[0001] Die Erfindung betrifft einen Druckgasschalter mit zwei gegeneinander beweglichen
Kontaktstücken.
[0002] Ein derartiger Druckgasschalter ist aus dem Aufsatz Toda, H. u. a.: Development of
550 kV 1-Break GCB (Part II) - Development of Prototype; in: IEEE Transactions on
Power Delivery, Vol. 8, No. 3, July 1993, S. 1192-1198 bekannt. Die Verschiebung des
einen Kontaktstücks wird über einen Hebelmechanismus auf das andere übertragen. Dazu
sind - symmetrisch zur Mittelachse des Druckgasschalters - zwei Umlenkhebel vorhanden,
an die drehbar jeweils zwei Stangen befestigt sind. Über die Stangen sind beide Kontakstücke
symmetrisch mit entgegengesetzten Enden der Umlenkhebel verbunden. Der Hebelmechanismus
mit den Stangen muß eine elektrische Isolierung enthalten, da er mit beiden Kontaktstücken
verbunden ist und damit die Schaltstrecke überbrückt. Isolierung und elektrische Abschirmung
sind aufwendig. Die Umlenkhebel ragen zwangsläufig seitlich über den Umfang der Schaltkammer
hinaus; dadurch ergibt sich ein recht großer Durchmesser.
[0003] Eine Kapselung des Druckgasschalters mit einem Porzellanisolator, wie sie bei Freiluftschaltern
üblich ist, würde bei einem derartig großen Durchmesser sehr teuer sein. Der Mechanismus
eignet sich daher eher für metallgekapselte gasisolierte Druckgasschalter. Der bekannte
Druckgasschalter arbeitet nach dem konventionellen autopneumatischen Prinzip. Das
bedeutet, daß der für die Lichtbogenlöschung notwendige Druck auch bei großen Strömen
hauptsächlich durch eine Kompressionseinrichtung in der Schaltkammer erzeugt wird.
Dementsprechend weist der bekannte Druckgasschalter eine Kompressionseinrichtung auf,
mit Hilfe derer bei einem Ausschaltvorgang durch die Bewegung eines Kompressionszylinders
gegen einen feststehenden Kolben Isoliergas komprimiert und anschließend zum Löschen
eines Lichtbogens genutzt wird.
[0004] Die Kompression des Isoliergases auf den erforderlichen Druck ist nur möglich, wenn
der Kompressionszylinder und das damit verbundene Kontaktstück mit einer relativ hohen
Mindestgeschwindigkeit bewegt wird. Folglich muß der Schalterantrieb für diese Geschwindigkeit
dimensioniert sein. Die Mindestgeschwindigkeit steigt hierbei mit abnehmendem Durchmesser
der Kompressionseinrichtung. Aus wirtschaftlichen Gründen ist man, wie bereits erwähnt,
bestrebt, den Durchmesser möglichst klein zu halten.
[0005] Auch aus der EP 0 313 813 A1 ist ein Hochspannungsschalter mit zwei gegeneinander
beweglichen Kontaktstücken bekannt, von denen lediglich eines direkt angetrieben wird.
An diesem Kontaktstück ist eine Isolierstoffdüse mit einer diese koaxial umgebenden
leitenden Abschirmung angebracht.
[0006] Diese trägt zwei parallel angeordnete Zahnstangen, die jeweils mit einem ihnen zugeordneten
Zahnrad zusammenwirken.
[0007] Jedes der beiden Zahnräder greift einerseits in eine der beiden Zahnstangen und andererseits
in eine weitere Zahnstange, an die das nicht mit der Isolierstoffdüse verbundene Kontaktstück
gekoppelt ist. Dabei bewirken die Zahnräder eine Umkehr der Bewegungsrichtung, die
Kontaktstücke verschieben sich also stets in entgegengesetzter Richtung. Die Zahnräder
müssen für sehr hohe Belastungen ausgelegt sein, da sie bei Ausschaltvorgängen schlagartig
hohen Geschwindigkeiten ausgesetzt werden.
[0008] Der Hochspannungsschalter arbeitet mit einer Beblasungseinrichtung für den Lichtbogen.
Dadurch werden Zersetzungsprodukte, die der Lichtbogen mit seiner hohen Energie erzeugt,
sehr weit im Innern des Schalters verteilt und gelangen damit auch in das Zahnstangengetriebe.
Dies vermindert die Zuverlässigkeit des Hochspannungsschalters im Falle eines mehrjährigen
Betriebes.
[0009] Daß die Isolierdüse an ihrem dem zweiten Kontaktstück zugewandten Ende eine die Isolierdüse
koaxial umgebende Abschirmung trägt, hat den Nachteil, daß diese Abschirmung, wenn
sie ihre Funktion erfüllen soll, etwa in einer Ebene mit den Elektroden angeordnet
werden muß.
[0010] Die Elektroden steuern das elektrische Feld in der offenen Schaltstrecke. Die Schlagweite
entlang der Außenwand der Isolierstoffdüse kann damit nicht wesentlich größer als
die Schlagweite in SF6 ausgeführt werden.
[0011] Die Schlagweite ist der Abstand zwischen zwei leitenden Teilen längs eines Fadens,
der auf dem kürzesten Weg zwischen diesen Teilen gespannt ist.
[0012] Aus der US 3,896,282 ist ein Hochspannungsschalter bekannt, bei dem die beiden Kontaktstücke
über einen Hebelmechanismus in entgegengesetzter Richtung bewegt werden können. Zu
diesem Zweck sind an einem Umlenkhebel zwei Stangen angelenkt, von denen eine der
beiden Stangen über ein Befestigungsteil mit einem der beiden Kontaktstücke verbunden
ist. Die Isolierstoffdüse wird zusammen mit dieser Stange in Längsrichtung des Schalters
bewegt.
