[0001] Die Erfindung betrifft eine Kathodenstrahlröhre nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Aus der DE 30 10 807 A1 ist eine Kathodenstrahlröhre bekannt, bei der ein keramischer
Ring als Trägerkörper eine ebene Fläche und gegenüberliegend eine kegelstumpfförmige
Vertiefung aufweist. Eine erste ebene Gitterelektrode ist auf der ebenen Seite und
eine Zweite Gitterelektrode auf der gegenüberliegenden Seite des Trägerkörpers befestigt,
wobei die zweite Gitterelektrode mit einem Kegelstumpfabschnitt in die Vertiefung
ragt. Der Trägerkörper weist eine zentrale Öffnung auf, in welcher sich die beiden
Gitterelektroden mit koaxial ausgerichteten Strahlöffnungen gegenüberstehen.
[0003] Die US-A-3032674 beschreibt eine Gitteranordnung für eine Kathodenstrahlröhre, bei
welcher metallische Scheibenelektroden durch keramische Isolierscheiben gegeneinander
isoliert sind. Die zentralen Aperturöffnungen der Scheibenelektroden sind durch feinmaschige
Elektrodengitter überspannt. Der geschichtete Gitteraufbau ist durch Schrauben zusammengehalten.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kathodenstrahlröhre anzugeben,
deren Gitteranordnung kostengünstig mit hoher Präzision herstellbar ist und zu verbesserten
Abbildungseigenschaften führt.
[0005] Die Erfindung ist im Patentanspruch 1 beschrieben. Die Unteransprüche enthalten vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.
[0006] Die bei der Gitteranordnung der erfindungsgemäßen Kathodenstrahlröhre zum Einsatz
kommenden Teile sind mit hoher Präzision kostengünstig herstellbar und zu der verbundenen
Anordnung zusammensetzbar. Die verbundene Gitteranordnung ist kompakt, mechanisch
stabil und einfach handhabbar und kann außerhalb der Röhre zusammengesetzt und geprüft
werden. Die Distanzglieder gewährleisten die hochgenaue Einhaltung vorgegebener gegenseitiger
Gitterelektrodenabstände ohne gesonderte Justiermaßnahmen. Durch Überdeckungen vermeidende
Gestaltung und Anordnung der Gitterelektroden und ggf. anderer leitender Schichten
und Elemente wird eine besonders kapazitätsarme Gitteranordnung für Kathodenstrahlröhren
mit sehr hoher Steuersignalfrequenz erreicht, so daß insbesondere bei gleicher Bildrate
eine höhere Bildauflösung einer Monitorröhre möglich ist.
[0007] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von Beispielen unter Bezugnahme auf die Abbildungen
noch eingehend veranschaulicht. Dabei zeigt
- FIG. 1
- einen Querschnitt durch eine Gitteranordnung einer erfindungsgemäßen Kathodenstrahlröhre
- FIG. 2
- vorteilhafte Ausführungsformen von Gitterelektroden
- FIG. 3
- weitere Beispiele vorteilhafter Gestaltung und Anordnung von Gitterelektroden
- FIG. 4
- einen Aufbau nach einer bevorzugten Ausführungsform
- FIG. 5
- eine zusammengesetzte Gitteranordnung des Aufbaus nach FIG. 4
- FIG. 6
- einen Schichtaufbau über dem Umfangswinkel
[0008] Die in FIG. 1 skizzierte Gitteranordnung zeigt einen bevorzugten Anwendungsfall der
Erfindung in einer Kathodenstrahlröhre mit einem ersten Gitter mit einer Gitterelektrode
G1 und einem zweiten Gitter mit zwei getrennten, in Strahlrichtung Z aufeinander folgenden
Gitterelektroden G21 und G22. Die Gitter dienen zur Fokussierung und Intensitätsteuerung
des von einer Kathode K emittierten Elektronenflusses. Aufbau und Befestigung der
Kathode über eine Kathodenhülse W und Trägerplatte P in Halterungen H sind in verschiedener
Form bekannt und nicht Gegenstand der Erfindung.
