[0001] Die Erfindung betrifft einen Rauchmelder mit einem in einem Sockel befestigbaren
Meldereinsatz mit einem Optikmodul, welches eine Lichtquelle, einen Lichtempfänger,
eine Messkammer, eine Zentralblende, einen Boden und ein Labyrinthsystem mit an der
Peripherie der Messkammer angeordneten Peripherieblenden aufweist.
[0002] Bei Rauchmeldern dieser Art, die als Streulichtrauchmelder bezeichnet werden, und
die gegebenenfalls neben dem Optikmodul noch einen weiteren Sensor, beispielsweise
einen Temperatursensor, enthalten können, ist bekanntlich das Optikmodul so ausgebildet,
dass störendes Fremdlicht nicht und Rauch sehr leicht in die Messkammer eindringen
kann. Lichtquelle und Lichtempfänger sind so angeordnet, dass keine Lichtstrahlen
auf direktem Weg von der Quelle zum Empfänger gelangen können. Bei Anwesenheit von
Rauchpartikeln im Strahlengang wird das Licht der Lichtquelle an diesen gestreut und
ein Teil dieses gestreuten Lichts fällt auf den Lichtempfãnger und bewirkt ein elektrisches
Signal.
[0003] Die Fehlalarmsicherheit solcher Streulichtrauchmelder hängt unter anderem ganz wesentlich
davon ab, dass tatsächlich nur an Rauchpartikeln gestreutes Licht der Lichtquelle
auf den Lichtempfänger gelangt, und dass das sogenannte Untergrundlicht, sei dies
Fremdlicht von aussen oder an Teilen des Optikmoduls oder an anderen als an Rauchpartikeln
gestreutes Licht, unterdrückt wird. Die Unterdrückung des Untergrundlichts erfolgt
bei den bekannten optischen Rauchmeldern, beispielsweise auch bei dem in der DE-A-44
12 212 beschriebenen, durch Absorption des Untergrundlichts im Labyrinthsystem, wobei
die der Zentralblende zugewandten Stirnseiten der Peripherieblenden flach oder abgerundet
ausgebildet sind. Der durch Untergrundlicht verursachte Signalpegel, der sogenannte
Grundpuls, ist bei derartig ausgebildeten Peripherieblenden noch immer relativ hoch,
und es besteht der Wunsch nach einer Reduktion des Grundpulses.
[0004] Durch die Erfindung soll nun ein Rauchmelder der eingangs genannten Art angegeben
werden, bei dem der Grundpuls gegenüber den heute bekannten Rauchmeldern wesentlich
reduziert ist.
[0005] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Peripherieblenden
an ihrer gegen die Zentralblende gerichteten Stirnseite eine möglichst scharfe Kante
aufweisen.
[0006] Eine solche scharfe Kante hat den Vorteil, dass nur wenig Licht auf sie fällt und
daher auch nur sehr wenig Licht in eine Vielzahl von Richtungen reflektiert werden
kann. Damit sinkt das Untergrundlicht und der Grundpuls nimmt entsprechend ab.
[0007] Eine erste bevorzugte Ausfürungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders ist dadurch
gekennzeichnet, dass das Optikmodul mit einem Spritzgusswerkzeug hergestellt ist,
in welches ein Kern einsetzbar ist, der an seiner zur Formung der genannten scharfen
Kanten vorgesehenen Peripherie eine abgestufte Kontur aufweist.
[0008] Beim erfindungsgemässen Rauchmelder werden also im Spritzgusswerkzeug nicht wie üblich
von einer Basis abzweigende, an ihrer Stirnseite geschlossene Nuten herauserodiert,
die die Gussformen für die Peripherieblenden bilden, sondern man stellt an ihrer Stirnseite
offene Nuten her und setzt dann in das Werkzeug den Kern ein, der die offenen Stirnseiten
der Nuten abschliesst.
