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EP 0 820 355 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.07.1999 Patentblatt 1999/29 |
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Anmeldetag: 10.04.1996 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9601/536 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9632/204 (17.10.1996 Gazette 1996/46) |
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KLASSIERER
GRADER
DISPOSITIF CLASSIFICATEUR
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FI FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
11.04.1995 DE 19513745
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.01.1998 Patentblatt 1998/05 |
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Patentinhaber: Hosokawa Mikropul Gesellschaft für Mahl-und Staubtechnik mBH |
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51149 Köln (DE) |
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Erfinder: |
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- GALK, Joachim
D-50167 Köln (DE)
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Vertreter: Leineweber, Jürgen, Dipl.-Phys. et al |
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Aggerstrasse 24 50859 Köln 50859 Köln (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 221 246 DE-A- 4 234 440 DE-C- 973 572
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CH-A- 285 112 DE-A- 4 326 604
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen nach dem Windsichterprinzip arbeitenden Klassierer
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 (siehe CH-A-285112).
[0002] In Klassierern dieser Art dienen die beschaufelten Rotoren der Realisierung einer
erzwungenen Wirbelsenkenströmung. Die Form der Rotoren kann zylindrisch oder konisch
sein, wobei die Schaufeln bzw. Rotorblätter unterschiedliche Formen und Anstellwinkel
aufweisen können. Der zu klassierende Feststoff und das Fluid (Gas oder Flüssigkeit)
werden gemeinsam(als Aerosol bzw. Suspension) oder getrennt aufgegeben. Innerhalb
des Rotors wird der Strömung von den Schaufeln und den angrenzenden Rohrscheiben eine
Bewegungskomponente in Umfangsrichtung aufgeprägt. Infolge der Wirkung der einander
entgegengerichteten Kräfte - Zentrifugalkraft, Schleppkraft des Fluids - findet die
gewünschte Klassierung statt.
[0003] Bei Klassierern dieser Art sind - unabhängig davon, ob das eingesetzte Fluid ein
Gas oder eine Flüssigkeit ist-optimale Strömungsverhältnisse eine Grundvoraussetzung,
vor allem für die Trennschärfe der Klassierung.
[0004] Bei bekannten Windsichtern erstrecken sich die Rotorscheiben bis zum äußeren Umfang
der Beschaufelung. Der der Zuführung des Feststoffes und des Fluids dienende Kanal
ist bei diesen Windsichtern auf drei Seiten vom Gehäuse und auf einer Seite vom Außenumfang
des Rotors umschlossen. Der feststehende Anteil der Innenwandungen des äußeren Kanals,
also der Bereich, der auf Produkt-Fluid-Strömung eine abbremsende Wirkung hat, ist
damit relativ groß. Dieses führt zu Reibungsverlusten und zu sich ausbildenden Sekundärströmungen,
also zu Strömungsturbulenzen, die die Qualität der Klassierung beeinträchtigen.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Klassierer der eingangs
erwähnten Art zu schaffen, bei dem die geschilderten, die Klassierung beeinträchtigenden
Turbulenzen minimiert sind.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale der Patentansprüche
gelöst. Bei einem Klassierer mit diesen Merkmalen ist der äußere, der Zufuhr von Feststoff
und Fluid dienende Kanal auf drei Seiten von mitrotierenden Wandungen umgeben. Dadurch
ergeben sich die folgenden Vorteile:
- Eine starke Abbremsung der Strömung in Umfangsrichtung, die zu einem schnelleren Abfall
der Umfangsgeschwindigkeit führt und sich nachteilig auf die Klassierung auswirkt,
wird vermieden,
- eine sich ausbildende Sekundärströmung an der oberen und unteren still stehenden Begrenzungswand
wird verhindert,
- Reibungsverluste aufgrund des in Umfangsrichtung großen Geschwindigkeitsgradienten
zwischen stillstehender Gehäusewand und rotierendem Fluid/Feststoff werden verringert
oder gar vermieden, so daß der Druckverlust minimiert wird,
- durch eine geschwindigkeitsgleiche Zuführung von Fluid und/oder Feststoff wird sowohl
ein weiteres Abbremsen der Strömung als auch eine Minimierung der Strömungsturbulenz
erreicht, die durch den Impulsaustausch zwischen Fluid und Feststoff verursacht wird.
[0007] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sollen anhand von in den Figuren
1 bis 4 schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert werden. Es zeigen
- Figuren 1 und 2 Teilschnitte durch einen Rotor nach der Erfindung mit tangentialer
Feststoff/Fluidzuführung,
- Figur 3 einen Teilschnitt durch einen Rotor mit achsparalleler Feststoff/Fluidzufuhr
und
- Figur 4 eine Draufsicht auf die beim Ausführungsbeispiel nach Figur 3 der Feststoff/Fluidzufuhr
dienenden Öffnungen.