[0013] Zur elektrischen Trennung der beiden Kontaktstücke ist es bei dem bekannten Hochspannungsschalter
der US 3,896,282 erforderlich, dass die beiden genannten Stangen aus einem elektrisch
nicht-leitenden Material bestehen. Weiterhin erhöhen die beiden außenliegenden Stangen
den Durchmesser des Schaltkammerporzellans. Dies alles bringt u.a. erhöhte Herstellungskosten
mit sich.
[0014] Weiterhin sind verschiedene Ausführungsformen von Druckgasschaltern aus der EP 696
040 A1 bekannt. Dort sind Zahnrad-Mechanismen vorgesehen, um die beiden Kontaktstücke
in entgegengesetzter Richtung bewegen zu können. Derartige Zahnrad-Mechanismen besitzen
einen erhöhten Verschleiß und können bspw. durch Schmutzpartikel funktionsunfähig
werden. Weiterhin ist die Herstellung derartiger Zahnrad-Mechanismen aufwendig und
teuer.
[0015] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen wartungsarmen und zuverlässigen Druckgasschalter
zu schaffen, mit dem bei einem Ausschaltvorgang eine hohe Kontakttrenngeschwindigkeit
bei geringer Antriebsenergie erreicht wird.
[0016] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Druckgasschalter nach Anspruch
1.
[0017] Da die Drehachse eines jeden Umlenkhebels in der Mittelachse des Druckgasschalters
liegt, läßt er sich mit demselben Durchmesser herstellen wie herkömmliche Druckgasschalter.
Dies ist besonders vorteilhaft, wenn er als Freiluftschalter mit einem Porzellanisolator
gasdicht gekapselt wird. Die Kosten für einen Porzellanisolator steigen mit seinem
Durchmesser erheblich an. Der Hebelmechanismus ist ein besonders einfaches und robustes
Mittel, um eine gegenläufige Bewegung der Kontaktstücke hervorzurufen. Da die Kraftübertragung
über die Isolierstoffdüse erfolgt, braucht der Hebelmechanismus selbst keine isolierenden
Elemente (z. B. Isolierstangen) zu enthalten.
[0018] Der topfförmige Kontakteinheitskörper nach Anspruch 2 sorgt für eine dielektrische
Abschirmung des Umlenkhebels mit seinen Drehgelenken gegen die Unterbrechungsstelle.
[0019] Mittels des Kraftübertragungselements an der Isolierstoffdüse gemäß Anspruch 3 wird
der Drehpunkt der an der Isolierstoffdüse angebrachten ersten Stange geradlinig geführt.
[0020] Vorzugsweise wird das Kraftübertragungselement, das sich bezüglich des Kraftflusses
zwischen Isolierstoffdüse und Umlenkhebel befindet, gemäß Anspruch 5 in einem größeren
Abstand zu dem gegenüberliegenden Kontaktkörper im Inneren des Kontakteinheitskörpers
angeordnet. Dadurch sind die metallischen Verbindungselemente des Kraftübertragungselementes
elektrisch geschirmt. Diese richtigen Übertragungselemente können damit ohne Rücksicht
auf die elektrische Feldstärke optimal gestaltet werden. Weitere Vorteile dieser Ausführung
sind:
1. Die Schlagweite entlang der Düsenaußenwand kann wesentlich größer ausgeführt werden
als die Schlagweite in SF6. Dies ist wichtig, weil die Spannungsfestigkeit an der
Isolierstoffoberfläche an der Außenseite der Düse im Vergleich zum SF6 durch Verschmutzung
und Fremdpartikel herabgesetzt sein kann. Dies gilt bereits für den Neuzustand, aber
noch mehr für den langjährigen Betrieb.
2. Auch die Schlagweite entlang der Düseninnenwand wird in ähnlichem Maße vergrößert.
Diese Düseninnenwand ist durch die Lichtbogenbeanspruchung im Betrieb starken Beanspruchungen
unterworfen.
3. Weiter wird auf diese Weise erreicht, daß die dielektrische Beanspruchung des festen
Isolierstoffes der Düse stark vermindert ist. Dies ist für einen langjährigen störungsfreien
Betrieb wichtig, weil sich Schädigungen im festen Isolierstoff akkumulieren können.
[0021] Der bzw. die Polytetrafluorethylen-Ringe nach Anspruch 8 sorgen für ein wartungsfreies
gutes Gleiten des Kraftübertragungselements an der Innenwand des Hohlzylinders.
[0022] Wenn die Stromzuführung die Form eines Rohres hat und gemäß Anspruch 9 der Umlenkhebel
in diesem Rohr untergebracht ist, ist dieser mit einfachen Mitteln und dabei besonders
wirkungsvoll dielektrisch abgeschirmt. Den Hebelmechanismus zusätzlich gegen Zersetzungsprodukte
zu schützen, ist sehr einfach möglich. Als rohrförmige Stromzuführung kann eine solche
benutzt werden, wie sie in herkömmlichen Druckgasschaltern verwendet wird (beispielsweise
in einem Druckgasschalter nach der Seite 4 im Firmenprospekt "SF6-Leistungsschalter
mit Federenergieantrieb. 72,5-170 kV", A22 V.7.104/0993 DE der AEG Aktiengesellschaft,
D-34123 Kassel-Bettenhausen). Der Durchmesser des mit einem Hebelmechanismus ausgerüsteten
Druckgasschalters bleibt also gegenüber herkömmlichen Druckgasschaltern unverändert.
