[0001] Die Erfindung betrifft ein Farbwerk für Rotationsdruckmaschinen nach dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
[0002] Aus der DE-AS 26 29 331 ist ein Farbwerk mit einer im Gestell drehbar gelagerten
Walze in Gestalt eines Farbduktors und einem von diesem abschwenkbar gelagerten Farbbehälters
in Gestalt eines Farbkastens bekannt.
[0003] Eine analoge Einrichtung zeigt auch die DE 42 24 775 A1, bei der der Farbkasten abweichend
zur voranstehenden Lösung in auf einer mit dem Gestell verbundenen Traverse befestigten
Lagern schwenkbar gelagert ist.
[0004] Bei den genannten Einrichtungen ist ein Farbwechsel im dazu ungünstig positionierten
Farbkasten nur relativ umständlich durchführbar. In der DE 42 24 775 benutzt man zum
Entleeren des Farbkastens eine Rakel, mit der die Farbe über eine unebene, steil ansteigende
Bodenfläche in einen am oberen Rand des Farbkastens angeordneten Behälter gestrichen
wird. Damit ist eine weitestgehend Farbrückstände vermeidende Entleerung des Farbkastens
nur schwierig realisierbar.
[0005] Ein gründliches Waschen des Farbkastens sowie des Farbduktors ist mangels guter Zugänglichkeit
erschwert.
[0006] Ähnliche Probleme treten auch bei einem Farbbehälter in der allgemein bekannten Gestalt
einer an einer Rasterwalze schwenkbar angeordneten Kammerrakel auf, bei deren Abschwenken
von der Rasterwalze die Gefahr eines Austrittes von Restfarbe besteht und deren Reinigung
wegen eingeschränkter Zugänglichkeit erschwert ist.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Farbwerk für Rotationsdruckmaschinen
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 zu schaffen, das sowohl eine weitestgehend Farbrückstände
vermeidende, bedienfreundliche Farbentleerung des Farbbehälters als auch eine gründliche
Säuberung bei guter Zugänglichkeit von letzterem sowie der Walze ermöglicht.
[0008] Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 sowie die Erfindung
in vorteilhafter Weise ausgestaltenden Unteransprüche erfüllt.
[0009] Die Kombination der Schwenkbewegungen des Farbbehälters und der die Walze tragende
Halterung ermöglicht günstige Bedingungen für sowohl die Farbentleerung des Farbbehälters
als auch die Säuberung von letzterem sowie der Walze, inclusive Waschen. Insbesondere
können die Walze und der Farbbehälter gemeinsam in eine die Walze von der abfließenden
Farbe freisetzende Stellung geschwenkt werden, so daß beim nachfolgenden Abschwenken
des Farbbehälters von der Walze ein Farbaustritt vermieden wird. Insbesondere wird
die Farbentleerung eines Farbbehälters bzw. die Entnahme eines zusätzlichen Einsatzes
begünstigt, und für eine sehr gute Zugänglichkeit beim Waschen ist von der bereits
geschwenkten Walze zusätzlich der Farbbehälter abschwenkbar.
[0010] Auch gestattet die erfindungsgemäße Lösung eine Unterbrechung des Kontaktes der weiterhin
betriebsbereiten aus Walze und Farbduktor bestehenden Einrichtung von einer nachgeordneten
Übertragungswalze. Dabei ist die Walze in jeder Schwenkstellung bedarfsweise antreibbar.
