[0001] Die Erfindung betrifft einen Ofen zum Garen von Gargut.
[0002] Es sind Haushaltsöfen zum Garen von Gargut bekannt mit einer durch eine Tür verschließbaren
Ofenmuffel, die zur Verringerung von Wärmeverlusten von einer wärmeisolierenden, hitzebeständigen
Schicht umgeben ist. Diese Wärmeisolationsschicht kann insbesondere mit Mineralfasermatten
oder auch mit Aluminiumfolienstrukturen mit einer oder mehreren Aluminiumfolienlagen,
die jeweils um die Ofenmuffel gewickelt werden, gebildet sein (
EP-A-0 775 871).
[0003] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Ofen zum Garen von Gargut anzugeben,
bei dem Energieverluste durch Wärmeabstrahlung im Betrieb des Ofens vermindert werden.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe gemäß der Erfindung wird mit den Merkmalen des Anspruchs
1 erreicht.
[0005] Der Ofen zum Garen von Gargut gemäß Anspruch 1 umfaßt
a) eine Ofenmuffel mit einem Muffelinnenraum und einer diesen Muffelinnenraum zumindest
teilweise umschließenden Muffelwandung, wobei in einen Garbereich innerhalb des Muffelinnenraums
das Gargut einbringbar ist,
b) wenigstens einen Strahlungsheizkörper zum Einkoppeln von Wärmestrahlung in den
Garbereich des Muffelinnenraums und
c) wenigstens einen Strahlungsreflektor, der ein zumindest an einer Seite mit Aluminium
beschichtetes Stahlblech umfaßt, das aus dem Garbereich austretende Wärmestrahlung
wenigstens teilweise zum Garbereich zurückreflektiert,
wobei
d) der Strahlungsheizkörper zwischen dem Strahlungsreflektor und dem Garbereich angeordnet
ist.
[0006] Das aluminiumbeschichtete Stahlblech weist einen hohen Reflexionsgrad für die Wärmestrahlung
auf. Dadurch geht sowohl die vom Strahlungsheizkörper direkt abgestrahlte, vom Garbereich
weg gerichtete Strahlung als auch die vom Garbereich kommende Strahlung nicht als
Verluststrahlung verloren, sondern wird dem Garbereich zum überwiegenden Teil wieder
zugeführt. Dies hat eine bessere Ausnutzung der eingesetzten thermischen Energie des
Ofens und eine Verbesserung der Garvorgänge im Ofen zur Folge. Ein weiterer Vorteil
des aluminiumbeschichteten Stahlblechs besteht in dessen selbsttragender Eigenschaft
auch bei hohen Temperaturen, so daß der Strahlungsreflektor freitragend verwirklicht
werden kann und über die Fläche des Strahlungsreflektors keine oder nur wenige Stützen
notwendig sind, die die Wärmeverluste durch Wärmeleitung erhöhen würden.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen des Ofens gemäß der Erfindung ergeben
sich aus den vom Anspruch 1 abhängigen Ansprüchen.
[0008] In vorteilhaften Weiterbildungen des Stahlbleches des Strahlungsreflektors kann das
Stahlblech auf beiden Seiten mit Aluminium beschichtet sein und/oder zusätzlich zum
Schutz der Metalle vor Korrosion und Verschmutzung emailliert sein. Das zusätzlich
mit Email überzogene Stahlblech ist besonders vorteilhaft in Kombination mit einer
besonderen Ausführungsform, bei der der Strahlungsreflektor im Muffelinnenraum angeordnet
ist oder zumindest einen Teil der Muffelwandung oder sogar die gesamte Muffelwandung
bildet.
[0009] In einer weiteren Ausführungsform weist wenigstens ein Strahlungsreflektor zusätzlich
eine Aluminiumfolienstruktur mit einer Aluminiumfolie oder mehreren übereinander gestapelten
Aluminiumfolien auf zur weiteren Erhöhung des Reflexionsgrades des Strahlungsreflektors.
Diese Aluminiumfolienstruktur ist auf wenigstens einer Seite des Stahlbleches angeordnet
und insbesondere durch vorzugsweise durch Prägen erzeugte Abstandshalter am Stahlblech
auf Abstand zum Stahlblech gehalten, um Wärmeleitungsverluste zu reduzieren.