[0023] Durch die Kapselung nach Anspruch 12 werden die Gleitlager insbesondere gegen das
Eindringen von Zersetzungsprodukten geschützt, die unter Einwirkung der Lichtbogenenergie
entstehen. Damit ist ein solcher Hebelmechanismus im Hinblick auf eine langjährige
Benutzung zuverlässiger als ein Getriebe mit Zahnrädern.
[0024] Ein Hebelmechanismus aus Metall nach Anspruch 13 zeichnet sich durch seine Stabilität
aus; dies wirkt sich besonders vorteilhaft bei den beiden (langen) Stangen aus, die
an dem Umlenkhebel angebracht sind.
[0025] Wenn beide Kontaktstücke mittels des Hebelmechanismus sich gegenläufig zueinander
verschieben, ist die Relativgeschwindigkeit zwischen ihnen größer als die Geschwindigkeit,
mit der der Antrieb das eine der beiden Kontaktstücke in Bewegung versetzt. Auf diese
Weise wird mit geringer Antriebsenergie eine hohe Kontakttrenngeschwindigkeit erreicht.
[0026] Dies ist vor allem bei Druckgasschaltern gemäß Anspruch 14 von großem Nutzen, die
nach dem Druckkammerprinzip arbeiten. Bei derartigen Schaltern liefert der Lichtbogen
die Energie für seine Beblasung beim Ausschalten großer Ströme. Dazu dringt vom Lichtbogen
erhitztes Isoliergas zunächst in eine Druckkammer ein. In der Nähe des Stromnulldurchgangs
löst dieses erhitzte Isoliergas dann eine Isoliergasströmung aus der Druckkammer in
den Bereich zwischen den Kontaktstücken aus. Nur für die Unterbrechung kleiner Ströme
ist eine Kompressionseinrichtung erforderlich, die aber nur geringe Löschdrücke erzeugen
muß und mit entsprechend geringer Geschwindigkeit bewegt werden kann. Für eine Lichtbogenbeblasung
ist bei derartigen Hochspannungsschaltern somit lediglich eine recht niedrige Antriebsgeschwindigkeit
erforderlich. Eine hohe Kontaktrenngeschwindigkeit ist aber auch bei derartigen Schaltern
für das rückzündungsfreie Unterbrechen von kapazitiven Strömen notwendig.
[0027] Mit dem erfindungsgemäßen Schaltertyp wird eine hohe Kontakttrenngeschwindigkeit
bei einem Ausschaltvorgang bei geringer Antriebsleistung erreicht. Die Energie für
die Ausschaltung ist erheblich reduziert, wobei trotzdem eine recht hohe Ausschaltleistung
erzielt wird. Bei Schaltern nach dem Druckkammerprinzip kommen die Vorteile des erfindungsgemäßen
Hebelmechanismus also besonders gut zur Geltung.
[0028] Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen
gekennzeichnet.
[0029] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand zweier Zeichnungen,
aus denen sich weitere Einzelheiten und Vorteile ergeben, näher beschrieben.
[0030] Es zeigen
- Fig. 1
- einen Druckgasschalter in der Ausschaltstellung im Schnitt; und
- Fig. 2
- den Druckgasschalter aus Fig. 1 in der Einschaltstellung.
[0031] Es zeigt die Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen senkrecht stehenden Schalterpol
eines Druckgasschalters in der Ausschaltstellung.
[0032] Der Druckgasschalter ist mit Isoliergas, beispielsweise SF
6, gefüllt und seitlich von einem rohrförmigen Isolator 1 umgeben. Bezüglich des Schaltertyps
handelt es sich um einen Freiluftschalter.
[0033] Der Druckgasschalter weist zwei gegenläufig entlang seiner Mittelachse M verschiebbare
Kontaktstücke 2 und 3 auf, die eine Unterbrechungsstelle bilden. Das Kontaktstück
2 ist ein Kontaktstift und am Boden eines topfförmigen Kontakteinheitskörpers 4 angebracht.
[0034] Der Kontakteinheitskörper 4 umgibt das Kontaktstück 2 und die Mittelachse M des Druckgasschalters
koaxial und weist mit seiner Öffnung in Richtung der Unterbrechungsstelle, und zwar
nach unten.
[0035] Der Kontakteinheitskörper 4 ragt teleskopartig in einen rohrförmigen, in Richtung
der Unterbrechungsstelle offenen Teil einer Stromzuführung 5 (für das Kontaktstück
2) hinein und ist aus ihr heraus bewegbar. Die Stromzuführung 5 umgibt ebenfalls koaxial
die Mittelachse M des Druckgasschalters.
[0036] Innerhalb dieser Stromzuführung 5 ist oberhalb des Kontakteinheitskörpers 4 ein Umlenkhebel
6 angeordnet, dessen Drehachse 17 die Längsachse des Druckgasschalters in einem rechten
Winkel schneidet.
[0037] Der Umlenkhebel 6 weist zwei Hebelarme auf, an deren äußeren Enden jeweils drehbar
eine Stange 7, 8 angebracht ist. Beide Stangen 7, 8 ragen nach unten. Die Stange 7
ist an ihrem unteren Ende drehbar im oberen Endbereich einer Isolierstoffdüse 9 befestigt.
Die Isolierstoffdüse 9 umgibt seitlich die einander zugewandten Enden des Kontaktstücks
3 und des Kontaktstücks 2.
