[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Auftragwerk zum direkten Auftragen eines flüssigen
oder pastösen Mediums auf eine laufende Materialbahn, insbesondere aus Papier oder
Karton, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Des weiteren betrifft die Erfindung
ein Verfahren zum geregelten Einstellen eines gewünschten Querprofils eines mittels
eines solchen Auftragwerks auf eine laufende Materialbahn aufgetragenen flüssigen
oder pastösen Mediums.
[0002] Gattungsgemäße Auftragwerke werden im Rahmen von sogenannten Streichanlagen eingesetzt,
um eine laufende Materialbahn, die beispielsweise aus Papier, Karton oder einem Textilwerkstoff
besteht, ein- oder beidseitig mit einer oder mehreren Schichten von flüssigen oder
pastösen Streichmedien zu versehen. Bei den Streichmedien handelt es sich beispielsweise
um Farbe, Stärke, Imprägnierflüssigkeit oder ähnliches.
[0003] Beim sogenannten direkten Auftragen wird das flüssige oder pastöse Medium von einer
Auftragseinrichtung direkt auf die Oberfläche der laufenden Materialbahn aufgetragen,
die während des Auftrags auf einer umlaufenden Gegenfläche, beispielsweise einem Endlosband
oder einer Gegenwalze, gestützt wird. Bei derartigen Auftragwerken ist die Auftrageinrichtung
üblicherweise als Vordosiereinrichtung ausgestaltet, die das flüssige oder pastöse
Medium zunächst in einer überschüssigen Auftragsmenge aufträgt. Der Vordosiereinrichtung
ist in Laufrichtung der Materialbahn zweckmäßigerweise eine Enddosiereinrichtung (auch
Feindosiereinrichtung, Fertigdosiereinrichtung oder Egalisiereinrichtung genannt)
nachgeschaltet, die das zuvor von der Vordosiereinrichtung aufgetragene überschüssige
Medium mit Hilfe eines an die laufende Materialbahn gedrückten, sich durchgehend über
im wesentlichen die gesamte Bahnbreite erstreckenden Rakelelements, wie etwa einer
Rakelklinge, einem Rollrakel oder dergleichen, abrakelt und so die gewünschte endgültige
Auftragsmenge auf der Materialbahn erzielt. Die Enddosiereinrichtung ist gewöhnlich
in eine Vielzahl von sich quer zur Laufrichtung der Materialbahn erstreckende Zonen
eingeteilt, wobei jeder Zone normalerweise ein Stellglied zugeordnet ist, so daß durch
eine zonenweise unterschiedliche Beeinflussung des Anpreßdrucks des Rakelelements
mittels eines jeweiligen Stellgliedes ein gewünschtes Querprofil des aufgetragenen
Mediums erreicht wird. Die Stellglieder sind meist ferngesteuert oder auch von Hand
zu betätigen, wobei die Ansteuerung der Stellglieder basierend auf Meßwerten des Querprofils
des aufgetragenen flüssigen oder pastösen Mediums über einen Regelkreis vorgenommen
wird.
[0004] Bei neueren Auftragwerken ist man dazu übergegangen auch bei der Vordosiereinrichtung
bereits eine gewisse Einstellbarkeit des Querprofils des aufgetragenen Mediums vorzusehen.
Zu diesem Zweck wird zum Beispiel eine Vordosiereinrichtung mit einem als Freistrahldüse
ausgebildeten Dosierspalt verwendet, der zwischen einer zulaufseitigen und ablaufseitigen
Lippe gebildet und in sich quer zur Laufrichtung der Materialbahn erstreckende Zonen
eingeteilt ist, wobei jeder Zone im allgemeinen ein Stellglied zugeordnet ist, so
daß die zulaufseitige Lippe oder auch die ablaufseitige Lippe über die Länge des Auftragwerks
gleichförmig oder aber zonenweise unterschiedlich in ihrem Abstand zur gegenüberliegenden
Lippe einstellbar ist. Auch ist es möglich beide Lippen gleichzeitig zu verstellen.
Die genannten Stellglieder sind meist ferngesteuert oder alternativ dazu von Hand
zu betätigen, wobei die Ansteuerung der Stellglieder basierend auf Meßwerten des Querprofils
des aufgetragenen flüssigen oder pastösen Mediums über einen Regelkreis vorgenommen
wird. Ein solches Auftragwerk ist zum Beispiel aus der DE-4432177 der Anmelderin und
unter der Handelsbezeichnung "Jet Flow F" bekannt.
[0005] Die zuvor erläuterten Vor- und Enddosiereinrichtungen werden gewöhnlich in zwei gängigen
Konfigurationen eingesetzt, und zwar zum einen in einer Anordnung bei der ein sogenanntes
"räumlich getrenntes" Vor- und Enddosieren erfolgt und zum anderen in einer Anordnung
bei der das Vor- und Enddosieren "nicht räumlich getrennt" ausgeführt wird. Bei der
erstgenannten Anordnung, d.h. beim räumlich getrennten Vor- und Enddosieren, befindet
sich die Vordosiereinrichtung an einer ersten Gegenwalze und die Enddosiereinrichtung
an einer zweiten Gegenwalze, die in Laufrichtung der Materialbahn gesehen der ersten
Walze nachgeschaltet ist. Ein Auftragwerk mit einer solchen Konfiguration ist zum
Beispiel aus der DE-3715307 bekannt. Bei der "räumlich nicht getrennten" Anordnung
hingegen sind Vor- und Enddosiereinrichtung einer gemeinsamen Gegenwalze zugeordnet.
[0006] Des weiteren ist aus der Zusatzanmeldung mit dem amtlichen Aktenzeichen 196 05 183.5
der Anmelderin ein mit einem gattungsgemäßen Auftragwerk durchgeführtes Verfahren
zur Regelung des Strichgewichts-Querprofils eines direkt auf eine laufende Materialbahn,
insbesondere aus Papier oder Karton, aufgetragenen flüssigen oder pastösen Mediums
bekannt, wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß über Stellglieder sowohl
eine Korrektur des mit der Vordosiereinrichtung aufgetragenen Strichgewichts als auch
eine Korrektur des mit der Enddosiereinrichtung erzielten Strichgewichts vorgenommen
wird, wobei sich die jeweiligen Korrekturen zu einer gewünschten Gesamtkorrektur des
Strichgewichts-Querprofils ergänzen.
[0007] Diese Lösung ermöglicht es, mit der Enddosiereinrichtung nur noch relativ geringe
lokale Korrekturen des Querprofils durchführen zu müssen, wodurch ein wesentlich geringerer,
örtlich unterschiedlicher Verschleiß des Enddosierrakelelementes (insbesondere bei
Verwendung einer Rakelklinge als Rakelelement) auftritt und die Standzeit des Rakelelements
wesentlich erhöht werden kann.
[0008] Da, wie zuvor geschildert, bei diesem Verfahren das gewünschte Querprofil durch genau
aufeinander abgestimmte Korrektureinstellungen von Vor- und Enddosiereinrichtung erzielt
wird, sind jedoch hohe Anforderungen an die konstruktive Ausgestaltung des Auftragwerks
gestellt.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein geeignetes gattungsgemäßes
Auftragwerk zu schaffen, mit dem durch eine aufeinander abgestimmte Querprofileinstellung
von Vor- und Enddosiereinrichtung auf einfache und effektive Art und Weise eine exakte
Einstellung eines gewünschten endgültigen Querprofils und somit ein qualitativ hochwertiges
Endprodukt erzielt wird. Eine weitere Aufgabe ist es ein geeignetes Verfahren zum
geregelten Einstellen eines gewünschten Querprofils eines mittels eines solchen Auftragwerks
auf eine laufende Materialbahn, insbesondere aus Papier oder Karton, aufgetragenen
flüssigen oder pastösen Mediums zu schaffen.
[0010] Die erstgenannte Aufgabe wird gelöst durch ein erfindungsgemäßes Auftragwerk mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 und ein weiteres erfindungsgemäßes Auftragswerk mit
den Merkmalen des Anspruches.
[0011] Die Erfinder des vorliegenden Anmeldungsgegenstandes haben erkannt, daß das Größenverhältnis
der jeweils gewählten Zonenbreiten der Vordosiereinrichtung und der Enddosiereinrichtung
einen besonderen Einfluß auf die erzielbare Qualität des durch die aufeinander abgestimmte
Querprofileinstellung von Vor- und Enddosiereinrichtung erzeugten endgültigen Querprofils
des aufgetragenen flüssigen oder pastösen Mediums hat. Demgemäß sind bei dem erfindungsgemäßen
Auftragwerk die jeweiligen Zonenbreiten der sich quer zur Laufrichtung der Materialbahn
erstreckenden Zonen der Vordosiereinrichtung und der Enddosiereinrichtung im wesentlichen
identisch. Beim zweiten erfindungsgemäßen Auftragswerk sind die Zonen voneinander
verschieden. Eine Zone ist im Sinne der Erfindung als ein sich quer zur Laufrichtung
der Materialbahn erstreckender Bereich definierter Größe der Vor- bzw. Enddosiereinrichtung
zu verstehen, der mit ein oder mehreren in einem vorbestimmten Anordnungsmuster angeordneten
Stellgliedern ausgestattet ist, und der mittels dieser Stellglieder relativ gegenüber
anderen gleichartig ausgebildeten Bereichen zur Einstellung eines bestimmten Querprofils
bezogen auf die Bahnbreite der Materialbahn örtlich verstellbar ist. Sofern einer
Zone nur ein einzelnes Stellglied zugeordnet ist, wird (zum Zwecke einer bezogen auf
die Längserstreckung der Vor- bzw. Enddosiereinrichtung zonenweisen Profilierung)
innerhalb eines Zonenbereichs eine gleichmäßige Querprofilverstellung erzielt, wohingegen
bei Bereitstellung von mehreren einer Zone zugeordneten Stellgliedern auch wiederum
eine örtlich variierende Verstellung innerhalb des Zonenverlaufs selbst möglich ist.