[0009] Die Gitterelektroden sind als ebene Bleche oder Metallfolien mit einer Dicke von
typischerweise 0,05mm bis 0,5mm ausgebildet. Die mittlere Gitterelektrode G21 ist
von Gitterelektrode G22 durch ein Distanzglied S2 und von der Gitterelektrode G1 durch
ein Distanzglied S1 getrennt und gegen diese elektrisch isoliert. Die Distanzglieder
sind als Ringscheiben mit kreisförmiger Innenöffnung OD ausgeführt. Die Distanzglieder
bestehen vorzugsweise aus Keramik insbesondere Al
2O
3-Keramik und sind mit den Gitterelektroden fest verbunden. Als Verbindungstechnik
wird vorteilhafterweise Löten eingesetzt. Die Schichtenfolge von abwechselnd metallischer
Elektrode und keramischem Distanzglied ist vorteilhafterweise nach beiden Seiten durch
weitere keramische Glieder in Form von Ringscheiben SO und S3 abgeschlossen, die gleichfalls
mit den Gitterelektroden G1 bzw. G22 verlötet sind.
[0010] Die Distanzglieder S1, S2 und die weiteren keramischen Glieder SO und S3 weisen nicht
notwendigerweise, aber vorzugsweise gleiche Durchmesser dD der kreisförmigen Innenöffnungen
auf. Die Gitterelektroden weisen jeweils eine zentrale Strahlöffnung OS auf. Die Durchmesser
der Strahlöffnungen sind im Regelfall nicht einheitlich für alle Gitterelektroden
und mit Werten von O,1 bis 0,7mm klein gegenüber den Durchmessern dD der Distanzglieder,
die typischerweise im Bereich von 1mm bis 5mm liegen. An den Gitterelektroden sind
nach außen weisende Anschlußfahnen A1 bzw. A21 bzw. A22 vorgesehen.
[0011] Die Gitterelektroden bestehen vorteilhafterweise aus einem Material, das einen ähnlichen
Temperaturausdehnungskoeffizienten besitzt wie das Material der Distanzglieder. Beispielsweise
bestehen die Distanzglieder aus Al2O3-Keramik und die Gitterelektroden aus Molybdän,
Titan oder aus einer Legierung mit der Bezeichnung FeNi42. Als Material für die Distanzglieder
und die weiteren Ringglieder SO, S3 ist auch Quarz mit einer gegenüber Al2O3-Keramik
niedrigeren Dielektrizitätskonstante im Hinblick auf eine Verringerung der Gitterkapazität
vorteilhaft.
[0012] Die Dicken der Distanzglieder S1, S2 bestimmen im wesentlichen den gegenseitigen
Abstand der Gitterelektroden. Die Dicken der Distanzglieder liegen typischerweise
im Bereich von 0,05mm bis 1,0mm. Die verschiedenen Distanzglieder S1, S2 besitzen
im Regelfall unterschiedliche Dicken. Für den gegenseitigen Abstand der Gitterelektroden
ist eventuell noch die Dicke von Lotschichten zwischen Distanzglied und Gitterelektroden
zu beachten und bei der Dimensionierung mit zu berücksichtigen. Bei der bevorzugten
Verwendung von Lot in Form von zwischen die Distanzglieder und die Gitterelektroden
zu legenden Lötfolien ist von einer Dicke der Lotschichten von typischerweise 5µm
bis 40µm auszugehen. Alternativ zur Verwendung von Lötfolien können auch die Oberflächen
von Gitterelektroden und Distanzgliedern (sowie den zusätzlichen Ringgliedern SO,
S3) mit lötgeeigneten Beschichtungen versehen werden. Andere Techniken, bei welchen
die Materialien der Gitterelektroden (und Ringglieder) und der Distanzglieder so aufeinander
abgestimmt sind, daß eine feste Verbindung ohne Zwischenmaterial herstellbar ist,
sind gleichfalls vorteilhaft geeignet. Beispielsweise kann aus kupferhaltigen Molybdänblechen
bei hohen Temperaturen Kupfer zur Blechoberfläche diffundieren und dort eine feste
Verbindung mit der Keramik der Distanzglieder bewirken.