[0038] Die Isolierstoffdüse 9 ist am oberen Abschluß eines hohlzylinderförmigen rnetallenen
Kontaktkörpers 10 befestigt, welcher koaxial sowohl die Mittelachse M des Druckgasschalters
als auch zum Teil das Kontaktstück 3 umschließt.
[0039] Bei diesem Kontaktstück 3 handelt es sich um einen Tulpenkontakt, der im Einschaltzustand
des Druckgasschalters das Kontaktstück 2 an seinem Endbereich am Umfang berührt.
[0040] Das Kontaktstück 3 ist am Boden des Kontaktkörpers 10 befestigt und mit ihm elektrisch
leitend verbunden.
[0041] Zwischen dem Kontaktstück 3 und der Isolierstoffdüse 9 ist ein kleiner Spalt vorhanden,
der eine Verbindung zwischen dem Bereich zwischen den Kontaktstücken 2 und 3 (Schaltstrecke)
einerseits und dem Inneren des Kontaktkörpers 10 andererseits herstellt.
[0042] Der Druckgasschalter arbeitet nach dem Druckkammerprinzip. Der Innenraum des Kontakkörpers
10 ist an dem der Unterbrechungsstelle abgewandten Ende durch einen Boden verschlossen.
Der Innenraum des Kontaktkörpers 10 dient hierbei als Druckkammer 19. In diese Druckkammer
19 dringt bei einem Ausschaltvorgang zunächst vom Lichtbogen erhitztes Isoliergas
ein. In der Nähe des Stromnulldurchgangs nimmt der Gasdruck in der Schaltstrecke ab,
und es strömt das in der Druckkammer 19 zwischengespeicherte Isoliergas durch eine
in der Isolierstoffdüse 9 befindliche Engstelle in den Bereich der Schaltstrecke und
bebläst den Lichtbogen.
[0043] Bei kleinen Ausschaltströmen wird die Beblasung des Lichtbogens mittels einer Kompessionseinrichtung
erzeugt, die aus dem als feststehender Zylinder ausgebildeten vorderen Teil der Stromzuführung
14 und einem beweglichen Kolben 21 besteht, der zugleich der Boden der Druckkammer
19 ist. Der bewegliche Kolben 21 und der Zylinder umschließen einen Kompressionsraum
20.
[0044] Das Löschgas strömt bei der Beblasung des Lichtbogens von dem Kompressionsraum 20
über Rückschlagventile 23 zur Druckkammer 19 und von dort zur Isolierstoffdüse 9.
Überdurckventile 24 begrenzen den Druck in dem Kompressionsraum 20 und entlasten damit
den Antrieb 11.
[0045] Rückschlagventile 25 geben bei der Einschaltung die Gasströme in den Kompressionsraum
20 frei.
[0046] Mittels eines motorischen Antriebs 11 , der im unteren Teil des Druckgasschalters
angeordnet ist, wird eine senkrecht in der Mittelachse M des Druckgasschalters angeordnete
Antriebsstange 12 während eines Einschaltvorgangs nach oben und während eines Ausschaltvorgangs
nach unten bewegt. Die Antriebsstange 12 stetzt sich in Richtung der Unterbrechungsstelle
in einem Rückblasrohr 26 fort. Die Antriebsstange 12 ist koaxial von einem rohrförmigen
Isolator 13 umgeben. Oben schließt sich an den Isolator 13 das Ende einer Stromzuführung
14 für das Tulpenkontaktstück an.
[0047] Die Stromzuführung 14 umgibt koaxial die Mittelachse M des Druckgasschalters und
ist rohrförmig ausgebildet, wobei ihr unteres Ende tellerförmig waagerecht nach außen
geführt ist. Dort sind zum Außenbereich des Druckgasschalters elektrische Anschlußmöglichkeiten
vorhanden. Innen ist in dem tellerförmigen Ende der Stromzuführung 14 eine Öffnung
für die Antriebsstange 12 vorhanden. Diese Öffnung stimmt mit der inneren Querschnittsfläche
des rohrförmigen Teils der Stromzuführung 14 überein.
[0048] Auf dem tellerförmigen Ende dieser Stromzuführung 14 ist der Isolator 1 angebracht.
Die Übergänge vom Isolator 1 und vom Isolator 13 zum tellerförmigen Ende der Stromzuführung
14 sind jeweils gasdicht ausgeführt.
[0049] Der Kontaktkörper 10 läßt sich bei Schaltvorgängen teleskopartig in die Stromzuführung
14 hinein- und aus ihr herausbewegen. Über Federkontakte, die am oberen Rand der Stromzuführung
14 angebracht sind, besteht in jeder Schalterstellung ein leitender Kontakt zwischen
der Stromzuführung 14 und dem Kontaktkörper 10 mit dem Kontaktstück 3.
[0050] An dem dem Antrieb 11 abgewandten Ende der Antriebsstange 12 ist der Kontaktkörper
10 mit der Isolierstoffdüse 9 befestigt. Die Isolierstoffdüse 9 weist an ihrem von
dem Kontaktstück 3 abgewandten Ende ein tellerförmiges Kraftübertragungselement 15
aus Metall auf, das sich von der Isolierstoffdüse 9 radial bis zur Innenwand des topfförmigen
Kontakteinheitskörpers 4 erstreckt. Dabei besteht zur Innenwand des Kontakteinheitskörpers
4 eine gleitende Verbindung mit einem oder mehreren Ringen aus PTFE. Auf diese Weise
wird die Isolierstoffdüse 9 mit der daran drehbar angebrachten Stange 7 geführt.
