[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Glanzbeschichtung von Teilen, vorzugsweise
für Fahrzeuge, insbesondere Fahrzeugrädern bzw. Feigen. Das Verfahren dient vorzugsweise
zur Beschichtung von Leichtmetallrädern, um auf diesen einen metallischen Glanz zu
erzeugen. Das Verfahren ist gleichermaßen anwendbar für Fahrzeugteile, die sowohl
im Innern als auch außen eingesetzt werden. Desweiteren ist dieses Verfahren auch
anwendbar für Gebrauchsgegenstände verschiedenster Anwendungsgebiete, um einen besonderen
optischen Effekt oder eine Verbesserung der Gebrauchseigenschaften sowie des Korrosionsschutzes
zu erzielen. Das sind beispielsweise Gehäuse von Geräten sowie Instrumente.
Gegenstand der Erfindung ist auch ein nach dem Verfahren hergestelltes Fahrzeugteil,
vorzugsweise Fahrzeugrad.
[0002] Es ist bekannt, derartige Gegenstände - insbesondere Fahrzeugräder - zum Schutz gegen
Korrosion mit einem Schichtsystem aus Lack zu versehen (G 81 03 758 U1). Auf einer
katodisch abgeschiedenen Elektrotauchlack-Grundierungsschicht wird eine pigmentierte
Decklackschicht aufgebracht, die mittels Elektronenstrahlen gehärtet wird. Auf diese
Schicht wird eine weitere Decklackschicht aus einem Klarlack aufgebracht, die ebenfalls
mittels Elektronenstrahlen gehärtet wird. Der Nachteil besteht darin, daß nur bedingt
metallisch glänzende Farben erzeugt werden können.
[0003] Es ist bekannt, farbige Schichten auf Leichtmetallrädern zu erzeugen (EP 0 525 867
A1). Dazu wird ein Zweischichtsystem aufgebracht, wobei beide Schichten Lackschichten
sind. Die erste Schicht besteht aus einem die Grundfarbe enthaltenden Lack, und die
zweite Schicht besteht aus einem Glimmerpigmente enthaltenen transparenten Lack. Der
Nachteil besteht darin, daß damit kein echter metallischer Glanz erzielt, sondern
durch die Pigmentierung nur nachgebildet wird.
[0004] Es ist allgemein bekannt, Schichten mit verschiedenen Farb- und Glanzeffekten auf
Gegenständen durch Vakuumbeschichtung, insbesondere Magnetron-Zerstäubung, abzuscheiden.
[0005] In einer Vakuumkammer werden die zu beschichtenden Gegenstände gegenüber einem oder
mehreren Targets, die aus dem Material oder einer Komponente der abzuscheidenden Schicht
bestehen, angeordnet. Zwischen dem Target und den Gegenständen wird eine Gasentladung
so gezündet, daß sich ein Plasma ausbildet und Teilchen vom Target abgestäubt werden.
Als Targetmaterialien werden Metalle, Metalllegierungen oder Metallverbindungen eingesetzt.
Metallverbindungen lassen sich jedoch auch durch reaktive Magnetron-Zerstäubung abscheiden,
indem ein Metall zerstäubt wird und ein Reaktivgas, wie z.B. O
2, N
2, zusätzlich in die Vakuumkammer eingelassen wird. Durch eine entsprechende Materialauswahl,
eventuell in Verbindung mit einem Prozeßgas, sind die Schichten in verschiedenen Farben
herstellbar.
Um derart aufgestäubte Schichten bei geringen Beanspruchungen gegen Korrosion und
Zerstörung durch mechanischen Verschleiß zu schützen, werden nach PVD- und CVD-Verfahren
harte und verschleißfeste Schichten als Überzug auf die metallisch glänzenden Schichten
abgeschieden. Der Nachteil derart geschützter metallisch glänzender Schichten besteht
darin, daß für hohe mechanische und korrosive Beanspruchungen, denen beispielsweise
Fahrzeugräder ausgesetzt sind, dieser Schutz unzureichend ist. Die Herstellung der
Schutzschichten ist außerdem zu teuer.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Glanzbeschichtung von
Teilen, vorzugsweise von Fahrzeugteilen, insbesondere Fahrzeugrädern, zu schaffen,
mit dem eine Vielzahl unterschiedlicher Metallglanzfarbtöne auf deren Oberfläche oder
Bereichen derselben erzeugt werden soll. Vorzugsweise sollen Fahrzeugräder aus Metall,
insbesondere aus Leichtmetalllegierungen, und dabei bevorzugt deren sichtbare Flächen,
beschichtet werden. Die Glanzbeschichtung soll auch beständig gegen Korrosion sein
und hohe mechanische Belastungen aushalten, wie es z.B. bei Fahrzeugrädern gegen Abrieb
und Steinschlag der Fall ist. Das Verfahren und die danach beschichteten Teile sollen
kostengünstig herstellbar bzw. beschichtbar sein.