[0008] In allen Figuren sind das Gehäuse des Klassierers mit 1, der Rotor mit 2, seine Drehachse
mit 3, seine Beschaufelung mit 4, die die Beschaufelung 4 einschließenden Rotorscheiben
mit 5 und 6 und der äußere Kanal mit 7 bezeichnet. Die Durchmesser der Rotorscheiben
sind so gewählt, daß sich ihre äußeren Ränder 8 und 9 bis in den Kanal 7 erstrecken
und seitliche Begrenzungen des Kanals 7 bilden.
[0009] Beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 und 2 erfolgt die Zuführung von Feststoff
und Fluid über einen tangential gerichteten Eintritt (Eintrittsstutzen 11 mit Pfeil
12 in Figur 2). In der Trennzone (Kanal 7) und im Rotor 2 erfolgt die Klassierung.
Das Grobgut verläßt den Kanal 7 über einen nicht dargestellten Austritt. Das Feingut
durchströmt den Rotor 2 von außen nach innen und verläßt den Klassierer in axialer
Richtung (Pfeil 13 in Figur 1).
[0010] Das Ausführungsbeispiel nach den Figuren 3 und 4 unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel
nach den Figuren 1 und 2 in Bezug auf die Feststoffzufuhr. Das Gehäuse 1 ist im Bereich
der oberen Rotorscheibe 5 mit einer kreisringförmigen Aussparung 15 ausgerüstet, die
gemeinsam mit der oberen Rotorscheibe 5 eine sich bis etwa zum äußeren Rand 8 erstreckende
Ringkammer 16 bildet. Die Zuführung des Feststoffes oder auch eines Aerosols (oder
einer Suspension) erfolgt über einen radial innen gelegenen Eintritt 17 (Pfeil 18).
Auf dem Weg nach außen wird das zugeführte Gut bereits in Umfangsrichtung beschleunigt.
Es verläßt die Kammer 16 über eine Vielzahl von in der Rotorscheibe 5 bzw. deren äußeren
Rand 8 ausgebildeten Durchbrechungen 19, die beim dargestellten Ausführungsbeispiel
in die Trennzone (Kanal 7) münden.
[0011] Die Durchbrechungen 19 sind derart ausgebildet, daß sich an die Kammer 15 zunächst
ein sich schräg nach außen und in Richtung Kanal 7 erstreckender Leitungsabschnitt
20 anschließt. Dieser geht über in einen sich im wesentlichen achsparallel erstreckenden,
sich zu einer in radialer Richtung langgestreckten Mündung 21 erweiternden Leitungsabschnitt
22.
[0012] Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf einen Teil der Unterseite der Rotorscheibe 5 bzw.
deren Rand 8. Es ist ersichtlich, daß sich die Leitungsabschnitte 22 zu langerstreckten,
etwa oval ausgebildeten Mündungen 21 erweitern. In den Durchbrechungen 19 erhält das
zugeführte Gut die dem Radius des Ortes der Mündungen 21 entsprechende Umfangsgeschwindigkeit.
[0013] Ob das zu klassierende Festgut unabhängig vom Fluid, mit einem Teil des Fluids oder
gemeinsam mit dem Fluid in den Klassierbereich (Kanal 7) eingeführt wird, hängt im
wesentlichen von den Eigenschaften des Festgutes ab. Beide Ausführungsbeispiele ermöglichen
alle Alternativen. Beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 3 und 4 besteht auch
die Möglichkeit, die Mündungen 21 auf einen kleineren Radius anzuordnen, so daß die
Leitungsabschnitte 19 zwischen den Schaufeln 4 in den Rotor 2 münden.
1. Nach dem Windsichterprinzip arbeitender Klassierer mit einem Gehäuse (1), mit einem
im Gehäuse drehbar gelagerten Rotor (2), bestehend aus zwei Rotorscheiben (5,6) und
zwischen diesen Scheiben angeordneten Schaufeln (4), sowie mit einem äußeren, vom
Umfang des Rotors (2) und vom Gehäuse (1) gebildeten Kanal (7) für die Feststoff-
und Fluidzufuhr, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Rotorscheiben (5,6)
derart gewählt ist, daß sich die äußeren Ränder (8,9) der Rotorscheiben (5,6) bis
in den Feststoff- bzw. Fluidzuführungskanal (7) erstrecken und die seitlichen Begrenzungen
dieses Kanals bilden.
2. Klassierer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (2) mit einem
tangential gerichteten Anschluß (11) für die Zufuhr von Festgut und/oder Fluid ausgerüstet
ist.
3. Klassierer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Rotorscheiben (5,6)
mit Durchbrechungen (19) für die Zufuhr von Festgut und/oder Fluid ausgerüstet ist.
4. Klassierer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Durchbrechungen (19)
im Bereich des Randes (8) der Rotorscheibe (5) befinden.
