[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Mehrzweckschiene zur Ausführung von Putzarbeiten
oder dergleichen, wobei die Mehrzweckschiene im Bereich ihrer mittleren Längsachse
einen exponierten Bereich aufweist, der zwei in etwa gleiche Profilhälften (Flügel)
der Mehrzweckschiene miteinander verbindet.
[0002] Eine derartige Mehrzweckschiene ist aus der G 94 09 450 bekannt. Sie weist jedoch
mehrere Nachteile auf. So ist zum Beispiel der besagte exponierte Bereiche aufgrund
seiner Breite nach Aufbringen von Putz, Farbe oder dergleichen noch deutlich zu sehen
und beeinträchtigt dort das äußere Erscheinungsbild. Desweiteren läßt sich die Mehrzweckschiene
schwer ausrichten und aufgrund der flachen Oberfläche auf der dem abzudeckenden Bereich
abgewandten Seite haftet das aufzubringende Material dort vergleichsweise schlecht.
[0003] Aus der G 94 18 150 ist ebenfalls eine Mehrzweckschiene bekannt. Auch diese weist
die bereits genannten Nachteile auf.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Mehrzweckschiene
der oben genannten Art bereitzustellen, mit deren Oberfläche sich Material wie Putz,
Farbe, Klebemittel oder dergleichen gut verbindet, die sich während der Bearbeitung
gut ausrichten läßt, das Abstreifen von Material erleichtert und nach Aufbringen von
Material das äußere Erscheinungsbild möglichst wenig beeinträchtigt.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs
gelöst. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Oberfläche der Flügel mit längsverlaufenden
Nuten versehen ist, daß ein Abstreifer über eine Sollbruchstelle mit dem exponierten
Bereich verbunden ist und daß die Flügel in Richtung ihrer Flügelunterseite zueinander
angewinkelt sind. Somit verbindet sich Material wie Putz, Farbe, Klebemittel oder
dergleichen gut mit der Oberfläche der Mehrzweckschiene und diese läßt sich während
der Bearbeitung gut ausrichten, wobei das Abstreifen von Material erleichtert und
nach Aufbringen von Material das äußere Erscheinungsbild wenig beeinträchtigt wird.
[0006] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Nuten schwalbenschwanzförmig
ausgebildet und deren Breite verjüngt sich zur Flügeloberfläche hin. Hierdurch wird
die Haftung von aufzubringendem Material wie Putz, Farbe, Klebemittel oder Farbe oder
dergleichen weiter verbessert.
[0007] Es ist zweckmäßig, wenn durch die Nuten der Flügelunterseite schwalbenschwanzförmige
Anformungen bedingt sind, deren Oberfläche nach innen gewölbt ist. Hierdurch entsteht
eine gewisse Saugwirkung und die Haftung der Mehrzweckschiene auf dem Untergrund wird
noch verbessert.
[0008] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist der Abstreifer
einen kreisförmigen Querschnitt auf. Dies ist zum einen fertigungstechnisch günstig,
zum anderen wird an allen Stellen des Abstreifers die gleiche Abstreifwirkung erzielt.
[0009] Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist der exponierte
Bereich mit Kerben versehen. Dadurch wird auch in diesem Bereich die Haftungsfähigkeit
eines aufzubringenden Materials erhöht.
[0010] Wenn der exponierte Bereich gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ein
sichelförmiges Profil aufweist, deren Sichelspitzen nach unten weisen, wird eine unterseitige
Aushöhlung geschaffen, welche die Ausrichtung der Mehrzweckschiene im Eckbereich erleichtert.
[0011] Es ist zweckmäßig, wenn die Sichelspitzen des exponierten Bereichs jeweils mit den
Flügeln in Form von Sollbruchstellen verbunden sind. Dadurch wird eine starke Biegung
der Mehrzweckschiene, wie es im Eckbereich notwendig ist, stark erleichtert. Außerdem
kann auf diese Weise ein nicht benötigter Flügel leichter entfernt werden.
[0012] Eine andere zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß der exponierte
Bereich ein Treppenprofil aufweist. Dadurch wird die Haftung des aufzubringenden Materials
auch an dieser Stelle optimiert. Außerdem werden auch bei der Montage der Mehrzweckschiene
im Eckbereich dadurch optimale Anschlagflächen für das aufzubringende Material gebildet.