[0011] Die mit einem Farbbehälter in Gestalt einer Kammerrakel zusammenarbeitende Walze
kann mit Vertiefungen zur Farbaufnahme ausgestattet sowohl als Rasterwalze für ein
Kurzfarbwerk als auch als gleichmäßige strukturierte Formwalze für beispielsweise
einen Fondsdruck oder als ungleichmäßig strukturierte Formwalze für den allgemeinen
Druck gestaltet sein.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den zugehörigen
Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- eine erfindungsgemäße Einrichtung mit einem schwenkbaren Farbbehälter als Farbkasten
und einer koaxial zu diesem schwenkbar gelagerten, der Lagerung einer Walze als Farbkastenwalze
dienenden Halterung in der Betriebsstellung als Seitenansicht;
- Fig. 2:
- die Einrichtung gemäß Fig. 1 in der Farbwechselstellung;
- Fig. 3:
- die Einrichtung mit gegenüber Fig. 2 zusätzlich von der Farbkastenwalze abgeschwenktem
Farbkasten;
- Fig. 4:
- die Einrichtung mit in Betriebsstellung stehender Farbkastenwalze und zwecks Reinigung
von dieser abgeschwenktem Farbkasten;
- Fig. 5:
- die Einrichtung gemäß Fig. 1 in einer von einer nachgeordneten Übertragungswalze abgestellten
Stellung;
- Fig. 6:
- eine Vorderansicht der Einrichtung gemaß Fig. 1 mit teilweise in die Darstellungsebene
gedrehten Funktionselementen;
- Fig. 7:
- eine Variante der Einrichtung gemäß Fig. 1 mit einem der Lagerung und als Traverse
für die Halterung dienenden Rohr;
- Fig. 8:
- eine Vorderansicht der Einrichtung gemaß Fig. 7 mit teilweise in die Darstellungsebene
gedrehten Funktionselementen;
- Fig. 9:
- eine Variante der Einrichtung gemäß Fig. 1 mit einem zur Lagerung der Halterung in
dieser achsparallel versetzt gelagerten Farbkasten;
- Fig.10:
- eine Variante zu Fig. 6 und 8 der Lagerung und des Antriebes der Farbkastenwalze mittels
Schneckentriebes;
- Fig.11:
- eine gegenüber Fig. 10 geänderte Variante mit einem Scheibenläufermotor;
- Fig.12:
- eine erfindungsgemäße Einrichtung mit einem schwenkbaren Farbbehälter als Kammerrakel,
einer Walze als Rasterwalze und mit analog zu Fig. 9 achsparallel versetzt angeordneten
Schwenkachsen der Kammerrakel und der Halterung der Rasterwalze in der Betriebsstellung
als Seitenansicht;
- Fig.13:
- eine Variante zu Fig. 11 mit koaxial angeordneten Schwenkachsen.
[0013] Fig. 1 zeigt in Verbindung mit Fig. 6 eine in einer Halterung 1 drehbar gelagerte,
antreibbare Walze I in Gestalt einer Farbkastenwalze 2, an die ein Farbbehälter II
in Gestalt eines Farbkastens 3 angeschwenkt ist. Die aus zwei mittels Traversen 4,
5 starr miteinander verbundenen Hebeln 6, 7 bestehende Halterung ist mit dem Farbkasten
auf einer Achse 8 zu letzterem getrennt schwenkbar gelagert. Die jeweils innen am
Gestell anliegende Achse 8 besitzt axial eine zu einer gleichartigen Paßbohrung 10
im Geste 9 fluchtende Paßbohrung 11, in der ein in die Paßbohrung 10 im Geste 9 eingreifender
Paßbolzen 12 sitzt. Außerdem ist die Achse 8 jeweils stirnseitig mit dem Gestell 9
verschraubt (Fig. 6).
[0014] An dem Hebel 6 ist seitlich, koaxial zur Farbkastenwalze 2 ein Motor 13 angeflanscht,
der mit der Farbkastenwalze 2 über eine feste Kupplung 14 verbunden ist. Das Geste
9 ist für den Motor 13 mit einer das Schwenken der Halterung 1 ermöglichenden Aussparung
15 ausgestattet.
[0015] Wie Fig. 1 zu entnehmen, ist der Farbkasten 3 in der an die Farbkastenwalze 2 angeschwenkten
Stellung gegenüber der Halterung 1 arretierbar. Dazu greift ein im Gehäuse des Farbkastens
axial verschiebbar geführter Arretierungsbolzen 16 in eine zu diesem fluchtende Bohrung
17 der Halterung 1 ein.
[0016] In der Betriebsstellung liegt die Halterung 1 an einem einstellbaren Anschlag 18
den Kontakt der Farbkastenwalze 2 zu einer nachgeordneten Übertragungswalze 19 begrenzend
an.
[0017] Während die Halterung 1 sowie der arretierte Farbkasten 3 gemeinsam mittels eines
druckmittelbetrieben, an der Halterung 1 angreifenden und am Geste angelenkten Arbeitszylinders
20 geschwenkt wird, erfolgt dies getrennt für den entarretierten Farbkasten 3 von
Hand unter Zuhilfenahme eines an diesem befestigten Griffes 21, wobei die Schwenkbewegung
des Farbkastens 3 günstigerweise durch einen nicht dargestellten Anschlag bzw. eine
Arretierung gegenüber der Halterung begrenzbar ist.
