[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff des Anspruches
1 zur Steuerung eines Luftstromes in einer Offenend-Spinnvorrichtung.
[0002] Eine solche Vorrichtung ist durch die DE-OS 24 58 538 bekannt. Um Abscheidungen von
den verschiedenen Bereichen der Spinnvorrichtung abzutransportieren, ohne dabei den
Eingriff durch Wartungspersonen zu benötigen, wird der Wartungswagen zu der zu wartenden
Spinnstelle gebracht und mindestens eine Saugluftleitung und evtl. zusätzlich noch
eine Druckluftleitung einer oder mehreren entsprechend vorgesehenen Anschlußöffnungen
in der Abdeckung der Offenend-Spinnvorrichtung zugestellt, woraufhin dann die für
den Schmutzabtransport benötigte Luftströmung zur Wirkung gebracht wird. Es hat sich
aber gezeigt, daß es für bestimmte Reinigungsarbeiten hierbei zu Schwierigkeiten kommen
kann, die nur manuell behoben werden können, indem beispielsweise bei einer Reinigung
der Fasersammelfläche des Spinnrotors der in diesem verbliebene Faserring auf den
in das Innere des Spinnrotors hineinragenden Deckelvorsprung oder -ansatz rutscht
und diesen dann nicht mehr verlassen kann, wodurch ein anschließendes Anspinnen nicht
möglich ist.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zu schaffen, die
eine pneumatische Versorgung der Offenend-Spinnvorrichtung sicherstellt, ohne daß
hierbei Schwierigkeiten provoziert werden, die nur durch einen manuellen Eingriff
beseitigt werden können.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung durch die Merkmale des Anspruches
1 gelöst. Auf diese Weise kann die vorn Wartungswagen aus gesteuerte Luftströmung
weiterhin fließen unabhängig davon, ob sich die Anschlußöffnung in ihrer Schließstellung
oder in ihrer (definierten) Abschwenkstellung befindet. Diese definierte Abschwenkbewegung
ermöglicht zum Beispiel eine Optimierung des Rotorreinigungsvorganges, indem durch
den vergrößerten Abstand zwischen dem offenen Rotorrand und dem Rotordeckel ein Faserring
sicher abgeführt wird, sowie eine vereinfachte Steuerung des Rotorhochlaufs während
des Anspinnvorganges.
[0005] Durch eine Ausbildung des Erfindungsgegenstandes nach Anspruch 2 wird es bei einer
Reinigung des Fasersammelfläche des Spinnrotors ermöglicht, daß die Druckluftströmung
nicht nur dann im Spinnrotor wirksam ist, wenn sich die Anschlußöffnung und damit
auch der von der Anschlußöffnung mitnehmbare Rotordeckel in der Schließstellung befinden;
vielmehr bleibt die Druckluftzufuhr in den Spinnrotor in unvermindertem Maße auch
während des definierten Verschwenkens der Anschlußöffnung und des Rotordeckels aufrechterhalten.
Durch dieses Verschwenken der Anschlußöffnung wird nämlich der Rotordeckel soweit
von der offenen Rotorseite entfernt, daß an dieser Stelle ein vergrößerter Luftspalt
entsteht, der ein Abführen des Faserringes mit Hilfe des an dieser Stelle den Rotorinnenraum
verlassenden Luftstroms derart erleichtert, daß er selbst einen evtl. am Deckelvorsprung
hängengebliebenen Faserring mitnimmt.
[0006] Der Erfindungsgegenstand läßt sich mit Vorteil jedoch nicht nur für die Rotorreinigung
einsetzen. Es hat sich gezeigt, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung auch bei einem
Verfahren zweckmäßig ist, bei welchem die Fasern zunächst über die Eintrittsmündung
eines die Fasern der Fasersammelfläche des Spinnrotors zuführenden Faserspeisekanals
hinweg- und einer Absaugung zugeführt werden, bis sie in zeitlicher Abstimmung mit
der Rücklieferung eines Fadenendes zwecks Anspinnens der Fasersammelfläche wieder
zugeführt werden. Um die erfindungsgemäße Vorrichtung im Zusammenhang mit dem genannten
Verfahren einsetzen zu können, ist der Erfindungsgegenstand in weiterer vorteilhafter
Ausgestaltung nach Anspruch 3 ausgebildet.
[0007] Zur einfachen Konstruktion der Erfindung wird vorteilhafterweise eine Ausbildung
des Erfindungsgegenstandes nach Anspruch 4 vorgesehen.
[0008] Um nicht dann, wenn mehrere Luftleitungen auf dem Wartungswagen angeordnet sind,
die der Offenend-Spinnvorrichtung zu Wartungs- oder auch zu Anspinnzwecken zugestellt
werden müssen, auch separate Antriebe für das Zustellen der Luftleitungen zu ihren
entsprechenden Anschlußöffnungen vorsehen zu müssen, ist eine Ausbildung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung nach Anspruch 5 zweckmäßig, wobei die Zustellenden vorteilhafterweise
gemäß Anspruch 6 angeordnet sind, damit für die Zustellenden und die ihnen zugeordneten
Zwischenabschnitte gleiche Antriebs- und/oder Konstruktionsverhältnisse gewählt werden
können.
[0009] Eine Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Anspruch 7 hat den Vorteil,
daß selbst bei größeren Toleranzschwankungen zwischen der Position des Zustellendes
und der Anschlußöffnung dennoch auf einfache Weise ein sicheres Einführen des Zustellendes
in die Aufnahmeöffnung sichergestellt wird, wobei die erfindungsgemäße Vorrichtung
zu diesem Zweck zusätzlich oder alternativ nach Anspruch 8 ausgebildet werden kann.
[0010] Prinzipiell ist es möglich, vom Wartungswagen aus dem Zustellende eine solche Bewegung
zu erteilen, daß es bei einem Verschwenken der Anschlußöffnung in Anlage an der ihm
zugeordenten Anschlußöffnung verbleibt. Eine besonders günstige konstruktive Lösung
ergibt sich erfindungsgemäß jedoch gemäß Anspruch 9 dadurch, daß das Zustellende nicht
aktiv vom Wartungswagen aus angetrieben wird, sondern passiv von der verschwenkbaren
Anschlußöffnung beziehungsweise deren Halterung oder der Abdeckung mitgenommen wird.
[0011] Die Mitnahmevorrichtung an der Abdeckung kann in unterschiedlicher Weise ausgebildet
werden. Eine vorteilhafte Ausbildung des Erfindungsgegenstandes ergibt sich aus den
Ansprüchen 10 bis 12.
[0012] Bei einer Ausbildung des Erfindungsgegenstandes gemäß Anspruch 13 erübrigen sich
Steuervorrichtungen für die Mitnahmevorrichtung, ohne daß hierdurch auf ein einfaches
und sicheres Koppeln und Entkoppeln verzichtet werden muß.
[0013] Bei einer Ausbildung des Erfindungsgegenstandes nach Anspruch 14 werden Luftverluste
vermieden.
[0014] Um die Zustelltiefe des Zustellendes nicht besonders exakt einstellen zu müssen und
um dennoch eine luftdichte Koppelung von Anschlußöffnung und Zustehende zu gewährleisten,
ist es von Vorteil, wenn der Erfindungsgegenstand nach Anspruch 15 ausgebildet wird.
