[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ueberführen von in einer beliebigen Reihenfolge
angelieferten flachen Versandstücken in eine nach ihren Versandadressen geordnete
Reihenfolge, welche in der Vorrichtung für eine Menge möglicher Versandadressen festlegbar
ist, mit einer Anzahl hintereinander längs einer in einem im wesentlichen horizontalen
Uebergabeabschnitt an einer Uebergabeeinrichtung vorbeigeführten Förderstrecke förderbarer
Förderzellen, einer in der Uebergabeeinrichtung vorgesehenen Zuführeinrichtung, von
der die Versandstücke in dem Uebergabeabschnitt längs einer auf eine Einführöffnung
der Förderzellen gerichteten Uebergaberichtung mit zu der Uebergaberichtung im wesentlichen
paralleler Ausrichtung ihrer Hauptebene in ihrer beliebigen Reihenfolge nacheinander
an die Förderzellen übergeben werden, einer die Zuordnung zwischen den einzelnen Förderzellen
und den an sie übergebenen Versandstücken darstellende Zuordnungsdaten erfassenden
Steuereinrichtung und einer Anzahl hintereinander längs eines Abgabeabschnitts der
Sammelstrecke angeordneter Ablagen, an die die an die Förderzellen übergebenen Versandstücke
ansprechend auf von der Steuereinrichtung auf Grundlage der Zuordnungsdaten erzeugte
Abgabesignale selektiv entsprechend der geordneten Reihenfolge abgegeben werden, sowie
ein damit ausführbares Verfahren.
[0002] Bekannte Vorrichtungen dieser Art werden in Postämtern zum Sortieren von Versandstücken
nach Zustellbezirken verwendet. Dazu werden die Versandstücke mit der Zuführeinrichtung
üblicherweise von einem Stapel aufrecht stehender Versandstücke einzeln in horizontaler
Richtung abgezogen und zu einem Vertikalförderer transportiert, mit dem sie dann im
Uebergabeabschnitt der Förderstrecke von oben in die Förderzellen eingesteckt werden.
Im allgemeinen werden dabei an einer Förderkette festgelegte Förderzellen verwendet,
die im Bereich des Uebergabeabschnitts oberhalb der Förderkette angeordnet sind und
eine obere Einführöffnung für die Versandstücke aufweisen. Die mit den Versandstücken
beschickten Förderzellen werden im Anschluss an den Uebergabeabschnitt und nach Verschliessen
der Einführöffnung mit einem zwischen einer Oeffnungsstellung und einer Schliessstellung
verstellbaren Abdeckelement in eine unterhalb der Förderkette hängende Stellung überführt.
[0003] Bei der Uebergabe wird die Zuordnung zwischen den Förderzellen und den daran übergebenen
Versandstücken erfasst. Ferner werden die Versandadressen der Versandstücke üblicherweise
während des Transports zum Vertikalförderer erfasst und an die Steuereinrichtung angelegt.
Auf Grundlage dieser Informationen kann in der Steuereinrichtung für jede Förderzelle
ein Abgabesignal erzeugt werden, mit dem die Verstellung des Abdeckelements von der
Schliessstellung in die Oeffnungsstellung veranlasst wird, wenn die Förderzelle diejenige
Ablage aus einer Anzahl hintereinander längs eines Abgabeabschnitts unter der Sammelstrecke
angeordneter Ablagen passiert, welche dem Zustellbezirk, für den das betreffende Versandstück
bestimmt ist, zugeordnet ist. Die Versandstücke fallen dann zur Abgabe an diese Ablage
automatisch aus der Förderzelle heraus.
[0004] Der Betrieb derartiger Vorrichtung erfordert grossräumige Gebäude sowie hohe Bedienungs-
und Nebenkosten, denn die Bildung von Stapeln des sortierten Gutes lässt sich nur
durch manuelle Nacharbeit herstellen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art bereitzustellen, die weniger Raum beansprucht und zweckentsprechend optimierbar
ist.
[0006] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass sich die Uebergaberichtung
im wesentlichen horizontal erstreckt und die Hauptebene der Versandstücke im wesentlichen
vertikal ausgerichtet ist.