[0012] Bei Verwendung einer Vordosiereinrichtung mit einem als Freistrahldüse ausgebildeten
Dosierspalt, der zwischen einer zulaufseitigen und ablaufseitigen Lippe gebildet und
in sich quer zur Laufrichtung der Materialbahn erstreckende Zonen eingeteilt ist,
kann zum Beispiel eine physikalische Trennung zwischen den einzelnen Zonen vorliegen,
ebenso wie bei einem segment- oder kammartig in Zonen unterteilten Rakelbett einer
Enddosiereinrichtung. Wirken die Stellglieder einer Enddosiereinrichtung hingegen
direkt auf ein entsprechend ausgestaltetes, zonenweise verstellbares Rakelelement,
so wird hier zwecks der Vermeidung einer Rillenbildung auf dem abgerakelten Auftrag
keine physikalische Trennung der Zonen vorliegen. Die zonenweise Verstellung erfolgt
dann durch eine elastische Deformation von Wandungsabschnitten des Rakelelements.
Letztere Variante ist natürlich auch adäquat bei einer Vordosiereinrichtung denkbar.
[0013] Das erfindungsgemäße Auftragwerk gestattet aufgrund der speziellen Größenverhältnisse
der jeweiligen Zonenbreiten der Vor- und Enddosiereinrichtung und die dadurch erreichbare
gezielte Überlagerung der jeweiligen örtlich variierenden Querprofilkorrekturen dieser
Einrichtungen zu einer Gesamtkorrektur auf einfache und effektive Art und Weise ein
hohes Profilierpotential und eine exakte Einstellung und Regelbarkeit eines gewünschten
endgültigen Querprofils und somit ein qualitativ hochwertiges Endprodukt. Überdies
ermöglicht es die erfindungsgemäße Losung, mit der Enddosiereinrichtung nur noch relativ
geringe lokale Korrekturen des Querprofils vornehmen zu müssen, wodurch ein wesentlich
geringerer, örtlich unterschiedlicher Verschleiß des Enddosierrakelelementes (insbesondere
bei Verwendung einer Rakelklinge als Rakelelement) auftritt und die Standzeit des
Rakelelements wesentlich erhöht werden kann. Schließlich ist auch die anfallende Überschußmenge
des flüssigen oder pastösen Auftragmediums reduzierbar.
[0014] Gemäß einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal des erfindungsgemäßen Auftragwerks hat
es sich als für die Qualität des erzielbaren Querprofils von Vorteil erwiesen, daß
die Zonen der Vordosiereinrichtung und die Zonen der Enddosiereinrichtung in Laufrichtung
der Materialbahn gesehen direkt hintereinander liegen.
[0015] In Abhängigkeit bestimmter Parameter, wie etwa dem jeweils gewählten Auftragsmedium,
der Art der Materialbahn, dem Verschleiß des Rakelelements und dergleichen mehr und
den damit verbundenen charakteristischen Querprofilabweichungen, ist jedoch auch eine
andere erfindungsgemäße Variante vorteilhaft einsetzbar, die so ausgelegt ist, daß
die Zonen der Vordosiereinrichtung und die Zonen der Enddosiereinrichtung in Laufrichtung
der Materialbahn gesehen um einen vorbestimmten Betrag in Breitenrichtung der Materialbahn
gegeneinander versetzt sind.
[0016] Besonders hat es sich in diesem Zusammenhang bewährt, daß die Zonen der Vordosiereinrichtung
und die Zonen der Enddosiereinrichtung in Laufrichtung der materialbahn gesehen um
einen solchen vorbestimmten Betrag in Breitanrichtung der Materialbahn gegeneinander
versetzt sind. Bei der ersten Erfindung (mit identischen Zonen) entspricht der Betrag
der Hälfte der jeweils identischen Zonenbreiten der Vor- und Enddosiereinrichtung.
Bei der zweitan Erfindung mit voneinander verschiedenen Zonenbreiten entspricht der
Betrag der Hälfte der jeweils kleineren der voneinander verschiedenen Zonenbreiten
der Vor- und Enddosiereinrichtung.
[0017] Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Auftragwerks
umfassen die Zonen der Vordosiereinrichtung wenigstens zwei Zonentypen, deren Zonenbreiten
voneinander verschieden sind.
Ebenso ist es erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Zonen der Enddosiereinrichtung wenigstens
zwei Zonentypen umfassen, deren Zonenbreiten voneinander verschieden sind. Die beiden
vorhergenannten Varianten sind selbsverständlich auch kombinierbar.
[0018] Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung ist vorgesehen,
daß die durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte der den Zonen der Vordosiereinrichtung
zugeordneten Stellglieder gebildete Teilung und die durch den gegenseitigen Abstand
der Verstellpunkte der den Zonen der Enddosiereinrichtung zugeordneten Stellgleider
gebildete Teilung identisch sind. Ist einer jeweiligen Zone der Vor- und Enddosiereinrichtung
nur ein einzelnes Stellgleid zugeordnet, so entspricht die besagte idenstische Teilung
der zuvor genannten identischen Zonenbreite der Vor- und Enddosiereinrichtung. Sind
einer oder mehreren Zonen dieser Einrichtungen hingegen mehrere Stellglieder zugeordnet,
so kann die zuvor beschriebene identische Teilung von den identischen Zonenbreiten
der Vor- und Enddosiereinrichtung unterschiedlich sein. Unter einem Verstellpunkt
eines Stellgliedes ist im Sinne der Erfindung der in der Regel punktuelle Bereich
zu verstehen, in dem das Stellglied an der Vor- bzw. Enddosiereinrichtung angreift.
[0019] Vorzugsweise liegen die jeweiligen Verstellpunkte der Vordosiereinrichtung und der
Enddosiereinrichtung in Laufrichtung der Materialbahn gesehen direkt hintereinander.
[0020] Für bestimmte erfindungsgemäße Anwendungen ist es jedoch auch vorteilhaft, daß die
jeweiligen Verstellpunkte der Vordosiereinrichtung und der Enddosiereinrichtung in
Laufrichtung der Materialbahn gesehen um einen vorbestimmten Betrag in Breitenrichtung
der Materialbahn gegeneinander versetzt sind.
[0021] In diesem Zusammenhang sind insbesondere mit einer solchen erfindungsgemäßen Variante
positive Ergebnisse erzielbar, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die jeweiligen
Verstellpunkte der Vordosiereinrichtung und der Enddosiereinrichtung in Laufrichtung
der Materialbahn gesehen um einen vorbestimmten Betrag in Breitenrichtung der Materialbahn
gegeneinander versetzt sind, der der Hälfte der jeweils identischen Teilungen entspricht.
[0022] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß zwar die Vordosiereinrichtung
und die Enddosiereinrichtung identische Zonenbreiten besitzen, jedoch im Gegensatz
zu einer vorhergehend erläuterten Ausführungsform die durch den gegenseitigen Abstand
der Verstellpunkte der den Zonen der Vordosiereinrichtung zugeordneten Stellglieder
gebildete Teilung und die durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte der den
Zonen der Enddosiereinrichtung zugeordneten Stellglieder gebildete Teilung voneinander
verschieden sind. Auch diese Maßnahme trägt in Abhängigkeit verschiedener Parameter
zur Herstellung eines gewünschten endgültigen Querprofils des aufgetragenen flüssigen
oder pastösen Mediums bei.
[0023] Vorzugsweise ist die durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte der den Zonen
der Vordosiereinrichtung zugeordneten Stellglieder gebildete Teilung ein ganzzahliges
Vielfaches der durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte der den Zonen der
Enddosiereinrichtung zugeordneten Stellglieder gebildete Teilung, oder umgekehrt.
[0024] Gemäß einem zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltungsmerkmal der Erfindung ist vorgesehen,
daß in Laufrichtung der Materialbahn gesehen und bezogen auf die Breitenrichtung der
Materialbahn ein ganzzahliges Vielfaches der jeweils kleineren Teilung der zuvor genannten
Teilungen deckungsgleich mit der jeweils größeren Teilung ist.
[0025] Je nach Anwendungsfall hat es sich jedoch auch als günstig herausgestellt, daß bei
Betrachtung in Laufrichtung () der Materialbahn und bezogen auf die Breitenrichtung
der Materialbahn ein ganzzahliges Vielfaches der jeweils kleineren Teilung nicht deckungsgleich
mit der jeweils größeren Teilung ist.
[0026] Gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsvariante, die ebenfalls vorteilhaft
für bestimmte Anwendungen einsetzbar ist, bilden die den Zonen der Vordosiereinrichtung
zugeordneten Stellglieder durch ihren jeweils gegenseitigen Abstand ihrer Verstellpunkte
wenigstens zwei Teilungen, die voneinander unterschiedlich sind. Bei den erfindungsgemäß
vorgesehenen identischen Zonenbreiten von Vor- und Enddosiereinrichtung können die
Verstellpunkte der jeweiligen Stellglieder der Vordosiereinrichtung also innerhalb
eines Zonenbereichs in einem bestimmten gleichmäßigen oder unregelmäßigen Anordnungsmuster
angeordnet sein, wobei der jeweilige Abstand zwischen wenigstens zwei benachbarten
Verstellpunkten beziehungsweise Stellgliedern nicht gleich ist.
[0027] Ebenso ist es im Sinne der Erfindung jedoch auch möglich, daß die den Zonen der Enddosiereinrichtung
zugeordneten Stellglieder durch ihren jeweils gegenseitigen Abstand ihrer Verstellpunkte
wenigstens zwei Teilungen bilden, die voneinander unterschiedlich sind.
[0028] Zur gezielten Beeinflussung des Querprofils in Randbereichen der laufenden Materialbahn
ist eine bevorzugte erfindungsgemäße Ausführungsform derart ausgestaltet, daß die
Vordosiereinrichtung wenigstens eine sich seitlich über einen Rand der laufenden Materialbahn
hinaus erstreckende Randzone umfaßt, und/oder die Enddosiereinrichtung wenigstens
eine sich seitlich über einen Rand der laufenden Materialbahn hinaus erstreckende
Randzone umfaßt. Bei einer solchen Randzone kann es sich im Sinne der Erfindung auch
um eine teilweise im Bahnbreitenbereich liegende Zone handeln, die seitlich über den
Rand der Materialbahn hinausragt und auf diese Weise die entsprechende Randzone bildet.
