[0001] Die Erfindung betrifft eine selbstauffüllende Speichervorrichtung für kartenförmige
Datenträger mit mindestens einem Speicherschacht und mindestens einer Rolle für die
Ausgabe bzw. für den Einzug von Datenträgern.
[0002] Derartige Speichervorrichtungen für kartenförmige Datenträger sind in verschiedenen
Ausführungsformen beispielsweise zur Entgegennahme und Ausgabe von Benuzerberechtigungskarten
für Parkhäuser bekannt. Zwar erlauben diese bekannten Speichervorrichtungen über die
innerhalb der Speichervorrichtung angeordneten Ausgabe- bzw. Einzugsrollen eine zuverlässige
Ausgabe bzw. einen zuverlässigen Einzug der Datenträger in den Speicherschacht, jedoch
hat es sich in der Praxis herausgestellt, daß bei der Anordnung mehrerer Speicherschächte
in einer Speichervorrichtung diese Speicherschächte ungleichmäßig entleert und/oder
befüllt werden, so daß es dazu kommen kann, daß der der Ausgabeöffnung naheliegendste
Speicherschacht bereits entleert ist, obwohl in den anderen Speicherschächten noch
Datenträger enthalten sind und die Speichervorrichtung aufgrund des entleerten vorderen
Speicherschachtes keine Datenträger mehr ausgeben kann. Ebenso kann es bei den bekannten
Speichervorrichtungen vorkommen, daß aufgrund eines gefüllten vordersten Speicherschachtes
die Eingabe weiterer Datenträger verhindert wird, obwohl die hinteren Speicherschächte
noch nicht oder noch nicht ganz gefüllt sind.
[0003] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, unter Meidung der voranstehend genannten Nachteile, eine selbstauffüllende
Speichervorrichtung zu schaffen, die eine selbsttätige Auffüllung und/oder Entleerung
aller Speicherschächte ermöglicht.
[0004] Die technische
Lösung dieser Aufgabenstellung ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß der Speicherschacht
an seiner Ein- und Ausgabeseite mit einer Verschlußplatte versehen ist, die einen
Ausschnitt für mindestens eine in den Speicherschacht entgegen einer Rückstellkraft
einführbare Vereinzelungsrolle aufweist, die entweder auf den der Verschlußplatte
im Speicherschacht am nächsten liegende Datenträger oder auf einen in den Speicherschacht
einzuziehenden Datenträger einwirkt, und daß eine Transportrolle vorgesehen ist, die
mit der Außenseite der Verschlußplatte für den Transport von den Speicherschacht passierenden
Datenträgern zusammenwirkt.
[0005] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Weiterbildung besteht darin, daß zur Ausgabe bzw.
zur Einnahme der Datenträger alle Speicherschächte vollständig entleert bzw. befüllt
werden können. Bei mehreren hintereinander angeordneten Speicherschächten erfolgt
die Ausgabe beginnend bei dem der Ausgabeöffnung entferntesten Speicherschacht und
endet nach dem Entleeren dieses und der davor angeordneten Speicherschächte bei dem
Speicherschacht, der unmittelbar an die Ausgabeöffnung angrenzend angeordnet ist.
Die Befüllung der Speicherschächte beim Eingeben der kartenförmigen Datenträger erfolgt
in umgekehrter Reihenfolge, also beginnend beim vordersten nahe der Eingabeöffnung
angeordneten Speicherschacht.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Vereinzelungsrolle
durch den Speicherschacht passierende Datenträger aus dem Ausschnitt der Verschlußplatte
herausbewegbar. Auf diese Weise wird gewährleistet, daß zunächst nur vom letzten noch
mit Datenträgern versehenen Speicherschacht Datenträger zur Ausgabeöffnung gefördert
werden. Diese entlang der Verschlußplatte geführten Datenträger heben die Vereinzelungsrolle
aus dem Ausschnitt der Verschlußplatte und bringen diese somit außer Eingriff mit
dem in diesem Speicherschacht angeordneten obersten Datenträger.