[0007] Bei dieser Wahl der Uebergaberichtung und Ausrichtung der Versandstücke können die
von dem Stapel aufrecht stehender Versandstücke einzeln abgezogenen Versandstücke
direkt ohne vorherige Uebergabe an einen Vertikalförder an die Förderzellen übergeben
werden, wodurch kürzere Förderwege entstehen und weniger Raum erforderlich wird.
[0008] Die zum Abziehen der Versandstücke vom Versandstückstapel und zum Uebergeben der
abgezogenen Versandstücke in die Förderzellen dienende Zuführeinrichtung kann bei
der erfindungsgemässen Vorrichtung besonders einfach in Form eines umlaufenden Förderbandes
gebildet werden, dessen Hauptebene im wesentlichen vertikal ausgerichtet ist.
[0009] Der Uebergabeeinrichtung ist zweckmässigerweise eine automatische Leseeinrichtung
zugeordnet, mit der die Versandadressen gelesen und der Steuereinrichtung zugeführt
werden. Ein besonders kompakter Aufbau der erfindungsgemässen Vorrichtung wird erreicht,
wenn die Förderzellen längs einer geschlossenen Förderschleife förderbar sind, weil
sie dann zum Uebergeben der Versandstücke an die Förderzellen und zum Abgeben der
Versandstücke an die Ablagen längs derselben Förderstrecke gefördert werden können.
Ferner können die Förderzellen dabei in einer gleichbleibenden Richtung gefördert
werden, was mit einem besonders einfachen Antrieb bewirkt werden kann.
[0010] Eine besonders zuverlässige Abgabe der Versandstücke an die Ablagen wird erreicht,
wenn der Abgabeabschnitt im wesentlichen geradlinig verläuft, weil dann während der
Abgabe keinerlei Querkräfte (Zentrifugalkräfte) auf die Versandstücke wirken.
[0011] Zum Abgeben der Versandstücke an die Ablagen können die Förderzellen einen ansprechend
auf das ensprechende Abgabesignal zwischen einer Förderstellung und einer die Abgabe
der Versandstücke erlaubenden Feigabestellung verlagerbaren Wandungsbereich aufweisen.
Dadurch kann eine unbeabsichtigte Abgabe der Versandstücke verhindert und die Betriebszuverlässigkeit
der Vorrichtung erhöht werden.
[0012] Die für die erfindungsgemässe Vorrichtung benötigte Stellfläche ist besonders gering,
wenn der Abgabeabschnitt oberhalb der Ablagen verläuft. Bei dieser Anordnung ist der
verlagerbare Wandungsbereich zweckmässigerweise am Boden der Förderzellen angeordnet.
Dann fallen die Versandstücke, wenn der verlagerbare Wandungsbereich in die Feigabestellung
verlagert wird, unter der Wirkung der Schwerkraft automatisch in die entsprechende
Ablage.
[0013] Die Betriebszuverlässigkeit der erfindungsgemässen Vorrichtung kann weiter erhöht
werden, wenn die Einführöffnungen der Förderzellen in einem ausserhalb des Uebergabeabschnitts
gelegenen Bereich, insbesondere einem Kurvenbereich der Förderstrekke von einem feststehenden
Abdeckelement abgedeckt werden, mit dem das Herausschleudern der Versandstücke aus
den Förderelementen unter der Wirkung der Zentrifugalkraft verhindert werden kann.
[0014] Im Hinblick auf die Entnahme der mit der erfindungsgemässen Vorrichtung sortierten
Versandstücke aus den Ablagen ist es besonders zweckmässig, wenn die Ablagen aus Unterteilungselementen,
mit denen die einzelnen Ablagen voneinander getrennt sind und einem zwischen einer
Aufnahmestellung und einer Entnahmestellung verlagerbaren, einer Anzahl von Ablagen
gemeinsamen Entnahmeelement gebildet sind, wobei die an die Ablagen übergebenen Versandstücke
in der Entnahmestellung des Entnahmeelementes von den Unterteilungselementen getrennt
sind. Derartig ausgebildete Ablagen ermöglichen die Entnahme der Versandstücke mehrerer
Ablagen ohne Behinderung durch die für die vorhergehende Sortierung benötigten Unterteilungselemente.