[0013] Für die Herstellung der verbundenen Gitteranordnung aus Gitterelektroden G1, G21,
G22, Distanzgliedern S1, S2 und zusätzlichen Ringgliedern SO, S3 werden die einzelnen
vorgefertigten Elemente ggf. unter Zwischenfügen von Lötfolien gestapelt. Vorzugsweise
sind die Gitterelektroden zuvor mit den Strahlöffnungen versehen und mittels einer
Zentrierlehre, z.B. einem Dorn, können die verschiedenen Gitterelektroden mit koaxialer
Ausrichtung der Strahlöffnungen justiert werden. Die Elemente des Stapels werden durch
Erhitzen miteinander verlötet und ergeben eine kompakte, mechanisch stabile und leicht
handhabbare Gitteranordnung, die mit den übrigen Komponenten des Strahlerzeugungs-
und Fokussierungssystems, insbesondere der Kathodenanordnung verbunden wird. Die Einhaltung
eines wichtigen Abstands der ersten Gitterelektrode G1 von der Kathode kann durch
eine separate Vormontage und Justierung einer Kathodenbaugruppe mit Kathodenhülse
W, Trägerplatte P, Halterungen H und Abstandsring R gewährleistet werden
[0014] Eine Gitteranordnung mit kreisscheibenförmigen Gitterelektroden G1, G21, G22 ähnlich
der aus der US-A-3032674 bekannten Anordnung würde wegen der großen gegenüberstehenden
Flächen und der geringen Elektrodenabstände eine relativ hohe Kapazität zwischen den
Gitterelektroden zeigen, die sich bei Austeuerung eines oder mehrerer dieser Gitter
mit einem hochfrequenten Steuersignal ungünstig auf die maximale Signalfrequenz auswirkt.
Zur Verringerung der Gitterkapazität werden die Gitterelektroden vorteilhafterweise
so strukturiert und angeordnet, daß sich eine möglichst geringe Überdeckung der Elektrodenflächen
ergibt.
[0015] Die in FIG. 2 (A) und (B) skizzierten vorteilhaften Beispiele für eine Gestaltung
von Gitterelektroden zu einer verbundenen Anordnung mit drei Gitterelektroden G1,
G21, G22 wie im Beispiel Nach FIG. 1 weisen jeweils ein Mittelteil M um die Strahlöffnung
OS auf, das vorzugsweise eine im wesentlichen kreisförmige Kontur zeigt und dessen
Durchmesser im Bereich des Durchmessers der Innenöffnung OD des Distanzgliedes S liegt
und von diesem vorzugsweise um weniger als 30% abweicht. Das Mittelteil ist über einen
steuersignalführenden Abschnitt U der Gitterelektrode mit der Anschlußfahne A verbunden.
Im Beispiel nach FIG. 2 (A) ist der Durchmesser des Mittellteils größer als der der
Innenöffnung OD, so daß das Mittelteil an seinem gesamten Umfang zwischen zwei benachbarte
Distanzglieder bzw. zusätzliche Ringglieder S reicht und dort gehalten ist. Bei dem
in FIG. 2 (B) skizzierten Beispiel ist der Durchmesser des Mittelteils kleiner als
die Innenöffnung OD. Das Mittelteil ist dann über den Abschnitt U und ggf. eine oder
mehrere sich bis in den Bereich zwischen die Glieder S erstreckende Haltelaschen L
gehalten. Der Verbindungsabschnitt U nimmt weniger als ein Drittel-Kreissegment der
Fläche zwischen den Gliedern S ein und kann insbesondere für die Funktion der Signalzuführung
auch wesentlich schmäler sein. In den nicht von der Gitterelektrode beanspruchten
Flächenbereichen zwischen den Gliedern S sind weitere Elemente N angeordnet, welche
diesselbe Dicke besitzen wie die der Abschnitt U der Gitterelektrode. Diese weiteren
Elemente N erfüllen die mechanische Funktion der festen Verbindung der Glieder S bei
Gewährleistung der Parallelausrichtung verbundener Glieder S. Zur Vermeidung unerwünschter
kapazitiver Verkopplungen verschiedener Gitterelektroden sind die Gitterelektroden,
bei metallischer Ausführung die weiteren Elemente N sowie eine ggf. vorhandene Lotschicht
in der Ebene senkrecht zur Strahlachse in elektrisch gegeneinander isolierte Teilbereiche
strukturiert mit dem Ziel geringer Gitterkapazität. Für geeignete Strukturen sind
eine Vielzahl von Möglichkeiten denkbar, wobei auch jeweils noch die mechanischen
Eigenschaften und die Handhabbarkeit bei der Herstellung Berücksichtigung finden können.