[0015] Der Zwischenabschnitt kann in unterschiedlicher Weise ausgebildet sein, um die gewünschte
Beweglichkeit des Zustellendes zu ermöglichen, beispielsweise in Form eines luftführenden
Rorgestänges. Erfindungsgemäß wird der selbe Zweck jedoch in wesentlich einfacherer
Weise gemäß Anspruch 16 erreicht.
[0016] Durch Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß den Ansprüchen 17 und 18
wird eine konstruktiv einfache und kostengünstige Detaillösung geschaffen.
[0017] Das Ventil kann in unterschiedlicher Weise vom Wartungswagen aus gesteuert werden.
Vorzugsweise erfolgt dies durch Ausbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach
Anspruch 19 oder 20.
[0018] Der Erfindungsgegenstand ist einfach im Aufbau und vielseitig in der Anwendung, da
eine sichere pneumatische Verbindung während der gesamten Wartungsdauer aufrechterhalten
werden kann unabhängig davon, ob die Anschlußöffnung der Offenend-Spinnvorrichtung
dabei ihre Schließstellung, die sie während des normalen Spinnvorganges einnimmt,
beibehält oder in eine solche Stellung gebracht wird, in welcher der mit ihr bewegungsschlüssig
verbundene Rotordeckel die offene Rotorseite freigibt und damit ein Abführen eines
Faserringes aufgrund eines vergrößerten Luftabführspaltes zwischen offenem Rotorrand
und Rotordeckel erleichtert oder in welcher der Spinnrotor mit Hilfe eines mit der
Abdeckung verbundenen Gestänges von seinem Antrieb getrennt und abgebremst wird, während
gleichzeitig ein Faserstrom, obwohl freigegeben, daran gehindert wird, in den Spinnrotor
zu gelangen, sondern statt dessen in eine Absaugung abgeführt wird.
[0019] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachstehend anhand von in Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig.1
- im Querschnitt eine erfindungsgemäß ausgebildete Offenend-Spinnvorrichtung, die von
einem Wartungswagen aus mit Überdruck versorgt werden kann;
- Fig. 2 und 3
- im schematischen Querschnitt ein Detail der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung mit der
Abdeckung in ihrer Grundstellung bzw. in einer um einen festgelegten Winkel abgeschwenkten
Position;
- Fig. 4
- ein Detail einer abgewandelten Vorrichtung im Querschnitt mit einer Einrichtung zur
Umlenkung des Faserstroms; und
- Fig. 5
- in schematischer Vorderansicht eine erfindungsgemäße Ausführung des Erfindungsgegenstandes
mit zwei Zustellenden zur Versorgung der Offenend-Spinnvorrichtung mit Druck- bzw.
Saugluft.
[0020] In Fig. 1 ist eine Offenend-Spinnvorrichtung 6 schematisch wiedergegeben, wobei die
für das Verständnis der Erfindung nicht erforderlichen Elemente der Übersichtlichkeit
halber weggelassen wurden. Die Offenend-Spinnvorrichtung 6 ist Bestandteil einer Offenend-Spinnmaschine,
die eine Vielzahl gleichartiger Arbeits- oder Spinnstellen nebeneinander mit je einer
Offenend-Spinnvorrichtung 6 aufweist.
[0021] Für die Zuführung eines zu verspinnenden Faserbandes 1 zu einer Auflösewalze 3 ist
eine Zuführvorrichtung 2 vorgesehen, die im gezeigten Ausführungsbeispiel eine auf
einer durchgehenden Antriebswelle 200 gelagerte und mit einer nicht gezeigten Kupplung
individuell steuerbare Lieferwalze 20 aufweist, mit welcher eine Speisemulde 21 zusammenarbeitet.
Diese wird in bekannter Weise schwenkbar von einem Gehäuse 31 getragen, das in einem
(ersten) Gehäuseraum 32 die erwähnte Auflösewalze 3 aufnimmt. Von dieser gelangt das
zu Einzelfasern aufgelöste Faserband 1 durch einen Faserspeisekanal 30 in einen Spinnrotor
4, wo die Fasern in Form eines Faserringes in einer Fasersammelrille 40 abgelegt werden.
Der Faserring wird laufend in das Ende eines nicht gezeigten Fadens eingesponnen,
der durch ein Fadenabzugsrohr 5 in bekannter Weise abgezogen und sodann aufgewickelt
wird.
[0022] Der in einem (zweiten) Gehäuseraum 600 im Gehäuse 60 befindliche Spinnrotor 4 ist
in üblicher Weise mittels eines Schaftes 41 gelagert, der sich durch den Boden des
Gehäuses 60 hindurcherstreckt, das über einen Saugluftstutzen 61 mit einer Unterdruckquelle
610 verbunden ist. Der Gehäuseraum 600 wird durch einen Rotordeckel 7 abgedeckt, welcher
zumindest einen Teil des Faserspeisekanals 30 aufnimmt und das Fadenabzugsrohr 5 trägt.
[0023] Der Rotordeckel 7 ragt mit einen Deckelansatz 70 in das Innere des Spinnrotors 4.
In diesem Deckelansatz 70 sind die Austrittsmündung des Faserspeisekanals 30 und die
Eintrittsmündung des Fadenabzugsrohres 5 sowie (bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel)
noch zwei Blaskanäle 80 und 81 angeordnet, die durch einen gemeinsamen Luftführungskanal
8 mit Druckluft (siehe Druckluftströme 80a und 81a) versorgt werden. Der Luftführungskanal
8 ist mit einem steuerbaren Ventil 82 (siehe Fig. 2 und 3) verbunden.
[0024] Die beschriebenen Elemente der Offenend-Spinnvorrichtung 6 werden durch eine Abdeckung
64 abgedeckt, welche auf einer Achse 620 schwenkbar gelagert ist. Die Abdeckung 64
trägt das erwähnte Ventil 82, an das sich eine Anschlußöffnung 83 anschließt.
[0025] Gemäß dem in den Fig. 2 und 3 gezeigten Ausführungsbeispiel besitzt das Ventil 82
im Anschluß an die Anschlußöffnung 83 auf ihrer dem Luftführungskanal 8 zugewandten
Seite eine Kammer 820, die als Verschlußorgan eine Kugel 821 aufnimmt, die durch eine
sich in geeigneter Weise abstützende Druckfeder 822 in Anlage an einem ringförmigen
Sitz gehalten wird, solange sie nicht durch einen in der Anschlußöffnung 83 anliegenden
Überdruck beaufschlagt wird, welcher die Kraft der Druckfeder 822 übersteigt.
[0026] Weiterhin trägt die Abdeckung 64 auch den zuvor erwähnten Rotordekkel 7, der somit
bewegungsschlüssig mit der Abdeckung 64 verbunden ist, so daß bei einem Abklappen
der Abdeckung 64 auch der Rotordeckel 7 von der offenen Seite des Spinnrotors 4 und
des Gehäuses 60 entfernt wird.
[0027] In einem Schlitz der Abdeckung 64 ist ein Steuerhebel 62 zur Steuerung des Rotorantriebes
angeordnet. Der Steuerhebel 62 ist gemeinsam mit der Abdeckung 64 auf der horizontalen
Achse 620 gelagert und weist in Nähe dieser Achse 620 einen Schaltnocken 621 auf.
Am Steuerhebel 62 stützt sich im Bereich des Schaltnockens 621 eine Rolle 630 ab,
die an einem Ende eines zweiarmigen Hebels 63 angeordnet ist. Der Hebel 63 ist mit
einer Zugfeder 631 so beaufschlagt, daß die Rolle 630 immer in Anlage am Steuerhebel
62 verbleibt.
