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(11) |
EP 0 822 158 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.12.2004 Patentblatt 2004/53 |
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Anmeldetag: 24.07.1997 |
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Einrichtung zum automatischen Positionieren eines von zwei gegeneinander beweglichen
Objekten
System for automatically positioning a movable object in relation to another movable
object
Procédé pour positionner automatiquement un objet mobile par rapport à un autre objet
mobile
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR IT NL |
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Priorität: |
26.07.1996 DE 19630187
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.02.1998 Patentblatt 1998/06 |
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Patentinhaber: Noell Crane Systems GmbH |
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97080 Würzburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Klement, Stefan
97074 Würzburg (DE)
- Häffner, Gerhard
97209 Veitshöchheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Lüdtke, Frank et al |
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Patentanwalt
Schildhof 13 30853 Langenhagen 30853 Langenhagen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 668 237 GB-A- 1 557 640 US-A- 5 089 972
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DE-A- 3 606 363 US-A- 3 891 100 US-A- 5 142 658
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Krananlage entsprechend dem Oberbegriff des ersten Patentanspruches.
[0002] Es ist bekannt, dass sich Krane mit verschiedensten Techniken positionieren lassen,
wobei neuere Verfahren die Anwendung von Laser-Entfernungsmessern beinhalten, die
die Entfernung auf Reflektoren messen und an die Kransteuerung weitergeben. Ein bekanntes
System geht dabei davon aus, dass die Ladeeinheit bzw. die Zielposition von oben sicher
erkannt werden kann. Dies ist aber im Fall von Tragwagen und Wechselbehältern mit
typischem Planenaufbau nicht sicher möglich. Das System kann deshalb nur für formstabile
Container eingesetzt werden. Weiterhin ist es mit dem beschriebenen System nicht möglich,
noch während der Kranfahrt, d. h. bei hoher Krangeschwindigkeit, die Position eines
Transportfahrzeuges zu bestimmen ("Laser - Sensoren für die Kranautomatisierung" in
Heben und Fördern, 42(1992) Nr.11, S.890-892).
[0003] Aus der EP-A-0 342 655 ist eine Containerkrananlage bekannt, welche Container zwischen
verschiedenen Standplätzen oder Transportmitteln umsetzen soll. Die bei diesem System
eingesetzte Sensorik im Spreader zielt direkt von oben auf die Ladeeinheit und deren
obere Eckschläge. Sind obere Eckschläge nicht vorhanden oder läßt der wackelige Planenaufbau
der Ladeeinheit eine genaue Kantenerkennung nicht zu, dies trifft insbesondere auf
Wechselbehälter des kombinierten Verkehrs zu, so läßt sich die genaue Position von
oben nicht bestimmen und das beschriebene System ist nicht universell einsetzbar.
[0004] Die DE-A-43 15 005 beschreibt eine Vorrichtung zur meßtechnischen Erfassung von Winkellagen
eines bewegten Gegenstandes gegenüber seiner Ausgangsstellung. Die im dort beschriebenen
System eingesetzte Sensorik blickt von der Katze nur auf den Spreader. Die Position
der aufzunehmenden Ladeeinheit bzw. deren Zielposition wird aber nicht gemessen.
[0005] Die gattungsbildende DE-A-36 06 363, welche dem Oberbegriff des unabhangigen Anspruchs
1 entspricht, beinhaltet eine Einrichtung zur Bestimmung der Lage eines Fahrzeuges
relativ zu einer Container-Hebevorrichtung. Dabei ist die Hebevorrichtung vorzugsweise
an ihrem Fahrbalken mit mindestens zwei auf der Basis von Ultraschall arbeitenden
Sensoren mit parallel ausgerichteten Achsen und das Fahrzeug zumindest an einer Seite
mit Reflektoren ausgerüstet, wobei der Abstand der Reflektoren untereinander dem der
Sensoren untereinander entspricht und wobei die Anzahl der Reflektoren der bzw. jeder
Seite des Fahrzeuges und die der Sensoren insgesamt sechs beträgt. Die Sensoren sind
über eine Auswerteeinheit mit einem Erkennungsgerät und/oder einer Datenverarbeitungsanlage
verbunden. Neben der oft unzureichenden Genauigkeit der beschriebenen Ultraschallsensorik
ist das dargestellte System durch die ortsfeste Montage am Kranlängsträger in seiner
Wirkung beschränkt. Das System ermittelt weiterhin nur die Position des Fahrzeuges
in Bezug auf den Kranlängsträger, nicht aber zum Lastaufnahmemittel. Dynamische Verformungen
in der Krankonstruktion werden nicht berücksichtigt. Es kann somit nicht immer sichergestellt
werden, dass Lastaufnahmemittel stets die ermittelte Position trifft.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, eine Einrichtung zum
automatischen Positionieren eines von zwei gegeneinander beweglichen Objekten, einer
Krananlage mit Lastaufnahmemittel gegenüber einem die umzuschlagenden Güter tragenden
Transportmittel vorzustellen, mit welchem die Nachteile der aus dem Stand der Technik
bekannten Lösungen vermieden werden können, insbesondere, dass das Lastaufnahmemittel
in kurzer Zeit zuverlässig und sicher die erforderliche Position zum Aufnehmen oder
Absetzen des Gutes verfahren wird.