[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit den Merkmalen der Patentansprüche 1, 2 oder
3 und 11 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen
4 bis 10 und 12 bis 21 beschrieben.
[0008] Erfindungsgemäß wird die Glanzbeschichtung von Teilen, insbesondere von Fahrzeugrädern,
bevorzugt deren sichtbarer Bereich, durch die Kombination mehrerer Schichten erzeugt.
In einer Ausführungsform wird in einem ersten Verfahrensschritt eine korrosionshemmende,
glättende Lackgrundschicht aus z.B. einem verlaufsoptimierten Pulver-Einbrennlack
oder einem Sputter-Lack in bekannter Weise aufgebracht. Anschließend wird in einem
zweiten Verfahrensschritt auf die zu beschichteten Teile in einer Vakuumkammer durch
Magnetron-Zerstäubung eine Hochglanzschicht mit einer Dicke von 10 nm bis 5 µm, vorzugsweise
100 nm bis 500 nm abgeschieden. Je nach herzustellendem Farbton wird die Hochglanzschicht
durch ein Metall, eine Metalllegierung oder eine Metallverbindung erzeugt. In Abhängigkeit
vom zu erreichenden Farbton der Hochglanzschicht und dem verwendeten Beschichtungsmaterial,
d.h. dem Targetmaterial, wird die entsprechende Variante der Magnetron-Zerstäubung
eingesetzt. Wesentliche Varianten sind das reaktive Zerstäuben von Targets aus dem
Beschichtungsmaterial durch Einlassen eines Reaktivgases oder Reaktivgasgemisches,
z.B. O
2, N
2, niedermolekulare Kohlenwasserstoffe, oder das nichtreaktive Zerstäuben, Gleichstrom-Zerstäuben
oder das Puls-Magnetron-Zerstäuben, bei dem die elektrische Energie pulsförmig zugeführt
wird. Weiterhin können ein oder mehrere Targets verwendet werden, wobei bei mehreren
Targets diese vorzugsweise alternierend als Anode und Katode geschaltet werden.
[0009] Besonders vorteilhaft für die Herstellung einer aus einer mehrkomponentigen Verbindung,
z.B. Titan-Aluminium-Nitrid, bestehenden Hochglanzschicht ist dabei das an sich bekannte
reaktive Puls-Magnetron-Sputtern, wozu einfache Targets der Metalle Titan und Aluminium
in einer reaktiven Stickstoff-Atmosphäre eingesetzt werden. Das Puls-Magnetron-Sputtern
erlaubt einerseits eine stabile, sichere und reproduzierbare Prozeßführung, die mit
anderen Beschichtungsverfahren wegen häufig auftretender elektrischer Überschläge
(des sogenannten Arcing) nicht möglich ist. Andererseits läßt sich durch rein elektrische
Mittel, nämlich die Einstellung der Pulse zu den Pausenzeiten, für die Targets der
beiden unterschiedlichen Metalle die Schichtzusammensetzung und damit die Farbe der
Glanzschicht in weiten Grenzen einstellen und konstant halten.
In einem abschließenden Verfahrensschritt wird auf die Hochglanzschicht eine transparente,
verschleißfeste Decklackschicht in bekannter Weise aufgebracht. Diese Decklackschicht,
auf einer Basis von Acrylaten oder Polyurethan oder Epoxydharz oder aus einer organischanorganischen
Verbindung, vorzugsweise Ormocer, bestehend, besitzt eine Dicke von 0,5 µm bis 100
µm.
Es wurde gefunden, daß nur durch die Kombination von zwei bekannten Verfahrensschritten
des Auftragens von Lack in Folge mit dem Aufstäuben einer Schicht im Vakuum zwischen
den beiden Verfahrensschritten ein Schichtsystem entsteht, welches den hohen Anforderungen
an den optischen Eindruck und den Korrosionsschutz gerecht wird.
[0010] Eine vorteilhafte Ausführung der Glanzbeschichtung erfolgt derart, die Oberfläche
der Teile, insbesondere deren zu beschichtende Bereiche, vor dem Aufbringen der korrosionshemmenden,
glättenden Lackgrundschicht mechanisch zu glätten und danach eine Chromatschicht aufzubringen.
