[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Boden- und Asphaltverdichtung mit mindestens
einer Rolle, die eine sich von einer seitlich außenliegenden Stirnebene aus konusartig
verjüngende Kontur hat.
[0002] Beim Verdichten von Boden ist es beispielsweise aus der DE-29 27 883 C2 bekannt,
für die Bearbeitung eines Straßenrandes eine Rolle vorzusehen, die eine kegelstumpfartige
Kontur hat. Mit dieser Rolle wird die Kante des Straßenbelages mit einer gewissen
Abschrägung angedrückt. Diese Abschrägung ist beispielsweise gewünscht bei einem Übergang
des Straßenbelages in einen Rinnstein etc.
[0003] Falls kein separater Rinnstein vorgesehen ist, kann auch ohne eine derartige Andrückrolle
mit der normalen Verdichtungswalze einer Straßenwalze bis dicht an eine seitliche
Begrenzung des Straßenbelages, zum Beispiel in Form eines Bordsteines verdichtet werden.
Ein derartiger Bordstein hat aber eine abgeschrägte Seitenfläche, so daß mit einer
Straßenwalze dicht an ihm vorbeigefahren werden kann, ohne daß die Gefahr besteht,
daß die Stirnfläche der Straßenwalze an den Bordstein schrammt.
[0004] Bei anderen Anwendungsfällen, zum Beispiel in Höfen, Durchfahrten etc. wird ein entsprechender
Belag aber direkt bis an aufsteigendes Mauerwerk heran verlegt. Um diesen Belag zu
verdichten, wird dann mit speziell ausgebildeten Verdichtungsmaschinen gearbeitet,
bei denen eine Walze seitlich über den eigentlichen Maschinenkörper hinausragt und
so dicht entlang der Mauer gefahren werden kann. Problematisch ist dabei aber, daß
bereits leichte Fahrfehler mit diesen Maschinen dazu führen können, daß die seitlich
herausragende Stirnkante der Walze an der Mauer Schrammen verursacht, was teure Reparaturen
sowohl an der Wand als auch an der Maschine verursachen kann.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine entsprechende Vorrichtung zur
Bodenverdichtung anzugeben, mit der eine größere Sicherheit gegeben ist gegen das
Beschädigen einer direkt neben einer zu verdichtenden Bodenschicht aufsteigenden Wand.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches
1 dadurch gelöst, daß eine Rolle mit sich konusartig verjüngender Kontur verwandt
wird, deren Stirnebene nach oben eine Neigung nach innen aufweist, das heißt von der
Wand, an der die Rolle entlang geführt wird, oben weggekippt ist. Damit wird erreicht,
daß nur im untersten Bereich der Rolle eine Kontaktstelle zwischen der Stirnebene
der Rolle und der Wand auftreten kann. Der restliche Bereich der Stirnebene hat einen
größeren Abstand zur seitlich neben ihr liegenden Wand und kann somit keine Beschädigungen
mehr verursachen.
[0007] Vorteilhafterweise ist dabei die Unterseite der Rolle im wesentlichen horizontal
ausgerichtet, wodurch zu erreichen ist, daß zwischen verdichtetem Belag und seitlichem
Mauerwerk ein exakter rechter Winkel erzielt wird.
[0008] Bezüglich der Befestigung der Rolle kann einerseits eine Lagerung vorgesehen sein,
deren Achse um den Neigungswinkel der Stirnebene nach oben geschwenkt ist. Damit ist
eine ausgesprochen exakte Kantenführung möglich.
[0009] Es liegt aber auch im Rahmen der Erfindung, die Rolle über elastische Elemente an
einer Lagerung zu befestigen, die eine horizontale Achse aufweist. Mit dieser Variante
lassen sich auch bereits vorhandene Verdichtungsvorrichtungen auf die erfindungsgemäße
Rolle umrüsten. Dabei können die elastischen Elemente dann sich in Axialrichtung verformende
Gummipuffer sein, die rollenseitig an einem parallel zur Stirnebene verlaufenden Befestigungsflansch
angreifen. Diese elastischen Elemente können den dabei zwischen Rolle und Achse auftretende
Versatz in der Größenordnung von etwa 5°, vorzugsweise 1° bis 2° problemlos ausgleichen.
[0010] Grundsätzlich kann eine derartige Rolle als Zusatzteil für eine Straßenwalze vorgesehen
werden und als solches an einem separaten Kragarm befestigt werden.