[0029] Nach einem zusätzlichen erfindungsgemäßen Ausgestaltungsmerkmal ist die Zonenbreite
der Randzone der Vordosiereinrichtung vorzugsweise verschieden von der Zonenbreite
der übrigen Zonen der Vordosiereinrichtung, und/oder die Zonenbreite der Randzone
der Enddosiereinrichtung verschieden von der Zonenbreite der übrigen Zonen der Enddosiereinrichtung.
[0030] In diesem Kontext ist darauf hinzuweisen, daß die Randzonenbreiten der Vor- und Enddosiereinrichtung
gleich oder unterschiedlich sein können. Üblicherweise wird sich die Randzonenbreite
der der Vordosiereinrichtung nachgeschalteten Enddosiereinrichtung von der Randzonenbreite
der Vordosiereinrichtung unterscheiden, da aufgrund des Auftrags des flüssigen oder
pastösen Mediums mittels der Vordosiereinrichtung eine Ausdehnung bzw. Quellung der
Materialbahn in Breitenrichtung auftritt, die sich bereits beim Durchlauf der beschichteten
Materialbahn durch die nachgeschaltete Enddosiereinrichtung bemerkbar macht.
[0031] Zur Manipulation des Querprofils im Randbereich der laufenden Materialbahn liegen
bei einer vorteilhaften Ausgestaltungsform des erfindungsgemäßen Auftragwerks die
Verstellpunkte von mindestens einem der Randzone der Vordosiereinrichtung zugeordneten
Stellglied und mindestens einem der Randzone der Enddosiereinrichtung zugeordneten
Stellglied in Laufrichtung der Materialbahn gesehen im wesentlichen direkt hintereinander.
Auch bei dieser aufeinander abgestimmten Anordnung der Randzonen-Stellglieder der
jeweiligen Einrichtung ist gegebenenfalls eine Ausdehnung der durch die Vordosiereinrichtung
beschichteten laufenden Materialbahn zu berücksichtigen, so daß bei Bedarf geringe
Abweichung von den zuvor genannten Positionsangaben notwendig sein können.
[0032] Das erfindungsgemäße Auftragwerk umfaßt in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
zweckmäßigerweise wenigstens eine Regeleinrichtung, wobei die Vordosiereinrichtung
und die Enddosiereinrichtung in einen aufeinander abgestimmten Regelkreis dieser Regeleinrichtung
eingebunden sind. Dies gestattet während des laufenden Betriebs des Auftragwerks eine
schnelle und zuverlässige Anpassung an sich ändernde Betriebsbedingungen.
[0033] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird des weiteren gelöst durch ein erfindungsgemäßes
Verfahren zum geregelten Einstellen eines gewünschten Querprofils eines mittels eines
Auftragwerks nach einem der Ansprüche 1 bis 23 direkt auf eine laufende Materialbahn,
insbesondere aus Papier oder Karton, aufgetragenen flüssigen oder pastösen Mediums,
wobei das Verfahren die Merkmale des Anspruchs 24 umfaßt. Demgemäß wird zur Einstellung
des gewünschten Querprofils bei Bedarf sowohl eine erste Querprofilkorrektur durch
Verstellen der Stellglieder der Vordosiereinrichtung als auch eine zweite Querprofilkorrektur
der Stellglieder der Enddosiereinrichtung vorgenommen, wobei sich die erste und zweite
Querprofilkorrektur in Ihrer Wirkung zu einer erforderlichen Gesamtkorrektur des Querprofils
ergänzen. Das erfindungsgemäße Verfahren bietet die bereits im Zusammenhang mit dem
erfindungsgemäßen Auftragwerk erwähnten Vorteile.
[0034] In vorteilhafter Weise erfolgt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ein langwelliges
Korrigieren des Querprofils durch geregeltes Verstellen der Stellglieder der Vordosiereinrichtung,
und ein kurzwelliges Korrigieren der Abweichungen des Querprofils durch geregeltes
Verstellen der Stellglieder der Enddosiereinrichtung. Analog dazu ist erfindungsgemäß
jedoch auch ein kurzwelliges Korrigieren des Querprofils durch geregeltes Verstellen
der Stellglieder der Vordosiereinrichtung, und ein langwelliges Korrigieren der Abweichungen
des Querprofils durch geregeltes Verstellen der Stellglieder der Enddosiereinrichtung
vorgesehen.
[0035] Mit dieser Art der Regelung kann, ausgehend von einer Betrachtung der Vordosiereinrichtung,
bereits eine auf die Enddosiereinrichtung abgestimmte langwellige oder kurzwellige
Korrektur des Querprofils und damit des Strichgewichts des aufgetragenen flüssigen
oder pastösen Mediums oder eine Einstellung einer anderen mit dem Querprofil bzw.
Strichgewicht zusammenhängenden Eigenschaft, wie etwa Glanz, Opazität, Weißgrad, Feuchte
und dergleichen, vorgenommen werden. Dies führt zu einem effektiveren Regelsystem
bei reduzierten Stellbewegungen und demnach zu geringerem Verschleiß an den zu verstellenden
Bauteilen des Auftragwerks.
[0036] Das Verstellen der Stellglieder der Vor- und Enddosiereinrichtung kann in Einklang
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren sowohl sequentiell als auch im wesentlichen synchron
erfolgen.
[0037] Grundsätzlich können sowohl die Vor- als auch die Enddosiereinrichtung von Hand eingestellt
werden. Im Falle des Vorhandensseins eines Regelkreises ist es möglich eine von den
beiden Einrichtung von Hand und die jeweils andere über den Regelkreis oder aber beide
Einrichtungen über eine voneinander unabhängige oder aufeinander abgestimmte Regelung
einszustellen.
[0038] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren hat es sich zudem als von Vorteil erwiesen, daß
eine Grobeinstellung des Querprofils durch die Vordosiereinrichtung, und eine Feineinstellung
des Querprofils durch die Enddosiereinrichtung vorgenommen wird. Ebenso ist es möglich,
daß eine Grobeinstellung des Querprofils durch die Enddosiereinrichtung, und eine
Feineinstellung des Querprofils durch die Vordosiereinrichtung vorgenommen wird. Die
Reihenfolge der Grob- und Feineinstellung ist hierbei beliebig.
[0039] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung mit zusätzlichen Ausgestaltsdetails
und weiteren Vorteilen sind nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
näher beschrieben und erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer ersten Grundkonfiguration für das
erfindungsgemäße Auftragwerks,
- Fig. 2
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer zweiten Grundkonfiguration für das
erfindungsgemäße Auftragwerks,
- Fig. 3 bis 13
- schematische Draufsichten der zu Anschauungszwecken in einer gemeinsamen Darstellungsebene
gezeigten Zonen der Vor- und Enddosiereinrichtung einer ersten bis elften Ausführungsform
des ersten erfindungsgemäßen Auftragwerks,
- Fig. 14 bis 20
- schematische Draufsichten der zu Anschauungszwecken in einer gemeinsamen Darstellungsebene
gezeigten Zonen der Vor- und Enddosiereinrichtung einer ersten bis siebenten Ausführungsform
des zweiten erfindungsgemäßen Auftragwerks,
- Fig. 21
- ein schematisches Diagramm, das die Querprofilabweichungen über der Maschinenbreite
bei verschiedenen Betriebszuständen des ersten und zweiten Auftragwerks darstellt.
[0040] In der nachfolgenden Beschreibung und in den Figuren werden zur Vermeidung von Wiederholungen
gleiche Bauteile und Komponenten auch mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet, sofern
keine weitere Differenzierung erforderlich ist.
[0041] Der Fig. 1 ist in einer schematischen Querschnittsdarstellung eine erste Grundkonfiguration
für das erfindungsgemäße Auftragwerk zu entnehmen. Das Auftragwerk umfaßt eine Gegenwalze
2, auf der eine mit einem Auftrag zu versehende Materialbahn 4 läuft, die während
des Auftragvorgangs von der Gegenwalze 2 gestützt wird. Die Drehrichtung der Gegenwalze
2 und damit die Laufrichtung der Materialbahn 4 ist in der Figur durch einen Pfeil
gekennzeichnet. Ein als Vordosiereinrichtung V ausgestaltetes Auftragwerk, das einen
in der Figur nicht dargestellten, sich im wesentlichen über die gesamte Länge der
Vordosiereinrichtung V erstreckenden Balken umfaßt, liegt der Gegenwalze 2 gegenüber.
Der Balken der Vordosiereinrichtung V enthält ein Verteilrohr für das auf die laufende
Materialbahn 4 aufzutragende flüssige oder pastöse Medium, das im nachfolgenden als
Streichmedium bezeichnet wird. Aus dem Verteilrohr gelangt das aufzutragende Streichmedim
unter Druck in einen als Freistrahldüse ausgebildeten Dosierspalt 6, der zwischen
einer zulaufseitigen 8 und ablaufseitigen Lippe 10 der Vordosiereinrichtung V gebildet
ist, und wird aus dem Dosierspalt 6 austretend auf die Oberfläche der laufenden Materialbahn
4 aufgetragen. Das Streichmedium ist durch einen Pfeil 12 gekennzeichnet.
[0042] Die zulaufseitige Lippe 2 der Vordosiereinrichtung V ist zur Einstellung sowohl eines
Längs- als auch eines Querprofils des aufzutragenden flüssigen oder pastösen Streichmediums
in eine Vielzahl von sich quer zur Laufrichtung der Materialbahn 4 erstreckenden verstellbaren
Zonen eingeteilt, wobei jeder Zone ein oder mehrere Stellglied 14
v zugeordnet ist. Auf diese Weise ist die zulaufseitige Lippe 8 durch die Stellglieder
14
v sowohl gleichmäßig über im wesentlichen ihre gesamte Längserstreckung als auch bei
Bedarf zonenweise unterschiedlich profilierbar. Auf die genau Ausgestaltung der Zonen
der Vordosiereinrichtung V wird nachfolgend noch detaillierter eingegangen werden.
