[0001] Die Erfindung betrifft eine Belüftungseinrichtung für eine Aufzugskabine, wobei die
Belüftungseinrichtung einen an der Decke der Aufzugskabine angeordneten Ventilator
aufweist.
[0002] Mit der US-Patentschrift Nr.2 350 389 ist eine Belüftungseinrichtung gemäss Oberbegriff
bekannt geworden, bei der im Zentrum der Decke der Aufzugskabine eine Luftzirkulationsöffnung
vorgesehen ist. In einem bestimmten Abstand über der Luftzirkulationsöffnung ist eine
Platte angeordnet, die mittels Säulen an der Decke der Aufzugskabine befestigt ist,
wobei die Säulen von einer aus Maschendraht bestehenden Abdeckung umgeben sind. An
der Platte ist ein Elektromotor derart befestigt, dass dessen Antriebswelle senkrecht
durch die Luftzirkulationsöffnung hindurchragt. Auf der Antriebswelle ist ein Flügelrad
angeordnet, das zusammen mit dem Elektromotor einen Ventilator bildet. Unterhalb des
Flügelrades ist eine mittels Bolzen an der Decke der Aufzugskabine aufgehängte weitere
Platte vorgesehen, die einen wesentlich grösseren Durchmesser als das Flügelrad hat
und im Bereich des Flügelrades einen kreisbogenförmigen Grill für die Rückführung
der Zirkulationsluft aufweist. Die weitere Platte dient gleichzeitig als Träger für
einen Beleuchtungskörper der Aufzugskabine.
[0003] Derartige fest in der Decke der Aufzugskabine eingebaute Belüftungseinrichtungen
haben je nach Grösse der Aufzugskabine den Nachteil, dass für einen allfällig vorgesehenen
Einbau eines Notausstieges in der Decke kein Platz mehr vorhanden ist.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine Belüftungseinrichtung der eingangs
genannten Art vorzuschlagen, die diesen Nachteil nicht aufweist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Hierbei
ist der Ventilator an der Tür eines in der Decke der Aufzugskabine vorgesehenen Notausstieges
befestigt.
[0006] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile sind darin zu sehen, dass durch die Kombination
Ventilator/Notausstieg Platz gewonnen wird, so dass auch kleinere Aufzugskabinen mit
Ventilator und Notausstieg ausgerüstet werden können. Bei der erfindungsgemässen Kombination
wird ein Radialventilator verwendet, so dass ein grösserer Luftumsatz gewährleistet
ist. Durch den Einbau des Ventilators in die Tür des Notausstieges wird eine gute
Zugänglichkeit bei Wartungsarbeiten erreicht.
[0007] Im folgenden wird die Erfindung anhand zweier Ausführungsbeispiele im Zusammenhang
mit der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
- Fig.1
- eine Teil-Frontansicht einer Aufzugskabine mit der erfindungsgemässen Belüftungseinrichtung
in vereinfachter Darstellung,
- Fig.2
- eine Draufsicht der Aufzugskabine mit der Belüftungseinrichtung in vereinfachter Darstellung,
- Fig.3
- einen Grundriss der Belüftungseinrichtung in gegenüber der Fig.1 und 2 vergrössertem
Massstab,
- Fig.4
- einen Querschnitt der Belüftungseinrichtung gemäss Fig.3 und
- Fig.5
- einen Querschnitt einer weiteren Ausführungsform der Belüftungseinrichtung in schematischer
Darstellung.
[0008] In den Fig.1 und 2 ist mit 1 eine Aufzugskabine bezeichnet, die wie üblich mittels
Führungsschuhen 2 an in einem Aufzugsschacht 3 befestigten Führungsschienen 4 geführt
wird. Die Aufzugskabine 1 ist über Seitenschilde 5 mit einem Joch 6 verbunden, an
welchem mindestens ein Förderseil 7 für den Transport der Aufzugskabine 1 befestigt
ist. Neben dem Joch 6 ist an einer Decke 8 der Aufzugskabine 1 eine anhand der Fig.3
und 4 nachfolgend näher beschriebene Belüftungseinrichtung 9 angeordnet, die in eine
Tür 10 eines Notausstieges für die Evakuierung von eingeschlossenen Fahrgästen integriert
ist. In der Decke 8 der Aufzugskabine 1 ist eine rechteckförmige Oeffnung 11 vorgesehen,
die im Normalbetrieb des Aufzuges von der Tür 10 des Notausstieges bzw. von der Belüftungseinrichtung
9 verschlossen ist, wobei die Belüftungseinrichtung 9 einen Platz ausserhalb der Aufzugskabine
1 einnimmt. Es versteht sich, dass die Oeffnung 11 im Minimum so bemessen ist, dass
bei der Evakuierung von Personen genügend Platz vorhanden ist.
