[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entleeren Von Müllgroßbehältern in Sammelbehälter
mit mindestens einer Hubkipp- oder Kippeinrichtung sowie mit Tragarmen, die von einer
Ruhe- in eine Arbeitsstellung schwenkbar sind.
[0002] Eine Ausführungsform der bekannten Müllgroßbehälter besitzt an ihren beiden gegenüberliegenden
Seitenwänden nach außen vorstehende Aufnahmezapfen, die in der Regel mittig und damit
im Schwerpunkt des Müllgroßbehälters angeordnet sind. Diese Aufnahmezapfen werden
von Tragarmen mit entsprechend ausgebildeten Aufnahmeklauen erfaßt, wobei die Tragarme
ihrerseits an der Hubkipp- oder Kippvorrichtung schwenkbar gelagert sind. Wenn die
Tragarme nicht benötigt werden, können diese in eine Ruhestellung eingeschwenkt werden.
[0003] An einer Hubkipp- oder Kippvorrichtung sind zwei derartige Tragarme vorhanden, die
seitlich außen an der Hubkipp- oder Kippvorrichtung entsprechend schwenkbar gelagert
sind. Der gegenseitige Abstand der beiden Tragarme ist auf die Breite des zu entleerenden
Müllgroßbehälters abgestimmt. Ferner müssen die Schwenkarme so lang sein, daß sie
den seitlich im mittleren Bereich der Seitenwand des Müllgroßbehälters vorhandenen
Aufnahmezapfen ergreifen können.
[0004] Meist sind die Hubkipp- oder Kippvorrichtungen, an denen die Tragarme angeordnet
sind, auch zum Entleeren von kleinen Müllbehältern vorgesehen. In diesem Fall sind
zwei gleiche nebeneinander und unabhängig voneinander betätigbare Hubkipp- oder Kippvorrichtungen
vorhanden. Diese werden beim Entleeren eines Müllgroßbehälters zusammen bewegt. Die
zum Ergreifen des Müllgroßbehälters erforderlichen beiden Tragarme sind jeweils auf
den Außenseiten der beiden Hubkipp- oder Kippvorrichtungen angeordnet.
[0005] Damit die beiden Einzelhubkipp- oder Kippvorrichtungen unabhängig voneinander betätigt
werden können, dürfen sich die eingeschwenkten Tragarme im mittleren Bereich zwischen
den Vorrichtungen nicht überkreuzen oder überlappen. Aus diesem Grund können nur Müllgroßbehälter
mit einer bestimmten Tiefe entleert werden.
[0006] Vorrichtungen mit denen solche Müllbehälter mit Tragzapfen erfaßt und entleert werden
können, sind beispielsweise aus der DE 2654542 C3 sowie der DE 19516133 A1 bekannt.
Wahrend die Tragarme gemaß der DE 2654542 C3 um einen vertikale Achse schwenkbar gelagert
sind, wird in der DE 19516133 ein Verschwenken um eine horizontale Achse vorgeschlagen,
um auch längere Tragarme installieren zu können, die beim Verschwenken um eine vertikale
Achse die jeweils benachbarte Einzelhubkipp- oder Kippvorrichtung behindern würden.
Der Nachteil dieser Vorrichtung besteht allerdings darin, daß die Tragarme in ihrer
Ruhestellung senkrecht nach oben stehen und beim Einkippen tief in den Laderaum des
Fahrzeugsammelbehälters eintauchen, wo ein entsprechender Freiraum vorhanden sein
muß.
[0007] Außer den Müllbehältern mit seitlichen Tragzapfen gibt es auch noch solche mit Griffen,
wie dies in der DE-PS 2101015 und DE 2606599 C2 beschrieben wird.
[0008] Die Tragarme gemäß der DE-PS 2101015 sind an einer gemeinsamen Schwenkwelle befestigt
und tragen an ihrem freien Ende frei pendelnd eine Trägerplatte mit zwei Aufnahmeklauen.
Die pendelnde Aufhängung soll dazu dienen, die Griffe schonend zu ergreifen. Es ist
nicht vorgesehen, die Tragarme aus ihrer Arbeitsstellung in eine Ruhestellung zu verschwenken,
wie dies bei der Vorrichtung gemäß der DE 2606599 C2 der Fall ist.