[0028] An dem der Rolle 630 abgewandten Ende ist der Hebel 63 über eine Schaltstange 632
mit einem in stark vereinfachter Form wiedergegebenen Gestänge 633 verbunden ist,
welches in der dargestellten Ausführungsform einen Waagehebel 634 aufweist, dessen
eines Ende über eine Stange 635 mit einer Bremse 636 für den Spinnrotor 4 und dessen
anderes Ende über eine Stange 637 mit einem nicht gezeigten Mechanismus verbunden
ist, der dem Abheben eines Antriebsriemens 638 von dem Schaft 41 des Spinnrotors 4
bzw. dem Wiederauflegen des Antriebsriemens 638 auf den Schaft 41 dient.
[0029] Außer den oben erwähnten Elementen trägt die Abdeckung 64 einen Auslösehebel 640,
der durch eine Zugfeder 641 den Steuerhebel 62 in der gezeigten Position hält entgegen
der Wirkung der sich auf den Steuerhebel 62 auswirkenden Zugfeder 631, welche auf
den Hebel 63 einwirkt.
[0030] Die Abdeckung 64 trägt noch einen weiteren Auslösehebel 642, welcher durch eine Zugfeder
643 beaufschlagt ist und hierdurch in der gezeigten Verriegelungsstellung gehalten
wird, in welcher der Auslösehebel 642 hinter eine Nase 310 des Gehäuses 31 greift.
Der Auslösehebel 642 hat die Aufgabe, das Abheben des Rotordeckels 7 vom Gehäuse 60
durch Verschwenken der Abdeckung 64 zu ermöglichen.
[0031] Auf einem längs der Offenend-Spinnmaschine verfahrbaren Wartungswagen 9 sind auf
einer Achse 901 ein Betätigungsarm 90 mit einer Rolle 900 an seinem freien Ende für
die Betätigung des Auslösehebels 640 zur Freigabe des Steuerhebels 62, auf einer Achse
906 ein Rückstellhebel 904 mit einer Rolle 905 an seinem freien Ende zur Rückführung
des Steuerhebels 62 in seine Grundstellung in Flucht mit der Abdeckung 64 sowie auf
einer Achse 910 eine Verschwenkeinrichtung für die Abdeckung 64 mit einem Betätigungsarm
91 gelagert, der an seinem freien Ende eine Rolle 911 trägt und mit welchem kraftschlüssig
ein auf der selben Achse 910 gelagerter Anschlagarm 912 mit einer Anschlagrolle 913
an seinem freien Ende verbunden ist. Die Verschwenkeinrichtung umfaßt ferner für die
Rückführung der Abdeckung 64 in ihre Schließstellung einen um eine Achse 942 verschwenkbaren
Rückstellhebel 94 mit einer Rolle 943 an seinem freien Ende.
[0032] Der Betätigungsarm 90, der Rückstellhebel 904, der Betätigungsarm 91 und der Rückstellhebel
94 sind über je ein Koppelglied 902, 907, 914 bzw. 940 mit einem Schwenkantrieb 903,
908, 915 bzw. 941 verbunden. Die Schwenkantriebe 903, 908, 915 und 941 ihrerseits
stehen jeweils über eine Steuerleitung 920, 921, 922 bzw. 923 mit einer gemeinsamen
Steuervorrichtung 92 des Wartungswagens 9 in Verbindung, welche ihrerseits über eine
Steuerleitung 650 mit einer maschinenseitigen Steuervorrichtung 65 in Verbindung steht.
Diese ist unter anderem auch über eine Steuerleitung 651 steuermäßig mit der zuvor
erwähnten, nicht gezeigten Kupplung der Lieferwalze 20 verbunden.
[0033] Auf dem Wartungswagen 9 befindet sich eine Luftleitung 95 mit einem steuerbaren Ventil
96, das mit einer Überdruckquelle 961 in Verbindung steht bzw. je nach Position des
Wartungswagens 9 an eine solche anschließbar ist und über eine Steuerleitung 924 mit
der Steuervorrichtung 92 in Verbindung steht. Die Luftleitung 95 endet in einem Zustellende
950, das der erwähnten Anschlußöffnung 83 zugestellt werden kann. Die Luftleitung
95 geht aus Gründen, die nachstehend näher beschrieben werden, nicht direkt in sein
Zustellende 950 über, sondern ist mit diesem über einen beweglichen Zwischenabschnitt
951 verbunden.
[0034] Die Luftleitung 95 wird im Wartungswagen 9 von einer Antriebsvorrichtung 97 axialverschiebbar
getragen, die gemäß den Fig. 2 und 3 beispielsweise einen durch einen pneumatischen
oder hydraulischen Zylinder 970 antreibbaren Kolben 971 aufweist und über eine Steuerleitung
925 mit der Steuervorrichtung 92 verbunden ist. Der Kolben 971 trägt mit Hilfe (eines
oder) mehrerer Halter 972 und 973 die erwähnte Luftleitung 95, die somit in Abhängigkeit
von einer Beaufschlagung oder Wiederfreigabe des Zylinders 970 das Zustellende 950
der Anschlußöffnung 83 zustellt oder von dieser Anschlußöffnung 83 wieder entfernt.
[0035] Die Funktion dieser Vorrichtung wird nachstehend unter Zuhilfenahme der Fig. 1 bis
3 im Zusammenhang mit der Rotorreinigung beschrieben, an die sich dann das übliche
Anspinnen anschließt.
[0036] Da trotz aller Vorbehandlungsmaßnahmen für das zu verspinnende Fasermaterial hin
und wieder einzelne Schalenteilchen und andere Schmutzbestandteile in den Spinnrotor
4, insbesondere in die Fasersammelrille 40, gelangen, kommt es immer wieder zu Fadenbrüchen,
die behoben werden müssen. Bei der Beseitigung der Ursache hierfür werden Schalenteilchen
und dergleichen sowie der durch einen Fadenbruch entstandene Fadenrest aus dem Spinnrotor
4 entfernt. Deshalb wird in üblicher Weise in regelmäßigen Zeitintervallen oder bei
Auftreten eines Fadenbruches eine Reinigung des Spinnrotors 4 durchgeführt. Dabei
wird durch die Steuervorrichtung 92 des Wartungswagens 9 über die Steuerleitung 925
bewirkt, daß der Zylinder 970 mit Druckluft oder einem hydraulischen Medium beaufschlagt
wird, so daß der Kolben 971 mit Hilfe der Halter 972 und 973 das Zustellende 950 der
Luftleitung 95 in Richtung Abdeckung 64 bewegt und damit der Anschlußöffnung 83 so
zustellt, daß an dieser Stelle weder Luft austreten noch eintreten kann, d. h. es
erfolgt eine dichtende Zustellung des Zustellendes 950 zur Anschlußöffnung 83.
[0037] Sodann wird, gesteuert von der Steuervorrichtung 92 aus, über die Steuerleitung 924
das in der Luftleitung 95 befindliche Ventil 96 geöffnet, so daß von der Überdruckquelle
961 aus Druckluft in die Luftleitung 95 und von dort durch das Zustellende 950 und
die Anschlußöffnung 83 in den Luftführungskanal 8 gelangt. Dabei wird mit Hilfe des
anliegenden Überdruckes das Ventil 82 geöffnet, wodurch Druckluft in die Blaskanäle
80 und 81 gelangt.
