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EP 0 820 933 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.10.2002 Patentblatt 2002/44 |
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Anmeldetag: 23.04.1997 |
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Etikettiermaschine für Gebinde,insbesondere Flaschenkästen
Labelling machine for packages,particularly bottle crates
Machine à étiqueter pour emballages, notamment casiers à bouteilles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
31.05.1996 DE 19621857
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.01.1998 Patentblatt 1998/05 |
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Patentinhaber: KRONES AG |
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93068 Neutraubling (DE) |
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Erfinder: |
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- Bittner, Willibald
93326 Abensberg-Offenstetten (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 082 288 DE-A- 3 512 664
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DE-A- 3 310 825
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Ausstattungsmaschine für Gebinde, insbesondere Flaschenkästen,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Es sind bereits Ausstattungsmaschinen für Flaschenkästen im Einsatz, bei denen die
Führung für das mit klassischen Selbstklebeetiketten besetzte Trägerband eine dicht
an der Bewegungsbahn der Gebinde angeordnete scharfe Spendekante aufweist, an der
die mit der beleimten Rückseite am Trägerband haftenden Etiketten von diesem abgelöst
und synchron an die vorbeilaufenden Gebinde übergeben werden. Anschließend werden
die Etiketten durch frei drehbare Schwammrollen oder dgl. fest and die Gebinde angedrückt,
wobei die Außenfläche der Etiketten direkt beaufschlagt wird. Für die Verarbeitung
klassischer Selbstklebeetiketten, besteht im Wesentlichen aus einem bedruckten Papier-
oder Kunststoffzuschnitt, sind diese bekannten Ausstattungsmaschinen bestens geeignet,
nicht dagegen für die Verarbeitung empfindlicher Ausstattungselemente in Form von
Druckbildern, die keinen Zuschnitt aus Papier oder Kunststoff aufweisen, sondern im
wesentlichen aus Farbe, Lack und Klebstoff bestehen. Diese Ausstattungselemente haben
gegenüber den Selbstklebeetiketten den großen Vorzug, daß sie sehr preisgünstig sind
und in normalen Kastenwaschmaschinen relativ leicht und rückstandsfrei von Flaschenkästen
oder dgl. aus Kunststoff abgelöst werden können. Für eine praxisgerechte Verarbeitung
derartiger Druckbilder, die mit ihrer Vorderseite z.B. mit Hilfe des Decklacks lösbar
auf der Vorderseite eines Trägerbandes fixiert sind und mit ihrer klebstoffbeschichteten
Rückseite frei sind, stand bisher keine leistungsfähige Ausstattungsmaschine zur Verfügung.
[0003] Daneben ist eine gattungsgemäße Ausstattungsmaschine für Flaschen bekannt, bei der
auf einem flexiblen Trägerband haftende Thermo-Transfer-Druckbilder zunächst vorgewärmt
und dann mit Hilfe einer beheizten Andrückrolle vom Trägerband abgelöst und gleichzeitig
an die Flaschen angedrückt werden (EP 82 288 A1). Der hierbei erzielte Andrückeffekt
ist auf Grund des Linienkontakts zwischen der glatten Andrückrolle und den Gebinden
relativ schwach, insbesondere bei unebenen Oberflächen. Die Betriebssicherheit ist
daher gering und auf ein Vorwärmen des Trägerbandes mit den Druckbildern kann nicht
verzichtet werden.
