[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Empfangen und/oder Senden einer elektromagnetischen
Schwingung.
[0002] Aus der EP-0 214 806 A2 ist ein tragbares Empfangsgerät bzw. Sende-Empfangsgerät
bekannt, welches den Empfang mit einer Mehrzahl von Antennen ausnutzt. Dieses tragbares
Sende-Empfangsgerät weist eine schmalbandige, flächenförmige Streifenleiterantenne
auf, die mit einem ersten Empfänger verbunden ist. Weiterhin ist eine breitbandige
Stabantenne mit einem zugeordneten Umschalter verbunden, und ein zweiter Empfänger
sowie ein Sender sind beide mit der breitbandigen Antenne über den Umschalter ("Duplexer")
verbunden. Die flächenförmige Streifenleiterantenne wird gebildet aus einer leitenden,
abstrahlenden Platte (Schicht) und einer leitenden Masseschicht bzw. -platte. Beide
sind durch eine leitende Verbindungsplatte bzw. -schicht miteinander verbunden. Ein
Sender und Empfänger umgebendes Gehäuse enthält in seiner Vorderseite einen Kopfhörer
und Mikrofon sowie unter seiner Rückseite die Streifenleiterantenne. Die Stabantenne
ist aufrecht auf der Oberseite des Gehäuses montiert.
[0003] Durch die bei diesem tragbaren Sende-Empfangsgerät verwendete Mehrzahl von Antennen
sollen Schwund- und Rauscheffekte beim Empfang vermindert werden. Durch die Verwendung
zweier unterschiedlicher Antennentypen sollen dabei ausgeschlossen werden, daß sich
die Antennen gegenseitig störend beeinflussen und daß das tragbare Sende-Empfangsgerät
unnötig schwer und sperrig wird.
[0004] Aus der US-PS 4,721,962 ist eine Antenne für ein Sende-Empfangsgerät bekannt, welches
keinen Sende-/Empfangs-Schalter benötigt, typischerweise ein schnurloses Telefon.
Diese Antenne wird durch eine gedruckte Schaltungsplatine gebildet, die durch zwei
Trennschlitze, die in unterschiedlichen Ebenen liegen, in drei aneinander angrenzende
Bereiche unterteilt ist. Diese Bereiche sind ein erster Endbereich, der an einen ersten
Schlitz angrenzt, ein zweiter Endbereich, der an einen zweiten Schlitz angrenzt, sowie
ein Zwischen- bzw. Zentralbereich zwischen den Schlitzen. Elektrisch leitende Flächen
oder leitende spuren sind über die Schlitze durch Elemente mit großer Hochfrequenzimpedanz
verbunden, wie beispielsweise hochohmige Widerstände oder Drosselspulen. Eine Hochfrequenzeinheit
ist vorzugsweise unterhalb des Zentralbereichs der gedruckten Schaltungsplatine angeordnet
und weist eine Sender-Ausgangsstufe auf, die mit einem ersten der Bereiche der gedruckten
Schaltungsplatine verbunden ist, die eine Antenne bildet, wobei der Zwischenbereich
und der andere Endbereich der gedruckten Schaltungsplatine Direktor- und Reflektorelemente
bilden. Ein Empfängereingang des Hochfrequenzmoduls ist mit dem anderen Endbereich
verbunden, der eine Empfangsantenne bildet, wobei der Zwischenbereich und der erste
Endbereich ein Direktor- bzw. ein Reflektorelement bilden. Die Hochfrequenzverbindungen
zu den jeweiligen Antennen sind nahe den Trennschlitzen angeordnet.
[0005] Diese Antennenanordnung soll insbesondere für den Gebrauch tragbaren (schnurlosen)
Telefonen geeignet sein und die vorteilhaften Eigenschaften einer Stabantenne aufweisen
sowie keinen zusätzlichen Platz im Gehäuse des Telefons und auch keine aus diesem
Gehäuse herausragenden Teile benötigen. Eine Mehrzahl von z.B. Empfangsantennen für
den gleichzeitigen Empfang zwecks Unterdrückung von Rauschen und Schwund wird durch
diese Antennenanordnung jedoch nicht gebildet.