[0007] Um einen ausreichenden Andruck der Vereinzelungsrolle auf die den Speicherschacht
passierenden Datenträger auszuüben und sicherzustellen, daß die Vereinzelungsrolle
nach dem Passieren des Datenträgers wieder zurück in den Ausschnitt der Verschlußplatte
schwenkt, ist die Vereinzelungsrolle an einem mit der Rückstellkraft belasteten Schwenkhebel
drehbar gelagert. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist dieser
Schwenkhebel um die Achse der Transportrolle schwenkbar, wobei die Rückstellkraft
durch eine Feder bewirkt wird.
[0008] Die Anpassung der Transportrolle an unterschiedliche Kartendicken kann erfindungsgemäß
dadurch erfolgen, daß die Transportrolle quer zur Verschlußplatte verschiebbar gelagert
ist.
[0009] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die Vereinzelungsrolle und
die Transportrolle über einen Antriebsriemen miteinander verbunden, über welchen die
Drehung der Transportrolle auf die Vereinzelungsrolle übertragen wird. Vorteilhafterweise
ist die Vereinzelungsrolle als eine Art Nockenwelle mit einem Nocken in der Form eines
Kreisringsegments ausgebildet, so daß bei einer Umdrehung der Vereinzelungsrolle die
vorhandenen Datenträger nur um einen Teilbereich, nämlich den des Kreisringsegments,
bewegt werden.
[0010] Schließlich wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß die kartenförmigen Datenträger
auf (oder unter) einem in Richtung der Verschlußplatte kraftbelasteten Zwischenboden
angeordnet sind. Hierdurch wird gewährleistet, daß die innerhalb des Speicherschachtes
angeordneten kartenförmigen Datenträger immer von der in den Ausschnitt der Verschlußplatte
hereinbewegbaren Vereinzelungsrolle erfaßt und zur Ausgabeöffnung transportiert werden
können.
[0011] Um zu gewährleisten, daß beim Befüllen der Speicherschächte mit Datenträgern zuerst
der der Ausgabe- und Eingabeöffnung nächstgelegene Speicherschacht mit Datenträgern
befüllt wird, bevor den nachfolgenden Speicherschächten Datenträger zugeführt werden,
wird gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgeschlagen, daß die Außenseiten
der Verschlußplatten der einzelnen Speicherschächte für den Einzug von Datenträgern
durch Verschlußelemente versperrbar sind, die in Abhängigkeit von der Stellung der
Zwischenböden der einzelnen Speicherschächte steuerbar sind. Jedes Verschlußelement
wird dabei über eine federbelastete Wippe betätigt, die von einem Steuerschieber nur
in den Endstellungen des jeweiligen Zwischenbodens betätigbar ist.
[0012] Die Verbindung zwischen Steuerschieber und Zwischenboden kann erfindungsgemäß über
eine Zapfen-Schlitz-Steuerung erfolgen.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung erfolgt das Auslösen der Wippe
über am Steuerschieber oder an der Wippe angeordnete Anschläge. Durch diese Anschläge
sowie die Verbindung zwischen Steuerschieber und Zwischenboden kann auf einfache Weise
gewährleistet werden, daß die Wippe nur in den Endstellungen des Zwischenbodens betätigt
wird.
[0014] Schließlich wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß die Feder für die Wippe ein
Federdraht ist.
[0015] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der zugehörigen Zeichnung erläutert, in der ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß
ausgebildeten selbstauffüllenden Speichervorrichtung für kartenförmige Datenträger
schematisch dargestellt ist. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1 a bis 1 d
- Längsschnitte durch eine aus 4 Speicherschächten bestehende Speichervorrichtung während
aufeinanderfolgender Phasen der Ausgabe von kartenförmigen Datenträgern;
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht des oberen, die Ausgabe bzw. den Einzug von Datenträgern
bewirkenden Teils eines Speicherschachtes;
- Fig. 3
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie III-III in Fig. 2;
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf eine Verschlußplatte;
- Fig. 5
- eine schematische Seitenansicht des zwischen Transport- und Vereinzelungsrolle geschalteten
Getriebes;
- Fig. 6
- eine schematische Draufsicht auf die Darstellung gemäß Fig. 5 und
- Fig. 7a bis 7e
- Längsschnitte durch einen Speicherschacht während aufeinanderfolgender Phasen der
Ausgabe und Aufnahme von kartenförmigen Datenträgern.
