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(11) | EP 0 820 719 B1 |
| (12) | EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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| (54) |
Verpackungs- und Dosiersystem Packaging and metering system Système d'emballage et de dosage |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
(a) Einer Halteeinrichtung (40) zur Anbringung und Justierung des Vorrats beutels
(1,102), des Dosiergeräts (20) bzw. der Puffer- und Dosiereinrichtung (120) sowie
des Meß- und Regelgeräts (50), bestehend aus mechanisch und chemisch stabilem Material,
vorzugsweise aus Edelstahl-Profil. Die Halteeinrichtung (40) besteht aus einem Träger
oder Rückenelement (41) mit einem am oberen Abschnitt (42) angebrachten Querträger
(46), der Halte- oder Klemmeinrichtungen, insbesondere höhenjustierbare Haken (44)
aufweist. Die Haken sind z.B. durch ein Schraubgewinde in der Höhe verstellbar, um
eine Justierung des hieran aufgehängten Beutels (1, 102) mit dem Füllgut relativ zum
Dosiergerät zu ermöglichen. Im unteren Abschnitt (45) sind Mittel zur Aufnahme der
Dosiereinrichtung (120, 20), insbesondere Bohrungen (47) für das Gehäuse vorgesehen.
In einer anderen Ausführungsform kann der obere Querträger (44) mittels einer Drehvorrichtung
an dem Rückenelement oder Querträger in der Höhe verstellbar angebracht sein, damit
auf diese Weise eine Justierung des hieran aufgehängten Beutels relativ zum Einspülgerät
ermöglicht wird.
An der Rückseite des Trägers oder Rückenelements (41) können Bolzenarretierungsbohrungen
zur Wandmontage vorgesehen sein.
Die Halteeinrichtung (40) kann als Wand- oder Standanlage ausgebildet sein.
(b) Einem wiederbefüllbaren beutel- oder sackförmigen Produktbehälter (1) aus flexiblem,
wasserdampfdichtem Material, vorzugsweise aus Kunststoff, besonders bevorzugt aus
halogenfreiem Kunststoff wie Polyethylen, Polypropylen, Polyamid oder dergleichen
oder sogenannten natürlichen Kunststoffen wie Stärken) oder modifizierten Stärken
aus Blends aus Stärken) mit den vorgenannten Materialien. Das Kunststoffmaterial sollte
bevorzugt transparent oder zumindest teilweise transparent sein, um den Füllstand
erkennen zu können. Besonders geeignet ist ein Kunststoffmaterial, das sich durch
geeignete Temperatureinwirkung in an sich bekannter Weise verschweißen läßt. Die sack-
oder beutelförmigen Behälter (1) können an sich jedes dem Bedarf angepaßtes Füllvolumen
aufweisen, beispielsweise ca. 500 cm3 bis ca. 1000 dm3. Besonders bevorzugt für das erfindungsgemäße System sind jedoch Füllvolumina zwischen
2,5 dm3 und ca. 50 dm3, da hier eine einfache Handhabung möglich ist.
Die Wandstärke der flexiblen Behälterwandungen ist an die Stabilitätsanforderungen
in Abhängigkeit von der Füllmenge anzupassen; z.B. kann bei durchgehend doppelwandiger
Ausgestaltung und einer Füllmasse von 5 kg die Außenwandstärke ca. 100 µm und die
Innenwandstärke ca. 50-70 µm betragen. Die Wandstärken sind so zu optimieren, daß
mit geringstmöglichem Materialeinsatz zuverlässige Sicherheit bei Transport und Anwendung
erzielt wird. Wesentliche Elemente in der Ausgestaltung des beutel- oder sackförmigen
Behälters (1) sind folgende:
1. Wenigstens im Ablaufteil (13) doppelwandig ausgestaltete Seitenwände (2), die die
Längsachse (L) des Behälters (1) umschließen und im Anschlußteil (4) des Ablaufteils
(13) schlauchartig ausgestaltet sind. Der innere Teil (8) der Behälterwandung im unteren
Auslaufteil (13) ist so gestaltet, daß er unabhängig und getrennt von der äußeren
Behälterwandung (14) durch Vernähen, Verkleben, Zubinden, Zuklammern oder besonders
bevorzugt durch Verschweißen dicht bei (7) verschlossen werden kann. In einer besonderen
Ausführungsform kann der beutel- oder sackförmige Behälter (1, 102) im gesamten Behälterwandflächenbereich
doppelwandig ausgestaltet sein.
