[0001] Die Erfindung betrifft einen Kunststoffverbundisolator, dessen Strunk einen faserverstärkten
Kunststoffkern und um diesen Kern herum den Mantel einer Schirmhülle enthält, wobei
die Schirmhülle aus dem Mantel und mindestens einem um den Strunk spiralförmig laufenden
Schirm gebildet wird.
[0002] Hochspannungsisolatoren für Freileitungen werden seit langer Zeit aus keramischen,
elektrisch isolierenden Materialien wie Porzellan oder Glas hergestellt. Daneben gewinnen
Isolatoren, die eine Seele aus einem Fasern und Kunststoff enthaltenden Materialverbund
und eine Schirmhülle aus Kunststoff enthalten, zunehmend an Bedeutung, weil sie sich
durch eine Reihe von Vorteilen auszeichnen, zu denen neben einem geringeren Eigengewicht
auch eine verbesserte mechanische Beständigkeit gegenüber Projektilen aus Schußwaffen
zählt. Die Schirmhüllen solcher Verbundisolatoren sind dabei üblicherweise mit einer
größeren Zahl an etwa senkrecht um den Strunk laufenden, tellerförmigen Schirmen ausgestattet.
[0003] Verbundisolatoren weisen gegenüber konventionellen Isolatoren aus Glas oder Porzellan
den Vorteil auf, daß sie exzellente Isolationseigenschaften beim Einsatz in Gebieten
mit stark verschmutzter Atmosphäre besitzen, da sie weitgehend schmutzabweisend sind
und teilweise auch Verschmutzungen isolierend einzukapseln vermögen. Deshalb werden
Verbundisolatoren mit Schirmhüllen aus Silikongummi zunehmend dazu verwendet, bestehende
Freileitungen mit elektrischen Isolationsproblemen, die aus atmosphärischen Verunreinigungen
resultieren, zu ertüchtigen, indem man die konventionellen Isolatoren aus Porzellan
oder Glas gegen Verbundisolatoren mit einer Schirmhülle aus Silikongummi austauscht.
[0004] Für viele Anwendungen werden Hochspannungsisolatoren in Verbundbauweise mit tellerförmigen
Schirmen eingesetzt, insbesondere für Freileitungen. Die Herstellung von Verbundisolatoren
ist grundsätzlich bekannt. Sie können beispielsweise gemäß DE-C2-27 46 870 hergestellt
werden, indem ein harzgetränkter Glasfaserkern (GFK = Glasfaser-verstärkter Kunststoff)
durch Extrusion mit Silikonkautschuk umhüllt wird und einzeln vorgefertigte tellerförmige
Schirme mit radialer Vorspannung auf einen umhüllten Glasfaserkern aufgeschoben und
mit der Umhüllung zusammenvulkanisiert werden. Der für den Isolatorbetrieb erforderliche
Kriechweg kann vor allem durch die Zahl und den Durchmesser der Schirme erhalten werden.
Die Fuge zwischen dem den Glasfaserkern umhüllenden Mantel, also der Strunkoberfläche,
und der Ausnehmung in den tellerförmigen Schirmen ist hierbei eine potentielle Fehlstelle,
wenn der Produktionsprozeß nicht sicher beherrscht wird und die Fugen nicht dicht
geschlossen werden.
[0005] DE-A1-42 02 653 lehrt ein Verfahren zur Herstellung eines Verbundisolators durch
Spritzgießen einer Schirmhülle um einen Kern, um Fugen zwischen dem Mantel und den
tellerförmigen Schirmen einer Schirmhülle zu vermeiden, und eine Vorrichtung zum Spritzgießen
dieser Isolatoren.
[0006] Es sind Hochspannungsisolatoren bekannt, die spiralförmige Schirme besitzen: SU 659382
beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines Hochspannungsisolators aus Porzellan,
der mit Hilfe eines Extruders mit einer rotierenden Scheibe, die eine Öffnung für
die keramische Masse enthält, mit spiralförmigen Rippen geformt wird; Einzelheiten
zu der rotierenden Scheibe sind nicht angegeben. CH-A5-640 666 lehrt einen Verbundisolator
mit spiralförmigen Schirmen, bei dem ein vorgefertigtes rippenförmiges Elastomerprofilband
um einen GFK-Kern gewunden und anvulkanisiert wird. Nach CA-A1-2,046,682 soll ein
ähnliches rippenförmiges Elastomerprofilband mit einem parallelogrammförmigen Querschnitt
für den Mantel um einen isolierenden Kern wie z.B. ein GFK-Rohr gewunden und anvulkanisiert
werden. Entsprechend EP-B1-0 161 265 wird ein dünnes, schirmebildendes, schraubenförmiges
Band aus Silikonkautschuk auf einem Teller geformt, abgehoben und um einen GFK-Kern
gewickelt und angeklebt; dieses Verfahren weist einige Mängel auf: Es ist aufgrund
des Hersteilverfahrens nicht möglich, das Schirmband so aufzubringen, daß keine Schirmdeformationen
entstehen. Der Nylonfaden im Bereich der Schirmwurzel vermag dieses Problem nicht
zu lösen, da es durch diesen Faden vielmehr zu zerstörerischen Glimmentladungen in
der Grenzfläche Faden/Schirm kommen kann. Der Kleber zur Befestigung des Schirmbandes
am GFK-Kern dient laut Patentschrift auch dazu, den GFK-Kern in den Schirmzwischenräumen
zu schützen; diese extrem dünne Schicht scheint aber nicht in der Lage zu sein, sicheren
Schutz zu bieten, besonders nicht beim Auftreten von stromstarken Teillichtbögen auf
der Isolatoroberfläche. Die sich durch die geringe Schirmdicke ergebende kurze Klebefuge
ist ebenfalls eine Schwachstelle, weil sie sehr durchschlaggefährdet ist.
