[0001] Die Erfindung betrifft eine Steuer- oder Regeleinrichtung für einen Fluidförderer,
insbesondere eine Wasserpumpe, wie sie zum Ansaugen des Wassers über mehrere Meter
Höhe und zur Abgabe als Druckwasser an einen Verbraucher verwendet werden kann. Mit
der Steuereinrichtung kann die Pumpe, deren elektrischer Antriebsmotor bzw. die Fluidströmung
in einem Strömungskanal bedient oder beeinflußt werden, d.h. daß zugehörige Betriebszustände
visuell erkannt und/oder manuell beeinflußt werden können, wozu Bedienungs-Mittel,
wie optische Anzeigen und/oder manuelle Stellglieder vorgesehen sind. Die Pumpe kann
mit dem Motor und/oder der Steuereinrichtung eine tragbare Einheit bilden, welche
mit einer Standfläche auf einer Unterlage im Betrieb stehen und von dieser Unterlage
jederzeit abgehoben werden kann.
[0002] Die Steuereinrichtung weist zweckmäßig Mittel auf, um bei Abfall des Fluiddruckes
im Strömungskanal unter einen Grenzwert die Pumpe einzuschalten und bei Übersteigen
eines Grenzwertes wieder abzuschalten, so daß stets eine vorbestimmte Abgabemenge
des Fluids innerhalb enger Grenzen gewährleistet ist, ohne daß die Verwendung eines
Druckspeichers erforderlich ist. Sind die Bedienungs-Mittel hinsichtlich des sie tragenden
Sockels, beispielsweise der Pumpe oder des Motors, lagefest angeordnet, so können
sie durch die Bedienungsperson verhältnismäßig schwer oder ergonomisch nur ungünstig
erreicht werden, was die Bedienung, also das Ablesen von Anzeigen und/oder das Betätigen
von Stellgliedern bzw. Handhaben kompliziert macht.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Steuereinrichtung zu schaffen, bei
welcher Nachteile bekannter Ausbildungen bzw. der beschriebenen Art vermieden sind
und die insbesondere eine leichte Anpassung der Bedienungs-Mittel an die von der Bedienungsperson
zu stellenden Erfordernisse ermöglicht.
[0004] Erfindungsgemäß sind Bedienungs-Mittel in unterschiedliche Bedien-Lagen überführbar
und in der jeweiligen Lage festsetzbar. Die Bedienungs-Mittel können dabei in Stufen
umsetzbar und/oder stufenlos verstellbar sein, nämlich mit einem oder mehreren gesonderten
Lagern permanent am Grundkörper bzw. Sockel gehaltert sein.
[0005] Zweckmäßig ist ein, Bedienelemente enthaltendes, Tableau oder Paneel vorgesehen,
an dessen Außenseite Anzeiger optisch und/oder Stellglieder manuell zugänglich sind
und das eben ausgebildet sein kann. Dieses Tableau ist vorteilhaft um eine horizontale,
im Abstand oberhalb der Pumpenachse bzw. des Sockels liegende Achse schwenkbar gelagert
und in jeder Einstellung selbstsichernd so gehalten, daß zur Verstellung eine bestimmte
Haltekraft manuell überwunden werden muß. In einer Lage steht das Tableau vertikal
aufrecht oberhalb der Schwenkachse und in einer anderen Lage kann es nach oben weisend
oberhalb der Schwenkachse bzw. des zugehörigen Lagers horizontal liegen.
[0006] Das Tableau kann auch um eine aufrechte Achse verstellbar sein, die zweckmäßig seitlich
benachbart zum und im Abstand vom Tableau liegt, so daß das gesamte Tableau oder das
manuelle Stellglied in einer Kreisbahn um diese Achse geschwenkt werden kann und in
jeder Stellung zugänglich ist. In einer Stellung des Tableaus liegt dieses zweckmäßig
parallel zur aufrechten Schwenkachse und in der anderen etwa rechtwinklig dazu.
[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Steuereinrichtung ein Steuergehäuse
zur Aufnahme elektrischer Steuerglieder, Schaltkontakte, Anschlußmittel oder dergleichen
auf, welches wie anhand des Tableaus beschrieben verstellbar ist und zweckmäßig eine
formsteife Einheit mit dem Tableau bildet. Dieses Steuergehäuse und das Tableau liegen
seitlich im Abstand vom Strömungskanal und sind durch eine von diesem gesonderte Einheit
gebildet, so daß das Elektronik-Gehäuse gesondert vom wasserführenden Gehäuse ausgebildet
und gegenüber letzterem ohne Schwierigkeiten abzudichten ist. Dadurch kann in das
Steuer- bzw. Elektronik-Gehäuse über den Strömungskanal kein Wasser eindringen.