[0009] Damit die Kipprahmen gemäß der DE 2606599 C2 für die Kleinbehälter das Aufnehmen
und Entleeren der Großbehälter nicht behindern, sind diese an den Tragarmen befestigt.
Wenn die Tragarme in Arbeitsstellung verschwenkt werden, werden die Kipprahmen nach
außen geschwenkt und können hier eine Gefahr für Passanten darstellen. In Ruhestellung
der Tragarme überlappen sich diese, weil die Armlänge wegen der Anpassung an die Abmessungen
des zu entleerenden Müllgroßbehälters größer als die Breite der Einzelhubkipp- oder
Kippvorrichtung ist. Insbesondere bei Behältern mit Griffen muß die Tragarmlänge größer
als die halbe Behälterbreite sein, weil zwar der Griff in der Regel mittig, die Griffabschnitte
jedoch, an denen die Aufnahmeklauen angreifen, außermittig an der Behälterwand befestigt
sind. Der Einzelbetrieb beim Entleeren von Kleinbehältern soll angeblich nicht gestört
werden, weil sich die Tragarme hinter den Kippträgern befinden.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Entleeren von Müllgroßbehältern, bei
denen die Tragarme an unterschiedliche bauliche Gegebenheiten der Hubkipp- oder Kippvorrichtung
bzw. der zu entleerenden Müllgroßbehälter anpaßbar sind. Insbesondere sollen die Tragarme
in Ruhestellung keine Behinderung darstellen und in Arbeitsstellung ihre durch die
Abmessungen des zu entleerenden Müllgroßbehälters vorgegebene Länge aufweisen.
[0011] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung gemäß dem Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen werden in den abhängigen Patentansprüchen beschrieben.
[0012] Dadurch, daß die Tragarme erfindungsgemäß längenveränderlich ausgebildet sind, ergeben
sich mehrere Vorteile. Es läßt sich eine Anpassung an die Abmessungen und die Ausgestaltung
der Halteeinrichtung der zu entleerenden Müllgroßbehälter vornehmen, die beispielsweise
verschiedene Tiefen oder unterschiedliche Halteeinrichtungen wie Zapfen, Griffe oder
dergleichen aufweisen können, die wiederum in unterschiedlichen Abständen von der
Vorderwand des Müllgroßbehälters angebracht sind. Es ist nicht erforderlich, die Schwenkarme
auszutauschen, wenn Müllgroßbehälter anderer Ausgestaltung entleert werden sollen.
[0013] Ferner können die Tragarme, wenn sie von der Arbeits- in die Ruhestellung gebracht
werden, verkürzt, beispielsweise zusammengeschoben werden. Wenn die Tragarme um eine
horizontale Achse schwenkbar sind, ragen sie in ihrer Ruhrestellung nicht so weit
nach oben, daß sie beim Entleeren von kleinem Müllbehältern beim Einschwenken in den
Sammelbehälter einen großen Freiraum benötigen.
[0014] Wenn die Tragarme gemäß einer anderen Ausführungsform um eine vertikale Achse geschwenkt
werden, können sie in Ruhestellung so weit verkürzt werden, daß sie sich nicht überlappen
oder überkreuzen. Wenn beispielsweise zwei Hubkipp- oder Kippeinrichtungen nebeneinander
angeordnet sind, die Aufnahmeeinrichtungen zum Entleeren von Kleinbehältern aufweisen,
kann der Einzelbetrieb ohne Behinderung durch die Tragarme durchgeführt werden.
[0015] Wenn die Tragarme in Arbeitsstellung geschwenkt werden, können sie auf die gewünschte
Länge ausgezogen werden, um den jeweiligen Müllgroßbehälter zu erfassen. Vorteilhafterweise
sind die Tragarme teleskopierbar ausgebildet. Gemäß einer besonderen Ausführungsform
weist jeder Tragarm ein Schwenkelement und mindestens ein in Längsrichtung verschiebbares
Schubelement auf. In der Regel reicht ein Schubelement aus, um die unterschiedlichen
Tragarmlängen, die normalerweise bei den bekannten Müllgroßbehältern notwendig sind,
zu realisieren.
