[0001] Die Erfindung betrifft einen Rauchmelder mit einem in einem Sockel befestigbaren
Meldereinsatz mit einem Optikmodul, welches eine Lichtquelle, einen Lichtempfänger,
eine Messkammer, einen Boden und ein Labyrinthsystem mit an der Peripherie der Messkammer
angeordneten Blenden aufweist.
[0002] Bei Rauchmeldern dieser Art, die als Streulichtrauchmelder bezeichnet werden, und
die gegebenenfalls neben dem Optikmodul noch einen weiteren Sensor, beispielsweise
einen Temperatursensor, enthalten können, ist bekanntlich das Optikmodul so ausgebildet,
dass störendes Fremdlicht nicht und Rauch sehr leicht in die Messkammer eindringen
kann. Lichtquelle und Lichtempfänger sind so angeordnet, dass keine Lichtstrahlen
auf direktem Weg von der Quelle zum Empfänger gelangen können. Bei Anwesenheit von
Rauchpartikeln im Strahlengang wird das Licht der Lichtquelle an diesen gestreut und
ein Teil dieses gestreuten Lichts fällt auf den Lichtempfänger und bewirkt ein elektrisches
Signal.
[0003] Es liegt auf der Hand, dass die Fehlalarmsicherheit solcher Streulichtrauchmelder
unter anderem ganz wesentlich davon abhängt, dass das Licht der Lichtquelle nur an
Rauchpartikeln gestreut wird, dass also mit Ausnahme der Rauchpartikel keine anderen
Partikel in die Messkammer gelangen können, wobei der Ausdruck Partikel im weitesten
Sinn zu verstehen ist und beispielsweise Insekten einschliesst. Das Problem mit den
Insekten ist seit einiger Zeit erkannt und wird durch ein die Messkammer umgebendes
Insektengitter gelöst.
[0004] Ein aus der DE-A-44 12 212 bekannter Streulichtrauchmelder enthält eine Messkammer
von der Form einer runden Schachtel, die mit einer Stirnseite an einer mit der Decke
des zu überwachenden Raumes verbundenen Platte befestigt und deren Seitenwand durch
ein Insektengitter gebildet ist. Die von der genannten Platte abgewandte und der Melderkuppe
zugekehrte Stirnseite der Messkammer ist durch einen flachen Boden abgedeckt.
[0005] Der praktische Einsatz derartiger Streulichtrauchmelder mit einer flachen zylindrischen
Messkammer hat gezeigt, dass bei diesen mit zunehmender Einsatzdauer die Fehlalarmhäufigkeit
zunehmen kann, wobei eine wesentliche Ursache dafür darin zu suchen ist, dass das
Licht der Lichtquelle an in der Messkammer abgelagerten Staubpartikeln gestreut und
dadurch das Vorhandensein von Rauchpartikeln vorgetäuscht wird. Um das Auftreten solcher
Fehlalarme auszuschliessen, müssen die Melder von Zeit zu Zeit von Staub gereinigt
werden, was einen unerwünschten zusätzlichen Aufwand darstellt.
[0006] Durch die Erfindung soll nun ein Rauchmelder der eingangs genannten Art angegeben
werden, bei dem die Auslösung von Fehlalarmen wegen Lichtstreuung an Staubpartikeln
möglichst vollständig vermieden oder jedenfalls stark verringert und dadurch eine
Verlängerung der Wartungsintervalle erreicht wird.
[0007] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst dass der Boden so ausgebildet
ist, dass er in seiner Mitte einen grösseren Abstand von der durch Lichtquelle und
Lichtempfänger bestimmten Ebene aufweist als an seinem Rand.
[0008] Die erfindungsgemässe Lösung bewirkt eine drastische Verringerung des Störeinflusses
von Staubpartikeln, weil diese jetzt wesentlich weiter von der eigentlichen Messzone
entfernt sind als bisher, wodurch die Wahrscheinlichkeit, dass an Staubpartikeln gestreutes
Licht in die Messzone gelangt, wesentlich geringer geworden ist.