[0009] Eine weitere Reduktion des Grundpulses wird dann erreicht, wenn der Strahlquerschnitt
des Sende- und des Empfangslichts gut definiert ist. Dies erfolgt bei einer zweiten
bevorzugten Ausfürungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders dadurch, dass die Lichtquelle
und der Lichtempfänger je in ein Gehäuse eingesetzt sind, welches an seiner der Zentralblende
zugewandten Frontseite durch ein einteiliges Fenster mit einer Lichtausbeziehungsweise
Lichteintrittsöffnung abgeschlossen ist.
[0010] Die erfindungsgemässen einteiligen Fenster an den Gehäusen für die Lichtquelle und
den Lichtempfänger haben den Vorteil, dass kein Spalt zwischen zwei Fensterhälften
entstehen kann und dadurch verursachte Störungen des Sende- und/oder des Empfangslichts
vermieden werden, und dass ausserdem keine Probleme mit der Positioniergenauigkeit
der beiden Fensterhälften auftreten können.
[0011] Eine dritte bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders ist dadurch
gekennzeichnet, dass die obere und die untere Hälfte der einteiligen Fenster in der
Art der Schneiden einer Schere gegeneinander versetzt sind.
[0012] Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass das Spritzgusswerkzeug ohne Seitenzug
so ausgebildet werden kann, das für jede der beiden gegeneinander versetzten Hälften
der Lichtaus- und der Lichteintrittsöffnung ein separates Formelement vorgesehen ist,
so dass eine genau definierte Form und eine saubere Oberfläche dieser Öffnungen erreicht
wird.
[0013] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und der Zeichnungen
näher erläutert; es zeigt:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch einen Streulichtrauchmelder im Niveau der optischen Achse
von dessen Optikmodul, mit Blickrichtung gegen den Boden des Optikmoduls; und
- Fig. 2
- einen schematischen Schnitt nach der Linie II-II von Fig. 1 in einem gegenüber Fig.
1 verkleinerten Massstab.
[0014] Der dargestellte Streulichtrauchmelder besteht in bekannter Weise aus einem Meldereinsatz
1, der in einem vorzugsweise an der Decke des zu überwachenden Raums montierten Sockel
(nicht dargestellt) befestigbar ist, und aus einer über den Meldereinsatz 1 gestülpten
Melderhaube 2, die im Bereich ihrer im Betriebszustand des Melders gegen den zu überwachenden
Raum gerichteten Kuppe mit Raucheintrittsschlitzen 3 versehen ist.
[0015] Der Meldereinsatz 1 umfasst im wesentlichen einen schachtelartigen Basiskörper, an
dessen der Melderkuppe zugewandter Seite ein von einer Seitenwand 4 umgebenes Optikmodul
5 und an dessen dem Meldersockel zugewandter Seite eine Leiterplatte mit einer Auswerteelektronik
(nicht dargestellt) angeordnet sind. Dieser Melderaufbau ist bekannt und wird hier
nicht näher beschrieben. Es wird in diesem Zusammenhang beispielsweise auf die Melder
der Reihe
AlgoRex (
AlgoRex - eingetragenes Warenzeichen der Cerberus AG) und auf die europäische Patentanmeldung
Nr. 95117405.1 verwiesen.
[0016] Das Optikmodul 5 besteht im wesentlichen aus einer Lichtquelle 6, einem Lichtempfänger
7, einer Messkammer 8, einem Labyrinthsystem aus an der Innenseite der Seitenwand
4 angeordneten Peripherieblenden 9, einer zentralen Blende 10 und einem Boden 11.
Die optischen Achsen der durch eine Infrarot-Leuchtdiode (IRED) gebildete Lichtquelle
6 und des Lichtempfängers 7 liegen nicht auf einer gemeinsamen Geraden, sondern weisen
einen geknickten Verlauf auf, wobei nahe beim Schnittpunkt die zentrale Blende 10
angeordnet ist. Die Seitenwand 4 und der Boden 11 schirmen die Messkammer 8 gegen
Fremdlicht von aussen ab, und die Peripherieblenden 9 und die zentrale Blende 10 ver-hindern,
dass Lichtstrahlen auf direktem Weg von der Lichtquelle 6 zum Lichtempfänger 7 gelangen
können. Die Peripherieblenden 9 dienen ausserdem zur Unterdrückung des sogenannten
Untergrundlichts, welches von unerwünschten Streuungen oder Reflexionen verursacht
ist. Je besser das Untergrundlicht unterdrückt wird, desto tiefer ist der Grundpuls,
das ist dasjenige Signal, das detektiert wird, wenn in der Messkannner 8 kein Rauch
vorhanden ist. Der Schnittbereich des von der Lichtquelle 6 ausgesandten Strahlenbündels
und des Gesichtsfeldes des Lichtempfängers 7 bilden den nachfolgend als Streuraum
bezeichneten eigentlichen Messbereich.