[0007] Die oben erwähnten Fertigungsverfahren für Kunststoffverbundisolatoren führen zu
Fugen oder/und Nähten und somit leicht zu elektrotechnischer Beeinträchtigung. Sie
weisen außerdem den Nachteil auf, daß besonders viele Arbeitsgänge für die Herstellung
erforderlich sind und daher bezüglich Arbeitszeit und Energieeinsatz außerordentlich
kostenintensiv sind.
[0008] Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, Verbundisolatoren mit einer höheren
Funktionssicherheit und besseren elektrotechnischen Kenndaten sowie gleichzeitig eine
kostengünstigere Alternative zur Herstellung von derartigen Verbundisolatoren bereitzustellen.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Kunststoffverbundisolator enthaltend
einen Strunk und mindestens einen Schirm und Kappen, bei dem der Strunk einen faserverstärkten
Kunststoffkern und um diesen Kern herum einen Mantel einer Schirmhülle enthält und
bei dem die Schirmhülle aus dem Mantel und mindestens einem um den Strunk spiralförmig
laufenden Schirm gebildet wird, der dadurch gekennzeichnet ist, daß die Schirmhülle
einteilig und ohne Fugen geformt ist
[0010] Die Aufgabe wird außerdem erfindungsgemäß gelöst durch zwei Verfahren zur Herstellung
eines solchen Kunststoffverbundisolators in Verbindung mit den zugehörigen Vorrichtungen.
[0011] Überraschenderweise wurde gefunden, daß die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbundisolatoren
entgegen der Einschätzung der Fachwelt deutlich einfacher erfolgen kann. Außerdem
ergab sich, daß die Verschmutzung des Isolators geringer ist und Schmutz leichter
abgespült werden konnte als bei vergleichbaren Verbundisolatoren mit tellerförmigen
Schirmen.
[0012] Der Kunststoffkern der erfindungsgemäßen Verbundisolatoren kann mit Fasern aus einem
alkaliarmen Glas verstärkt sein. Er kann insbesondere zylindrisch, bauchig gewölbt
oder konisch ausgebildet sein und gibt somit die Grundform des Strunkes vor. Der Kunststoffkern
kann ein Vollstab oder ein Hohlkörper sein, bevorzugt in Form eine Rohres oder eines
Hohlkonus.
[0013] Als Material für die Schirmhülle wird vorzugsweise ein Silikongummi verwendet, dessen
Shore A Härte mehr als 40, insbesondere 60 bis 90, beträgt. Hierfür kann bevorzugt
HTV-Kautschuk (HTV = Heiß-Temperatur-vernetzend) eingesetzt werden. Die Schirmhülle
kann Kautschuk enthalten, der bei erhöhter Temperatur - in der Regel 50 °C bis 200
°C - vulkanisierbar ist, insbesondere EPDM (Terpolymer aus Ethylen, Propylen und einem
Dien, mit dem ungesättigten Teil des Diens an der Seitenkette) oder/und EPM (Ethylen-Propylen-Copolymer),
Polyvinyldimethylsiloxan und Füllstoffe, vorzugsweise mit Hilfe von Peroxiden vernetzt,
oder allgemeiner Polyorganodimethylsiloxane. Weitere Arten geeigneten HTV-Silikonkautschuks
umfassen MQ, FMQ, PMQ und VMQ entsprechend DIN ISO 1629. Die Schirmhülle weist üblicherweise
eine glatte Oberfläche ohne Längsnähte und ohne Quernähte auf. Eine besonders glatte
Oberfläche ist wegen geringerer Verschmutzungsneigung und besserer Isolierwirkung
vorzuziehen. Der Mantel ist vorzugsweise von im wesentlichen gleicher Stärke oder
mit Rippen, Rillen oder Wellen konturiert - vorzugsweise spiralförmig umlaufend, so
daß Wasser gut ablaufen kann. Die Oberseite der spiralförmigen Schirme ist in der
Regel konvex geformt, während die Unterseite der spiralförmigen Schirme häufig konkav
geformt ist. Die Unterseite der spiralförmigen Schirme kann eine Wellung oder mindestens
eine Rippe oder mindestens eine Rille aufweisen, die helfen, Kriechwege zu verlängern,
die Schirme zu versteifen und fließendes Wasser, das auch Schmutz abtransportieren
kann, abzulenken. Diese Schirmkonturen können auch radial zum Strunk oder nach außen
laufend geführt werden. In der Regel sind die Übergänge zwischen der Oberfläche der
Schirme und der Oberfläche des Mantels verrundet oder bei sehr geringem Abstand zwischen
zwei Schirmen von einem Schirm zum nächsten Schirm kontinuierlich verrundet. Die Sehne
der die Oberseite der Schirme in Längsrichtung des Isolators schneidenden Querschnittsfläche
schließt üblicherweise mit der Längsrichtung L einen Winkel α von 30 ° bis 80 ° ein.
