[0001] Die Erfindung betrifft eine Stabflammglühkerze zum Vorwärmen der Ansaugluft einer
Brennkraftmaschine, insbesondere eines Dieselmotors gemäß Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Derartige Stabflammglühkerzen sind beispielsweise aus DE 43 01 252.3 bekannt. Nachteilig
an einer solchen Stabflammglühkerze ist die Schwierigkeit, die Wendeln exakt konzentrisch
in dem Glührohr anzuordnen, so daß der Abstand von Wendelaußenrändern zu der Innenwand
des Glührohrs gleich ist; dieses wiederum ist Voraussetzung dafür, daß die Erwärmung
gleichmäßig erfolgt, so daß keine Verkokung im Verdampferbereich durch ungleichförmige
Hitzeausbildung auf der benachbarten Glührohrwand auftritt. Darüber hinaus können
Kurzschlüsse auftreten, die durch am Glührohr anliegende Wendelbereiche entstehen.
Kurzschlüsse können ebenfalls durch Zerstörung der herkömmlichen Heizstababdichtungen
im Eintrittsbereich des Innenpols in das Glührohr der Kerze auftreten.
[0003] Die Gefahr nicht konzentrischer Anordnung der Wendel(n) tritt besonders leicht im
Bereich der Glührohrspitze auf, in dem das Ende der Glühwendel mit dem Glührohr verschweißt
wird; aber auch bei dem Befüllen des Glührohrs, in das die Wendel oder Wendelkombination
eingeführt ist, mit Isoliermaterial, wie beispielsweise MgO bzw. AlN, werden die Wendeln,
und hierbei insbesondere die 24 Volt-Wendeln, insbesondere im Regelwendelbereich,
entsprechend dem Kraftstoffvorwärm- und Verdampferbereich, leicht verschoben; die
Verbiegung der Wendeln kann aber auch bei dem üblichen Verstemmvorgang des Wendelendes
im Innenpolanschluß auftreten. Hierbei ist zu erwähnen, daß 24-Volt-Wendeln im Vergleich
zu 12-Volt-Wendeln wesentlich dünneren Querschnitt aufweisen, was zu einer sehr weichen
Federrate der ersteren führt; so besitzen Regelwendeln 12 V/24 V Durchmesser von etwa
0,6 mm/0,35 mm und Heizwendeln 12 V/24 V von etwa 1,00/0,55 mm.
[0004] Schließlich tritt mit den gleichen geschilderten Nachteilen bei der Fertigung der
Wendelkombinationen Unrundheit auf; dieses gilt insbesondere bei den sogenannten 24
Volt-Wendeln. Nicht unbeachtlich ist auch der Anteil Wendeln, die durch unvorsichtigen
Transport verbogen werden.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Stabflammglühkerze der genannten
Art zur Verfügung zu stellen, bei der die zuvor geschilderten Nachteile überwunden
werden, und die darüber hinaus schneller und wirkungsvoller arbeiten, so daß im Endergebnis
die Startzeit des Motors verringert wird.
[0006] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1 gelöst; weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den
nachfolgenden Ansprüchen 2 - 5.
[0007] Die Erfindung wird anhand der beiliegenden Figuren 1 und 2 näher erläutert.
Figur 1 ist ein schematischer Längsschnitt durch den Heizstab einer Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Stabflammglühkerze;
Figur 2 ist ein teilweiser Längsschnitt durch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Stabflammglühkerze mit dem Heizstab gemäß Figur 1.
[0008] Gemäß Figur 1 besteht der Heizstab dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stabflammglühkerze
aus einem Glührohr 5, in dem eine Vorwärmwendel 3.1, eine Regelwendel 4 und eine Zündwendel
3.2 in Reihe hintereinander angeordnet sind; das freie Ende der Vorwärmwendel 3.1
ist mit dem Innenpol 7 leitend verbunden, beispielsweise durch Verstemmen.
[0009] Im Eintrittsbereich des Innenpols 7 in das Glührohr 5 ist letzteres durch einen Dichtring
aus Silikon verschlossen. Das freie Ende der Zündwendel 3.2 ist im Bereich der Schweißlinse
8 mit der Glühstiftspitze verschweißt. Bei der vorliegenden Ausführungsform ist der
größere Bereich der Wendelkombination aus drei Wendeln in einem rohrförmigen Bauteil
1 angeordnet; hierbei liegen bevorzugt die Außenflächen der Wendeln an den Innenflächen
des rohrförmigen Bauteils 1 an, während der Außendurchmesser dieses Bauteils dem Innendurchmesser
des Glührohr 5 entspricht, so daß ein gleichförmiger Abstand des Außenbereichs der
Glühwendeln zur Innenwand des Glührohrs 5 und damit dessen gleichförmige Erwärmung
gewährleistet ist. Das rohrförmige Bauteil 1 besteht aus einem hitzebeständigen, elektrisch
isolierenden Material bevorzugt Keramikmaterial und insbesondere im wesentlichen aus
MgO, AlN und ähnlichen geeigneten Materialien. Das Glührohr 5 ist im übrigen mit an
sich bekanntem Isoliermaterial 2 gefüllt.