[0008] In Betriebslage steht die Steuereinrichtung zweckmäßig als Turm auf der Oberseite
der Motorpumpe, insbesondere des Pumpengehäuses, in welche sie als Ganzes in verschiedene
Betriebsstellungen lageveränderbar eingreifen kann.
[0009] Die Steuereinrichtung kann auch eine Ventilanordnung, beispielsweise mit einem Rückschlagventil
und/oder einem Ventil zur Veränderung des Durchlaßquerschnittes des Strömungskanales
auf feststehende Werte versehen sein. Beide Ventile können manuell mit einer Handhabe
der Bedienungs-Mittel verstellbar sein, beispielsweise das Rückschlagventil in eine
erzwungene Öffnungsstellung oder das Steuerventil in eine Schließstellung. Dadurch
enthält die Steuereinrichtung Mittel zur Entwässerung des Strömungskanales und der
von diesem wegführenden Versorgungsleitung, Mittel zur Entlüftung der Leitungswege
zwischen dem Einlaß der Saugleitung und der Ventilanordnung beim Ansaugen, wenn das
in diesen Leitungswegen befindliche Wasser noch Lufteinschlüsse enthält sowie Mittel
zur stufenlosen Drosselung des kleinsten Durchlaßquerschnittes des Strömungskanales.
[0010] Unabhängig von den beschriebenen Ausbildungen weist die Steuereinrichtung zweckmäßig
mindestens einen Anschluß für eine Leitung zur Versorgung eines Verbrauchers, beispielsweise
eines elektrischen Verbrauchers, wie des Pumpenmotors, auf. Diese Leitung ist von
der Steuereinrichtung bzw. dem Anschluß lösbar, wobei hier wie im Folgenden unter
lösbar eine zerstörungsfreie, leichte Lösbarkeit durch eine lineare Steckbewegung
oder dergleichen zu verstehen ist.
[0011] Bei einer einfachen Ausführungsform ist der Anschluß durch eine von der Außenseite
der Steuereinrichtung stets zugängliche Kupplung, wie ein Kupplungsgehäuse mit darin
enthaltenen elektrischen Kontakten gebildet. Das Kupplungsgehäuse kann lagefest bzw.
versenkt an der Steuereinrichtung befestigt sein und hinter dem Tableau liegen. Eine
besonders einfache Ausführung ergibt sich, wenn die Kupplung durch eine Steckdose
gebildet ist, wie sie als Wand-Steckdosen an Gebäuden verwendet wird. Die Kupplung
kann mit Dichtungen und/oder einem zu öffnenden Deckel an ihrem Kupplungseingang gegen
Eindringen von Spritzwasser geschützt sein.
[0012] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen aus der Beschreibung und
den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schützfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Steuereinrichtung mit Pumpeinheit in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- die Steuereinrichtung gemäß Fig.1 in perspektivischer Ansicht von der Rückseite und
- Fig. 3
- die Steuereinrichtung in perspektivischer Explosionsdarstellung.
[0013] Die Steuereinrichtung 1 ist als vormontierte Einheit an einem Sockel 2 anzuordnen,
der hier im wesentlichen nur durch eine fest mit einem Motor 5 verbundene Pumpe 4
gebildet ist und unterhalb von diesen eine Standfläche zum Abstellen auf dem Boden
derart aufweist, daß die gemeinsame Achse der Motorpumpe 3 horizontal bzw. parallel
zur Standfläche und über dieser liegt. Die Pumpe 4 weist ein fest mit dem Motorgehäuse
7 verbundenes und axial an dieses anschließendes Gehäuse 6 auf, das wie das gesamte
Gehäuse 7 im Abstand oberhalb der Standebene der Einheit 3 liegt. Seitlich an einer
Bedien-Seite ist aus dem Gehäuse 7 im unteren Bereich ein Anschluß-Kabel 8 zum elektrischen
Anschluß des Elektromotors 5 abgedichtet herausgeführt und an derselben Seite sowie
darüber ist an dem Gehäuse 7 ein manuell zu betätigender Schalter 9 zum Ein- und Ausschalten
der Einheit 3 angeordnet.