Die spiralförmigen Schirme können seitlich zu den Kappen hin Ausläufe aufweisen, bei
denen die Ausladung der Schirme üblicherweise kontinuierlich bis zum Ansatz am Strunk
abnimmt. Eine beispielhafte Ausführung zeigt mindestens einen spiralförmigen Schirm,
der im mittleren Bereich des Strunkes unterbrochen ist und seitlich von dieser Unterbrechung
Ausläufe oder im Bereich der Unterbrechung eine verringerte Ausladung aufweist. Andere
Ausführungen können sich dadurch auszeichnen, daß sie mindestens einen spiralförmigen
Schirm führen, der mit einem über die Länge variierenden Schirmquerschnitt versehen
ist oder daß mindestens ein spiralförmiger Schirm erst in größerem Abstand von einer
Kappe mit einem Auslauf angeformt ist. Der Verbundisolator kann mindestens zwei spiralförmige
Schirme aufweisen, die einen von einander abweichenden Schirmquerschnitt zeigen. Er
kann zumindest in einem Bereich des Strunkes mit einer dichten Folge von Schirmabschnitten
im Längsschnitt - ähnlich einem Kamm - ausgestattet sein. Der Abstand der Schirmabschnitte
in einem Längsschnitt kann, beispielsweise aufgrund des geänderten Neigungswinkels
oder einer größeren Zahl von spiralförmigen Schirmen, über die Länge des Strunkes
variieren. Allein durch die Erhöhung der Umdrehungsgeschwindigkeit der Dreheinrichtung
am Mundstück oder der Dreheinrichtung für den Kunststoffkern kann auf sehr einfache
Weise eine Verdichtung der Schirmabschnitte und eine Verringerung des Neigungswinkels
der Schirme und somit eine Verlängerung des Kriechweges vorgenommen werden. Der Neigungswinkel
kann hierbei so variiert werden, daß ein Umlauf eines spiralförmigen Schirmes um 360
° einer Steigungshöhe in Längsrichtung L von 10 mm bis weit über 1000 mm entspricht.
Außerdem können, insbesondere wenn alle spiralförmigen Schirme erst in einem etwas
größeren Abstand von der Kappe angeformt sind, am Strunk mindestens an einem Strunkende
ein oder mehrere tellerförmige Schirme angeformt oder aufgebracht sein.
[0014] Der Kunststoffkern kann eine Länge zwischen 10 cm und 8 m einnehmen und gibt dadurch
in etwa die Länge des gesamten Isolators vor. Die spiralförmigen Schirme können -
außer an den Enden der Ausläufe - eine Ausladung senkrecht zum Strunk ab Oberfläche
des Mantels von 5 bis 100 mm, insbesondere von 10 bis 70 mm, besonders bevorzugt von
15 bis 40 mm aufweisen. Der Abstand zwischen zwei Schirmabschnitten kann in Längsrichtung
L, nahe der Oberfläche des Mantels gemessen, 5 bis 1000 mm, insbesondere 10 bis 500
mm, besonders bevorzugt 20 bis 100 mm betragen.
Die Geradheitsabweichung einer im wesentlichen geraden Linie auf der Oberfläche der
Schirrnhülle beträgt üblicherweise nicht mehr als 0,5 mm, vorzugsweise nicht mehr
als 0,3 mm, insbesondere nicht mehr als 0,1 mm.
[0015] Die erfindungsgemäße Schirmkonstruktion bietet noch weitere Vorteile: Silikongummi
ist bekanntermaßen ein teurer Werkstoff, weil die Silikonsynthese von reinem Silizium
ausgeht. Isolatorkonstruktionen mit tellerförmigen Schirmen aus Silikongummi sind
deshalb darauf ausgerichtet, den Materialeinsatz zu minimieren, was zu dünnen Schirmen
führt. Dünne Schirme aus Silikongummi, insbesondere solche größerer Ausladung sind
u.U. mechanisch instabil, sie neigen zur Deformation während Lagerung und Transport
und können auch mechanisch leicht beschädigt werden. Durch die Auswahl eines geeigneten
Schirmquerschnitts in Verbindung mit dem Neigungswinkel und gegebenenfalls unter Verwendung
von Rillen, Rippen oder Wellungen an den Schirmunterseiten können die Schirme bei
gleichem oder noch größerem Kriechweg mit einer kleineren Ausladung versehen werden
als tellerförmige Schirme und gewinnen dabei durch die versteifende Wirkung der Kontur
an den Schirmunterseiten für dieses weiche flexible Material einen erheblichen Grad
an mechanischer Stabilität. Der Materialeinsatz für die Schirme mit Rillen, Rippen
oder Wellungen ist gering und wird bei weitem durch die dadurch gewonnene Kriechweglänge
kompensiert, da eine Verlängerung des Kriechweges bei flachen tellerförmigen oder
spiralförmigen Schirmen nur über die Durchmesservergrößerung erreicht werden kann,
die in die Materialrechnung quadratisch eingeht.
[0016] Die erfindungsgemäßen Verbundisolatoren weisen weder Fugen, noch üblicherweise Nähte
auf. An solchen Nähten, die meistens ein senkrecht auf der Schirmhülle stehendes,
in Längsrichtung des Isolators verlaufendes Häutchen aufweisen, können sich Schmutzpartikel
lokal anhäufen und elektrotechnisch störend auswirken. Die gekrümmten und geneigten
spiralförmigen Schirme sind besonders bei Regen von Vorteil, da das Regenwasser nicht
die Spirale nach unten abläuft, sondern aufgrund der Schirmform nach außen abgelenkt
wird und abtropft.
[0017] Es ist bekannt, daß an allen Arten Hochspannungsisolatoren im Betrieb sichtbare elektrische
Entladungen und Teillichtbögen auftreten können. Diese Entladungen sind sehr intensiv
und insbesondere am spannungsseitigen Ende des Isolators im Bereich des Strunkes zwischen
Kappe und dem ersten hinter der Kappe folgenden Schirm energiereich. Beobachtungen
haben ergeben, daß diese Entladungen bevorzugt am Strunk und an den Strunk-nahen Teilflächen
der Schirmunterseiten auftreten. Die Entladungsintensität entlang der Längsachse des
Isolators nimmt mit zunehmender Entfernung vom spannungsführenden Leiter ab. Auch
bei Kunststoffverbundisolatoren mit tellerförmigen Schirmen können zwischen Kappe
und erstem darauffolgendem Schirm - insbesondere in Gebieten mit hoher Luftverschmutzung
- Entladungen auftreten, die Erosionen in der Schirmhülle und in schweren Fällen Zerstörung
der Isolatoren hervorrufen. Der tellerförmige Schirm wirkt als Barriere, die den Auslauf
der Entladungen in Richtung auf die Erdseite des Isolators verhindert.