[0009] Gemäss den Fig.3 und 4 ist die Tür 10 gehäuseartig ausgebildet und besteht aus einem
beispielsweise aus Blech gebogenem Gehäusemantel 12, der einen aus einem trapezförmigen
Teil und einen rechteckigen Teil zusammengesetzten Querschnitt aufweist. Durch die
trapezförmige Ausbildung entsteht keine Standfläche auf der Oberseite des Gehäusemantels
12, so dass wegen der Höhe der Tür 10 kein höherer Schachtkopf erforderlich ist. An
zwei parallelen, in Richtung des Querschnittes verlaufenden Seiten des Gehäusemantels
12 sind Seitenwände 13 vorgesehen, die Abbiegungen 13.1, 13.2, 13.3, 13.4 und 13.5
aufweisen, mittels welchen sie beispielsweise durch nicht dargestellte Verschraubungen
mit dem Gehäusemantel 12 verbunden sind. Am Gehäusemantel 12 sind Flansche 14,15 angebogen,
die auf der Aussenseite der Decke 8 der Aufzugskabine 1 aufliegen. Die Flansche 14,15
sind mittels Versteifungsblechen 16 mit dem Gehäusemantel 12 verbunden. Die Seitenwände
13 weisen eine weitere, in einer Linie mit den Flanschen 14,15 verlaufende Abbiegung
13.6 auf. An den Abbiegungen 13.6 ist eine Traverse 17 befestigt, auf welcher ein
Ventilator, vorzugsweise ein Radialventilator 18, gehalten wird. An der Unterseite
der Abbiegungen 13.6 ist ein als Berührungsschutz dienendes Lochblech 19 befestigt.
An der Oberseite des Gehäusemantels 12 ist eine Ansaugöffnung 20 für den Radialventilator
18 vorgesehen. Die Ansaugöffnung 20 kann mit einer Filtermatte (nicht dargestellt)
überdeckt werden, zu welchem Zweck eine Halterung 21 aus Lochblech mit u-förmig gebogenen
Rändern am Gehäusemantel 12 befestigt ist. Bei nicht vorhandener Filtermatte dient
die Halterung 21 als Berührungsschutz.
[0010] Der eine Flansch 14 des Gehäusemantels 12 ist über Scharniere 23,24 mit der Decke
8 der Aufzugskabine 1 verbunden. Am Flansch 14 ist ausserdem ein erstes Kugelschnapper-Teil
25 angeordnet, das mit einem zweiten Kugelschnapper-Teil 26 zusammenwirkt, das an
einem fest mit der Decke 8 der Aufzugskabine 1 verbundenen Winkelträger 27 befestigt
ist. Am anderen Flansch 15 des Gehäusemantels 12 ist ein Schloss 28 mit integriertem
Unterbrecher des Sicherheitskreises des Aufzuges angeordnet. Neben dem Flansch 15
ist ein Winkel 22 für den Verschluss der Tür 10 mittels des Schlosses 28 an der Decke
8 der Aufzugskabine 1 befestigt.
[0011] Im Normalbetrieb des Aufzuges und bei laufendem Radialventilator 18 wird, wie durch
die in Fig.4 eingezeichneten Pfeile symbolisiert, die Luft durch die Ansaugöffnung
20 angesaugt und in horizontaler Richtung aus dem Radialventilator 18 geblasen, wobei
sie an den schrägen Wänden des Gehäusemantels 12 umgelenkt wird und durch das Lochblech
19 in die Aufzugskabine 1 strömt. Bei einem Notfall oder bei Wartungsarbeiten wird
die Tür 10 bei gleichzeitiger Unterbrechung des Sicherheitskreises des Aufzuges von
Hand entriegelt und in eine in der Fig.1 durch gestrichelte Linien dargestellte Stellung
hochgeklappt. In dieser Stellung wird die Tür 10 durch die nun im Eingriff befindlichen
beiden Kugelschnapper-Teile 25,26 gehalten, so dass die Evakuierung von Fahrgästen
sicher durchgeführt bzw. die Wartung der Belüftungseinrichtung 9 gut ausgeführt werden
kann.