[0014] Pumpe 4 und Motor 5 weisen eine gemeinsame Achse 10 auf, welche von der vertikalen
Achse 11 des Anschlusses der Einheit 1 rechtwinklig quer zwischen den Enden des Gehäuses
6 geschnitten wird und über welcher eine in einer parallelen Ebene liegende Stellachse
12 der Einrichtung 1 vorgesehen ist. Oberhalb der Achse 10 sowie des Gehäuses 7 und
nur in dessen Bereich weist das Gehäuse 7 einen bügelförmigen, zur Achse 10 parallelen
Traggriff 13 auf, mit welchem die Gesamteinheit 1, 3 von der Bedienungsperson getragen
und transportiert werden kann. Die Pumpenkammer 14 schließt unmittelbar an die Stirnseite
des Gehäuses 7 an, dessen zugehörige Stirnwand die beim Motor 5 liegende Stirnbegrenzung
der Kammer 14 bilden kann. An dieser Stirnwand ist ein kappenförmiger Gehäuseteil
bzw. Deckel 15 starr befestigt, welcher die Kammer 14 am Umfang und der gegenüberliegenden,
vom Motor 5 entfernten Stirnseite begrenzt sowie mit axialen Befestigungsgliedern,
wie Schrauben 16, gegen die Stirnseite des Gehäuses 7 gespannt ist. Unmittelbar anschließend
an die von der Motorwelle durchsetzte Stirnwand des Gehäuses 7 ist auf der Motorwelle
ein in der Kammer 14 liegender Pumpenläufer bzw. Rotor 17 drehfest angeordnet, welcher
die Kammer 14 in einen Saugraum und einen Druckraum unterteilt. Nach Lösen der Schrauben
16 kann die Einheit 1, 15 mit allen zugehörigen Teilen von der Einheit 2, 5 axial
abgezogen werden, so daß die Kammer 14 sowie der Rotor 17 zur Wartung bzw. Reinigung
freiliegen.
[0015] Der an der vom Motor 5 abgekehrten Stirnseite des Rotors 17 liegende Saugraum ist
in seinem obersten Bereich an einen oberhalb der Achse 10 liegenden Einlaß 18 angeschlossen,
welcher als Anschlußstutzen für eine Saugleitung, wie einen flexiblen Schlauch parallel
zur Achse 10 und vom Motor 5 weggerichtet von der freien Stirnwand des Deckels 15
absteht und mit diesem einteilig ausgebildet ist. Zwischen dem Motor 5 und dem Einlaß
18 ist der den Umfang des Rotors 17 umgebende Druckraum oberhalb des Läufers 17 in
der Achse 11 an einen Auslaß 19 angeschlossen, welcher mit Abstand benachbart zum
Traggriff 13 liegt und durch einen wie der Einlaß 18 einteilig mit dem Deckel 15 ausgebildeten
Verbindungsteil, wie einen Flansch 20, gebildet ist. Die Einheit 1 ist an dem Flansch
20 von der Einheit 2, 3 lösbar. An der Unterseite ist die Kammer 14 auf der vom Motor
5 abgekehrten Seite des Rotors 17 mit einer Entleeröffnung 21 versehen, die durch
einen zur Achse 10 und zum Einlaß 18 wie dieser parallel vorstehenden Stutzen gebildet
und mit einem Schließglied, wie einer Schraubkappe, dicht verschließbar ist. Im Bereich
ihrer Oberseite ist die Kammer 14 auf der vom Auslaß 19 abgekehrten Seite des Griffes
13 an eine Füllöffnung 22 angeschlossen, die im Übergangsbereich zwischen Kammer 14
und Einlaß 18 in die freie Stirnwand des Deckels 15 mit vertikaler Achse mündet. Die
Begrenzungen der Öffnungen 18, 19, 21, 22 bilden eine einteilige Einheit mit dem Deckel
15. Nach Öffnen der Öffnung 21 kann die Einrichtung 1 mit angeschlossener Druck- bzw.
Versorgungsleitung wie auch die Kammer 14 durch Ablaufenlassen des Wassers entleert
werden. Durch die Öffnung 22 können die Kammer 14, der Einlaß 18 mit zugehöriger Saugleitung
und der Flansch 20 bis in die Einrichtung 1 hinein mit Wasser vollständig gefüllt
werden, damit die Pumpe 4 bei der Inbetriebnahme nicht leer läuft, sondern im wesentlichen
luftfrei ansaugt.