[0004] Schließlich ist es bei sog. Nassleim-Etikettiermaschinen, in denen die aus einem
Behälter einzeln entnommenen Etiketten erst kurz vor der Verarbeitung mit Klebstoff
beschichtet werden, bekannt, die Etiketten mittels in einem rotierenden Etikettierzylinder
angeordneter elastischer Polster an Flaschen oder dgl. anzudrücken (KRONES, "Handbuch
der Ausstattungstechnik" 5. Auflage von 1985, Seite 24, Abb. 2/7). Ein vollflächiges
Anlegen der Etiketten an die Flaschen ist hierbei nicht möglich, geschweige denn ein
Ablösen von Etiketten von einem Trägerband.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Ausstattungsmaschine
mit einfachen Mitteln derart weiterzubilden, daß eine exakte und zuverlässige Verarbeitung
der vorbeschriebenen Druckbilder beim Ausstatten von Gebinden, insbesondere Flaschenkästen
möglich ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
[0007] Mit einer erfindungsgemäßen Ausstattungsmaschine ist es erstmals möglich, auf einem
Trägerband lösbar fixierte, mit der klebenden Rückseite nach außen weisende Druckbilder
mit hohen Leistungen und ohne Wärmezufuhr exakt und zuverlässig zu verarbeiten, so
daß für den Einsatz derartiger Druckbilder bzw. für eine leicht ablösbare Ausstattung
von Flaschenkästen oder dgl. vollkommen neue Wege aufgezeigt werden. Wesentlich ist,
daß sowohl das Ablösen der Druckbilder vom Trägerband als auch das Ankleben an die
Gebinde in einem Arbeitsgang durch die Massiereinrichtung erfolgt. Diese greift nicht
an der Oberfläche des Druckbildes, sondern an der druckbildfreien Rückseite des im
allgemeinen aus Kunststoff bestehenden flexiblen Trägerbands an, so daß auch bei intensiver
Massierarbeit eine Beschädigung der Druckbilder ausgeschlossen ist, nicht zuletzt
auch wegen des Fehlens einer scharfen Spendekante. Die Druckbilder können daher auch
auf Gebinden, deren Oberfläche nicht vollkommen eben und glatt ist, einwandfrei angebracht
werden, und die Verbindung zwischen Trägerband und Druckbild wird vollständig und
zuverlässig aufgebrochen.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Massiereinrichtung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0009] Je größer die Anzahl der punktelastischen Elemente und je stärker der Druck, die
Relativbewegung und die Reibung zwischen Trägerband und Massiereinrichtung ist, desto
stärker ist die Massierwirkung. Hierdurch kann die Ausstattungsmaschine optimal an
die Betriebsbedingungen angepaßt werden.
[0010] Auch ist es zweckmäßig, gemäß anderen Weiterbildungen der Erfindung die Massiereinrichtung
und/oder zumindest Teile der Führung für das Trägerband zwischen zwei Übertragungsvorgängen
von der Bewegungsbahn der Gebinde zu entfernen, um eine unnötige Beanspruchung des
Trägerbands zu vermeiden.
[0011] Im Nachstehenden werden zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- die Draufsicht auf eine Ausstattungsmaschine für Flaschenkästen
- Fig. 2
- den Schnitt A B nach Fig. 1
- Fig. 3
- die teilweise Draufsicht auf die Ausstattungsmaschine nach Fig. 1 mit einer abgeänderten
Massiereinrichtung.
[0012] Die Ausstattungsmaschine nach Fig. 1 und 2 ist zum Dekorieren bzw. Etikettieren von
Flaschenkästen 1 aus Kunststoff an einer Seitenfläche mit im wesentlichen aus Druckfarbe,
Lack und Klebstoff bestehenden Druckbildern 5 eingerichtet, die mit ihrer Vorderseite
lösbar auf einem flexiblen Trägerband 4 aus Kunststoff fixiert sind, während ihre
selbstklebende Rückseite freiliegt. Die Ausstattungsmaschine weist ein Grundgestell
9 auf, an dessen Oberseite ein Gebindeförderer 2 und ein Spendeaggregat 3 für die
Druckbilder 5 nebeneinander angeordnet sind. Der horizontale, lineare Gebindeförderer
2 weist zwei parallele Förderbänder 10 auf, die durch einen Motor 11 kontinuierlich
mit der Geschwindigkeit V in Pfeilrichtung angetrieben werden. Weiter weist der Gebindeförderer
2 parallele, seitliche Führungsgeländer 12 auf, durch welche die auf den Förderbändern
10 stehenden Flaschenkästen 1 exakt auf einer linearen Bewegungsbahn geführt werden.
Im Bereich gegenüber dem Spendeaggregat 3 ist anstelle der Führungsgeländer 12 ein
endloser Förderriemen 13 fluchtend mit den benachbarten Führungsgeländern 12 angeordnet,
der über ein nicht gezeigtes Getriebe vom Motor 11 aus gleichfalls in Pfeilrichtung
mit der Geschwindigkeit V angetrieben wird. Der Förderriemen 13 sichert einen exakten
Synchronlauf zwischen Flaschenkasten 1 und Trägerband 4.
