| (19) |
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(11) |
EP 0 820 820 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.12.2004 Patentblatt 2004/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.07.1997 |
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| (54) |
Liegende Metallstrangpresse
Horizontal metal extrusion press
Presse d'extrusion de métaux horizontale
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
24.07.1996 DE 19629854
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.01.1998 Patentblatt 1998/05 |
| (73) |
Patentinhaber: SMS EUMUCO GmbH |
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51377 Leverkusen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Muschalik, Uwe
47239 Duisburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Valentin, Ekkehard, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte Hemmerich, Valentin, Gihske, Grosse,
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-88/03066 US-A- 4 379 398
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US-A- 4 103 529 US-A- 4 463 589
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die klassische Bauart von Metallstrangpressen weist einen aus einem Zylinderholm,
einem Gegenholm und diese verbindenden, meist vier Zugankern gebildeten Rahmen auf,
in welchem ein den Preßstempel beim direkten bzw. ein Verschlußstück beim indirekten
Preßverfahren tragender Laufholm und ein Aufnehmer für den zu verpressenden Block
in Richtung der Pressenlängsachse verschiebbar sind, während am Gegenholm eine Matrize
beim direkten bzw. ein Matrizenstempel beim indirekten Preßverfahren abgestützt ist.
Es ist zumeist ein einziger, die Preßkraft aufbringender, mittig angeordneter Plungerkolben
neben Hilfskolben für den Rückhub und die Aufnehmerbewegung vorgesehen und nur für
sehr große Preßkräfte sind mehrere Kolben und Zylinder vorgesehen.
[0002] Mit einer von der Preßkraftgröße her nicht unbedingt erforderlichen Aufteilung auf
zwei oder mehr Hauptpreßkolben und -zylinder, wobei die Kolben mit Kolbenstangen versehen
sind, die an die Stelle der Zuganker bei der klassischen Bauart treten indem sie mit
dem Gegenholm verbunden sind, hat man bei einer sowohl für das direkte und für das
indirekte Preßverfahren geeigneten Metallstrangpresse versucht, den baulichen Aufwand
der klassischen Bauart zu verringern, da hierdurch auf einen besonderen Laufholm verzichtet
werden und die Baulänge der Presse entsprechend verringert werden konnte (siehe "Hydraulische
Pressen und Druckflüssigkeitsanlagen", dritter Band von Ernst Müller, erschienen 1959
im Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg, Seiten 93 bis 95, Abb. 83 u. 84).
[0003] Diese Presse ist als sogenannter "Hinterlader" ausgebildet, bei dem der Gegenholm
mit einem Durchbruch mittig zur Pressenachse versehen ist, durch den der zu verpressende
Block in den Aufnehmer eingeschoben (geladen) wird, und es ist der Gegenholm mit einem
eine Matrize beim direkten bzw. eine Verschlußscheibe beim indirekten Preßverfahren
in die Pressenachse einbringenden Schieber versehen. Der gepreßte Strang tritt beim
direkten Preßverfahren durch die Matrize und den Durchbruch im Gegenholm aus, während
beim indirekten Preßverfahren der Strang entgegengesetzt durch den Matrizenstempel
und einen entsprechenden Durchbruch im Zylinderholm austritt, so daß zu beiden Seiten
der Presse Ausläufe vorgesehen sein müssen, wenn die Presse für beide Preßverfahren
eingesetzt werden soll. Um mit einem einzigen Auslauf auszukommen, ist auch vorgeschlagen
worden, den Aufnehmer der Presse so weit gegen den Zylinderholm verschiebbar einzurichten,
daß der Gegenholm anstelle einer Matrize bzw. Verschlußscheibe mit einem Matrizenstempel
und der Zylinderholm mit einer Verschlußscheibe versehen werden kann, so daß der Strang
stets durch den Durchbruch im Gegenholm austreten kann. Die Möglichkeit des Ladens
der Blöcke durch den Durchbruch im Gegenholm wird dadurch noch weiter erschwert weshalb
diese Presse nun nicht mehr als "Hinterlader" sondern als "Vorderlader" bei einer
Einbringung der Blöcke in die Pressenachse von der Seite her, und zwar nahe dem Gegenholm
beim direkten Pressen und nahe dem Zylinderholm beim indirekten Pressen, so daß für
den Lader, der in Richtung der Pressenachse verschiebbar sein muß, der gesamte Bereich
an einer Seite der Presse benötigt wird, worin ein erheblicher Nachteil dieser Anordnung
besteht.