[0038] Gleichzeitig wird von der Steuervorrichtung 92 aus über die Steuerleitung 921 der
Schwenkantrieb 903 betätigt, der den Betätigungsarm 90 gegen den Auslösehebel 640
drückt und damit den Steuerhebel 62 freigibt, der nun unter der Wirkung der Zugfeder
631 aus dem erwähnten Schlitz der Abdeckung 64 in Richtung zum Wartungswagen 9 herausgedrückt
wird. Hierbei wird über den Hebel 83, die Schaltstange 632 und das Gestänge 633 der
Antriebsriemen 638 vom Schaft 41 des Spinnrotors 4 abgehoben und die Bremse 636 zur
Anlage an den Schaft 41 gebracht. Der Spinnrotor 4 wird somit bis zum Stillstand abgebremst.
Die während dieses Abbremsens des Spinnrotors 4 durch die beiden Blaskanäle 80 und
81 in das Innere des Spinnrotors 4 gelangende Druckluft überstreicht dabei in Form
der beiden Druckluftströme 80a und 81a den gesamten Umfangsbereich des Spinnrotors
4.
[0039] Während dieser ersten Phase der Rotorreinigung befinden sich die Abdeckung 64 und
somit auch der bewegungsschlüssig mit dieser verbundene Rotordeckel 7 noch in ihrer
Schließstellung (Position I in Fig. 1).
[0040] An diese erste Reinigungsphase schließt sich nun eine zweite Reinigungsphase an,
für welche der Rotordeckel 7 vom Gehäuse 60 und somit vom offenen Rand 42 des Spinnrotors
4 abgehoben und in eine definierte Position II gebracht wird. Hierfür wird von der
Steuervorrichtung 92 aus der Schwenkantrieb 915 betätigt, welcher den Betätigungsarm
91 gegen den Auslösehebel 642 drückt und somit den Auslösehebel 642 aus der Nase 310
des Gehäuses 31 aushakt, woraufhin die Abdeckung 64 aufgrund der Anordnung ihrer Achse
620 und der Schwerkraft in Richtung zum Wartungswagen 9 fällt, bis die Abdeckung 64
zur Anlage an die Anschlagrolle 913 gelangt, die jetzt die Position 913a einnimmt
(siehe gestrichelte Darstellung).
[0041] In dieser Position II der Abdeckung 64 ist der Druckluftstrom 80a so orientiert,
daß er den Faserring aus der Fasersammelrille 40 heraushebt und in Richtung zum offenen
Rand 42 des Spinnrotors 4 drückt. Der andere Druckluftstrom 81a bläst dabei über den
offenen Rand 42 des Spinnrotors 4 hinweg und reißt den Faserring in den Wirkungsbereich
des Saugluftstromes, der das Gehäuse 60 durch den Saugluftstutzen 61 verläßt.
[0042] Damit das Zustellende 950 während der Schwenkbewegung der Abdeckung 64 seine dichtende
Relativstellung zu dieser und hier insbesondere zur Anschlußöffnung 83 nicht ändert,
muß das sich in seiner Zustellposition in dichtender Anlage an der Abdeckung 64 und
der Anschlußöffnung 83 befindende Zustellende 950 jeder Bewegung der Abdeckung 64
anpassen, d. h. ihr folgen. Dies kann dadurch geschehen, daß dem Zustellende 950 auf
dem Wartungswagen 9 ein positiver Antrieb zugeordnet ist, der dem sich in seiner Zustellposition
bei der Anschlußöffnung 83 befindenden Zustellende 950 bei unveränderter Position
der Luftleitung 95 eine solche Bewegung verleiht, daß es in jedem Augenblick eine
Position einnimmt, in welcher die dichtende Verbindung zwischen Zustellende 950 und
Luftführungskanal 8 gewährleistet ist.
[0043] Da ein solcher positiver Antrieb recht kompliziert ist, ist gemäß dem in den Fig.
2 und 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ein passiver Antrieb des Zustellendes 950 in
Form einer an der Abdeckung 64 angebrachten Mitnahmevorrichtung 66 vorgesehen. Diese
wird durch die Aufnahmeöffnung 83 gebildet, in welches das Zustellende 950 der Luftleitung
95 bei seiner Zustellung zur Anschlußöffnung 83 mit einem zylindrischen Längenabschnitt
eingeführt wird. Somit kann das Zustehende 950 bei einer Schwenkbewegung der Abdeckung
64 seine Relativstellung gegenüber dieser als Mitnahmevorrichtung 66 ausgebildeten
Anschlußöffnung 83 nicht verlassen. Das Zustellende 950 ist dabei relativ zur Luftleitung
95 derart bewegbar, daß es dieser Schwenkbewegung der Abdeckung 64 folgen kann, wobei
der Zwischenabschnitt 951, der beim gezeigten Ausführungsbeispiel durch ein Schlauchstück
gebildet wird, aufgrund seiner biegsamen oder beweglichen Ausbildung jede Schwenkbewegung
des Zustellendes 950 abfängt.
[0044] Anschließend an die oben beschriebene Rotorreinigung erfolgt in an sich bekannter
Weise ein Anspinnvorgang, wozu mit Hilfe der erwähnten Verschwenkeinrichtung die Abdeckung
64 in ihre Ausgangsstellung zurückgebracht wird, so daß der Spinnprozeß fortgesetzt
werden kann.
[0045] In Einzelfällen kann es passieren, daß der Faserring nicht gleich beim ersten Versuch
aus dem Spinnrotor 4 abgeführt werden kann. Deshalb kann durch die Steuervorrichtung
92 des Wartungswagens 9 auch ein mehrmaliges Öffnen und Schließen des Rotordeckels
7 und somit ein mehrfacher Wechsel der beiden Reinigungsphasen vorgesehen werden.
[0046] Bei bestimmten Materialien kann es zweckmäßig sein, wenn der Rotordeckel 7 für das
Abführen des Faserringes in eine Position III (siehe strichpunktierte Darstellung
in Fig. 1) überführt wird, in welcher der Deckelansatz 70 gegenüber der Position II
einen größeren Abstand vom Spinnrotor 4 einnimmt und gegebenenfalls sogar völlig aus
dem Innenraum des Spinnrotors 4 herausgeschwenkt wird. Zu diesem Zweck wird die Anschlagrolle
913 in die Position 913b gebracht.
[0047] Die Reinigung des Spinnrotors 4 muß erfolgen, solange sich dieser in einem abgebremsten
Zustand befindet, damit die losgelösten Fasern nicht durch die im Spinnrotor herrschende
Fliehkraft an einem Abführen mittels des den Spinnrotor 4 durch den Saugluftstutzen
61 verlassenden Saugluftstromes gehindert werden. Im Interesse einer einfachen konstruktiven
Ausgestaltung und Steuerung einer derartigen Vorrichtung zum Abbremsen und Wiederfreigeben
des Spinnrotors 4 erfolgt diese Steuerung mit Hilfe des oben beschriebenen Steuerhebels
62, der nach Bedarf entweder mit der Abdeckung 64 gemeinsam oder unabhängig hiervon
verschwenkt werden kann. Ist der Steuerhebel 62 in seiner Grundstellung und somit
bewegungsschlüssig mit der Abdeckung 64 verbunden, so kann die Steuerung des Rotorantriebes
auch durch die Abdeckung 64 selber erfolgen. Hierdurch ist es durch Verschwenken der
Abdeckung 64 bei zugestelltem Zustehende 950 möglich, im Verlauf der Rotorreinigung
bereits die Faserspeisung (über die Kupplung der Lieferwalze 200) einzuschalten, wobei
die Fasern aus dem zu dieser Zeit stillgesetzten Spinnrotor 4 wieder abgeführt werden.