[0013] Das Spendeaggregat 3 weist eine horizontale Grundplatte 14 auf, die in der Höhe und
seitlich verstellbar auf dem Grundgestell 9 angeordnet ist. An der Oberseite der Grundplatte
14 ist eine erste Aufnahme 15 mit einer Bremseinrichtung für das volle Trägerband
4 und mit Abstand davon eine zweite Aufnahme 16 mit einem Antriebsmotor für das leere
Trägerband 4, das jeweils rollenförmig aufgewickelt ist, angeordnet. Zwischen den
beiden Aufnahmen 15, 16 ist eine aus mehreren seitlichen und höhenmäßigen Führungsschienen
und Führungsrollen aufgebaute Führung 7 vorhanden, welche das Trägerband 4 in etwa
V-förmig von der ersten Aufnahme 15 an die Bewegungsbahn der Flaschenkästen 1 auf
dem Gebindeförderer 2 heran und wieder weg zur zweiten Aufnahme 16 leitet. Zwischen
der ersten Aufnahme 15 und der Bewegungsbahn ist ein Druckbildsensor 17 angeordnet,
während im Bereich zwischen Bewegungsbahn und zweiter Aufnahme 16 durch einen Servomotor
angetriebene Vorschubwalzen 6 angeordnet sind, welche das leere Trägerband 4 erfassen
und in der üblichen Weise taktweise von der ersten Aufnahme 15 zur zweiten Aufnahme
16 transportieren. Der Beginn der Vorschubbewegung wird jeweils ausgelöst durch einen
Gebindesensor 18, der verstellbar am Gebindeförderer 2 angeordnet ist.
[0014] Zwischen den Aufnahmen 15, 16 ist auf der Grundplatte 14 eine Massiereinrichtung
in Form einer zylindrischen Bürstenwalze 8 angeordnet. Diese ist gleichzeitig Teil
der Führung 7 für das Trägerband 4 und lenkt dieses an der Spitze seiner V-förmigen
Bewegungsbahn sanft und kantenfrei um. Die Bürstenwalze 8 ist auf der senkrechten
Welle eines Motors 19 befestigt, der seinerseits auf einem quer zur Bewegungsbahn
der Flaschenkästen 1 verschiebbar auf der Grundplatte 14 gelagerten Schlitten 20 befestigt
ist. Durch einen Stellmotor 21 kann der Schlitten 20 mit der Bürstenwalze 8 zwischen
einer Arbeitsposition und einer Ruheposition verfahren werden.
[0015] In der Ruheposition zwischen zwei Tranfervorgängen oder beim Ausbleiben von Flaschenkästen
1 ist die Bürstenwalze 8 um einige Millimeter von der theoretischen Bewegungsbahn
der Flaschenkästen 1 entfernt und steht still. In der Arbeitsposition ist die Bürstenwalze
8 in Pfeilrichtung, d.h. entgegen der Translationsbewegung des Gebindeförderers 2
und des Trägerbandes 4, angetrieben und dringt um einige Millimeter in die theoretische
Bewegungsbahn der Flaschenkästen 1 ein (falls kein Flaschenkasten 1 vorhanden ist)
bzw. liegt mit leichter Vorspannung an der Seitenwand eines Flaschenkastens 1 an,
unter Zwischenschaltung des Trägerbands 4 mit den Druckbildern 5 (falls ein Flaschenkasten
1 vorhanden ist). Als Bürstenwalze 8 ist beispielsweise eine Polierbürste geeignet,
wie sie normalerweise zum Polieren von Stahlblech eingesetzt wird. Ihre Rotationsgeschwindigkeit
und Eindringtiefe in die Bewegungsbahn und damit ihr Anpreßdruck sind entsprechend
den Eigenschaften der Flaschenkästen 1 und des Trägerbands 4 mit den aufgedruckten
Druckbildern 5 gewählt.