[0016] Die Einheit 1 bildet einen unmittelbar an den Auslaß 19 in der Achse 11 anschließenden
Kanal 23, welcher von einem zweiteiligen, rohrförmigen Gehäuse 24 begrenzt ist und
an dem zwischen sowie mit Abstand von dessen Enden ein im Abstand oberhalb der Einheit
3, des Griffes 13 und Verschlußgliedes der Öffnung 22 liegendes Querstück 25 seitlich
vorstehend befestigt ist. Die Achse 12 dieses Querstückes 25 liegt rechtwinklig quer
zur Achse 11, jedoch bei der Parallelausrichtung der Achsen 10, 12 gemäß Fig. 1 gegenüber
der Achse 11 geringfügig nach vorne zur Bedienseite 8, 9 des Motors 5 hin versetzt.
Bei dieser Ausrichtung liegt der weiter über den Umfang des Rohres 24 vorstehende
Teil des Querstückes 25 auf dessen dem Motor 5 zugekehrten Seite im Abstand oberhalb
des Griffes 13.
[0017] Das Querstück 25 weist ein unmittelbar an das Rohr 24 anschließendes, mit seinem
Hauptteil einteilig mit dem Rohr 24 ausgebildetes Gehäuse 26 auf, welches in der Achse
12 liegt und gemäß Fig. 1 an der vom Motor 5 abgekehrten Stirnseite unmittelbar benachbart
zum Rohr 24 mit einem lösbaren Deckel druckdicht verschlossen ist. Das Gehäuse 26
nimmt Sensoren für den Druck im Kanal 23 sowie für die durchlaufende Wassermenge auf.
Der Drucksensor kann eine an den Kanal 23 angrenzende Membran enthalten und der Durchflußsensor
einen im Gehäuse 26 drehbar gelagerten Turbinenläufer, welcher abgedichtet in den
Kanal 23 hineinragt und vom durchfließenden Wasser angetrieben wird. Das Querstück
35 bildet im Abstand benachbart zum Rohr 24 in der Achse 12 ein Lager 27, dessen hohler,
rohrförmiger Lagerdorn 28 einteilig an die Gehäuse 24, 26 nur auf der vom Deckel des
Gehäuses 26 abgekehrten Seite frei vorstehend anschließt. Dieser Anschlußbereich sowie
das Gehäuse 26 und der mittlere Längsabschnitt des Rohres 24 sind im wesentlichen
vollständig sowie eng von einem lösbaren Außengehäuse 29 umgeben, aus welchem der
Ansatz 28 frei vorsteht und gemeinsam mit dem Ansatz 28 mit Abstand seitlich benachbart
zu den Gehäusen 24, 26, 29 ein freiliegendes Steuergehäuse 30 trägt.
[0018] Das Gehäuse 30 ist an seiner flächengrößten, ebenen Seite durch ein Tableau 31 gebildet,
das gemäß Fig. 1 mit Abstand oberhalb der Achsen 10, 12 vertikal, nämlich rechtwinklig
zur Standfläche und parallel zur Achse 10 liegt und dabei zur Bedienseite 8, 9 der
Einheit 3 weist, so daß es von derselben Seite wie der Schalter 9 zugänglich ist.
In Draufsicht auf die Einheit 3 steht diese dabei über die Einheit 1 nach beiden Seiten
parallel zur Achse 10 sowie zur Bedienseite und der davon abgekehrten Seite vor, was
auch der Fall sein kann, wenn die Achse 12 rechtwinklig quer zur Achse 10 ausgerichtet
ist.
[0019] Das Gehäuse 29 ist durch nur zwei starr miteinander und mit dem Gehäuse 24, 26 verbundene,
napfförmige Gehäuseteile 32, 33 gebildet, die parallel zur Achse 12 aufgesetzt sowie
lösbar gegeneinander verspannt sind und Durchtrittsöffnungen für die beiden Enden
des Rohres 24 bilden. Die in einer zur Achse 12 rechtwinklig querliegenden Axialebene
der Achse 11 aneinander gefügten Gehäuseteile 32, 33 bilden auf der dem Gehäuse 30
zugekehrten Seite einen ringförmigen Gehäuseteil 32, durch welchen der Dorn 28 hindurchgeführt
ist. Der vom Gehäuse 30 abgekehrte Gehäuseteil 33 ist deckelförmig mit geschlossener
Stirnwand.
[0020] An der Unterseite ist das Steuergehäuse 30 mit einem Lagerteil bzw. Lagergehäuse
34 versehen, welches axial und abgedichtet in den Gehäuseteil 32 eingreift und mit
seinem Innenumfang radialspielfrei auf dem Außenumfang des Dornes 28 drehbar gelagert
ist. Das Gehäuse 34 ist einteilig mit dem napfförmigen Hauptteil 35 des Gehäuses 30
ausgebildet, so daß seine obere Deckwand die unterste Wand des Teiles 35 bildet und
diese in Draufsicht nach vorne und hinten nicht über das Gehäuse 29, 34 vorsteht.