[0009] Bekanntlich schneiden die optischen Achsen von Lichtquelle und Lichtempfänger einander
im Bereich des Zentrums der Messkammer und damit auch der Mitte des Bodens. Da der
Boden gerade hier im Bereich seiner Kuppe oder Spitze seinen grössten Abstand von
der Messebene aufweist, und da sich Staub vorwiegend in diesem Bodenbereich ablagern
wird, ist es sehr unwahrscheinlich, dass von der Lichtquelle ausgesandtes Licht zu
einem an der Kuppe des Bodens abgelagerten Staubpartikel gelangt und von diesem in
die Messkammer zurückgestreut wird.
[0010] Eine erste bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders ist dadurch
gekennzeichnet, dass der Boden trichterförmig ausgebildet ist und die Form eines Kegels
oder einer Pyramide aufweist.
[0011] Bei einer zweiten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders
weist der Boden eine sieb- oder gitterförmige Struktur auf und wirkt als Insektengitter.
Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass der Rauchmelder ein Bauteil weniger als
bisher aufweist, was mit einem entsprechenden Kostenvorteil verbunden ist.
[0012] Eine dritte bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders ist dadurch
gekennzeichnet, dass der Boden an seiner der Messkammer zugekehrten Innenfläche mit
einer Mehrzahl von vertikal nach oben ragenden Lamellen versehen ist, und dass Anordnung,
Anzahl, Höhe und gegenseitiger Abstand dieser Lamellenen so gewählt sind, dass gegen
den Boden fallendes Licht vor dem Auftreffen auf diesen auf eine der Lamellen trifft,
und dass der Lichtempfänger vom Boden nur die Lamellen sieht.
[0013] Die erfindungsgemässe Ausbildung des Bodens mit den nach oben gerichteten Lamellen
reduziert nochmals die Wahrscheinlichkeit, dass Licht aus dem Strahlengang in der
Messkammer an auf dem Boden abgelagerten Staubpartikeln gestreut wird. Denn die Staubpartikel
werden sich nicht an den Lamellen ablagern, sondern an deren Fuss auf der Innenfläche
des Bodens, und das ist ein Bereich, der durch die Lamellen gegen Licht aus der Messkammer
abgeschirmt ist. Ausserdem wirken die Lamellen auch als Abschirmung gegen Fremdlicht
von aussen, was die Messzuverlässigkeit des erfindungsgemässen Rauchmelders weiter
erhöht.
[0014] Ein weiterer wesentlicher Vorteil, der sich aus der erwähnten Absorption des von
unerwünschten Sekundärstreuungen oder Reflexionen herrührenden Lichts, des sogenannten
Untergrundlichts, ergibt, sind sinkende Anforderungen an die Fertigungstoleranzen.
Das heisst, dass mit zunehmender Absorption des Untergrundlichts die Anforderungen
an die Positioniergenauigkeit von Lichtquelle und Lichtempfänger sinken.
[0015] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und der Zeichnungen
näher erläutert; es zeigt:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch einen Streulichtrauchmelder im Niveau der optischen Achse
von dessen Optikmodul, mit Blickrichtung gegen den Boden des Optikmoduls; und
- Fig. 2
- einen schematischen Schnitt nach der Linie II-II von Fig. 1 in einem gegenüber Fig.
1 verkleinerten Massstab.
[0016] Der dargestellte Streulichtrauchmelder besteht in bekannter Weise aus einem Meldereinsatz
1, der in einem vorzugsweise an der Decke des zu überwachenden Raums montierten Sockel
(nicht dargestellt) befestigbar ist, und aus einer über den Meldereinsatz 1 gestülpten
Melderhaube 2, die im Bereich ihrer im Betriebszustand des Melders gegen den zu überwachenden
Raum gerichteten Kuppe mit Raucheintrittsschlitzen 3 versehen ist. Der Meldereinsatz
1 umfasst im wesentlichen einen schachtelartigen Basiskörper, an dessen der Melderkuppe
zugewandter Seite ein von einer Seitenwand 4 umgebenes Optikmodul 5 und an dessen
dem Meldersockel zugewandter Seite eine Leiterplatte mit einer Auswerteelektronik
(nicht dargestellt) angeordnet sind. Dieser Melderaufbau ist bekannt und wird hier
nicht näher beschrieben. Es wird in diesem Zusammenhang beispielsweise auf die Melder
der Reihe
AlgoRex (
AlgoRex - eingetragenes Warenzeichen der Cerberus AG) und auf die europäische Patentanmeldung
Nr. 95117405.1 verwiesen.