[0006] Die Erfindung hat die Aufgabe, ein Gerät zum Empfangen und/oder Senden einer elektromagnetischen
Schwingung zu schaffen, welches eine Mehrzahl von Antennen aufweist, ohne daß dadurch
gegenüber einem solchen Gerät mit einem einzigen Antennenelement ein bedeutsam erhöhter
Aufwand entsteht.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Gerät zum Empfangen und/oder
Senden einer elektromagnetischen Schwingung mit einem Antennenelement und wenigstens
zwei wellenleitenden Baugruppen, die jede über je eine Speisevorrichtung mit einem
Anschlußpunkt des Antennenelements verbunden und im übrigen für die elektromagnetische
Schwingung gegeneinander isoliert angeordnet sind und die jede ein Leiterteil umfassen,
welches in jeder der wellenleitenden Baugruppen mit der zugehörigen Speisevorrichtung
zum Übertragen der elektromagnetischen Schwingung gekoppelt ist, wobei die wellenleitenden
Baugruppen zum Aufnehmen und/oder Abgeben der elektromagnetischen Schwingung über
die Speisevorrichtung eingerichtet sind und wobei die Leiterteile ausgebildet sind
zum Aufnehmen und/oder Abstrahlen der elektromagnetischen Schwingung in einer dem
Antennenelement vergleichbar wirkenden Weise.
[0008] Bei dem erfindungsgemäßen Gerät wird somit ein Empfangen bzw. Senden der elektromagnetischen
Schwingung über eine Mehrzahl von Antennen erreicht, ohne daß gegenüber dem Stand
der Technik ein weiteres Antennenelement hinzugefügt werden muß. Damit kann das erfindungsgemäße
Gerät in seiner äußeren Bauform demjenigen des Standes der Technik exakt gleichen;
insbesondere wird eine Veränderung der vom Stand der Technik her bekannten äußeren
Baugröße und - Form vermieden. Für den Benutzer eines solchen Gerätes ergeben sich
damit in dessen Handhabung keine Unterschiede zum Stand der Technik. Für die Herstellung
ergibt sich der Vorteil, daß das erfindungsgemäße Gerät sehr einfach aufgebaut ist,
da für das Senden bzw. Empfangen mit einer Mehrzahl von Antennen kein zusätzliches,
gesondertes Antennenelement benötigt wird, wie es in der EP 0214 806 A2 beschrieben
ist. Dies begünstigt einen einfachen und kostengünstigen Aufbau des Gerätes zum Empfangen
bzw. Senden der elektromagnetischen Schwingung, wie er beispielsweise dann besonders
bevorzugt wird, wenn das erfindungsgemäße Gerät im Konsumgüterbereich beispielsweise
als mobiles Kommunikationsgerät, insbesondere Mobiltelefon oder dergleichen, Einsatz
finden soll. Durch die Erfindung ist es dabei in einfacher Weise möglich, insbesondere
die Störungseinflüsse von beim Betrieb des Gerätes sich in dessen unmittelbarer Nähe
befindender Körperteile des Benutzers wirksam zu verringern. So wird insbesondere
erreicht, daß bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des erfindungsgemäßen Gerätes als beispielsweise
Mobiltelefon stets wenigstens eines der Leiterteile bzw. das Antennenelement elektromagnetische
Schwingungen senden bzw. empfangen können, ohne daß sie durch insbesondere die Hand
des Benutzers in ihrer Funktion beeinträchtigt werden.
[0009] Das erfindungsgemäße Gerät erreicht diese Vorteile durch eine Abkehr von dem Prinzip,
wie beim Stand der Technik gemäß der EP 0 214 806 A2 das Antennenelement stets als
elektromagnetische Schwingungen abstrahlendes bzw. aufnehmendes Bauteil gegenüber
einer (im Gerätegehause untergebrachten) elektrisch leitenden Massefläche zu betreiben.
Vielmehr wird die starre Zuordnung bestimmter elektrischer Funktionen zu einzelnen
Bauteilen des Gerätes aufgehoben; erfindungsgemäß fungiert außer dem Antennenelement
grundsätzlich auch jedes der Leiterteile der wellenleitenden Baugruppen als Bauteil
zum Abstrahlen bzw. Aufnehmen der elektromagnetischen Schwingungen. Diese können über
die zugehörigen Speisevorrichtungen von den wellenleitenden Baugruppen an die Konfiguration
aus Antennenelement und Leiterteilen abgegeben bzw. aufgenommen und dann auf wenigstens
zwei verschiedenen Wegen weiterverarbeitet und ausgewertet werden. Dadurch wird auch
bei Störungen oder ungünstigen Sende-bzw. insbesondere Empfangsbedingungen stets wenigstens
eine der wellenleitenden Baugruppen eine elektromagnetische Schwingung in der für
den Betrieb erforderlichen Weise senden bzw. empfangen können.