[0051] Gleichzeitig mit der Stange 7 bewegt sich die andere an dem Umlenkhebel 6 angebrachte
Stange 8. Sie ist mit ihrem unteren Ende über ein Drehgelenk am Boden des Kontakteinheitskörpers
4 befestigt, und zwar an der der Unterbrechungsstelle abgewandten Seite.
[0052] Der Kontakteinheitskörper 4 wird durch den rohrförmigen Teil der Stromzuführung 5
geführt. Dadurch ist auch für eine geradlinige Führung des Kraftübertragungselements
15 gesorgt, das wiederum innerhalb des Kontakteinheitskörpers 4 gleitend gelagert
ist. Federkontakte 22 an der Innenwandung der Stromzuführung 5 sorgen für einen leitenden
Kontakt zwischen der Stromzuführung 5 und der Außenwandung des (metallenen) Kontakteinheitskörpers
4.
[0053] Die Stromzuführung 5 geht oben über in einen Deckel, der den Isolator 1 nach oben
gasdicht abschließt und an dem außen elektrische Anschlußmöglichkeiten vorhanden sind.
[0054] Während eines Einschaltvorgangs wird die Antriebsstange 12 mit dem Rückblasrohr 26
und dem Kontaktkörper 10 nach oben bewegt, dabei verschiebt sich der Kontakteinheitskörper
4 nach unten.
[0055] Bei Erreichen eines bestimmten Hubes kommen zunächst die Kontaktstücke 2 und 3 miteinander
in Berührung. Im Verlauf der weiteren Einschaltbewegung kommen die Nennstromkontakte
16, die im unteren Bereich des Kontakteinheitskörpers 4 befestigt sind, mit der Außenwand
des Kontaktkörpers 10 in Berührung und ermöglichen einen Stromfluß über die obere
Stromzuführung 5, den Kontaktkörper 10 und die untere Stromzuführung 14. Auch in der
Einschaltstellung fließt der (Nenn-)Strom über die genannten Elemente.
[0056] Fig. 2 zeigt den Druckgasschalter in der Einschaltstellung. Die einzelnen Teile sind
mit denselben Bezugszeichen versehen wie in Fig. 1. Im Vergleich mit dieser Fig. ist
deutlich zu sehen, daß der Umlenkhebel 6 nun zur anderen Richtung geneigt ist.
[0057] Bei einem Ausschaltvorgang löst sich zunächst die elektrische Verbindung zwischen
dem Kontaktkörper 10 und den Nennstromkontakten 16. Der Strom kommutiert dann auf
die Kontaktstücke 2 und 3.
[0058] Im weiteren Verlauf der Ausschaltbewegung trennen sich auch diese Kontaktstücke 2
und 3, und es bildet sich zwischen ihnen ein Lichtbogen aus.
[0059] Die Relativgeschwindigkeit zwischen dem Kontaktkörper 10 und dem Kontakteinheitskörper
4 ist die Summe aus dem Betrag der Absolutgeschwindigkeit des Kontaktkörpers 10 und
dem Betrag der Absolutgeschwindigkeit des Kontakteinheitskörpers 4.
[0060] Für die rückzündungsfreie Unterbrechung von kapazitiven Strömen ist die Relativgeschwindigkeit
der "Kontaktsysteme" (Kontaktkörper 10/Kontaktstück 3 und Kontakteinheitskörper 4/Kontaktstück
2) zueinander ausschlaggebend. Andererseits ist die Absolutgeschwindigkeit der Kompressionseinrichtung
bei Schaltern, die nach dem Druckkammerprinzip arbeiten, von untergeordneter Bedeutung.
Mit dem beschriebenen Druckgasschalter ist es damit möglich - bei gleichbleibender
Ausschaltleistung - die Absolutgeschwindigkeit des Kontaktkörpers 10 erheblich zu
reduzieren. Der Antrieb kommt daher mit deutlich weniger Energie aus.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0061]
- 1
- Isolator
- 2
- (zweites) Kontaktstück
- 3
- (erstes) Kontaktstück
- 4
- Kontakteinheitskörper
- 5
- Stromzuführung
- 6
- Umlenkhebel
- 7
- (erste) Stange
- 8
- (zweite) Stange
- 9
- Isolierstoffdüse
- 10
- Kontaktkörper
- 11
- Antrieb
- 12
- Antriebsstange
- 13
- Isolator
- 14
- Stromzuführung
- 15
- Kraftübertragungselement
- 16
- Nennstromkontakte
- 17
- Drehachse
- 18
- Federkontakt
- 19
- Druckkammer
- 20
- Kompressionsraum
- 21
- (beweglicher) Kolben
- 22
- Federkontakt
- 23
- Rückschlagventil
- 24
- Überdruckventil
- 25
- Rückschlagventil
- 26
- Rückblasrohr
1. Druckgasschalter mit folgenden Merkmalen:
- der Druckgasschalter weist mindestens eine Unterbrechungsstelle auf;
- zu jeder Unterbrechungsstelle gehört jeweils ein erstes und ein zweites Kontaktstück
(3, 2);
- die Kontaktstücke (2, 3) mindestens einer Unterbrecherstelle sind gekoppelt über
einen Hebelmechanismus mit mindestens einem zwei Hebelarme aufweisenden Umlenkhebel
(6);
- die Kontaktstücke (2, 3) dieser Unterbrechungsstelle(n) sind mittels eines einzigen
Antriebs (11) entlang der Mittelachse (M) des Druckgasschalters gegenläufig gegeneinander
verschiebbar;
- an dem ersten Kontaktstück (3) dieser Unterbrechungsstelle(n) ist (jeweils) eine
koaxial zu der Mittelachse (M) angeordnete Isolierstoffdüse (9) befestigt;
- die Drehachse des oder der Umlenkhebel (6) kreuzt die Mittelachse (M) des Druckgasschalters
im rechten Winkel;
- an beiden Hebelarmen ist jeweils über ein Drehgelenk eine Stange (7, 8) befestigt;
- die erste Stange (7) ist drehbar mit der Isolierstoffdüse (9) verbunden,
- die zweite Stange (8) ist drehbar mit dem zweiten Kontaktstück (2) gekoppelt, und
dadurch gekennzeichnet daß,
- die Kraftübertragung über die Isolierstoffdüse (9) erfolgt.