[0018] Zur Erleichterung eines Farbwechsels ist der Farbkasten 3 mit einem wechselbaren
Farbkasteneinsatz 22 ausgestattet.
[0019] Desweiteren ist unterhalb der Farbkastenwalze 2 eine sich im Betriebszustand bis
zu dem axialen Spalt zwischen dieser und dem Farbkasten 3 erstreckende, wechselbar
am Gestell befestigte Tropfwanne 23 angeordnet.
[0020] In Fig. 6 sind vier Farbkästen 3 in jeweils viertelbahnbreiter Ausführung getrennt
schwenkbar nebeneinander angeordnet. Diese sind alternativ gegen einen voll- oder
einen bzw. zwei halbbahnbreite Farbkästen austauschbar. Zur Erleichterung der Montage
des Farbkastens 3 kann gemäß der nur in Fig. 1 strichpunktiert dargestellten Variante
mit einem dazu geringfügig geänderten Gehäuse des Farbkastens die Lagerung 24 für
den Farbkasten 3 mehrteilig aus radial auf der Achse 8 miteinander verschraubbaren
Lagerschalen 25; 26 ausgeführt werden. Damit ist auch ein schneller Austausch verschiedenbreiter
Farbkästen möglich.
[0021] In Fig. 2 ist die Halterung 1 mittels des Arbeitszylinders 20 gemeinsam mit dem gegenüber
der Halterung arretierten Farbkasten 3 in eine Farbwechselstellung geschwenkt, in
der die Farbe 27 völlig von der Farbkastenwalze 2 ab in den rückwärtigen Bereich des
Farbkasteneinsatzes 22 geflossen ist, so daß dieser ohne die Gefahr eines Farbaustrittes
an seiner zur Farbkastenwalze 2 offenen Seite dem Farbkasten 3 unter Zuhilfenahme
eines Griffes 28 entnommen werden kann.
[0022] Fig. 3 zeigt gegenüber Fig. 2 einen nach dem Lösen des Arretierbolzens 16 aus der
Bohrung 17 der Halterung 1 von der Farbkastenwalze 3 zusätzlich abgeschwenkten Farbkasten
3, womit die gesamte Einrichtung für die Reinigung optimal zugänglich ist.
[0023] Fig. 4 zeigt die Halterung 1 mit der Farbkastenwalze 2 im Kontakt zur Übertragungswalze
19 analog zu Fig. 1 und den Farbkasten 3 analog zu Fig. 3 in der eine Reinigung ermöglichenden,
von der Farbkastenwalze 3 abgeschwenkten Stellung.
[0024] Fig. 5 zeigt eine von der Übertragungswalze 19 abgestellte und damit im Kontakt der
Farbkastenwalze 2 zur Übertragungswalze 19 unterbrochene, ansonsten jedoch betriebsbereite
Einrichtung.
[0025] Fig. 7 und 8 zeigen eine gegenüber den Fig. 1 und 6 dahingehend geänderte Einrichtung,
daß die Halterung 1' mittels eines die beiden Hebel 6', 7' fest verbindenden, auf
der Achse 8 gelagerten, den Farbkasten 3' verschwenkbar tragenden Rohres 29 als Traverse
wirksam versteift ist. Der Arretierbolzen 16' des Farbkastens 3' greift bei dieser
Ausführung in die in dem Rohr 29 angeordneten Bohrung 17' ein.
[0026] Zusätzlich ist in Fig. 7 der Farbkasten 3' mittels eines einerseits an einem an dem
Rohr 29 befestigten, die Lagerung 24' des Farbkastens 3' in einer eine Schwenkbewegung
ermöglichenden Aussparung 30 radial durchsetzenden Hebel 31 und anderenseits an dem
Farbkasten 3'angelenkten Arbeitszylinders 32 verschwenkbar.