[0017] Die Lichtquelle 6 sendet kurze, intensive Lichtpulse in den Streuraum, wobei der
Lichtempfänger 7 zwar den Streuraum, nicht aber die Lichtquelle 6 "sieht". Das Licht
der Lichtquelle 6 wird durch in den Streuraum eindringenden Rauch gestreut, und ein
Teil dieses Streulichts fällt auf den Lichtempfänger 7. Das dadurch erzeugte Empfänger-Signal
wird von der Elektronik verarbeitet. Selbstverständlich kann der Rauchmelder neben
dem im Optikmodul 5 enthaltenen optischen Sensorsystem noch weitere Sensoren, beispielsweise
einen Temperatur- und/oder einen Gassensor enthalten.
[0018] Wenn in dem zu überwachenden Raum Rauch entsteht und zum Rauchmelder aufsteigt, dann
dringt er in die Raucheintrittsschlitze 3 und strömt in diesen in horizontaler Richtung
an den trichterförmig ausgebildeten Boden 11. Der Boden 11 weist eine sieb- oder gitterartige
Struktur auf und ist an seiner Aussenseite mit sternförmig angeordneten Rippen 12
versehen, durch die der Rauch an den Boden herangeführt wird. Dadurch strömt der Rauch
in vertikaler Richtung in die Messkammer 8 und in den Streuraum.Durch die trichterförmige
Ausbildung weist der Boden 11 von der Messkammer einen wesentlich grösseren Abstand
auf als dies bei einem flachen Boden der Fall ist. In die Messkammer 8 eingedrungene
Staubpartikel, die das Licht der Lichtquelle 5 streuen und daher wie Rauchpartikel
wirken, lagern sich in der Kuppe des Bodens 11 ab und befinden sind dort ausserhalb
des Einfallsbereichs der Strahlung der Lichtquelle 6, wodurch der Störeinfluss dieser
Rauchpartikel drastisch reduziert wird.
[0019] Wie den Figuren zu entnehmen ist, weist der trichterförmige Bereich des Bodens 11
die Form einer Pyramide oder eines Pyramidenstumpfes auf, wobei sämtliche Seitenflächen
der Pyramide die schon erwähnte sieb- oder gitterartige Struktur haben. In Fig. 1
ist aus Gründen der deutlicheren Erkennbarkeit nur bei einer der Pyramidenflächen
eine solche gitterartige Struktur 13 schematisch angedeutet. Die Rippen 12 an der
Aussenseite des Bodens 11 sind vorzugsweise entlang der Pyramidenseitenkanten angeordnet.
[0020] Die Wahrscheinlichkeit des Störeinflusses von auf dem Boden 11 abgelagerten Staubpartikeln
wird durch eine spezielle Ausbildung des Bodens weiter verringert. Diese besteht darin,
dass der Boden 11 an seiner Innenfläche mit einer Vielzahl von vertikal nach oben
ragenden Larnellen 14, 15 versehen ist, wobei deren Anordnung, Anzahl, Höhe und gegenseitiger
Abstand so gewählt sind, dass aus der Messkammer auf den Boden fallendes Licht vor
Erreichen des Bodens auf eine der Lamellen trifft, und dass der Lichtempfänger 7 vom
Boden 11 nur die Lamellen 14, 15 sieht. Dadurch wird die Gefahr der Streuung des Lichts
an Staubpartikeln wesentlich geringer, da der Staub viel eher auf dem Boden liegenbleibt,
als dass er an den vertikalen Wänden der Lamellen haftet. Zusätzlich zur Abschirmung
des Bodens 11 gegen Licht aus der Messkammer 8 schirmen die Lamellen 14, 15 den Lichtempfänger
7 gegen Fremdlicht von aussen ab.
