[0001] Die Erfindung betrifft ein Möbel für die Wohnungsgestaltung, insbesondere Innenraumausstattungsstücke
für Kinderzimmer, mit flächigen Platten- und mit Stützelementen, die miteinander zu
verbinden sind.
[0002] Der Begriff Möbel kommt aus dem Lateinischen und bedeutet beweglich. Möbel sind bewegliche
Stücke der Ausstattung von Innen- und auch Außenräumen. Je nach Verwendungszweck haben
sie die Form von Kastenmöbeln, d. h. Truhen, Schränken und Kommoden oder Tafelmöbel,
d. h. Tische, Pulte oder auch Liegemöbeln, d. h. Bänke, Stühle und Betten. Während
in der vorindustriellen Zeit die Möbel in der Regel aus Einzelteilen zusammengesetzt
waren, die dann über Nut und Feder oder auch über Keile miteinander so verbunden wurden,
daß sie ggf. auch wieder auseinanderzunehmen und damit besser zu transportieren waren.
In der industriellen Zeit dagegen werden die Möbel in aller Regel soweit vorgefertigt,
daß sie möglichst blockweise transportiert und aufgestellt werden können. Am Aufstellungsort
werden sie dann über Schrauben o. ä. Verbindungsmittel oder auch durch Klebstoff bleibend
verbunden. Dabei sind die einzelnen Teile so aufeinander zugeschnitten, daß sie nur
in dieser einen Art und Weise miteinander zu verbinden sind. Einmal fertiggestellte
Möbel können zwar hin- und hergeschoben, in ihrer äußeren Form aber nicht verändert
werden.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein vielseitig verwendbares und die
Kreativität insbesondere von Kinder anregendes und förderndes Möbel zu schaffen.
[0004] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Plattenelemente kastenförmig
ausgebildet und auf der Oberseite und/oder der Unterseite mit Öffnungsschlitzen versehen
sind, die mit den Stützelementen korrespondierend und diese teilweise aufnehmend ausgebildet
sind. Durch diese Formgebung ist die Möglichkeit gegeben, entweder die Plattenelemente
ohne Stützelemente oder aber ein Plattenelement beispielsweise mit zwei als Füße dienenden
Stützelementen als Einheit auszubilden, um mit gleichen Element zu verbinden, indem
die Teile einfach ineinander gesteckt sind. Dieses Ineinanderstecken wird durch die
Öffnungsschlitze ermöglicht, wobei die besondere Ausbildung auch die Möglichkeit gibt,
beispielsweise eine Bank bildende Elemente mit einem Tisch bildenden Elementen zu
kombinieren und so zu unterschiedlichsten Formgestaltungen zu gelangen. Nach entsprechend
indiviudeller Gestaltung entstehen Regale, Raumteiler, Sitzbänke sowie Spieltische,
wobei der Umbau ohne Schrauben und Mühe durchgeführt werden kann. Vorteilhaft ist
auch, daß durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Plattenelemente und der zuzuordnenden
oder zugeordneten Stützelemente die Möglichkeit besteht, Platzreserven vorteilhaft
auszunutzen.
[0005] Nach einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Plattenelemente
über keilförmige, lösbar anzuordnende und den Öffnungsschlitzen zuzuordnende Steckelemente
verfügen, die eine mit der Oberseite der Plattenelemente abschließende Deckfläche
aufweisen. Die erfindungsgemäße Lösung überlaßt es dabei dem Kind oder auch dem Erwachsenen,
entweder die Öffnungsschlitze frei zu lassen, so daß sie dann eine Art Schublade bilden
oder aber sie durch die keilförmigen Steckelemente zu verschließen, wobei diese nach
Einfügen in die Öffnungsschlitze eine durchgehende Deckfläche ergebend ausgebildet
sind. Damit bleibt für die Oberfläche eines derartigen Plattenelementes eine durchgehende
Ablagefläche und Nutzfläche erhalten, wenn die Steckmöglichkeit nicht ausgenutzt oder
nicht weiter ausgenutzt werden soll.