2. Druckgasschalter nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- das zweite Kontaktstück (2) ist am Boden eines topfförmigen Kontakteinheitskörpers
(4), der es koaxial umgibt, befestigt;
- der Kontakteinheitskörper (4) ist über ein Drehgelenk an der zweiten Stange (8)
angebracht;
- sein offenes Ende ist der Unterbrechungsstelle zugewandt;
- er ist koaxial zur Mittelachse (M) des Druckgasschalters angeordnet;
- in seinem Boden ist eine Öffnung, durch die die erste Stange (7) geführt ist;
- der Kontakteinheitskörper (4) ist zumindest an seiner Außenwandung elektrisch leitend,
- die Außenwandung ist elektrisch leitend mit dem zweiten Kontaktstück (2) verbunden;
- sie ist über mindestens einen Gleitkontakt mit einer feststehenden Stromzuführung
(5) für das zweite Kontaktstück (2) verbunden.
3. Druckgasschalter nach Anspruch 2,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- an der Isolierstoffdüse (9) ist ein ein- oder mehrteilig ausgeführtes Kraftübertragungselement
(15) befestigt;
- das Kraftübertragungselement (15) erstreckt sich von der Isolierstoffdüse (9) radial
zur Innenwand des Kontakteinheitskörpers (4);
- es gleitet an der Innenwand des Kontakteinheitskörpers (4).
4. Druckgasschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftübertragungselement (15) Stege aufweist, die in Nuten des Isolierstoffdüse
(9) eingreifen.
5. Druckgasschalter nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftübertragungselement (15) innerhalb des Kontakteinheitskörpers (4) derart
angeordnet ist, dass die Schlagweite entlang der Außenwand der Isolierstoffdüse (9)
in der Ausschaltstellung größer ist als die Schlagweite im Isoliergas.
6. Druckgasschalter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der der Unterbrechungsstelle zugewandte Rand des Kontakteinheitskörpers (4) in der
Ausschaltstellung mit einer bestimmten Länge in Richtung der Unterbrechungsstelle
über das Kraftübertragungselement (15) hinausragt.
7. Druckgasschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge mindestens 2 cm beträgt.
8. Druckgasschalter nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Energiekraftübertragungselement (15) an seinem Außenumfang mit einem oder mehreren
Ringen aus Polytetrafluorethylen (PTFE) im Kontakteinheitskörper (4) geführt ist.
9. Druckgasschalter nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- die Stromzuführung (5) für das zweite Kontaktstück (2) hat zumindest in ihrem der
Unterbrechungsstelle zugewandten Teil die Form eines koaxial zur Mittelachse (M) ausgerichteten
Rohres
- sie umschließt seitlich den Umlenkhebel (6);
- der Gleitkontakt ist ein an der Stromzuführung befestigtes, elektrisch leitendes,
federndes Element;
- der Kontakteinheitskörper (4) ist teleskopartig in die Stromzuführung (5) hinein
und aus ihr heraus verschiebbar.
10. Druckgasschalter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- das erste Kontaktstück (3) ist am Boden eines hohlzylinderförmigen Kontaktkörpers
(10) befestigt;
- der Kontaktkörper (10) umgibt das Kontaktstück (3) koaxial;
- an dem der Unterbrechungsstelle zugewandten Abschluss des Kontaktkörpers (10) ist
die Isolierstoffdüse (9) angebracht;
- die Isolierstoffdüse (9) erstreckt sich in Längsrichtung von dem Kontaktkörper (10)
in Richtung der Unterbrechungsstelle;
- der Kontaktkörper (10) ist zumindest an der seitlichen Außenwandung elektrisch leitend;
- es ist stets mit einer feststehenden Stromzuführung (14) elektrisch leitend verbunden.
11. Druckgasschalter nach Anspruch 10,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- die Stromzuführung (14) hat die Form eines koaxial um die Mittelachse (M) angeordneten
Rohres;
- der Kontaktkörper (10) ist teleskopartig aus der Stromzuführung (14) heraus und
in sie hinein verschiebbar;
- an der Stromzuführung (14) ist ein Federkontakt (18) befestigt;
- der Federkontakt (18) berührt in allen Schalterstellungen die Außenwandung des Kontaktkörpers
(10).
12. Druckgasschalter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehgelenke am Umlenkhebel (6) und an den Stangen (7, 8) gekapselte Gleitlager
sind.
13. Druckgasschalter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Umlenkhebel (6) und die Stangen (7, 8) aus Metall bestehen.
14. Druckgasschalter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er ein nach dem Druckkammerprinzip arbeitender Schalter ist.