[0043] Wie der Fig. 1 des weiteren zu entnehmen, ist der Vordosiereinrichtung V in Laufrichtung
der Materialbahn 4 gesehen eine Enddosiereinrichtung E nachgeschaltet. Die Enddosiereinrichtung
E umfaßt einen nicht dargestellten Tragbalken und ein in einer an dem Tragbalken befestigten
Rakelelementhalterung gehaltenes Rakelelement in Form einer sich im wesentlichen über
die gesamte Bahnbreite erstreckenden durchgehenden Rakelklinge 16, mit der das zuvor
mittels der Vordosiereinrichtung V auf die Materialbahn 4 aufgetragene Streichmedium
12 zur Einstellung eines gewünschten Querprofils abgerakelt wird. Die Enddosiereinrichtung
E, d.h. im vorliegenden Fall genauer die Rakelklinge 16, ist in eine Vielzahl von
sich quer zur Laufrichtung der Materialbahn 4 erstreckenden verstellbaren Zonen eingeteilt,
wobei jeder Zone vorzugsweise ein oder mehrere Stellglieder 14
e zugeordnet sind. Die Zonen der Rakelklinge 16 sind im vorliegenden Fall als sich
quer zur Laufrichtung der Materialbahn 4 erstreckende Bereiche definierter Größe zu
verstehen, die durch die Stellglieder 14
e gegenüber anderen gleichartig ausgebildeten Bereichen der Rakelklinge 16 zur Einstellung
eines bestimmten Querprofils bezogen auf die Bahnbreite der Materialbahn 4 örtlich
verstellbar sind. Diese Verstellbarkeit wird durch die reversible Verformbarkeit der
Rakelklinge 16 gewährleistet. Es liegt hierbei also keine physikalische Trennung,
wie durch Trennfugen oder dergleichen, der Zonen der Rakelklinge 16 vor. Eine solche
physikalische Trennung der Zonen ist jedoch bei anderen erfindungsgemäßen Ausführungsformen
durchaus denkbar, etwa im Falle der Verwendung eines in einer Rakelelementhalterung,
die kammartig in Zonen unterteilt ist, gehaltenen Rakelelements, wobei die Stellglieder
14
e dann an den Zonen der Rakelelementhalterung angreifen können. Auf die genau Ausgestaltung
der Zonen der Enddosiereinrichtung E wird nachfolgend noch detaillierter eingegangen
werden.
[0044] Die Stellglieder 14v und 14e der Vor- und Enddosiereinrichtung sind zweckmäßigerweise
in einen Regelkreis von mindestens einer nicht dargestellten Regeleinrichtung eingebunden,
so daß im laufenden Betrieb des Auftragwerks und in Abhängigkeit von diversen, das
Querprofil beeinflussenden Parametern bei Bedarf eine schnelle und zuverlässige Korrektur
des Querprofils vorgenommen werden kann.
[0045] Fig. 2 zeigt in einer schematischen Querschnittsdarstellung eine zweite Grundkonfiguration
für das erfindungsgemäße Auftragwerk. Die Grundausstattung dieser Konfiguration entspricht
im wesentlichen der gemäß Fig. 1, jedoch ist im Gegensatz dazu das Auftragwerk für
ein "räumlich getrenntes" Vor- und Enddosieren ausgelegt. Das heißt, die Vordosiereinrichtung
V ist einer ersten Gegenwalze 2.1 und die Enddosiereinrichtung E einer zweiten Gegenwalze
2.2 zugeordnet, die in Laufrichtung der Materialbahn 4 gesehen der ersten Gegenwalze
2.1 nachgeschaltet ist.
[0046] Für die nachfolgend im Zusammenhang mit den Fig. 3 bis 20 beschrieben erfindungsgemäßen
Auftragwerkvarianten sind grundsätzlich in die zuvor geschilderten Grundkonfigurationen
nach Fig. 1 und Fig. 2 einsetzbar.
[0047] Die Fig. 3 zeigt eine schematische Draufsicht der zu Anschauungszwecken in einer
gemeinsamen Darstellungsebene gezeigten Zonen Z
v der Vordosiereinrichtung V und Zonen Z
e der Enddosiereinrichtung E einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Auftragwerks.
In den Zeichnungen sind die jeweiligen Zonen Z
v und Z
e der Vordosiereinrichtung V und Enddosiereinrichtung E vereinfacht als rechteckige
Kästchen angedeutet. Wie der Figur zu entnehmen, erstrecken sich die jeweiligen Zonen
Z
v und Z
e quer zur Laufrichtung der Materialbahn 4 über deren im wesentlichen gesamte Breite
B, wobei die jeweiligen Zonenbreiten b
v der Vordosiereinrichtung V und die jeweiligen Zonenbreiten b
e der Enddosiereinrichtung E identisch sind. Wie in der Fig. 3 des weiteren angedeutet,
liegen die Zonen Z
v und Z
e in Laufrichtung der Materialbahn 4 gesehen ohne seitlichen Versatz direkt hintereinander.
Die Anzahl der jeweiligen Zonen Z
v und Z
e sowie deren jeweilige Zonenbreiten b
v und b
e sind je nach Anwendungsfall verschieden, so daß die Darstellungsweise in den Zeichnungen
lediglich erläuternden Charakter besitzt. Gemäß Fig. 3 umfaßt sowohl die Vordosiereinrichtung
V als auch die Enddosiereinrichtung E sich seitlich über einen jeweiligen Seitenrand
der laufenden Materialbahn 4 hinaus erstreckende Randzonen Z
vr und Z
er. Die Zonenbreite b
vr der Randzone Z
vr der Vordosiereinrichtung V ist im vorliegenden Beispiel von der Zonenbreite b
v der übrigen Z
v der Vordosiereinrichtung V verschieden. Ebenso ist die Zonenbreite b
er der Randzonen Z
er der Enddosiereinrichtung E verschieden von der Zonenbreite b
e der übrigen Zonen Z
e der Enddosiereinrichtung E. Die Randzonenbreite b
er der Enddosiereinrichtung E ist von der Randzonenbreite b
vr der Vordosiereinrichtung V verschieden, um eine durch den Auftrag des flüssigen oder
pastösen Streichmediums bedingte und nach dem Durchlauf der Materialbahn durch die
Vordosiereinrichtung V in der Bahnbreitenrichtung auftretenden Ausdehnung ΔB bzw.
Quellung der Materialbahn zu berücksichtigen.
[0048] Die zuvor erläuterten Randzonen Z
vr und Z
er können prinzipiell auch die gleiche Breite wie die jeweils übrigen Zonen Z
v oder Z
e der Vor- und Enddosiereinrichtung aufweisen. So zum Beispiel in dem Fall, wenn eine
Randzone Z
vr oder Z
er durch eine über den Materialbahnrand hinausragende Zone Z
v oder Z
e der Vor- und Enddosiereinrichtung gebildet wird.
[0049] In den Zeichnungen sind die Verstellpunkte P
v der Stellglieder 14
v der Vordosiereinrichtung V als Kreuze und die Verstellpunkte P
e der Stellglieder 14
e der Enddosiereinrichtung E vereinfacht als Kreise dargestellt. Unter einem Verstellpunkt
eines Stellgliedes ist es im Sinne der Erfindung der in der Regel punktuelle Bereich
zu verstehen, in dem das Stellglied an der Vor- bzw. Enddosiereinrichtung E eingreift.
[0050] In der Ausführungsform gemäß Fig. 3 sind die durch den gegenseitigen Abstand der
Verstellpunkte P
v der den Zonen Z
v der Vordosiereinrichtung V zugeordneten Stellglieder gebildete Teilung T
v und die durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte P
e der den Zonen Z
e der Enddosiereinrichtung E zugeordneten Stellglieder gebildete Teilung T
e identisch und liegen in Laufrichtung der Materialbahn 4 gesehen auch direkt hintereinander.
Ebenso liegen die Verstellpunkte der Randzonen Z
vr der Vordosiereinrichtung V und die Verstellpunkte der Randzonen Z
er der Enddosiereinrichtung E in Laufrichtung der Materialbahn 4 gesehen im wesentlichen
direkt hintereinander. Die auf die Breitenrichtung der Materialbahn 4 bezogene Position
der Verstellpunkte der Randzonen Z
vr und Z
er kann jedoch geringfügig differieren, um eventuell in Bahnbreitenrichtung auftretende
Ausdehnungen ΔB der Materialbahn zu berücksichtigen.
[0051] Bei den nachfolgend erläuterten Fig. 4 bis 12, die jeweils der Fig. 3 entsprechende
Ansichten zeigen, ist die Materialbahn 4 der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
[0052] Fig. 4 zeigt eine der Variante nach Fig. 3 im wesentlichen entsprechende zweite Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Auftragwerks, bei der die Zonen Z
v und Z
e in Laufrichtung der Materialbahn gesehen ohne seitlichen Versatz direkt hintereinander
liegen. Bei diesem Auftragwerk sind den jeweiligen Zonen Z
v der Vordosiereinrichtung V und den jeweiligen Zonen Z
e der Enddosiereinrichtung E jedoch zwei Stellglieder zugeordnet. Dementsprechend existieren
pro Zone Z
v zwei Verstellpunkte P
v und pro Zone Z
e zwei Verstellpunkte P
e, die in Laufrichtung der Materialbahn gesehen direkt hintereinander liegen.