Wesentlich ist, daß sich die Gitterelektroden in Richtung parallel zur Strahlachse
Z möglichst wenig unmittelbar überdecken und andere Leiterstrukturen keine oder nur
geringe gemeinsame Überdeckungen mit verschiedenen Gitterelektroden zeigen. Die Überdeckungen
der Elektroden im Bereich um die Strahlöffnungen sind aus elektrisch funktionalen
Gründen unvermeidbar und bewirken eine Mindestkapazität der Gitteranordnung.
[0016] Die in FIG. 2 (A) und (B) skizzierte Ausgestaltung der Gitterelektroden und der zusätzlichen
Elemente N mit einer in drei Kreisringsegmente unterteilten leitenden Schicht zwischen
zwei isolierenden Gliedern S ermöglicht den Einsatz weitgehend gleicher Strukturen
in den drei Gitterelektrodenebenen der Anordnung nach FIG. 1, die sich dann lediglich
in der Schichtdicke und der Weite der Strahlöffnungen zu unterscheiden brauchen, wobei
die Verbindungsabschnitte der Gitterelektroden in den verschiedenen Ebenen jeweils
um 120 Grad gegeneinander verdreht angeordnet sind. Es resultiert eine einfach aufbaubare
mechanisch stabile Anordnung mit sehr geringer Gitterkapazität.
[0017] In FIG. 3 sind aus der Vielzahl von geeigneten Strukturen der Leiterschichten weitere
Beispiele für in drei Leiterebenen ähnliche Strukturierungen skizziert. In der Ausführung
nach FIG. 3 (A) sind die einzelnen Gitterelektroden in Form von Kreisringen und schmalen
radialen Zuleitungsstegen zwischen Anschlußfahne und Mittelteil ausgeführt, wobei
eine geringe Überdeckung dadurch erreicht wird, daß die Kreisringe unterschiedliche
Radien besitzen und die radialen Zuleitungsstege winkelversetzt ausgerichtet sind.
Die Ausführung nach FIG. 3 (B) sieht für die Gitterelektroden wiederum schmale Zuleitungsstege
zwischen Anschlußfahnen und Mittelteilen und zusätzlich je zwei Haltelaschen zu jedem
Mittelteil vor. Die verschiedenen Gitterelektroden sind so gegeneinander verdreht
angeordnet, daß weder die Zuleitungsstege noch die Haltelaschen Überdeckungen aufweisen.
Die mechanische Stabilität kann erhöht werden durch an den Zuleitungsstegen unterbrochene
elektrisch isolierte Kreisringe.
[0018] Die Ausführung nach FIG. 3 (C) kann aus der Ausführung nach FIG. 2 abgeleitet werden,
indem statt der sich über einen weiten Radiusbereich erstreckenden Segmente von jeweils
ca. 120 Grad schmälere Kreisringe realisiert und die Verbindungsabschnitte U zu Verbindungsstegen
verschlankt werden.
[0019] Die FIG 4 zeigt Elemente einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung alleinstehend,
aber bereits in Andeutung ihrer relativen Position bei der Zusammensetzung einer Gitteranordnung.
Mit G ist eine Gitterelektrode bezeichnet, welche eine Anschlußlasche A, einen Zuleitungsabschnitt
U, ein Mittelteil M mit zentraler Strahlöffnung OS sowie ein über das Mittelteil hinausragendes
Halteelement U' aufweist. Seitlich von dieser Gitterelektrode G sind isolierende Keramiksegmente
KS skizziert, welche für die Zusammensetzung der Anordnung näher an die Elektroden
G gerückt werden und mit ihren äußeren und inneren Umfängen vorzugsweise Kreise um
die zentrale Strahlöffnung OS beschreiben mit Innenkreisradius ri und Außenkreisradius
ra.
[0020] Das Zusammenrücken der Keramiksegmente KS zur Elektrode G hin ist durch Pfeile am
unteren Rand der Keramiksegmente KS angedeutet. Die Keramiksegmente KS und die Gitterelektrode
G weisen zumindest annähernd die gleiche Dicke senkrecht zur Zeichenebene auf. Diese
Dicke liegt beispielsweise im Bereich von 150 µm.