Sodann wird die Faserspeisung in an sich bekannter Weise wieder abgestellt, während
die Rotorreinigung weiterhin wirksam ist und der Rotordeckel 7 sich bereits wieder
in der Position I oder noch in der Position II oder sogar III befindet. Nach dem Abschalten
der Faserspeisung wird bis zum eigentlichen Anspinnvorgang, insbesondere bis zu dem
hierbei erneut vorzunehmenden Einschalten der Faserspeisung, eine definierte Zeit
eingehalten, so daß für das Anspinnen ein definierter Faserbart zur Verfügung steht.
[0048] Der Erfindungsgegenstand kann in vielfältiger Weise abgewandelt werden, ohne den
Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen, indem einzelne Merkmale durch Äquivalente
ersetzt oder in anderer Kombination zur Anwendung gelangen. So ist es für den beschriebenen
Gegenstand z. B. ohne Belang, wo die Druckluftquelle 961 angeordnet ist. Diese kann
sich beispielsweise auf dem Wartungswagen 9 selber befinden, oder aber der Wartungswagen
9 kann mit einer externen Überdruckquelle 961 kontinuierlich oder intermittierend
so in Verbindung gebracht werden, daß die Druckluftversorgung stets gewährleistet
ist, wenn sich der Wartungswagen 9 an einer Spinnstelle in einer Wartungsposition
befindet.
[0049] Die spezielle Ausbildung der Offenend-Spinnvorrichtung 6 ist ebenfalls nicht von
entscheidender Bedeutung für den oben beschriebenen Gegenstand. So ist es unmaßgeblich,
ob sich der erste Gehäuseraum 32, der die Auflösewalze 31 aufnimmt, in einem ersten
Gehäuse 31 und der zweite, den Spinnrotor 4 aufnehmende Gehäuseraum 600 in einem zweiten
Gehäuse 60 befindet oder ob sowohl für die Auflösewalze 3 als auch für den Spinnrotor
4 ein gemeinsames Gehäuse (nicht gezeigt) mit zwei separaten Gehäuseräumen 32 und
600 vorgesehen ist.
[0050] Auch die Ausbildung der Rotorreinigungsvorrichtung, d. h. die Orientierung und die
Anzahl von Blaskanälen und die Luftsteuerung hierfür (Intensität, kontinuierlich oder
intermittierend) sind für die vorliegende Erfindung ohne Belang.
[0051] Natürlich ist es möglich, gleichzeitig mit der Reinigung des Spinnrotors 4 auch andere
gefährdete Stellen der Offenend-Spinnvorrichtung 6 zu reinigen. Solche gefährdeten
Stellen sind z. B. die Mündung des Fadenabzugskanals 5, aber auch die Stelle des ersten
Gehäuseraumes 32, an welcher das voreilende Ende des Faserbandes 1 der Auflösewalze
zwecks Auflösung dargeboten wird.
[0052] Weiterhin können auch die Anschlußöffnung 83 sowie die durch die Anschlußöffnung
83 gebildete Mitnahmevorrichtung 66 abgewandelt werden. So weist gemäß dem in den
Fig. 2 und 3 gezeigten Ausführungsbeispiel die Anschlußöffnung 83 einen zylindrischen
Aufnahmeabschnitt 833 auf, in welchen das Zustellende 950 mit einem zylindrischen
Längenabschnitt eingeführt werden kann. Um im Zwischenabschnitt 951 übermäßige Spannungen
zu vermeiden, ist gemäß den Fig. 2 und 3 vorgesehen, daß das Zustellende 950 innerhalb
der Anschlußöffnung 83 noch zu einem gewissen Grad axiale Relativbewegungen zur Anschlußöffnung
83 ausführen kann. Zu diesem Zweck weist der zylindrische Aufnahmeabschnitt 833 eine
solche Länge auf, daß das Zustehende 950 bei einer Schwenkbewegung der Abdeckung 64
innerhalb des Aufnahmeabschnittes 833 der Anschlußöffnung 83 verbleibt.
[0053] Gemäß den Fig. 2 und 3 ist ferner eine Ringdichtung 832 vorgesehen, die für eine
Abdichtung zwischen dem zugesteilten Zustellende 950 und der Anschlußöffnung 83 sorgt.
Diese Ringdichtung 832 kann prinzipiell auf dem Außenumfang des Zustellendes 950 angeordnet
sein. Gemäß den Fig. 2 und 3 ist sie jedoch in der Innenumfangsfläche der Anschlußöffnung
83 vorgesehen und umschließt dichtend das Zustellende 950, wenn sich dieses in seiner
Zustellposition befindet, und ermöglicht gegebenenfalls die erwähnten Relativbewegungen
innerhalb des Aufnahmeabschnittes 833 während der Schwenkbewegungen der Abdeckung
64.
[0054] Gemäß dem in den Fig. 2 und 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist weiterhin zur Erhöhung
der Zustellsicherheit für das Zustellende 950 zur Anschlußöffnung 83 vorgesehen, daß
die Anschlußöffnung 83 einen sich in Richtung Wartungswagen 9 erweiternden Zentrierabschnitt
831 aufweist. Dabei kann außerdem vorgesehen sein, daß das Zustehende 950 sich im
Bereich seiner Außenkontur entsprechend in Richtung zur Anschlußöffnung 83 verjüngt
(nicht dargestellt).
[0055] Gemäß dem beschriebenen Ausführungsbeispiel schließt sich an den Zentrierabschnitt
831 der erwähnte zylindrische Aufnahmeabschnitt 833 an. Ist lediglich ein sich konisch
verjüngender Zentrierabschnitt 831 ohne einen sich hieran anschließenden zylindrischen
Aufnahmeabschnitt 833 vorgesehen, so kann die Ringdichtung 832 in diesem Zentrierabschnitt
831 oder in der sich entsprechend ebenfalls verjüngenden Außenkontur des Zustellendes
950 angeordnet sein.
[0056] Gemäß den Fig. 2 und 3 sind die Anschlußöffnung 83 und das Ventil 82 in einem (z.
B. aus Hartkunststoff bestehenden) Einsatz 87 angeordnet, der in einer entsprechenden
Ausnehmung der Abdeckung 64, z. B. mit Hilfe einer Schraubverbindung (siehe Mutter
870), befestigt ist.
[0057] Eine weitere Abwandlung des Erfindungsgegenstandes zeigt Fig. 4. Bei diesem Ausführungsbeispiel
kann der in Fig. 1 gezeigte Steuerhebel 62 entfallen und die Abdeckung 64 selber mit
dem Schaltnocken 621 ausgerüstet sein, der durch die Rolle 630 abgetastet wird.