[0011] Es ist aber nur im Rahmen der hier vorliegenden Erfindung, die Verdichtungswalze
einer Straßenwalze entsprechend auszubilden.
[0012] Dabei hat es sich als besonders günstig herstellbar erwiesen, die Walze mittels einer
Bandage herzustellen, die einen keilförmigen Querschnitt aufweist, was mit einer im
wesentlichen zylindrischen Innenkontur der Walze einhergeht. Bei einer anderen Ausführungsform
entspricht der Zuschnitt der Bandage insgesamt der Abwicklung eines Kegelstumpfmantels
und ist somit über den gesamten Querschnitt gleich dick.
[0013] Die erfindungsgemäßen Walzen lassen sich sowohl bei rein statischem Einsatz der Straßenwalze
verwenden, als auch mit Vibrationen.
[0014] Bei Straßenwalzen kann dabei eine über die gesamte Arbeitsbreite gehende Verdichtungswalze
mit der sich konusartig verjüngenden Kontur vorgesehen sein. Dabei ist es auch möglich,
bei einer Tandemwalze sowohl die vordere als auch die hintere Walze erfindungsgemäß
auszubilden, wobei die Vorder- und Hinterwalze in entgegengesetzten Richtungen seitlich
über den eigentlichen Maschinenkörper der Straßenwalze hinausragen. Die Achsen der
Verdichtungswalzen sind dabei in entgegengesetzte Richtungen geneigt, so daß jeweils
die außen liegenden Stirnebenen sowohl der Vorder- als auch der Hinterwalze in der
Richtung nach oben nach innen geneigt sind.
[0015] Alternativ hierzu wird vorgeschlagen, an einer Achse der Straßenwalze, vorzugsweise
vorne, zwei entgegengesetzt gerichtete erfindungsgemäße Rollen als Verdichtungswalzen
zu montieren, bei denen die jeweils außen liegenden Stirnseiten ebenfalls seitlich
über den Maschinenkörper hinausragen und in der Richtung nach oben nach innen geneigt
sind. Da bei einer derartigen Ausbildung einer Straßenwalze wegen der dann innenliegenden
Halterung für die beiden Walzen bei der Verdichtung ein mittlerer Bereich unbearbeitet
bleibt, wird eine derartige Straßenwalze auch eine diesen mittleren Bereich bearbeitende
Verdichtungswalze aufweisen. Diese weitere Verdichtungswalze ist dabei vorzugsweise
eine an der anderen Achse montierte Verdichtungswalze herkömmlicher Bauweise, das
heißt mit zylindrischer Außenkontur und einer Breite, die geringer ist als die der
beiden Walzen an der erstgenannten anderen Achse.
[0016] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen. Dabei zeigt
- Figur 1
- Schnitt durch eine Rolle als Anbauteil;
- Figur 2
- Schnitt durch eine erfindungsgemäße Rolle als Verdichtungswalze einer Straßenwalze
und
- Figur 3
- Achse einer Straßenwalze mit zwei erfindungsgemäßen Verdichtungswalzen.
[0017] In Figur 1 wird eine Andrückrolle gezeigt, die als Anbauteil an einer bekannte Straßenwalze
ausgebildet ist. Diese Straßenwalze hat eine Verdichtungswalze mit einer zylindrischen
Bandage 1, mit der in bekannter Weise die Verdichtung eines Bodens oder Bodenbelages
2 erfolgt. Im dargestellten Beispiel wird der Bodenbelag bis an eine senkrecht aufsteigende
Mauer 3 verlegt und soll bis zu der entsprechenden Anschlußstelle verdichtet werden.
Üblicherweise wird dazu mit der Straßenwalze dicht entlang der Mauer 3 gefahren, wobei
die Stirnkante 4 der Verdichtungswalze direkt parallel an der Mauer 3 entlang geführt
wird. Leichte Fahrfehler führen dabei schon zu einer Beschädigung der Mauer 3 und
damit zu teuren Reparaturen.
[0018] Um dies zu verhindern, wird neben der zylindrischen Bandage eine Rolle 5 auf den
Boden 2 gedrückt, die im. wesentlichen die Form eines Kegelstumpfes hat, das heißt
eine Kontur, die sich von einer seitlich außenliegenden Stirnebene 6 konusartig verjüngt.