[0021] In der FIG 4 ist weiter ein Kranz von Lötsegmenten LS skizziert, welche regelmäßig
um die Strahlachse angeordnet sind. In radialer Richtung von der Strahlachse aus sind
diese Lötsegmente LS so dimensioniert und angeordnet, daß ihre der Strahlachse zugewandte
Kante einen größeren Abstand zur Strahlachse aufweist als der Innenkreisradius der
Keramiksegmente KS. Die der Strahlachse abgewandte Kante der Lötsegmente LS liegt
der Strahlachse näher als der Außenradius der Keramiksegmente KS. Die Anzahl der Lötsegmente
innerhalb eines Kranzes und damit auch deren Winkelerstreckung hängt von der Anzahl
der Gitterelektroden der Gitteranordnung ab und beträgt bei den beschriebenen bevorzugten
Aufbau das vierfache der Anzahl der Gitterelektroden. Im skizzierten Beispiel mit
drei Gitterelektroden G1, G21 und G22 sind somit 12 Lötsegmente LS mit einem gegenseitigen
Winkelversatz von 30 Grad und einer Winkelausdehnung von weniger als 30 Grad je Lötsegment-Kranz
vorgesehen. Die Dicke der Lötsegmente senkrecht zur Zeichenebene der FIG 4 ist im
Regelfall wesentlich geringer als die Dicke der Keramiksegmente KS und Gitterelektrode
E und beträgt typischerweise 25 µm.
[0022] Für den Zusammenbau einer Gitteranordnung nach der bevorzugten Ausführungsform sind
weiter kreisringförmige Distanzglieder aus isolierendem Material, vorzugsweise Keramik
vorgesehen. Diese sind in der Anordnung der FIG 1 mit S0 S1, S2 und S3 bezeichnet.
Für den Schichtaufbau der bevorzugten Ausführungsform werden in gleicher Weise abwechselnd
solche isolierenden Distanzglieder und Elektrodenschichten aus einer Gitterelektrode
und zwei Keramikscheiben KS jeweils unter Zwischenfügung einer Lötsegment-Schicht
aufeinandergeschichtet, wobei die Längsachsen der Elektrodenteile E in aufeinanderfolgenden
Elektrodenschichten vorzugsweise um regelmäßige Winkel von im Beispielsfall 120 Grad
gegeneinander versetzt sind. Die Lötsegment-Schichten können jeweils einen vollständigen
Kranz von Lötsegmenten enthalten. Vorzugsweise sind eher die Segmentpositionen, welche
senkrecht zu den Schichtebenen in Verlängerung einer Elektrodenposition und nicht
direkt bei einer Elektrode liegen, nicht besetzt, um kapazitive Einflüsse von auf
nicht definiertem Potential floatenden leitenden Schichten weitestgehend zu vermeiden.
[0023] In FIG 5 ist eine zusammengesetzte Gitteranordnung dieser Art skizziert. Dabei ist
zu Illustrationszwecken teilweise eine Transparenz in Strahlrichtung angenommen, um
auch eigentlich verdeckte Konturen darstellen zu können. Die mehreren Gitterelektroden
G1, G21 und G22 sind um jeweils 120 Grad gegeneinander versetzt angeordnet und zeigen
eine Überdeckung mit ihren Mittelteilen M. Die Strahlöffnungnen OS und Mittelteile
M liegen konzentrisch um die Strahlachse. Die Elektroden zeigen dagegen in den Zuleitungsabschnitten
U und den Halteabschnitten U
' keine Überdeckung untereinander und auch nicht indirekt über die leitenden Lötsegmente
LS. Mit den schraffierten Bereichen ist eine weitere Ausführungsform der Gitterelektroden
angedeutet, bei welcher die Elektroden teilweise in den schraffierten Bereichen dünner
geätzt sind und damit nur in den Randbereichen der Zuleitungs- und Halteabschnitte
mit den benachbarten keramischen Distanzgliedern verlötet sind. Hierdurch können mechanische
Spannungen aufgrund der Materialunterschiede von keramischen Distanzgliedern und metallischen
Elektroden verringert werden. Hierdurch ergibt sich eine symmetrische, aus wenigen
verschiedenen Elementen aufgebaute und äußerst kapazitätsarme Gitteranordnung.
[0024] In FIG. 5 sind mit T1, T2, T3, ...... aufeinanderfolgende Winkelsegmente im Uhrzeigersinn
bezeichnet, auf welchen die Darstellung der FIG. 6 beruht. Die FIG. 6 zeigt die Schichtung
der Anordnung nach FIG. 5 nach Form einer Umfangsabwicklung mit Unterteilung in Segmente
entsprechend einem Fortschreiten entlang eines Drehwinkels von 0 Grad bis 360 Grad.