[0013] Es ist gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß am unterseitigen
Ende des Treppenprofils der rechte Flügel über eine Sollbruchstelle angeformt ist.
Dadurch kann die Biegung der Mehrzweckschiene beim Einsatz im Eckbereich erleichtert
werden und bei Bedarf kann man den rechten Flügel problemlos abtrennen.
[0014] Um die Mehrzweckschiene auch zur Abdeckung bogenförmiger Bereiche verwenden zu können,
sieht eine sinnvolle Ausgestaltung der Erfindung vor, daß die Flügel vom Rand ausgehende,
V-förmige Ausschnitte aufweisen, die in Längsrichtung der Mehrzweckschiene gegeneinander
versetzt sind und deren Spitzen zur Mitte der Mehrzweckschiene weisen.
[0015] Im folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand von konkreten Ausführungsbeispielen
mit den nachfolgenden Zeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigen
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung im Profil und stark vergrößert;
- Fig. 2
- eine mögliche Anwendung des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 im Eckbereich einer
Wand;
- Fig. 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung im Profil und stark vergrößert;
- Fig. 4
- eine mögliche Anwendung des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 3 im Eckbereich einer
Wand;
- Fig. 5
- die Draufsicht auf einen Teilbereich der erfindungsgemäßen Schiene, wobei die Details
weggelassen sind, jedoch mit V-förmigen Ausnehmungen im Randbereich;
- Fig. 6
- eine mögliche Anwendung der Mehrzweckschiene gemäß Fig. 5;
- Fig. 7
- ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung im Profil und stark vergrößert.
[0016] Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Mehrzweckschiene
1 im Profil. Dabei läßt sich das Profil grob in drei Bereiche zergliedern, und zwar
einen linken Flügel 10a, einen Vorsprung beziehungsweise exponierten Bereich 18 und
einen rechten Flügel 10b. Wie man sieht, befindet sich der exponierte Bereich 18 in
etwa in der Mitte des Profils der Mehrzweckschiene 1 und bildet eine Art Symmetrielinie,
von dem sich zwei gleiche Flügel zu jeder Seite ausbreiten, und zwar nach links der
linke Flügel 10a und nach rechts der rechte Flügel 10b. Die Darstellung ist stark
vergrößert, so beträgt die Spannweite vom Ende des Flügels 10a bis zum Ende des Flügels
10b in der Realität vorzugsweise 3 bis 5 cm. In der Länge allerdings weist die Mehrzweckschiene
1 vorzugsweise Abmessungen von 1 m, 1,50 m oder 2 m auf und kann nach Bedarf abgelängt
werden.
[0017] Wie man erkennen kann, weisen der linke und der rechte Flügel 10a, 10b gleiche Form
auf. Sie sind jeweils über eine Sollbruchstelle 20 mit dem exponierten Bereich 18
verbunden, wobei sich deren Querschnitt zum Flügelende hin, also zum Randbereich hin
verjüngt. Desweiteren ist ein abzudeckender Bereich 21 (z. B. Mauerwerk) gestrichelt
angedeutet, auf den die Mehrzweckschiene 1 zwecks Abdeckung aufgebracht wird.
[0018] Jeder Flügel 10a, 10b weist an seiner oberen Seite, das heißt, der dem abzudeckenden
Bereich 21 abgewandten Seite, sechs schwalbenschwanzförmige Nuten 15 auf, welche in
gleichem Abstand entlang jeden Flügelprofils angeordnet sind. Die Tiefe der Nuten
15 nimmt vom Rand in Richtung des exponierten Bereichs 18 jeweils leicht zu.
[0019] Auf der Unterseite eines jeden Flügels, also der dem abzudeckenden Bereich 21 zugewandten
Seite, weisen die Flügel jeweils sechs schwalbenschwanzförmige Nuten 16 auf, welche
ebenso gleichmäßig beabstandet sind. Die Nuten 15 der Flügeloberseite und die Nuten
16 der Flügelunterseite sind zueinander versetzt angeordnet. Der Querschnitt der schwalbenschwanzförmigen
Nuten 15 und 16 verjüngt sich dabei jeweils in Richtung der Flügeloberfläche.