[0053] Der Fig. 5 ist eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Auftragwerks zu
entnehmen, bei der die Zonen Z
v und Z
e in Laufrichtung der Materialbahn gesehen wiederum direkt hintereinander liegen, jedoch
die durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte P
v der den Zonen Z
v der Vordosiereinrichtung V zugeordneten Stellglieder gebildete Teilung T
v und die durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte P
e der den Zonen Z
e der Enddosiereinrichtung E Zugeordneten Stellglieder gebildete Teilung T
e voneinander verschieden sind. Dies ergibt sich daraus, daß die Zonen Z
v der Vordosiereinrichtung V jeweils zwei und die Zonen Z
e der Enddosiereinrichtung E jeweils nur einen Verstellpunkt aufweisen und die Teilung
T
e ein ganzzahliges Vielfaches der Teilung T
v ist. Im vorliegenden Fall gilt

. Bei Betrachtung der Vor- und Enddosiereinrichtung in Laufrichtung der Materialbahn
ist zu erkennen, daß bezogen auf die Breitenrichtung der Materialbahn ein ganzzahliges
Vielfaches der kleineren Teilung T
v nicht deckungsgleich mit der größeren Teilung T
e ist. Folglich sind in Laufrichtung der Materialbahn gesehen auch die Positionen der
jeweiligen Verstellpunkte der Vor- und Enddosiereinrichtung nicht deckungsgleich.
Vielmehr ergibt sich aus dieser Konfiguration, daß die jeweiligen Verstellpunkte der
Vordosiereinrichtung V und der Enddosiereinrichtung E in Laufrichtung der Materialbahn
gesehen um einen vorbestimmten Betrag Y in Breitenrichtung der Materialbahn gegeneinander
versetzt sind.
[0054] Fig. 6 zeigt eine vierte Ausführungsform, bei der die Zonen Z
v und Z
e in Laufrichtung der Materialbahn gesehen ohne seitlichen Versatz direkt hintereinander
liegen, und die den Zonen Z
e der Enddosiereinrichtung E zugeordneten Stellglieder durch ihren jeweils gegenseitigen
Abstand ihrer Verstellpunkte P
e jedoch zwei Teilungen T
e1 und T
e2 bilden, die voneinander verschieden sind. Zudem liegt bei dieser Konfiguration jeder
vierte Verstellpunkt P
e der Enddosiereinrichtung E in Laufrichtung der Materialbahn gesehen direkt hinter
einem Verstellpunkt P
v der Vordosiereinrichtung V. Ebenso ist es natürlich denkbar, daß die den Zonen Z
v der Vordosiereinrichtung V zugeordneten Stellglieder durch ihren jeweils gegenseitigen
Abstand ihrer Verstellpunkte zwei Teilungen bilden, die voneinander unterschiedlich
sind. Dies würde zu einer Konfiguration führen, bei der die Anzahl und Lage der jeweiligen
Verstellpunkte der Vor- und Enddosiereinrichtung genau vertauscht sind.
[0055] Fig. 7 zeigt in einer zu der Fig. 3 analogen Darstellungsweise eine fünfte Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Auftragwerks. Wie in der Zeichnung deutlich zu erkennen, sind
die Zonen Z
v der Vordosiereinrichtung V und die Zonen Z
e der Enddosiereinrichtung E bei Betrachtung in Laufrichtung der Materialbahn indes
um einen vorbestimmten Betrag x in Breitenrichtung der Materialbahn gegeneinander
versetzt. Vorzugsweise entspricht dieser Betrag x der Hälfte der jeweils identischen
Zonenbreiten b
v und b
e der Vor- und Enddosiereinrichtung. Die durch die jeweiligen Verstellpunkte der Vor-
und Enddosiereinrichtung gebildeten gleichen Teilungen T
v und T
e sind hierbei in Laufrichtung der Materialbahn gesehen nicht deckungsgleich. Ein gleiches
gilt für die Verstellpunkte.
[0056] Fig. 8 zeigt eine der Variante nach Fig. 7 im wesentlichen entsprechende sechste
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Auftragwerks. Die Zonen der Vor- und Enddosiereinrichtung
sind bei Betrachtung in Laufrichtung der Materialbahn um einen vorbestimmten Betrag

(bzw. 0,5 * b
e) in Breitenrichtung der Materialbahn gegeneinander versetzt, und jeder der Zonen
der Vor- und Enddosiereinrichtung ist die gleiche Anzahl von Stellgliedern und damit
von Verstellpunkten zugeordnet, wobei die durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte
der den Zonen der Vor- und Enddosiereinrichtung zugeordneten Stellglieder gebildeten
Teilungen T
v und T
e gleich sind. Bei der so gebildeten Konfiguration liegen die jeweiligen Verstellpunkte
der Vordosiereinrichtung V und der Enddosiereinrichtung E in Laufrichtung der Materialbahn
gesehen direkt hintereinander.
[0057] Des weiteren zeigt Fig. 9 eine der Variante nach Fig. 8 im wesentlichen entsprechende
siebte Ausführungsform, bei der die jeweiligen Verstellpunkte der Vordosiereinrichtung
V und der Enddosiereinrichtung E in Laufrichtung der Materialbahn gesehen um einen
solchen vorbestimmten Betrag y in Breitenrichtung der Materialbahn gegeneinander versetzt
sind, der der Hälfte der jeweils identischen Teilungen T
v und T
e entspricht.
[0058] Fig. 10 zeigt eine achte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Auftragwerks, bei
der die Zonen der Vordosiereinrichtung V und die Zonen der Enddosiereinrichtung E
wiederum um einen vorbestimmten Betrag x gegeneinander versetzt sind und die Teilung
T
e ein ganzzahliges Vielfaches der Teilung T
v ist. Im vorliegenden Fall gilt

. Bei Betrachtung in Laufrichtung der Matarialbahn und bezogen auf die Breitenrichtung
der Materialbahn ist das ganzzahlige Vielfache der kleineren Teilung T
v nicht deckungsgleich mit der größeren Teilung T
e. Ein gleiches gilt für die Verstellpunkte der Vor- und Enddosiereinrichtung.
[0059] Fig. 11 zeigt eine der Variante nach Fig. 10 im wesentlichen entsprechende neunte
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Auftragwerks, jedoch ist hier die Anzahl und
Anordnung der Verstellpunkte der Vor- und Enddosiereinrichtung gegenüber der Fig.
9 genau vertauscht, wobei nun die Teilung T
v ein ganzzahliges Vielfaches der Teilung T
e ist.
[0060] Die Fig. 12 zeigt eine der Variante nach Fig. 10 im wesentlichen entsprechende zehnte
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Auftragwerks. Hierbei ist der in Breitenrichtung
der Materialbahn liegende Versatz x der Zonen der Vordosiereinrichtung V und der Enddosiereinrichtung
E und die Anzahl und Lage der jeweiligen Verstellpunkte so gewählt, daß in Laufrichtung
der Materialbahn gesehen und bezogen auf die Breitenrichtung der Materialbahn ein
ganzzahliges Vielfaches der kleineren Teilung T
v deckungsgleich mit der größeren Teilung T
e ist. In Laufrichtung der Materialbahn gesehen liegt hierbei ferner der einzelne Verstellpunkt
P
e einer jeweiligen Zone der Enddosiereinrichtung E direkt hinter dem jeweils ersten
der zwei Verstellpunkte P
v einer jeweiligen Zone der Vordosiereinrichtung V.
[0061] Fig. 13 zeigt eine elfte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Auftragwerks, bei
der die Zonen Z
v und Z
e in Laufrichtung der Materialbahn gesehen wiederum ohne seitlichen Versatz direkt
hintereinander liegen. Bei dieser Variante besitzt die Vordosiereinrichtung V zwei
voneinander unterschiedliche Teilungen T
v1 und T
v2 und auch die Enddosiereinrichtung E weist unterschiedliche Teilungen T
e1 und T
e2 auf. Die Teilung T
v2 der Vordosiereinrichtung V ergibt sich dabei durch einen Abstand von jeweils zwei
an den Randbereichen einer Zone Z
v liegenden benachbarten Verstellpunkten, während die Teilung T
v1 aus einem gleichmäßigen gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte innerhalb der Zone
Z
v resultiert.
[0062] Die Fig. 14 zeigt eine schematische Draufsicht der zu Anschauungszwecken in einer
gemeinsamen Darstellungsebene gezeigten Zonen Z
v der Vordosiereinrichtung V und Zonen Z
e der Enddosiereinrichtung E einer ersten Ausführungsform des zweiten erfindungsgemäßen
Auftragwerks. In den Zeichnungen sind die jeweiligen Zonen Z
v und Z
e der Vordosiereinrichtung V und Enddosiereinrichtung E vereinfacht als rechteckige
Kästchen angedeutet. Wie der Figur zu entnehmen, erstrecken sich die jeweiligen Zonen
Z
v und Z
e quer zur Laufrichtung der Materialbahn 4 über deren im wesentlichen gesamte Breite
B, wobei die jeweiligen Zonenbreiten b
v der Vordosiereinrichtung V und die jeweiligen Zonenbreiten b
e der Enddosiereinrichtung E voneinander verschieden sind. Im vorliegenden Fall beträgt
die Breite einer Zone Z
v der Vordosiereinrichtung V das Doppelte der Breite einer Zone Z
e der Enddosiereinrichtung. Wie in der Fig. 3 des weiteren angedeutet, liegen die verschieden
breiten Zonen Z
v und Z
e in Laufrichtung der Materialbahn 4 gesehen ohne seitlichen Versatz direkt hintereinander.
Die Anzahl der jeweiligen Zonen Z
v und Z
e sowie deren jeweilige Zonenbreiten b
v und b
e sind je nach Anwendungsfall verschieden, so daß die Darstellungsweise in den Zeichnungen
lediglich erläuternden Charakter besitzt. Gemäß Fig. 3 umfaßt sowohl die Vordosiereinrichtung
V als auch die Enddosiereinrichtung E sich seitlich über einen jeweiligen Seitenrand
der laufenden Materialbahn 4 hinaus erstreckende Randzonen Z
vr und Z
er. Die Zonenbreite b
vr der Randzone Z
vr der Vordosiereinrichtung V ist im vorliegenden Beispiel von der Zonenbreite b
v der übrigen Z
v der Vordosiereinrichtung V verschieden. Ebenso ist die Zonenbreite b
er der Randzonen Z
er der Enddosiereinrichtung E verschieden von der Zonenbreite b
e der übrigen Zonen Z
e der Enddosiereinrichtung E. Die Randzonenbreite b
er der Enddosiereinrichtung E ist von der Randzonenbreite b
vr der Vordosiereinrichtung V verschieden, um eine durch den Auftrag des flüssigen oder
pastösen Streichmediums bedingte und nach dem Durchlauf der Materialbahn durch die
Vordosiereinrichtung V in der Bahnbreitenrichtung auftretenden Ausdehnung ΔB bzw.