[0006] Eine weitere zweckmäßige Ausbildung sieht vor, daß den Plattenelementen im Bereich
der Öffnungsschlitze und/oder den Stützelementen Einschubbegrenzungen zugeordnet sind,
was insbesondere dann zweckmäßig und notwendig ist, wenn durchgehende Öffnungsschlitze
vorhanden sind. Andernfalls wäre ja eine Abstützung der Plattenelmente durch die Stützelemente
nicht gesichert. Die durchgehende Ausbildung der Öffnungsschlitze hat aber den Vorteil,
daß entsprechende Bauteile einfacher herzustellen und dementsprechend auch einfacher
mit anderen entsprechenden Elementen zu kombinieren sind. Bei den Einschubbegrenzungen
kann es sich um einfache vorstehende Ringvorsprünge handeln, die ein Abstützen der
Plattenelmente durch die Stützelemente sichern.
[0007] Um auch ein Ineinanderstecken von Stützelmente zu ermöglichen, sieht die Erfindung
vor, daß die Stützelemente zum Verstecken untereinander endseitig abwechselnd ein
keilförmiges Einführ- und ein Aufnahmeteil aufweisen, wobei das Aufnahmeteil mit der
Einschubbegrenzung des Plattenelementes korrespondierend ausgebildet ist. Vorteilhafterweise
kann damit auch ein solch kombiniertes Stützelement gleichzeitig mit einem Plattenelement
verbunden werden, weil ja die Abstützung für das Plattenelement durch die Einschubbegrenzung
gewährleistet ist. Die Ineinandersteckbarkeit der einzelnen Stützelemente ermöglicht
so auch Möbel herzustellen, die praktisch eine ganze Wand abdecken, sei es als Regal
oder aber nur als Objekt.
[0008] Die erfindungsgemäßen Möbel sollen nicht nur in praktisch beliebiger Form kombinierbar
sein, sondern sie sollen auch hohe Stützkräfte aufnehmen und insbesondere im Kinderzimmerbereich
die notwendige Sicherheit garantieren. Dies wird unter anderem dadurch sichergestellt,
daß die Plattenelemente und die Stützelemente aus MDF-Bauteilen bestehen. MDF-Holz
ist ein homogener Werkstoff und hat eine sehr hohe Biegefestigkeit. Darüber hinaus
ist auch ökologisch von Vorteil, daß derartige Bauteile aus Holzreststoffen hergestellt
werden und entsprechend auch wieder zu recyceln sind.
[0009] Gerade für den Kinderzimmerbereich ist eine Ausbildung der Erfindung von Vorteil,
nach der die Ecken und Kanten der Plattenelemente und der Stützelemente abgerundet
sind. Damit ist die Verletzungsgefahr ausgeschlossen, zumindest aber soweit reduziert,
daß unangenehme Verletzungen bei Kindern insbesondere nicht auftreten können.
[0010] Ebenfalls positiv für die Umwelt ist eine Ausbildung der erfindungsgemäßen Möbel
deshalb, weil die Plattenelemente und die Stützelemente eine Beschichtung aus nitroverdünnungsarmen
und formaldehydfreien Lacken aufweisen. Im Holz selbst ist keinerlei Kunstharz, was
die Reycelfähigkeit verbessert und auch gerade für den Wohnbereich erhebliche Vorteile
mit sich bringt. Aufgrund der besonderen Gesatltung der Plattenelemente und auch der
Stützelemente können Regale, Raumteiler, Sitzbänke und Tische kombiniert zusammengestellt
werden. Dabei ist nach einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß die Oberseite
der Plattenelemente eine besondere Art von Spieltisch ergebend ausgestaltet werden
kann, indem die Plattenelemente in der Oberseite flächige Ausnehmungen aufweisen,
die über Einsatzplatten verschließbar sind. Damit ist die Möglichkeit gegeben, in
diese Ausnehmungen beispielsweise eine "Mühle"-Spielfläche oder eine "Mensch ärgere
Dich nicht"-Spielfläche einzusetzen, die dann mit der Oberseite des Plattenelementes
eine durchgehende Fläche bildet. Diese Spielflächen können leicht ausgetauscht und
bei anderer Nutzung des Plattenelementes durch die Einsatzplatte auch neutralisiert
werden. Auch hier ist die Vielseitigkeit des erfindungsgemäßen Möbels hervorzuheben.
Gerade für die Kinder ist dies ein ständiger Anreiz, ihre Möbel in ihrem Sinne zu
verändern und den jeweiligen Spielbedingungen entsprechend auszugestalten. Insbesondere
dann, wenn entsprechende Spielflächen in Ausnehmungen der Plattenelemente eingesetzt
werden sollen, ist eine Weiterbildung von Vorteil, nach der die Ausnehmung in eine
schubladenförmige Vertiefung in dem Plattenelement übergehend ausgebildet ist. In
dieser Vertiefung oder Schublade können vorteilhaft Spielfiguren, Würfel u. ä. abgelegt
werden, so daß bei Bedarf jederzeit das vom Kind gewünschte Spiel zur Verfügung steht.