[0016] Die in den Abbildungen Fig. 1a bis Fig. 1d dargestellte Speichervorrichtung besteht
aus vier hintereinander angeordneten Speicherschächten 1, in denen jeweils mehrere
kartenförmige Datenträger 2 auf einem Zwischenboden 3 angeordnet sind. Das eigentliche
Speichervolumen eines jeden Speicherschachtes 1 ist an seiner Ein- und Ausgabeseite
mit einer Verschlußplatte 4 versehen, die einen Einzugsschlitz 5 zum Einziehen bzw.
Ausgeben der kartenförmigen Datenträger 2 aufweist. Der die Datenträger 2 aufnehmende
Zwischenboden 3 ist in Richtung auf die Verschlußplatte 4 hin kraftbelastet. Zu diesem
Zweck ist bei der dargestellten aufrechten Anordnung der Speicherschächte 1 unterhalb
der Zwischenböden 3 eine Feder 6 angeordnet, so daß der oberste Datenträger 2 eines
jeden Speicherschachtes 1 direkt an der Unterseite der Verschlußplatte 4 anliegt.
[0017] Zum Transport der Datenträger von den Speicherschächten 1 zu einer Aus- und Eingabeöffnung
7 der Speichervorrichtung sind oberhalb der Verschlußplatte 4 eines jeden Speicherschachtes
1 eine Transportrolle 8 und eine Vereinzelungsrolle 9 angeordnet. Der genauere Aufbau
dieses oberen Teils eines jeden Speicherschachtes 1 ist den Abbildungen Fig. 2 und
3 zu entnehmen. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind die Transportrolle 8 und die Vereinzelungsrolle
9 drehbar an einem gemeinsamen Schwenkhebel 10 gelagert.
[0018] Die in Fig. 4 dargestellte Draufsicht auf die Verschlußplatte 4 zeigt, daß die Verschlußplatte
4 im Bereich der Vereinzelungsrolle 9 einen Ausschnitt 11 aufweist, durch welchen
ein direkter Zugriff auf die in dem Speichervolumen des Speicherschachtes 1 angeordneten
Datenträger 2 möglich ist. In Transportrichtung geht der Ausschnitt 11 der Verschlußplatte
4 in den Ausgabe- und Einzugsschlitz 5 über.
[0019] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist der die Transportrolle 8 und die Vereinzelungsrolle
9 lagernde Schwenkhebel 10 um eine Achse 12 der Transportrolle 8 schwenkbar. Durch
diese schwenkbare Lagerung des Schwenkhebels 10 um die Achse 12 der Transportrolle
8 ist die Vereinzelungsrolle 9 in den Ausschnitt 11 der Verschlußplatte 4 herein-
und herausbewegbar. Auf diese Weise ist es möglich, daß die Vereinzelungsrolle 9 auf
den obersten in dem Speicherschacht 1 gelagerten Datenträger 2 einwirken und diesen
über den Ausgabe- und Einzugsschlitz 5 aus dem Speicherschacht 1 herausbefördern kann.
Um den nötigen Andruck der Vereinzelungsrolle 9 auf einen entlang der Oberseite der
Verschlußplatte 4 in Richtung der Aus- und Eingabeöffnung 7 zu transportierenden Datenträger
2 bzw. auf einen aus einem Speicherschacht 1 herauszubefördernden Datenträger 2 zu
gewährleisten, ist der die Vereinzelungsrolle 9 tragende Schwenkhebel 10 durch eine
endseitig sich an dem Gehäuse des Speicherschachtes 1 abstützende Feder 13 in Richtung
auf die Verschlußplatte 4 hin druckbelastet, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist.
[0020] Die Transportrolle 8 wird über einen nicht näher dargestellten Antrieb auf der Rückseite
eines jeden Speicherschachtes 9 angetrieben. Die Transportrolle 8 und die Vereinzelungsrolle
9 sind auf der Vorderseite eines jeden Speicherschachtes 1 über einen Antriebsriemen
14 miteinander verbunden, über welchen die Drehung der angetriebenen Transportrolle
8 auf die Vereinzelungsrolle 9 übertragen wird. Wie weiterhin aus der Abbildung Fig.