[0058] Das Gehäuse 31 ist - gesehen in der durch einen Pfeil f markierten Fasertransportrichtung
- zwischen der Eintrittsmündung 300 des Faserspeisekanals 30 und der Liefervorrichtung
2, d. h. außerhalb des Transportbereichs der dem Spinnrotor 4 zuzführenden Fasern,
an einen in der Umfangswand des Gehäuses 31 einmündenden Luftführungskanal 84 angeschlossen,
der über einen beweglichen Zwischenabschnitt 840, der im gezeigten Ausführungsbeispiel
durch ein Schlauchstück gebildet wird, unter Zwischenschaltung eines Ventils 85 mit
einer Anschlußöffnung 830 verbunden ist, der das Zustellende 980 einer Luftleitung
98 zugestellt werden kann, mit welchem es über einen beweglichen Zwischenabschnitt
981 verbunden ist. Die Luftleitung 98 steht über ein Ventil 960, das über eine Steuerleitung
926 mit der Steuervorrichtung 92 verbunden ist, mit einer Unterdruckquelle 982 in
Verbindung bzw. kann mit dieser in Verbindung gebracht werden.
[0059] Der Luftführungskanal 84 wird durch eine Büchse 841 gebildet, die axialverschiebbar
in einer Führungshülse 842 und in einem Mitnahmering 846 gelagert ist, die mittels
eines Halters 843 mit der Abdeckung 64 verbunden sind. Die Büchse 841 weist einen
Anschlagring 844 auf, an welchem sich eine Druckfeder 845 abstützt, deren anderes
Ende sich an einem Bund 847 der Führungshülse 842 abstützt, so daß sich die Büchse
841 in der Position I der Abdeckung 64 (siehe Fig. 1) in Anlage am Gehäuse 31 befindet.
Wird die Abdeckung 64 in die Position II oder III (falls vorgesehen) verschwenkt,
so sorgt die Druckfeder 845 dafür, daß die Büchse 841 in Anlage am Gehäuse 31 verbleibt,
so daß eine dichtende Verbindung zwischen dem Gehäuseraum 32 und dem Luftführungskanal
84 aufrechterhalten wird. Der Abstandsunterschied zwischen der Anschlußöffnung 830
und dem Gehäuse 31 wird durch den beweglichen Zwischenabschnitt 840 aufgefangen.
[0060] Wird jedoch die Abdeckung 64 weiter als bis in die Position II oder gegebenenfalls
III von der Offenend-Spinnvorrichtung 6 weggeschwenkt, so gelangt der Anschlagring
844 zur Anlage an den Mitnehmerring 846, wodurch die Büchse 841 mit dem Luftführungskanal
84 vom Gehäuse 31 abgehoben wird und der Schwenkbewegung der Abdeckung 64 folgt.
[0061] Das Zustellende 980 ist mit Hilfe eines Halters 974 mit einer geeigneten Antriebsvorrichtung
975 verbunden, die ihrerseits über eine Steuerleitung 927 steuermäßig mit der Steuervorrichtung
92 in Verbindung steht.
[0062] Während der Vorbereitung des Anspinnens nach einer Unterbrechung des Spinnvorganges
wird auch bei diesem Ausführungsbeispiel das Zustellende 980 der Anschlußöffnung 830
in der verschwenkbaren Abdeckung 64 dichtend zugestellt. Da beim Anspinnen der Spinnrotor
4 zunächst abgebremst sein muß, damit sich nicht ungewollt Fasern in seiner Fasersammelrille
40 sammeln können, wird die Abdeckung 64 zunächst in eine definierte Abklappstellung
(Position II des Rotordeckels) gebracht, in welcher durch den Schaltnocken 621 der
Abdeckung 64 aus der Antriebsriemen 638 vom Schaft 41 des Spinnrotors abgehoben ist,
während sich die Bremse 636 in Anlage am Schaft 41 befindet. Nun wird durch Betätigung
des Ventils 960 (von der Steuervorrichtung 92 aus) der Unterdruck der Unterdruckquelle
982 im Gehäuse 31 zur Wirkung gebracht, da gleichzeitig mit dem Freigeben des Ventils
960 auch das Ventil 85 in der zuvor beschriebenen Weise geöffnet wird. Es versteht
sich, daß bei einem luftgesteuerten Ventil 85 dieses seitenverkehrt ausgelegt sein
muß im Vergleich zum Ventil 82, das im Zusammenhang mit den Fig. 2 und 3 beschrieben
worden ist.
[0063] Während der Vorbereitungen des Anspinnens, z. B. nach der Rückführung eines Fadenendes
in eine Bereitschaftsstellung innerhalb des Fadenabzugsrohres 5, wird der im Saugluftstutzen
610 normalerweise wirksame Spinnunterdruck in an sich bekannter Weise außer Wirkung
gebracht. Nun wird die Speisevorrichtung 2 wieder eingeschaltet. Der sich durch Einschalten
der Speisevorrichtung 2 wieder einstellende Faserstrom wird auf diese Weise über die
Mündung 300 des Faserspeisekanals 30 hinweg dem Luftführungskanal 84 und von dort
mit Hilfe der Unterdruckquelle 982 abgeführt.
[0064] In zeitlicher Abstimmung miteinander wird jetzt durch Rückführen der Abdeckung 64
in ihre Grundstellung (Position I des Rotordeckels 7) die Bremse 636 vom Schaft 41
des Spinnrotors 4 abgehoben und der Antriebsriemen 638 wieder zur Auflage auf den
Schaft gebracht, so daß der Spinnrotor wieder auf seine Spinndrehzahl hochläuft, ferner
durch Schließen des Ventils 960 die im Luftführungskanal 84 wirksame Unterdruckwirkung
abgeschaltet und gleichzeitig in geeigneter Weise der Spinnunterdruck wieder zur Wirkung
gebracht, so daß die Fasern dem Spinnrotor 4 zum Anspinnen zugeführt werden, und das
Fadenende durch nicht gezeigte Mittel in die Fasersammelrille 40 zurückgeliefert,
wo es die neu zugeführten Fasern einbindet und sodann wieder abgezogen wird.
[0065] Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ermöglichen die beweglichen Zwischenabschnitte
840 und 981, daß die Abdeckung 64 zur Erfüllung ihrer technologischen Aufgaben verschiedene
Positionen einnehmen kann, ohne daß hierbei Kompromisse hinsichtlich der Dichtheit
der Zustellstelle des Zustellendes 980 in Kauf genommen werden müssen.
[0066] Oben sind mit Hilfe der Fig. 1 bis 3 bzw. 4 Ausführungsbeispiele beschrieben worden,
bei denen der Offenend- Spinnvorrichtung 6 Druckluft zugeführt bzw. bei welchen in
der Offenend-Spinnvorrichtung 6 ein Saugluftstrom erzeugt wird. Natürlich können auch
beide Steuerungen miteinander kombiniert werden. Fig. 5 zeigt in einer schematischen
Frontansicht die Abdeckung 64 mit einer ersten Öffnung 644 zur Zuführung des Faserbandes
1 zur Speisevorrichtung 2 (siehe Fig. 1) sowie mit einer zweiten Öffnung 645, durch
welche der durch das Fadenabzugsrohr 5 vom Spinnrotor 4 abgeführte Faden die Offenend-Spinnvorrichtung
6 verläßt. Darüber hinaus sind der Auslösehebel 642 sowie die Achse 620, auf welcher
die Abdeckung 64 schwenkbar gelagert ist, angedeutet.
[0067] Vor den nicht sichtbaren Anschlußöffnungen 83 (Fig. 2 und 3) und 830 (Fig. 4) befinden
sich die ebenfalls nicht sichtbaren Zustellenden 950 und 980 der Luftleitungen 95
und 98, die mittels eines gemeinsamen Halters 976 im Wartungswagen 9 getragen werden.