[0020] Durch die schwalbenschwanzförmigen Nuten 16 der Flügelunterseite sind schwalbenschwanzförmige
Anformungen 17 bedingt, deren dem abzudeckenden Bereich 21 zugewandten Seite leicht
nach innen gewölbt ist. Die Tiefe der schwalbenschwanzförmigen Nuten 15, 16 beträgt
dabei ungefähr knapp die Hälfte der Flügeldicke an der betreffenden Stelle, wobei
die breiteste Stelle der Nuten 16 in etwa 1/14 der Flügellänge beträgt. Die breiteste
Stelle der Nuten 15 der Flügeloberseite beträgt ungefähr die Hälfte der breitesten
Stelle der Nuten 16 der Flügelunterseite.
[0021] Wie bereits erwähnt, befindet sich im Bereich der Mitte der Mehrzweckschiene 1 ein
exponierter Bereich 18. Dieser ist mit den beiden Flügeln 10a, 10b jeweils über eine
Sollbruchstelle 20 verbunden. Der exponierte Bereich 18 weist dabei in etwa eine sichelförmige
Form auf, deren Sichelspitzen nach unten weisen und die Sollbruchstellen 20 bilden.
An der höchsten Stelle der Sichel geht der exponierte Bereich 18 in eine spitz zulaufende
Trennwand 13 über, welche ihrerseits in einen kreisförmigen Abstreifer 11 übergeht.
Der Abstreifer 11 und die Trennwand 13 sind über eine Sollbruchstelle 12 miteinander
verbunden. Beidseitig der Trennwand 13 weist der exponierte Bereich 18 jeweils eine
V-förmige Kerbe 14 auf. Durch die nach außen gewölbte Form des exponierten Bereichs
18 bildet sich an der Unterseite des exponierten Bereichs 18 eine deutlich sichtbare
Aushöhlung 19 aus, welche in etwa halbkreisförmig ist und deren oberer Punkt noch
über der Oberseite der Flügel 10a, 10b liegt. An der Flügelunterseite wird diese Aushöhlung
19 beidseitig durch je eine Anformung 17 begrenzt.
[0022] An der Fig. 1 ist weiterhin ersichtlich, daß die Mehrzweckschiene 1 im Vergleich
zur Ebene des abzudeckenden Bereichs 21 unter einer gewissen Vorspannung steht, welche
durch den Vorspannungswinkel α deutlich wird. Dieser Vorspannungswinkel α ist spitz
und beträgt vorzugsweise etwa 5°. Die Flügel (10a, 10b) sind also in Richtung ihrer
Unterseite zueinander angewinkelt.
[0023] Die Vorteile der erfindungsgemäßen Mehrzweckschiene werden deutlich, wenn man beschreibt,
wie diese an ebenen Unterlagen oder auch an Eckbereichen eingesetzt wird. So wird
der abzudeckende Bereich zunächst mit einem geeigneten Klebemittel 4 (vergleiche auch
Fig. 2) versehen. Die Mehrzweckschiene 1 wird dann mit ihrer Unterseite auf den abzudeckenden
Bereich 21 aufgelegt. Durch den vorhandenen Vorspannungswinkel α wird eine Ausrichtung
und Verschiebung der Mehrzweckschiene erheblich erleichtert. Dadurch liegen nämlich
nur die Enden der Flügel 10a, 10b auf und es kommt in der ersten Phase der Montage
nur zu einer geringen Berührungsfläche, was ein Verschieben und Ausrichten erleichtert.
Auch nach dem anfänglichen Ausrichten erleichtert der Vorspannungswinkel α das endgültige
Justieren, da die Mehrzweckschiene 1 an den Endbereichen der Flügel 10a, 10b bereits
definiert aufliegt und eine endgültige Justage der Mehrzweckschiene 1 nur noch durch
ein Andrücken derselben im Bereich des exponierten Bereichs 18 erfolgen muß. Ein Kippen
oder Lösen an anderen Stellen der Mehrzweckschiene ist so nicht mehr möglich.
[0024] Beim Andrücken der Mehrzweckschiene 1 füllen sich die schwalbenschwanzförmigen Ausnehmungen
16 mit Leim, wobei durch deren spezielle Form eine besonders gute Haftung zwischen
Leim und Mehrzweckschiene gewährleistet ist. Darüber hinaus wird durch die leichte
Innenwölbung der schwalbenschwanzförmigen Anformungen 17 ein gewisser Saugeffekt herbeigeführt,
der den Halt der Mehrzweckschiene auf dem Untergrund weiter erhöht.