2 ersichtlich, weist die Vereinzelungsrolle 9 einen Nocken 9a in der Form eines Kreisringsegments
auf. Aufgrund dieses Nockens 9a ist die Vereinzelungsrolle 9 nur in einem Teilbereich
als Transportrolle wirksam.
[0021] Der in den Abbildungen Fig. 1a bis Fig. 1d dargestellte Transport von Datenträgern
2 zur Aus- und Eingabeöffnung 7 erfolgt folgendermaßen:
[0022] Fig. 1a zeigt eine aus 4 Speicherschächten 1 bestehende Speichervorrichtung, bei
der in jedem Speicherschacht 1 zwischen dem Zwischenboden 3 und der Verschlußplatte
4 eine Mehrzahl kartenförmiger Datenträger 2 angeordnet ist.
[0023] Der oberste Datenträger 2 eines jeden Speicherschachtes 1 ist verstärkt schwarz dargestellt.
Die Datenträger 2 werden durch die auf den Zwischenboden 3 wirkende Feder 6 gegen
die Unterseite der Verschlußplatte 4 angedrückt. Wie weiterhin aus Fig. 1a ersichtlich,
greifen zu Beginn der Ausgabe der Datenträger 2 alle Vereinzelungsrollen 9 durch die
Ausschnitte 11 der Verschlußplatten 4 in das Innere der Speicherschächte 1 hinein
und wirken auf die obersten Datenträger 2 ein. Sobald die Vereinzelungsrolle 9 über
die Transportrollen 8 und das zwischengeschaltete Getriebe 14 in Bewegung gesetzt
werden, werden die obersten Datenträger 2 über die Ausgabe- und Einzugsschlitze 5
aus den Speicherschächten 1 heraus auf die Oberfläche der nächstfolgenden Verschlußplatte
4 transportiert, wo sie in Eingriff mit der Transportrolle 8 treten, wie dies in Fig.
2 a dargestellt ist. Der aus dem vordersten Speicherschacht 1 ausgegebene Datenträger
2 gelangt über 2 Ausgabe- und Einzugsrollen 15 zur Ausgabe- und Eingabeöffnung 7.
[0024] Wie aus Fig. 1c ersichtlich, werden beim weiteren Transport der Datenträger 2 entlang
der Oberflächen der Verschlußplatten 4 die Vereinzelungsrollen 9 durch die passierenden
Datenträger 2 aus den Ausschnitten 11 der Verschlußplatten 4 herausbewegt und übernehmen
die Funktion weiterer Transportrollen. In einem weiteren Arbeitsschritt - wie dieser
in Fig. 1 d dargestellt ist - wird der nächste oberste Datenträger 2 aus dem hintersten
Speicherschacht 1 über die durch den Ausschnitt 11 in der Verschlußplatte 4 auf diesen
Datenträger 2 einwirkende Vereinzelungsrolle 9 über den Ausgabe- und Einzugsschlitz
5 aus dem letzten Speicherschacht 1 heraustransportiert. Dieser Datenträger gelangt
wiederum auf die Oberfläche der Verschlußplatte 4 des nächsten Speicherschachtes 1
und tritt in Eingriff mit der Transportrolle 8. Wie weiter aus dieser Abbildung ersichtlich,
erfolgt der Weitertransport der Datenträger 2 entlang der Oberflächen der Verschlußplatten
4 über die Transportrollen 8 und die aus den Ausschnitten 11 der Verschlußplatten
4 herausbewegten Vereinzelungsrolle 9.
[0025] Nach dem Start des Ausgabevorgangs werden nunmehr ausgehend von dem der Aus- und
Eingabeöffnung 7 entferntesten Speicherschacht 1 die Datenträger 2 aus der Speichervorrichtung
herausbefördert. Erst wenn der hinterste Speicherschacht 1 vollständig geleert ist,
kann die Vereinzelungsrolle 9 des vorletzten Speicherschachtes 1 wieder durch den
Ausschnitt 1 der Verschlußplatte 4 auf den obersten Datenträger 2 dieses vorletzten
Speicherschachtes 1 einwirken und diesen über den Ausgabe- und Einzugsschlitz 5 aus
dem Speicherschacht 1 herausbefördern.