Ferner ist der untere Teil des Behälters (1) schlauchartig ausgestaltet. Im Falle
des Systems für entsprechender Füllgüter ist die innere Wandung (8) formschlüssig
bzw. bündig an der inneren Wandung des Einlaufstutzens (22) des Einspül- bzw. Dosiergeräts
anliegend, während die äußere Wandung (14) außen am Stutzen (22) anliegt.
2. An den beiden gegenüberliegenden Seiten des Behälters (1) je ein Verschluß (5) am oberen Rand des Behälters (1) und ggf. ein Verschluß (7) für den inneren Teil (8) der Behälterwandung am unteren Ende des schlauchartigen Ablaufteils (4). Der Verschluß (5) und ggf. der Verschluß (7) am oberen bzw. am unteren Rand des Behälters kann durch Vernähen, Zubinden, Zuklammern oder einem sogenannten Kunststoffreißverschluß oder besonders bevorzugt durch Verschweißen bewerkstelligt worden sein.
3. Mindestens zwei am oberen Rand eingearbeitete Aufhängemittel, insbesondere Ösen zum Einhängen des Behälters (1) an die Aufhängehaken der Halteeinrichtung (40). Diese Ösen bestehen vorzugsweise aus dem gleichen Material wie die Wandungen des Behälters und sind insbesondere mit diesem dicht verschweißt.
4. Eine lösbare Verschlußeinrichtung (6) für das gemeinsame Verschließen des inneren
(8) und des äußeren (14) schlauchförmigen Behälterabschnitts oberhalb des Verschlusses
(7) für den inneren schlauchförmigen Behälterabschnitt (4). Diese Verschlußeinrichtung
(6) kann durch Zubinden, Zuklammern oder in einer besonders bevorzugten Ausführung
durch eine sogenannte Klemmverschluß-Leiste (vgl. Fig. 5) erzielt werden. Diese Klemmverschluß-Leiste
besteht aus einer verhältnismäßig starren, aber dennoch an der offenen Seite (53)
aufweitbaren C-Profil-förmigen Schiene (51), bevorzugt aus geeignetem Kunststoffmaterial
wie z.B. Polyamid und einer in das Profil passenden flexiblen Schnur (52) aus Kunststoff
oder Gummi.
Zum Verschließen des doppelwandigen schlauchförmigen Behälterabschnitts (4) wird die
C-Profil-Schiene (51) senkrecht zur Schlauchrichtung auf die eine Seite des Behälterabschnitts
gebracht und von der anderen Seite die flexible Schnur (52) mit den jetzt vierfach
liegenden flexiblen Behälterwandungen in diese Schiene gedrückt, so daß ein dichter
Verschluß resultiert.
Vor der Befüllung des sack- oder beutelförmigen Behälters (1) wird dieser in einer
Ausführungsform mit einem Verschluß (7) für den inneren Ablaufschlauch (8) und einem
darüber liegenden, lösbaren gemeinsamen Verschluß (6) für den inneren (8) und den
äußeren (14) Schlauchablauf versehen, so daß der untere Schlauchabschnitt verschlossen
ist; sodann wird das Füllgut eingefüllt und hierauf der obere Rand des sack- oder
beutelförmigen Behälters bei (5), insbesondere durch Schweißen verschlossen.