[0016] Das Schubelement ist vorzugsweise auf einer am Schwenkelement angeordneten Führungsschiene
angeordnet, um die erforderliche Stabilität im Hinblick auf das große Gewicht von
gefüllten Müllgroßbehältern zu gewährleisten.
[0017] Damit sich beim Verschwenken des Tragarms automatisch die gewünschte Verlängerung
bzw. Verkürzung des Tragarms einstellt, weist das Schubelement ein Steuermittel auf,
das beim Verschwenken des Schwenkelements das Schubelement relativ zum Schwenkelement
bewegt. Gemäß einer Ausführungsform ist das Steuermittel ein am Schubelement in einem
ersten Gelenkpunkt angelenkter Steuerhebel, der beabstandet zum Gelenkpunkt des Tragarms
am Hubrahmen in einem zweiten Gelenkpunkt schwenkbar gelagert ist. Der erste Gelenkpunkt
ist hierbei vorzugsweise außerhalb des Schwenkbereichs der Tragarme angeordnet und
bildet mit dem zweiten Gelenkpunkt sowie dem Gelenkpunkt des Tragarmes in jeder Schwenkstellung
des Tragarmes ein Dreieck. Diese Anordnung des Steuerhebels bewirkt, daß beim Verschenken
des Tragarms in die Ruhestellung das Schubelement zurückgezogen wird bzw. beim Verschwenken
aus der Ruhestellung in die Arbeitsstellung automatisch in die durch die Länge des
Steuerhebels vorgegebene Position ausgezogen wird. Da der Steuerhebel in dieser Ausführungsform
die maximale Länge des Tragarms definiert, ist die Länge des Steuerhehels zur Anpassung
an unterschiedliche Abmessungen und Ausgestaltungen der Aufnahmeelemente der Großbehälter
vorzugsweise einstellbar ausgebildet.
[0018] Der Steuerhebel kann vorzugsweise ein Gasdruckdämpfer sein und somit eine gewisse
Nachgiebigkeit besitzen, was insofern von Vorteil ist, als damit Stöße, die bei der
Entleerung von Behältern unweigerlich auftreten, abgefangen werden können.
[0019] Um das Ausschwenken in die Arbeitsstellung für die Müllwerker zu erleichtern, ist
zwischen dem Schwenkelement und dem Schubelement ein das Ausfahren des Schubelementes
unterstützendes Ausfahrmittel angeordnet, das vorzugsweise ein Gasdruckdämpfer sein
kann, der im eingefahrenen Zustand unter Vorspannung steht. Der Gasdruckdämpfer ist
vorzugsweise an der Unterseite des Tragarms angeordnet, damit er nicht seitlich gegenüber
dem Tragarm vorsteht und somit keine Behinderung darstellt.
[0020] Am Schubelement ist eine erste Aufnahmeklaue angeordnet. Mit dieser Aufnahmeklaue
können beispielsweise die seitlich am Müllgroßbehälter angebrachten Tragzapfen erfaßt
werden.
[0021] Vorzugsweise ist auch am Schwenkelement eine zweite Aufnahmeklaue angeordnet. Der
Abstand beider Aufnahmeklauen wird vorteilhafterweise so gewählt, daß ein Behälter
mit zwei Griffabschnitten mit wenig Spielraum aufgenommen und erfaßt werden kann.
[0022] Vorteilhafterweise ist der Aufnahmeschlitz der zweiten Aufnahmeklaue unter einem
α ≥ 0 bezuglich des Aufnahmeschlitzes der ersten Aufnahmeklaue angeordnet. Die Neigung
der beiden Aufnahmeschlitze wird vorzugsweise so gewählt, daß der Behälter auch in
der Einkippstellung sicher gehalten wird, so daß auf zusätzliche Verriegelungseinrichtungen
verzichtet werden kann.