[0017] Das Optikmodul 5 besteht im wesentlichen aus einer Lichtquelle 6, einem Lichtempfänger
7, einer Messkammer 8, einem Labyrinthsystem aus an der Innenseite der Seitenwand
4 angeordneten Peripherieblenden 9, einer zentralen Blende 10 und einem Boden 11.
Die optischen Achsen der durch eine Infrarot-Leuchtdiode (IRED) gebildete Lichtquelle
6 und des Lichtempfängers 7 liegen nicht auf einer gemeinsamen Geraden, sondern weisen
einen geknickten Verlauf auf, wobei nahe beim Schnittpunkt die zentrale Blende 10
angeordnet ist. Die Seitenwand 4 und der Boden 11 schirmen die Messkammer 8 gegen
Fremdlicht von aussen ab, und die Peripherieblenden 9 und die zentrale Blende 10 verhindern,
dass Lichtstrahlen auf direktem Weg von der Lichtquelle 6 zum Lichtempfänger 7 gelangen
können. Die Peripherieblenden 9 dienen ausserdem zur Unterdrückung des sogenannten
Untergrundlichts, welches von unerwünschten Streuungen oder Reflexionen verursacht
ist. Je besser das Untergrundlicht unterdrückt wird, desto tiefer ist der Grundpuls,
das ist dasjenige Signal, das detektiert wird, wenn in der Messkammer 8 kein Rauch
vorhanden ist. Der Schnittbereich des von der Lichtquelle 6 ausgesandten Strahlenbündels
und des Gesichtsfeldes des Lichtempfängers 7 bilden den nachfolgend als Streuraum
bezeichneten eigentlichen Messbereich.
[0018] Die Lichtquelle 6 sendet kurze, intensive Lichtpulse in den Streuraum, wobei der
Lichtempfänger 7 zwar den Streuraum, nicht aber die Lichtquelle 6 "sieht". Das Licht
der Lichtquelle 6 wird durch in den Streuraum eindringenden Rauch gestreut, und ein
Teil dieses Streulichts fällt auf den Lichtempfänger 7. Das dadurch erzeugte Empfänger-Signal
wird von der Elektronik verarbeitet. Selbstverständlich kann der Rauchmelder neben
dem im Optikmodul 5 enthaltenen optischen Sensorsystem noch weitere Sensoren, beispielsweise
einen Temperatur- und/oder einen Gassensor enthalten.
[0019] Wenn in dem zu überwachenden Raum Rauch entsteht und zum Rauchmelder aufsteigt, dann
dringt er in die Raucheintrittsschlitze 3 und strömt in diesen in horizontaler Richtung
an den trichterförmig ausgebildeten Boden 11. Der Boden 11 weist eine sieb- oder gitterartige
Struktur auf und ist an seiner Aussenseite mit sternförmig angeordneten Rippen 12
versehen, durch die der Rauch an den Boden herangeführt wird. Dadurch strömt der Rauch
in vertikaler Richtung in die Messkammer 8 und in den Streuraum.
[0020] Durch die trichterförmige Ausbildung weist der Boden 11 von der Messkammer einen
wesentlich grösseren Abstand auf als dies bei einem flachen Boden der Fall ist. In
die Messkammer 8 eingedrungene Staubpartikel, die das Licht der Lichtquelle 5 streuen
und daher wie Rauchpartikel wirken, lagern sich in der Kuppe des Bodens 11 ab und
befinden sind dort ausserhalb des Einfallsbereichs der Strahlung der Lichtquelle 6,
wodurch der Störeinfluss dieser Rauchpartikel drastisch reduziert wird.
[0021] Wie den Figuren zu entnehmen ist, weist der trichterförmige Bereich des Bodens 11
die Form einer Pyramide oder eines Pyramidenstumpfes auf, wobei sämtliche Seitenflächen
der Pyramide die schon erwähnte sieb- oder gitterartige Struktur haben. In Fig. 1
ist aus Gründen der deutlicheren Erkennbarkeit nur bei einer der Pyramidenflächen
eine solche gitterartige Struktur 13 schematisch angedeutet. Die Rippen 12 an der
Aussenseite des Bodens 11 sind vorzugsweise entlang der Pyramidenseitenkanten angeordnet.