Quellung der Materialbahn zu berücksichtigen.
[0063] Die zuvor erläuterten Randzonen Z
vr und Z
er können prinzipiell auch die gleiche Breite wie die jeweils übrigen Zonen Z
v oder Z
e der Vor- und Enddosiereinrichtung aufweisen. So zum Beispiel in dem Fall, wenn eine
Randzone Z
vr oder Z
er durch eine über den Materialbahnrand hinausragende Zone Z
v oder Z
e der Vor- und Enddosiereinrichtung gebildet wird.
[0064] In den Zeichnungen sind die Verstellpunkte P
v der Stellglieder 14
v der Vordosiereinrichtung V als Kreuze und die Verstellpunkte P
e der Stellglieder 14
e der Enddosiereinrichtung E vereinfacht als Kreise dargestellt. Unter einem Verstellpunkt
eines Stellgliedes ist es im Sinne der Erfindung der in der Regel punktuelle Bereich
zu verstehen, in dem das Stellglied an der Vor- bzw. Enddosiereinrichtung E eingreift.
[0065] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 14 sind den jeweiligen Zonen Z
v der Vordosiereinrichtung V zwei Stellglieder und den jeweiligen Zonen Z
e der Enddosiereinrichtung E ein Stellglied zugeordnet. Dementsprechend existieren
pro Zone Z
v zwei Verstellpunkte P
v und pro Zone Z
e ein Verstellpunkt P
e. Die durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte P
v der den Zonen Z
v der Vordosiereinrichtung V zugeordneten Stellglieder gebildete Teilung T
v und die durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte P
e der den Zonen Z
e der Enddosiereinrichtung E zugeordneten Stellglieder gebildete Teilung T
e identisch und liegen in Laufrichtung der Materialbahn 4 gesehen auch direkt hintereinander.
Ebenso liegen die Verstellpunkte der Randzonen Z
vr der Vordosiereinrichtung V und die Verstellpunkte der Randzonen Z
er der Enddosiereinrichtung E in Laufrichtung der Materialbahn 4 gesehen im wesentlichen
direkt hintereinander. Die auf die Breitenrichtung der Materialbahn 4 bezogene Position
der Verstellpunkte der Randzonen Z
vr und Z
er kann jedoch geringfügig differieren, um eventuell in Bahnbreitenrichtung auftretende
Ausdehnungen ΔB der Materialbahn zu berücksichtigen.
[0066] Bei den nachfolgend erläuterten Fig. 15 bis 20, die jeweils der Fig. 14 entsprechende
Ansichten zeigen, ist die Materialbahn 4 der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
[0067] Fig. 15 zeigt eine der Variante nach Fig. 14 im wesentlichen entsprechende zweite
Ausführungsform des erfindungsgemäßen zweiten Auftragwerks, jedoch ist hier die Anzahl
und Anordnung der Verstellpunkte der Vor- und Enddosiereinrichtung gegenüber der Fig.
14 genau vertauscht. Auch ist in diesem Beispiel die Zonenbreite b
e der Zonen Z
e der Enddosiereinrichtung E größer als die Zonenbreite b
v der Zonen Z
v der Vordosiereinrichtung V.
[0068] Fig. 16 zeigt in einer zu der Fig. 14 analogen Darstellungsweise eine dritte Ausführungsform
des zweiten erfindungsgemäßen Auftragwerks, bei der die Zonen Z
v und Z
e, die bei unterschiedlichen Zonenbreiten jeweils nur einen Verstellpunkt aufweisen,
jeweils in Laufrichtung der Materialbahn gesehen ohne seitlichen Versatz direkt hintereinander
liegen, und die durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte P
v der den Zonen Z
v der Vordosiereinrichtung V zugeordneten Stellglieder gebildete Teilung T
v und die durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte P
e der den Zonen Z
e der Enddosiereinrichtung E zugeordneten Stellglieder gebildete Teilung T
e voneinander verschieden sind. Die Teilung T
v ist hierbei ein ganzzahliges Vielfaches der Teilung T
e. Im vorliegenden Fall gilt

. Bei Betrachtung der Vor- und Enddosiereinrichtung in Laufrichtung der Materialbahn
ist ferner zu erkennen, daß bezogen auf die Breitenrichtung der Materialbahn ein ganzzahliges
Vielfaches der kleineren Teilung T
e nicht deckungsgleich mit der größeren Teilung T
v ist. Folglich sind in Laufrichtung der Materialbahn gesehen auch die Positionen der
jeweiligen Verstellpunkte P
v, P
e der Vor- und Enddosiereinrichtung nicht deckungsgleich. Vielmehr ergibt sich aus
dieser Konfiguration, daß die jeweiligen Verstellpunkte der Vordosiereinrichtung V
und der Enddosiereinrichtung E in Laufrichtung der Materialbahn gesehen um einen vorbestimmten
Betrag Y in Breitenrichtung der Materialbahn gegeneinander versetzt sind.
[0069] Fig. 17 zeigt eine vierte Ausführungsform des zweiten erfindungsgemäßen Auftragwerks,
bei der die unterschiedlich breiten Zonen Z
v und Z
e in Laufrichtung der Materialbahn gesehen ohne seitlichen Versatz direkt hintereinander
liegen, die den Zonen Z
e der Enddosiereinrichtung E zugeordneten Stellglieder durch ihren jeweils gegenseitigen
Abstand ihrer Verstellpunkte P
e jedoch zwei Teilungen T
e1 und T
e2 bilden, die voneinander verschieden sind. Da die Enddosiereinrichtung E Zonen umfaßt,
denen entweder ein oder zwei Verstellpunkte zugeordnet sind, existieren bei dieser
Konfiguration sowohl Verstellpunkt P
e der Enddosiereinrichtung E, die in Laufrichtung der Materialbahn gesehen direkt hinter
einem Verstellpunkt P
v der Vordosiereinrichtung V liegen, als auch Verstellpunkte P
e, die gegenüber Verstellpunkten P
v der Vordosiereinrichtung V in Laufrichtung der Materialbahn gesehen um einen vorbestimmten
Betrag Y in Breitenrichtung der Materialbahn versetzt sind. Als Alternative zu dieser
Ausführungsform ist natürlich auch eine Variante denkbar, bei der die den Zonen Z
v der Vordosiereinrichtung V zugeordneten Stellglieder durch ihren jeweils gegenseitigen
Abstand ihrer Verstellpunkte wenigstens zwei Teilungen bilden, die voneinander unterschiedlich
sind.
[0070] Fig. 18 zeigt in einer zu der Fig. 14 analogen Darstellungsweise eine fünfte Ausführungsform
des zweiten erfindungsgemäßen Auftragwerks. Wie in der Zeichnung deutlich zu erkennen,
sind die unterschiedlich breiten Zonen Z
v und Zonen Z
e der Vor- und Enddosiereinrichtung bei Betrachtung in Laufrichtung der Materialbahn
um einen vorbestimmten Betrag x in Breitenrichtung der Materialbahn gegeneinander
versetzt. Im vorliegenden Fall entspricht dieser Betrag x der Hälfte der gegenüber
der Zonenbreite b
e der Zonen Z
e der Enddosiereinrichtung E kleineren Zonenbreite b
v der Zonen Z
v Vordosiereinrichtung V. Die durch die jeweiligen Verstellpunkte P
v, P
e der Vor- und Enddosiereinrichtung gebildeten gleichgroßen Teilungen T
v und T
e, und damit auch die Positionen der jeweiligen Verstellpunkte P
v, P
e, sind in Laufrichtung der Materialbahn gesehen nicht deckungsgleich, sondern um einen
vorbestimmten Betrag Y in Breitenrichtung der Materialbahn gegeneinander versetzt.
[0071] Die Fig. 19 zeigt eine der Variante nach Fig. 18 im wesentlichen entsprechende sechste
Ausführungsform des zweiten erfindungsgemäßen Auftragwerks. Hierbei ist jeder Zone
der Vor- und Enddosiereinrichtung jeweils ein Verstellpunkt zugeordnet und der in
Breitenrichtung der Materialbahn liegende Versatz x der unterschiedlich breiten Zonen
der Vordosiereinrichtung V und der Enddosiereinrichtung E und die Anzahl und Lage
der jeweiligen Verstellpunkte so gewählt, daß in Laufrichtung der Materialbahn gesehen
und bezogen auf die Breitenrichtung der Materialbahn ein ganzzahliges Vielfaches der
kleineren Teilung T
v deckungsgleich mit der größeren Teilung T
e ist. Im vorliegenden Fall gilt

. In Laufrichtung der Materialbahn gesehen liegt dabei ein Verstellpunkt P
e der Enddosiereinrichtung E direkt hinter einem ersten beziehungsweise dritten Verstellpunkt
P
v der Vordosiereinrichtung V.
[0072] Fig. 20 zeigt in einer zu der Fig. 14 analogen Darstellungsweise eine siebte Ausführungsform
des zweiten erfindungsgemäßen Auftragwerks. Die Besonderheit dieser Variante besteht
darin, daß nicht nur die Zonenbreiten der Zonen der Vor- und Enddosiereinrichtung
voneinander verschieden sind, sondern auch die jeweiligen Zonen der Vordosiereinrichtung
V zwei unterschiedliche Zonentypen Z
v1, Z
v2 umfassen, deren Zonenbreiten b
v1, b
v2 voneinander verschieden sind. Im vorliegenden Beispiel umfassen darüber hinaus auch
noch die Zonen der Enddosiereinrichtung E wenigstens zwei unterschiedliche Zonentypen
Z
e1, Z
e2, deren Zonenbreiten b
e1, b
e2 voneinander verschieden sind. Die Zonen Z
v1, Z
v2 und Z
e1, Z
e2 der Vor- und Enddosiereinrichtung sind bei diesem Ausführungsbeispiel zudem in Breitenrichtung
der Materialbahn gegeneinander versetzt. Die jeweiligen Zonenbreiten b
v1, b
v2, b
e1, b
e2 sowie die Anzahl und Anordnung der Verstellpunkte P
v, P
e der Vor- und Enddosiereinrichtung sind so gewählt, daß in Laufrichtung der Materialbahn
gesehen die Verstellpunkte P
e und P
v direkt hintereinander liegen.