[0026] Wie aus den Abbildungen Fig. 1a bis 1d ersichtlich, erfolgt die Ausgabe der Datenträger
2 aus den Speicherschächten 1 somit in der Reihenfolge letzter Speicherschacht 1,
vorletzter Speicherschacht 1, ... bis hin zum vordersten, d. h. der Aus- und Eingabeöffnung
7 nächstgelegenen Speicherschacht 1. Der Einzug der Datenträger 2 über die Aus- und
Eingabeöffnung 7 in die Speicherschächte 1 erfolgt in der genau umgekehrten Reihenfolge,
d. h. also, daß zunächst der der Ausgabe- und Eingabeöffnung 7 nächstgelegene Speicherschacht
1 mit Datenträgern 2 befüllt wird, bevor den nachfolgenden Speicherschächten 1 Datenträger
2 zugeführt werden.
[0027] Um zu gewährleisten, daß beim Einziehen der Datenträger 2 über die Aus- und Eingabeöffnung
7 zunächst auch wirklich nur der der Ausgabe- und Eingabeöffnung 7 nächstgelegene
Speicherschacht 1 mit Datenträgern 2 befüllt wird, und nicht Datenträger 2 in dahinterliegende
Speicherschächte 1 gelangen können, sind die Außenseiten der Verschlußplatten 4 der
hinteren Speicherschächte 1 jeweils über ein Verschlußelement 16 versperrbar, welches
in Abhängigkeit von der Stellung des Zwischenbodens 3 eines jeden Speicherschachtes
1 steuerbar ist. In den Abbildungen Fig. 7a bis 7e ist beispielhaft die Arbeitsweise
des Verschlußelementes 16 in Abhängigkeit von der Stellung des Zwischenbodens 3 in
zeitlicher Abfolge anhand eines Speicherschachtes 1 dargestellt.
[0028] Wie aus Fig. 7a bis 7e ersichtlich, ist jeder Zwischenboden 3 fest mit einem Zapfen
17 verbunden, der in einem Längsschlitz 18 einer auf einer Längsseite des Speicherschachtes
1 angeordneten Kulisse 19 geführt ist. Über den in Richtung auf die Verschlußplatte
4 hin federbelasteten Zwischenboden 3 wird der fest mit dem Zwischenboden 3 verbundene
Zapfen 17 bei Entnahme der Datenträger 2 aus dem Speicherschacht 1 nach oben bewegt,
wie dies in Fig. 7a dargestellt ist. Am oberen Ende der Kulisse 19 ist ein Umlenkhebel
20 angeordnet, der in den Längsschlitz 18 hineinragt und gegen den der Zapfen 17 in
der Endstellung des Zwischenbodens 3 anläuft. Wie aus Fig. 7b und 7c ersichtlich,
wird der Umlenkhebel 20 durch den Zapfen 17 in Längsrichtung nach oben verschoben,
wodurch das gelenkig mit dem Umlenkhebel 20 verbundene Verschlußelement 16 entgegen
der Verschieberichtung des Umlenkhebels 20 nach unten bewegt wird. In der Endstellung
des Zwischenbodens 3, das heißt der Stellung, in der alle Datenträger 2 aus dem Speicherschacht
1 entfernt sind, ist das Verschlußelement 16 über den Umlenkhebel 20 bzw. den mit
dem Zwischenboden 3 verbundenen Zapfen 17 so weit ausgelenkt worden, daß das Verschlußelement
16 die Außenseite der Verschlußplatte 4 für den Transport von Datenträgern versperrt.
Dadurch, daß bei vollständig entleertem Speicherschacht 1 der Transport von Datenträgern
2 entlang der Oberseite der Verschlußplatte 4 durch das Verschlußelement 16 verhindert
wird, wird gewährleistet, daß in die Speichervorrichtung eingegebene kartenförmige
Datenträger 2 nicht zu einem hinteren Speicherschacht 1 gefördert werden können, sondern
statt dessen zuerst in den vorderen Speiclnerschacht 1 eingefüllt werden müssen.
