil nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem gummielastischen Werkstoff gefertigt ist.
24. Schließteil nach einem der Ansprüche 22 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Schließteil im wesentlichen die Gestalt eines U-förmigen Bügels (20) aufweist.
25. Schließteil nach einem der Ansprüche 22 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Schließteil (104) im wesentlichen kreiszylinder- oder prismenförmig (106)
ist, mit einer am flügelfernen Ende angeordneten Verdickung (108).
26. Schließteil nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdickung (108) im wesentlichen kugelförmig ist.
27. Schloß nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 21, insbesondere mit einem Schließteil
nach einem oder mehreren der Ansprüche 22 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß das Schloß einen flügelseitig trichterförmig sich erweiternden Führungskanal
(110) für die Verdickung (108) des Schließteils aufweist, und daß am flügelfernen
Ende des Führungskanals eine Auswurföffnung (114) angeordnet ist.
28. Schloß nach einem der Ansprüche 1 bis 21 und 27, dadurch gekennzeichnet, daß in einem den Betätigungsmechanismus umgebenden Gehäuse (36) (Drehschieberraum)
eine Abflußöffnung (122) für Kondenswasser und/oder Schmutzpartikel angeordnet ist.
29. Schloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (36) des Schlosses (24) zusätzliche Formelemente, wie insbesondere
eine zusätzliche Bohrung (124 ), vorgesehen sind, zur Aufnahme eines bei verriegeltem
Flügel (12) seinerseits festgelegten Sicherungselementes (126, 128), das an einem
außerhalb des Schlosses (24) und einem mit diesem gesicherten Behältnis (10) sich
befindendem, feststehenden Objekt befestigt werden kann.
30. Schloß nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der kanalartigen Kugelführungsmittel (74, 82) eine Vertiefung (84)
zur Aufnahme der Kugel in einer geschwenkten Stellung des Schlosses (24) angeordnet
ist.
31. Schloß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsachse des Fallenriegels (26) nicht in der Hauptebene des Drehschiebers
(42) liegt (Winkelanordnung).