[0015] Die Förderzellen der erfindungsgemässen Vorrichtung können besonders einfach gebildet
werden, wenn sie zwei einander gegenüberliegende, im Uebergabeabschnitt im wesentlichen
vertikal ausgerichtete Begrenzungswände aufweisen und die Einführöffnungen zwischen
im Uebergabeabschnitt im wesentlichen vertikal verlaufenden freien Rändern dieser
Begrenzungswände gebildet sind.
[0016] Die mit der vorstehend erläuterten Vorrichtung vorsortierten Versandstücke werden
üblicherweise von den für die einzelnen Zustellbezirke zuständigen Postboten übernommen
und vor der Zustellung entsprechend der Reihenfolge der einzelnen Zustelladressen
auf der zur Zustellung zurückzulegenden Wegstrecke sortiert. Diese Nachsortierung
der Versandstücke ist sehr zeitaufwendig und führt daher zu einer beträchtlichen Verzögerung
der Versandstückzustellung.
[0017] Dieser Mangel kann mit der erfindungsgemässen Vorrichtung behoben werden, wenn in
der Vorrichtung die Reihenfolge aller möglichen Zustelladressen auf der zur Zustellung
zurückzulegenden Wegstrecke eines Zustellbezirks als geordnete Reihenfolge festgelegt
wird und die Nachsortierung der zuvor nach einzelnen Zustellbezirken vorsortierten
Versandstücke ebenfalls mit einer erfindungsgemässen Vorrichtung vorgenommen wird.
[0018] Angesichts der Vielzahl möglicher Zustelladressen eines Zustellbezirks hat es sich
dabei als besonders zweckmässig erwiesen, wenn mit der Steuereinrichtung für jedes
an die Förderzellen übergebene Versandstück auf Grundlage der Vorgabedaten und der
Versandadressen aller an die Förderzellen übergebenen Versandstücke eine der Ablagen
ermittelbar ist, deren Stellung in der Reihenfolge der Ablagen längs des Abgabeabschnitts
der Stellung der Versandadresse des betreffenden Versandstücks in der geordneten Reihenfolge
der Versandadressen aller an die Förderelemente übergebenen Versandstücke entspricht.
[0019] Durch die Berücksichtigung der Versandadressen aller an die Förderzellen übergebenen
Versandstücke bei der Ermittlung der Ablagen für die einzelnen Versandstücke wird
erreicht, dass die Anzahl der in einem Arbeitsgang der erfindungsgemässen Vorrichtung
zur Sortierung benötigten Ablagen nicht durch die Gesamtzahl aller Zustelladressen
eines Zustellbezirks bestimmt wird, sondern durch die im allgemeinen wesentlich geringere
Anzahl der zur Verfügung stehenden Förderzellen, weil durch die Berücksichtigung der
Versandadressen aller an die Förderzellen übergebenen Versandstücke nicht für jede
einzelne mögliche Versandadresse eine Ablage bereitgestellt werden muss.
[0020] Dieser Vorteil wird anhand des folgenden Beispiels erläutert:
[0021] Falls sich unter den in einem Arbeitsgang der erfindungsgemässen Vorrichtung zu sortierenden
Versandstücken ein Versandstück für die zehnte mögliche Versandadresse in der geordneten
Reihenfolge befindet, und in diesem Arbeitsgang kein Versandstück für die ersten neun
möglichen Versandadressen zu sortieren ist, steht die zehnte Versandadresse unter
den Versandadressen aller in diesem Arbeitsgang an die Förderzellen übergebenen Versandstücke
in der geordneten Reihenfolge an erster Stelle und das damit versehene Versandstück
kann an die in Förderrichtung erste Ablage des Abgabeabschnitts abgegeben werden.
Für die ersten neun zulässigen Versandadressen in der geordneten Reihenfolge wird
dann keine Ablage benötigt.