In einer anderen Ausführungsform kann zunächst der obere Rand bei (5) des sack- oder
beutelförmigen Behälters, insbesondere durch Verschweißen verschlossen werden und
dann von der anderen Seite der Behälter mit dem Füllgut befüllt werden, worauf dann
der lösbare Verschluß (6) angebracht wird. Bei dieser Verfahrensweise wird kein Verschluß
an dem inneren Ablaufschlauch (8) bei (7) angebracht.
In einer bestimmten Ausführungsform hängt man zur Anwendung den befüllten Beutel mittels
der oben beschriebenen Ösen in die Haken der Halterung ein, öffnet gegebenenfalls
in geeigneter Weise, z.B. durch Abschneiden der Schweißnaht (7), den inneren Wandlungsabschnitt
(8) und führt den unteren schlauchförmigen Teil des Behälters (4) so in den Einlaufstutzen
(22), daß der innere Schlauchabschnitt (8) an der Innenwandung des Einlaufstutzens
(22) formschlüssig bzw. bündig anliegt und der äußere Schlauchabschnitt (14) außen
am Einlaufstutzen anliegt und dort mit einer Klemmvorrichtung, die z.B. ringbügelartig
oder halbkreisförmig sein kann oder mittels Federn fixiert wird. Sodann wird die lösbare
Verschlußeinrichtung (6) gelöst und das entsprechende Produkt kann frei über den Einlaufstutzen
(22) in das Dosiergerät (20) gebracht werden. In einer bevorzugten Ausführungsform
enthält der sack- oder beutelförmige Behälter ca. 5 kg Reinigungsmittel. Das Einfüll-
und Dosiergerät kann in der an diese Beutelgröße (5 kg-Beutel) angepaßten Ausführungsform
ca. 2 kg Reinigungsmittel in seinem Puffervolumen aufnehmen, so daß das restliche
Produkt im Vorratsbeutel verbleibt. Nach völligem Entleeren wird der sack- oder beutelförmige
Behälter (1) vom Einlaufstutzen (22) gelöst, aus den Halterungshaken (44) genommen,
zusammengerollt und in die zum System gehörigen Aufbewahrungsbehälter gebracht, die
entsprechend den Kriterien der Gefahrgutverordnung hergestellt sein sollen. In einer
anderen Ausführungsform können z.B. auch Kunststoffsäcke für das Aufnehmen der eingerollten
Beutel (1) benutzt werden.
(c) Einem Dosiergerät (20) (vgl. Figuren 3 und 4) zum Speichern bzw. Puffern entsprechender
Detergentien und Wasserbehandlungschemikalien sowie zum Dosieren derselben, umfassend
einen fest verschließbaren Behälter (20) mit einem Deckel (21) sowie einem hierin
integrierten Einlaufstutzen (22), einem Puffervolumen (23), einem verjüngten unteren
Teil (24), einem im verjüngten unteren Teil (24) angeordneten und in der Höhe verschiebbaren
Siebboden (26), der zur Aufnahme der zu lösenden, sich ggf. im Puffervolumen (23)
befindenden Substanzen, bestimmt ist, einem unter dem Siebboden (26) im verjüngten
unteren Teil (24) angebrachten, einschraubbaren blockförmig ausgestalteten Düsen-
und Ablaufeinsatz. Der Deckel des Dosiergerätes (20) kann in einer besonderen Ausführungsform
transparent ausgestaltet sein. In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform
ist auch das Gehäuse für das Dosiergerät transparent ausgestaltet. Der Einlaufstutzen
(22) trägt eine Klemmsicherungseinrichtung sowie eine Folienerkennungseinrichtung
in Form eines Einrastfühlers mit Aufnahmebohrung und elektronischer Niederspannungssteuerung.
Das Dosiergerät (20) weist im unteren verjüngten Teil (24) ein durchgehendes Innenschraubgewinde
(27) sowie ggf. einen hierzu passenden Siebeinsatz (26) mit Außenschraubgewinde (28)
bzw. mit einer sonstigen Einrastmechanik auf. Das Außenschraubgewinde (28) ist entweder
ein zölliges Gewinde (Whitworth-Gewinde) oder ein metrisches Gewinde gemäß DIN 2999.