[0025] Fig. 2 zeigt die Anwendung der erfindungsgemäßen Mehrzweckschiene 1 im Bereich einer
Ecke 22. Dabei ist die Mehrzweckschiene 1 bereits mittels Klebemittel 4 auf den abzudeckenden
Bereich 21 aufgebracht. An dieser Figur wird auch der Vorteil der schwalbenschwanzförmigen
Ausnehmungen 15 der Flügeloberseite deutlich. In diese Ausnehmungen kann sich nämlich
das auf die Mehrzweckschiene 1 aufzubringende Material wie z. B. Putz oder Farbe gut
einlagern. Eine vergleichbare Funktion haben auch die V-förmigen Kerben 14 des exponierten
Bereichs 18. Die Kerben 14 können natürlich auch eine andere Form aufweisen.
[0026] Wie aus Fig. 2 deutlich wird, kann der Abstreifer 11 sehr gut zum Abstreifen des
Materials vom Werkzeug (z. B. einer Kelle) und zum definierten Abgrenzen des aufzubringenden
Materials 3 dienen. Das Material kann auch ebensogut mit Hilfe anderer Verfahren aufgebracht
werden, beispielsweise aufgespritzt werden oder dergleichen. In Fig. 2 ist das aufzubringende
Material beidseitig aufgebracht. Die Mehrzweckschiene führt somit im Bereich des Abstreifers
11 zu einer definierten Trennung des aufzubringenden Materials 3, wobei dies auf jedem
Flügel auch unterschiedliche Materialien sein können wie z. B. unterschiedliche Farben.
Nach Aushärtung des aufzubringenden Materials 3 kann der Abstreifer 11 sehr leicht
entfernt werden. Dies ist möglich, da dieser mittels der Sollbruchstelle 12 mit der
Trennwand 13 verbunden ist. Nach Abtrennung des Abstreifers 11 sieht man daher aufgrund
der dünnen Sollbruchstelle 12 die Trennwand 13 der Mehrzweckschiene 1 nicht mehr und
es entsteht der Eindruck, als ob die aufzubringenden Materialien 3 an dieser Stelle
eine nahtlose Ecke bilden. Wie bereits erwähnt, wird durch die sichelförmige Ausgestaltung
des exponierten Bereichs 18 an der Unterseite der Mehrzweckschiene 1 eine vergleichsweise
großzügige Aushöhlung 19 gebildet. Diese Aushöhlung 19 kommt insbesondere bei der
Anwendung der Mehrzweckschiene 1 an einer Ecke 22 zur Geltung, da dadurch ein Verschieben
und Ausrichten zusätzlich erleichtert wird. Das Verbiegen der Mehrzweckschiene 1 wird
dabei durch die dünnen Sollbruchstellen 20 erleichtert. Genauso ist der Fall denkbar,
daß nur ein Flügel 10a oder 10b zum Abdecken benötigt wird. In diesem Fall läßt sich
der nicht benötigte Flügel der Mehrzweckschiene 1 leicht an einer der Sollbruchstellen
20 von der Mehrzweckschiene 1 trennen. Dieser Fall kann natürlich sowohl beim Abdecken
eines ebenen Wandbereichs als auch eines eckigen Wandbereichs auftreten.
[0027] In Fig. 3 wird eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mehrzweckschiene
gezeigt. Wie man sieht, besteht diese Mehrzweckschiene 1' ebenso aus einem linken
Flügel 10a', einem rechten Flügel 10b' und einem exponierten Bereich 18', welcher
sich in etwa im mittleren Bereich der Mehrzweckschiene 1' befindet. Auch die Fig.
3 zeigt die Mehrzweckschiene 1' wiederum in stark vergrößertem Maßstab im Profil.
Man sieht, daß die Flügel 10a', 10b' in etwa die Form der Flügel 10a, 10b aufweisen
und ebenso an der Flügeloberseite jeweils schwalbenschwanzförmige Ausnehmungen 15'
und an der Flügelunterseite schwalbenschwanzförmige Ausnehmungen 16' beziehungsweise
schwalbenschwanzförmige Anformungen 17' vorhanden sind. Gleichermaßen sind die Flügel
jeweils mit einem Vorspannungswinkel α

versehen.