Die Zustellenden 950 und 980 werden durch eine Bewegung dieses Halters 976 gleichzeitig
und gemeinsam in ihre Zustellpositionen gebracht bzw. wieder aus diesen entfernt.
[0068] Sebstverständlich ist es möglich, in der geschilderten Weise auch mehr als nur zwei
Zustellenden entsprechenden Anschlußöffnungen zuzustellen, wobei diese Zustellenden
in unterschiedlicher Weise, entweder mit Druckluft oder mit Saugluft, beaufschlagt
werden können.
[0069] Damit sich für beide Zustellenden 950 und 980 gleiche Bewegungsverhältnisse ergeben,
was naturgemäß ihren Antrieb und ihre Konstruktion erleichtert, sind die beiden Zustellenden
950 und 980 durch den entsprechend ausgebildeten Halter 976 auf einer gemeinsamen
Ebene E angeordnet, die parallel zur Achse 620 der Abdeckung 64 verläuft.
[0070] Statt eines als Schlauch ausgebildeten Zwischenabschnittes 951 (Fig. 1 bis 3), 840
bzw. 981 (Fig. 4) kann auch ein entsprechendes Rohrgestänges vorgesehen werden. Weiterhin
ist, insbesondere auch für den Zwischenabschnitt 840, eine Ausbildung als Balg möglich.
[0071] Wie ein Vergleich der Fig. 4 mit den Fig. 2 und 3 zeigt, kann das Ventil 82 bzw.
85 unterschiedlich ausgebildet sein. Es muß lediglich die Voraussetzung erfüllen,
daß es vom Wartungswagen 9 aus direkt oder indirekt gesteuert werden kann. So kann
das Ventil 82 bzw. 85 statt - wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt - pneumatisch mit Hilfe
der im Wartungswagen 9 durch die Steuervorrichtung 92 gesteuerten Luftströmung beispielsweise
auch mechanisch durch die Zustellbewegung des Zustellendes 950 bzw. 980 gesteuert
werden. Als Verschlußorgan ist gemäß Fig. 4 statt einer Kugel 821 (siehe Fig. 2 und
3) ein in geeigneter Weise in einer Kammer 852 axial geführter Ventilkegel 850 vorgesehen,
der durch eine Druckfeder 851 beaufschlagt ist, die sich in geeigneter Weise in der
Kammer 852 abstützt. Der Ventilsitz 853, an welchen sich der Ventilkegel 850 in seiner
Schließstellung abstützt, umgibt dabei die Anschlußöffnung 830.
[0072] Im Zustehende 980 wird in geeigneter Weise ein mechanisches Betätigungselement (Stift
983) für das Ventil 85 gehalten, das die Mündung des Zustellendes 980 in axialer Richtung
überragt und bei Anlage des Zustellendes 980 am Ventilsitz 852 den Ventilkegel 850
im Abstand von seinem Ventilsitz 852 und somit das Ventil 85 geöffnet hält.
[0073] Der den Ventilsitz 852 bildende Teil des Ventils 85 ist beim gezeigten Ausführungsbeispiel
Teil einer magnetischen Mitnahmevorrichtung 66. Das andere Teil diese magnetischen
Mitnahmevorrichtung 66 bildet ein Elektromagnet 660, der auf dem Zustellende 980 angeordnet
und steuermäßig über eine Steuerleitung 928 mit der Steuervorrichtung 92 verbunden
ist. Um das zugestellte Zustellende 980 bewegungs- und kraftschlüssig mit der Abdeckung
64 zu verbinden, damit es dieser folgt, ohne seine Relativstellung hierzu zu ändern,
wird von der Steuervorrichtung 92 aus der Elektromagnet 660 erregt. Soll das Zustellende
980 wieder von der Abdeckung 64 entfernt werden, so wird die Stromzufuhr zum Elektromagneten
660 unterbunden, so daß dieser abfällt und die magnetische Wirkung beendet wird.
[0074] Die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele zeigen Luftführungskanäle 8 bzw. 84,
die in den Gehäuseraum 32 bzw. 600 einmünden. In gleicher Weise ist es selbstverständlich
möglich, eine Ausführung der Erfindung zu gestalten, in welcher der Luftührungskanal
in den Faserspeisekanal 30 einmündet.
[0075] In einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist der bewegliche
Zwischenabschnitt nicht in der im Wartungswagen 9 angeordneten Luftleitung 95, 98
angebracht, sondern in dem Luftführungskanal 8, 84. Auch bei dieser erfindungsgemäßen
Ausführung wird eine sichere Verbindung von Luftleitung 95, 98 und Luftführungskanal
8, 84 beim Verschwenken der Abdeckung 64 gewährleistet, wenn das Ventil 82, 85 eine
entsprechende Bewegung in Bezug auf die Abdeckung 64 erlaubt.
Bezugszeichenliste
[0076]
- 1
- Faserband
- 2
- Zuführvorrichtung
- 20
- Lieferwalze
- 200
- Antriebswelle
- 21
- Speisemulde
- 3
- Auflösewalze
- 30
- Faserspeisekanal
- 300
- Eintrittsmündung
- 31
- Gehäuse
- 310
- Nase
- 32
- Gehäuseraum
- 4
- Spinnrotor
- 40
- Fasersammelrille
- 41
- Schaft
- 42
- Rand
- 43
- Boden
- 5
- Fadenabzugsrohr
- 6
- Offenend-Spinnvorrichtung
- 60
- Gehäuse
- 600
- Gehäuseraum
- 61
- Saugluftstutzen
- 610
- Unterdruckquelle
- 62
- Steuerhebel
- 620
- Achse
- 621
- Schaltnocken
- 63
- Hebel
- 630
- Rolle
- 631
- Zugfeder
- 632
- Schaltstange
- 633
- Gestänge
- 634
- Waagehebel
- 635
- Stange
- 636
- Bremse
- 637
- Stange
- 638
- Antriebsriemen
- 64
- Abdeckung
- 640
- Auslösehebel
- 641
- Zugfeder
- 642
- Auslösehebel
- 643
- Zugfeder
- 644
- Öffnung
- 645
- Öffnung
- 65
- Steuervorrichtung
- 650
- Steuerleitung
- 651
- Steuerleitung
- 66
- Mitnahmevorrichtung
- 660
- Elektromagnet
- 7
- Rotordeckel
- 70
- Deckelansatz
- 8
- Luftführungskanal
- 80
- Blaskanal
- 80a
- Druckluftstrom
- 81
- Blaskanal
- 81a
- Druckluftstrom
- 82
- Ventil
- 820
- Kammer
- 821
- Kugel
- 822
- Druckfeder
- 83
- Anschlußöffnung
- 830
- Anschlußöffnung
- 831
- Zentrierabschnitt
- 832
- Ringdichtung
- 833
- Aufnahmeabschnitt
- 84
- Luftführungskanal
- 840
- Zwischenabschnitt
- 841
- Büchse
- 842
- Führungshülse
- 843
- Halter
- 844
- Anschlagring
- 845
- Druckfeder
- 846
- Mitnahmering
- 847
- Bund
- 85
- Ventil
- 850
- Ventilkegel
- 851
- Druckfeder
- 852
- Kammer
- 853
- Ventilsitz
- 87
- Einsatz
- 870
- Mutter
- 9
- Wartungswagen
- 90
- Betätigungsarm
- 900
- Rolle
- 901
- Achse
- 902
- Koppelglied
- 903
- Schwenkantrieb
- 904
- Rückstellhebel
- 905
- Rolle
- 906
- Achse
- 907
- Koppelglied
- 908
- Schwenkantrieb
- 91
- Betätigungsarm
- 910
- Achse
- 911
- Rolle
- 912
- Anschlagarm
- 913
- Anschlagrolle
- 913a
- Position
- 913b
- Position
- 914
- Koppelglied
- 915
- Schwenkantrieb
- 92
- Steuervorrichtung
- 920
- Steuerleitung
- 921
- Steuerleitung
- 922
- Steuerleitung
- 923
- Steuerleitung
- 924
- Steuerleitung
- 925
- Steuerleitung
- 926
- Steuerleitung
- 927
- Steuerleitung
- 928
- Steuerleitung
- 94
- Rückstellhebel
- 940
- Koppelglied
- 941
- Schwenkantrieb
- 942
- Achse
- 943
- Rolle
- 95
- Luftleitung