In der Schichtdarstellung wird so unterschieden zwischen einer Schicht LD aus je einem
kreisringförmigen isolierenden Distanzglied B, einer Lötsegmentschicht LL mit kranzförmig
liegenden Lötsegmenten LS, sowie einer Elektrodenschicht LE mit Gitterelektroden und
isolierenden Keramiksegmenten KS. Sowohl die Distanzglieder S als auch die Elektrodenschichten
LE sind nicht notwendigerweise von gleicher Dicke vielmehr kann durch Variation insbesondere
der Abstände der Gitterelektroden der Feldverlauf im Bereich der Strahlöffnungen beeinflußt
werden. Der Schichtaufbau mit abwechselnden Distanzgliedern und Elektrodenschichten
mit zwischengefügten Lötsegmentschichten ist unter Verweis auf FIG 1 und FIG 5 nicht
weiter erklärungsbedürftig.
[0025] Deutlich wird in dem Schichtaufbau, daß in keiner Schicht eine leitende Verbindung
zwischen zwei Winkelsegmenten besteht. Auf diese Weise wird zuverlässig eine kapazitive
Verkopplung zwischen den verschiedenen Elektroden außerhalb des Bereichs der Mittelteile
vermieden. Ferner sind wie bereits als bevorzugte Ausführung genannt, in den einzelnen
Lötsegmentschichten nicht alle Winkelsegmente mit Lötsegmenten besetzt, sondern lediglich
die Winkelsegmente, welche entweder direkt an eine Gitterelektrode grenzen (T2, T8
für die Elektrodenschicht mit Gitterelektrode G22) oder im gesamten Aufbau keine Gitterelektrode
enthalten (T1, T3, T5, T7, T9, T11).
[0026] Die Erfindung ist nicht auf die im einzelnen skizzierten Beispiele beschränkt sondern
im Rahmen des fachmännischen Könnens in einer Vielzahl von Ausführungsformen realisierbar.
Insbesondere ist die Anzahl der Gitterelektroden variabel. Die Außenkontur der verbundenen
Anordnung ist nicht notwendig kreisförmig und Distanzglieder und Gitterelektroden
können unterschiedliche Außenkonturen aufweisen.
1. Kathodenstrahlröhre mit einer mehrere Gitterelektroden umfassenden Gitteranordnung,
bei welcher in Strahlrichtung aufeinanderfolgende Elektroden durch isolierende Distanzglieder
mit Innenöffnungen getrennt und Elektroden und Distanzglieder mechanisch verbunden
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden ein Mittelteil mit zentraler Strahlöffnung
und ein Anschlußteil aufweisen, und daß die Mittelteile der Elektroden sich in Strahlrichtung
überdecken, die Anschlußteile sich hingegen nicht überdecken.
2. Kathodenstrahlröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Distanzglieder und
Elektroden eben ausgebildet sind.
3. Kathodenstrahlröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die nicht von
Anschlußteilen der Elektroden beanspruchten Bereiche zwischen benachbarten Distanzgliedern
Zusatzsegmente mit zumindest annähernd gleicher Dicke wie die Anschlußteile der Elektroden
eingefügt sind.
4. Kathodenstrahlröhre nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzsegmente
elektrisch isolierte metallische Segmente sind.
5. Kathodenstrahlröhre nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzsegmente
aus Isoliermaterial, insbesondere aus Keramik bestehen.
6. Kathodenstrahlröhre nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gitterelektroden und ggf. eingefügte Zusatzsegmente mit den Distanzgliedern verlötet
sind.
7. Kathodenstrahlröhre nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Durchmesser der Innenöffnungen der Distanzglieder groß sind gegenüber den Durchmessern
der Strahlöffnungen in den Gitterelektroden.
8. Kathodenstrahlröhre nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das Mittelteil ungefähr die Abmessung der Innenöffnungen der der Gitterelektrode benachbarten
Distanzglieder besitzt.
9. Kathodenstrahlröhre nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittelteil kleiner
als die Innenöffnungen der Distanzglieder ist und mindestens eine zwischen die benachbarten
Distanzglieder reichende Haltelasche aufweist.
10. Kathodenstrahlröhre nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittelteil an
seinem gesamten Umfang zwischen die Distanzglieder reicht.