[0029] Um sicherzustellen, daß bei gefülltem Speicherschacht 1 das Verschlußelement 16 den
Transport von Datenträgern 2 entlang der Oberfläche der Verschlußplatte 4 wieder freigibt,
ist das Verschlußelement 16 mit einer federbelasteten Wippen 21 verbunden, die von
einem Steuerschieber 22 nur in den Endstellungen des Zwischenbodens 3 betätigbar ist.
[0030] Wie aus den Abbildungen Fig. 7a bis 7e ersichtlich, sind das Verschlußelement 16
und die Wippe 21 über einen am freien Ende des Verschlußelementes 16 angeordneten
Stift 23 so miteinander verbunden, daß die Wippe 21 über den Stift 23 und das Verschlußelement
16, die durch den sich aufwärts bewegenden Zapfen 17 bzw. Umlenkhebel 20 entgegen
der Bewegungsrichtung des Zwischenbodens 3 ausgelenkt werden, entgegen einer Federkraft
nach unten ausgelenkt wird. Zur Erzeugung der auf die Wippe 21 wirkenden Federkraft
ist die Wippe 21 auf einem auf der Außenseite des Speicherschachtes 1 befestigten
Federdraht 24 gelagert.
[0031] Wie aus Fig. 7b und 7c ersichtlich, befindet sich der in Längsrichtung begrenzt verschiebbare,
die Kulisse 19 bildende Steuerschieber 22 bei vollständig entleertem Speicherschacht
1 in der obersten Position. In dieser - in Fig. 7c dargestellten - Lage sind auch
das Verschlußelement 16 und die Wippe 21 um das größtmögliche Maß verschoben, das
heißt nach unten ausgelenkt. In dieser äußersten Position verrasten sich an der Wippe
21 und auf der Außenseite des Steuerschiebers 22 angeordnete Anschläge 25 so, daß
die Wippe 21 und das Verschlußelement 16 in der ausgelenkten, die Verschlußplatte
4 versperrenden Lage verbleiben, auch wenn der Zwischenboden 3 und somit der Zapfen
17 nicht mehr am Umlenkhebel 20 anliegen.
[0032] Die Freigabe der Wippe 21 und somit auch des Verschlußelementes 16 erfolgt erst,
wenn der mit dem Zwischenboden 3 verbundene Zapfen 17 gegen das untere Ende des Längsschlitzes
18 des Steuerschiebers 22 anläuft und die gesamte Kulisse 19 beim Befüllen des Speicherschachtes
1 mit weiteren Datenträgern 2 nach unten verschiebt. Bei dem in den Abbildungen 7d
und 7e dargestellten Füllgrad des Speicherschachtes 1 werden durch das Nachuntenverschieben
des Steuerschiebers 22 über den Zapfen 17 die Anschläge 25 zwischen Wippe 21 und Steuerschieber
22 wieder in Ausgriff voneinander gebracht. Durch den vorgespannten Federdraht 24
federt die Wippe 21 sofort wieder in ihre Ausgangslage zurück und drückt über den
Stift 23 das Verschlußelement 16 wieder aufwärts fort von der Verschlußplatte 4, so
daß in die Speichervorrichtung eingegebene kartenförmige Datenträger 2 über die Oberfläche
der Verschlußplatte 4 hin zu einem hinteren Speicherschacht 1 transportiert werden
können.