- 950
- Zustellende
- 951
- Zwischenabschnitt
- 96
- Ventil
- 960
- Ventil
- 961
- Überdruckquelle
- 97
- Antriebsvorrichtung
- 970
- Zylinder
- 971
- Kolben
- 972
- Halter
- 973
- Halter
- 974
- Halter
- 975
- Antriebsvorrichtung
- 976
- Halter
- 98
- Luftleitung
- 980
- Zustellende
- 981
- Zwischenabschnitt
- 982
- Unterdruckquelle
- 983
- Stift
- I
- Position
- II
- Position
- III
- Position
- E
- Ebene
- f
- Pfeil
1. Vorrichtung zur Steuerung eines Luftstromes in einer Offenend-Spinnvorrichtung (6),
die in einem ersten Gehäuseraum (32) eine Auflösewalze (3) zum Auflösen eines Faserbandes
(1) zu Einzelfasern und in einem zweiten Gehäuseraum (600) einen Spinnrotor (4) mit
einer Fasersammelfläche (40) zum Sammeln der ihm von der Auflösewalze (3) aus zugeführten
Einzelfasern, sowie einen die beiden Gehäuseräume (32, 600) verbindenden Faserspeisekanal
(30), ferner mindestens einen in einen der beiden Gehäuseräume (32, 600) oder in den
Faserspeisekanal einmündenden Luftführungskanal (8, 84) mit einer Anschlußöffnung
(83, 830) aufweist, der eine Luftleitung (95, 98) mit einem Zustehende (950, 980)
zustellbar ist, die auf einem längs einer Vielzahl gleichartiger Spinnvorrichtungen
verfahrbaren Wartungswagen (9) angeordnet ist, wobei eine auf dem Wartungswagen (9)
angeordnete Verschwenkeinrichtung (91, 910 bis 915, 94, 940 bis 943) mit einer Steuervorrichtung
(92) verbunden ist zum definierten Verschwenken der Anschlußöffnung (83, 830) dadurch gekennzeichnet, daß das Zustellende (950; 980) mittels eines beweglichen Zwischenabschnitts (951,
981, 840) mit der Luftleitung (95, 98) oder dem Luftführungskanal (8, 84) verbunden
und relativ zu dieser/diesem derart bewegbar ist, daß es bei einem Verschwenken der
Anschlußöffnung (83, 830) dieser Bewegung folgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitung (95) des Wartungswagens (9) an eine Überdruckquelle (961) angeschlossen
oder anschließbar ist und der Luftführungskanal (8) auf eine zu reinigende Fläche
innerhalb der Offenend-Spinnvorrichtung (6), insbesondere auf die Fasersammelfläche
(40) des Spinnrotors (4) gerichtet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitung (98) des Wartungswagens (9) an eine Unterdruckquelle (982) angeschlossen
oder anschließbar ist und der Luftführungskanal (84) in der Umfangswand des ersten
Gehäuseraumes (32) außerhalb des Transportbereichs der dem Spinnrotor (4) zuzuführenden
Fasern mündet und die Anschlußöffnung (830) mittels eines beweglichen Zwischenabschnittes
(840) mit dem Luftführungskanal (84) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußöffnung (83, 830) in einer die Offenend-Spinnvorrichtung (6) abdeckenden
Abdeckung (64) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3 bzw. 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, durch die Steuervorrichtung (92) in unterschiedlicher Weise steuerbare
Luftleitungen (95, 98) auf einem gemeinsamen Halter (976) angeordnet sind und die
Luftleitung (95, 98) oder der Luftführungskanal (8, 84) für die Zustellenden (950,
980) separate Anschlußöffnungen (83, 830) aufweist, denen die Zustellenden (950, 980)
durch eine einzige Bewegung des Halters (976) zustellbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zustellenden (950, 980), von auf einem gemeinsamen Halter (976) angeordneten
Luftleitungen (95, 98) auf einer gemeinsamen, parallel zur Schwenkachse (620) der
Abdeckung (64) verlaufenden Ebene (E) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die das Zustellende (950, 980) aufnehmende Anschlußöffnung (83, 830) einen sich
in Richtung Wartungswagen (9) erweiternden Zentrierabschnitt (831) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Zustellende (950, 980) sich in Richtung Anschlußöffnung (83, 830) verjüngt.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mitnahmevorrichtung (66) für das Zustehende (950, 980) vorgesehen ist, durch
welche das der Anschlußöffnung (83, 830) zugestellte Zustehende (950, 980) bei einer
Schwenkbewegung der Anschlußöffnung (83, 830) gemeinsam mit dieser bewegbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnahmevorrichtung (66) magnetisch ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetische Mitnahmevorrichtung (66) steuerbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die magnetische Mitnahmevorrichtung (66) einen auf dem Zustellende (950, 980)
angeordneten Elektromagneten (660) aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 99, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnahmevorrichtung (66) durch einen zylindrischen Aufnahmeabschnitt (833)
der Anschlußöffnung (83, 830) gebildet wird, in welches das Zustellende (950, 980)
bei seiner Zustellbewegung mit einem zylindrischen Längenabschnitt einführbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußöffnung (83, 830) eine Ringdichtung (832) aufnimmt, die das Zustellende
(950, 980) in seiner Zustellposition dichtend umschließt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der zylindrische Aufnahmeabschnitt (833) eine solche Länge aufweist und die Ringdichtung
(832) derart in dem Aufnahmeabschnitt (833) plaziert ist, daß das Zustellende (950,
980) bei einer Schwenkbewegung der Anschlußöffnung (83, 830) im Dichtungsbereich der
Ringdichtung (832) verbleibt.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenabschnitt (86, 840, 951, 981) als Schlauch ausgebildet ist.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeöffnung (83, 830) in einem Einsatz (87) angeordnet ist, der in einer
entsprechenden Ausnehmung der Abdeckung (64) befestigt ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz (87) aus Hartkunststoff besteht.
19. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Zustellende (950, 980) mit einem mechanischen Betätigungselement für ein
an der Anschlußöffnung (83, 830) angeordnetes Ventil (82, 85) ausgestattet ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (82, 85) mittels der im Wartungswagen (9) gesteuerten Luftströmung
steuerbar ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftleitung (95, 98) die Steuervorrichtung (92) zugeordnet ist zum Steuern
des Zustellendes (950, 980) beim Zustellen zur und beim Verschwenken der Anschlußöffnung
(83, 830).