Die Breite des Gewindes beträgt 20 mm bis 200 mm, vorzugsweise 25-70 mm.
Der Deckel am Gehäuse des Dosiergeräts kann aus Metall oder Kunststoff, vorzugsweise
aus transparentem Kunststoff, z.B. Polyacrylat, Polycarbonat, PVC, bestehen. Der im
Deckel integrierte Einlaufstutzen muß im Durchmesser an den Durchmesser des Ablaufschlauches
des sack- oder beutelförmigen Behälters angepaßt sein und enthält eine Fixiervorrichtung,
z.B. eine Klammer für den äußeren Ablaufschlauch sowie eine Aufnahmebohrung für einen
Beutelwandfüller, welcher über eine elektronische Schaltung, z. B. einen Niederspannungsmelder,
die Steuerung für die Wasserzufuhr nur freigibt, wenn und solange die Aufnahmebohrung
durch die Folie des äußeren Ablaufschlauches verdeckt ist, so daß der Fühler nicht
in die Aufnahmebohrung einrasten kann.
Der Siebbodeneinsatz kann aus Metall, bevorzugt Edelstahl oder aus Kunststoff bestehen
und trägt an seinem Außenumfang ein an das Innenschraubgewinde des Basiskörpers angepaßtes
Schraubgewinde sowie Führungs- bzw. Eingriffelemente an beiden Oberflächenrändern,
so daß dieser Siebbodeneinsatz von unten oder von oben in das Schraubgewinde des Basiskörpers
eingeschraubt und dort in seiner Höhenposition in Abhängigkeit von den erforderlichen
Sprühverhältnissen leicht verändert werden kann. Die Maschenweite des Siebes muß an
die Struktur des eingebrachten Materials angepaßt sein und soll einerseits verhindern,
daß ungelöste Partikel in den Laugenablauf fallen, andererseits genügend Wasser zur
Bespülung und Auflösung der erforderlichen Produktmenge in der geforderten Zeit hindurchdringen
lassen. Z.B. kann die Maschenweite ca. 0,5 mm und die verwendete Drahtstärke ca. 0,3
mm betragen.
Das abschraubbare Wasserzufuhr- und Lösungsablaufelement (30) (Fig. 4) ist in möglichst
massiver Ausführung gefertigt und kann gefräst oder aus Einzelteilen gefügt und verschweißt
bzw. aus Kunststoff gespritzt sein. Es enthält im oberen Bereich ein an das Schraubgewinde
des Basiskörpers angepaßtes Außengewinde, mittels dessen dieses Element zu Inspektions-,
Reinigungs-, Wartungs- oder Reparaturzwecken leicht demontiert werden kann, ohne daß
das gesamte Dosiergerät demontiert werden werden muß. Dies ist besonders vorteilhaft,
da Störungen behoben werden können, ohne die auf dem Siebboden liegenden Reste, welche
z.B. ätzend oder gesundheitsschädlich wirken können, entfernen zu müssen.
In den massiven Körper eingearbeitet ist im Inneren eine Schraubgewindeaufnahme für
Spritzdüsen z.B. aus Messing, Edelstahl, Polypropylen oder Teflon sowie an der Außenseite
eine Aufnahme für eine Wasserzufuhr-Schnellverschluß-Kupplung mit Rückschlag-Ventil,
welche als "selbstabsperrende Schnellverschluß-Kupplung" eine Demontage bei ansonsten
laufendem Betrieb ermöglicht. Dies gilt auch für eine am unteren Ende angebrächte
Gewindeaufnahme für eine Schnellverschluß-Kupplung zum Ableiten der erzeugten Konzentratlösung.