[0022] Falls die Anzahl der für einen Zustellbezirk vorsortierten Versandstücke die Anzahl
der Förderzellen der erfindungsgemässen Vorrichtung übersteigt, können die Versandstücke
zunächst in mehreren Arbeitsgängen mit der erfindungsgemässen Vorrichtung sortiert
und danach in einem weiteren Sortiervorgang für die in den einzelnen Arbeitsgängen
entsprechend der geordneten Reihenfolge sortierten Versandstücke weiter verarbeitet
werden.
[0023] Wie vorstehend erläutert, erlaubt die erfindungsgemässe Vorrichtung die Ausführung
eines Verfahrens zum Ueberführen von in einer beliebigen Reihenfolge angelieferten
Versandstücken in eine nach ihren Versandadressen geordnete, für eine Menge möglicher
Versandadressen festgelegte Reihenfolge, bei dem die Versandstücke in ihrer beliebigen
Reihenfolge einzeln an eine Förderzelle aus einer Anzahl hintereiander längs einer
Förderstrecke förderbarer Förderzellen übergeben werden, die Zuordnung zwischen jeder
Förderzelle und dem an sie übergebenen Versandstück darstellende Zuordnungsdaten erfasst
werden und die Versandstücke ansprechend auf Abgabesignale, die auf Grundlage der
Zuordnungsdaten erzeugt werden, entsprechend der geordneten Reihenfolge selektiv an
jeweils eine Ablage aus einer Anzahl hintereinander längs eines Abgabeabschnitts der
Förderstrecke angeordneter Ablagen abgegeben werden, das dadurch gekennzeichnet ist,
dass auf Grundlage der geordneten Reihenfolge der Versandadressen aller an die Förderzellen
übergebenen Versandstücke und der Zuordnungsdaten für jedes der an die Förderzellen
übergebenen Versandstücke eine Ablage ermittelt wird, deren Stellung in der Reihenfolge
der Ablagen längs des Abgabeabschnitts der Stellung der Versandadresse des betreffenden
Versandstücks in der geordneten Reihenfolge der Versandadressen aller an die Förderzellen
übergebenen Versandstücke entspricht.
Dieser Vorgang ist nicht an eine Beschaffenheit der Produkte gebunden, d.h. es lassen
sich sowohl steife als auch flexible Produkte verarbeiten.
[0024] Bei der Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens mit einer längs einer geschlossenen
Förderschleife förderbare Förderzellen aufweisenden Vorrichtung ist es besonders zweckmässig,
wenn die Versandstücke während eines ersten Umlaufs der Förderzellen längs der Förderschleife
an die Förderzellen übergeben werden, dann für jedes der Versandstücke die entsprechende
Ablage ermittelt wird, und die Versandstücke danach während eines zweiten Umlaufs
der Förderzellen längs der Förderschleife an die Ablagen abgegeben werden.
[0025] Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die bezüglich
einer erfindungswesentlichen Offenbarung aller in der Beschreibung nicht näher erläuterten
Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird, beschrieben. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht auf eine erfindungsgemässe Vorrichtung und
- Fig. 2
- eine längs der Linie A - A in Figur 1 genommene Schnittansicht der in Figur 1 dargestellten
Vorrichtung.
[0026] Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung weist eine karussellartige Fördereinrichtung
10 mit einer Anzahl längs einer geschlossenen Förderschleife förderbarer Förderzellen
12 auf. Die Förderschleife ist aus zwei in einer Hoizontalebene geradlinige verlaufenden
Abschnitten 18 und 19, die über zwei in derselben Horizontalebene verlaufende, halbkreisförmige
Abschnitte 16 und 17 miteinander verbunden sind, gebildet. Eine Anzahl in Form von
Ablagefächern 50 gebildeter Ablagen sind hintereinander längs der geradlinig verlaufenden
Abschnitte 18 und 19 angeordnet. Die Förderzellen 12 sind in der durch die Pfeile
15 bezeichneten Richtung längs der Förderschleife umlaufend antreibbar. Die Förderzellen
12 weisen jeweils zwei einander gegenüberliegende vertikal ausgerichtete Begrenzungswände
12a, 12b auf, zwischen deren äusseren, freien und vertikal verlaufenden Rändern eine
Einführöffnung 13 für flache Versandstücke 14 in Form eines vertikalen Schlitzes gebildet
ist.