[0004] Die Erfindung geht von einer Metallstrangpresse der letztgenannten, im Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 näher umrissenen Bauart aus, mit der Aufgabe, den durch die
Ausbildung und Anordnung der Ladevorrichtung bei den bekannten Pressen gegebenen Nachteil
zu beheben.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Ausbildung der Metallstrangpresse
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 erreicht, wodurch ein Laden
der zur Verpressung kommenden Blöcke unabhängig davon, ob die Presse in direktem oder
in indirektem Preßverfahren betrieben wird, in Richtung der Pressenachse durch den
Durchbruch im Hauptzylinderholm in gleicher Weise erfolgen kann. Die Presse kann hinsichtlich
ihrer Baulänge kurz gehalten werden und es können die Bewegungsabläufe in Verbindung
mit dem Ladevorgang in wesentlichen Teilen in zeitlicher Überschneidung stattfinden.
[0006] In einem Ausführungsbeispiel sind Einzelheiten einer Metallstrangpresse dargestellt
in
- Figur 1a
- in einer Seitenansicht, in
- Figur 1b
- in einer Aufsicht, in
- Figur 1c
- in einer Stirnansicht, in
- Figur 1d
- in einem Schnitt nach der in Figur 1b eingetragenen Schnittlinie d-d und in
- Figur 1e
- in einem Schnitt nach der in Figur 1b eingetragenen Schnittlinie e-e. Während in Figur
1a die Situation vor Beginn des Preßvorgangs zeigt ist in
- Figur 2
- in einer Seitenansicht die gleiche Presse in der Situation zum Ende des Preßvorganges
dargestellt.
- Figur 3
- zeigt eine Situation während des Ladens eines Preßblockes zu der in
- Figur 4
- eine Abwandlung gezeigt ist. Die gleiche Metallstrangpresse ist eingerichtet zur Ausübung
des indirekten Preßverfahrens dargestellt in
- Figur 5a
- in einer Seitenansicht, in
- Figur 5b
- in einer Aufsicht, in
- Figur 5c
- in einer Stirnansicht, in
- Figur 5d
- in einem Schnitt nach der in Figur 5b eingetragenen Schnittlinie D-D und in
- Figur 5e
- in einem Schnitt nach der in Figur 5b eingetragenen Schnittlinie E-E. Figur 5a zeigt
wiederum die Situation vor Beginn des Preßvorganges und die
- Figur 6
- die Situation zum Ende des Preßvorganges.
- Figur 7
- zeigt eine Situation während des Ladens eines Preßblockes im indirekten Preßverfahren.
[0007] Die dargestellte rahmenlose Metallstrangpresse weist einen Zylinderholm 21 und einen
Gegenholm 22 auf. In dem in Richtung der Pressenachse beweglich abgestützten Zylinderholm
21 sind vier Hauptzylinder 23 in gleichmäßiger Verteilung konzentrisch zur Pressenachse
angeordnet. Die in den Hauptzylindern 23 geführten Kolben 24 sind beidseitig mit Kolbenstangen
25 und 26 versehen, von denen die Kolbenstangen 25 mit dem ortsfest angeordneten Gegenholm
22 verbunden sind. Die Hauptzylinder 23 sind von Zylinderböden oder -deckeln gegenüber
den Kolbenstangen 25 und 26 gleichen Durchmessers abgedichtet, so daß sich beiderseits
der Kolben 24 Zylinderräume 23a und 23b gleicher Wirkfläche ergeben. Durch Beaufschlagung
der Kolben 24 in den Zylinderräumen 23a wird der Zylinderholm 21 auf den ortsfesten
Gegenholm 22 zu bewegt. Mit einem von dem Zylinderholm 21 getragenen Preßstempel 27
wird aus einem Aufnehmer 28 durch eine Matrize 29 ein Block zu einem Strang verpreßt.
Die Matrize 29 stützt sich ab an dem Gegenholm 22 der des weiteren zur Abstützung
von Hilfs-Kolben-Zylinder-Einheiten 30 dient, deren Kolbenstangen 30a mit dem Blockaufnehmer
28 verbunden sind. Die Hilfs-Kolben-Zylinder-Einheiten 30 dienen zur Anpressung des
Blockaufnehmers 28 an die Matrize 29 beim Verpressen eines Blockes, zum Absetzen des
Blockaufnehmers 28 von der Matrize 29 beim Abtrennen des Preßrestes und bei entsprechender
Bemessung auch zum weiteren Verschieben des Blockaufnehmers 28.