Die vollständig offene Vorderseite des Gehäuseteiles 35 ist mit einem kappenförmigen
Gehäuseteil 36, nämlich einem Deckel, unter Zwischenlage einer Dichtung dicht verschlossen,
dessen Mantel in das Innere des Gehäuseteiles 35 eingreift und dessen Stirnwand das
ebene Tableau 31 bildet, welches leicht lösbar gegen den Gehäuseteil 35 verspannt
ist.
[0021] Vom freien Ende her ist in das rohrförmige Gehäuse 34 ein vom Deckel 33 abgekehrtes,
deckelförmiges Endstück 37 eingesetzt, welches an das Ende des Dornes 28 bzw. die
vertieft liegende Stirnwand des Lagergehäuses 32 axial anschließt und eine Fortsetzung
des Lagerumfanges des Lagers 27 bildet, auf welchem das Gehäuse 34 drehbar gelagert
ist. Das Endstück 37 kann axial gegenüber dem Gehäuseteil 32 und damit den Gehäuseteilen
24, 26, 33 verspannt sein, wobei seine äußere Stirnwand vollstandig versenkt innerhalb
des Gehäuses 34 und wie dieses gegenüber der zugehörigen Seitenwand des Gehäuses 30
zurückversetzt liegt, so daß das Gehäuse 30 mit dieser Seite über das Ende 37 des
Gehäuses 34 frei vorsteht. Im Bereich des annähernd an das Gehäuse 24 anschließenden
Endes des Lagers 27 ist eine Feststell- bzw. Rasteinrichtung 38 mit einer vollständig
innerhalb des Gehäuseteiles 32 verdeckt liegenden Rastfeder 39 vorgesehen, welche
an dem Gehäuseteil 32 gelagert ist und mit Rastnocken in einen Rastkranz des Gehäuses
34 eingreift. Durch die Rasteinrichtung 38 wird das Gehäuse 30 jeweils nach kleinen
Winkel- bzw. Schwenkschritten um die Achse 12 selbsttätig so gerastet, daß die Rastung
durch Aufbringen einer entsprechend hohen Drehkraft überwunden werden kann. Das Gehäuse
34 schließt stirnseitig abgedichtet an den Gehäuseteil 32 und am Umfang abgedichtet
an den Dorn 28 an, so daß in diese Bauteile kein Wasser eindringen kann.
[0022] Die im Abstand vom Tableau 31 liegende Rückwand des Gehäuseteiles 35 ist im Querschnitt
rechtwinklig zur Achse 12 und zum Tableau 31 vorspringend V-förmig. An der Rückwand
ist abgedichtet eine Stecker-Kupplung 40 derart versenkt befestigt, daß der größte
Teil der Länge dieser Kupplung 40 innerhalb des Gehäuses 30 und nur ein plattenförmiger
Teil an dessen Außenseite liegt. Die Kupplung 40 greift auch in das Gehäuse 34 ein
und der Außenteil, der gemäß Fig. 1 vollständig oberhalb der Achse 12 liegenden Kupplung
40 übergreift das Gehäuse 34 an der Rückseite. Die Kupplung 40 ist leicht lösbar und
ihre Aufnahmeöffnung in der Wand des Gehäuses 30, 34 ist mit einer außen liegenden
Dichtung druckdicht verschlossen. Unmittelbar neben der Kupplung 40 und auf deren
vom Gehäuse 24 abgekehrten Seite ist im untersten Bereich der Rückwand des Gehäuses
30 eine abgedichtete Durchführung für ein Netz-Anschlußkabel in Form einer biegeelastischen
Tülle 41 vorgesehen, welche über die Rückseite des Gehäuses vorsteht und das Kabel
umgibt.
[0023] Innerhalb des Gehäuses 30 ist dieses Kabel an eine elektronische Steuereinheit 42
angeschlossen, die ihrerseits die Kupplung 40 über einen Schaltkontakt mit Strom versorgt.