[0033] Durch die voranstehend beschriebene Steuerung des Verschlußelementes 16 wird somit
gewährleistet, daß erst bei einem vollständig gefüllten vorderen Speicherschacht 1
die Möglichkeit freigegeben wird, daß auch die hinteren Speicherschächte 1 mit kartenförmigen
Datenträgern 2 befüllt werden.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Speicherschacht
- 2
- Datenträger
- 3
- Zwischenboden
- 4
- Verschlußplatte
- 5
- Ausgabe- und Einzugsschlitz
- 6
- Feder
- 7
- Aus- und Eingabeöffnung
- 8
- Transportrolle
- 9
- Vereinzelungsrolle
- 9a
- Nocken
- 10
- Schwenkhebel
- 11
- Ausschnitt
- 12
- Achse
- 13
- Feder
- 14
- Antriebsriemen
- 15
- Ausgabe- und Einzugsrollen
- 16
- Verschlußelement
- 17
- Zapfen
- 18
- Längsschlitz
- 19
- Kulisse
- 20
- Umlenkhebel
- 21
- Wippe
- 22
- Steuerschieber
- 23
- Stift
- 24
- Federdraht
- 25
- Anschlag
1. Selbstauffüllende Speichervorrichtung für kartenförmige Datenträger (2) mit mindestens
einem Speicherschacht (1) und mindestens einer Rolle für Ausgabe- bzw. für den Einzug
von Datenträgern (2)
dadurch gekennzeichnet,
daß der Speicherschacht (1) an seiner Ein- und Ausgabeseite mit einer Verschlußplatte
(4) versehen ist, die einen Ausschnitt (11) für mindestens eine in den Speicherschacht
(1) entgegen einer Rückstellkraft einführbare Vereinzelungsrolle (9) aufweist, die
entweder auf den der Verschlußplatte (4) im Speicherschacht (1) am nächsten liegenden
Datenträger (2) oder auf einen in den Speicherschacht (1) einzuziehenden Datenträger
(2) einwirkt, und daß eine Transportrolle (8) vorgesehen ist, die mit der Außenseite
der Verschlußplatte (4) für den Transport von den Speicherschacht (1) passierenden
Datenträgern (2) zusammenwirkt.
2. Selbstauffüllende Speichervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vereinzelungsrolle (9) durch den Speicherschacht (1) passierende Datenträger (2)
aus dem Ausschnitt (11) der Verschlußplatte (4) herausbewegbar ist.
3. Selbstauffüllende Speichervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vereinzelungsrolle (9) an einem mit der Rückstellkraft belasteten Schwenkhebel
(10) drehbar gelagert ist.
4. Selbstauffüllende Speichervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schwenkhebel (10) um eine Achse (12) der Transportrolle (8) schwenkbar ist.
5. Selbstauffüllende Speichervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Feder (13) die auf die Vereinzelungsrolle (9) wirkende Rückstellkraft bewirkt.
6. Selbstauffüllende Speichervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Transportrolle (8) zum Ausgleich unterschiedlicher Kartendicken begrenzt quer
zur Verschlußplatte (4) verschiebbar ist.
7. Selbstauffüllende Speichervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vereinzelungsrolle (9) und Transportrolle (8) über einen Antriebsriemen (14)
miteinander verbunden sind.
8. Selbstauffüllende Speichervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Vereinzelungsrolle (9) ein Nocken (9a) in der Form eines Kreisringsegments
ausgebildet ist.
9. Selbstauffüllende Speichervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die kartenförmigen Datenträger (2) auf (oder unter) einem in Richtung der Verschlußplatte
(4) kraftbelasteten Zwischenboden (3) liegen.
10. Selbstauffüllende Speichervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenseite der Verschlußplatte (4) für den Einzug von Datenträgern (2) durch
ein Verschlußelement (16) versperrbar ist, das in Abhängigkeit von der Stellung des
Zwischenbodens (3) steuerbar ist.
11. Selbstauffüllende Speichervorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuerung des Verschlußelementes (16) durch eine federbelastete Wippe (21) erfolgt,
die von einem Steuerschieber (22) nur in den Endstellungen des Zwischenbodens (3)
betätigbar ist.
12. Selbstauffüllende Speichervorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Steuerschieber (22) mit dem Zwischenboden (3) über eine Zapfen-Schlitz-Steuerung
verbunden ist.
13. Selbstauffüllende Speichervorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das Auslösen der Wippe (21) über am Steuerschieber (22) oder an der Wippe (21)
angeordnete Anschläge (25) erfolgt.
14. Selbstauffüllende Speichervorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Feder für die Wippe (21) ein Federdraht (24) ist.