[0018] Bei dem erfindungsgemäßen Kunststoffverbundisolator, der nur spiralförmige Schirme
aufweist, können die Entladungen entlang dem Strunk weiter wandern, wobei ihre Intensität
abklingt. Es entstehen hierbei keine großen lokalen Stromdichten, die Erosionen verursachen
können.
[0019] Bei der Herstellung von Kunststoffverbundisolatoren kann entsprechend der Erfindung
ein hoher Anteil an Kautschuk im Vergleich zu einem konventionellen Kunststoffverbundisolator
gleicher Länge und gleichen Kriechwegs eingespart werden. Im allgemeinen ist mit einer
Ersparnis von etwa 40 % zu rechnen. Die folgende Tabelle führt für zwei verschiedene
Typen jeweils für Verbundisolatoren nach dem Stand der Technik und nach der Erfindung
die entsprechenden Daten im Vergleich auf; die Kenndatenzum Gewicht gelten für eine
diskontinuierliche Herstellung, bei der die Strunkenden nicht gänzlich mit einem Mantel
bedeckt wurden:
| Verbundisolator Typ |
Schirme |
Baulänge |
Kriechweg |
Gewicht Schirmhülle |
Gewichtsersparnis |
| 30/3(168) 430 |
3 Tellerschirme |
430 mm |
550 mm |
730 g |
- |
| 1 Spiralschirm mit 11,25 Windungen |
430 mm |
550 mm |
319 g |
56 % |
| 30/2(168) 405 |
2 Tellerschirme |
405 mm |
405 mm |
520 g |
- |
| 1 Spiralschirm mit 7,5 Windungen |
405 mm |
405 mm |
234 g |
55 % |
[0020] Die erfindungsgemäßen Verbundisolatoren können nach folgenden Verfahren hergestellt
werden:
[0021] Ein Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffverbundisolators ist dadurch gekennzeichnet,
daß auf einen faserverstärkten Kunststoffkern ein Haftmittel aufgebracht wird, daß
der so vorbehandelte Kunststoffkern in einen Extruder oder in eine Kolbenpresse, die
einen Pinolenkopf mit einem drehbaren Mundstück aufweisen, eingeführt wird, daß die
Transportgeschwindigkeit des Kunststoffkerns mit der Drehgeschwindigkeit des drehbaren
Mundstücks gekoppelt ist, daß die Masse zur Herstellung der Schirmhülle um den vorbehandelten
Kunststoffkern herum verdichtet und durch das drehbare Mundstück gepreßt wird, so
daß der vorbehandelte Kunststoffkern in Längsrichtung mit einer einteiligen Schirmhülle
aus Mantel und Schirm/Schirmen in Form einer oder mehrerer Spiralen versehen wird.
Außerdem kann der Kunststoffkern hierbei in einen Extruder oder in eine Kolbenpresse
drehend eingeführt werden, wobei die Transportgeschwindigkeit des Kunststoffkerns
mit seiner Drehgeschwindigkeit gekoppelt sein kann.
[0022] Bei einem anderen Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffverbundisolators wird
ein Haftmittel auf einen faserverstärkten Kunststoffkern aufgebracht, wobei der so
vorbehandelte Kunststoffkern in einen Extruder oder in eine Kolbenpresse, die einen
Pinolenkopf mit einem Mundstück aufweisen, drehend eingeführt wird, wobei die Transportgeschwindigkeit
des Kunststoffkerns mit seiner Drehgeschwindigkeit gekoppelt ist und die Masse zur
Herstellung der Schirmhülle um den vorbehandelten Kunststoffkern herum verdichtet
und durch die Öffnung des Mundstücks gepreßt wird, so daß der vorbehandelte Kunststoffkern
in Längsrichtung mit einer einteiligen Schirmhülle aus Mantel und Schirm/Schirmen
in Form einer oder mehrerer Spiralen versehen wird.
[0023] Hierbei kann das Haftmittel auf den Kunststoffkern vor dem Umhüllen mit Masse durch
Aufspritzen, Aufstreichen oder Tauchen aufgebracht werden. Das Haftmittel dient üblicherweise
als Hilfsmittel zum Vulkanisieren und kann auf Basis Silan verwendet werden. Es kann
als Flüssigkeitsfilm von z.B. etwa 1 µm Stärke auf dem Kunststoffkern aufgebracht
sein.
[0024] Die Verfahren können kontinuierlich oder diskontinuierlich, mit konstanter oder wechselnder
Geschwindigkeit durchgeführt werden. Die Geschwindigkeit der Dreheinrichtungen bzw.
der Transporteinrichtung kann in weiten Grenzen variiert werden, jedoch ist darauf
zu achten, daß es nicht aufgrund zu hoher Geschwindigkeit zu einem Abscheren zwischen
dem beschichteten Kunststoffkern und der Kautschukmasse kommt, da sonst insbesondere
die Schirme abgerissen werden können. Bei der Herstellung kann die Größe oder/und
die Form der Öffnung eines Mundstücks während des Extrudierens mittels Extruder oder
Kolbenpresse verändert werden, insbesondere wenn eine geeignete Einrichtung zur Veränderung
der Öffnung bereitgestellt ist; beispielsweise können die spiralförmigen Schirme seitlich
zu den Kappen hin mit Ausläufen gepreßt werden. Die Enden der spiralförmigen Schirme
können aber auch seitlich zu den Kappen hin zu Ausläufen gefast, abgerundet oder abgearbeitet
werden. Die Enden der spiralförmigen Schirme können auch einfach abgeschnitten werden,
wobei ein leichtes Verrunden der Kanten vorteilhaft ist. Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen
Isolatoren ist zu beachten, daß der Pinolenkopf beim Extrudieren vollständig und ohne
Lufteinschlüsse mit Masse gefüllt wird und die Masse für die Schirmhülle ohne Lufteinschlüsse
ausgestoßen wird. Das Herstellverfahren für den Strunk wird im wesentlichen dadurch
abgeschlossen, daß der Kunststoffkern mit der Schirmhülle durch Vulkanisieren verbunden
wird. Das Vulkanisieren kann hinter dem Pinolenkopf in einer Heizstrecke erfolgen.