An die Kupplung 40 kann ein Netz-Anschlußstecker am Ende des Kabels 8 durch lineares
Einstecken lösbar angeschlossen werden, der insoweit gleich wie der Stecker am Ende
des Anschlußkabels der Steuerung 42 ausgebildet ist, als beide Stecker gleichermaßen
in die Kupplung 40 oder in eine Netz-Steckdose passen. Nach Herausziehen des Steckers
aus der Kupplung 40 wird deren Stecköffnung bzw. werden deren elektrische Anschlußbuchsen
selbsttätig von einem Deckel 43 verschlossen, welcher im oberen Bereich der Außenplatte
des Kupplungsgehäuses um eine zur Achse 12 parallele Achse schwenkbar gelagert und
zur Schließstellung federbelastet ist, so daß die Steckdose 40 gegen Eindringen von
Spritzwasser geschützt ist. Durch die beschriebene Ausbildung ist der die Elektronik
42 aufnehmende Innenraum des Gehäuses 30 nach außen abgedichtet. Vom Gehäuse 26 führen
Sensorleitungen durch die Bauteile 28, 32, 34 in das Gehäuse 30 zur Elektronik 42.
Diese schaltet je nach dem Druck bzw. der Durchflußmenge im Kanal 23 den Motor 5 über
die Kupplung 40 ein und aus, sofern der Schalter 9 in Einschaltstellung steht. Bei
Ausschaltstellung des Schalters 9 ist die Steuereinrichtung 42 wirkungslos.
[0024] Die Einheit 1 bzw. das Gehäuse 24 ist ausschließlich über einen, an dem einen unteren
Ende des Rohres 24 vorgesehenen Haltekörper, wie einem Stutzen 44, mir der Einheit
2, 3 verbunden, nämlich in das Innere des Flansches 20 parallel zur Achse 11 abgedichtet
eingesteckt. Das Gehäuse 24 ist durch zwei unmittelbar unterhalb des Gehäuses 26 axial
aneinanderschließende und durch eine in der Achse 11 liegende Verschraubung gegeneinander
durch Verspannung festgesetzte Gehäuseteile gebildet, von denen der untere im Abstand
unterhalb des Gehäuses 26, 29 einteilig mit dem Stutzen 44 und der obere, oberhalb
des Gehäuses 26, 29 wenigstens teilweise einteilig mit einem Anschluß 45, wie einer
Steckkupplung, ausgebildet ist, an welcher eine wegführende Leitung, wie ein flexibler
Schlauch, lösbar angeschlossen werden kann. Der Anschluß 45 liegt tiefer als die Oberseite
und höher als die Unterseite des Gehäuses 30 mit geringem Abstand neben diesem, da
das Gehäuse 30 seitlich annähernd an das Gehäuse 29 anschließt.
[0025] Aus der vertikal aufrechten und durch Anschlag im Teil 32 festgelegten Lage gemäß
Fig. 1 kann das Gehäuse 30 mit dem Tableau 31 über 90° bis zum Anschlag im Teil 32
nach hinten geschwenkt werden, so daß das Tableau 31 nach oben weisend hinter und
oberhalb der Achse 12 liegend horizontal bzw. parallel zur Standfläche des Sockels
2 ausgerichtete ist. Das Tableau 31 weist an seiner Vorderseite zugänglich Bedienglieder
auf, nämlich Anzeigeglieder 46, wie Leuchtdioden, und ein Stellglied 47 zum Ein- und
Ausschalten der elektronischen Steuerung 42 bzw. des Motors 5. Der Schalter 47 bildet
insofern einen Hauptschalter, über welchen die Pumpe 5 auch bei eingeschaltetem Schalter
9 abgeschaltet werden kann, da mit dem Schalter 47 die Stromversorgung der Kupplung
40 unterbrochen werden kann.
[0026] Die Einheit 1 weist zusätzlich, nämlich auf die Strömungsquerschnitte des Kanales
23 wirkend, eine manuell betätigbare Ventilanordnung 50 auf, deren Stell- bzw. Bedienglied
48 in Form eines Drehknopfes unterhalb des Gehäuses 26, 29, 30, 34 an der Außenseite
des unteren Endes des Rohres 24 unmittelbar oberhalb des Flansches 20 und des Stutzens
44 so liegt, daß die Handhabe 48 zur selben Seite wie das Tableau 31, nämlich zur
Bedienseite 8, 9 des Motors 5 weist und in Verlängerung benachbart zum Griff 13 zwischen
diesem und der Öffnung 22 liegt. Die Handhabe 48 ist um eine zu den Achsen 10 bis
12 rechtwinklige Achse gegenüber dem Gehäuse 6, 24, 26, 29, 30, 34 verstellbar am
unteren Gehäuseteil des Rohres 24 gelagert, kann jedoch auch um eine zur Achse 10
parallele Achse drehbar sein. Die Einheit 1 aus den Teilen 24, 26, 30, 31 ist nämlich
als Ganzes um die Achse 11 gegenüber dem Gehäuse 6 über 360° stufenlos drehbar gelagert
und in jeder Stellung durch Reibung bzw. Klemmung festgesetzt. Dadurch kann das Tableau
31 auch rechtwinklig zur Achse 10 bzw. so ausgerichtet werden, daß es auf der vom
Motor 5 abgekehrten Seite des Kanales 23 über den Anordnungen 18, 21, 22 liegt.