[0008] Die Verschiebung des Zylinderholms 21 zum Arbeitshub erfolgt entsprechend der Verpressung
eines Blockes zum Strang relativ langsam durch Beaufschlagung der Kolben 24 aus den
Zylinderräumen 23a über die Druckölzuleitungen 31 während das aus den Zylinderräumen
23b verdrängte Öl über die Leitungen 32 abgeführt wird in einen Öltank 33. Für den
schnellen Rückzug oder einen Vorschub im Eilgang des Zylinderholms 21 sind Hilfs-Kolben-Zylinder-Einheiten
34 vorgesehen die doppelt wirkend und entsprechend beaufschlagbar sind. Bei der schnellen
Rückzugbewegung bzw. der Vorschubbewegung im Eilgang des Zylinderholms 21 sind große
Ölmengen aus den Zylindern 23 zu verdrängen, was in einem Volumenaustausch zwischen
den Zylinderräumen 23a und 23b der Zylinder 23 erfolgt, die hierzu über Kurzschlußleitungen
35 verbunden sind, in denen sich schaltbare Sperrventile (entsperrbare Rückschlagventile)
36 befinden. Die Kurzschlußleitungen 35 und die Ventile 36 weisen Querschnittsbemessungen
auf, die den schnellen Volumenaustausch zwischen den Zylinderräumen 23a und 23b gestatten.
Zur Abstützung der Hilfs-Kolben-Zylinder-Einheiten 34 ist ein Stützholm 37 vorgesehen,
der mit den von ihm abgestützten Kolbenstangen 26 verbunden ist. Der Stützholm 37
ist in Richtung der Pressenachse zum Ausgleich der Dehnung der Kolbenstangen 25/26
beweglich abgestützt.
[0009] In den Figuren 1 bis 4 ist die Einrichtung der Presse für das direkte Preßverfahren
und den Figuren 5 bis 7 bei Einrichtung der Presse für das indirekte Preßverfahren
dargestellt. Die vier in einem Zylinderholm 21 zusammengefaßten Hauptzylinder sind
an beiden Enden mit Führungsbuchsen 38 und Dichtungsringen 39 für die in ihren Durchmessern
gleichen Kolbenstangen 25 und 26 versehen, wobei sich entsprechend dem gegebenen Abstand
der Führungsbuchsen 38 an den Enden der Hauptzylinder 23 stabile Führungen der Kolben
24 mit ihren Kolbenstangen 25 und 26 ergeben, die somit geeignet sind, die Zuganker
(Säulen) der klassischen Rahmenbauweise der Pressen zu ersetzen.
[0010] Für den Betrieb der Presse im direkten Preßverfahren (Fig. 1 bis 4) ist der Zylinderholm
21 mit einem in Führungen 40 quer zur Pressenachse verschiebbaren als Schieber ausgebildeten
Halter 41 versehen, der von einer Kolben-Zylinder-Einheit 42 betätigt wird. Der Halter
41 trägt den Preßstempel 27 und ist in Schieberichtung versetzt zur Stempelaufnahme
mit einem Durchgangsloch 43 versehen, welches im Wechsel mit dem Preßstempel 27 in
die Pressenachse eingebracht werden kann, so daß durch dieses Durchgangsloch 43 ein
Preßblock geladen werden kann, wie in den Figuren 3 und 4 gezeigt ist. Der Gegenholm
22 ist mit einer Matrizenwechselvorrichtung 44 versehen, die quer zur Pressenachse
verschiebbar ist und mit Aufnahmen 45 für auszuwechselnde Matrizen 29 versehen ist.
Während des Verpressens eines Blockes ist der Aufnehmer 28 von den Kolben-Zylinder-Einheiten
30 fest gegen die Matrize 29 gepreßt. Nach beendetem Preßvorgang wird der Aufnehmer
28 von den Kolben-Zylinder-Einheiten 30 so weit von der Matrize 29 entfernt, daß zwischen
Aufnehmer 28 und Matrize 29 ein Abtrennen des Preßrestes möglich ist, wie dies in
Figur 3 gezeigt ist.