Hierbei ist zu beachten, daß auch der äußere Bereich des Kunststoffkerns eine ausreichende
Temperatur zum Vulkanisieren erreicht. Es hat sich gezeigt, daß die Verwendung eines
Haftmittels für das Ergebnis des Vulkanisierens sehr förderlich sein kann, weil so
eine chemische Verbindung zwischen den beiden zusammenzuvulkanisierenden Teilen ohne
Blasen und ohne Spalte erzeugt werden kann. In Blasen oder Spalten kann sich Wasser
ansammeln, das zu einer elektrotechnischen Beeinträchtigung, in erster Linie durch
Glimmentladungen, führen kann. Glimmentladungen können zu Lichtbögen führen, die den
Isolator zerstören können.
[0025] Die erfindungsgemäßen Verbundisolatoren können mit Hilfe der folgenden Vorrichtungen
hergestellt werden:
[0026] Eine Vorrichtung zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Kunststoffverbundisolators
umfaßt einen Extruder oder eine Kolbenpresse, einen Pinolenkopf, ein Mundstück mit
Öffnung und eine Transporteinrichtung für den Kunststoffkern und ist dadurch gekennzeichnet,
daß das Mundstück mit einer Dreheinrichtung ausgestattet ist. Eine andere Vorrichtung
zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Kunststoffverbundisolators enthält einen Extruder
oder eine Kolbenpresse, einen Pinolenkopf, ein Mundstück mit Öffnung und eine Transporteinrichtung
für den Kunststoffkern, wobei die Transporteinrichtung mit einer Dreheinrichtung für
den Kunststoffkern ausgestattet ist. Das Mundstück kann eine Profilscheibe enthalten,
die federnd gelagert ist, und birgt eine Öffnung, die bevorzugt in einer Profilscheibe
angeordnet ist. Die Öffnung kann eine zur Transportachse des Kunststoffkerns zentrisch
angeordnete kreisförmige Ausnehmung aufweisen, die in mindestens eine etwa zapfenförmige
Ausweitung in radialer oder abgewinkelter Richtung übergeht. Die Öffnung kann im Bereich
der etwa zapfenförmigen Ausweitung mindestens eine Einengung oder mindestens eine
von dieser Ausweitung abzweigende zweite Ausweitung aufweisen. Sie kann mit einer
Einrichtung versehen sein, mit der die Öffnung während des Betriebs in der Größe oder/und
in der Form verändert werden kann. Die kreisförmige Ausnehmung der Öffnung kann einen
Durchmesser aufweisen, der mindestens 0,2 mm größer ist als der Durchmesser des Kunststoffkerns
an der zugehörigen Stelle beim Transportieren durch die Öffnung.
[0027] Das zur Formgebung der Schirmhülle dienende Profilwerkzeug kann so einfach gebaut
werden, daß auf Kundenwünsche bezüglich Strunk- und Schirm-Design schnell, flexibel
und kostengünstig reagiert werden kann und keine teuren Werkzeuge speziell für einen
Typ bereitgestellt werden müssen.
[0028] Der erfindungsgemäße Hochspannungsisolator in Verbundbauweise, sein Herstellverfahren
und die zugehörige Vorrichtung soll beispielhaft anhand von vier Zeichnungen verdeutlicht
werden:
[0029] Figur 1 zeigt einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Kunststoffverbundisolators.
Der mittlere Abschnitt des Isolators 1 enthält einen Strunk 2 und einen spiralförmig
hierum gewundenen Schirm 6. Der Strunk 2 enthält einen faserverstärkten Kunststoffkern
3, der aus epoxidharzumhüllten Glasfasern bestehen kann, die "endlos" und bei zylindrischen
Kernen achsparallel angeordnet sind, und eine Schirmhülle 4: Der Kunststoffkern 3
ist umhüllt von einer fugenlos geformten Schicht des Mantels 5, die ohne Fugen in
den spiralförmigen Schirm 6 übergeht. Ein Ausschnitt der Figur 1 ist als Längsschnitt
gezeichnet, in dem die Sehne der die Oberseite der Schirme in Längsrichtung des Isolators
schneidenden Querschnittsfläche mit der Längsrichtung einen Winkel α von 30 ° bis
80 °, vorzugsweise von 40 ° bis 70 °, einschließt. Hier ist der Querschnitt eines
Schirms 17 gut zu erkennen. Die Übergänge der Oberseite 7 bzw. der Unterseite 8 des
spiralförmigen Schirmes 6 in die Oberfläche des Mantels 9 können scharfkantig, vorzugsweise
aber verrundet ausgeführt sein 10 bzw. 11, insbesondere mit einem Radius von 0,1 bis
12 mm. Figur 1 zeigt ein Beispiel eines erfindungsgemäßen Isolators mit konstanten
Durchmessern, mit einem zylindrischen Strunk 2 ohne Hohlraum und mit einem einzigen
spiralförmig gewundenen Schirm 6 von konstantem Querschnitt. Alternativ können auch
mehrere Schirme gleichen oder unterschiedlichen Querschnitts bzw. Schirme mit Rippen,
Rillen oder Wellungen 14 unterschiedlicher Ausrichtung und Anordnung verwendet werden.