[0021] Darstellungsgemäss sind nicht alle Pyramidenflächen mit Lamellen versehen, sondern
nur die der Lichtquelle 6 und die dem Lichtempfänger 7 gegenüberliegende und die zwischen
diesen beiden Flächen eingeschlossene Pyramidenfläche. Die der Lichtquelle 6 und dem
Lichtempfänger 7 gegenüberliegenden Pyramidenflächen sind mit parallel zur Grundkante
der Pyramide orientierten Längslamellen 14 und die zwischen diesen Flächen eingeschlossene
Pyramidenfläche ist mit mit mindestens einer Längslamelle 14 und mit mehreren senkrecht
zu dieser orientierten Querlamellen 15 versehen. Die Längslamellen 14 verlaufen zumindest
annähernd senkrecht zur optischen Achse der gegenüberliegenden Lichtquelle bzw. des
gegenüberliegenden Lichtempfängers. Die Querlamellen 15 dienen in erster Linie zur
optischen Entkopplung von Lichtquelle 6 und Lichtempfänger 7.
[0022] Der Boden 11, der ebeno wie der ganze Meldereinsatz 1 (mit Ausnahme von Lichtquelle
6 und Lichtempfänger 7) aus einem geeigneten Kunststoff besteht und als Spritzgussteil
hergestellt ist, weist an seinem Rand mehrere Einrastorgane auf (nicht dargestellt),
die zur lösbaren Verbindung des Bodens 11 mit der Seitenwand 4 des Optikmoduls 5 (Fig.
2) vorgesehen sind. Zur noch besseren Absorption von Untergrundlicht weisen zumindest
bestimmte Teile des Optikmoduls 5, insbesondere die Peripherieblenden 9, die Zentralblende
10 und die dem Boden 11 gegenüberliegende Decke der Messkammer 8, anstatt der bisher
üblichen matten Oberflächen glänzende, d.h. reflektierende, Oberflächen auf. Selbstverständlich
können noch weitere Teile oder die gesamte Innenseite des Optikmoduls 5 eine glänzende
Oberfläche aufweisen.
[0023] Bisher war man davon ausgegangen, dass Untergrundlicht am besten durch Absorption
an matten Flächen vernichtet werden kann, hat aber bei dieser Überlegung übersehen,
dass das Licht an den matten Flächen diffus gestreut wird und unkontrolliert in die
Messkammer gelangt. Wenn man hingegen glänzende Flächen verwendet, dann wirken diese
wie schwarze Spiegel und reflektieren das nicht absorbierte Licht auf eine andere
dieser Flächen, beispielsweise auf die benachbarte Peripherieblende.
[0024] Da die reflektierenden Flächen schwarz sind und daher nur etwa 5% der auftreffenden
Strahlung reflektieren, kann diese durch mehrmalige Reflexion zwischen solchen Flächen
praktisch vollständig vernichtet werden. Die Herstellung der glänzenden Flächen erfolgt
durch ein Spritzwerkzeug, das zumindest an den Flächen, die glänzen sollen, eine geeignete,
vorzugsweise polierte, Oberfläche aufweist.
[0025] Ein weiteres für die Erhöhung der Messzuverlässigkeit des dargestellten Rauchmelders
sehr wesentliches Merkmal besteht darin, dass die Peripherieblenden 9 oder zumindest
die meisten von ihnen nicht rotationssymmetrisch sondern so angeordnet sind, dass
der Auftreffwinkel des von der Lichtquelle 6 ausgesandten und des vom Lichtempfänger
7 empfangenen Lichtstrahls auf diese Blenden konstant ist. Rotätionssymmetrisch angeordnete
Peripherieblenden 9 wären solche, die durch Rotation einer Blende um das Zentrum gebildet
sind. In Fig. 1 sind die der Licht-quelle 6 und dem Lichtempfänger 7 benachbarten
je vier Peripherieblenden 9 nicht rotationssymmetrisch ausgebildet. Der Auftreffwinkel
ist dabei so gewählt, dass das auftreffende und nicht absorbierte Licht möglichst
oft zwischen den Peripherieblenden 9 reflektiert wird.