[0011] Des Weiteren ist es vorteilhaft, in einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens nach
der Chromatschicht und vor der korrosionshemmenden Lackgrundschicht eine Pulverlackschicht
auf die Chromatschicht aufzubringen.
[0012] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens besteht auch darin, die Deckschicht
aus Lack - als die letzte des Schichtsystems - auf der Hochglanzschicht in einem CVD-Prozeß
aufzubringen.
[0013] So werden durch die Magnetron-Zerstäubung Schichten mit optisch dekorativen Eigenschaften
hergestellt, die mit herkömmlichen Lackierungsverfahren in Bezug auf Farbe und Glanz
nicht herstellbar sind. Die in großer Auswahl herstellbaren Farbtöne sind metallisch
glänzend, d.h. es wird keine Metallisierung durch entsprechende Pigmentierung imitiert.
Die Farbpalette reicht von dunklem und hellem Silber, über Gold, rötlich Braun bis
hin zu Violett. Als besonders vorteilhaft hat sich das System Titan-Aluminium-Stickstoff
erwiesen. Allein mit diesem System läßt sich eine große Anzahl der Farbtöne herstellen.
Es sind aber auch andere Systeme, z.B. Zirkonium-Aluminium-Stickstoff und Titan-Zirkonium-Stickstoff,
zur Herstellung weiterer Farbtöne einsetzbar. Weitere Farbtöne sind durch Kupfer oder
Messing erreichbar.
[0014] Darüber hinaus ist das Aufstäuben der Hochglanzschicht mittels Magnetron-Zerstäubung
einfach und kostengünstig. Es wird eine gute allseitige Beschichtung der dreidimensionalen,
kompliziert geformten Teile erreicht, welche mit anderen Vakuumbeschichtungsverfahren,
wie Elektronenstrahlverdampfen, Bogenverdampfen, Verdampfen aus Schiffchen oder Ionenplattieren,
nicht erreichbar ist.
[0015] Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß mit dem erfindungsgemäßen Verfahren die relativ
empfindliche Hochglanzschicht auch gegenüber großen Belastungen und Umwelteinflüssen,
z.B. Angriff durch Laugen und Säuren, geschützt wird. Die Elastizität der relativ
dicken Lackgrund- und Decklackschicht trägt wesentlich dazu bei, hohe mechanische
Einwirkungen, wie Steinschlag und Abrieb abzumildern. Außerdem wird mit der Lackgrundschicht
ein Korrosionsschutz der zu beschichteten Teile erreicht und Rauhigkeiten der Oberfläche,
wie sie z.B. geschmiedete oder gegossene Leichtmetallräder besitzen, werden ausgeglichen.
Damit wird für die nachfolgende Beschichtung mit der Hochglanzschicht eine glatte
Oberfläche geschaffen und die Haftfestigkeit dieser Schicht verbessert.
Durch die Beigabe von Zusatzstoffen zur transparenten Decklackschicht ist es möglich,
zusätzlich den Glanz der Glanzbeschichtung gezielt einzustellen, so daß mehrere Abstufungen
des Glanzes entsprechend ästhetischen und modischen Anforderungen erreicht werden.
[0016] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung bestehen darin, daß vor dem Aufbringen
der Lackgrundschicht eine mechanische Glättung der zu beschichtenden Oberfläche durchgeführt
wird. Außerdem wird die Haftung der Hochglanzschicht verbessert, wenn vor dem Aufbringen
dieser Schicht eine Vorbehandlung durch Heizen und/oder Ätzen in einem Inert- oder
Reaktivgasplasma oder das Aufbringen einer Haftvermittlerschicht durchgeführt wird.
Bei Leichtmetallrädern ist es vorteilhaft, statt der gesamten Oberfläche nur die sichtbaren
Flächen zu beschichten. Damit werden die Beschichtungskosten reduziert.
[0017] Das Verfahren zur Glanzbeschichtung kann zum Beschichten von Teilen aus Stahl, Leichtmetallen
- wie beispielsweise Magnesium, Titan, Aluminium sowie deren Legierungen -und auch
Kunststoffen angewendet werden. Die aus diesen Materialien hergestellten Fahrzeugteile
sind beispielsweise Spiegelgehäuse, Lüftergitter, Kühlergrille, Türklinken, Bedienknöpfe,
Armaturenteile und dergleichen. Es können alle Fahrzeuginterieur- und -exterieurteile
mit einer Glanzbeschichtung versehen werden. Diese Teile können Gußteile, Spritzteile
oder zusammengesetzte Kunststoff- bzw. Blechteile sein. Bei der Beschichtung von Teilen
aus Kunststoff sind die besonderen Bedingungen bei deren Beschichtung, besonders beim
Aufstäuben der Hochglanzschicht, und der evtl. vorgelagerten Glimmreinigung durch
Anpassung der Prozeßparameter zu berücksichtigen.
