[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen von Isolationselementen an
einem Bauteil, gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Dem Befestigen von plattenförmigen Isolationselementen an Bauteilen dienen Vorrichtungen,
wie sie beispielsweise aus der US-PS 5,118,235 bekannt sind. Diese bekannte Vorrichtung
weist einen grossflächigen Kopf und einen vom Kopf abragenden Hohlschaft auf. In einen
Innenraum des Hohlschaftes ist über eine im grossflächigen Kopf angeordnete Öffnung
ein Befestigungselement einsetzbar, das mittels eines geeigneten Werkzeuges in das
Bauteil eintreibbar ist. Im gesetzten Zustand stützt sich das Befestigungselement
an einer im Innenraum angeordneten, entgegen der Setzrichtung weisenden Schulter des
Hohlschaftes ab und durchsetzt den setzrichtungsseitigen Endbereich des Hohlschaftes.
[0003] Auf die Isolationselemente wird Putzmaterial aufgetragen. Dabei ist es wichtig, dass
kein Putzmaterial in den Innenraum des Hohlschaftes gelangen kann, da dies zu Vertiefungen
an der Oberfläche der aufgetragenen Putzschicht führt. Dringt Putzmaterial und damit
auch Feuchtigkeit in den Innenraum des Hohlschaftes, so kann dies eine Korrosion an
dem Befestigungselement hervorrufen, wenn dieses nicht aus rostfreiem Material besteht.
[0004] Damit kein Putzmaterial in den Innenraum des Hohlschaftes gelangen kann, ist die
Öffnung mittels eines Verschlusselementes verschliessbar. Dieses Verschlusselement
ist ausserhalb der Öffnung schwenkbar an dem grossflächigen Kopf angeordnet und hintergreift
in der geschlossenen Stellung einen Vorsprung, der von der parallel zur Längsachse
des Hohlschaftes verlaufenden Innenwand des Hohlschaftes abragt. In der geschlossenen
Stellung liegt das Verschlusselement mit seiner entgegen der Setzrichtung weisenden
Seite an der dem Innenraum zugewandten Anschlagkante des Vorsprungs an. In der geschlossenen
Stellung ragt das Verschlusselement im wesentlichen parallel zur Längsachse des Hohlschaftes
von der dem Hohlschaft abgewandten Seite des grossflächigen Kopfes ab.
[0005] Beim Befestigen von Isolationselementen an einem Bauteil werden Vorrichtungen verwendet,
bei denen die Länge des Hohlschaftes auf die Dicke der Isolationselemente angepasst
ist. Da sich das Widerlager für das Befestigungselement im setzrichtungsseitigen Bereich
des Innenraumes des Hohlschaftes befindet, muss der in den Hohlschaft ragende Teil
des Werkzeugs, der dem Eintreiben des Befestigungselementes dient, eine grosse Länge
aufweisen.
[0006] Aufgrund des von dem Kopf abragenden Verschlusselementes muss das Werkzeug allerdings
eine noch grössere Länge aufweisen, damit eine Beschädigung des Verschlusselementes,
beispielsweise durch einen Handgriff oder ein Gehäuseteil des Werkzeugs, beim Eintreiben
des Befestigungselementes nicht erfolgt. Durch den weit vom Kopf abragenden Verschlussdeckel
können nur Spezialwerkzeuge mit besonders grosser Länge verwendet werden. Derartige
Spezialwerkzeuge sind aufwendig in der Herstellung und teuer in der Anschaffung, insbesondere
wenn es sich um pulverkraftbetriebene Setzgeräte handelt, die für die hier vorliegenden
Anwendungsfälle häufig verwendet werden.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Befestigen von Isolationselementen
zu schaffen, bei der sich das dem Verschliessen der Öffnung dienende Verschlusselement
nicht störend auf das dem Eintreiben des Befestigungselementes in das Bauteil dienende
Werkzeug auswirkt. Zudem soll das Verschlusselement ohne besondere Vorkehrungen in
die geschlossene Stellung verschwenkt werden können.
[0008] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch eine Vorrichtung, welche die im kennzeichnenden
Abschnitt des Patentanspruchs 1 angeführten Merkmale aufweist.