Unter Bezug auf Fig. 4 sei zur Funktion des Düsen- und Ablaufeinsatzes (30) ausgeführt,
daß durch die Einspritzdüse (31) die jeweils benötigte Produktmenge durch geregeltes
Anspritzen der Siebfläche, auf der sich die Füllgüter befinden, mit einem Lösungsmittel,
z.B. Wasser herausgelöst wird. Das Abspülen erfolgt automatisch. Dabei wird die Menge
der jeweils zu dosierenden Menge an Füllgut in Abhängigkeit von dem jeweiligen Anwendungsverfahren
entweder über Dosierzeitimpulse und/oder über die elektrische Leitfähigkeit in der
durch Auflösen in Wasser enthaltenen Lösung gesteuert. Die Zufuhr der so erhaltenen
Konzentratlösung erfolgt über die Abflußleitung (62). Die Einspritzdüse (31) enthält
wiederum ein Schraubgewinde, so daß sie in den Basiskörper (33) des Wasserzufuhr und
Lösungsablaufelements (30) eingeschraubt werden kann. Weiterhin ist in dem Basiskörper
ein zur Seite geführtes Zuleitungsrohr (34) angebracht.
Als Steuergerät bzw. als Meß- und Regelgerät (50) für die Wasserzufuhr und/oder Produktzufuhr
wird, insbesondere bei Verwendung von Produkten, welche in Lösung den elektrischen
Strom gut leiten, vorzugsweise eine leitwertgesteuerte Regelelektronik mit Intervalldosierung,
d.h. einstellbaren Sprühdauern und Pausenzeiten, verwendet.
(d) Als Aufnahme-Behälter zum Aufbewahren und Transportieren der entleerten sack-
oder beutelförmigen Behälter werden in dem System an sich bekannte Säcke, Fässer,
Trommeln oder Kisten aus chemisch und mechanisch resistentem Material, vorzugsweise
aus Kunststoffen wie Polyethylen oder Polypropylen verwendet. Wesentlich ist hierfür
eine sichere Ausgestaltung, so daß auch die rechtlichen Voraussetzungen, z.B. gemäß
Gefahrgutverordnung, für die Lagerung und den Transport von entleerten sack- oder
beutelförmigen Behältern mit eventuellen Schad- oder Gefahrstoff-Anhaftungen erfüllt
sind.
In einer weiteren Ausführungsform hängt man zur Anwendung den befüllten Beutel (102)
mittels einer oder mehrerer Aufhängevorrichtung(en) (101) in den (die) Haken der Aufhängevorrichtung
ein, öffnet bei geschlossener reversibel lösbarer Absperreinrichtung (115), z.B. eines
Quetschhahns, das untere Ende des schlauchförmig ausgebildeten Ablaufteils (104),
z.B. durch Abschneiden einer Schweißnaht, verbindet den schlauchförmigen Ablaufteil
flüssigkeitsdicht mit der Einfülltülle (106) des Dosiergerätes (120) und öffnet sodann
die reversibel lösbare Absperreinrichtung. Das in dem flexiblen Vorratsbehälter (102)
enthaltene flüssige Produkt entleert sich, insbesondere nach Lösen der Schraubkappe
am Füllstutzen (100) selbsttätig bis zum Niveauausgleich mittels des Entlüflungsrohrs
(105) in den Hohlzylinder (108) des Dosiergerätes. Ein besonderer Vorteil dieser Ausgestaltung
liegt darin, daß durch geeignete Bemessung des Volumens bzw. der Höhe des Hohlzylinders
(108) nach Ansprechen der Leerstandsmeldeeinrichtung (109) noch ein ausreichender
Vorrat an Füllgut für den zum Auswechseln des entleerten flexiblen Vorratsbehälters
und Anschließen eines neuen befüllten Vorratsbehälters benötigten Zeitraum vorhanden
ist.