[0027] Am in Förderrichtung hinteren Ende des geradlinig verlaufenden Abschnitts 18 der
Förderschleife ist eine Versandstückübergabeeinrichtung 30 vorgesehen. Diese Versandstückübergabeeinrichtung
30 weist ein zwei vertikal verlaufende Rollen 32 und 34 umlaufendes Förderband 36
auf, dessen Hauptebene vertikal ausgerichtet ist, mit dem flache Versandstücke 14
von einem Stapel 40 aufrecht stehender Versandstücke mit einer beliebigen Reihenfolge
einzeln abgezogen und, wie durch den Pfeil 38 angedeutet, in horizontaler Richtung
aufrecht stehend, d.h. in einer Stellung, in der ihre Hauptebenen im wesentlichen
vertikal ausgerichtet sind, durch die Einführöffnungen 13 an die Förderzellen 12 übergeben
werden. Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausührungsform werden im wesentlichen
rechteckige Briefe 14 so an die Förderzellen 12 übergeben, dass sich ihre kürzeren
Seitenkanten bei der Uebergabe im wesentlichen in vertikaler Richtung etwa parallel
zu den Einführöffnungen 13 erstrecken.
[0028] Während des Transports mit dem Förderband 36 werden die Versandadressen der Versandstücke
14 mit einer Leseeinrichtung 42 automatisch gelesen und über eine Signalleitung 44
einer Steuereinrichtung 60 eingegeben. Gleichzeitig wird der Steuereinrichtung 60
über eine Signalleitung 46 ein Signal eingegeben, das die Förderzelle 12 bezeichnet,
an das das Versandstück, dessen Versandadresse mit der Leseeinrichtung 42 gelesen
wurde, übergeben wird. Daraus werden in der Steuereinrichtung 60 die Zuordnung zwischen
jeder Förderzelle und der Versandadresse des daran übergebenen Versandstückes darstellende
Zuordnungsdaten ermittelt.
[0029] Die Versandstücke 14 durchlaufen nach ihrer Uebergabe an die Förderzellen 12 den
halbkreisförmigen Abschnitt 17 der Förderschleife. Dabei werden die Einführöffnungen
13 der Förderzellen 12 von einem Abdeckelement 20 abgedeckt. Dadurch wird verhindert,
dass die Versandstücke 14 durch die in dem halbkreisförmigen Abschnitt 17 wirkende
Zentrifugalkraft aus den Förderzellen 12 herausgeschleudert werden. Anschliessend
durchlaufen die Förderzellen den geradlinigen Abschnitt 19, den halbkreisförmigen
Abschnitt 16, in dem das Herausschleudern der Versandstücke 14 durch die Einführöffnungen
13 wiederum mit einem Abdeckelement 20 verhindert wird, und gelangen danach zum geradlinigen
Abschnitt 18.
[0030] Im Verlauf eines derartigen vollständigen Umlaufs der Förderschleife können mit der
Uebergabeeinrichtung 30 an sämtliche Förderzellen 12 Versandstücke 14 übergeben werden.
Dabei werden die Versandadressen aller an die Förderzellen 12 übergebenen Versandstücke
14 mit der Leseeinrichtung 42 automatisch gelesen und über die Signalleitung 44 der
Steuereinrichtung 60 eingegeben. Zusätzlich wird der Steuereinrichtung 60 über die
Signalleitung 46 für jedes übergebene Versandstück 14 ein Signal eingegeben, das die
Förderzelle bezeichnet, an die das betreffende Versandstück 14 übergeben wurde.