[0009] Das erfindungsgemäss ausgestaltete Verschlusselement wird aus zwei am Kopf beidseits
und ausserhalb der Öffnung angelenkten Deckeln gebildet, die um parallel zueinander
verlaufende Gelenkachsen schwenkbar und in der geschlossenen Stellung mit Hilfe von
Verriegelungsmitteln miteinander verrastbar sind, die an parallel zur Längsachse des
Hohlschaftes verlaufenden Ebenen der Deckel angeordnet sind. Die dem Verschliessen
der Öffnung dienenden Deckel sind während des Eintreibvorganges des Befestigungselementes
in das Bauteil parallel zur Längserstreckung des Hohlschaftes ausgerichtet und ragen
entgegen der Setzrichtung vom Kopf ab. Dadurch dass die senkrecht zur Gelenkachse
erstreckende Länge der Deckel sehr klein ist, können herkömmliche Werkzeug für das
Eintreiben des Befestigungselementes verwendet werden. Die an beiden Deckeln angeordneten
Verriegelungsmittel greifen im geschlossenen Zustand der Deckel formschlüssig ineinander.
[0010] Um eine gute gegenseitige Verriegelung der beiden Deckel und eine gute formschlüssige
Verrieglung erreichen zu können sind vorzugsweise ein erstes Verriegelungsmittel von
wenigstens einem an einem verlängerten Bereich des ersten Deckels angeordneten Vorsprung
und ein zweites Verriegelungsmittel von wenigstens einer im Bereich eines Ausschnitts
des zweiten Deckels angeordneten Ausnehmung gebildet. In der geschlossenen Stellung
der beiden Deckel ragt der Vorsprung des ersten Deckels in den entsprechend ausgebildeten
Ausschnitt des zweiten Deckels, so dass die Verriegelungsmittel beider Deckel formschlüssig
miteinander zusammenwirken können.
[0011] Aus Gründen der einfachen Herstellung ist zweckmässigerweise der Vorsprung von einer
- von einer ersten Ebene des verlängerten Bereiches abragenden - Rippe und die Ausnehmung
von einer - in einer zweiten Ebene des Ausschnittes angeordneten - Nut gebildet.
[0012] Die entgegen der Setzrichtung weisenden Seiten der Deckel können beispielsweise mit
einer Profilierung versehen sein, die eine bessere Haftung des Putzmaterials gewährleistet.
Eine bessere Haftung bedeutet auch, dass Zugkräfte auf die Deckel einwirken können.
Damit diese Deckel auch beim Auftreten von Zugkräften sicher in der geschlossenen
Stellung verbleiben, sind vorzugsweise an dem verlängerten Bereich zwei einander diametral
gegenüberliegende, parallel zueinander verlaufende erste Ebenen angeordnet, von denen
Rippen abragen, die mit zwei Nuten zusammenwirken, die im Bereich des Ausschnittes
an zwei einander diametral gegenüberliegenden, parallel zueinander verlaufenden zweiten
Ebenen angeordnet sind.
[0013] Beim Verschliessen der Öffnung ist es unwesentlich, welcher der beiden Deckel zuerst
die geschlossene Stellung einnimmt. Es können daher auch beide Deckel gleichzeitig
in die geschlossene Stellung verschwenkt werden.
[0014] Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel wiedergibt,
näher erläutert.
[0015] Die dargestellte Vorrichtung dient der Befestigung von nicht dargestellten Isolationselementen
an einem ebenfalls nicht dargestellten Bauteil und setzt sich aus einem grossflächigen
Kopf 1 und einem sich daran anschliessenden Hohlschaft 2 zusammen. Der Hohlschaft
2 weist einen Innenraum 4 auf, der durch eine im Bereich des grossflächigen Kopfes
1 angeordnete Öffnung 15 von aussen zugänglich ist und der der Aufnahme eines Befestigungselementes
3 dient, mit dem die Vorrichtung an dem Bauteil festlegbar ist. Eine im Innenraum
4 des Hohlschaftes 2 angeordnete, entgegen der Setzrichtung weisende Anschlagfläche
5 dient als Widerlager für einen radial erweiterten Bereich 6 des Befestigungselementes
3.