[0023] Um den Tragarm in seiner Ruhe- und in seiner Arbeitsstellung fixieren zu können,
können unterschiedliche Einrichtungen vorgesehen sein. Vorzugsweise ist das Schwenkelement
über eine Feder mit dem Hubrahmen verbunden, wobei der Anlenkpunkt der Feder am Hubrahmen
so gewählt wird, daß in Ruhe- und in Arbeitsstellung eine Fixierung des Tragarms gewährleistet
ist.
[0024] Beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen
näher erläutert.
[0025] Es zeigen:
- Figur 1
- die rückwärtige Ansicht auf zwei nebeneinander angeordnete Hubkippeinrichtungen mit
zwei Tragarmen,
- Figur 2
- die Draufsicht auf die in Figur 1 gezeigte Anordnung,
- Figuren 3 und 4
- die Seitenansichten eines Tragarms in Ruhestellung und in Arbeitsstellung,
- Figur 5
- einen Tragarm in Seitenansicht mit Müllgroßbehälter und
- Figur 6
- einen Schnitt durch den in Figur 3 gezeigten Tragarm längs der Linie A-A.
[0026] In der Figur 1 ist die rückwärtige Ansicht auf zwei Hubkippvorrichtungen 1a,b dargestellt,
die am Heck eines Müllfahrzeugs (nicht dargestellt) angeordnet sind. Jede Einzelhubkippvorrichtung
1a bzw. 1b weist einen Hubrahmen 3a,b auf, an dem jeweils ein Aufnahmenkamm 2a,b befestigt
ist, der zum Aufnehmen von kleinen Müllbehältern dient. Ferner ist an der jeweiligen
Außenseite des Hubrahmens 2a,b jeweils ein Tragarm 10a,b um eine vertikale Achse schwenkbar
gelagert. In der in Figur 1 gezeigten Darstellung befinden sich die beiden Tragarme
10a,b in Ruhestellung. In dieser Ruhestellung besitzen die beiden Tragarme 10a,b eine
Länge, die der Breite des jeweiligen Hubrahmens 3a,b entspricht, so daß sich die beiden
Tragarme 10a,b nicht überkreuzen. Dadurch wird gewährleistet, daß der Einzelbetrieb
der Einzelhubkippvorrichtungen 1a,b ungehindert gewährleistet ist.
[0027] Jeder Tragarm 10a,b weist ein Schwenkelement 20a,b auf, das schwenkbar am Hubrahmen
3a,b angelenkt ist. An diesem Schwenkelement 20a,b ist ein in Längsrichtung verschiebbares
Schubelement 30a,b angeordnet, das beim Ausschwenken in die Arbeitsstellung, was nachfolgend
noch in Zusammenhang mit der Figur 2 näher erläutert wird, mittels eines Steuerhebels
12a,b ausgefahren wird. An der Unterseite des Tragarms 10a,b befindet sich ein Gasdruckdämpfer
15a,b, der in Ruhestellung unter Vorspannung steht und beim Ausschwenken des Tragarms
10a,b das Ausfahren des Schubelementes 13a,b unterstützt.
[0028] Am Schwenkelement 20a,b ist eine erste Aufnahmeklaue 21a,b und am Schubelement 30a,b
eine zweite Aufnahmeklaue 31a,b angeordnet. Die Funktion dieser beiden Klauen wird
in Zusammenhang mit der Figur 5 näher erläutert.
[0029] In der Figur 2 ist eine Draufsicht auf die in Figur 1 gezeigten Hubkippvorrichtungen
1a,b dargestellt. Der Tragarm 10a, der an der linken Hubkippeinrichtung 1a angeordnet
ist, befindet sich in Ruhestellung, während der Tragarm 10b, der an der rechten Hubkippeinrichtung
1b seitlich angeordnet ist, in einer Zwischenstellung und in einer Arbeitsstellung
gezeigt ist, wobei die Arbeitsstellung diejenige Stellung ist, in der der Tragarm
10b einen rechten Winkel zum Hubrahmen 3b einnimmt.