[0011] In Figur 3 ist des weiteren das Laden eines zur Verpressung anstehenden Blockes dargestellt,
das gleichzeitig mit dem Abtrennen des Preßrestes erfolgt. Hierzu ist der Halter 41
in die Position verbracht, in der sich die Durchgangsbohrung 43 in der Pressenachse
befindet. Mit einer nicht dargestellten Hubvorrichtung ist ein Brückenstück 46 zwischen
den Aufnehmer 28 und die Durchgangsbohrung 43 im Halter 41 eingebracht. Von einem
Blocktransport 47 ist ein zu verpressender Block in den Raum zwischen dem Zylinderholm
21 und dem Stützholm 37 bis in die Pressenachse verbracht. Eine als Einstoßstange
ausgebildete Kolbenstange 48 einer Kolben-Zylinder-Einheit 49, die an dem Stützholm
37 in der Pressenachse befestigt ist, stößt den zu ladenden Preßblock durch eine Öffnung
50 im Zylinderholm 21 und durch die Durchgangsbohrung 43 im Halter 41 über das Brückenstück
46 in die Bohrung des Aufnehmers 28. Nach dem Rückzug der Kolbenstange 48, dem Absenken
des Brückenstücks 46 und dem Verschieben des Preßstempels 27 zurück in die Pressenachse
kann der nächste Preßvorgang beginnen (in Figur 1a dargestellte Ausgangsposition).
Die Bewegungsabläufe sind so gesteuert, daß sie sich weitmöglichst zeitlich überschneiden.
[0012] Eine andere Möglichkeit des Ladens eines zur Verpressung anstehenden Blockes zeigt
die Figur 4. Unter Einsparung eines heb- und senkbaren Brückenstücks ist der Aufnehmer
28 von der Kolben-Zylinder-Einheit 30 bis vor den Halter 41 verschiebbar nachdem zuvor
der Preßstempel 27 von dem Halter 41 so weit seitlich verschoben worden ist, daß er
außerhalb des Fahrbereichs des Aufnehmers 28 und die Durchgangsbohrung 43 im Halter
41 in der Pressenachse liegt. Der von dem Blocktransport 47 in den Raum zwischen Zylinderholm
21 und Stützholm 37 in die Pressenachse eingebrachte Block wird von der Einstoß-/Kolbenstange
48 der Kolben-Zylinder-Einheit 49 durch die Öffnung 50 im Zylinderholm 21 und die
Durchgangsbohrung 43 im Halter 41 in die Bohrung des Aufnehmers 28 eingestoßen.
[0013] Für den Betrieb der Presse im indirekten Preßverfahren (Fig. 5 bis 7) ist in der
Führung 40 am Zylinderholm 21 ein als Schieber ausgebildeter Halter 51 quer zur Pressenachse
verschiebbar, der mit einer Verschlußscheibe 52 und einer Durchgangsbohrung 53 versehen
ist. Beim Verpressen eines Blockes drückt der Zylinderholm 21 über die Verschlußscheibe
52 den Aufnehmer 28 in Richtung auf den Gegenholm 22 zu. Am Gegenholm 22 ist ein gegen
die Matrizenwechselvorrichtung für das direkte Pressen ausgetauschter Schieber 54
abgestützt, der in einer Führung 55 quer zur Pressenachse verschiebbar ist und einen
Matrizenstempel 56 trägt, auf den der Aufnehmer 28 aufgeschoben wird, wobei der Block
aus dem Aufnehmer 28 zum Strang verpreßt wird. Zum Ende des Preßvorgangs wird die
in Fig. 6 dargestellte Position erreicht. Es wird dann der Zylinderholm 21 zurückgefahren,
so daß sich die Verschlußscheibe 52 vom Aufnehmer 28 löst, so daß der Halter 51 so
weit verschoben werden kann, daß sich die Durchgangsbohrung 53 in der Pressenachse
befindet. Dem Zylinderholm 21 folgend wird der Aufnehmer 28 in die Ausgangsstellung
(siehe Fig. 7) zurückgefahren. Ein von dem Blocktransport 47 in den Raum zwischen
dem Zylinderholm 21 und dem Stützholm 37 und in die Pressenachse verbrachter Preßblock
wird von der Einstoß-/Kolbenstange 48 der Kolben-Zylinder-Einheit 49 durch die Öffnung
50 in der Zylindertraverse 21 und die Durchgangsbohrung 53 im Halter 51 in die Bohrung
des Aufnehmers 28 eingestoßen, so daß die Presse für einen folgenden Preßvorgang bereitsteht.