[0012] In der Fig.5 ist mit 30 eine Belüftungseinrichtung bezeichnet, die in eine gehäuseartige
Tür 31 eines Notausstieges der Aufzugskabine 1 integriert ist. Im Gegensatz zur Ausführung
gemäss den Fig.1 bis 4 ragt hierbei die Belüftungseinrichtung 30 bzw. die Tür 31 durch
die Oeffnung 11 hindurch in die Aufzugskabine hinein, wobei unterhalb der Belüftungseinrichtung
30 eine Leuchtdecke 32 angeordnet ist. Die Tür 31 ist ähnlich wie in der Ausführung
gemäss Fig.1 bis 4 über Scharniere mit der Decke 8 der Aufzugskabine 1 verbunden und
wie nicht weiter dargestellt über ein Schloss mit integriertem Unterbrecher des Sicherheitskreises
des Aufzuges mit dieser verriegelt.
[0013] Anstatt eines Radialventilators kann auch ein Axialventilator verwendet werden.
Bezugszeichenliste
[0014]
- 1
- Aufzugskabine
- 2
- Führungsschuhe
- 3
- Aufzugsschacht
- 4
- Führungsschienen
- 5
- Seitenschild
- 6
- Joch
- 7
- Förderseil
- 8
- Decke
- 9
- Belüftungseinrichtung
- 10
- Tür
- 11
- Oeffnung
- 12
- Gehäusemantel
- 13
- Seitenwände
- 13.1 bis 13.6
- Abbiegungen
- 14
- Flansch
- 15
- Flansch
- 16
- Versteifungsbleche
- 17
- Traverse
- 18
- Radialventilator
- 19
- Lochblech
- 20
- Ansaugöffnung
- 21
- Halterung
- 22
- Winkel
- 23
- Scharnier
- 24
- Scharnier
- 25
- Kugelschnapper-Teil
- 26
- Kugelschnapper-Teil
- 27
- Winkelträger
- 28
- Schloss
- 30
- Belüftungseinrichtg.
- 31
- Tür
- 32
- Leuchtdecke
1. Belüftungseinrichtung für eine Aufzugskabine, wobei die Belüftungseinrichtung (9)
einen an der Decke (8) der Aufzugskabine (1) angeordneten Ventilator (18) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilator (18) an einer Tür (10) eines an der Decke
(8) der Aufzugskabine (1) vorgesehenen Notausstieges befestigt ist.
2. Belüftungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tür (10) gehäuseartig
ausgebildet ist, wobei ein Gehäusemantel (12) vorgesehen ist, der einen aus einem
trapezförmigen Teil und einein rechteckigen Teil zusammengesetzten Querschnitt aufweist,
und wobei an zwei parallelen, in Richtung des Querschnittes verlaufenden Seiten des
Gehäusemantels (12) Seitenwände (13) vorgesehen sind.
3. Belüftungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Oberseite
des Gehäusemantels (12) eine Halterung (21) mit u-förmig abgebogenen Rändern für die
Aufnahme einer Filtermatte vorgesehen ist, mittels welcher eine in der Oberseite befindliche
Ansaugöffnung (20) abdeckbar ist.
4. Belüftungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Gehäusemantel
(12) Flansche (14,15) vorgesehen sind, die auf der Aussenseite der Decke (8) der Aufzugskabine
(1) aufliegen, wobei der eine Flansch (14) über Scharniere (23,24) mit der Decke (8)
verbunden ist, und am anderen Flansch (15) ein Schloss (28) für die Ent- bzw. Verriegelung
der Tür (10) angeordnet ist.
5. Belüftungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände
(13) in einer Linie mit den Flanschen (14,15) verlaufende Abbiegungen (13.6) aufweisen,
an denen eine Traverse (17) befestigt ist, auf welcher der Ventilator (18) gehalten
wird.
6. Belüftungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dein einen
Flansch (14) ein erstes Kugelschnapper-Teil (25) und an der Decke (8) der Aufzugskabine
(1) ein zweites Kugelschnapper-Teil (26) angeordnet ist, wobei die Kugelschnapper-Teile
(25,26) beim Hochklappen der Tür (10) in Eingriff kommen und die Tür in einer bestimmten
gesicherten Stellung gehalten wird.
7. Belüftungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an den Abbiegungen
(13.6) ein als Berührungsschutz dienendes Lochblech (19) befestigt ist.
8. Belüftungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilator
(18) ein Radialventilator ist.
9. Belüftungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tür (31) gehäuseartig
ausgebildet ist und durch eine Oeffnung (11) in die Aufzugskabine (1) hineinragt,
so dass der Ventilator (18) unterhalb der Decke (8) plaziert ist.