5. Klassierer nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) des
Klassierers im Bereich der Rotorscheibe (5) mit den Durchbrechungen (22) mit einer
kreisringförmigen Aussparung (15) ausgerüstet ist, die gemeinsam mit der Rotorscheibe
(5) eine Ringkammer (16) bildet.
6. Klassierer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringkammer (16) radial
innen mit einem Eintritt (17) ausgerüstet ist und daß sie sich bis zu den radial außen
gelegenen Durchbrechungen (19) in der Rotorscheibe (5) erstreckt.
7. Klassierer nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrechungen
(19) zwei Leitungsabschnitte (20, 22) aufweist, von denen sich der erste (20) schräg
nach außen sowie in Richtung Kanal (7) erstreckt und der zweite (22) sich etwa achsparallel
in Richtung Kanal (7) erweitert.
8. Klassierer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündungen (21) der Durchbrechungen
(19) eine langgestreckte, etwa ovale Form haben.
1. Classifier operating on the air separator principle, having a housing (1), having
a rotor (2), which is supported rotatably in the housing and comprises two rotor discs
(5, 6) as well as blades (4) disposed between said discs, as well as having an outer
channel (7) for the solids and fluid supply, which channel is formed by the periphery
of the rotor (2) and by the housing (1), characterized in that the diameter of the
rotor discs (5, 6) is selected in such a way that the outer edges (8, 9) of the rotor
discs (5, 6) extend as far as into the solids and fluid supply channel (7) and form
the lateral delimitations of said channel.
2. Classifier according to claim 1, characterized in that the housing (2) is equipped
with a tangentially directed connection (11) for the supply of solid material and/or
fluid.
3. Classifier according to claim 1, characterized in that one of the rotor discs (5,
6) is equipped with openings (19) for the supply of solid material and/or fluid.
4. Classifier according to claim 3, characterized in that the openings (19) are situated
in the region of the edge (8) of the rotor disc (5).
5. Classifier according to claim 3 or 4, characterized in that the housing (1) of the
classifier in the region of the rotor disc (5) having the openings (22) is equipped
with an annular recess (15) which, together with the rotor disc (5), forms an annular
chamber (16).
6. Classifier according to claim 5, characterized in that the annular chamber (16) is
equipped radially inside with an inlet (17) and extends as far as the radially outer-lying
openings (19) in the rotor disc (5).
7. Classifier according to one of claims 3 to 6, characterized in that the openings (19)
comprise two line portions (20, 22), of which the first (20) extends obliquely outwards
as well as towards channel (7) and the second (22) widens substantially paraxially
towards channel (7).
8. Classifier according to claim 7, characterized in that the mouths (21) of the openings
(19) have an elongate, substantially oval shape.
1. Classeur fonctionnant suivant le principe du séparateur pneumatique, comportant un
corps (1), un rotor (2) monté tournant dans ce corps et constitué de deux disques
(5, 6) et d'ailettes (4) placées entre ces disques, et un canal extérieur (7) formé
par la périphérie du rotor (2) et par le corps (1) et destiné à l'amenée de matière
solide et de fluide, caractérisé par le fait que le diamètre des disques (5, 6) du
rotor est choisi de façon telle que les bords extérieurs (8, 9) de ceux-ci s'étendent
jusque dans le canal d'amenée de matière solide et de fluide (7) et forment les limites
latérales de ce canal.
2. Classeur selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le corps (2) est pourvu
d'une entrée dirigée tangentiellement (11) pour l'amenée de matière solide et/ou de
fluide.
3. Classeur selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'un des disques (5, 6)
du rotor est pourvu de passages (19) pour l'amenée de matière solide et/ou de fluide.
4. Classeur selon la revendication 3, caractérisé par le fait que les passages (19) sont
situés dans la zone du bord (8) du disque (5) du rotor.
5. Classeur selon l'une des revendications 3 et 4, caractérisé par le fait que son corps
(1) est pourvu dans la zone du disque (5) du rotor pourvu des passages (19) d'un évidement
en forme de couronne circulaire (15) qui forme une chambre annulaire (16) avec ce
disque (5).
6. Classeur selon la revendication 5, caractérisé par le fait que la chambre annulaire
(16) est pourvue intérieurement radialement d'une entrée (17) et s'étend jusqu'aux
passages situés à l'extérieur radialement (19) du disque (5) du rotor.
7. Classeur selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisé par le fait que les passages
(19) présentent deux tronçons de conduite (20, 22) dont le premier (20) s'étend obliquement
vers l'extérieur et en direction du canal (7) et le deuxième (22) s'élargit à peu
près parallèlement à l'axe en direction du canal (7).
8. Classeur selon la revendication 7, caractérisé par le fait que les orifices (21) des
passages (19) ont une forme allongée à peu près ovale.