[0031] Aus den so erhaltenen Daten werden in der Steuereinrichtung 60 die Zuordnung zwischen
jeder Förderzelle 12 und der Versandadresse des daran übergebenen Versandstücks 14
darstellende Zuordnungsdaten ermittelt. Schliesslich werden der Steuereinrichtung
60 über eine Signalleitung 49 aus einer Speichereinrichtung 62 auch noch Vorgabedaten
eingegeben, die eine geordnete Reihenfolge aller möglichen, d.h. aller mit der Vorrichtung
sortierbaren Versandadresen darstellen. Auf Grundlage dieser Daten wird in der Steuereinrichtung
60 ermittelt, an welches der längs der geradlinigen Abschnitte 18 und 19 angeordneten
Ablagefächer 50 die an die Förderzellen 12 übergebenen Versandstücke 14 abzugeben
sind. Dazu wird in der Steuereinrichtung auf Grundlage der Vorgabedaten und der Versandadressen
aller an die Förderzellen übergebenen Versandstücke für jedes an die Förderzellen
übergebene Versandstück ein Ablagefach ermittelt, dessen Stellung in der Reihenfolge
der Ablagefächer längs der geradlinig verlaufenden Abschnitte 18 und 19, d.h. längs
der Abgabeabschnitte der Förderschleife, der Stellung der Versandadresse des betreffenden
Versandstükkes in der geordneten Reihenfolge aller an die Förderzellen übergebenen
Versandstücke entspricht.
[0032] Das bedeutet, dass dem Versandstück, dessen Versandadresse in der geordneten Reihenfolge
aller an die Förderzellen 14 übergebenen Versandstücke an erster Stelle steht, das
in der Förderrichtung 15 erste der längs des geradlinig verlaufenden Abschnitt 19
angeordneten Ablagefächer 50 zugeordnet wird. Entsprechendes gilt für die Versandstücke,
deren Versandadressen in der geordneten Reihenfolge aller Versandstücke an zweiter,
dritter usw. Stelle stehen. Wenn sämtliche längs des geradlinig verlaufenden Abschnitts
19 angeordnete Ablagefächer 50 einem der an die Förderzellen 12 übergebenen Versandstücke
zugeordnet worden sind, werden als nächstes Ablagefächer 50 des geradlinig verlaufenden
Abschnitts 18 in der durch die Förderrichtung bezeichneten Reihenfolge den weiteren
Versandstücken, deren Versandadressen in der geordneten Reihenfolge aller Versandstücke
an den entsprechenden Stellen stehen, zugeordnet. Auf diese Weise wird für jedes der
während des ersten Umlaufes der Förderschleife an die Förderzellen 12 übergebenen
Versandstücke 14 ein Ablagefach 50 ermittelt.
[0033] Beim nächsten Umlauf der Förderzellen 12 längs der Förderschleife wird mit der Steuereinrichtung
60 für jede Förderzelle 12 auf Grundlage der zuvor für die einzelnen Versandstücke
ermittelten Ablagefächer und Zuordnungsdaten ein Abgabesignal erzeugt, wenn die betreffende
Förderzelle das Ablagefach für das an sie übergebene Versandstück passiert, und an
die Fördereinrichtung 10 angelegt. Dazu ermittelt die Steuereinrichtung 60 zu jedem
Zeitpunkt die Position sämtlicher Förderzellen 12 bezüglich aller Ablagefächer 50.
Zu diesem Zweck reicht es aus, wenn mit der Steuereinrichtung 60 die Position einer
Förderzelle 12 bezüglich der Ablagefächer 50 kontinuierlich überwacht wird und die
Positionen der anderen Förderzellen 12 bezüglich der Ablagefächer 50 auf Grundlage
der so ermittelten Position der einen Förderzelle und einer vorgegebenen Positionsbeziehung
der Förderzellen untereinander ermittelt werden.
[0034] Ansprechend auf das Abgabesignal wird der Zellenboden 11 (vergleiche Figur 2) der
betreffenden Förderzelle 12 in eine Freigabestellung verlagert, so dass das daran
übergebene Versandstück 14 in der in Figur 2 durch den Pfeil 51 bezeichneten Richtung
nach unten in das entsprechende Ablagefach 50 fallen kann. Auf diese Weise werden
sämtliche während des ersten Umlaufs an die Förderzellen 12 übergebenen Versandstücke
14 während des zweiten Umlaufs an die entsprechenden Ablagefächer abgegeben. Danach
sind die Versandstücke 14 in den Ablagefächern 50 entsprechend der vorgegebenen Reihenfolge
geordnet.