[0010] Wenigstens ein Strahlungsreflektor kann wenigstens teilweise konkav ausgebildet sein.
Damit erreicht man eine gleichmäßigere Verteilung der zurückreflektierten Strahlung
im Garbereich.
[0011] Ferner kann der Strahlungsreflektor den zugeordneten Strahlungsheizkörper an den
vom Garbereich abgewandten Seiten umgeben, um möglichst die gesamte Strahlung zurückzureflektieren.
[0012] In einer besonderen Ausführungsform des Ofens besteht die Muffelwandung der Ofenmuffel
in wenigstens einem Fensterbereich aus einem für Wärmestrahlung durchlässigen Material
und auf der vom Muffelinnenraum abgewandten Seite jedes dieser Fensterbereiche der
Muffelwandung ist wenigstens ein Strahlungsheizkörper angeordnet derart, daß Wärmestrahlung
des Strahlungsheizkörpers durch den zugeordneten Fensterbereich in den Muffelinnenraum
eingekoppelt wird.
[0013] Im allgemeinen sind der Strahlungsheizkörper und der zugeordnete Strahlungsreflektor
auf derselben Seite der Muffelwandung angeordnet.
[0014] Besonders vorteilhaft ist der Einsatz des Strahlungsreflektors bei einem Ofen mit
einem oberhalb der Ofenmuffel und im allgemeinen Schalt- und Steuereinrichtungen zum
Einstellen von Betriebszuständen aufweisenden Schalterraum und ferner mit einem Oberhitze-Strahlungsheizkörper
am oberen Bereich der Muffelwandung. Der zugehörige Strahlungsreflektor für den Oberhitzeheizkörper
ist dann zwischen dem Oberhitzeheizkörper und dem Schalterraum angeordnet und sorgt
so für eine Temperaturabsenkung im Schalterraum und einen Schutz der dort befindlichen
temperaturempfindlichen elektrischen (elektronischen) Komponenten. Daraus ergibt sich
auch der Vorteil, daß zwischen Ofenmuffel-Deckseite und Schalterraum ein preiswerteres
Isoliermaterial eingesetzt werden kann oder sogar ganz auf eine zusätzliche Isolierung
verzichtet werden kann.
[0015] In einer weiteren Ausführungsform des Ofens ist der Strahlungsreflektor herausnehmbar
und kann dadurch entweder leicht gereinigt oder auch einfach durch einen neuen Strahlungsreflektor
ersetzt werden.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnungen Bezug genommen, in
denen Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung jeweils schematisch dargestellt sind.
Es zeigen jeweils in einem Querschnitt:
- FIG 1
- einen Ofen zum Garen von Gargut mit einem außerhalb des Muffelinnenraumes liegenden
Strahlungsheizkörper,
- FIG 2
- einen Ofen zum Garen von Gargut mit einem innerhalb des Muffelinnenraumes liegenden
Strahlungsheizkörper,
- FIG 3
- einen beidseitig beschichteten Strahlungsreflektor,
- FIG 4
- einen Ofen zum Garen von Gargut mit einem halb geschlossenen Strahlungsreflektor und
- FIG 5
- einen nur einseitig aluminiumbeschichteten Strahlungsreflektor.