[0028] Lediglich der mittlere Bereich der Mehrzweckschiene 1' weist gegenüber der Mehrzweckschiene
1 deutliche Unterschiede auf. So geht im mittleren Bereich der linke Flügel 10a' in
den exponierten Bereich 18' über, der sich ähnlich dem Profil einer Treppe um etwa
30° bis 40° aus der Ebene des linken Flügels 10a' nach oben erstreckt. Das Treppenprofil
wird dadurch erzeugt, daß in den exponierten Bereich 18' direkt nebeneinander verlaufende
Kerben 14' eingebracht sind. Als Verlängerung des Treppenprofils ist ein Abstreifer
11' angeformt, welcher über eine Sollbruchstelle 12' mit dem treppenförmigen exponierten
Bereich 18' verbunden ist. Der Abstreifer 11' weist dabei die gleiche From auf wie
der Abstreifer 11 der Mehrzweckschiene 1.
[0029] Am unterseitigen Ende des exponierten Bereichs 18', das heißt, des treppenförmigen
Profils, ist der rechte Flügel 10b' über eine Sollbruchstelle 20' angeformt. Durch
die an der Unterseite der Mehrzweckschiene 1' den mittleren Bereich umgrenzenden schwalbenschwanzförmigen
Anformungen 17' wird eine Aushöhlung 19' gebildet. Diese Aushöhlung 19' weist im wesentlichen
ebenso ein schwalbenschwanzförmiges Profil auf und in etwa eine Tiefe, die der der
Ausnehmungen 16' entspricht. Die Breite der Aushöhlung 19' entspricht dabei etwas
mehr als dem dreifachen der Breite der Ausnehmungen 16'.
[0030] Fig. 4 zeigt einen möglichen Einsatzfall der Mehrzweckschiene 1'. Dabei deckt die
Mehrzweckschiene 1' einen abzudeckenden Bereich 21 über eine Ecke 22 ab. Es wird auch
hier nachvollziehbar, daß die schwalbenschwanzförmigen Ausnehmungen 16' das Klebemittel
4 gut aufnehmen können und durch die leicht nach innen gewölbte Oberfläche der schwalbenschwanzförmigen
Anformungen 17' ein zusätzlicher Halteeffekt erzielbar ist. Gleichermaßen geben die
schwalbenschwanzförmigen Ausnehmungen 15' der Flügeloberseite dem aufzubringenden
Material 3 zusätzlichen Halt. Auch der exponierte Bereich 18' erhöht durch die Kerben
14', die wie gesagt dem exponierten Bereich 18' ein treppenförmiges Profil verleihen,
die Haftungsfähigkeit des aufzubringenden Materials 3 an dieser Stelle.
[0031] An der Fig. 4 wird deutlich, daß sich die Mehrzweckschiene 1' aufgrund der Sollbruchstelle
20' auch sehr gut im Eckbereich 22 eines abzudeckenden Bereiches (z. B. Mauerwerk)
einsetzen läßt, da durch die Sollbruchstelle 20' ein rechtwinkliges Abknicken eines
Flügels erleichtert wird. Natürlich kann auch hier die Sollbruchstelle 20' zum leichten
Entfernen des rechten Flügels 10b' dienen.
[0032] Es wird deutlich, daß auch in dem in Fig. 4 gezeigten Anwendungsfall beidseitig des
exponierten Bereichs 18' für das aufzubringende Material 3 eine gute Auflage beziehungsweise
Trennfläche gebildet wird. So wird deutlich, daß sich beidseitig des exponierten treppenförmigen
Bereichs 18' und im Bereich des Abstreifers 11' ein guter Trennbereich beziehungsweise
gute Anschlagflächen für das aufzubringende Material 3 gebildet werden. Auf der Oberseite
des exponierten Bereichs 18' werden durch die Kerben 14' beziehungsweise die Treppenstufen
gute Anschlag- und Haftungsmöglichkeiten für das aufzubringende Material 3 bereitgestellt.
Auch hierbei läßt sich während des Auftragens des Materials 3 der Abstreifer 11' gut
zum Abstreifen von an einem Werkzeug haftenden Material verwenden, zum anderen kann
der Abstreifer nach Aushärtung des Materials 3 aufgrund der vorhandenen Sollbruchstelle
12' problemlos von der Mehrzweckschiene 1' abgetrennt werden, so daß auch hier ein
optisch ansprechender Materialübergang erzielt werden kann.
[0033] Fig. 7 zeigt nur eine leicht veränderte Ausführung der Mehrzweckschiene gemäß Fig.