[0035] Die Ablagefächer 50 sind aus ortsfest an der Fördereinrichtung 10 festgelegten Unterteilungselementen
52, mit denen die einzelnen Ablagefächer voneinander getrennt sind, und darunter angeordneten,
einer Anzahl von Ablagefächern gemeinsam zugeordneten Schubladen 54 gebildet (siehe
Figur 2). Zum Entnehmen der Versandstücke 14 aus den Ablagefächern 50 können die Schubladen
54 aus einer in Figur 2 mit durchgezogenen Linien eingezeichneten Aufnahmestellung
in eine in Figur 2 strichliniert dargestellte Entnahmestellung verlagert werden. In
der Entnahmestellung sind die Versandstücke 14 von den zur Sortierung benötigten Unterteilungselementen
52 getrennt, so dass sie ohne Behinderung durch diese Unterteilungselemente 52 aus
den Schubladen 54 entnommen werden können.
[0036] Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend erläuterte Ausführungsbeipiel beschränkt.
Beispielsweise ist auch daran gedacht, die Förderstrecke in mehreren Ebenen übereinander
anzuordnen, oder die Versandstücke nach Zustellbezirken zu ordnen.
1. Vorrichtung zum Ueberführen von in einer beliebigen Reihenfolge angelieferten flachen
Versandstücken (14) in eine nach ihren Versandadressen geordnete Reihenfolge, welche
in der Vorrichtung für eine Menge möglicher Versandadressen festlegbar ist, mit
einer Anzahl hintereinander längs einer in einem im wesentlichen horizontalen Uebergabeabschnitt
an einer Uebergabeeinrichtung (30) vorbeigeführten Förderstrecke (16, 17, 18, 19)
förderbarer Förderzellen (12),
einer in der Uebergabeeinrichtung (30) vorgesehenen Zuführöffnung, von der die Versandstücke
(14) in dem Uebergabeabschnitt längs einer auf eine Einführöffnung (13) der Förderzellen
(12) gerichteten Uebergaberichtung mit zu der Uebergaberichtung im wesentlichen paralleler
Ausrichtung ihrer Hauptebene in ihrer beliebigen Reihenfolge nacheinander an die Förderzellen
(12) übergeben werden,
einer die Zuordnung zwischen den einzelnen Förderzellen (12) und den an sie übergebenen
Versandstücken (14) darstellende Zuordnungsdaten erfassenden Steuereinrichtung (60)
und
einer Anzahl hintereinander längs eines Abgabeabschnitts (18, 19) der Förderstrecke
(16, 17, 18, 19) angeordneter Ablagen (50), an die die an die Förderzellen (12) übergebenen
Versandstücke (14) ansprechend auf von der Steuereinrichtung (60) auf Grundlage der
Zuordnungsdaten erzeugte Abgabesignale selektiv entsprechend der geordneten Reihenfolge
abgegeben werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Uebergaberichtung der Zuführeinrichtung im wesentlichen horizontal erstreckt
und die Hauptebene der Versandstücke im wesentlichen vertikal ausgerichtet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Versandstücke (14) von
der Zuführeinrichtung (30) einzeln von einem Stapel (40) aufrecht stehender Versandstücke
(14) abgezogen werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung
(30) ein umlaufendes Förderband (36) aufweist, dessen Hauptebene im wesentlichen vertikal
ausgerichtet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Uebergabeeinrichtung (30) eine automatische Leseeinrichtung (42) zugeordnet ist,
mit der die Versandadressen gelesen und der Steuereinrichtung (60) zugeführt werden.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Förderstrecke eine geschlossene Förderschleife (16, 17, 18, 19) ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehender Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Abgabeabschnitt (18, 19) im wesentlichen geradlinig verläuft.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Förderzellen (12) einen ansprechend auf das Abgabesignal von einer Förderstellung
in eine die Abgabe der Versandstücke (14) erlaubende Freigabestellung verlagerbaren
Wandungsbereich (11) aufweisen.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Abgabeabschnitt (18, 19) oberhalb der Ablagen (50) verläuft.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass der verlagerbare