Einander entsprechende Teile sind in den FIG 1 bis 4 mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0016] FIG 1 veranschaulicht einen elektrischen Ofen (Herd), insbesondere einen Haushaltsofen,
zum Garen von Gargut (Back- und Bratofen) mit einer Ofenmuffel 1, die eine Muffelwandung
11 und einen von der Muffelwandung 11 umschlossenen Muffelinnenraum 12 aufweist. In
einen Garbereich 13, in dem beispielsweise nicht dargestellte Gargutträger angeordnet
sein können, innerhalb des Muffelinnenraumes 12 ist durch eine nicht näher bezeichnete
und durch eine Tür 2 verschließbare Beschickungsöffnung in der Muffelwandung 11 Gargut
einbringbar. Zum Beheizen des Muffelinnenraumes 12 und insbesondere des Garbereiches
13 ist ein elektrisch betriebener Strahlungsheizkörper 5 dargestellt. Dieser Strahlungsheizkörper
5 kann ein Mantelrohrheizkörper sein, der insbesondere mit zwei elektrischen Stromkreisen
betrieben werden kann, oder ein Heizleiter-, Heizwendel- oder Heizband-Strahlungsheizkörper
oder auch ein Halogen-Strahlungsheizkörper. Der Strahlungsheizkörper 5 ist außerhalb
der Muffelwandung 11 an deren Deckenbereich angeordnet (Oberhitzeheizkörper). Die
Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung) des Strahlungsheizkörpers 5 tritt durch ein für
die Strahlung transparentes Fenster 14 in der Muffelwandung 11 in den Muffelinnenraum
12 und erhitzt im Garbereich 13 das dort befindliche, nicht dargestellte Gargut. Das
Fenster 14 der Muffelwandung 11 ist vorzugsweise mit einer Scheibe aus Glas oder Glaskeramik
gebildet, die in die übrige Muffelwandung 11 aus emailliertem Stahlblech eingelassen
ist.
[0017] Zum Einschalten und Betreiben des Strahlungsheizkörpers 5 ist eine Steuereinrichtung
20 vorgesehen, die mit dem Strahlungsheizkörper 5 elektrisch verbunden ist und mittels
wenigstens eines Bedienelements 21 bedienbar ist. Die Steuereinrichtung 20 ist in
einem oberhalb des Strahlungsheizkörpers 5 liegenden Schalterraum 7 angeordnet. Der
Schalterraum kann in einer nicht dargestellten Ausführungsform auch als separate Schalteinheit
(Schaltkasten) an einem anderen Ort angeordnet sein, beispielsweise neben der Ofenmuffel
1 und/oder von dieser weiter beabstandet.
[0018] Auf der von dem Fenster 14 abgewandten Seite des Strahlungsheizkörpers 5 ist nun
ein Strahlungsreflektor 6 angeordnet, der die vom Strahlungsheizkörper 5 und vom Muffelinnenraum
11 durch das Fenster 14 kommende Strahlung wieder zurückreflektiert. Dadurch wird
die Strahlung aus dem Schalterraum 7 weitgehend ferngehalten und man erreicht eine
Temperaturabsenkung im Schalterraum 7 zum Schutz der dort befindlichen Steuereinrichtung
20 und gegebenenfalls weiterer elektronischer/elektrischer Komponenten, beispielsweise
Bedienelemente und/oder Anzeigeeinrichtungen. Außerdem werden die Wärmeverluste der
Ofenmuffel 1 reduziert, da die aus dem Muffelinnenraum 11 austretende Strahlung vom
Strahlungsreflektor 6 wieder zum Garbereich 13 zurückgeführt wird und dort genutzt
werden kann. Der Strahlungsreflektor 6 ist ferner zur Ofenfront, an der die Tür 2
angeordnet ist, hin geschlossen, um ein Austreten der Strahlung zur Tür 2 und zum
Türgriff und insbesondere zur Bedienblende mit dem Bedienelement 21 zu verhindern.
[0019] Die Ofenmuffel 1, der Strahlungsheizkörper 5 und der Strahlungsreflektor 6 sowie
die Steuereinrichtung 20 sind innerhalb eines Ofengehäuses 30 angeordnet. Um die Ofenmuffel
1 ist im allgemeinen eine nicht dargestellte Wärmeisolationsschicht vorgesehen.
[0020] Der Strahlungsheizkörper 5 ist mit einem Stahlblech gebildet, das an wenigstens einer
Seite, vorzugsweise der dem Strahlungsheizkörper 5 zugewandten Seite, mit Aluminium
überzogen ist. Das Aluminium erhöht gegenüber einem gewöhnlichen Stahlblech das Reflexionsvermögen
erheblich. Das Stahlblech weist eine Dicke von im allgemeinen zwischen etwa 0,1 mm
und etwa 2 mm und vorzugsweise zwischen etwa 0,2 mm und etwa 1,5 mm auf und ist in
sich verhältnismäßig stabil, so daß es freitragend ist und selbst am Herdgehäuse 30
oder der Ofenmuffel 1 vorzugsweise lösbar befestigt werden kann.