[0022] Die Wahrscheinlichkeit des Störeinflusses von auf dem Boden 11 abgelagerten Staubpartikeln
wird durch eine spezielle Ausbildung des Bodens weiter verringert. Diese besteht darin,
dass der Boden 11 an seiner Innenfläche mit einer Vielzahl von vertikal nach oben
ragenden Lamellen 14, 15 versehen ist, wobei deren Anordnung, Anzahl, Höhe und gegenseitiger
Abstand so gewählt sind, dass aus der Messkammer auf den Boden fallendes Licht vor
Erreichen des Bodens auf eine der Lamellen trifft, und dass der Lichtempfänger 7 vom
Boden 11 nur die Lamellen 14, 15 sieht.. Dadurch wird die Gefahr der Streuung des
Lichts an Staubpartikeln wesentlich geringer, da der Staub viel eher auf dem Boden
liegenbleibt, als dass er an den vertikalen Wänden der Lamellen haftet. Zusätzlich
zur Abschirmung des Bodens 11 gegen Licht aus der Messkammer 8 schirmen die Lamellen
14, 15 den Lichtempfänger 7 gegen Fremdlicht von aussen ab.
[0023] Darstellungsgemäss sind nicht alle Pyramidenflächen mit Lamellen versehen, sondern
nur die der Lichtquelle 6 und die dem Lichtempfänger 7 gegenüberliegende und die zwischen
diesen beiden Flächen eingeschlossene Pyramidenfläche. Die der Lichtquelle 6 und dem
Lichtempfänger 7 gegenüberliegenden Pyramiderflächen sind mit parallel zur Grundkante
der Pyramide orientierten Längslamellen 14 und die zwischen diesen Flächen eingeschlossene
Pyramidenfläche ist mit mit mindestens einer Längslamelle 14 und mit mehreren senkrecht
zu dieser orientierten Querlamellen 15 versehen. Die Längslamellen 14 verlaufen zumindest
annähernd senkrecht zur optischen Achse der gegenüberliegenden Lichtquelle bzw. des
gegenüberliegenden Lichtempfängers. Die Querlamellen 15 dienen in erster Linie zur
optischen Entkopplung von Lichtquelle 6 und Lichtempfänger 7.
[0024] Der Boden 11, der ebeno wie der ganze Meldereinsatz 1 (mit Ausnahme von Lichtquelle
6 und Lichtempfänger 7) aus einem geeigneten Kunststoff besteht und als Spritzgussteil
hergestellt ist, weist an seinem Rand mehrere Einrastorgane auf (nicht dargestellt),
die zur lösbaren Verbindung des Bodens 11 mit der Seitenwand 4 des Optikmoduls 5 (Fig.
2) vorgesehen sind.
[0025] Zur noch besseren Absorption von Untergrundlicht weisen zumindest bestimmte Teile
des Optikmoduls 5, insbesondere die Peripherieblenden 9, die Zentralblende 10 und
die dem Boden 11 gegenüberliegende Decke der Messkammer 8, anstatt der bisher üblichen
matten Oberflächen glänzende, d.h. reflektierende, Oberflächen auf. Selbstverständlich
können noch weitere Teile oder die gesamte Innenseite des Optikmoduls 5 eine glänzende
Oberfläche aufweisen.
[0026] Bisher war man davon ausgegangen, dass Untergrundlicht am besten durch Absorption
an matten Flächen vernichtet werden kann, hat aber bei dieser Überlegung übersehen,
dass das Licht an den matten Flächen diffus gestreut wird und unkontrolliert in die
Messkammer gelangt. Wenn man hingegen glänzende Flächen verwendet, dann wirken diese
wie schwarze Spiegel und reflektieren das nicht absorbierte Licht in eine definierte,
nicht störende Richtung, beispielsweise auf die benachbarte Peripherieblende. Da die
reflektierenden Flächen schwarz sind und daher nur etwa 5% der auftreffenden Strahlung
reflektieren, kann diese durch mehrmalige Reflexion zwischen solchen Flächen praktisch
vollständig vernichtet werden. Die Herstellung der glänzenden Flächen erfolgt durch
ein Spritzwerkzeug, das zumindest an den Flächen, die glänzen sollen, eine geeignete,
vorzugsweise polierte, Oberfläche aufweist.