[0027] Fig. 9 zeigt einen gegenüber der Lagerung der Halterung 1'' achsparallel versetzt
in dieser gelagerten Farbkasten 3''. Dazu sind an dem Rohr 29' und an dem Farbkasten
3'' sich gegenseitig überlappende Lagerhebel 33, 34 befestigt, die parallel zur Achse
8' der Halterung 1'' jeweils von einem Lagerbolzen 35 durchsetzt sind.
[0028] Fig. 10 zeigt als Antriebsvariante für eine mit einer gestellfesten Achse 36 sowie
einem auf letzterer verdrehbar gelagerten Walzenmantel 37 ausgestattete Farbkastenwalze
2', wie ein an dem Hebel 6'' seitlich befestigter Motor 38 mittels einer Schnecke
39 ein an dem Walzenmantel 37 koaxial befestigtes Schneckenrad 40 antreibt.
[0029] In Fig. 11 treibt eine zu Fig. 10 gleichartig gestaltete Farbkastenwalze 2'' ein
Scheibenläufermotor 41 an, dessen Rotor 42 koaxial am Walzenmantel 37' befestigt ist
und Stator 43 auf der Achse 36' sitzt.
[0030] Nicht dargestellt ist der Antrieb für die Farbkastenwalze 2; 2'; 2'' auch derart
gestaltbar, daß auf der Achse 8 bzw. dem Rohr 29; 29' koaxial zur Schwenkachse der
Halterung 1; 1'; 1'' ein beliebig antreibbares Antriebsrad drehbar gelagert ist, das
über einen Trieb mit der Farbkastenwalze 2; 2'; 2'' in Verbindung steht. Dabei ist
das Antriebsrad als Zahnscheibe ausführbar, die mittels formschlüssigen Zugmittels
als Kette oder Zahnriemen eine mit der Farbkastenwalze 2 bzw. deren Walzenmantel 37;
37' fest verbundene, koaxiale Zahnscheibe antreibt.
Denkbar ist auch, die Zahnscheiben durch Stirnzahnräder zu ersetzen, die über mindestens
ein in der Halterung 1; 1'; 1'' gelagertes Zwischenstirnzahnrad miteinander im Eingriff
stehen.
[0031] Die Fig. 12 und 13 zeigen in schematischer Darstellung als Farbbehälter II' eine
Kammerrakel 44; 44' und als Walze I' eine Rasterwalze 45; 45', wobei in Fig. 12 die
Kammerrakel 44 analog zu dem Farbkasten 3'' in Fig. 9 zur Schwenkachse der die Rasterwalze
45 tragenden Halterung 46 achsparallel versetzt in der Halterung 46 und in Fig. 13
die Kammerrakel 44' analog zu dem Farbkasten 3; 3'in den Fig. 1 bis 8 koaxial zur
Schwenkachse der die Rasterwalze 45' tragenden Halterung 46' schwenkbar gelagert ist.
Die gleichmäßig strukturiert mit Vertiefungen zur Farbaufnahme ausgestattete Rasterwalze
45; 45' ist insbesondere für die mit Kammerrakel und Rasterwalze arbeitenden Kurzfarbwerke
geeignet, wobei die Rasterwalze 45; 45' eine Übertragungswalze 47'; 47 des jeweiligen
Kurzfarbwerkes einfärbt.
Es ist jedoch auch möglich, anstatt der Rasterwalze 45; 45'als Walze eine mit Vertiefungen
zur Farbaufnahme ausgestattete Formwalze vorzusehen, die im indirekten Druckverfahren
eine Übertragungswalze einfärbt. Die Formwalze kann dabei sowohl gleichmäßig strukturiert
für beispielsweise einen Fondsdruck oder ungleichmäßig strukturiert für den allgemeinen
Druck ausgeführt werden.
[0032] Die speziell für eine aus Farbkasten 3; 3'; 3'' und Farbkastenwalze 2; 2'; 2'' bestehende
Einrichtung beschriebenen und dargestellten Lösungsvarianten gemäß Fig. 1 bis 11 sind
bezüglich Halterung, Lagerung und Antrieb der Farbkastenwalze sowie Lagerung des Farbkastens
auch auf die Kammerrakel 44; 44' und die Rasterwalze 45; 45' gemäß Fig. 11 und 12
übertragbar.