[0021] Beim Ausführungsbeispiel nach FIG 2 ist der Oberhitze-Strahlungsheizkörper 5 im Muffelinnenraum
12 der Ofenmuffel 1 angeordnet und der zugehörige Strahlungsreflektor 6 vom Garbereich
13 aus gesehen unmittelbar hinter dem Strahlungsheizkörper 5 ebenfalls innerhalb des
Muffelinnenraumes 12 unterhalb der Muffeldecke angeordnet.
[0022] Es können in allen Ausführungsformen auch weitere Strahlungsheizkörper außer dem
Oberhitze-Strahlungsheizkörper 5 vorgesehen sein, denen vorzugsweise ebenfalls jeweils
ein Strahlungsreflektor zugeordnet ist und die vorzugsweise ebenfalls der Muffelwandung
11 zugeordneten sind, beispielsweise ein Unterhitze-Heizkörper am Boden der Muffelwandung
11, der innerhalb oder außerhalb des Muffelinnenraumes 12 angeordnet sein kann, oder
auch ein Ringheizkörper eines Heißluftgebläses an der Rückwand der Muffelwandung 11.
In einer Ausführungsform eines Ofens mit einem sogenannten Backraumteiler kann auch
ein Strahlungsheizkörper in einer in den Muffelinnenraum 12 einschiebbaren Trennwand
zum Unterteilen des Muffelinnenraums 12 integriert sein.
[0023] Die FIG 3 und 5 zeigen jeweils ein Ausführungsbeispiel eines zum Reflektieren von
Heizstrahlung vorgesehenen Strahlungsreflektors 6 in einem Querschnitt.
[0024] Der Strahlungsreflektor 6 gemäß FIG 3 umfaßt ein Stahlblech 60, das vorzugsweise
auf zwei einander gegenüberliegenden Seiten mit jeweils einer Aluminiumschicht 61
und 62 beschichtet ist. Die Dicke jeder Aluminiumschicht 61 und 62 liegt im allgemeinen
zwischen etwa 5 µm und etwa 80 µm und vorzugsweise zwischen etwa 10 µm und etwa 50
µm. Das Stahlblech 60 kann im allgemeinen zwischen etwa 0,1 mm und etwa 2 mm und vorzugsweise
zwischen etwa 0,2 mm und etwa 1,5 mm dick sein. Die beiden Aluminiumschichten 61 und
62 reflektieren aufgrund des hohen Reflexionsvermögens von Aluminium auf den Strahlungsreflektor
6 auftreffende Wärmestrahlung S zurück. Die reflektierte Strahlung ist mit S' bezeichnet.
Es kann jedoch auch wieder nur eine Aluminiumschicht 61 oder 62 auf dem Stahlblech
60 vorgesehen sein.
[0025] Zum Schutz des Aluminiums vor Korrosion und Verschmutzung ist auf jede Aluminiumschicht
61 und 62 jeweils eine Emailschicht 63 bzw. 64 aufgebracht, insbesondere durch Elektrotauchemaillierung.
Die Emailschichten 63 und 64 sind vorzugsweise zwischen etwa 0,05 mm und etwa 0,5
mm dick.
[0026] Ein solcher Strahlungsreflektor 6 gemäß FIG 3 eignet sich besonders für den Muffelinnenraum
12, da die Emaillierung eine leichte Reinigbarkeit des Strahlungsreflektors 6 garantiert.
In einer besonderen, nicht dargestellten Ausführungsform ist ein Teil oder sogar die
ganze Muffelwandung 11 aus einem Strahlungsreflektor 6 mit einem Aufbau gemäß FIG
3 gebildet.
[0027] In FIG 5 ist eine Seite des Stahlblechs 60 direkt mit einer Emailschicht 68 versehen,
während die andere, gegenüberliegende Seite nur mit einer Aluminiumschicht 62 versehen
ist, die nicht emailliert ist. Eine solche Ausführungsform eignet sich insbesondere
ebenso wie der Strahlungsreflektor 6 gemäß FIG 3 für die Muffelwandung 11 der Ofenmuffel
1, wobei die Emailschicht 68 auf der dem Muffelinnenraum 12 zugewandten Seite des
Stahlblechs 60 angeordnet ist. Die auf der Außenseite angeordnete Aluminiumschicht
62 hat neben dem hohen Reflexionsvermögen für die Wärmestrahlung S auch den Vorteil
eines wesentlich geringeren Emissionsgrades als Stahlblech, so daß nach außen deutlich
weniger Strahlung abgegeben wird.