[0018] An einem Ausführungsbeispiel in mehreren Varianten wird die Erfindung näher erläutert.
Ein Fahrzeugrad aus einer Leichtmetalllegierung Al, Mg, Ti soll eine violette Glanzbeschichtung
hauptsächlich im Bereich des Felgensternes erhalten. Dazu wird das Fahrzeugrad - nachdem
es mechanisch geglättet ist - in einem ersten Verfahrensschritt in bekannter Weise
mit einem verlaufsoptimierten Pulver-Einbrennlack beschichtet.
[0019] Anschließend wird in einem zweiten Verfahrensschritt das Fahrzeugrad derart in eine
Vakuumkammer eingebracht, daß sich die Außenseite des Fahrzeugrades gegenüber zwei
in der Vakuumkammer angeordneten Targets der Magnetron-Zerstäubungsquellen befindet.
Ein Target ist aus Aluminium und ein Target aus Titan. Nachdem die Vakuumkammer evakuiert
wurde, wird Argon in die Vakuumkammer eingelassen und in dieser Inertgasatmosphäre
eine Glimmentladung gezündet. Das Aufbringen der Hochglanzschicht erfolgt in bekannter
Weise durch Puls-Magnetron-Zerstäuben. Dabei werden das Aluminium- und das Titantarget
alternierend mit einer Frequenz von 10 kHz als Anode und Katode der Glimmentladung
betrieben. Die gesamte den Targets zugeführte Leistung beträgt 15 kW. Zusätzlich werden
80 sccm Stickstoff als Reaktivgas in die Vakuumkammer eingelassen, so daß sich ein
Arbeitsdruck von 2·10
-3 mbar einstellt. Um eine gleichmäßige Beschichtung zu erhalten, wird das Fahrzeugrad
während der Beschichtung um seine Symmetrieachse gedreht. In einer Beschichtungszeit
von 3 Minuten wird eine violette, 200 nm dicke Hochglanzschicht auf dem Fahrzeugrad
abgeschieden.
In einem dritten Verfahrensschritt wird abschließend auf die Hochglanzschicht eine
Decklackschicht auf der Basis von Polyurethan mit einer Dicke von 30 µm in bekannter
Weise aufgebracht.
[0020] Besteht das Teil - im vorliegenden Beispiel das Fahrzeugrad - aus Magnesium, ist
es vorteilhaft, das dem Aufbringen des Schichtsystems vorgeschaltete mechanische Glätten
als sogenannte Glättschleifen auszuüben. Dieser Verfahrensschritt kann aber auch bei
Teilen aus einem anderen Material vorteilhaft sein, um Verunreinigungen auf der Oberfläche
zu entfernen, die sonst die Qualität der Beschichtung ungünstig beeinflussen können.
[0021] Es kann das vorgenannte Verfahren auch dadurch zweckmäßig ausgestaltet werden, indem
nach dem mechanischen Glätten eine Chromatschicht als eine erste Schicht und darauf
eine Pulverlackschicht aufgebracht wird.
[0022] Die Chromatschicht wird vorzugsweise chemisch aufgebracht und hat insbesondere die
Aufgabe, korrosionshemmend zu wirken, wobei die Lackgrundschicht als zusätzliche korrosionshemmende
Schicht eine verminderte Wirkung aufweisen kann. Die Pulverlackschicht bildet einen
plastischen Widerstand gegen äußere Einflüsse, wie Steinschlag bei Fahrzeugrädern.
1. Verfahren zur Glanzbeschichtung von Teilen, vorzugsweise für Fahrzeuge, insbesondere
von Fahrzeugrädern, durch Aufbringen eines Schichtsystems,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- Aufbringen einer korrosionshemmenden, glättenden Lackgrundschicht,
- Aufstäuben einer Hochglanzschicht aus einem Metall, einer Metalllegierung oder einer
Metallverbindung mittels eines Magnetrons im Vakuum,
- Aufbringen einer transparenten, verschleißfesten Deckschicht aus einem Lack.