Figur 1 zeigt auch nicht die Strunkenden 16 mit den Ausläufen 15 der Schirme und nicht
die Kappen 19, die üblicherweise als Metallarmaturen ausgeführt sind. Die Kappen dienen
zur Übertragung der Zugkraft vom Kunststoffkern 3 zu der nicht dargestellten Isolatorenaufhängung
bzw. -befestigung. Die Kappe kann z.B. aus Stahl, Gußeisen oder anderen metallischen
Werkstoffen bestehen und durch radiale Kompression mit dem Ende des Kunststoffkerns
3 verbunden sein. Außerdem werden der Abstand zwischen zwei Schirmabschnitten 12 und
die Ausladung des Schirms 13 dargestellt.
[0030] Figur 2 stellt eine Vorrichtung 20 zur Herstellung des Kunststoffverbundisolators
1 im Bereich eines Extruders 21 dar. Die Masse 24 für die Herstellung der Schirmhülle
4 wird durch den Extruder 21 in den Pinolenkopf 22 gefördert. Die Einrichtung für
den Haftmittelauftrag 37, die Transporteinrichtung 26 für den Kunststoffkern 3 mit
der Verdrehsicherung 36, der Pinolenkopf 22 mit dem drehbaren Mundstück 23 sowie die
Heizstrecke 35 zum Vulkanisieren der Schirmhülle sind so achsial angeordnet, daß der
Kunststoffkern 3 zentrisch durch entsprechende Ausnehmungen geführt werden kann. Das
Mundstück 23 wird durch den Antrieb 33 und 34 angetrieben.
[0031] Figur 3 gibt einen Teilschnitt des Auslaufendes des Pinolenkopfes 22 und des drehbaren
Mundstücks 23 wieder. Mitten durch den Pinolenkopf 22 und in geringem Abstand zur
Pinole 43 wird der Kunststoffkern 3 hindurchgeführt, um den die Masse 24 für die Schirmhülle
4 hinter der Pinole 43 und durch den Spalt 45 der in etwa kreisförmigen Ausnehmung
30 zwischen Kunststoffkern 3 und Rand der Öffnung 25 sowie durch die Ausweitung 31
und ggbfs. durch eine zweite Ausweitung 32 gepreßt und in die Form von Mantel 5 und
spiralförmigem Schirm 6 geformt wird. Das Mundstück 23 ist über das Kugellager 41
drehbar um den Pinolenkopf 22 gelagert. Die Profilscheibe 29 mit der Öffnung 25 ist
mit dem Gehäuse des drehbaren Mundstücks 23 über Schrauben 38 und Druckfedern 39 verbunden.Der
Querschnitt der Öffnung 25 gibt den Querschnitt der dort geformten Schirmhülle 4 vor.
Der Innenraum des Pinolenkopfes 22 wird zwischen Profilscheibe 29 und Gehäuse des
Mundstücks 23 durch einen Dicht- und Gleitring 40, der vorteilhaft aus PTFE sein kann,
abgedichtet. Das Anzugmoment muß für alle Schrauben 38 gleich groß sein, damit der
Druck auf die Profilscheibe und den Dicht- und Gleitring 40 über den gesamten Umfang
in etwa gleich verteilt wird. Das Anzugdrehmoment muß so hoch sein, daß im Betrieb
keine Masse 24 im Bereich des Dicht- und Gleitrings 40 austreten kann, aber ein einwandfreies
Drehen des Mundstücks 23 gewährleistet ist. Eine genaue Drehmomenteinstellung, ein
Ausgleich der Deformation des Dicht- und Gleitrings 40 und somit ein ununterbrochener
Kontakt zwischen Profilscheibe 29 und Dicht- und Gleitring 40 wird hierzu über die
Druckfedern 39 erreicht. Auf diese Weise läßt sich eine zuverlässige Abdichtung erzielen.
Das auf den Kunststoffkern 3 aufgebrachte Haftmittel wird in keiner der Figuren dargestellt.
[0032] Figur 4 verdeutlicht links mit mehreren Teildarstellungen verschiedene Profilscheiben
29 eines drehbaren Mundstücks 23 mit unterschiedlich geformten Öffnungen 25, die kreisförmige
Ausnehmungen 30 aufweisen, die in etwa zapfenförmige Ausweitungen 31 in radialer oder
abgewinkelter Richtung übergehen und je nach Erfordernis gekrümmt oder gerade ausgerichtet
sein können. Zusätzlich können von den Ausweitungen 31 zweite Ausweitungen 32 seitlich
abzweigen, um Rippen oder Wellungen 14 anzuformen. Die Profischeibe 29 kann über Befestigungsbohrungen
46 mit dem Gehäuse des drehbaren Mundstücks 23 verbunden werden. Eine Einrichtung,
die die Öffnung 25 während des Extrudierens in der Größe oder/und in der Form verändert,
wird hier nicht dargestellt. Die Veränderung der Öffnung 25 kann über die Extrusionsdauer
für einen Isolator gleichmäßig erfolgen, z.B., um den Strunk konisch auszugestalten,
oder kurzzeitig, um z.B. Querrippen zu erzeugen. Rechts neben den Teildarstellungen
der verschiedenen Profilscheiben 29 werden Längsschnitte ausschnittsweise durch den
Strunk 2 aus Kunststoffkern 3 und Mantel 5 sowie durch den spiralförmigen Schirm 6
wiedergegeben, die mittels der links gezeigten Öffnungen 25 gewonnen werden können.