[0016] Der Druckbildsensor 17, der Gebindesensor 18 sowie ein die Translationsgeschwindigkeit
des Gebindeförderers 2 abtastender Tachogenerator 22 sind an eine nicht gezeigte elektronische
Steuereinrichtung angeschlossen, welche den Servomotor der Vorschubwalzen 6, den Motor
der zweiten Aufnahme 16, den Motor 19 der Bürstenwalze 8 sowie den Stellmotor 21 derart
steuert, daß sich die nachstehend beschriebene Funktion der Ausstattungsmaschine einstellt:
[0017] Ist bei laufendem Motor 11 auf dem Gebindeförderer 2 im Bereich des Gebindesensors
18 kein Flaschenkasten 1 vorhanden, so nimmt die Bürstenwalze 8 ihre Ruheposition
ein und steht still. Außerdem ist der Motor der Aufnahme 16 und der Servomotor der
Vorschubwalzen 6 abgeschaltet. Erreicht ein auf dem Gebindeförderer 2 zugeführter
Flaschenkasten 1 den Gebindesensor 18, so löst dieser einen Transfervorgang aus: Hierzu
wird durch den Stellmotor 21 die Bürstenwalze 8 in ihre Arbeitsposition verfahren
und ihr Motor 19 wird eingeschaltet. Gleichzeitig wird der Motor der Aufnahme 16 und
der Servomotor der Vorschubwalzen 6 eingeschaltet, welcher das Trägerband 4 exakt
auf die momentane Translationsgeschwindigkeit des Gebindeförderers 2 beschleunigt
und diese Geschwindigkeit zumindest so lange beibehält, bis sich das Trägerband 4
um die Länge eines Druckbilds 5 vorwärtsbewegt hat. Daraufhin wird der Servomotor
wieder abgebremst, bis, registriert durch den Druckbildsensor 17, das Trägerband 4
seine Startposition für den nächsten Transfervorgang erreicht. Das nächste zu transferierende
Druckbild 5 steht hierbei kurz vor der Kontaktzone zwischen dem Trägerband 4 und der
Bewegungsbahn der Flaschenkästen 1.
[0018] Während des Transfervorgangs wirkt die im Kontaktbereich entgegen der Laufrichtung
des Trägerbandes 4 rotierende Rundbürste 8 mit ihrer Vielzahl von durch die abgerundeten
Borstenenden gebildeten elastischen Druckpunkten reibend und massierend direkt auf
die klebstoffabweisende Rückseite des Trägerbands 4 und damit indirekt auf das zwischen
Flaschenkasten 1 und dem synchron dazu bewegten Trägerband 4 eingespannte Druckbild
5 ein. Dabei wird einerseits die durch den Decklack bewirkte Fixierung des Druckbilds
5 auf dem Trägerband 4 vollständig gebrochen und aufgehoben und andererseits das Druckbild
5 mit seiner klebstoffbeschichteten Rückseite sanft und doch intensiv an die Oberfläche
des Flaschenkastens 1 angeschmiegt und angedrückt. Im Bereich der Bürstenwalze 8 wird
also an Ort und Stelle bereits eine sichere, dauerhafte Fixierung des Druckbilds 5
auf dem Flaschenkasten 1 erreicht, ohne Wärmeeinwirkung und ohne Nachbehandlung und
bei optimaler Schonung von Druckbild 5 und Flaschenkasten 1.
[0019] Am Ende des vorbeschriebenen Transfervorgangs, wenn die entsprechende Kante des Druckbilds
5 den Druckbildsensor 17 erreicht hat, wird die Bürstenwalze 8 durch den Stellmotor
21 in ihre Ruhestellung zurückbewegt und es wird ihr Motor 19 sowie der Servomotor
der Vorschubwalzen 6 und der Motor der Aufnahme 16 abgeschaltet.
[0020] Die Ausstattungsmaschine nach Fig. 3 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig.
1 und 2 allein im Aufbau der Massiereinrichtung. Diese weist eine parallel zur Bewegungsbahn
der Flaschenkästen 1 ausgerichtete senkrechte Platte 23 auf, deren auf die Bewegungsbahn
zu gerichtete Seite mit einer Vielzahl elastischer Noppen, Borsten, Kugeln, Röllchen
oder dgl. besetzt ist. Durch einen Schwingantrieb 24 wird die Platte 23 in Vibration
versetzt, wenn sie ihre Arbeitsposition einnimmt. Hierdurch ist ein besonders intensives,
flächiges Massieren möglich, wie es bei relativ großflächigen Druckbildern 5 vorteilhaft
ist. Auch ist es denkbar, den Flaschenkasten 1 und das Trägerband 4 während des Transfervorgangs
stillzusetzen, so daß die Massagezeit beliebig lang gewählt werden kann.
[0021] In den beiden vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen wird nur eine Seitenfläche der
Flaschenkästen 1 dekoriert, so daß dementsprechend auch nur ein Spendeaggregat 3 vorhanden
ist. Sollen beide Seitenflächen dekoriert werden, so entfällt der Förderriemen 13
und es wird stattdessen auf dieser Seite des Gebindeförderers 2 ein zweites, spiegelbildlich
aufgebautes Spendeaggregat 3 angebracht. Sollen alle vier Seiten der Flaschenkästen
1 dekoriert werden, so ist der Einsatz einer zweiten Ausstattungsmaschine mit zwei
gegenüberliegenden Spendeaggregaten und einer zwischengeordneten Wendeeinrichtung
für die Flaschenkästen 1 erforderlich.