Denkbar ist es dabei auch, die Ausnehmung als solche so auszubilden, daß die Spielfläche
jeweils etwas abgesenkt im Plattenelement ruht oder aber auch über diese Oberseite
des Plattenelementes übersteht, um so beispielsweise zu verhindern, daß der Würfel
als solcher über das Spielfeld unbeabsichtigt laufen kann. Er wird durch den hochstehenden
Rand dieser Spielfläche abgehalten und zurückgestoßen.
[0011] Weiter vorn ist darauf hingewiesen worden, daß das erfindungsgemäße Möbel auch die
Variation zu einem Regal vorgibt bzw. ermöglicht, wobei eine Optimierung dadurch möglich
ist, daß ein verlängertes Stützelement vorgesehen ist, das eine offene Flachseite,
die an den Längsbacken mit Führungsstegen für Flachböden ausgerüstet ist, und eine
geschlossene Flachseite aufweist, die mit einem Winkelelement bestückt ist, das einen
in die Öffnungsschlitze der Plattenelemente einführbaren Fuß hat. Über das Winkelelement
ist zunächst einmal die Möglichkeit gegeben, das verlängerte Stützelement, wobei es
sich auch um zusammengesteckte kürzere Stückelemente handeln kann, schräg am hochstehenden
übrigen Regal oder auch Tisch anzuordnen und so festzulegen, daß die nötige Stütz-
und Rutschsicherheit gegeben ist. Das Winkelelement hält ja das verlängerte Stützelement
nicht nur in einem bestimmten Winkel zum Tisch oder Regal, sondern verbindet es auch
mit diesem, weil es den in das Plattenelement einführbaren Fuß hat. Dieses Stützelement
kann dann vorteilhaft auch wiederum als Regal ausgenutzt werden, weil es eine offene
Flachseite, an deren Längsbacken Führungsstege für Flachböden vorgesehen sind, so
daß diese eingeschoben und arretiert werden können und zwar wiederum in Abständen,
die vom Kind oder sonstigem Benutzer vorgegeben wird. Insbesondere ist dabei auch
die Möglichkeit gegeben, über das beschriebene Winkelelement eine Art Rutsche an einem
hochstehenden Regal oder einem Treppenelement anzubringen, so daß das Kind oder die
sonstigen Benutzer auch das Möbel noch in dieser Richtung ausnutzen kann.
[0012] Vorteilhafterweise können die einzelnen Plattenelemente und auch Stützelemente im
Winkel zueinanderstehend miteinander verbunden werden, so daß auch solche Varianten
möglich sind. Um eine Winkelbildung zu erleichtern und auch den vorhandenen Platz
besser ausnutzen zu können, sieht die Erfindung vor, daß ein Plattenelement ein Dreieck
bildend geformt ist, wobei mindestens zwei parallel zu den Seitenkanten verlaufende
Öffnungsschlitze aufweisen. Diese Öffnungsschlitze können sowohl auf der Oberseite
wie auch auf der Unterseite des Plattenelementes ausgebildet sein oder auch auf beiden,
wie weiter vorne ja bereits erläutert wurde. Damit hat das Kind oder der sonstige
Benutzer die Möglichkeit, elegant winklige Gesamtmöbel zusammenzustellen und dabei
vor allem den vorhandenen Platz optimal auszunutzen. Natürlich ist auch die Möglichkeit
gegeben, dieses ein Dreieck bildende Plattenelement als Soloelement einzusetzen, beispielsweise
um es in die Ecke eines Zimmers einzupassen. Dabei kann ein einzelnen solches Dreieck
mit weiteren Dreiecken bzw. dreieckförmigen Tischen dann verbunden werden, so daß
sich ein mehrstöckiges Eckelement ergibt.
[0013] Einerseits um eine Gefährdung der Kinder zu vermeiden, andererseits aber auch aus
optischen Gründen ist es von Vorteil, wenn die Ecken des ein Dreieck bildenden Plattenelementes
abgerundet sind. Vorteilhaft ist es dabei, wenn das ein Dreieck bildende Plattenelement
Eckteile aufweist, die lösbar mit dem eigentlichen Plattenelement verbunden sind.