Die in dem System für flüssige oder pastöse Füllgüter enthaltene Zumischeinrichtung
ist vorzugsweise nach dem Injektorsystem ausgebildet, bei welchem in Abhängigkeit
von der zufließenden Menge an Verdünnungsmedium, z.B. Wasser, eine einstellbare proportionale
Menge an flüssigen oder pastösen Füllgütern zugeführt und mit dem Verdünnungsmedium
vermischt wird. Dabei ist die einem Strom oder Volumen von Verdünnungsmedium zugeführte
Menge an pastösen oder flüssigen Füllgütern unabhängig von der Menge des vorgelegten
oder zufließenden Verdünnungsmediums geregelt.
Das System für flüssige oder pastöse Füllgüter enthält eine Halteeinrichtung (40)
zur Anbringung und Justierung des flexiblen Füllgutbehälters (102) sowie der Dosier-
und Zumischeinrichtung sowie ggf. des Meß- und Regelgeräts (50). Der Behälter (102)
ist vorzugsweise doppelwandig ausgestaltet.
Die erfindungsgemäßen Behälter (1, 102) können mit Füllgütern ausgestattet sein, die
flüssige und/oder pastöse Wasch-, Reinigungs-, Bleich-, Desinfektions- und/oder Konservierungsmittel
und/oder sonstige Wasserbehandlungsmittel und/oder Prozeßchemikalien umfassen. Es
werden übliche, dem Durchschnittsfachmann bekannte Füllgüter eingesetzt, z.B. in der
oben zitierten DE-C-4 204 489.
Beispiel 1
| A | B | C | D | |
| Natriumtrigolyghosghat | 44 | 29 | 55 | 10 |
| Ätznatron-Perlen | 40 | -- | 18 | -- |
| Soda (Pulver) | 12 | 15 | - | 85 |
| Natriumdichloroisocyanurat . 2 H2O | 3 | 5 | 2 | -- |
| Natriummetasilikat (wasserfrei) | -- | 50 | 25 | -- |
| nichtionisches Tensid (Lutensol R LF 131) | 1 | 1 | -- | 5. |
Beispiel 2
a) einen wiederbefüllbaren, flexiblen Behälter (102) befüllbar mit flüssigen oder pastösen Wasch-, Reinigungs-, Bleich-, Desinfektions-, Konservierungsmitteln und/oder sonstigen Wasserbehandlungs- und/oder Prozeßchemikalien, mit einer schlauchartigen Ausgestaltung im unteren Ablaufteil sowie mit einer Dosiereinrichtung (120) am unteren Ende des schlauchartigen Ablaufteils, mit je einem Verschluß an den beiden gegenüberliegenden Seiten des Behälters, mit einem oder mehreren am oberen Rand des Behälters angebrachten Aufhängemitteln (101);
b) eine Zumischeinrichtung zur Herstellung einer gebrauchsfertigen Anwendungslösung in der jeweils gewünschten Konzentration,
c) ggf. ein Meß- und Regelgerät (50) für die Wasser- und/oder Produktzufuhr,
d) eine Halteeinrichtung (40) zur Anbringung und Justierung des flexiblen Füllgutbehälters sowie der Dosier- und Zumischeinrichtung sowie ggf. des Meß- und Regelgerätes sowie ggf.
e) chemisch und mechanisch stabile flüssigkeitsdicht schließende Aufnahmebehälter zur Lagerung und zum Transport der entleerten Behälter.
a) Einsetzen bzw. Einhängen eines mit flüssigen Wasch-, Reinigungs-, Bleich-, Desinfektions-, Konservierungsmitteln und/oder sonstigen Wasserbehandlungs- und/oder Prozeßchemikalien befüllten Behälters (102) mittels eines oder mehrerer Aufhänger(s) (101) in eine Aufhängung (40),
b) Verbinden des unteren schlauchartig ausgebildeten Ablaufteils (104) nach Öffnen des unteren Ablaufendes mit einer Schlauchtülle (106) einer Dosiereinrichtung (120) und Lösen einer reversibel lösbaren Absperreinrichtung (115),
c) selbsttätige Entleerung des flüssigen Inhalts aus dem Behälter (102) in den Hohlzylinder (108) des Dosiergerätes (120) bis zum Niveauausgleich über das Entlüftungsrohr (105),
d) bedarfsabhängige Entnahme des flüssigen Inhalts aus dem Hohlzylinder (108) über die Schlauchtülle (110) und Abfluß durch eine Abflußleitung zur Verbraucherstelle.