1. Ausstattungsmaschine für Gebinde, insbesondere Flaschenkästen (1) mit einem Gebindeförderer
(2) und mindestens einem neben diesem angeordneten Spendeaggregat (3) für lösbar auf
einem flexiblen Trägerband (4) fixierte Ausstattungselemente (5) mit selbstklebender
Rückseite, das eine das Trägerband mit seiner die Ausstattungselemente tragenden Vorderseite
ohne scharfe Spendekante an die Bewegungsbahn der Gebinde tangierend oder leicht eindringend
heranleitende und wieder wegleitende Führung (7) und eine im Bereich der Kontaktzone
zwischen dem Trägerband und der Bewegungsbahn angeordnete, die von der Bewegungsbahn
wegweisende Rückseite des Trägerbands beaufschlagende und dabei das Ausstattungselement
an das Gebinde andrückende Andrückvorrichtung (8, 23) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückvorrichtung eine Massiereinrichtung (8, 23) ist, die die Rückseite des
Trägerbandes (4) mit einer Vielzahl elastischer Druckpunkte beaufschlagt.
2. Ausstattungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Massiereinrichtung (8, 23) Teil der Führung (7) für das Trägerband ist und zumindest
im Bereich der Kontaktzone die Führung übernimmt.
3. Ausstattungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Massiereinrichtung (8, 23) die Rückseite des Trägerbandes reibend beaufschlagt.
4. Ausstattungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Massiereinrichtung mindestens eine rotierend antreibbare Walze (8) aufweist,
die mit Borsten, Noppen, Kugeln, Röllchen oder dgl. besetzt ist.
5. Ausstattungsmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (8) mit einer von der Vorschubgeschwindigkeit des Trägerbandes hinsichtlich
Größe und/oder Richtung unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeit antreibbar ist.
6. Ausstattungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Massiereinrichtung eine oszillierend antreibbare Platte (23) aufweist, die mit
Borsten, Noppen, Kugeln, Röllchen oder dgl. besetzt ist.
7. Ausstattungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Massiereinrichtung (8, 23) im wesentlichen quer zur Bewegungsbahn der Gebinde
bewegbar und mittels eines Stellmotors (21) zwischen einer Arbeitsposition, in der
sie die Bewegungsbahn der Gebinde tangiert oder schneidet, und einer Ruheposition,
in der sie von der Bewegungsbahn der Gebinde entfernt ist, überführbar ist.
8. Ausstattungsmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Massiereinrichtung (8, 23) nur angetrieben ist, wenn sie ihre Arbeitsposition
einnimmt.
9. Ausstattungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Spendeaggregat (3) eine Aufnahme (15) für das volle Trägerband, eine Aufnahme
(16) für das leere Trägerband und antreibbare Vorschubwalzen (6) für das Trägerband
aufweist, die mit dem Gebindeförderer (2) synchronisierbar sind.
10. Ausstattungsmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß am Gebindeförderer (2) ein den Transfervorgang auslösender Gebindesensor (18) und
an der Führung (7) ein den Transfervorgang beendender Druckbildsensor (17) angeordnet
ist.
1. Get-up applicator machine for packages, especially for bottle boxes (1), with a package
conveyor (2) and, arranged next to the latter, at least one dispensing unit (3) for
items (5) of get-up which are releasably affixed to a flexible carrier band (4) and
are self adhesive on the back, the dispensing unit (3) having guide means (7) that
leads the carrier band forwards with its face carrying the items of get-up, without
sharp dispensing edge, namely tangentially onto or slightly penetrating the movement
track of the packages and then leads it away, and having, arranged in the region of
the contact zone between the carrier band and the movement track, an adpressing device
(8, 23) which acts upon the back of the carrier band that faces away from the movement
track and thereby presses the item of get-up onto the package, characterised in that the adpressing device is a massaging device (8, 23) which acts upon the back of the
carrier band (4) by way of a multiplicity of resilient pressure points.
2. Get-up applicator machine according to claim 1, characterised in that the massaging device (8, 23) forms part of the guide means (7) for the carrier band
and takes on the guiding function at least in the region of the contact zone.
3. Get-up applicator machine according to claim 1 or 2, characterised in that the massaging device (8, 23) acts upon the back of the carrier band with rubbing
action.
4. Get-up applicator machine according to one of claims 1 to 3, characterised in that the massaging device has at least one roller (8) which can be rotationally driven
and is set with bristles, burls, balls, small rolls or the like.