[0033] Grundsätzlich bestimmt die Form und Größe der Öffnung 25 den Querschnitt der Schirmhülle
4. Der resultierende Schirmquerschnitt 17 ist bei diesem plastischen, noch nicht vulkanisierten
Material Jedoch nicht mit der Form der Öffnung 25 identisch. Bei dieser Fertigung
entsteht in der Regel ein mehr oder weniger geneigter und krümmter spiralförmiger
Schirm 6. Dieser Schirm 6 erhält meistens eine Form, bei der er näher am Strunk 2
dicker ist und zum Rand des Schirmes 6 dünner wird. Die Änderung der Drehgeschwindigkeit
kann bei gleichartiger Öffnung 25 zu einem anders geformten Schirmquerschnitt 17 führen.
In den Teildarstellungen a bis d werden verschiedene Varianten der Öffnung 25 und
die daraus resultierenden Schirmquerschnitte 17 dargestellt. Mit einfachen Mitteln
kann daher die Zahl, Größe und Form der spiralförmigen Schirme 6 beeinflußt werden.
[0034] Die Erfindung wurde vorstehend beispielhaft an einem Hochspannungsisolalator für
Freileitungen, am Herstellverfahren und anhand der für die Herstellung benötigten
Vorrichtung näher erläutert. Selbstverständlich kann ein erfindungsgemäßer Verbundisolator
als Hochspannungs- oder als Gehäuse für elektrische Apparate, insbesondere in Freiluftanwendungen,
genutzt werden, wobei die verschiedensten Einsatzbereiche in Frage kommen. Die Erfindung
kann auch vorteilhaft in solchen Fällen angewendet werden, wo konventionelle Isolatoren
festgelegter Bauhöhe in atmosphärischen Verschmutzungsgebieten elektrische Probleme
hinsichtlich Überschlägen bereiten. Mit Hilfe der Erfindung können Isolatoren gebaut
werden, deren Kriechweg bei gleichbleibender Bauhöhe den atmosphärischen Bedingungen
angepaßt werden können.
1. Kunststoffverbundisolator (1) enthaltend einen Strunk (2) und mindestens einen Schirm
und Kappen (19), bei dem der Strunk einen faserverstärkten Kunststoffkern (3) und
um diesen Kern herum einen Mantel (5) einer Schirmhülle (4) enthält und bei dem die
Schirmhülle aus dem Mantel und mindestens einem um den Strunk spiralförmig laufenden
Schirm (6) gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Schirmhülle einteilig und
ohne Fugen geformt ist.
2. Kunststoffverbundisolator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß seine Schirmhülle
(4) eine glatte Oberfläche ohne Längsnähte und ohne Quernähte aufweist.
3. Kunststoffverbundisolator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Oberseite (7) der spiralförmigen Schirme (6) konvex geformt ist.
4. Kunststoffverbundisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Unterseite (8) der spiralförmigen Schirme (6) konkav geformt ist.
5. Kunststoffverbundisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Unterseite (8) der spiralförmigen Schirme (6) eine Wellung oder mindestens
eine Rippe oder mindestens eine Rille aufweist.
6. Kunststoffverbundisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sehne der die Oberseite der Schirme in Längsrichtung (L) schneidenden Querschnittsfläche
mit der Längsrichtung (L) einen Winkel α von 30 ° bis 80 ° einschließt.
7. Kunststoffverbundisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kunststoffkern mit Fasern aus alkaliarmem Glas verstärkt ist.
8. Kunststoffverbundisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schirmhülle (4) Kautschuk enthält, der bei erhöhter Temperatur vulkanisierbar
ist.
9. Kunststoffverbundisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die spiralförmigen Schirme (6) seitlich zu Kappen (19) hin Ausläufe (15) aufweisen.
10. Kunststoffverbundisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein spiralförmiger Schirm (6) im mittleren Bereich des Strunkes (2)
unterbrochen ist und seitlich von dieser Unterbrechung Ausläufe (15) oder im Bereich
der Unterbrechung eine verringerte Ausladung (13) aufweist.
11. Kunststoffverbundisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein spiralförmiger Schirm (6) mit einem über die Länge variierenden
Schirmquerschnitt (17) versehen ist.
12. Kunststoffverbundisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß erst in größerem Abstand von einer Kappe (19) mindestens ein spiralförmiger Schirm
(6) mit einem Auslauf (15) angeformt ist.
13. Kunststoffverbundisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß er mindestens zwei spiralförmige Schirme (6) aufweist, die einen von einander
abweichenden Schirmquerschnitt (17) zeigen.
14. Kunststoffverbundisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß er zumindest in einem Bereich des Strunkes (2) mit einer dichten Folge von Schirmabschnitten
im Längsschnitt - ähnlich einem Kamm - ausgestattet ist.
15. Kunststoffverbundisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß am Strunk mindestens an einem Strunkende (16) mindestens ein tellerförmiger Schirm
(18) angeformt oder aufgebracht ist.
16. Kunststoffverbundisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die spiralförmigen Schirme (6) - außer an den Enden der Ausläufe (15) - eine Ausladung
(13) senkrecht zum Strunk (2) ab Oberfläche des Mantels (9) von 5 bis 100 mm, insbesondere
von 10 bis 70 mm, besonders bevorzugt von 15 bis 40 mm aufweisen.
17. Kunststoffverbundisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand (12) zwischen zwei Schirmabschnitten in Längsrichtung L nahe der Oberfläche
des Mantels gemessen 5 bis 1000 mm, insbesondere 10 bis 500 mm, besonders bevorzugt
20 bis 100 mm beträgt.
18. Kunststoffverbundisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kunststoffkern zylindrisch, bauchig gewölbt oder konisch ausgebildet ist.
19. Kunststoffverbundisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kunststoffkern ein Vollstab oder ein Hohlkörper ist.
20. Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffverbundisolators nach einem der Ansprüche
1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß auf einen faserverstärkten Kunststoffkern (3)
ein Haftmittel aufgebracht wird, daß der so vorbehandelte Kunststoffkern in einen
Extruder (21) oder in eine Kolbenpresse, die einen Pinolenkopf (22) mit einem drehbaren
Mundstück (23) aufweisen, eingeführt wird, daß die Transportgeschwindigkeit des Kunststoffkerns
mit der Drehgeschwindigkeit des drehbaren Mundstücks gekoppelt ist, daß die Masse
(24) zur Herstellung der Schirmhülle (4) um den vorbehandelten Kunststoffkern herum
verdichtet und durch das drehbare Mundstück gepreßt wird, so daß der vorbehandelte
Kunststoffkern in Längsrichtung mit einer einteiligen Schirmhülle aus Mantel und Schirm/Schirmen
in Form einer oder mehrerer Spiralen versehen wird.
21. Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffverbundisolators nach einem der Ansprüche
1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß auf einen faserverstärkten Kunststoffkern (3)
ein Haftmittel aufgebracht wird, daß der so vorbehandelte Kunststoffkern in einen
Extruder (21) oder in eine Kolbenpresse, die einen Pinolenkopf (22) mit einem Mundstück
(23a) aufweisen, drehend eingeführt wird, daß die Transportgeschwindigkeit des Kunststoffkerns
mit seiner Drehgeschwindigkeit gekoppelt ist, daß die Masse (24) zur Herstellung der
Schirmhülle (4) um den vorbehandelten Kunststoffkern herum verdichtet und durch die
Öffnung (25) des Mundstücks gepreßt wird, so daß der vorbehandelte Kunststoffkern
in Längsrichtung mit einer einteiligen Schirmhülle aus Mantel und Schirm/Schirmen
in Form einer oder mehrerer Spiralen versehen wird.
22. Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffverbundisolators nach Anspruch 20, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kunststoffkern (3) in einen Extruder (21) oder in eine Kolbenpresse
drehend eingeführt wird und daß die Transportgeschwindigkeit des Kunststoffkerns mit
seiner Drehgeschwindigkeit gekoppelt ist.
23. Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffverbundisolators nach Anspruch 20 oder 21,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Haftmittel auf den Kunststoffkern (3) vor dem Umhüllen
mit Masse (24) durch Aufspritzen, Aufstreichen oder Tauchen aufgebracht wird.
24. Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffverbundisolators nach einem der Ansprüche
20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß ein Haftmittel auf Basis Silan verwendet wird.
25. Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffverbundisolators nach einem der Ansprüche
20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe oder/und die Form der Öffnung (25)
eines Mundstücks (23, 23a) während des Extrudierens verändert wird.
26. Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffverbundisolators nach einem der Ansprüche
20 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die spiralförmigen Schirme seitlich zu den
Kappen (19) hin mit Ausläufen (15) gepreßt werden.
27. Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffverbundisolators nach einem der Ansprüche
20 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der spiralförmigen Schirme seitlich
zu den Kappen (19) hin zu Ausläufen (15) gefast, abgerundet oder abgearbeitet werden.
28. Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffverbundisolators nach einem der Ansprüche
20 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffkern mit der Schirmhülle durch
Vulkanisieren verbunden wird.
29. Vorrichtung (20) zur Herstellung eines Kunststoffverbundisolators nach einem der Ansprüche
1 bis 19, die einen Extruder (21) oder eine Kolbenpresse, einen Pinolenkopf (22),
ein Mundstück (23 oder 23a) mit Öffnung (25) und eine Transporteinrichtung (26) für
den Kunststoffkern enthält, dadurch gekennzeichnet, daß das Mundstück mit einer Dreheinrichtung
(27) ausgestattet ist.
30. Vorrichtung (20) zur Herstellung eines Kunststoffverbundisolators nach einem der Ansprüche
1 bis 19, die einen Extruder (21) oder eine Kolbenpresse, einen Pinolenkopf (22),
ein Mundstück (23 oder 23a) mit Öffnung (25) und eine Transporteinrichtung (26) für
den Kunststoffkern enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung mit
einer Dreheinrichtung (27a) für den Kunststoffkern ausgestattet ist.
31. Vorrichtung nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, daß das Mundstück (23
oder 23a) eine Profilscheibe (29), die federnd gelagert ist, mit Öffnung (25) enthält.
32. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 28 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung
eine zur Transportachse des Kunststoffkerns zentrisch angeordnete kreisförmige Ausnehmung
(30) aufweist, die in mindestens eine etwa zapfenförmige Ausweitung (31) in radialer
oder abgewinkelter Richtung übergeht.
33. Vorrichtung nach Anspruch 31, durch gekennzeichnet, daß die Öffnung (25) im Bereich
der etwa zapfenförmigen Ausweitung (31) mindestens eine Einengung oder mindestens
eine von dieser Ausweitung abzweigende zweite Ausweitung (32) aufweist.
34. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 30 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung
(25) mit einer Einrichtung (28) versehen ist, mit der die Öffnung während des Betriebs
in der Größe oder/und in der Form verändert werden kann.
35. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 31 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß die kreisförmige
Ausnehmung (30) der Öffnung (25) einen Durchmesser aufweist, der mindestens 0,2 mm
größer ist als der Durchmesser des Kunststoffkerns an der zugehörigen Stelle beim
Transportieren durch die Öffnung.
36. Verwendung eines Kunststoffverbundisolators nach einem der Ansprüche 1 bis 19 als
Hochspannungsisolator oder als Gehäuse für elektrische Apparate, insbesondere bei
Freiluftanwendungen.