[0026] Die Peripherieblenden 9 bestehen darstellungsgemäss je aus zwei abgewinkelten Teilflächen,
wobei deren gegenseitige Neigung und der Abstand sowie die Länge der Peripherieblenden
9 so gewählt sind, dass das zu den Peripherieblenden 9 abgestrahlte Licht nicht direkt
auf die Innenfläche der Seitenwand 4 gelangen kann, sondern in jedem Fall auf eine
Peripherieblende 9 trifft und von dieser auf die benachbarte Peripherieblende reflektiert
wird. Auch die nicht-rotationssymmetrische Anordnung der Mehrzahl der Peripherieblenden
9 führt zu einer besseren Absorption des Untergrundlichts und damit zu weniger strengen
Anforderungen an die Positionier- und Bauteilegenauigkeit von Lichtquelle 6 und Lichtempfänger
7 und zu einem weniger verschmutzungsanfälligen Melder.
[0027] Wie Figur 1 entnommen werden kann, sind die Peripherieblenden 9 an ihrer gegen die
Zentralblende 10 gerichteten Innenkante möglichst schafkantig ausgebildet. Das hat
den Vorteil, dass nur wenig Licht auf eine solche scharfe Kante fällt und somit auch
weniger Licht in eine Vielzahl von Richtungen reflektiert wird.
[0028] Bei der Herstellung des Spritzgusswerkzeugs durch Erodieren, ist der Schärfe einer
Kante durch die Dicke des verwendeten Drahtes eine Grenze gesetzt, die den Anforderungen
an die Innenkanten der Peripherieblenden 9 nicht genügt. Beim Meldereinsatz 1 wird
die gewünschte Schärfe der Inhenkanten dadurch erreicht, dass in das Spritzgusswerkseug
ein Kern eingesetzt wird, der an seiner zur Formung der genannten Innenkanten vorgesehenen
Peripherie eine abgestufte (gezahnte oder gezackte) Kontur aufweist. Die einzelnen
Abstufungen dieser Kontur liegen innen an den zur Bildung der Peripherieblenden 9
im Spritzgusswerkzeug gebildeten Nuten an und schliessen diese gegen das Zentrum hin
ab. Dadurch können zwischen den Nuten des Spritzgusswerkzeugs und den Abstufungen
des Kerns sehr scharfe Kanten gebildet werden.
[0029] Praktische Versuche haben gezeigt, dass die gleichzeitige Verwendung von Peripherieblenden
9 mit scharfen Innenkanten und von Optikmodulteilen (Peripherieblenden 9, Zentralblende
10, Decke der Messkammer 8) mit glänzender Oberfläche zu einer markanten Reduktion
des Grundpulses führt, und dass der Melder weniger verstaubungs- und betauungsanfallig
ist.
[0030] Wie den Figuren weiter entnommen werden kann, sind die Lichtquelle 6 und der Lichtempfänger
7 je in einem Gehäuse 16 bzw. 17 angeordnet. Die beiden Gehäuse 16 und 17, die an
die Decke der Messkammer 8 angearbeitet sind, sind nach unten offen und werden an
ihrer offenen Seite durch den Boden 11 abgedeckt. An ihrer der Zentralblende 10 zugewandten
Frontseite sind die Gehäuse 16 und 17 je durch ein Fenster mit einer Lichtaus- bzw.
Lichteintrittsöffnung abgeschlossen.
[0031] Diese Fenster weisen gegenüber den Gehäusefenstern bekannter Streulichtrauchmelder
den Unterschied auf, dass sie einteilig ausgebildet sind. Bei den bekannten Streulichtrauchmeldern
bestehen die Fenster aus zwei Teilen, von denen der eine an die Decke der Messkammer
und der andere an den Boden angearbeitet ist. Beim Aufsetzen des Bodens treten immer
wieder Passschwierigkeiten auf und es kommt zur Bildung eines Lichtspalts zwischen
den beiden Fensterhälften und damit zu unerwünschten Störungen des Sende- und des
Empfangslichts. Bei den einteiligen Gehäusefenstern sind Störungen dieser Art ausgeschlossen
und es können keine Probleme mit der Positioniergenauigkeit der beiden Fensterhälften
auftreten.