[0010] Vorzugsweise umfassen dabei die wellenleitenden Baugruppen je eine Schaltungsanordnung
zum Aufnehmen und/oder abgeben der elektromagnetischen Schwingung. Diese Schaltungsanordnungen
können insbesondere Sende- bzw. Empfangsanordnungen für den bestimmungsgemäßen Gebrauch
des erfindungsgemäßen Gerätes enthalten, d.h. solche Bauteile, die dieses Gerät ohnehin
aufzuweisen hat. Die wellenleitenden Baugruppen sind somit keine Bauteile, die zum
Erreichen der erfindungsgemäßen Funktion zusätzlich eingefügt werden müßten. So können
die wellenleitenden Baugruppen nach dieser Fortbildung der Erfindung die auch beim
Stand der Technik gemäß EP 0 214 806 A2 vorhandenen Empfänger und Sender enthalten.
Vorteilhaft bilden dabei die zum Aufnehmen bzw. Abgeben der elektromagnetischen Schwingung
neben dem Antennenelement herangezogenen, genannten Leiterteile der einzelnen wellenleitenden
Baugruppen je einen gemeinsamen elektrischen Leiter für die von der jeweiligen wellenleitenden
Baugruppe umfaßte Schaltungsanordnung. Bevorzugt werden als diese Leiterteile Schirmungen
bzw. Masseflächen der wellenleitenden Baugruppen ausgebildet. Da derartige Schirmungen
und Masseflächen stets vorhanden sind, ergibt sich diese Ausbildung des erfindungsgemäßen
Gerätes ohne zusätzlichen Bauteileaufwand.
[0011] In einer anderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gerätes sind die Leiterteile
der einzelnen wellenleitenden Baugruppen und/oder die zugehörigen Speisevorrichtungen
zum Ausbreiten von zueinander linear unabhängigen Anteilen der elektromagnetischen
Schwingung ausgebildet. Bevorzugt sind dabei die sich in den einzelnen wellenleitenden
Baugruppen ausbreitenden Anteile der elektromagnetischen Schwingung zueinander im
wesentlichen orthogonal. Dadurch kann in einfachster Weise erreicht werden, daß beim
Empfang einer elektromagnetischen Schwingung unabhängig von der räumlichen Position
des erfindungsgemäßen Gerätes stets in wenigstens einer der wellenleitenden Baugruppen
ein Anteil der empfangenen elektromagnetischen Schwingung auftritt, so daß ein zuverlässiger
Empfang gerade im Beispiel eines Mobiltelefons auch bei dessen freizügiger Handhabung
stets gewährleistet ist. Umgekehrt können über die einzelnen wellenleitenden Baugruppen
abgegebene Anteile je nach deren Gewichtung zu elektromagnetischen Schwingungen unterschiedlicher
Wellenformen, insbesondere unterschiedlicher Polarisationen, über die Zusammenführung
der Speisevorrichtungen im Anschlußpunkt des Antennenelements überlagert werden. Wenn
auch der Betrieb mit einer Mehrzahl von Antennen vorzugsweise für den Empfang elektromagnetischer
Schwingungen vorgesehen ist, kann die Mehrzahl der Antennen beim erfindungsgemäßen
Gerät jedoch auch dazu eingesetzt werden, beispielsweise je nach räumlicher Position
des Gerätes unterschiedlich gewichtete Anteile einer elektromagnetischen Schwingung
zu einer resultierenden elektromagnetischen Schwingung zusammenzufügen, die eine bezüglich
eines raumfesten Koordinatensystems wenigstens nahezu feste Wellenform bzw. Polarisation
aufweist. Dadurch könnte die Bauform einer die vom erfindungsgemäßen Gerät gesendeten
elektromagnetischen Schwingungen empfangenden Anordnung vereinfacht werden.