[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausbildungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 und 7 enthalten.
[0008] Bei der lösungsgemäßen Krananlage mit Lastaufnahmemittel gegenüber einem die umzuschlagenden
Güter tragenden Transportmittel weist der Kran zur Vermessung eines Zielortes mindestens
ein in der Verfahrrichtung frei verfahrendes Mastermeßsystem mit mindestens einer
seitlich dazu am Transportmittel befindlichen Zielmarke auf und ist zu Positionierung
des Lastaufnahmemittels mit mindestens einem, entsprechend angeordnete Zielmarken
erfassenden, Slavesystem am Lastaufnahmemittel oder an der Laufkatze oder zusammen
mit dem Mastermeßsystem am Meßschlitten versehen, durch dessen Signal das Lastaufnahmemittel
in die erforderliche Position zum Aufnehmen oder Absetzen des Gutes verfahren wird.
[0009] Die lösungsgemäße Einrichtung geht im Gegensatz zu den aus dem Stand der Technik
bekannten Lösungen davon aus, dass die zu verladenden Güter bzw. Ladeeinheiten von
oben nicht erkennbar sind. Das Mastersystem ist seitlich auf die Ladeeinheit bzw.
auf die Zielposition (Markierung am Transportmittel) gerichtet und bestimmt somit
die Sollposition für das Lastaufnahmemittel. Das Slavesystem ermittelt hierzu den
Bezug von Lastaufnahmemittel und Mastersystem.
[0010] Nach dem vorgeschlagenen Verfahren ist der Master frei verfahrbar. Zum einen kann
der Master damit durch gesteuertes Verfahren das Transportmittel suchen und sich direkt
vor die Eckbeschläge bzw. Absetzposition stellen und die dort vorliegenden Daten (Bilder
etc.) zur weiteren Überprüfung an ein anderes Rechnersystem versenden. Zum anderen
kann der Vorgang der Positionsbestimmung des zu verladenden Gutes bzw. des Fahrzeuges
schon parallel zur Fahrt eines zur
[0011] Umschlaganlage gehörenden Kranes, und zwar auch bei hoher Krangeschwindigkeit, erfolgen.
[0012] Dadurch wird in vorteilhafter Weise ein zeitoptimaler Positioniervorgang möglich.
Master und Slave verfügen selbstverständlich über die erforderliche Intelligenz zum
Rechnen. Es ist weiterhin möglich, dass Slave und Master in einer Einheit verbunden
sind und der Slave nach oben auf eine Marke am Lastaufnahmemittel zielt. Während des
Senkens der Last blickt der Master auf das Transportmittel und bestimmt somit einen
virtuellen Zielpunkt für das Slavesystem. Der Slave vermißt den Abstand dieses virtuellen
Zielpunktes zur Leitmarke am Lastaufnahmemittel. Hierdurch wird der Positionsversatz
zwischen Lastaufnahmemittel und Transportmittel vermessen.
[0013] Nach einem Merkmal der Erfindung weist der Kran an seinem Längsbalken mindestens
eine Führungsschiene auf, auf der mindestens ein Meßschlitten mit einer Zielmarke
und einem Master in wenigstens einer Achse verfahrbar angeordnet ist. Mindestens ein
Slave ist am Lastaufnahmemittel oder an der Laufkatze installiert. Es sind also zwei
unterschiedliche Varianten der Anordnung des Slave möglich. Wenn der Slave oberhalb
des Lastaufnahmemittels an der Laufkatze installiert ist, dann muß das Lastaufnahmemittel
ebenfalls mindestens eine Zielmarke für den Slave aufweisen. Wenn der Slave direkt
am Lastaufnahmemittel installiert wird, ist keine weitere Zielmarke erforderlich.