[0028] Die Aluminiumschichten können prinzipiell durch alle bekannten Herstellverfahren
auf das Stahlblech aufgebracht werden, insbesondere durch Aufwalzen, elektrolytisch,
durch Feueraluminierung oder auch durch thermisches Aufdampfen insbesondere im Vakuum
aufgebracht werden.
[0029] Bei der Ausführungsform eines Ofens gemäß FIG 4 schließt der Strahlungsreflektor
6 den Strahlungsheizkörper 5 ringsum ab, so daß die Strahlung des Strahlungsheizkörpers
5 im wesentlichen nur durch das Fenster 14 in der Muffelwandung 11 entweichen kann.
Der Strahlungsreflektor 6 gemäß FIG 4 ist aus einem mit Aluminium beschichteten Stahlblech
65 und einer auf dem Stahlblech 65 vorzugsweise an dessen Außenseite angeordneten
Aluminiumfolienstruktur 66 aufgebaut. Die Aluminiumfolienstruktur 66 umfaßt mehrere
übereinandergestapelte Aluminiumfolien oder Aluminiumfolienlagen einer mehrfach gewickelten
Folie. Um ein Luftpolster (luftgefüllten Zwischenraum) zwischen der Aluminiumfolienstruktur
66 und dem Stahlblech 65 zur thermischen Isolation zu schaffen, weist das Stahlblech
65 mit Prägungen gebildete Abstandhalter 67 auf, auf denen die unterste Aluminiumfolie
bzw. Folienlage abgestützt ist. Durch die Kombination aus aluminiumbeschichtetem Stahlblech
65 und Aluminiumfolienstruktur 66 erreicht man eine besonders gute Strahlungsabschirmung
des oberhalb der Aluminiumfolienstruktur 66 liegenden Schalterraumes 7.
[0030] Der Strahlungsreflektor 6 kann eine konvexe Gestalt aufweisen und konzentriert (fokussiert)
dann wenigstens teilweise die Strahlung des Strahlungsheizkörpers 5 auf den Garbereich
13. Vorzugsweise hat der Strahlungsreflektor 6 jedoch eine - nicht dargestellte -
konkave Gestalt und verteilt dann die Wärmestrahlung gleichmäßig auf den Muffelinnenraum
12 und den Garbereich 13.
[0031] Zwischen dem Strahlungsreflektor 6 und dem Schalterraum 7 kann aus Gründen der mechanischen
Stabilität noch ein Stahlblechrahmen oder -kasten und gegebenenfalls eine zusätzliche
Wärmeisolationsschicht vorgesehen sein.
[0032] Die beschriebenen Ausführungsformen des Strahlungsreflektors 6 gemäß der Erfindung
eignen sich auch für andere Anwendungen außerhalb von Back- und Bratöfen, bei denen
eine Strahlungsabschirmung oder Energieeinsparung erwünscht sind.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Ofenmuffel
- 2
- Tür
- 3
- 4
- 5
- Strahlungsheizkörper
- 6
- Strahlungsreflektor
- 7
- Schalterraum
- 11
- Muffelwandung
- 12
- Muffelinnenraum
- 13
- Garbereich
- 14
- Fenster
- 20
- Steuereinrichtung
- 21
- Bedienelement
- 30
- Herdgehäuse
- 60
- Stahlblech
- 61,62
- Aluminiumschicht
- 63,64
- Emailschicht
- 65
- Stahlblech
- 66
- Aluminiumfolienstruktur
- 67
- Abstandhalter
- 68
- Emailschicht
- S,S'
- Strahlung
1. Ofen zum Garen von Gargut mit
a) einer Ofenmuffel (1) mit einem Muffelinnenraum (12) und einer diesen Muffelinnenraum
(12) zumindest teilweise umschließenden Muffelwandung (11), wobei in einen Garbereich
(13) innerhalb des Muffelinnenraums (12) das Gargut einbringbar ist,
b) wenigstens einem Strahlungsheizkörper (5) zum Einkoppeln von Wärmestrahlung (S)
in den Muffelinnenraum (12),
c) wenigstens einem Strahlungsreflektor (6), der ein zumindest an einer Seite mit
Aluminium (61,62) überzogenes Stahlblech (60,65) umfaßt, das aus dem Garbereich (13)
austretende Wärmestrahlung (S) wenigstens teilweise zum Garbereich (13) zurückreflektiert,
wobei
d) der Strahlungsheizkörper (5) zwischen dem Strahlungsreflektor (6) und dem Garbereich
(13) angeordnet ist.