[0073] Zum geregelten Einstellen eines gewünschten Querprofils eines mittels eines erfindungsgemäßen
Auftragwerks direkt auf eine laufende Materialbahn 4, insbesondere aus Papier oder
Karton, aufgetragenen flüssigen oder pastösen Streichmediums wird bei Bedarf sowohl
eine erste Querprofilkorrektur durch Verstellen der Stellglieder 14
v der Vordosiereinrichtung V als auch eine zweite Querprofilkorrektur durch Verstellen
der Stellglieder der Enddosiereinrichtung E vorgenommen, wobei sich die erste und
zweite Profilkorrektur in ihrer Wirkung zu einer erforderlichen Gesamtkorrektur des
Querprofils ergänzen. Vorzugsweise erfolgt durch geregeltes Verstellen der Stellglieder
14
v der Vordosiereinrichtung V ein langwelliges Korrigieren des Querprofils und durch
geregeltes Verstellen der Stellglieder 14
e der Enddosiereinrichtung E ein kurzwelliges Korrigieren der Abweichungen des Querprofils.
Ebenso ist es jedoch erfindungsgemäß vorgesehen, daß bei bestimmten Anwendungen durch
geregeltes Verstellen der Stellglieder 14
v der Vordosiereinrichtung ein kurzwelliges Korrigieren des Querprofils und durch geregeltes
Verstellen der Stellglieder 14
e der Enddosiereinrichtung E ein langwelliges Korrigieren der Abweichung des Querprofils
erfolgt. Wenn mit den Stellgliedern 14
v der Vordosiereinrichtung V vorwiegend langwellige Profilanteile korrigiert werden
sollen können üblicherweise weniger Stellglieder 14
v als Stellglieder 14
e eingesetzt werden. Wie bereits eingangs erwähnt, sind die Stellglieder 14
v und 14
e der Vor- und Enddosiereinrichtung in einen in den Figuren nicht dargestellten Regelkreis
eingebunden. Die Verstellung der Stellglieder 14
v und 14
e kann aufeinanderfolgend oder im wesentlichen simultan erfolgen.
[0074] Zudem kann eine Grobeinstellung des Querprofils durch die Vordosiereinrichtung V
und eine Feineinstellung des Querprofils durch die Enddosiereinrichtung E vorgenommen
werden. Ebenso ist es jedoch ebenso möglich, daß eine Grobeinstellung des Querprofils
durch die Enddosiereinrichtung E, und eine Feineinstellung des Querprofils durch die
Vordosiereinrichtung V vorgenommen wird. Die Reihenfolge der Grob- und Feineinstellung
ist hierbei beliebig. Die Auswirkungen einer derartigen Einstellung veranschaulicht
die Fig. 21 in einem schematischen Diagramm, das die Querprofilabweichungen d über
der Materialbahnbreite B bei verschiedenen Betriebszuständen des Auftragwerks darstellt,
und zwar gemäß der
- Kurve a)
- bei einem Betriebszustand ohne jegliche Querprofilierung,
- Kurve b)
- nach einer Grobeinstellung durch die Vor- oder Enddosiereinrichtung, und
- Kurve c)
- nach einer Feineinstellung durch die Vor- oder Enddosiereinrichtung.
[0075] Die Erfindung ist nicht auf die obigen Ausführungsbeispiele, die lediglich der allgemeinen
Erläuterung des Grundgedankens der Erfindung dienen, beschränkt. Im Rahmen des Schutzumfangs
kann das erfindungsgemäße Auftragwerk vielmehr auch andere als die oben beschriebenen
Ausgestaltungsformen annehmen. Das Auftragwerk kann hierbei Merkmale aufweisen, die
eine Kombination aus den jeweiligen Einzelmerkmalen der Ansprüche darstellen. Ebenso
sind Konfigurationen möglich, die den in den Figuren gezeigten Ausführungsformen im
wesentlichen entsprechen, wobei allerdings die Anzahl und Lage der jeweiligen Verstellpunkte
der Vor- und Enddosiereinrichtung, wie etwa bei den Fig. 9 und 10 genau vertauscht
ist. Die oben erläuterten Teilungen T
v und T
e können im Bedarfsfall statt eines ganzzahligen Vielfachen selbstverständlich auch
ein nicht-ganzzahliges Vielfaches der jeweils anderen Teilung T
e oder T
v sein. Ebenso können bei einer solchen Variante ein oder mehrere Verstellpunkte der
Enddosiereinrichtung in Laufrichtung der Materialbahn gesehen direkt hinter ein oder
mehreren Verstellpunkten der Vordosiereinrichtung liegen und/oder Vielfache der jeweils
kleineren der genannten Teilungen in Laufrichtung der Materialbahn gesehen deckungsgleich
mit der jeweils größeren dieser Teilungen sein.
[0076] Bezugszeichen in den Patentansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen dienen
lediglich dem besseren Verständnis der Erfindung und sollen den Schutzumfang nicht
einschränken.
Bezugszeichenliste
[0077] Es bezeichnen:
- 2
- Gegenwalze
- 2.1
- Gegenwalze
- 2.2
- Gegenwalze
- 4
- Materialbahn
- 6
- Dosierspalt
- 8
- zulaufseitige Lippe von 6
- 10
- ablaufseitige Lippe von 6
- 12
- Streichmedium
- 14e
- Stellglieder der Enddosiereinrichtung
- 14v
- Stellglieder der Vordosiereinrichtung
- 16
- Rakelelement / Rakelklinge
- B
- Breite der Materialbahn 4
- be
- Zonenbreite der Zonen der Enddosiereinrichtung
- be1
- Zonenbreite einiger Zonen der Enddosiereinrichtung
- be2
- Zonenbreite einiger Zonen der Enddosiereinrichtung
- ber
- Zonenbreite der Randzonen der Enddosiereinrichtung
- bv1
- Zonenbreite einiger Zonen der Vordosiereinrichtung
- bv2
- Zonenbreite einiger Zonen der Vordosiereinrichtung
- bv
- Zonenbreite der Zonen der Vordosiereinrichtung
- bvr
- Zonenbreite der Randzonen der Vordosiereinrichtung
- ΔB
- Dehnung der Materialbahn 4 in Bahnbreitenrichtung
- d
- Querprofilabweichungen
- E
- Enddosiereinrichtung
- Pe
- Verstellpunkte der Enddosiereinrichtung
- Pv
- Verstellpunkte der Vordosiereinrichtung
- Te
- Teilung der Verstellpunkte der Enddosiereinrichtung
- Te1
- Teilung der Verstellpunkte der Enddosiereinrichtung
- Te2
- Teilung der Verstellpunkte der Enddosiereinrichtung
- Tv
- Teilung der Verstellpunkte der Vordosiereinrichtung
- Tv1
- Teilung der Verstellpunkte der Vordosiereinrichtung
- Tv2
- Teilung der Verstellpunkte der Vordosiereinrichtung
- V
- Vordosiereinrichtung
- x
- Verschiebung der Zonen Ze, Zv in Bahnbreitenrichtung
- y
- Verschiebung der Teilungen Te, Tv in Bahnbreitenrichtung
- Ze
- Zonen der Enddosiereinrichtung
- Ze1
- Zonentypen / Zonen der Enddosiereinrichtung
- Ze2
- Zonentypen / Zonen der Enddosiereinrichtung
- Zer
- Randzonen der Enddosiereinrichtung
- Zv
- Zonen der Vordosiereinrichtung
- Zv1
- Zonentypen / Zonen der Vordosiereinrichtung
- Zv2
- Zonentypen / Zonen der Vordosiereinrichtung
- Zvr
- Randzonen der Vordosiereinrichtung
1. Auftragwerk zum direkten Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums (12) auf
eine laufende Materialbahn (4), insbesondere aus Papier oder Karton, umfassend
- mindestens eine zur Einstellung eines Querprofils mit Stellgliedern (14v) ausgestattete, in eine Vielzahl von sich quer zur Laufrichtung der Materialbahn
(4) erstreckende Zonen (Zv) eingeteilte und durch die Stellglieder (14v) zonenweise profilierbare Vordosiereinrichtung (V), wobei jeder Zone (Zv) wenigstens ein Stellglied (14v) zugeordnet ist, sowie
- mindestens eine der Vordosiereinrichtung (V) in Laufrichtung der Materialbahn (4)
nachgeschaltete, ebenfalls mit Stellgliedern (14e) ausgestattete, in eine Vielzahl von sich quer zur Laufrichtung der Materialbahn
(4) erstreckende Zonen (Ze) eingeteilte und durch die Stellglieder (14e) zur Einstellung eines Querprofils zonenweise profilierbare Enddosiereinrichtung
(E), wobei jeder Zone (Ze) wenigstens ein Stellglied (14e) zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
jeweilige Zonenbreiten (b
v, b
e) der Vordosiereinrichtung (V) und der Enddosiereinrichtung (E) identisch sind.
2. Auftragwerk zum direkten Auftragen eines flüssigen oder pastösen Mediums (12) auf
eine laufende Materialbahn (4), insbesondere aus Papier oder Karton, umfassend
- mindestens eine zur Einstellung eines Querprofils mit Stellgliedern (14v) ausgestattete, in eine Vielzahl von sich quer zur Laufrichtung der Materialbahn
(4) erstreckende Zonen (Zv) eingeteilte und durch die Stellglieder (14v) zonenweise profilierbare Vordosiereinrichtung (V), wobei jeder Zone (Zv) wenigstens ein Stellglied (14v) zugeordnet ist, sowie
- mindestens eine der Vordosiereinrichtung (V) in Laufrichtung der Materialbahn (4)
nachgeschaltete, ebenfalls mit Stellgliedern (14e) ausgestattete, in eine Vielzahl von sich quer zur Laufrichtung der Materialbahn
(4) erstreckende Zonen (Ze) eingeteilte und durch die Stellglieder (14e) zur Einstellung eines Querprofils zonenweise profilierbare Enddosiereinrichtung
(E), wobei jeder Zone (Ze) wenigstens ein Stellglied (14e) zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
jeweilige Zonenbreiten (b
v, b
e) der Vordosiereinrichtung (V) und der Enddosiereinrichtung (E) voneinander verschieden
sind.