Die Anzahl der Mastersysteme ist abhängig von der Anzahl der zu bewältigenden Umschlagpositionen.
Die Anzahl Slavesysteme ist abhängig von der Anzahl der Lastaufnahmemittel und der
möglichen Anzahl verschiedener Größen von Ladeeinheiten.
[0014] Die Position der Zielmarke des Meßschlittens wird vom Slave erfaßt, wobei mit dessen
Signal das Lastaufnahmemittel in die erforderliche Position zum Aufnehmen oder Absetzen
der Ladeeinheit verfahren wird. Der Slave hat also die Aufgabe, den Bezug von Lastaufnahmemittel
zum Mastersystem zu bestimmen, wobei das Mastersystem einen an mindestens einer Seite
des Transportmittels definierten Bezugspunkt als Markierung erfaßt. Dabei kann es
sich um eine extra dafür angeordnete Markierung handeln. Ebensogut kann aber auch
jedes dafür geeignete und sowieso am Transportmittel befindliche Zeichen oder Bauteil
dazu bestimmt werden. Master und Slave verfügen über ein gemeinsames Rechnersystem,
über welches die erforderlichen Positionen zum Aufnehmen oder Absetzen des Gutes errechnet
werden.
[0015] Zur Vermessung des Zielortes sind nach einem weiteren Merkmal der Erfindung als Master
eine Bilderfassungseinrichtung und/oder ein Entfernungssensor angeordnet.
[0016] Diese müssen den jeweiligen Einsatz- und Umweltbedingungen entsprechend ausgewählt
bzw. kombiniert werden.
[0017] Zur Vermessung der Zielmarke durch den Slave werden Bilderfassungseinrichtungen und/oder
Lasersensoren eingesetzt. Diese müssen ebenfalls in Abhängigkeit von den jeweiligen
Einsatz- und Umweltbedingungen ausgewählt bzw. kombiniert werden.
[0018] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird das Mastersystem noch durch ein zusätzliches,
redundantes Ersterkennungssystem unterstützt, um bei der hohen Relativgeschwindigkeit
zwischen Master und Marke die Erkennungssicherheit des Masters zu erhöhen. Das Ersterkennungssystem
ist dann in jedem Master integriert. Während der Vorbeifahrt des Transportmittels
am Master beziehungsweise des Masters am Transportmittel erkennt das Ersterkennungssystem
das Profil des Transportmittels. Da die Position des Ersterkennungssystems bekannt
ist, kann so die Größe, Typ und Lage des Transportmittels vermessen werden. Abhängig
von den örtlichen Witterungsbedingungen sind Meßsysteme auf Magnetsensor-, Mikrowelle-
oder Lasertechnologie einzusetzen.
[0019] Mit dem Einsatz des erfindungsgemäßen am Kran verfahrbaren Meßsystems werden zusammenfassend
folgende Vorteile im Vergleich zum Stand der Technik erzielt:
- ein zeitoptimaler Meßvorgang, schon während der Kranfahrt,
- die Flexibilität, Ladeeinheiten und Transportmittel beliebiger Längen zu vermessen,
- das Loslösen von Kranbautoleranzen,
- die Möglichkeit, einen zuerst unbekannten Referenzpunkt (Marke an Transportmittel)
zu finden und sich auf diesen einzumessen,
- die Möglichkeit, Ladeeinheiten zu vermessen, die keine oberen Eckbeschläge aufweisen.
[0020] Die Erfindung soll durch die nachfolgenden Ausführungsbeispiele näher erläutert werden,
wobei die erfindungsgemäße Einrichtung nur beispielhaft für die beschriebenen Anlagen
erläutert wird.