2. Ofen nach Anspruch 1, bei dem das Stahlblech (60) des Strahlungsreflektors (6) auf
beiden Seiten mit Aluminium (61,62) überzogen ist.
3. Ofen nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem das mit Aluminium überzogene Stahlblech
(60) des Strahlungsreflektors (6) wenigstens teilweise mit Email (63,64) überzogen
ist.
4. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Strahlungsreflektor (6)
zusätzlich eine Aluminiumfolienstruktur (66) mit einer Aluminiumfolie oder mehreren
übereinander gestapelten Aluminiumfolienlagen umfaßt.
5. Ofen nach Anspruch 4, bei dem die Aluminiumfolienstruktur (66) auf wenigstens einer
Seite des Stahlbleches (65) angeordnet ist.
6. Ofen nach Anspruch 5, bei dem an dem Stahlblech (65) Anstandhalter (67) vorgesehen
sind, auf denen die Aluminiumfolienstruktur (66) unter Bildung eines Zwischenraumes
zum Stahlblech (65) abgestützt ist.
7. Ofen nach Anspruch 6, bei dem die Abstandhalter (67) mit Prägungen im Stahlblech (65)
gebildet sind.
8. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem wenigstens ein Strahlungsreflektor
(6) wenigstens teilweise konkav ausgebildet ist, so daß die zurückreflektierte Wärmestrahlung
aufgeweitet wird.
9. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Strahlungsreflektor (6)
den zugeordneten Strahlungsheizkörper (5) an den vom Garbereich (13) abgewandten Seiten
umgibt.
10. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem wenigstens ein Strahlungsheizkörper
(5) im Muffelinnenraum (12) angeordnet ist.
11. Ofen nach Anspruch 10, bei dem der dem im Muffelinnenraum angeordneten Strahlungsheizkörper
zugeordnete Strahlungsreflektor einen Teil der Muffelwandung bildet.
12. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem
a) die Muffelwandung (11) der Ofenmuffel (1) wenigstens ein Fenster (14) aus einem
für Wärmestrahlung transparenten Material aufweist und
b) an jedem Fenster (14) der Muffelwandung (11) wenigstens ein Strahlungsheizkörper
(5) auf der vom Muffelinnenraum (12) abgewandten Außenseite des Fensters (14) angeordnet
ist, so daß die Wärmestrahlung des Strahlungsheizkörpers (5) durch das zugeordnete
Fenster (14) in den Muffelinnenraum (12) eingekoppelt wird.
13. Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem der Strahlungsheizkörper (5) und der
zugeordnete Strahlungsreflektor (6) auf derselben Seite der Muffelwandung (11) angeordnet
sind.
14. Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem ein gemeinsamer Strahlungsreflektor
für alle im Muffelinnenraum angeordnete Strahlungsheizkörper vorgesehen ist, der zugleich
die Muffelwandung bildet.
15. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem oberhalb der Ofenmuffel (1)
befindlichen Schalterraum (7), in dem wenigetens eine elektrische Steuereinrichtung
(20) zum Einstellen von Betriebszuständen vorgesehen ist, wobei ein Strahlungsheizkörper
(5) als Oberhitzeheizkörper am oberen Bereich der Muffelwandung (11) vorgesehen ist
und der zugehörige Strahlungsreflektor (6) zwischen diesem Oberhitzeheizkörper (5)
und dem Schalterraum (7) angeordnet ist.
16. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Strahlungsreflektor (6)
herausnehmbar angeordnet ist.