Diese Ausbildung dann gibt wiederum die Möglichkeit, eine Veränderung des jeweiligen
Bauteils zu erreichen, wenn dies vom Kinde gewünscht wird.
[0014] Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß ein Möbel geschaffen ist,
das nach individueller Gestaltung entsteht und zwar in Form von Regalen, Raumteilern,
Sitzbänken oder Spieltischen oder auch sonstigen Möbeln. Bei einem problemlosen Umbau
ohne Schrauben und Mühe verkörpert ein solches Möbel den Spaß am Wohnen. Es entspricht
den funktionellen Anforderungen nach Beweglichkeit und Veränderung, die Kinder brauchen,
um Phantasie und Kreativität freien Lauf zu lassen. Es wachsen die Vorstellungen über
die direkte Umgebung und dessen Funktion, in einer lustigen, lebendigen Farbenwelt.
Die funktionale Raumgestaltung besitzt eine klare Linie, ist zweckmäßig und wurd vor
allem so konzipiert, daß Platzreserven voll genutzt werden können. Vorteilhaft ist
weiter, daß ein derartiges Möbel die verschiedenen Sicherheitsaspekte, die ja insbesondere
an Kindermöbel zu stellen sind, voll berücksichtigt. Das als Lilliwood bezeichnete
Gesamtprogramm gibt so viele Kombinationsmöglichkeiten vor, daß es letztlich dem einzelnen
Kind überlassen bleibt, in welcher Form und Funktion es die einzelnen Plattenelemente
und Stützelemente zusammenfügt.
[0015] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
- Fig. 1 a
- eine Draufsicht auf ein Plattenelement mit Öffnungsschlitzen,
- Fig. 1 b
- eine Seitenansicht mehrerer miteinander verbundener Plattenelemente und Stützelemente,
- Fig. 2
- zwei ineinander gesteckte Stützelemente in Seitenansicht,
- Fig. 3 a
- die Draufsicht auf ein Plattenelement, das als Spieltisch ausgerüstet ist,
- Fig. 3 b
- die Seitenansicht des aus Fig. 3 a ersichtlichen Tisches,
- Fig. 4
- ein regalförmiges Element, dem ein anderes schrägstehendes Regal zugeordnet und mit
ihm verbunden ist,
- Fig. 5
- ein dreieckiges Plattenelement,
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung eines als Ecktisch ausgebildeten Möbels und
- Fig. 7
- eine Seitenansicht des aus Fig. 6 ersichtlichen Teils.
[0016] Fig. 1 a und Fig. 1 b zeigen tischförmige Möbel 1, wobei sie aus einem kastenförmigen
Plattenelement 2 und zwei Stützelementen 3, 4 zusammengesetzt sind.
[0017] In Fig. 1 a ist die Oberseite 5 des Plattenelementes 2 erkennbar, wobei dieses an
den beiden Kopfseiten mit Öffnungsschlitzen 6, 7 ausgerüstet ist. Diese Öffnungsschlitze
6, 7 sind hier nur auf der Oberseite 5 ausgebildet, so daß von oben her, wie in Fig.
1 b dargestellt entsprechende Stützelemente 3, 4 eingeführt werden können. Denkbar
ist es aber auch, daß die Öffnungsschlitze 6, 7 sowohl auf der Oberseite 5 wie auch
auf der Unterseite 8 vorhanden sind, um auf diese Art und Weise weitergehende Kombinationsmöglichkeiten
vorzugeben.
[0018] Die erwähnten Öffnungsschlitze 6, 7 dienen zum Einführen der Stützelemente 3 und
4 in das Plattenelemente 2'. Ist eine entsprechende Kombination nicht gewünscht oder
soll für das obere Element eine durchgehende Oberseite 5 vorgegeben werden, so können
Steckelemente 9 in Keilform eingesetzt werden, die mit der Oberseite 5 eine durchgehende
Deckfläche 10 bilden.