[0021] In der Zeichnung zeigen die
- Figur 1:
- Schematische Darstellung eines Positioniersystems für Krananlagen zum Umschlagen von
Ladeeinheiten von und/oder auf Transportmitteln mit Slaves am Lastaufnahmemittel in
der Vorderansicht,
- Figur 2:
- Schematische Darstellung des Positioniersystems für Krananlagen zum Umschlagen von
Ladeeinheiten von und/oder auf Transportmitteln nach Figur 1 in der Draufsicht,
- Figur 3:
- Schematische Darstellung eines Positioniersystems für Krananlagen zum Umschlagen von
Ladeeinheiten von und/oder auf Transportmitteln mit Slaves oberhalb des Lastaufnahmemittels
in der Vorderansicht,
- Figur 4:
- Schematische Darstellung des Positioniersystems für Krananlagen zum Umschlagen von
Ladeeinheiten von und/oder auf Transportmitteln nach Figur 2 in der Draufsicht.
- Figur 5:
- Slave und Master sind in einer Einheit verbunden.
- Figur 6:
- Positioniersystem mit zusätzlichem Erkennungssystem.
[0022] Die Figuren 1 und 2 zeigen in einer schematischen Darstellung ein Positioniersystem
für Krananlagen zum Umschlagen von Ladeeinheiten 2 von und/oder auf Transportmitteln
1, bestehend aus einem Kran mit dem Krangerüst 17 und einem Lastaufnahmemittel 14.
Seitlich am Transportmittel 1 sind Zielmarken 3 definiert. Der untere Längsbalken
9 des Krangerüstes 17 weist eine Führungsschiene 11 auf, auf der zwei Meßschlitten
4 mit jeweils einer Zielmarke 7 und einem Master 5, 6 verfahrbar angeordnet sind.
Die Zielmarken 7 sind jeweils an einer Halterung 8 angebracht. Am Lastaufnahmemittel
14 sind zwei Slaves 10 an jeweils einem Befestigungsprofil 12 angeordnet.
[0023] Die Funktionsweise des Systems wird wie folgt beschrieben:
[0024] Noch während der Kranfahrt sucht der Master 5, 6 die entsprechende Zielmarke 3 am
Transportmittel 1. Sobald der Master diese Zielmarke 3 erkannt hat, errechnet er aus
der augenblicklichen Kranposition und der Position des Meßschlittens 4 die Position
des Transportmittels 1 und übergibt diese Position der Kransteuerung als neue Zielposition.
Während der Kran nun diese neue Zielposition anfährt, verfolgt der Master 5, 6 durch
gesteuertes Verfahren des Meßschlittens 4 die Zielmarke 3 am Transportmittel, so dass
sich der Master nun immer mittig vor dieser befindet. Der
[0025] Master mißt nun zusätzlich den Abstand vom Master 5, 6 zum Transportmittel 1 und
überträgt diesen zum Slave 10.
[0026] Während des Senkens des Lastaufnahmemittels 14 mit oder ohne Last betrachtet und
vermißt der Slave 10 die Zielmarke 7 am Meßschlitten 4 und errechnet hieraus und mit
dem bekannten Abstand "Master zu Transportmittel" die augenblickliche Abweichung des
Lastaufnahmemittels 14 zum Transportmittel 1. Dieser Meßwert wird kontinuierlich an
die Kransteuerung übertragen und dient dieser zur genauen Positionierung von Kran
und Katze bzw. des Lastaufnahmemittels 14 gegenüber dem Transportmittel 1.
[0027] Die Figuren 3 und 4 zeigen in einer schematischen Darstellung ein Positioniersystem
für Krananlagen zum Umschlagen von Ladeeinheiten 2 von und/oder auf Transportmitteln
1, bestehend aus einem Kran mit dem Krangerüst 17 und einem Lastaufnahmemittel 14,
wobei oberhalb des Lastaufnahmemittels 14 an der Laufkatze 15 mehrere Slaves 10 angeordnet
sind. Das Lastaufnahmemittel 14 weist mehrere Zielmarken 13 auf. Am Transportmittel
1 sind wiederum die Zielmarken 3 definiert. Der untere Längsbalken 9 des Krangerüstes
17 weist eine Führungsschiene 11 auf, auf der zwei Meßschlitten 4 mit jeweils einer
Zielmarke 7 und einem Master 5, 6 verfahrbar angeordnet sind. Der Meßschlitten 4 ist
in diesem Fall unterhalb des Längsbalkens 9 schwenkbar angeordnet.
[0028] Die Figur 5 zeigt, wie Slave 10 und Master 5, 6 in einer Einheit verbunden sind und
der Slave nach oben auf eine Marke am Lastaufnahmemittel 2 zielt.