Wandungsbereich (11) am Boden der Förderzellen (12) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Einführöffnung (13) in einem ausserhalb des Uebergabeabschnitts gelegenen Bereich,
insbesondere einem Kurvenbereich (16, 17) der Förderstrecke von einem feststehenden
Abdeckelement (20) abgedeckt werden.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Ablagen (50) aus Unterteilungselementen (52), mit denen die einzelnen Ablagen
voneinander getrennt sind, und einem zwischen einer Aufnahmestellung und einer Entnahmestellung
verlagerbaren, einer Anzahl von Ablagen (50) gemeinsamen Entnahmeelement (54) gebildet
sind, wobei die an die Ablagen (50) abgegebenen Versandstücke in der Entnahmestellung
des Entnahmeelementes (54) von den Unterteilungselementen (52) getrennt sind.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Förderzellen (12) zwei einander gegenüberliegende im Uebergabeabschnitt im wesentlichen
vertikal ausgerichtete Begrenzungswände (12a, 12b) aufweisen und die Einführöffnungen
(13) zwischen im Uebergabeabschnitt im wesentlichen vertikal verlaufenden freien Rändern
dieser Begrenzungswände gebildet sind.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
mit der Steuereinrichtung (60) für jedes an die Förderelemente (12) übergebene Versandstück
(14) auf Grundlage der geordneten Reihenfolge, der Versandadressen aller an die Förderelemente
(12) übergebenen Versandstücke (14) und der Zuordnungsdaten eine Ablage (50) ermittelbar
ist, deren Stellung in der Reihenfolge der Ablagen (50) längs des Abgabeabschnitts
(18, 19) der Stellung der Versandadressen des betreffenden Versandstücks (14) in der
geordneten Reihenfolge der Versandadressen aller an die Förderzellen (12) übergebenen
Versandstükke (14) entspricht.
14. Verfahren zum Ueberführen von in einer beliebigen Reihenfolge angelieferten Versandstücken
in eine nach ihren Versandadressen geordnete, für eine Menge möglicher Versandadressen
festgelegte Reihenfolge, bei dem die Versandstücke in ihrer beliebigen Reihenfolge
einzeln an jeweils eine Förderzelle aus einer Anzahl hintereinander längs einer Förderstrecke
förderbarer Förderzellen übergeben werden, die Zuordnung zwischen jeder Förderzelle
und dem an sie übergebenen Versandstück darstellende Zuordnungsdaten erfasst werden
und die Versandstücke ansprechend auf Abgabesignale, die auf Grundlage der Zuordnungsdaten
erzeugt werden, entsprechend der geordneten Reihenfolge selektiv an jeweils eine Ablage
aus einer Anzahl hintereinander längs eines Abgabeabschnitts der Förderstrecke angordneter
Ablagen abgegeben werden, dadurch gekennzeichnet, dass auf Grundlage der geordneten
Reihenfolge der Versandadressen aller an die Förderzellen übergebenen Versandstücke
und der Zuordnungsdaten für jedes an die Förderzellen übergebene Versandstück eine
Ablage ermittelt wird, deren Stellung in der Reihenfolge der Ablagen längs des Abgabeabschnitts
der Stellung der Versandadresse des betreffenden Versandstücks in der geordneten Reihenfolge
der Versandadressen aller an die Förderzellen übergebenen Versandstücke entspricht.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderzellen längs einer
geschlossenen Förderschleife gefördert werden.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Versandstücke während
eines ersten Umlaufs der Förderzellen längs der Förderschleife an die Förderzellen
übergeben werden, dann für jedes übergebene Versandstück die entsprechende Ablage
ermittelt wird und die Versandstücke danach während eines zweiten Umlaufs der Förderzellen
längs der Förderschleife an die Ablagen abgegeben werden.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Versandstücke
zur Uebergabe an die Förderzellen einzeln von einem Versandstückstapel abgezogen und
an die Förderzellen übergeben werden.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Versandadressen nach
dem Abziehen automatisch gelesen und erfasst werden.