[0012] In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Gerätes erstrecken ich
die Leiterteile der einzelnen wellenleitenden Baugruppen in ihren die Wellenform der
sich auf ihnen ainsbreitenden Anteile der elektromagnetischen Schwingung wesentlich
bestimmenden Abschnitten orthogonal zueinander. Dadurch wird die Orthogonalität der
Anteile der elektromagnetischen Schwingung in den einzelnen wellenleitenden Baugruppen
erreicht.
[0013] Um ihre Funktion für das Senden und/oder Empfangen der elektromagnetischen Schwingung
in vorteilhafter Weise erfüllen zu können, sind die Leiterteile in ihren Hauptabmessungen
auf die Wellenlänge der elektromagnetischen Schwingung abgestimmt. Diese Abstimmung
geht einher mit der ebenfalls vorteilhaft vorliegenden Abstimmung des Antennenelements
auf die Wellenlänge der elektromagnetischen Schwingung. Dabei wird eine Vereinfachung
der Bestimmung der Abmessungen der Leiterteile dadurch erreicht, daß ihre Abstimmung
bevorzugt nur auf die Wellenlänge der zu empfangenden elektromagnetischen Schwingung
erfolgt. Der Betrieb mit einer Mehrzahl von Antennen wird dabei auf den bedeutsameren
Betriebsvorgang des Empfangens der elektromagnetischen Schwingung eingegrenzt.
[0014] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Gerätes sind den Unteransprüchen
zu entnehmen.
[0015] Einige Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Gerätes sind in der Zeichnung dargestellt,
in der übereinstimmende Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen sind. Dabei
zeigen
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gerätes,
Figuren 2 bis 4 unterschiedliche Betriebsfälle des Gerätes nach Fig. 1 und
Figuren 5 und 6 zwei weitere Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Gerätes.
[0016] Fig. 1 zeigt als erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Gerätes eine vereinfachte
Anordnung, bei der in einem im wesentlichen quaderförmigen Gehäuse 1 aus einem vorzugsweise
elektrisch isolierenden Werkstoff eine erste und eine zweite wellenleitende Baugruppe
2 bzw. 3 angeordnet sind. Jede der wellenleitenden Baugruppen 2, 3 ist in Fig. 1 der
Übersichtlichkeit halber nur mit je einem Abschnitt eines Koaxialkabels mit je einem
Außenleiter 4 bzw. 5 und je einem Innenleiter 6 bzw. 7 dargestellt sowie mit je einer
koaxialen Hochfrequenzdrossel 8 bzw. 9. Die Koaxialkabel 4, 6 bzw. 5, 7, insbesondere
ihre Innenleiter 6 bzw. 7, bilden die Speisevorrichtungen der wellenleitenden Baugruppen
2 bzw. 3 und sind miteinander und mit einem Antennenelement 10 an dessen Anschlußpunkt
11 verbunden. Bis auf diese Verbindung sind die wellenleitenden Baugruppen 2, 3 für
die von ihnen aufzunehmende bzw. abzugebende elektromagnetische Schwingung gegeneinander
isoliert angeordnet. Die Außenleiter 43 bzw. 5 der Koaxialkabel bilden die Leiterteile
der ersten bzw. der zweiten wellenleitenden Baugruppe 2 bzw. 3, welche Leiterteile
zum Aufnehmen und/oder Abstrahlen der elektromagnetischen Schwingung in eine dem Antennenelement
10 vergleichbar wirkenden Weise ausgebildet sind. Die Außenleiter 4, 5 können somit
vergleichbar mit dem Antennenelement 10 eine elektromagnetische Schwingung abstrahlen
bzw. aufnehmen. Sie bilden im Beispiel der Figur 1 stabförmige Antenneneinrichtungen,
wohingegen das Antennenelement 10 wendelförmig (auch als Helix bezeichnet) ausgebildet
ist.
[0017] In Figur 1 sind das Antennenelement 10 und das erste Koaxialkabel 4, 6 der ersten
wellenleitenden Baugruppe 2 in einer gemeinsamen Richtung angordnet, wohingegen das
zweite Koaxialkabel 5, 7 der zweiten wellenleitenden Baugruppe 3 in einem ersten Abschnitt
12 rechtwinklig zur Richtung der gemeinsamen Achse des Antennenelements 10 und des
ersten Koaxialkabels 4, 6 geführt ist. Dieser erste Abschnitt 12 ist einseitig mit
dem Anschlußpunkt 11 über den Innenleiter 7 verbunden und mündet nach einem wenigstens
weitgehend rechtwinklig ausgeführten Leitungsbogen 13 in einen zweiten Abschnitt 14,
der sich wenigstens weitgehend parallel zur Achse des ersten Koaxialkabels 4, 6 erstreckt.