Es ist selbstverständlich, daß in den Ablauf Zwischenoperationen wie das Ausräumen
des Aufnehmers durch einen gegen den Matrizenstempel 56 austauschbaren Räumstempel
57 sowie das Abtrennen eines Preßrestes unter Verschiebung des Aufnehmers 28 eingeschoben
werden können. Der Matrizenstempel 56 und der Räumstempel 57 sind dazu auf dem Schieber
54 befestigt und wechselweise in die Pressenachse verschiebbar, wobei sich der jeweils
aus der Pressenachse entfernte Stempel 56 bzw. 57 außerhalb des Fahrbereichs des Aufnehmers
28 befindet.
1. Liegende, für das direkte oder indirekte Preßverfahren ausgebildete Metallstrangpresse,
die mit zwei oder mehreren in gleichmäßiger Verteilung konzentrisch zur Pressenachse
angeordneten, in einem Hauptzylinderholm (21) zusammengefaßten Zylindern (23) und
in diesen bewegten Hauptkolben (24) mit Kolbenstangen (25) versehen ist, wobei die
Kolbenstangen (25) mit einem ortsfest verankerten Gegenholm (22) verbunden sind, der
Gegenholm (22) eines der Preßwerkzeuge (Aufnehmer (28) mit Matrize (29) beim direkten,
oder Matrizenstempel (56) beim indirekten Preßverfahren) und der in Richtung der Pressenachse
zum Gegenholm (22) verschiebbare Hauptzylinderholm (21) das andere der Preßwerkzeuge
(Preßstempel (27) beim direkten oder Aufnehmer (28) mit Verschlußscheibe (52) beim
indirekten Preßverfahren) trägt, Gegenholm (22) und Hauptzylinderholm (21) mit einem
Durchbruch (50) in der Pressenachse versehen sind und daß weitere Kolben-Zylinder-Einheiten
(34) für den Leerhub und Rückzug des Hauptzylinderholms (21) vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchbruch (50) im Hauptzylinderholm (21) eine für das Einbringen eines Blockes
längs der Pressenachse durch den Durchbruch (50) hindurch in den Aufnehmer (28) der
Presse geeignete Bemessung aufweist und daß der Hauptzylinderholm (21) an seiner dem
Gegenholm (22) zugewandten Stirnfläche mit einer rechtwinklig auf die Pressenachse
gerichteten Führung (40) versehen ist, in der ein Halter (41, 51) für den Preßstempel
(27) beim direkten oder die Verschlußscheibe (52) beim indirekten Preßverfahren quer
zur Pressenachse verschiebbar und damit den Durchbruch (50) im Hauptzylinderholm (21)
in Richtung der Pressenachse freigebend angeordnet ist.
2. Metallstrangpresse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Aufnehmer (28) bei seitlich ausgefahrenem Preßstempel (27) bis vor die Führung
des Halters (41) für den Preßstempel (27) an der Stirnfläche des Hauptzylinderholms
(21) zur unmittelbaren Übernahme eines Blockes verschiebbar ist.
3. Metallstrangpresse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zwischenraum für den Preßstempel (28) zwischen Aufnehmer (28) und den Führungen
(40) des Halters (41) an der Stirnfläche des Hauptzylinderholms (21) durch ein einund
ausbringbares, einen Block stützendes Brückenstück (46) schließbar ist.
4. Metallstrangpresse nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Brückenstück (46) heb- und senkbar ist.
5. Metallstrangpresse nach Anspruch 3,
dadurch gekenzeichnet,
daß des Brückenstücks (46) vorderer Teil eine durch den Durchbruch (50) im Hauptzylinderholm
(21) ein- und ausfahrbares Tragelement für einen Block ist.
1. A horizontally arranged metal bar extrusion press that is suitable for the direct
or the indirect pressing method and provided with two or more cylinders (23) that
are arranged in uniform distribution concentric to the press axis and combined in
a main cylinder beam (21), as well as main pistons (24) with piston rods (25) that
are displaced in said cylinders, wherein the piston rods (25) are connected to a stationarily
anchored counter beam (22), wherein the counter beam (22) carries one of the pressing
tools (container (28) with a die (29) in the direct pressing method or punch (56)
in the indirect pressing method) and the main cylinder beam (21) that can be displaced
toward the counter beam (22) in the direction of the press axis carries the other
pressing tool (ram (27) in the direct pressing method or container (28) with sealing
washer [unconfirmed translation] (52) in the indirect pressing method), wherein the
counter beam (22) and the main cylinder beam (21) are provided with an opening (50)
in the press axis, and wherein additional piston-cylinder units (34) are provided
for the idle stroke and the retraction of the main cylinder beam (21),
characterized in
that the opening (50) in the main cylinder beam (21) has suitable dimensions for introducing
a block into the container (28) of the press along the press axis through the opening
(50), and in that the face of the main cylinder beam (21) that points to the counter
beam (22) is provided with a guide (40) that is directed perpendicular to the press
axis, wherein a holder (41, 51) for the ram (27) in the direct pressing method or
the sealing washer (52) in the indirect pressing method can be displaced in said guide
transverse to the press axis such that the opening (50) in the main cylinder beam
(21) is unblocked in the direction of the press axis.