(a) a refillable, flexible container (102) capable of being filled with liquid or pasty washing, cleaning, bleaching, disinfecting and preserving agents and/or other water-treatment and/or process chemicals, with a hose-like design in the lower discharge part and with a metering device (120) at the lower end of the hose-like discharge part, with, on the two opposite sides of the container, in each case a closure having one or more suspension means (101) mounted on the upper edge of the container;
(b) a mixing device for producing a ready-to-use application solution in the concentration desired in each case,
(c) if appropriate, a measuring and regulating instrument (50) for the supply of water and/or product
(d) a holding device (40) for fitting and adjusting the flexible stock container, and the metering and mixing device and, if appropriate, the measuring and regulating instrument, and, if appropriate,
(e) chemically and mechanically stable receiving containers closing in a liquid-tight manner for the storage and transport of the emptied containers.
(a) insertion or suspension of a container (102), filled with liquid washing, cleaning, bleaching, disinfecting and preserving agents and/or other water-treatment and/or process chemicals, into a suspension (40) by means of one or more hangers (101),
(b) connection of the lower hose-like discharge part (104), after the opening of the lower discharge end, to a hose nozzle (106) of a metering device (120) and release of a reversibly releasable shut-off device (115),
(c) automatic emptying of the liquid content out of the container (102) into the hollow cylinder (108) of the metering device (120) up to a level equalization via the vent pipe (105),
(d) on-demand extraction of the liquid content out of the hollow cylinder (108) via the hose nozzle (110) and discharge through a discharge line to the consumer point.
a) un récipient (102) rechargeable et souple, pouvant être rempli avec des agents de nettoyage, de nettoyage, de blanchiment, de désinfection ou de conservation liquides ou pâteux et/ou d'autres produits chimiques pour le traitement de l'eau et/ou produits chimiques de procédé, avec une conception du type flexible dans la partie d'écoulement inférieure et avec un dispositif de dosage (120) sur l'extrémité inférieure de la partie d'écoulement du type flexible, avec à chaque fois une fermeture sur les deux côtés opposés du récipient, avec un ou plusieurs moyens d'accrochage (101) disposés sur le bord supérieur du récipient ;
b) un système de mélange pour la fabrication d'une solution d'application prête à l'emploi dans la concentration souhaitée respective
c) éventuellement un appareil de mesure et de réglage (50) pour l'arrivée de l'eau et/ou du produit,
d) un système de retenue (40) pour le montage et le réglage du récipient souple pour matériau de charge ainsi que du dispositif de dosage et de mélange et éventuellement de l'appareil de mesure et de réglage.
e) un récipient récepteur stable au plan chimique et mécanique et fermant de façon étanche au liquide pour le stockage et le transport des récipients vidés.
a) mise en place ou accrochage d'un récipient (102) chargé d'agents de lavage, de nettoyage, de blanchiment, de désinfection ou de conservation liquides et/ou d'autres produits chimiques pour le traitement de l'eau et/ou produits chimiques de procédé au moyen d'un ou de plusieurs système(s) de suspension (101) dans une suspension (40),
b) raccordement de la partie d'écoulement (104) inférieure conçue comme un flexible après l'ouverture de l'extrémité d'écoulement inférieure à une douille en flexible (106) d'un système de dosage (120) et détachement d'un dispositif d'arrêt (115) détachable de façon réversible.
c) vidage automatique du contenu liquide du récipient (102) dans le cylindre creux (108) de l'appareil de dosage (120) jusqu'à l'équilibrage de niveau par le tube de purge (105),
d) prélèvement en fonction des besoins du contenu liquide dans le cylindre creux (108) au moyen de la douille en flexible (110) et évacuation par une conduite d'évacuation vers le point de consommation.