[0010] Die in Figur 2 in einem teilweise Längsschnitt wiedergegebene Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Stabflammglühkerze weist den beschriebenen Heizstab gemäß Figur
1 auf; entsprechend haben die Bezugszeichen die zuvor gegebene Bedeutung. In Abhängigkeit
von der Dimensionierung der Wendein der Wendelkombination sind die Vorwärmzone 15,
die Verdampferzone 16 und die Zündzone 17 ausgebildet. Der Kraftstoff (hier: Diesel)
tritt über den Kraftstoffanschluß 13 in die Kerze ein, wobei die Dosierung über die
Drosselblende 14 erfolgt. Der Zwischenraum zwischen Verdampferrohr 12 und Heizstab
ist mit Verdampfersiebgewebe gefüllt, in dem der Hitzetransfer zur Verdampfung des
Brennstoffes stattfindet. Schutzrohr 9.2 und Flammberuhigungshülse 9.1 vervollständigen
die erfindungsgemäße Stabflammglühkerze.
[0011] Die erfindungsgemäße Flammstabglühkerze kann dadurch hergestellt werden, daß die
Wendelkombination 3.1/4/3.2 mit dem Innenpol verstemmt und dann mit dem Glührohr 5
bei 8 verschweißt wird; um den gleichen Abstand der Außenflächen der Wendeln zum Glührohr
5 zu gewährleisten, wird das Keramikrohr 1 vor dem Schweißen zwischen Glührohr und
Wendelkombination eingeschoben. Anschließend wird das Isoliermaterial 2 eingefüllt
und das Glührohr 5 im Eintrittsbereich des Innenpols 7 mit einem Dichtring aus Silikon
verschlossen.
[0012] Ein Zündvorgang mit einer erfindungsgemäßen Stabflammglühkerze läuft derart ab, daß
nach Ablauf einer Vorglühzeit und Vorwärmzeit, bei der der Heizstab 10 an der Spitze
auf Zündtemperatur gebracht und der Vorwärmbereich 15 erhitzt wird, ein Magnetventil
den Kraftstoff über den Kraftstoffanschluß 13 freischaltet. Dieser fließt dann durch
den Dosiereinsatz 14 über den Vorwärmbereich 15 und Verdampferbereich 16, in dem er
gleichmäßig erwärmt wird, zum Zündbereich 17, in dem der Kraftstoff dann durch Luftzumischung
über 9.1 und 9.2 gezündet wird.
[0013] Neben den Vorteilen, die die Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe ergibt, kann die
Ausschußrate (bis zu 20 %) bei der der Produktion der Heizstäbe soweit reduziert werden,
daß Kontrolle der produzierten Heizstäbe durch Röntgen entfallen kann.
1. Stabflammglühkerze, mit einem Glührohr (5) mit Innenpol (7), wobei eine Wendelkombination
von mindestens einer Regel- und Glühwendel in Reihe in dem Glührohr (5) angeordnet
ist, wobei die Zündwendel (3.2) in der Spitze des Glührohrs (5), dieses kontaktierend,
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendelkombination im wesentlichen
in einem rohrförmigen Bauteil (1) aus hitzebeständigem Material angeordnet ist und
an dessen Innenfläche anliegt, wobei die Außenfläche des Bauteils (1) an der Innenfläche
des Glührohrs (5) anliegt.
2. Stabflammglühkerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendelkombination
aus einer, mit dem Innenpol (7) verbundenen Vorwärmwendel (3.1) einer mit dieser verbundenen
Regelwendel (4) und einer mit dieser und der Glührohrspitze (8) verbundenen Zündwendel
(3.2) besteht.
3. Stabflammglühkerze nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das rohrförmige
Bauteil (1) aus MgO, AlN oder einem anderen Keramikmaterial besteht, welches elektrisch
isolierend ist.
4. Stabflammglühkerze nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdichtung (6) des Glührohrs (5) im Bereich des Eintritts des Innenpols (7)
durch Silikon erfolgt.
5. Stabflammglühkerze nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der freie Raum im Glührohr 5 mit elektrisch isolierendem Material gefüllt ist.