1. Air blast switch with the following characteristics:
- the circuit-breaker has at least one point of break;
- a first and a second contact maker (3, 2) belong to each point of break, respectively;
- the contact makers (2, 3) of at least one point of break are coupled to a reversing
lever (6) via a lever mechanism that has at least one of two lever arms;
- the contact makers (2, 3) of this/these point(s) of break can be driven along the
centre line (M) of the air blast switch in opposite directions with respect to each
other by means of a single driving mechanism (11);
- a nozzle of insulating material (9) that is co-axial with respect to the centre
line (M) is attached to the first contact maker (3) of this/these point(s) of break;
- the axis of rotation of the reversing levers (6) intersects the centre line (M)
of the air blast switch at right-angles;
- a rod (7, 8) is in each case attached to both lever arms by a swivel joint;
- the first rod (7) is rotatably connected with the nozzle of insulating material
(9)
- the second rod (8) is rotatably coupled with the second contact maker (2), characterised in that power transmission is effected via the nozzle of insulating material (9).
2. Air blast switch according to claim 1,
characterised by the following characteristics:
- the second contact maker (2) is attached to the bottom of a cup-shaped unitary contact
piece (4) that surrounds it coaxially;
- the unitary contact piece (4) is attached to the second rod (8) by means of a swivel
joint;
- its open end is turned towards the point of break;
- it is positioned coaxially with respect to the centre line (M) of the air blast
switch;
- there is an opening in its base, through which the first rod (7) is led;
- the unitary contact piece (4) has at least an outside wall that is electrically
conductive;
- the outside wall is connected with the second contact maker (2) so as to be electrically
conductive;
- it is connected with a fixed power lead (5) for the second contact maker (2) by
means of at least one sliding contact.
3. Air blast switch according to claim 2,
characterised by the following characteristics:
- a one-piece or multi-part power transmission element (15) is attached to the nozzle
of insulating material (9);
- the power transmission element (15) reaches from the nozzle of insulating material
(9) radially towards the inner wall of the unitary contact piece (4);
- it slides on the inner wall of the unitary contact piece (4).
4. Air blast switch according to claim 3, characterised in that the power transmission element (15) has struts which engage within slots in the nozzle
of insulating material (9);
5. Air blast switch according to any one of claims 3 or 4, characterised in that the power transmission element (15) is positioned within the unitary contact piece
(4) in such a manner that the sparking distance along the outer wall of the nozzle
of insulating material (9) is greater in the switch-off position than the sparking
distance in the insulating gas.
6. Air blast switch according to claim 5, characterised in that the edge of the unitary contact piece turned towards the point of break (4) in the
switch-off position protrudes a certain distance beyond the power transmission element
(15) in the direction of the point of break.
7. Air blast switch according to claim 6, characterised in that the distance amounts to at least 2 cm.
8. Air blast switch according to any one of claims 3 to 7, characterised in that the power transmission element (15) is guided on its outer periphery within the unitary
contact piece by one or several rings of polytetrafluoroethylene (PTFE).
9. Air blast switch according to any one of claims 2 to 8,
characterised by the following characteristics:
- the power lead (5) for the second contact maker (2) has the configuration of a tube
that is aligned coaxially with respect to the to the centre line, at least as regards
the part turned towards the point of break;
- laterally, it surrounds the reversing lever (6);
- the sliding contact is an electrically conductive, resilient element that is secured
to the power lead;
- the unitary contact piece (4) can be moved telescopically into and out of the power
supply unit (5);
10. Air blast switch according to any one of the preceding claims,
characterised by the following characteristics:
- the first contact maker (3) is attached to the bottom of a contact unit (10) that
is shaped like a hollow cylinder;
- the contact unit (10) surrounds the contact maker (3) coaxially;
- the nozzle of insulating material (9) is mounted on the closure of contact unit
(10) that is turned towards the point of break;
- in the longitudinal direction, the nozzle of insulating material (9) reaches from
the contact unit (10) in the direction of the point of break;
- the contact unit (10) is electrically conductive, at least along the lateral outer
wall;
- it is continuously in an electrically conductive relationship with fixed power supply
(14);
11. Air blast switch according to claim 10, characterised as follows:
- the power lead (14) has the shape of a tube that is coaxially positioned around
the centre line (M);
- the contact unit (10) can be moved telescopically out of and into the power supply
unit (14);
- a spring contact (18) is attached to the power supply lead (14);
- in all switch settings, the spring contact (18) is in touch with the outer wall
of the contact unit (10).
12. Air blast switch according to any one of the preceding claims, characterised in that the swivel joints on the reversing lever (6) and on the rods (7, 8) are encapsulated
slide bearings.
13. Air blast switch according to any one of the preceding claims, characterised in that the reversing lever (6) and the rods (7, 8) consist of metal.
14. Air blast switch according to any one of the preceding claims, characterised in that may take the form of a switch that operates according to the pressure chamber principle.
1. Disjoncteur à gaz comprimé, présentant les caractéristiques suivantes:
- le disjoncteur à gaz comprimé présente au moins un point de coupure;
- à chaque point de coupure est respectivement associé un premier et un deuxième plot
de contact (3, 2);
- les plots de contact (2, 3) d'au moins un point de coupure sont couplés par l'intermédiaire
d'un mécanisme de levier à au moins un levier de renvoi (6) présentant deux bras de
levier;
- les plots de contact (2, 3) de ce (ces) point (s) de coupure peuvent se déplacer
dans le sens opposé l'un par rapport à l'autre à l'aide d'un seul entraînement (11)
le long de l'axe médian (M) du disjoncteur à gaz comprimé;
- sur le premier plot de contact (3) de ce (ces) point (s) de coupure est (respectivement)
fixée une buse en matière isolante (9) disposée coaxialement par rapport à l'axe médian
(M);
- l'axe de rotation du ou des leviers de renvoi (6) coupe l'axe médian (M) du disjoncteur
à gaz comprimé à angle droit;
- sur les deux bras de levier est respectivement fixée une barre (7, 8) par l'intermédiaire
d'une articulation à charnière;
- la première barre (7) est reliée à la buse en matière isolante (9) de manière à
pouvoir tourner,
- la deuxième barre (8) est couplée au deuxième plot de contact (2) de manière à pouvoir
tourner, et
- caractérisé en ce que la transmission de forces est réalisée par la buse en matière isolante (9).