[0032] Wie in Fig. 2 beim Fenster 18 des Gehäuses 16 gezeigt ist, sind die obere und die
untere Hälfte der einteiligen Fenster in der Art der beiden Schneiden einer Schere
gegeneinander versetzt. Dadurch kann das Spritzgusswerkzeug ohne Seitenzug so ausgebildet
werden, dass für jede der beiden gegeneinander versetzten Hälften der Lichtaus- und
der Lichteintrittsöffnung ein separates Formelement vorgesehen ist, so dass eine genau
definierte Form und eine saubere Oberfläche dieser Öffnungen erreicht wird.
1. Rauchmelder mit einem in einem Sockel befestigbaren Meldereinsatz (1) mit einem Optikmodul
(5), welches eine Lichtquelle (6), einen Lichtempfänger (7), eine Messkammer (8),
eine Zentralblende (10), einen Boden (11) und ein Labyrinthsystem mit an der Peripherie
der Messkammer (8) angeordneten Peripherieblenden (9) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
dass die Peripherieblenden (9) an ihrer gegen die Zentralblende (10) gerichteten Stirnseite
eine möglichst scharfe Kante aufweisen.
2. Rauchmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Optikmodul (5) mit einem
Spritzgusswerkzeug hergestellt ist, in welches ein Kern einsetzbar ist, der an seiner
zur Formung der genannten scharfen Kanten vorgesehenen Peripherie eine abgestufte
Kontur aufweist.
3. Rauchmelder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (6)
und der Lichtempfänger (7) je in ein Gehäuse (16 bzw. 17) eingesetzt sind, welches
an seiner der Zentralblende (10) zugewandten Frontseite durch ein einteiliges Fenster
(18) mit einer Lichtaus- beziehungsweise Lichteintrittsöffnung abgeschlossen ist.
4. Rauchmelder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die obere und die untere
Hälfte der einteiligen Fenster (18) in der Art der Schneiden einer Schere gegeneinander
versetzt sind.
5. Rauchmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Peripherieblenden
(9), die Zentralblende (10) und die dem Boden (11) gegenüberliegende Decke der Messkämmer
(8) und gegebenenfalls noch weitere Teile des Optikmoduls (5) oder dessen gesamte
Innenseite eine glänzende Oberfläche aufweisen und so ausgebildet sind, dass das nicht
absorbierte Licht in eine definierte Richtung reflektiert wird.
6. Rauchmelder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Optikmodul (5) mit einem
Spritzgusswerkzeug hergestellt ist, welches zumindest an den zur Herstellung der genannten
glänzenden Oberflächen vorgesehenen Teilen eine zur Erzielung einer solchen glänzenden
Oberfläche ausreichende Oberflächengüte aufweist.
7. Rauchmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden
(11) trichterförmig ausgebildet ist.
8. Rauchmelder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (11) eine sieb-
oder gitterförmige Struktur (13) aufweist und als Insektengitter ausgebildet ist.
9. Rauchmelder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (11) an seiner
der Messkammer (8) zugekehrten Innenfläche mit einer Mehrzahl von nach oben ragenden
Lamellen (14, 15) versehen ist, und dass Anordnung, Anzahl, Höhe und gegenseitiger
Abstand dieser Lamellen so gewählt sind, dass einerseits von innen gegen den Boden
(11) fallendes Licht vor dem Auftreffen auf diesen auf eine der Lamellen (14, 15)
trifft und der Lichtempfänger (7) vom Boden (11) nur die Lamellen (14, 15) sieht und
andererseits der Lichtempfänger (7) durch die Lamellen (14, 15) gegen von aussen in
die Meskammer (8) eindringendes Fremdlicht abgeschirmt ist.
10. Rauchmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Peripherieblenden
(9) so angeordnet sind, dass der Auftreffwinkel des von der Lichtquelle (6) ausgesandten
und des vom Lichtempfänger (7) empfangenen Lichtstrahls auf die Mehrzahl von ihnen
konstant ist.