[0019] Fig. 2 zeigt zwei miteinander durch Einstecken verbundene Stützelemente 3, 4; 3',
4'. Hierzu verfügen diese Stützelemente 3, 4 über ein Einführteil 15 und ein Aufnahmeteil
16, wobei das Aufnahmeteil 16 gleichzeitig eine Art Einschubbegrenzung 14 hat, die
eine Abstützung der jeweils damit zu verbindenden Plattenelmente 2 ermöglicht. Durch
diese Einführ- und Aufnahmeteile 15, 16 können praktisch beliebig viele Stützelemente
3, 4 miteinander verbunden werden, um so auch über die Höhe gesehen, die Bildung entsprechender
Regale zu ermöglichen. Dabei können die Stützelemente Höhen von 35, 45 oder auch 65
cm aufweisen, während auch die Plattenelemente 2 unterschiedliche Abmessungen aufweisen
können, beispielsweise 110 : 45 oder 63 : 45 oder andere mehr. Die Vielseitigkeit
des Möbels 1 ist damit unbegrenzt.
[0020] Die Figuren 3 a und 3 b zeigen einen "Spieltisch". Dies deshalb, weil in die Oberseite
5 eine flächige Ausnehmung 22 eingelassen ist, in die eine Einsatzplatte 23 beliebiger
Form eingelegt werden kann. Dabei kann es sich um eine Spielfläche handeln oder aber
auch einfach nur um eine Abschlußplatte, um wieder für andere Zwecke die durchgehende
Deckfläche 10 zu gewährleisten. Dann ist es auch zweckmäßig, die hier etwas anders
ausgebildeten Steckelemente 9 zu verwenden, wobei durch entsprechende Schrägen am
Kragen 21 die Möglichkeit gegeben ist, wiederum die durchgehende Deckfläche 10 vorzugeben.
[0021] Unterhalb der Einsatzplatte 23 ist die flächige Ausnehmung 22 zu einer Vertiefung
24 weitergeführt, wobei diese schubladenartige Vertiefung 24 insbesondere dazu dient,
verschiedene Spielfiguren, Wüfel u. ä. zu lagern.
[0022] Bei der Ausbildung nach Fig. 4 ist ein regalartiges Bauteil mit einem verlängerten
Stützelement 25 versehen. Dieses flächige Stützelement 25 gibt wiederum ein Regal
vor, was weiter hinten noch näher erläutert wird. Wichtig ist zunächst einmal, daß
sowohl bei dem regalförmigen Kombielement wie auch beim verlängerten Stützelement
25 die Ecken 17 und die Kanten 18, 19 aller Bauteile abgerundet und/oder abgeschrägt
sind, um so ergonomisch vorteilhafte Formen vorzugeben.
[0023] Außerdem ist jedes der einzelnen Kombibauteile bzw. der Plattenelemente 2 und der
Stützelemente 4 mit einer Beschichtung 20 versehen, die umweltfreundlich und insbesondere
auch kinderfreundlich ist, die Beschichtung 20 kann unterschiedliche Farben aufweisen
und zwar vor allem blau, gelb, rot und grün.
[0024] Das schon erwähnte verlängerte Stützelemente hat eine in Fig. 4 nicht ganz klar erkennbare
offene Flachseite 26, deren beide Längsbacken 27, 28 mit ebenfalls nicht erkennbaren
Führungsstegen 29 ausgerüstet ist. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, in diese Führungsstege
29 Flachböden 33, 33', 33'' einzuschieben, so daß sich das aus Fig. 4 ersichtliche
Regalelement ergibt. Die Rückseite oder besser gesagt die andere Flachseite 30 des
verlängerten Stützelmentes 25 dagegen ist geschlossen ausgebildet und verfügt über
ein daran geführtes und verschiebbares Winkelelement 23, das so in unterschiedlichen
Höhen mit entsprechenden Plattenelementen 2 mit Öffnungsschlitzen 6, 7 verbunden werden
kann. Dieses Winkelelement 31 hat einen Fuß 32, der in die entsprechenden Öffnungsschlitze
6 bzw. 7 einzuschieben ist, so daß dann eine verschiebe- und verkantungssichere Verbindung
des verlängerten Stützelementes 25 mit dem Regalelement 37 möglich ist.
[0025] Mit einem derartigen Winkelelement 31 können auch andere beispielsweise auch aus
mehreren Stützelement 3, 4 zusammengefügte Kombielemente in ähnlicher Form wie in
Fig. 4 mit einem Regalelement 37 verbunden werden. Dies erhöht die Vielseitigkeit
des erfindungsgemäßen Möbels, ohne daß dadurch der Aufbau komplizierter wäre. Vielmehr
wird vom gleichen System wie weiter vorne beschrieben ausgegangen.