Diese Rolle ist jetzt so geneigt, daß die Stirnebene 6 nach oben eine Neigung nach
innen aufweist. - Soweit hier von außen oder innen gesprochen wird bezieht sich dies
auf die Längsachse der Straßenwalze. -
[0019] So wird erreicht, daß die Rolle 5 nur im unteren Bereich 7 Kontakt mit der Wand 3
haben kann, während sie ansonsten einen ausreichenden Abstand zu dieser einhält. Damit
führen leichte Fahrfehler nicht zu einer Beschädigung des Gebäudes.
[0020] Die Unterseite 8 der Rolle ist dabei horizontal ausgerichtet, so daß der gesamte
Boden 2 eine einheitlich ebene Fläche bildet.
[0021] Die Rolle 5 ist über eine starre Lagerung 9 an einem Kragarm 10 befestigt, mit dem
sie in bekannter Weise in eine Betriebsposition und aus dieser herauszuschwenken ist.
[0022] Die starre Lagerung 9 ist dabei so ausgebildet, daß ihre Achse 23 um einen Winkel
nach oben geschwenkt ist, der dem Neigungswinkel 11 der Stirnebene 6 der Rolle entspricht.
Aufgrund dieser starren Lagerung ist die Rolle exakt zu führen.
[0023] In der Figur 2 ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Gleiche Gegenstände
sind mit gleichen Bezugsziffern versehen.
[0024] Bei der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist die Rolle als
Verdichtungswalze 12 einer Straßenwalze ausgebildet. Von der Straßenwalze ist lediglich
das Antriebsgehäuse 13 sowie ein Teil des dieses tragende Chassis gezeigt. Die Verdichtungswalze
12 hat ebenfalls eine Kontur, die sich von einer seitlich außenliegenden Stirnebene
14 aus konusartig verjüngt. Indem die Verdichtungswalze mit ihrem sich konusartig
verjüngenden Mantel auf dem Boden 2 aufsteht, wird die genannte Stirnebene 14 leicht
nach innen geneigt, wodurch auch mit einer derart ausgebildeten Verdichtungswalze
12 an einer Mauer 3 entlang gefahren werden kann, wobei nur in einem unteren Bereich
7 ein Kontakt zwischen der Verdichtungswalze 12 und der Mauer 3 auftreten kann.
[0025] Die sich konusartig verjüngende Kontur der Verdichtungswalze wird erreicht, indem
die Bandage 16 der Walze im Querschnitt keilförmig ausgebildet ist. Im inneren hat
die Verdichtungswalze 12 so eine zylinderförmige Ausgestaltung.
[0026] Zur Befestigung der Verdichtungswalze weist sie einen Befestigungsflansch 17 auf,
der parallel zur Stirnebene 14 verläuft und über den sie an einen Antrieb oder ihre
sonstige Lagerung an der Straßenwalze anzukoppeln ist. Dabei befinden sich zwischen
diesem Befestigungsflansch 17 und der entsprechenden straßenwalzenseitigen Ankoppelscheibe
18 über den Umfang des Flansches verteilt eine Mehrzahl von elastischen Elementen
19, mit denen ein Winkelausgleich erfolgen kann zwischen der geneigten Mittelachse
20 der Verdichtungswalze 12 und der horizontal verlaufenden Achse 21 des Antriebes.
Dieser Winkelunterschied beträgt etwa 1° bis 5°, vorzugsweise 1° bis 2°. Aufgrund
dieser elastischen Ankoppelung ist es möglich, eine derart erfindungsgemäß ausgebildete
Verdichtungswalze auch bei den bisher verwandten Straßenwalzen anzubringen. Selbstverständlich
liegt es auch im Rahmen der Erfindung, die antriebsseitige Achse gemäß der geneigten
Mittelachse der Verdichtungswalze auszurichten und die Verdichtungswalze dann starr
zu befestigen.
[0027] Grundsätzlich kann dabei die Verdichtungswalze gemäß den bisher bekannten Methoden
sowohl statisch eingesetzt werden oder aber mit Vibrationen.