[0027] Ein weiteres für die Erhöhung der Messzuverlässigkeit des dargestellten Rauchmelders
sehr wesentliches Merkmal besteht darin, dass die Peripherieblenden 9 oder zumindest
die meisten von ihnen nicht rotationssymmetrisch sondern so angeordnet sind, dass
der Auftreffwinkel des von der Lichtquelle 6 ausgesandten und des vom Lichtempfänger
7 empfangenen Lichtstrahls auf diese Blenden konstant ist. Rotationssymmetrisch angeordnete
Peripherieblenden 9 wären solche, die durch Rotation einer Blende um das Zentrum gebildet
sind. In Fig. 1 sind die der Lichtquelle 6 und dem Lichtempfänger 7 benachbarten je
vier Peripherieblenden 9 nicht rotationssymmetrisch ausgebildet. Der Auftreffwinkel
ist dabei so gewählt, dass das auftreffende und nicht absorbierte Licht möglichst
oft zwischen den Peripherieblenden 9 reflektiert wird.
[0028] Die Peripherieblenden 9 bestehen darstellungsgemäss je aus zwei abgewinkelten Teilflächen,
wobei deren gegenseitige Neigung und der Abstand sowie die Länge der Peripherieblenden
9 so gewählt sind, dass das zu den Peripherieblenden 9 abgestrahlte Licht nicht direkt
auf die Innenfläche der Seitenwand 4 gelangen kann, sondern in jedem Fall auf eine
Peripherieblende 9 trifft und von dieser auf die benachbarte Peripherieblende reflektiert
wird. Auch die nicht-rotationssymmetrische Anordnung der Mehrzahl der Peripherieblenden
9 führt zu einer besseren Absorption des Untergrundlichts und damit zu weniger strengen
Anforderungen an die Positionier- und Bauteilegenauigkeit von Lichtquelle 6 und Lichtempfänger
7 und zu einem weniger verschmutzungsanfälligen Melder.
[0029] Wie Figur 1 entnommen werden kann, sind die Peripherieblenden 9 an ihrer gegen die
Zentralblende 10 gerichteten Innenkante möglichst scharfkantig ausgebildet. Das hat
den Vorteil, dass nur wenig Licht auf eine solche scharfe Kante fällt und somit weniger
Licht in eine Vielzahl von Richtungen reflektiert wird.
[0030] Bei der Herstellung des Spritzgusswerkzeugs durch Erodieren, ist der Schärfe einer
Kante durch die Dicke des verwendeten Drahtes eine Grenze gesetzt, die den Anforderungen
an die Innenkanten der Peripherieblenden 9 nicht genügt. Beim Meldereinsatz 1 wird
die gewünschte Schärfe der Innenkanten dadurch erreicht, dass in das Spritzgusswerkzeug
ein Kern eingesetzt wird, der an seiner zur Formung der genannten Innenkanten vorgesehenen
Peripherie eine abgestufte (gezahnte oder gezackte) Kontur aufweist. Die einzelnen
Abstufungen dieser Kontur liegen innen an den zur Bildung der Peripherieblenden 9
im Spritzgusswerkzeug gebildeten Nuten an und schliessen diese gegen das Zentrum hin
ab. Dadurch können zwischen den Nuten des Spritzgusswerkzeugs und den Abstufungen
des Kerns sehr scharfe Kanten gebildet werden.
[0031] Praktische Versuche haben gezeigt, dass die gleichzeitige Verwendung von Peripherieblenden
9 mit scharfen Innenkanten und von Optikmodulteilen (Peripherieblenden 9, Zentralblende
10, Decke der Messkammer 8) mit glänzender Oberfläche zu einer markanten Reduktion
des Grundpulses führt, und dass der Melder weniger verstaubungs- und betauungsanfällig
wird.
[0032] Wie den Figuren weiter entnommen werden kann, sind die Lichtquelle 6 und der Lichtempfänger
7 je in einem Gehäuse 16 bzw. 17 angeordnet. Die beiden Gehäuse 16 und 17, die an
die Decke der Messkammer 8 angearbeitet sind, sind nach unten offen und werden an
ihrer offenen Seite durch den Boden 11 abgedeckt. An ihrer der Zentralblende 10 zugewandten
Frontseite sind die Gehäuse 16 und 17 je durch ein Fenster mit einer Lichtaus- bzw.