1. Farbwerk für Rotationsdruckmaschinen mit
- einer drehbar gelagerten, antreibbaren Walze,
- mindestens einem eine Reinigung und einen Farbwechsel begünstigend von der Walze
abschwenkbar gelagerten Farbbeälter,
gekennzeichnet dadurch, daß
- die Walze (I; I') in einer gesonderten Halterung (1; 1'; 1''; 46; 46') gelagert
ist,
- die Halterung (1; 1'; 1''; 46; 46') sowohl getrennt zum als auch gemeinsam mit dem
Farbbehälter (II; II') schwenkbar im Gestell (9) gelagert ist.
2. Farbwerk nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Farbehälter (II; II') zur
Lagerung der Halterung (1; 1'; 46') koaxial schwenkbar im Gestell (9) gelagert ist.
3. Farbwerk nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Farbbehälter (II; II') in
der Halterung (1''; 46) zu deren Lagerung achsparallel versetzt verschwenkbar gelagert
ist.
4. Farbwerk nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Halterung (1; 1';
1''; 46; 46') gemeinsam mit dem ansonsten von der Walze (I; I') abschwenkbaren Farbbehälter
(II; II') unter Aufrechterhaltung des Kontaktes zwischen Walze (I; I') und Farbbehälter
(II; II') aus der Betriebsstellung in eine die Walze (I; I') von der im Farbbehälter
(I; I') in dessen rückwärtigen Bereich abfließenden Farbe (27) freisetzende Farbwechselstellung
schwenkbar ist.
5. Farbwerk nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Walze (I; I') beidseitig
in je einem Hebel (6; 6'; 6''; 7; 7') gelagert ist, die Hebel (6; 6'; 6''; 7; 7')
sowie im Fall seiner koaxialen Anordnung der Farbbehälter (II; II') schwenkbar auf
einer gestellfesten Achse (8) angeordnet und die Hebel (6; 6'; 6''; 7; 7') mittels
Traversen (4; 5) starr miteinander verbunden sind.
6. Farbwerk nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß an der Halterung (1; 1';
46; 46') ein Motor (13) befestigt ist, der koaxial direkt mit der in der Halterung
(1; 1'; 1''; 46; 46') gelagerten Walze (I; I') in Antriebsverbindung steht.
7. Farbwerk nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß an der Halterung (1; 1';
1''; 46; 46') ein Motor (38) befestigt ist, der über eine Schnecke (39) ein zu der
Walze (I; I') koaxial angeordnetes, fest mit dieser verbundenes Schneckenrad (40)
antreibt.
8. Farbwerk nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß ein Stator (43) eines
Scheibenläufermotors (41) auf einer gestellfesten Achse (36') der Walze (I; I') sitzt
und ein Rotor (42) des Scheibenläufermotors (41) fest mit einem drehbar auf der Achse
(36) gelagerten Walzenmantel (37) der Walze (I; I') verbunden ist.
9. Farbwerk nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß koaxial zur Schwenkachse
der Halterung (1; 1'; 1''; 45; 46') ein Antriebsrad eines mit der Walze (I; I') verbundenen
Triebes drehbar gelagert ist.
10. Farbwerk nach Anspruch 9, gekennzeichnet dadurch, daß das Antriebsrad als Zahnscheibe
gestaltet ist, die über ein formschlüssiges Zugmittel als Kette oder Zahnriemen auf
eine koaxial zur Walze (I; I') angeordnete, fest mit dieser verbundene Zahnscheibe
treibt.
11. Farbwerk nach Anspruch 9, gekennzeichnet dadurch, daß der Trieb als Stirnzahnradgetriebe
mit mindestens einem in der Halterung (1; 1'; 1''; 46; 46') gelagerten Zwischenzahnrad
ausgeführt ist.
12. Farbwerk nach Anspruch 5 bis 11, gekennzeichnet dadurch, daß die jeweils innen am
Gestell (9) endende Achse (8; 8; 8') und das Gestell (9) mit je einer Paßbohrung (10;
11) ausgestattet sind, in denen ein gemeinsamer Paßbolzen (12) sitzt.
13. Farbwerk nach Anspruch 5 bis 12, gekennzeichnet dadurch, daß die Halterung (1'; 1'')
mittels eines die beiden Hebel (6'; 7') fest verbindenden, als Traverse fungierenden
Rohres (29; 29') auf der Achse(8; 8') und im Fall seiner koaxialen Anordnung der Farbbehälter
(I; I') auf dem Rohr (29) gelagert ist.