[0028] Während die in Figur 2 dargestellte Verdichtungswalze sich über die gesamte Breite
einer Straßenwalze erstrecken kann, ist in Figur 3 eine Variante dargestellt, bei
der zwei sich von außen zur Mitte hin konusartig verjüngende erfindungsgemäße Verdichtungswalzen
zu erkennen sind. Diese sind wie in der Figur 2 dargestellt jeweils über elastische
Elemente 19 an entsprechenden Ankoppelscheiben 18 befestigt, über die sie vom Antrieb
13 kommend angetrieben werden. Da die entsprechenden Mittelachsen 20 für beide Walzen
nach oben geneigt sind, wird der Boden 2 insgesamt eben verdichtet. Dabei bleibt aber
ein zwischen den beiden Verdichtungswalzen liegender Bereich 22 unbearbeitet. Er wird
von einer weiteren, hier nicht dargestellten Verdichtungswalze der Straßenwalze nachverdichtet.
Da die Stirnebenen 14 der beiden Verdichtungswalzen 12 jeweils nach innen geneigt
sind, eignet sich eine derartige Walzenkombination, um alternativ oder aber gleichzeitig
einen Boden bis an eine links oder rechts aufragende Wand 3 heran zu verdichten, ohne
daß die Gefahr besteht, mit leichten Lenkfehlern an dieser Wand Schäden zu verursachen.
1. Vorrichtung zur Boden- und Asphaltverdichtung mit mindestens einer Rolle (12), die
eine sich von einer seitlich außenliegenden Stirnebene (14) aus konusartig verjüngende
Kontur hat,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rolle (12) eine Verdichtungswalze einer Straßenwalze ist und, wenn sie auf dem
Boden aufsteht, die Stirnebene (14) nach oben eine Neigung nach innen aufweist.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Unterseite der Rolle im wesentlichen horizontal verläuft.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rolle an einer Lagerung befestigt ist, deren Achse um den Neigungswinkel der
Stirnebene nach oben geschwenkt ist.
4. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rolle (12) über elastische Elemente (19) an eine Lagerung (13) mit horizontaler
Achse (21) anschließbar ist.
5. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rolle (12) einen parallel zur Stirnebene (14) verlaufenden Befestigungsflansch
(17) aufweist.
6. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rolle (12) eine im wesentlichen zylindrische Innenkontur und eine Mantelbandage
(16) mit keilförmigen Querschnitt aufweist.
7. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rolle statisch belastet wird.
8. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rolle vibrierend belastet wird.
1. Ground and asphalt compacting device comprising at least one roller having a cone-like
contour tapering from a face plane located laterally outside,
characterized in that
the roller (12) is a compaction roller of a road roller and that its face surface
is upwardly inclined to the inside when the roller touches the ground.
2. Device according to claim 1,
characterized in that
the bottom side of the roller is extending basically in horizontal direction.
3. Device according to claim 1,
characterized in that
the roller is mounted to a bearing the axis of which is tilted upwards by the angle
of inclination of the face plane.
4. Device according to claim 1,
characterized in that
the roller can be connected to a bearing with a horizontal axis via elastic elements.
5. Device according to claim 1,
characterized in that
the roller has a mounting flange which is extending parallel to the face plane.
6. Device according to claim 1,
characterized in that
the roller (12) has an essentially cylindrical inner contour and a facing (16) with
a wedge shaped cross-section.
7. Device according to claim 1,
characterized in that
the roller is charged with a static load.
8. Device according to claim 1,
characterized in that
the roller is charged with a vibratory load.
1. Dispositif pour compacter le sol et l'asphalte, avec au moins un rouleau (12) qui
présente un contour effilé en forme de cône depuis un plan frontal (14) latéralement
extérieur, caractérisé en ce que le rouleau (12) est un rouleau de compactage d'un rouleau compresseur et le plan
frontal (14) présente en direction du haut une inclinaison vers l'intérieur quand
il se dresse sur le sol.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la face inférieure du rouleau s'étend pour l'essentiel horizontalement.
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rouleau est fixé sur un support dont l'axe est pivoté vers le haut de l'angle
d'inclinaison du plan frontal.
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rouleau (12) peut être raccordé à un support (13) à axe (21) horizontal par l'intermédiaire
d'éléments élastiques (19).
5. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rouleau (12) présente une bride de fixation (17) s'étendant parallèlement au plan
frontal (14).
6. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rouleau (12) présente un contour intérieur pour l'essentiel cylindrique et un
bandage extérieur (16) de section cunéiforme.
7. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rouleau est chargé statiquement.
8. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rouleau est chargé de manière vibrante.