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EP 0 822 383 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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04.02.1998 Patentblatt 1998/06 |
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Anmeldetag: 19.07.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F41G 7/22 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
03.08.1996 DE 19631435
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Anmelder: Daimler-Benz Aerospace
Aktiengesellschaft |
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81663 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Riedl, Günther, Dipl.-Ing.
82544 Egling (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hummel, Adam |
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c/o Daimler-Benz AG,
Patente FTP/M,
Postfach 80 11 09 81663 München 81663 München (DE) |
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Verfahren zur Zielverfolgung bei Störmassnahmen |
(57) In den Strahlengang eines Zielsuchkopfes ist ein steuerbares Dämpfungsfilter angeordnet
das im Normalzustand transparant ist und bei Erkennung von Störstrahlung auf eine
wahlbare hohe Durchgangsdämpfung einstellbar ist.
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[0001] Infrarot-Zielsuchköpfe aller Typen - wie beispielsweise Reticle-, Scan-, oder FPA-Sucher
- werden in ihrer Leistungsfähigkeit durch gerichtete Störmaßnahmen, wie Lampen- oder
Laserstörer, beeinträchtigt. Diese Beeinträchtigung reicht von der Ausgabe diverser
Falschinformationen über die Zielablage, über den Zielverlust durch Blend- und Sättigungseffekte
bis hin zur Zerstörung der Detektoren.
[0002] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren aufzuzeigen,
mit dem es ermöglicht wird, eine einwandfreie Zielverfolgung trotz massiver Störung
sicherzustellen.
[0003] Diese Aufgabe wird in überraschender Weise durch die im Anspruch 1 aufgezeigten Maßnahmen
gelöst. In den Unteransprüchen sind Ausgestaltungen und Weiterbildungen angegeben
und in der nachfolgenden Beschreibung ist ein Ausführungsbeispiel erläutert, das in
der einzigen Figur der Zeichnung skizziert ist, die einen IR-Suchkopf in schematischer
Darstellung zeigt, der gemäß der Erfindung ausgestaltet ist.
[0004] Dem allgemeinen Erfindungsgedanken liegt nun die Überlegung zugrunde, da sich die
genannten Störsysteme ja immer an Bord des anzugreifenden Zieles befinden, diese Störstrahlung
nun in der Weise auszunutzen, daß sie selbst als Ziel herangezogen wird, ungefähr
ähnlich dem aus der Mikrowellentechnik bekannten "Home-on-Jam"-Verfahren. Hierzu wird
nun im Strahlengang des IR-Zielsuchkopfes ein steuerbares Dämpfungsfilter angeordnet,
beispielsweise ein elektrochromes Filter.
[0005] Dieses Filter ist im Normalfall transparent, ist aber innerhalb kurzer Zeit auf eine
wählbare Durchgangsdämpfung einstellbar, sobald die Signalauswertung des Zielsuchkopfes
erkennt, daß Störsignale vorhanden sind oder daß Sättigungseffekte infolge Blendung
im Detektor auftreten.
[0006] Wird die Durchgangsdämpffing des erfindungsgemäßen Filters entsprechend der Störstrahlung
geeignet eingestellt, so wird zwar das angepeilte Ziel nicht mehr genügend Signal
liefern, aber die Störquelle selbst, die ja im Ziel integriert ist, wird in dem linearen
Teil der Detektorkennlinie zu liegen kommen und kann daher problemlos verfolgt werden
und damit den Flugkörper ins Ziel bringen.
[0007] In einer Weiterbildung ist vorgesehen, daß der Endanflug mit einem zusätzlichen zieltypischen
Ablagesignal gesteuert wird, um damit der Tatsache Rechnung zu tragen, daß der Treffpunkt
dort am Ziel liegen sollte, wo es am meisten verwundbar ist und nicht dort, wo der
Störer angebracht ist.
1. Verfahren zur Zielverfolgung eines Flugkörpers mit einem Infrarot-Zielsuchkopf der
in seiner Leistungsfähigkeit durch gerichtete Störmaßnahmen beeinträchtigt ist und
diese Störmaßnahmen erkennt, dadurch gekennzeichnet, daß in den Strahlengang des Zielsuchkopfes ein steuerbares Dämpfungsfilter angeordnet
wird, das im Normalzustand transparent ist und bei Erkennung von Störstrahlung auf
eine wählbar hohe Durchgangsdämpfung einstellbar ist oder automatisch sich selbst
einstellt.
2. Verfahren zur Zielverfolgung eines Flugkörpers mit einem Infrarot-Zielsuchkopf der
in seiner Leistungsfähigkeit durch gerichtete Störmaßnahmen beeinträchtigt ist und
diese Störmaßnahmen erkennt, dadurch gekennzeichnet, daß in den Strahlengang des Zielsuchkopfes ein steuerbares Dämpfungsfilter angeordnet
wird, das im Normalzustand transparent ist und bei Erkennung von Störstrahlung auf
eine wählbar hohe Durchgangsdämpfung einstellbar ist oder automatisch sich selbst
einstellt und im Endanflug das Steuersignal des Suchkopf-Detektors mit einem zieltypischen
Ablagesignal überlagert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpfungsfilter ein elektrochromes Filter ist.