2. The metal bar extrusion press according to Claim 1,
characterized in
that the container (28) can be displaced up to a point in front of the guide of the holder
(41) for the ram (27) on the face of the main cylinder beam (21) while the ram (27)
is laterally extended in order to directly transfer a block.
3. The metal bar extrusion press according to Claim 1,
characterized in
that the intermediate space for the ram (28) between the container (28) and the guides
(40) of the holder (41) on the face of the main cylinder beam (21) can be closed by
means of a displaceable bridge section (46) that supports a block.
4. The metal bar extrusion press according to Claim 3,
characterized in
that the bridge section (46) can be raised and lowered.
5. The metal bar extrusion press according to Claim 3,
characterized in
that the front part of the bridge section (46) is realized in the form of a support element
for a block that can be retracted and extended through the opening (50) in the main
cylinder beam (21).
1. Presse horizontale à filer le métal conçue pour procédé de presse direct ou
indirect, qui est équipée de deux cylindres (23) disposés suivant une répartition
régulière concentriquement par rapport à l'axe de la presse et regroupés dans un sommier
de cylindres principaux (21) et est équipée dans ces pistons principaux (24) déplacés
de tiges de pistons (25), les tiges de pistons (25) étant reliées à un contre-sommier
(22) ancré à un emplacement fixe, le contre-sommier (22) d'un des outillages de presse
(récepteur (28) à matrice (29) en cas de procédé de presse direct ou poinçon à matrice
(56) en cas de procédé de presse indirect) et le sommier de cylindres principaux (21)
déplaçable en direction de l'axe de presse vers le contre-sommier (22) supportant
l'autre outillage de presse (poinçon de presse (27) en cas de procédé de presse direct
ou récepteur (28) avec disque de fermeture (52) en cas de procédé de presse indirect),
le contre-sommier (22) et le sommier de cylindres principaux (21) étant pourvus d'une
percée (50) dans l'axe de la presse et étant prévues d'autres unités pistons-cylindres
(34) pour la course à vide et le retrait du sommier de cylindres principaux (21),
caractérisée en ce que
la percée (50) pratiquée dans le sommier de cylindres principaux (21) présente un
dimensionnement approprié pour l'introduction d'un bloc le long de l'axe de la presse
à travers la percée (50) dans le récepteur (28) de la presse et que le sommier de
cylindres principaux (21) est pourvu, sur sa surface frontale tournée vers le contre-sommier
(22) d'un guide (40) orienté orthogonalement par rapport à l'axe de la presse et dans
lequel est disposé de manière déplaçable transversalement à l'axe de la presse un
support (41, 51) pour le poinçon de presse (27) en cas de procédé de presse direct
ou le disque de fermeture (52) en cas de procédé de presse indirect, libérant ainsi
la percée (50) du sommier de cylindres principaux (21) en direction de l'axe de la
presse.
2. Presse à filer le métal selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le récepteur (28), lorsque le poinçon de presse (27) est sorti latéralement jusque
devant le guide du support (4) pour le poinçon de presse (27), est déplaçable sur
la surface frontale du sommier de cylindres principaux (21) afin de récupérer directement
un bloc.
3. Presse à filer selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'intervalle pour le poinçon de presse (28) entre le récepteur (28) et les guides
(40) du support (41), sur la surface frontale du sommier de cylindres principaux (21),
peut être fermé au moyen d'une pièce en pont (46) pouvant être rentrée et sortie et
soutenant un bloc.
4. Presse à filer le métal selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
la pièce en pont (46) peut être montée et descendue.
5. Presse à filer le métal selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
la partie située la plus en avant de la pièce en pont (46) est un élément porteur
pour un bloc et pouvant être rentré et sorti à travers la percée (50) du sommier de
cylindres principaux (21).