[0027] Die vollständig innerhalb des unteren Rohrteiles des Gehäuses 34 liegende Ventilanordnung
50 weist unterhalb des Gehäuses 26 ein Rückschlagventil 49 und unmittelbar darunter
eine Stellvorrichtung 51 zum zwangsweisen Öffnen des Rückschlagventiles 49 mit der
Handhabe 48 auf. Die Handhabe 48 ist mit einem Steuerkörper drehfest verbunden, welcher
innerhalb des Kanales 23 den Ventilkörper des Ventiles 49 gegen Federkraft öffnet
oder zur Schließstellung freigibt. Dieser Ventilkörper öffnet selbsttätig unter der
Kraft der Strömung, die aus der Kammer 14 durch den Flansch 20 austritt und den Kanal
23 zum Anschluß 45 durchströmt. Der Steuerkörper kann als kugelförmiger Ventilkörper
ausgebildet sein, mit welchem bei zwangsweise geöffnetem Ventil 49 der Durchlaßquerschnitt
des Kanales 23 dicht oder durch Anschlag bis auf einen Minimalquerschnitt von wenigen
Quadratmillimetern geschlossen werden kann, um bei der Inbetriebnahme die Ansaugleistung
der Pumpe 4 zu erhöhen und eventuelle Lufteinschlüsse im angesaugten Wasser durch
diesen Minimalquerschnitt hindurch zum Anschluß 45 hin zu entlüften. Mit dem Ventilkörper
kann der Durchlaßquerschnitt auch stufenlos zwischen einem Maximalwert und einem Minimalwert
verändert und dadurch die Durchflußmenge durch den Kanal 23 eingestellt werden.
[0028] Alle angegebenen Wirkungen und Eigenschaften können genau wie beschrieben, nur annähernd
bzw. im wesentlichen wie beschrieben oder auch stark davon abweichend vorgesehen sein.
1. Steuereinrichtung (1) für eine Förder-Pumpe (4) oder dgl., wie eine Wasserpumpe, dadurch
gekennzeichnet, daß sie insbesondere zum Anschluß an einen Strömungskanal vorgesehen
ist und/oder einen Grundkörper (24, 15) bzw. von diesem mit einer Halterung (20, 27)
getragene Mittel (46 bis 48) zur Bedienung der Fluid-Strömung aufweist, wobei vorzugsweise
die Bedienungs-Mittel (46 bis 48) in unterschiedliche Zugangs-Lagen überführbar sind.
2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Bedienungs-Mittel ein
Bedien-Tableau (31) mit mindestens einem Bedienglied, wie einem Anzeigeglied (46)
und/oder einem manuellen Stellglied (47) aufweisen, daß insbesondere das Bedien-Tableau
(31) an einem Steuergehäuse (30) angeordnet ist und daß vorzugsweise das Bedien-Tableau
(31) eine Vorderwand des Gehäuses (30) bildet.
3. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Bedienungs-Mittel
(46 bis 48) um mindestens eine Achse (11, 12) schwenkbar gelagert und annähernd stufenlos
eistellbar sind, daß insbesondere das Tableau (31) mit einer Lagerung (27) oder dergleichen
von einer annähernd vertikalen in eine annähernd horizontale Lage überführbar ist
und daß vorzugsweise eine Schwenkachse (12) etwa horizontal liegend vorgesehen ist.
4. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grundkörper (24) den Strömungskanal (23) begrenzt und über ein Stell-Lager
(27) Bedienungs-Mittel (46, 47) trägt, daß insbesondere der Strömungskanal (23) gegenüber
mindestens einem der verstellbar ineinandergreifenden Lagerteile (28, 32, 34, 37)
des Stell-Lagers (27) dicht verschlossen ist und daß vorzugsweise der Grundkörper
(24) außerhalb des Strömungskanales (23) einen der Lagerteile (28, 32) festsitzend
trägt.
5. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grundkörper (24) ein an den Strömungskanal (23) angrenzendes Sensor-Gehäuse
(26) aufweist, daß insbesondere das Sensor-Gehäuse wenigstens teilweise eine einteilige
Baueinheit mit einem den Strömungskanal (23) begrenzenden Grundkörperteil (45) bildet
und daß vorzugsweise das Sensor-Gehäuse (26) zwischen den Enden des rohrförmig den
Strömungskanal (23) begrenzenden Grundkörperteiles (24) quer vorsteht und im Abstand
vom Grundkörperteil Bedienungs-Mittel (46, 47) trägt.
6. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß Bedienungs-Mittel (46, 47) in wenigstens einer Lage im wesentlichen oberhalb der
Halterung (20, 27) liegen, daß insbesondere das Steuergehäuse (30) ein an seiner Unterseite
vorstehendes Halterungsgehäuse (34) zur Verbindung mit dem Grundkörper (24) aufweist
und daß vorzugsweise ein einen Zwischenabschnitt des Grundkörpers (24) aufnehmendes
Lagergehäuse (29) vorgesehen ist, in welches das Halterungsgehäuse (34) verstellbar
eingreift.
7. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß Bedienungs-Mittel (46 bis 48) um eine zur Pumpenachse (10) parallele und/oder
eine vertikale Achse (11) schwenkbar gelagert sind, daß insbesondere die vertikale
Achse (11) in der Achse des Strömungskanales (23) liegt und daß vorzugsweise der Grundkörper
(24) mit mindestens einem Ende (44) ein Lagerglied eines Stell-Lagers (20, 44) bildet.
8. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grundkörper (24) unmittelbar am Pumpen-Gehäuse (6) angeordnet ist, daß insbesondere
der Grundkörper (24) mit seinem den Einlaß des Strömungskanales (23) bildenden Ende
(44) an einem den Fluid-Ausgang (19) der Pumpe (4) bildenden Flansch (20) lösbar befestigt
ist und daß vorzugsweise Bedienungs-Mittel (46 bis 48) im Abstand oberhalb der Pumpe
(4) liegend nur über den Grundkörper (24) tragend mit der Pumpe (4) verbunden sind.
9. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grundkörper (24) eine Ventil-Anordnung (50) trägt, daß insbesondere die Ventil-Anordnung
(50) zwischen den Enden des Strömungskanales (23) unterhalb der elektrischen Bedienungs-Mittel
(46, 47) liegt und daß vorzugsweise die Ventil-Anordnung (50) mit einer Handhabe (48)
der Bedienungs-Mittel betätigbar ist.
10. Steuereinrichtung, insbesondere nach dem Oberbegriff des Anspruches 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Träger (30) für Bedienungs-Mittel (46, 47) einen elektrischen Versorgungs-Anschluß
(40) für eine Zuleitung zu einem Verbraucher, wie einem Pumpen-Motor (5), im wesentlichen
lagefest trägt.
11. Steuereinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß (40)
durch eine mit einem Kupplungs-Gehäuse fest mit dem Träger (30) verbundene Steckerkupplung
für einen Netzstecker oder dergleichen gebildet ist, daß insbesondere der Anschluß
(40) an der hinteren, vom Bedien-Tableau (31) abgekehrten Seite des Steuergehäuses
(30) angeordnet ist und daß vorzugsweise neben dem Anschluß (40) aus dem Steuergehäuse
(30) ein Anschlußkabel herausgeführt ist, welches für den Netzanschluß der Steuereinrichtung
(1) und über diese für die elektrische Steuerung des Anschlusses (40) ausgebildet
ist.
12. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß sie als Baueinheit (1) auswechselbar an der Pumpe (4) befestigbar ist, daß insbesondere
die Baueinheit (1) einen über der Pumpe (4) stehenden Turm zum Anschluß einer Druckleitung
bildet und daß vorzugsweise die Baueinheit (1) mit einem kappenförmigen Gehäusedeckel
(15) des Pumpen-Gehäuses (6) eine vormontierbare, an einem Sockel (2, 7) einer Pumpe
oder dgl. lösbar befestigte Montageeinheit (1, 15) bildet.
13. Steuereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß Bedienungs-Mittel (46 bis 48) um eine zur Pumpenachse (10) parallele Achse (12)
und/oder um eine zur Pumpenachse (10) querliegende Achse (11) verstellbar sind, daß
insbesondere der Sockel (2) an der Unterseite eine Standfläche aufweist und daß vorzugsweise
an der Oberseite des Sockels (2) seitlich benachbart zu den Bedienungs-Mitteln (46
bis 48) ein Traggriff vorgesehen ist.