[0029] Während des Senkens der Last blickt der Master auf das Transportmittel 1 und bestimmt
somit einen virtuellen Zielpunkt für das Slavesystem. Der Slave vermißt den Abstand
dieses virtuellen Zielpunktes zur Leitmarke 13 am Lastaufnahmemittel. Hierdurch wird
der Positionsversatz zwischen Lastaufnahmemittel und Transportmittel vermessen.
[0030] In Figur 6 ist dargestellt, wie das Mastersystem noch durch ein zusätzliches, redundantes
Ersterkennungssystem 18 unterstützt wird, um bei der hohen Relativgeschwindigkeit
zwischen Master 5, 6 und Marke 3 die Erkennungssicherheit des Masters zu erhöhen.
[0031] Das Ersterkennungssystem 18 ist in jedem Master integriert. Während der Vorbeifahrt
des Transportmittels am Master beziehungsweise des Masters am Transportmittel erkennt
das Ersterkennungssystem das Profil des Transportmittels. Da die Position des Ersterkennungssystems
bekannt ist, kann so die Größe, Typ und Lage des Transportmittels vermessen werden.
Abhängig von den örtlichen Witterungsbedingungen sind Meßsysteme auf Magnetsensor-,
Mikrowelle- oder Lasertechnologie einzusetzen.
1. Krananlage, umfassend eine Laufkatze (15), ein Lastaufnahmemittel (14) und ein Transportmittel
(1) für umzuschlagende Güter (2) sowie eine Einrichtung zum automatischen Positionieren
der Krananlage mit Laufkatze (15) gegenüber dem Transportmittel (1), mit einem Mastersystem
(5, 6) zur Lageerkennung und Definierung der Zielposition,
dadurch gekennzeichnet, dass
zur Vermessung eines Zielortes der Kran mindestens ein in seiner Verfahrrichtung
frei verfahrbares Mastermeßsystem (5, 6) mit mindestens einer gegenüberliegenden,
seitlich am Transportmittel (1) befindlichen Zielmarke (3) aufweist und dass zur Positionierung
des Lastaufnahmemittels (14) mindestens ein Slavesystem (10) am Lastaufnahmemittel
(14) oder an der Laufkatze (15) oder zusammen mit dem Mastermeßsystem (5, 6) am Meßschliltten
(4) installiert ist welches ihm entsprechend am Krain oder am Lastaufnahmemittel (14)
angeordnete Zielmarken (7, 13) erfaßt und wobei durch ein Signal des Slavesystems
(10) das Lastaufnahmemittel (14) in die erforderliche Position zum Aufnehmen oder
Absetzen des Gutes (2) verfahren wird und dass die Vermessung eines Zielortes erfolgt.
2. Kranlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kran an seinem Längsbalken (9) mindestens eine Führungsschiene (11) aufweist,
auf der mindestens ein Meßschlitten (4) mit einer Zielmarke (7) für das Slavesystem
(10) und einem Master (5, 6) verfahrbar angeordnet ist.
3. Krananlage nach den Ansprüchen 1. und 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Meßschlitten (4) mit dem Master (5, 6) und der Zielmarke (7) schwenkbar gelagert
ist.
4. Krananlage nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens ein Slave (10) an der Laufkatze installiert ist, wobei das Lastaufnahmemittel
(14) mindestens eine Zielmarke (13) für den Slave (10) aufweist.
5. Krananlage nach den Ansprüchen 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Mastermeßsystem (5, 6) eine Bilderfassungseinrichtung und/oder Entfernungssensor
und eine Zielmarke (3) umfaßt.
6. Krananlage nach den Ansprüchen 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Slave (10) eine Bildverarbeitungskamera und/oder einen Laserscanner umfaßt.
7. Krananlage nach den Ansprüchen 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Mastermeßsystem (5, 6) und der Slave (10) über ein gemeinsames Rechnersystem verfügen,
über welches die erforderlichen Positionen zum Aufnehmen oder Absetzen des Gutes errechnet
werden.
8. Krananlage nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Mastermeßsystem (5,6) ein redundantes Ersterkennungssystem (18) enthält.