2. Disjoncteur à gaz comprimé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'il présente les caractéristiques suivantes:
- le deuxième plot de contact (2) est fixé au fond d'un corps unitaire de contact
(4) en forme de godet, qui l'entoure coaxialement;
- le corps unitaire de contact (4) est appliqué sur la deuxième barre (8) par l'intermédiaire
d'une articulation à charnière;
- son extrémité ouverte est orientée vers le point de coupure;
- il est disposé coaxialement par rapport à l'axe médian (M) du disjoncteur à gaz
comprimé;
- dans son fond est ménagé un orifice que traverse la première barre (7);
- le corps unitaire de contact (4) est au moins électroconducteur au niveau de sa
paroi extérieure;
- la paroi extérieure est reliée de manière électroconductrice au deuxième plot de
contact (2);
- elle est reliée par l'intermédiaire d'au moins un contact glissant à une alimentation
électrique fixe (5) pour le deuxième plot de contact (2).
3. Disjoncteur à gaz comprimé selon la revendication 2,
caractérisé en ce qu'il présente les caractéristiques suivantes:
- sur la buse en matière isolante (9) est fixé un élément de transmission des forces
(15) conçu en comportant une ou plusieurs parties;
- l'élément de transmission des forces (15) s'étend de la buse en matière isolante
(9) radialement jusqu'à la paroi intérieure du corps unitaire de contact (4);
- il glisse sur la paroi intérieure du corps unitaire de contact (4).
4. Disjoncteur à gaz comprimé selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément de transmission des forces (15) présente des nervures qui s'engrènent dans
les rainures de la buse en matière isolante (9).
5. Disjoncteur à gaz comprimé selon l'une quelconque des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que l'élément de transmission des forces (15) à l'intérieur du corps unitaire de contact
(4) est disposé de telle sorte que la distance d'isolement le long de la paroi extérieure
de la buse en matière isolante (9) dans la position de coupure (9) est supérieure
à la distance d'isolement dans le gaz isolant.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le bord du corps unitaire de contact (4) orienté vers le point de coupure, dans la
position de mise hors circuit, dépasse de l'élément de transmission des forces (15)
sur une longueur déterminée dans la direction du point de coupure.
7. Disjoncteur à gaz comprimé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la longueur est d'au moins 2 cm.
8. Disjoncteur à gaz comprimé selon l'une quelconque des revendications 3 à 7, caractérisé en ce que l'élément de transmission des forces énergétiques (15) est doté, au niveau de sa
périphérie extérieure, d'une ou plusieurs bagues en polytétrafluoroéthylène (PTFE)
dans le corps unitaire de contact (4).
9. Disjoncteur à gaz comprimé selon l'une quelconque des revendications 2 à 8,
caractérisé en ce qu'il présente les caractéristiques suivantes:
- l'alimentation électrique (5) pour le deuxième plot de contact (2) se présente,
au moins dans sa partie orientée vers le point de coupure, sous la forme d'un tube
orienté coaxialement par rapport à l'axe médian (M);
- elle entoure latéralement le levier de renvoi (6);
- le contact glissant est un élément électroconducteur, à ressort, fixé à l'alimentation
électrique;
- le corps unitaire de contact (4) peut se déplacer de manière télescopique pour pénétrer
dans l'alimentation électrique (5) et se dégager de celle-ci.
10. Disjoncteur à gaz comprimé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il présente les caractéristiques suivantes:
- le premier plot de contact (3) est fixé au fond d'un corps de contact (10) en forme
de cylindre creux;
- le corps de contact (10) entoure le plot de contact (3) de manière coaxiale;
- au niveau de la fin du corps de contact (10) orientée vers le point de coupure est
appliquée la buse en matière isolante (9);
- la buse en matière isolante (9) s'étend dans la direction longitudinale à partir
du corps de contact (10) dans la direction du point de coupure;
- le corps de contact (10) est électroconducteur au moins au niveau de sa paroi latérale
extérieure;
- il est constamment relié de manière électroconductrice à une alimentation électrique
fixe (14).
11. Disjoncteur à gaz comprimé selon la revendication 10,
caractérisé en ce qu'il présente les caractéristiques suivantes:
- l'alimentation électrique (14) se présente sous la forme d'un tube disposé coaxialement
par rapport à l'axe médian (M);
- le corps de contact (10) peut se déplacer de manière télescopique pour se dégager
de l'alimentation électrique et pénétrer dans celle-ci;
- sur l'alimentation électrique (14) est fixé un contact à ressort (18);
- le contact à ressort (18) repose dans toutes les positions de disjoncteur sur la
paroi extérieure du corps de contact (10).
12. Disjoncteur à gaz comprimé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les articulations à charnière sont des coussinets lisses logés sur le levier de renvoi
(6) et sur les barres (7, 8).
13. Disjoncteur à gaz comprimé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le levier de renvoi (6) et les barres (7, 8) sont réalisés en métal.
14. Disjoncteur à gaz comprimé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il s'agit d'un disjoncteur fonctionnant selon le principe de la chambre de compression.