14. Farbwerk nach Anspruch 13, gekennzeichnet dadurch, daß bei einem gegenüber der Halterung
1'' achsparallel versetzt gelagerten Farbkasten 3'' an diesem sowie dem Rohr 29' sich
gegenseitig überlappende Lagerhebel 33; 34 befestigt sind, die jeweils von einem zur
Achse 8' der Halterung 1' achsparallelen Lagerbolzen 35 durchsetzt sind.
15. Farbwerk nach Anspruch 5 bis 14, gekennzeichnet dadurch, daß der Farbehälter (II;
II') mittels einer mehrteiligen, aus radial unter Verwendung von lösbaren Verbindungselementen
zusammensetzbaren Lagerschalen (25; 26) bestehenden Lagerung (24; 24') wechselbar
auf der Achse (8; 8') bzw. dem Rohr (29; 29') angeordnet ist.
16. Farbwerk nach Anspruch 1 bis 15, gekennzeichnet dadurch, daß der an die Walze (I;
I') angestellte Farbbehälter (II; II') im Bereich zwischen der Betriebsstellung und
der Farbwechselstellung zur Halterung (1; 1'; 1''; 46; 46') arretierbar ist.
17. Farbwerk nach Anspruch 16, gekennzeichnet dadurch, daß ein im Gehäuse des Farbbehälters
(II; II') verschiebbar geführter Arretierbolzen (16; 16') in der an die Walze (I;
I') angeschwenkten Stellung des Farbbehälters (II; II') in eine zu dem Arretierungsbolzen
(16; 16') fluchtende Bohrung (17; 17') der Halterung (1; 1'; 1''; 46; 46') eingreift.
18. Farbwerk nach Anspruch 1 bis 17, gekennzeichnet dadurch, daß die Halterung (1'; 1'')
mittels eines an dem Gestell (9) angelenkten druckmittelbetriebenen Arbeitszylinders
(20) in einer Richtung in der Betriebsstellung gegen einen den Kontakt der Walze (I;
I') zu einer nachgeordneten Übertragungswalze (19; 47; 47') begrenzenden, einstellbaren
Anschlag anstellbar und in der anderen Richtung zunächst in eine lediglich den Kontakt
zu der Übertragungswalze (19; 47; 47') unterbrechende Stellung und darüber hinaus
in die Farbwechselstellung schwenkbar ist.
19. Farbwerk nach Anspruch 1 bis 18, gekennzeichnet dadurch, daß der Farbbehälter (II;
II') mittels eines einerseits an diesem und anderenseits an der Halterung (1'; 1'')
angelenkten, druckmittelbetriebenen Arbeitszylinders (32; 32') gegenüber der Walze
(I; I') schwenkbar ist.
20. Farbwerk nach Anspruch 1 bis 19, gekennzeichnet dadurch, daß wahlweise Farbbehälter
(II; II') in voll-, halb- oder viertelbahnbreiter Ausführung zur Walze (I; I') getrennt
schwenkbar angeordnet sind.
21. Farbwerk nach Anspruch 1 bis 20, gekennzeichnet dadurch, daß der Farbbehälter (II)
als Farbkasten (3; 3; 3') und die Walze (I) als Farbkastenwalze (2; 2'; 2'') ausgeführt
sind.
22. Farbwerk nach Anspruch 21, gekennzeichnet dadurch, daß der Farbkasten (3; 3'; 3'')
mit einem wechselbaren Farbkasteneinsatz (22) ausgestattet ist.
23. Farbwerk nach Anspruch 1 bis 20, gekennzeichnet dadurch, daß die Walze (I') mit die
Farbe aufnehmenden Vertiefungen ausgestattet und der Farbbehälter (II') als Kammerrakel
gestaltet ist.
24. Farbwerk nach Anspruch 23, gekennzeichnet dadurch, daß die mit Vertiefungen ausgestattete
Walze (I') als Rasterwalze (45; 45') gestaltet ist.
25. Farbwerk nach Anspruch 23, gekennzeichnet dadurch, daß die mit Vertiefungen ausgestattete
Walze (I') als Formwalze gestaltet ist.