Lichteintrittsöffnung abgeschlossen. Diese Fenster weisen gegenüber den Gehäusefenstern
bekannter Streulichtrauchmelder den Unterschied auf, dass sie einteilig ausgebildet
sind.
[0033] Bei den bekannten Streulichtrauchmeldern bestehen die Fenster aus zwei Teilen, von
denen der eine an die Decke der Messkammer und der andere an den Boden angearbeitet
ist. Beim Aufsetzen des Bodens treten immer wieder Passschwierigkeiten auf und es
kommt zur Bildung eines Lichtspalts zwischen den beiden Fensterhälften und damit zu
unerwünschten Störungen des Sende- und des Empfangslichts. Bei den einteiligen Gehäusefenstern
sind Störungen dieser Art ausgeschlossen und es können keine Probleme mit der Positioniergenauigkeit
der beiden Fensterhälften auftreten.
[0034] Wie in Fig. 2 beim Fenster 18 des Gehäuses 16 gezeigt ist, sind die obere und die
untere Hälfte der einteiligen Fenster in der Art der beiden Schneiden einer Schere
gegeneinander versetzt. Dadurch kann das Spritzgusswerkzeug ohne Seitenzug so ausgebildet
werden, dass für jede der beiden gegeneinander versetzten Hälften der Lichtaus- und
der Lichteintrittsöffnung ein separates Formelement vorgesehen ist, so dass eine genau
definierte Form und eine saubere Oberfläche dieser Öffnungen erreicht wird.
1. Rauchmelder mit einem in einem Sockel befestigbaren Meldereinsatz (1) mit einem Optikmodul
(5), welches eine Lichtquelle (6), einen Lichtempfänger (7), eine Messkammer (8),
einen Boden (11) und ein Labyrinthsystem mit an der Peripherie der Messkammer (8)
angeordneten Blenden (9) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (11) so
ausgebildet ist, dass er in seiner Mitte einen grösseren Abstand von der durch Lichtquelle
(6) und Lichtempfänger (7) bestimmten Ebene aufweist als an seinem Rand.
2. Rauchmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (11) trichterförmig
ausgebildet ist und die Form eines Kegels oder einer Pyramide aufweist.
3. Rauchmelder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (11) eine sieb-
oder gitterförmige Struktur (13) aufweist und als Insektengitter ausgebildet ist.
4. Rauchmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden
(11) an seiner der Messkammer (8) zugekehrten Innerfläche mit einer Mehrzahl von nach
oben ragenden Lamellen (14, 15) versehen ist, und dass Anordnung, Anzahl, Höhe und
gegenseitiger Abstand dieser Lamellen so gewählt sind, dass gegen den Boden (11) fallendes
Licht vor dem Auftreffen auf diesen auf eine der Lamellen (14, 15) trifft, und dass
der Lichtempfänger (7) vom Boden (11) nur die Lamellen (14, 15) sieht.
5. Rauchmelder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtempfänger (7) durch
die Lamellen (14, 15) gegen von aussen in die Messkammer (8) eindringendes Fremdlicht
abgeschirmt ist.
6. Rauchmelder nach den Ansprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen
(14, 15) parallel und senkrecht zur Grundkante der jeweiligen Pyramidenseitenflächen
orientiert sind.
7. Rauchmelder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Aussenseite des Bodens
(11) sternförmig angeordnete Rippen (12) vorgesehen sind, welche die Seitenwände von
Rauchführungskanälen bilden.
8. Rauchmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bestimmte,
bezüglich des Untergrundlichts kritische, Teile des Optikmoduls (5), vorzugsweise
die Peripherieblenden (9), die Zentralblende (10) und die dem Boden (11) gegenüberliegende
Decke der Messkammer (8), eine glänzende Oberfläche aufweisen und so ausgebildet sind,
dass das nicht absorbierte Licht in eine definierte Richtung reflektiert wird.
9. Rauchmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Peripherieblenden
(9) so angeordnet sind, dass der Auftreffwinkel des von der Lichtquelle (6) ausgesandten
und des vom Lichtempfänger (7) empfangenen Lichtstrahls auf die Mehrzahl von ihnen
konstant ist.
10. Rauchmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Peripherieblenden
(9) an ihrer gegen die Zentralblende (10) gerichteten Stirnseite eine möglichst scharfe
Kante aufweisen.