[0030] Die Funktion des Steuerhebels 12a,b soll nachfolgend anhand der rechten Darstellung
erläutert werden. Der Steuerhebel 12b ist im Gelenkpunkt 13b an der Außenseite des
Schubelements 30b angelenkt. Das andere Ende des Steuerhebels 12b ist an einem Befestigungsflansch
5b im Gelenkpunkt 14b gelagert. Der Befestigungsflansch 5b ist an der Außenseite des
Hubrahmens 3b angeordnet, so daß der Gelenkpunkt 14b beabstandet zum Gelenkpunkt 11b
ist. Diese exzentrische Anordnung des Gelenkpunktes 14b bewirkt, daß beim Ausschenken
des Tragarms 10b in die Arbeitsstellung aufgrund der vorgegebenen Länge des Steuerhebels
12b das Schubelement 30b ausgefahren wird. Umgekehrt stellt sich beim Einschwenken
in die Ruhestellung eine Verkürzung ein, so daß das Schubelement 30b eingefahren wird
und in der Ruhestellung zu einer Verkürzung des Tragarms 10b führt. Die Anordnung
der Gelenkpunkte 11b, 14b und 13b ist so gewählt, daß in jeder Schwenkstellung des
Tragarms 10b ein Dreieck gebildet wird. Hierbei ist der Abstand der beiden Gelenkpunkte
11b und 14b so zu wählen, daß beim Einschwenken in die Ruhestellung der Steuerhebel
12b nicht an einem Bauteil des Rahmens 3b anstößt. Die Erläuterung für die Hubkippvorrichtung
1b gilt entsprechend auch für die Hubkippeinrichtung 1a mit den entsprechenden mit
a versehenen Bezugszeichen.
[0031] In der Figur 3 ist der Tragarm 10a in seiner Ruhestellung dargestellt. Das das Ausfahren
des Tragarms 10a unterstützende Ausfahrelement 15a in Gestalt eines Gasdruckdämpfers
ist im Gelenkpunkt 18a am Schwenkelement 20a und im Gelenkpunkt 19a am Schubelement
30a angelenkt. Der Gasdruckdampfer 15a weist einen Zylinder 16a und einen Kolben 17a
auf, der beim Verschenken in die Arbeitsstellung, die in der Figur 4 zu sehen ist,
ausfährt.
[0032] Die beiden Aufnahmeklauen 21a und 31a besitzen Aufnahmeschlitze 22a und 32a, in die
entsprechende Halteelemente des zu entleerenden Müllbehälters eingreifen. Der Aufnahmeschlitz
32a der zweiten Aufnahmeklaue 31a ist um einen Winkel α gegenüber dem Schlitz 22a
der ersten Aufnahmeklaue 21a geneigt, wodurch eine Verriegelung in der Einkippstellung
erzielt wird. An der Rückseite der Aufnahmeklaue 31a ist ein Haken 33a dargestellt,
an dem eine nicht dargestellte Feder befestigt wird, die mit ihrem anderen freien
Ende am Hubrahmen 3a eingehängt wird.
[0033] In der Figur 5 ist der Tragarm 10a zusammen mit einem Müllgroßbehälter 50 dargestellt.
Seitlich am Müllbehälter 50 ist ein bügelförmiger Griff 52 angebracht, dessen Griffabschnitte
53, 54 außermittig angeordnet sind. Der Abstand der beiden Aufnahmeklauen 21a und
31a ist so gewählt, daß die in die Aufnahmeschlitze 22a und 32a eingreifenden Griffabschnitte
53, 54 mit geringem Spiel gehalten werden.
[0034] In der Figur 6 ist ein Schnitt durch den in der Figur 3 dargestellten Tragarm 10a
längs der Linie A-A dargestellt. Am Schwenkelement 20a ist eine Führungsschiene 34
mittels einer Platte 35 befestigt. Auf dieser Führungsschiene 34 ist das Schubelement
30a verschiebbar gelagert, wobei die Führungsschiene mit der Platte 35 mittels einer
Abdeckung 16 vor Staub geschützt wird.