[0016] Damit nicht dargestelltes Putzmaterial, das auf die befestigten Isolationselemente
aufgetragen wird nicht in den Innenraum 4 des Hohlschaftes 2 gelangen kann, ist die
Öffnung 15 mittels zweier Deckel 7, 8 verschliessbar, die in der geschlossenen Stellung
in einer Vertiefung 14 versenkt angeordnet sind. Dadurch wird verhindert, dass die
geschlossenen Deckel 7, 8 die von der Setzrichtung abgewandte Oberfläche des grossflächigen
Kopfes 1 überragen.
[0017] Beide Deckel 7, 8 sind um ausserhalb der Öffnung 15 liegende Gelenkachsen 16, 17
schwenkbar an dem grossflächigen Kopf 1 angeordnet. Die Projektionsfläche der Vertiefung
14 erstreckt sich um die Öffnung 15 und hat eine im wesentlichen quadratische Form.
Die Gelenkachsen 16, 17 erstrecken sich entlang zweier einander gegenüberliegender
Seiten dieser Vertiefung 14. Die parallel zur Gelenkachse 16, 17 gemessene Länge der
Deckel 7, 8 entspricht im wesentlichen einer Seitenlänge der Vertiefung 14. Die senkrecht
zur Gelenkachse 16, 17 gemessene Länge der Deckel 7, 8 entspricht im wesentlichen
der halben Seitenlänge der Vertiefung 14 mit dem Boden 13. Die Stärke der Deckel 7,
8 ist im wesentlichen auf die Tiefe der Vertiefung 14 abgestimmt.
[0018] Beim Verschwenken der beiden Deckel 7, 8 in die geschlossene Stellung greift ein
verlängerter Bereich 18 eines ersten Deckels 7 in einen entsprechend ausgebildeten
Ausschnitt 19 eines zweiten Deckels 8. An parallel zur Längserstreckung des Hohlschaftes
2 verlaufenden Ebenen E1, E2 der geschlossenen Deckel 7, 8 sind Vorsprünge in Form
von Rippen 9, 10 und Ausnehmungen in Form von Nuten 11, 12 angeordnet. Sowohl die
Rippen 9, 10 als auch die Nuten 11, 12 erstrecken sich senkrecht zur Längserstreckung
des Hohlschaftes 2, verlaufen parallel zueinander und sind einander diametral gegenüberliegend
angeordnet.
[0019] Die Rippen 9, 10 und die Nuten 11, 12 weisen dreieckige Querschnittsflächen auf.
Die Wandstärke des grossflächigen Kopfes 1 nimmt zu dessen Aussenkontur hin ab.
1. Vorrichtung zum Befestigen von Isolationselementen an einem Bauteil, mit einem grossflächigen
Kopf (1), einem vom Kopf (1) abragenden Hohlschaft (2) für ein in das Bauteil treibbares
Befestigungselement (3), wobei der durch eine Öffnung (15) im Kopf (1) frei zugängliche
Innenraum (4) des Hohlschaftes (2) mit einem Verschlusselement verschliessbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement von zwei am Kopf (1) beidseits und ausserhalb der Öffnung
(15) angelenkten Deckeln (7, 8) gebildet ist, die um parallel zueinander verlaufende
Gelenkachsen (16, 17) schwenkbar sind und in der geschlossenen Stellung mit Hilfe
von ineinandergreifenden Verriegelungsmitteln miteinander verrastbar sind, die an
parallel zur Längsachse des Hohlschaftes (2) verlaufenden Ebenen der Deckel (7, 8)
angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Verriegelungsmittel
von wenigstens einem an einem verlängerten Bereich (18) des ersten Deckels (7) angeordneten
Vorsprung und ein zweites Verriegelungsmittel von wenigstens einer im Bereich eines
Ausschnitts (19) des zweiten Deckels (8) angeordneten Ausnehmung gebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung von
einer, von einer ersten Ebene (E1) des verlängerten Bereiches (18) abragenden Rippe
(9, 10) und die Ausnehmung von einer, in einer zweiten Ebene (E2) des Ausschnittes
(19) angeordneten Nut (11, 12) gebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem verlängerten Bereich
(18) zwei einander diametral gegenüberliegende, parallel zueinander verlaufende erste
Ebenen (E1) angeordnet sind, von denen Rippen (9, 10) abragen, die mit zwei Nuten
(11, 12) zusammenwirken, die im Bereich des Ausschnittes (19) an zwei einander diametral
gegenüberliegenden, parallel zueinander verlaufenden zweiten Ebenen (E2) angeordnet
sind.