1. A crane system, including a trolley (15), a load receiving means (14) and a transport
means (1) for goods (2) that are to be transshipped as well as a device for automatically
positioning the crane system with the trolley (15) relative to the transport means
(1), with a master system (5, 6) for recognizing the position and defining the target
position,
characterized in that,
for measuring a target location, the crane comprises at least one master measuring
system (5, 6) that is free to move in its travel direction and that has at least one
target mark (3) located opposite laterally to the transport means (1) and that, for
positioning the load receiving means (14), at least one slave system (10) is installed
on the load receiving means (14) or on the trolley (15) or together with the master
measuring system (5, 6) on the measuring carriage (4), said slave system registering,
according to the master measuring system, the target marks (7, 13) disposed on the
crane or on the load receiving means (14) and wherein, in response to a signal of
the slave system (10), the load receiving means (14) is caused to travel to the position
required for lifting or depositing the goods (2) and that measurement of a target
location is performed.
2. The crane system in accordance with claim 1,
characterized in that,
on its longitudinal beam (9), the crane comprises at least one guide rail (11) on
which at least one measuring carriage (4) having one target mark (7) for the slave
system (10) and one master (5, 6) is disposed so as to be travelable.
3. The crane system in accordance with the claims 1 and 2,
characterized in that
the measuring carriage (4) with the master (5, 6) and the target mark (7) is pivotally
carried.
4. The crane system in accordance with the claims 1 through 3,
characterized in that
at least one slave (10) is installed on the trolley, the load receiving means (14)
comprising at least one target mark (13) for the slave (10).
5. The crane system in accordance with the claims 1 through 4,
characterized in that
the master measuring system (5, 6) includes an image capturing device and/or a distance
sensor and a target mark (3).
6. The crane system in accordance with the claims 1 through 5,
characterized in that
the slave (10) includes an image processing camera and/or a laser scanner.
7. The crane system in accordance with the claims 1 through 6,
characterized in that
the master measuring system (5, 6) and the slave (10) have a common computer system
for computing the positions required for lifting or depositing the goods.
8. The crane system in accordance with any of the afore mentioned claims,
characterized in that
the master measuring system (5, 6) contains a redundant initial recognition system
(18).
1. Dispositif de positionnement automatique d'un objet mobile par rapport à un autre
objet mobile, en particulier d'une grue avec un chariot roulant (15) et un moyen de
réception de charges (14) par rapport à un moyen de transport (1) supportant les produits
à transborder (2), comprenant un système maître pour l'identification de position
et la définition de la position cible, caractérisé en ce que, pour mesurer un emplacement cible, la grue présente au moins un système de mesure
maître (5, 6) librement mobile dans sa direction longitudinale avec au moins un repère
de visée (3), situé latéralement par rapport à ce dernier sur le moyen de transport
(1), et en ce que, pour le positionnement du moyen de réception de charges (14), au moins un système
esclave (10) détectant des repères de visée (7, 13) disposés en conséquence est installé
sur le moyen de réception de charges (14) ou sur le chariot roulant (15) ou avec le
système de mesure maître (5, 6) sur le chariot de mesure (4), système dont le signal
déplace le moyen de réception de charges (14) dans la position requise pour recevoir
ou déposer le produit (2).
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la grue présente sur son longeron (9) au moins un rail de guidage (11), sur lequel
est disposé avec une possibilité de déplacement au moins un chariot de mesure (4)
avec un repère de visée (7) pour le système esclave (10) et avec un maître (5, 6).
3. Dispositif suivant les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le chariot de mesure (14) est monté avec une possibilité de pivotement avec le maître
(5, 6) et le repère de visée (7).
4. Dispositif suivant les revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'au moins un esclave (10) est installé sur le chariot roulant, le moyen de réception
de charges (14) présentant au moins un repère de visée (13) pour l'esclave (10).
5. Dispositif suivant les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le système de mesure maître (5, 6) comporte un dispositif de détection d'image et/ou
un capteur de distance et un repère de visée (3).
6. Dispositif suivant les revendications 1 à 15, caractérisé en ce que l'esclave (10) comprend une caméra de traitement d'images et/ou un scanner laser.
7. Dispositif suivant les revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le système de mesure maître (5, 6) et l'esclave (10) disposent d'un système informatique
commun, par l'intermédiaire duquel sont calculées les positions requises pour la réception
ou la dépose du produit.
8. Dispositif suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système de mesure maître (5, 6) renferme un système de première identification
(18) redondant.