Bezugszeichenliste:
[0035]
- 1a,b
- Einzelhubkipp- oder Kippvorrichtung
- 2a,b
- Aufnahmekamm
- 3a,b
- Hubrahmen
- 4a,b
- Widerlagerplatte
- 5a,b
- Befestigungsflansch
- 10a,b
- Tragarm
- 11a,b
- Schwenkachse
- 12a,b
- Steuerhebel
- 13a,b
- erster Glenkpunkt
- 14a,b
- zweiter Gelenkpunkt
- 15a,b
- Gasdruckdämpfer
- 16
- Zylinder
- 17
- Kolben
- 18
- Gelenkpunkt
- 19
- Gelenkpunkt
- 20a,b
- Schwenkelement
- 21a,b
- erste Aufnahmeklaue
- 22a,b
- Aufnahmeschlitz
- 30a,b
- Schubelement
- 31a,b
- zweite Aufnahmeklaue
- 32a,b
- Aufnahmeschlitz
- 33a
- Haken für Feder
- 34
- Führungsschiene
- 35
- Platte
- 36
- Abdeckung
- 50
- Müllbehälter
- 52
- Griff
- 53
- Griffabschnitt
- 54
- Griffabschnitt
1. Vorrichtung zum Entleeren von Müllbehältern in Sammelbehälter mit mindestens einer
Hubkipp- oder Kippeinrichtung mit Aufnahmeeinrichtungen zum Entleeren von Kleinmüllbehältern
sowie mit zwei Tragarmen zum Erfassen von Müllgroßbehältern, die seitlich außen an
der Hubkipp- oder Kippvorrichtung um eine vertikale oder eine horizontale Achse von
einer Ruhe- in eine Arbeitsstellung schwenkbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragarme (10a, b) längenveränderlich ausgebildet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragarme (10a,b) teleskopierbar
ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Tragarm (10a,b)
ein Schwenkelement (20a,b) und mindestens ein in Längsrichtung verschiebbares Schubelement
(30a,b) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schubelement (30a,b)
auf einer am Schwenkelement (20a,b) angeordneten Führungsschiene (34) verschiebbar
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Tragarm
(10a,b) seitlich am Hubrahmen (3a,b) der Hubkipp- oder Kippeinrichtung (1a,b) um eine
vertikale Achse schwenkbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Schubelement
(30a,b) ein Steuermittel aufweist, das beim Verschwenken des Schwenkelements (20a,b)
das Schubelement (30a,b) relativ zum Schwenkelement (20a,b) bewegt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuermittel ein am Schubelement
(30a,b) in einem ersten Gelenkpunkt (13a,b) angelenkter Steuerhebel (12a,b) ist, der
beabstandet zum Gelenkpunkt (11a,b) des Tragarms (10a,b) am Hubrahmen (3a,b) in einem
zweiten Gelenkpunkt (14a,b) schwenkbar gelagert ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Gelenkpunkt (13a,b)
außerhalb des Schwenkbereichs der Tragarme (10a,b) angeordnet ist und mit dem zweiten
Gelenkpunkt (14a,b) sowie dem Gelenkpunkt (11a,b) des Tragarms (10a,b) in jeder Schwenkstellung
des Tragarms (10a,b) ein Dreieck bildet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Steuerhebels
(12a,b) einstellbar ist.
10. Vorrichtung nach einem Ansprüche 7 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerhebel
(12a,b) ein Gasdruckdämpfer ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
Schwenkelement (20a,b) und Schubelement (30a,b) ein das Ausfahren des Schubelements
(30a,b) unterstützendes Ausfahrmittel angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausfahrmittel ein Gasdruckdämpfer
(15a,b) ist, der im eingefahrenen Zustand unter Vorspannung steht.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasdruckdämpfer (15a,b)
an der Unterseite des Tragarms (10a,b) angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß am Schubelement
(30a,b) eine erste Aufnahmeklaue (21a,b) angeordnet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß am Schwenkelement
(20a,b) eine zweite Aufnahmeklaue (31a,b) angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmeschlitz
(32a,b) der zweiten Aufnahmeklaue (31a,b) unter einem Winkel α ≥ 0 bezügl. des Aufnahmeschlitzes
(22a,b) der ersten Aufnahmeklaue (21a,b) angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwenkelement
(20a,b) über eine Feder mit dem Hubrahmen (3a,b) verbunden ist.