5. Get-up applicator machine according to claim 4, characterised in that the roller (8) can be driven at differing peripheral speeds depending upon the magnitude
and/or direction of the forward feed speed of the carrier band.
6. Get-up applicator machine according to one of claims 1 to 5, characterised in that the massaging device has a plate (23) which can be driven to vibrate and is set with
bristles, burls, balls, small rolls or the like.
7. Get-up applicator machine according to one of claims 1 to 6, characterised in that the massaging device (8, 23) can be displaced essentially transversely with respect
to the movement track of the packages and can be transposed by means of a servo motor
(21) between an operating position in which it is tangential with respect to the movement
track of the packages or intersects it, and a rest position in which it is distanced
from the movement track of the packages.
8. Get-up applicator machine according to claim 7, characterised in that the massaging device (8, 23) is driven only while it is in its operating position.
9. Get-up applicator machine according to one of claims 1 to 8, characterised in that the dispensing unit (3) has uptake means (15) for the fully charged carrier band,
uptake means (16) for the emptied carrier band and drivable feed rollers (6) for the
carrier band, which can be synchronised with the package conveyor (2).
10. Get-up applicator machine according to claim 9, characterised in that a package detector (18) is arranged at the package conveyor (2) to start the transfer
process, and a print design detector (17) is arranged at the guide means (7) to terminate
the transfer process.
1. Machine à étiqueter pour des emballages, en particulier des casiers à bouteilles (1),
avec un convoyeur d'emballages (2) et au moins une unité de distribution (3), placée
à côté de celui-ci pour des éléments d'étiquette (5) fixés de façon, détachable sur
une bande de support (4) flexible avec un arrière autocollant, et comprenant un guidage
(7) qui apporte puis remporte de façon tangente ou légèrement entrante sur la voie
mobile des emballages la bande de support avec son côté avant supportant les éléments
d'étiquetage sans arête vive de distribution, et un dispositif de pressage (8, 23)
placé dans la zone des endroits de contact entre la bande de support et la voie mobile,
et qui alimente le côté arrière de la bande de support détourné de la voie mobile
et donc presse l'élément d'étiquetage sur l'emballage,
caractérisée en ce que
le dispositif de pressage est une installation d'accumulation (8, 23) qui alimente
le côté arrière de la bande de support (4) avec un grand nombre de points de pression
élastiques.
2. Machine à étiqueter selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'installation d'accumulation (8, 23) est une partie du guidage (7) pour la bande
de support et prend en charge le guidage au moins dans la zone des endroits de contact.
3. Machine à étiqueter selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
l'installation d'accumulation (8, 23) alimente par frottement le côté arrière de la
bande de support.
4. Machine à étiqueter selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que
l'installation d'accumulation présente au moins un cylindre (8) qu'on peut entraîner
de façon rotative et qui est muni de crins, de nopes, de sphères, de rouleaux ou autres.
5. Machine à étiqueter selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
le cylindre (8) peut être entraîné avec une vitesse périphérique différente de la
vitesse d'avancée de la bande de support pour ce qui est de la valeur et/ou de la
direction.
6. Machine à étiqueter selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que
l'installation d'accumulation présente une plaque (23) qu'on peut entrainer de façon
oscillante et qui est munie de crins, de nopes, de sphères, de rouleaux ou autres.
7. Machine à étiqueter selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce qu'
on peut déplacer l'installation d'accumulation (8, 23) pratiquement de biais par rapport
à la voie mobile des emballages et la convoyer à l'aide d'un servomoteur (21) entre
une position de fonctionnement dans laquelle elle est tangente à la voie mobile des
emballages ou la coupe, et une position de repos dans laquelle elle est écartée des
emballages.
8. Machine à étiqueter selon la revendication 7,
caractérisée en ce que
l'installation d'accumulation (8, 23) n'est entraînée que lorsqu'elle prend sa position
de fonctionnement.
9. Machine à étiqueter selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisée en ce que
l'unité de distribution (3) présente une réception (15) pour la bande de support pleine,
une réception (16) pour la bande de support vide et des cylindres d'avancée (6), qu'on
peut synchroniser avec le convoyeur d'emballage (2), pour la bande de support.
10. Machine à étiqueter selon la revendication 9,
caractérisée en ce qu'
est placé sur le convoyeur d'emballage (2) un détecteur d'emballages (18) qui déclenche
l'opération de transfert et sur le guidage (7) un détecteur d'image imprimée (17)
qui clôt l'opération de transfert.