3 im Bereich des Abstreifers. So wird eine Mehrzweckschiene 1''' dargestellt, deren
Abstreifer 11''' am oberen Ende des treppenförmigen exponierten Bereichs 18''' über
eine vertikale Trennwand 13''' nach oben hin abgewinkelt ist.
[0034] Es ist durchaus möglich, daß die Mehrzweckschiene auch bogenförmig verlaufende Bereiche
abdecken soll. Für diesen Anwendungsfall kann man sich eine Variante der in den Fig.
1, 3 und 7 dargestellten Mehrzweckschienen 1, 1', 1''' vorstellen. Fig. 5 zeigt eine
solche Variante einer Mehrzweckschiene 1'' von oben, wobei die in den Fig. 1 bis 4
und 7 gezeigten Details der Oberflächen nicht dargestellt sind. Um die Mehrzweckschiene
in einem bestimmten Radius verlegen zu können, ist hierbei nur wesentlich, daß die
Mehrzweckschiene 1'' beidseitig ihrer Mittellinie 8 V-förmige Ausschnitte 7 aufweist,
deren Spitzen auf die Mittellinie 8 zeigen und welche gegeneinander in Längsrichtung
der Mehrzweckschiene 1'' versetzt sind.
[0035] Fig. 6 zeigt einen möglichen Anwendungsfall einer solchen Variante. Hierbei soll
z. B. der obere Bereich eines Torbogens abgedeckt werden. Beim Verlegen der Mehrzweckschiene
1'' im Radius des Torbogens schließen sich die V-förmigen Ausschnitte 7 auf der nach
innen gekrümmten Seite der Mehrzweckschiene 1'', wobei diese sich auf der anderen
Seite der Mehrzweckschiene aufspreizen und somit eine Krümmung des außenliegenden
Randbereichs ermöglichen.
1. Mehrzweckschiene zur Ausführung von Putzarbeiten oder dergleichen, wobei die Mehrzweckschiene
im Bereich ihrer mittleren Längsachse einen exponierten Bereich aufweist, der zwei
in etwa gleiche Profilhälften (Flügel) der Mehrzweckschiene miteinander verbindet,
dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der Flügel (10a, 10a', 10a''', 10b, 10b',
10b''') mit längs verlaufenden Nuten (15, 15', 15''', 16, 16', 16''') versehen ist,
daß ein Abstreifer (11, 11', 11''') über eine Sollbruchstelle (12, 12', 12''') mit
dem exponierten Bereich (18, 18', 18''') verbunden ist und daß die Flügel (10a, 10a',
10a''', 10b, 10b', 10b''') in Richtung ihrer Flügelunterseite zueinander angewinkelt
sind.
2. Mehrzweckschiene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (15, 15',
15''', 16, 16', 16''') schwalbenschwanzförmig ausgebildet sind und deren Breite sich
zur Flügeloberfläche hin verjüngt.
3. Mehrzweckschiene nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Nuten
(16, 16', 16''') der Flügelunterseite schwalbenschwanzförmige Anformungen (17, 17',
17''') bedingt sind, deren Oberfläche nach innen gewölbt ist.
4. Mehrzweckschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstreifer (11, 11', 11''') einen kreisförmigen Querschnitt aufweist.
5. Mehrzweckschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
exponierte Bereich (18, 18', 18''') mit Kerben (14, 14', 14''') versehen ist.
6. Mehrzweckschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
exponierte Bereich (18) in etwa ein sichelförmiges Profil aufweist, deren Sichelspitzen
nach unten weisen.
7. Mehrzweckschiene nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Sichelspitzen des
exponierten Bereichs (18) jeweils mit den Flügeln (10a, 10b) in Form von Sollbruchstellen
(20) verbunden sind.
8. Mehrzweckschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
exponierte Bereich (18', 18''') in etwa ein Treppenprofil aufweist.
9. Mehrzweckschiene nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß am unterseitigen Ende
des Treppenprofils der rechte Flügel (10b', 10b''') über eine Sollbruchstelle (20',
20''') angeformt ist.
10. Mehrzweckschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Flügel der Mehrzweckschiene (1, 1', 1'', 1''') vom Rand ausgehende, V-förmige Ausschnitte
(7) aufweisen, die in Längsrichtung der Mehrzweckschiene gegeneinander versetzt sind
und deren Spitzen zur Mitte der Mehrzweckschiene weisen.