[0026] Fig. 5 und die weiteren Figuren 6 und 7 zeigen ein dreieckiges Plattenelement 34,
das parallel zu den Seitenkanten verlaufende Öffnungsschlitze 6, 7 aufweisen kann.
Darüber hinaus sind lösbare Eckteile 36 vorgesehen, so daß auch bezüglich des Plattenelementes
34 noch wieder verschiedene Variationen denkbar sind, beispielsweise in der in Fig.
6 wiedergegebenen Art, wo nämlich dieses Plattenelement 34 mit Stützelementen 3, 4
zu einem Eckelement 38 zusammengefügt sind. Anhand der Fig. 7 ist noch einmal verdeutlicht,
daß die beiden hier vorgesehenen Öffnungsschlitze 6, 7 rechtwinklich zu einander angeordnet
sind, so daß beliebige Verbindungsmöglichkeiten mit anderen Stützelementen 3, 4 bzw.
Kombielementen möglich ist. Es versteht sich, daß auch hier die Ecken und Kanten abgerundet
sind, um nicht nur eine formschöne, sondern insbesondere auch kindgerechte Gestaltung
der einzelnen Kombielemente zu ermöglichen.
[0027] Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden, werden
allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.
1. Möbel für die Wohnungsgestaltung, insbesondere Innenraumausstattungsstücke für Kinderzimmer,
mit flächigen Platten- (2) und mit Stützelementen (3, 4), die miteinander zu verbinden
sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Plattenelemente (2) kastenförmig ausgebildet und auf der Oberseite (5) und/oder
der Unterseite (8) mit Öffnungsschlitzen (6, 7) versehen sind, die mit den Stützelementen
(3, 4) korrespondierend und diese teilweise aufnehmend ausgebildet sind.
2. Möbel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Plattenelemente (2) über keilförmige, lösbar anzuordnende und den Öffnungsschlitzen
(6, 7) zuzuordnende Steckelemente (9) verfügen, die eine mit der Oberseite (5) der
Plattenelemente (2) abschließende Deckfläche (10) aufweisen.
3. Möbel nach Anspruch 1 bis Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß den Plattenelementen (2) im Bereich der Öffnungsschlitze (6, 7) und/oder den Stützelementen
(3, 4) Einschubbegrenzungen (14) zugeordnet sind.
4. Möbel nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützelemente (3, 4) zum Verstecken untereinander endseitig abwechselnd ein
keilförmiges Einführ- und ein Aufnahmeteil (15, 16) aufweisen, wobei das Aufnahmeteil
(16) mit der Einschubbegrenzung (14) des Plattenelementes (2) korrespondierend ausgebildet
ist.
5. Möbel nach Anspruch 1 bis Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Plattenelemente (2) und die Stützelemente (3, 4) aus MDF-Bauteilen bestehen.
6. Möbel nach Anspruch 1 bis Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ecken (17) und Kanten (18, 19) der Plattenelemente (2) und der Stützelemente
(3, 4) abgerundet sind.
7. Möbel nach Anspruch 1 bis Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Plattenelemente (2) und die Stützelemente (3, 4) eine Beschichtung (20) aus
nitroverdünnungsarmen und formaldehydfreien Lacken aufweisen.
8. Möbel nach Anspruch 1 bis Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Plattenelemente (2) in der Oberseite (5) flächige Ausnehmungen (22) aufweisen,
die über Einsatzplatten (23) verschließbar sind.
9. Möbel nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmung (22) in eine schubladenförmige Vertiefung (24) in dem Plattenelement
(2) übergehend ausgebildet ist.
10. Möbel nach Anspruch 1 bis Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein verlängertes Stützelement (25) vorgesehen ist, das eine offene Flachseite
(26), die an den längsbacken (27, 28) mit Führungsstegen (29) für Flachböden (33)
ausgerüstet ist, und eine geschlossene Flachseite (30) aufweist, die mit einem Winkelelement
(31) bestückt ist, das einen in die Öffnungsschlitze (6, 7) der Plattenelemente (2)
einführbaren Fuß (32) hat.
11. Möbel nach Anspruch 1 bis Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Plattenelement (34) ein Dreieck bildend geformt ist, wobei mindestens zwei
parallel zu den Seitenkanten (35) verlaufende Öffnungsschlitze (6, 7) aufweisen.
12. Möbel nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß das ein Dreieck bildende Plattenelement (34) Eckteile (36) aufweist, die lösbar
mit dem eigentlichen Plattenelement verbunden sind.