2. Verfahren zur Glanzbeschichtung von Teilen, vorzugsweise für Fahrzeuge, insbesondere
von Fahrzeugrädern, durch Aufbringen eines Schichtsystems,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- mechanische Glättung der Oberfläche,
- Aufbringen einer Chromatschicht,
- Aufbringen einer korrosionshemmenden, glättenden Lackgrundschicht,
- Aufstäuben einer Hochglanzschicht aus einem Metall, einer Metalllegierung oder einer
Metallverbindung mittels eines Magnetrons im Vakuum,
- Aufbringen einer transparenten, verschleißfesten Deckschicht aus einem Lack.
3. Verfahren zur Glanzbeschichtung von Teilen, vorzugsweise für Fahrzeuge, insbesondere
von Fahrzeugrädern, durch Aufbringen eines Schichtsystems,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- mechanische Glättung der Oberfläche,
- Aufbringen einer Chromatschicht,
- Aufbringen einer Pulverlackschicht,
- Aufbringen einer korrosionshemmenden Lackgrundschicht,
- Aufstäuben einer Hochglanzschicht aus einem Metall, einer Metalllegierung oder einer
Metallverbindung mittels eines Magnetrons im Vakuum,
- Aufbringen einer transparenten, verschleißfesten Deckschicht aus einem Lack.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Hochglanzschicht die Deckschicht in einem CVD-Prozeß aufgebracht wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Aufstäuben der Hochglanzschicht eine Vorbehandlung im Vakuum, vorzugsweise
durch Heizen und/oder Ätzen in einem Inert- oder Reaktivgasplasma durchgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Aufstäuben der Hochglanzschicht eine Vorbehandlung im Vakuum durch Aufbringen
einer Haftvermittlerschicht durchgeführt wird.
7. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochglanzschicht durch Gleichstrom-Zerstäuben oder Puls-Magnetron-Zerstäuben
in einer Inert- oder Reaktivgasatmosphäre aufgestäubt wird.
8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Reaktivgas ein Gas oder Gasgemisch, vorzugsweise O2, N2 oder niedermolekularer Kohlenwasserstoff, eingelassen wird.
9. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zu beschichtenden Teile während dem Aufstäuben der Hochglanzschicht relativ
zu den Targets des Magnetrons bewegt werden.
10. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Glanz des zu beschichtenden Teiles durch die Beigabe von Pigmenten zur transparenten
Decklackschicht eingestellt wird.
11. Beschichtetes Teil, bestehend aus Metall oder Metalllegierung, insbesondere aus Leichtmetall,
mit einem darauf aufgebrachten Schichtsystem, nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens auf den sichtbaren Flächen des Teils das Schichtsystem aufgebracht
ist und daß das Schichtsystem mindestens aus einer korrosionshemmenden, glättenden
Lackschicht, einer Hochglanzschicht aus einem Metall, einer Metalllegierung oder Metallverbindung
und einer transparenten, verschleißfesten Deckschicht aus einem Lack besteht.
12. Beschichtetes Teil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß unter der Hochglanzschicht eine Haftvermittlerschicht aufgebracht ist.
13. Beschichtetes Teil nach Anspruch 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß unter der Lackgrundschicht eine Chromatschicht aufgebracht ist.
14. Beschichtetes Teil nach Anspruch 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Chromatschicht und der Lackgrundschicht eine Pulverlackschicht
aufgebracht ist.
15. Beschichtetes Teil nach Anspruch 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Lackgrundschicht ein verlaufsoptimierter Pulver-Einbrennlack mit einer Dicke
von 100 µm bis 500 µm, vorzugsweise 30 µm bis 300 µm, ist.
16. Beschichtetes Teil nach Anspruch 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochglanzschicht 10 nm bis 5 µm, vorzugsweise 100 nm bis 500 nm, dick ist.
17. Beschichtetes Teil nach Anspruch 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochglanzschicht eine Verbindung aus Titan-Aluminium-Stickstoff ist.
18. Beschichtetes Teil nach Anspruch 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochglanzschicht eine Verbindung aus Zirkonium-Aluminium-Stickstoff ist.
19. Beschichtetes Teil nach Anspruch 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochglanzschicht eine Verbindung aus Titan-Zirkonium-Stickstoff ist.
20. Beschichtetes Teil nach Anspruch 11 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschicht eine organisch-anorganische Verbindung, vorzugsweise Ormocer,
mit einer Dicke von 0,5 µm bis 20 µm, vorzugsweise 2 µm bis 5 µm, ist.
21. Beschichtetes Teil nach Anspruch 11 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Decklackschicht eine organische Schicht auf der Basis von Acrylaten oder
Polyurethan oder Epoxidharz mit einer Dicke von 1 µm bis 100 µm, vorzugsweise 20 µm
bis 30 µm, ist.