3. Auftragwerk nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zonen (Zv) und (Ze) in Laufrichtung der Materialbahn (4) gesehen direkt hintereinander liegen.
4. Auftragwerk nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zonen (Zv) und (Ze) in Laufrichtung der Materialbahn () gesehen um einen vorbestimmten Betrag (x) in
Breitenrichtung (B) der Materialbahn (4) gegeneinander versetzt sind.
5. Auftragwerk nach Anspruch 1 und 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zonen (Zv) und (Ze) in Laufrichtung der Materialbahn (4) gesehen um einen vorbestimmten Betrag (x) in
Breitenrichtung (B) der Materialbahn (4) gegeneinander versetzt sind, der der Hälfte
der jeweils identischen Zonenbreiten (bv, be) entspricht.
6. Auftragwerk nach Anspruch 1 sowie einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte (Pv) der den Zonen (Zv) der Vordosiereinrichtung (V) zugeordneten Stellglieder (14v) gebildete Teilung (Tv) und
die durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte (Pe) der den Zonen (Ze) der Enddosiereinrichtung (E) zugeordneten Stellglieder (14e) gebildete Teilung (Te) identisch sind.
7. Auftragwerk nach Anspruch 2 und 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zonen (Zv) und (Ze) in Laufrichtung der Materialbahn (4) gesehen um einen vorbestimmten Betrag (x) in
Breitenrichtung (B) der Materialbahn (4) gegeneinander versetzt sind, der der Hälfte
der jeweils kleineren der voneinander verschiedenen Zonenbreiten (bv, be) entspricht.
8. Auftragwerk nach Anspruch 2 sowie einem der Anspüche 3,4 oder 7
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zonen der Vordosiereinrichtung (V) wenigstens zwei Zonentypen (Zv1, Zv2) umfassen, deren Zonenbreiten (bv1, bv2) voneinander verschieden sind.
9. Auftragwerk nach Anspruch 2 sowie einem der Ansprüche 3,4,7 oder 8
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zonen der Enddosiereinrichtung (E) wenigstens zwei Zonentypen (Ze1, Ze2) umfassen, deren Zonenbreiten (be1, be2) voneinander verschieden sind.
10. Auftragwerk nach Anspruch 2 sowie einem der Ansprüch 3,4,7,8 oder 9
dadurch gekennzeichnet, daß
die durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte (Pv) der den Zonen (Zv) der Vordosiereinrichtung (V) zugeordneten Stellglieder (14v) gebildete Teilung (Tv) und
11. Auftragwerk nach Anspruch 1 und 6 oder 2 und 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
die jeweiligen Verstellpunkte (Pv, Pe) der Vordosiereinrichtung (V) und der Enddosiereinrichtung (E) in Laufrichtung der
Materialbahn (4) gesehen direkt hintereinander liegen.
12. Auftragwerk nach Anspruch 1 und 6 oder 2 und 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
die jeweiligen Verstellpunkte (Pv, Pe) der Vordosiereinrichtung (V) und der Enddosiereinrichtung (E) in Laufrichtung der
Materialbahn (4) gesehen um einen vorbestimmten Betrag (y) in Breitenrichtung (B)
der Materialbahn (4) gegeneinander versetzt sind.
13. Auftragwerk nach Anspruch 1 oder 2 und 12
dadurch gekennzeichnet, daß
die jeweiligen Verstellpunkte (Pv, Pe) der Vordosiereinrichtung (V) und der Enddosiereinrichtung (E) in Laufrichtung der
Materialbahn (4) gesehen um einen vorbestimmten Betrag (y) in Breitenrichtung (B)
der Materialbahn (4) gegeneinander versetzt sind, der der Hälfte der jeweils identischen
Teilungen (Tv, Te) entspricht.
14. Auftragwerk nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte (Pv) der den Zonen (Zv) der Vordosiereinrichtung (V) zugeordneten Stellglieder (14v) gebildete Teilung (Tv) und
die durch den gegenseitigen Abstand der Verstellpunkte (Pe) der den Zonen (Ze) der Enddosiereinrichtung (E) zugeordneten Stellglieder (14e) gebildete Teilung (Te) voneinander verschieden sind.
15. Auftragwerk nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
Die Teilung (Tv) ein ganzzahliges Vielfaches der Teilung (Te) ist oder umgekehrt.
16. Auftragwerk nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
in Laufrichtung der Materialbahn (4) gesehen und bezogen auf die Breitenrichtung (B)
der Materialbahn (4) ein ganzzahliges Vielfaches der jeweils kleineren Teilung (Tv) oder (Te) deckungsgleich mit der jeweils größeren Teilung (Te) oder (Tv) ist.
17. Auftragwerk nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
in Laufrichtung der Materialbahn (4) gesehen und bezogen auf die Breitenrichtung (B)
der Materialbahn (4) ein ganzzahliges Vielfaches der jeweils kleineren Teilung (Tv) oder (Te) nicht deckungsgleich mit der jeweils größeren Teilung (Te) oder (Tv) ist.
18. Auftragwerk nach einem oder mehrerer der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die den Zonen (Zv) der Vordosiereinrichtung (V) zugeordneten Stellglieder (14v) durch ihren jeweils gegenseitigen Abstand ihrer Verstellpunkte (Pv) wenigstens zwei Teilungen (Tv1) und (Tv2) bilden, die voneinander verschieden sind.
19. Auftragwerk nach einem oder mehrerer der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die den Zonen (Ze) der Enddosiereinrichtung (E) zugeordneten Stellglieder (14e) durch ihren jeweils gegenseitigen Abstand ihrer Verstellpunkte (Pe) wenigstens zwei Teilungen (Te1) und (Te2) bilden, die voneinander verschieden sind.
20. Auftragwerk nach einem oder mehreren der vorhergenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- die Vordosiereinrichtung (V) wenigstens eine sich seitlich über einen Rand der laufenden
Materialbahn (4) hinaus erstreckende Randzone (Zvr) umfaßt,
und/oder
- die Enddosiereinrichtung (E) wenigstens eine sich seitlich über einen Rand der laufenden
Materialbahn (4) hinaus erstreckende Randzone (Zer) umfaßt.
21. Auftragwerk nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, daß
- die Zonenbreite (bvr) der Randzone (Zvr) der Vordosiereinrichtung (V) verschieden von der Zonenbreite (bv) der übrigen Zonen (Zv) der Vordosiereinrichtung (V) ist,
und/oder
- die Zonenbreite (ber) der Randzone (Zer) der Enddosiereinrichtung (E) verschieden von der Zonenbreite (be) der übrigen Zonen (Ze) der Enddosiereinrichtung (E) ist.
22. Auftragwerk nach Anspruch 10 oder 21,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verstellpunkte (Pv, Pe) von mindestens einem der Randzone (Zvr) der Vordosiereinrichtung (V) zugeordneten Stellglied (14v) und mindestens einem der Randzone (Zer) der Enddosiereinrichtung (E) zugeordneten Stellglied (14e) in Laufrichtung der Materialbahn (4) gesehen im wesentlichen direkt hintereinander
liegen.
23. Auftragwerk nach einem oder mehrere der vorhergenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
dieses des weiteren wenigstens eine Regeleinrichtung umfaßt, wobei die Vordosiereinrichtung
(V) und die Enddosiereinrichtung (E) in einen aufeinander abgestimmten Regelkreis
dieser Regeleinrichtung eingebunden sind.
24. Verfahren zum geregelten Einstellen eines gewünschten Querprofils eines mittels eines
Auftragwerks nach einem der Ansprüche 1 bis 18 direkt auf eine laufende Materialbahn
(4), insbesondere aus Papier oder Karton, aufgetragenen flüssigen oder pastösen Mediums
(12), wobei
zur Einstellung des gewünschten Querprofils bei Bedarf sowohl eine erste Querprofilkorrektur
durch Verstellen der Stellglieder (14v) der Vordosiereinrichtung (V) als auch eine zweite Querprofilkorrektur durch Verstellen
der Stellglieder (14e) der Enddosiereinrichtung (E) vorgenommen wird, wobei sich die erste und zweite Querprofilkorrektur
in Ihrer Wirkung zu einer erforderlichen Gesamtkorrektur des Querprofils ergänzen.
25. Verfahren nach Anspruch 24,
gekennzeichnet durch
- langwelliges Korrigieren des Querprofils durch geregeltes Verstellen der Stellglieder
(14v) der Vordosiereinrichtung (V), und
- kurzwelliges Korrigieren der Abweichungen des Querprofils durch geregeltes Verstellen
der Stellglieder (14v) der Enddosiereinrichtung (E).
26. Verfahren nach Anspruch 24,
gekennzeichnet durch
- kurzwelliges Korrigieren des Querprofils durch geregeltes Verstellen der Stellglieder
(14v) der Vordosiereinrichtung (V), und
- langwelliges Korrigieren der Abweichungen des Querprofils durch geregeltes Verstellen
der Stellglieder (14e) der Enddosiereinrichtung (E).
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 26,
dadurch gekennzeichnet, daß
- eine Grobeinstellung des Querprofils durch die Vordosiereinrichtung (V), und
- eine Feineinstellung des Querprofils durch die Enddosiereinrichtung (E) vorgenommen
wird.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 26,
dadurch gekennzeichnet, daß
- eine Grobeinstellung des Querprofils durch die Enddosiereinrichtung (E), und
- eine Feineinstellung des Querprofils durch die Vordosiereinrichtung (V) vorgenommen
wird.