Die Abschnitte der Koaxialkabel 4, 6 und 5, 7, die die zum Abstrahlen bzw. Aufnehmen
herangezogenen Leiterteile der wellenleitenden Baugruppen 2 bzw. 3 bilden, werden
durch die koaxialen Hochfrequenzdrosseln begrenzt, die eine weitere Ausbreitung der
elektromagnetischen Schwingung auf den Außenleitern 4, 5 der Koaxialkabel verhindern.
An den von dem Antennenelement 10 abgewandten Enden der koaxialen Hochfrequenzdrosseln
8 bzw. 9 münden die Koaxialkabel 4, 6 bzw. 5, 7 in Anschlußvorrichtungen 15 bzw. 16,
beispielsweise Koaxialstecker, zur Weiterleitung der elektromagnetischen Schwingung
über die Innenleiter 6 bzw. 7 zur Weiterverarbeitung bzw. zum Zuführen elektromagnetischer
Schwingungen in Richtung auf den Anschlußpunkt 11.
[0018] Obgleich die Orientierung des in Figur 1 dargestellten Gerätes in einem bezüglich
der Umgebung dieses Gerätes festen Koordinatensystem grundsätzlich beliebig sein kann,
wird die Ausrichtung der Mittelachsen des Antennenelements 10, des ersten Koaxialkabels
4, 6 des zweiten Abschnitts 14 des zweiten Koaxialkabels 5, 7 als "vertikal" und die
Orientierung des ersten Abschnitts 12 des zweiten Koaxialkabels 5, 7 als "horizontal"
bezeichnet. Dies dient der Vereinfachung der nachfolgenden Beschreibung, bedeutet
jedoch eine Beschränkung in der Position des erfindungsgemäßen Gerätes in seiner Umgebung.
[0019] Figur 2 zeigt einen ersten Betriebsfall für das Gerät nach Figur 1 mit einer von
diesem zu empfangenden elektromagnetischen Schwingung, deren elektrischer Feldvektor
E horizontal ausgerichtet ist. Die zu empfangende elektromagnetische Schwingung ist
somit horizontal polarisiert. Durch das elektrische Feld mit dem horizontalen elektrischen
Feldvektor E wird auf dem Außenleiter 5 des zweiten Koaxialkabels 5, 7 in dessen horizontalem
ersten Abschnitt 12 ein Strom I induziert. Der Strom I auf dem Außenleiter 5 ruft
einen Strom auch auf dem Innenleiter 7 des zweiten Koaxialkabels 5, 7 hervor. Dadurch
wird im zweiten Koaxialkabel 5, 7 der zweiten wellenleitenden Baugruppe 3 eine elektromagnetische
Schwingung erzeugt. Diese wird einerseits durch das zweite Koaxialkabel 5, 7 (auf
dessen Innenleiter 7) der zweiten Anschlußvorrichtung 15 zugeführt und ruft andererseits
Ströme I sowohl auf dem Antennenelement 10 als auch auf dem ersten Koaxialkabel 4,
6, insbesondere auf dessen Innenleiter 6, hervor. Somit führt auch die erste wellenleitende
Baugruppe 2 in diesem Betriebsfall eine elektromagnetische Schwingung, die sich auf
dem Innenleiter 6 in Richtung der ersten Anschlußvorrichtung 16 und auf dem Außenleiter
4 bis zur koaxialen Hochfrequenzdrossel 8 ausbreitet. In Figur 2 ist jedoch der besseren
Übersichtlichkeit halber nur der Ausschnitt aus Figur 1 dargestellt, der die unmittelbar
den Anschlußpunkt 11 umgebenden Elemente umfaßt.
[0020] Figur 3 zeigt in einer der Figur 2 entsprechenden Darstellung einen zweiten Betriebsfall
mit vertikal ausgerichtetem elektrischem Feldvektor E, d.h. mit einer vertikal polarisierten,
zu empfangenden elektromagnetischen Schwingung. Diese erregt einen Strom I im Antennenelement
10 und auf dem Außenleiter 4 des ersten Koaxialkabels 4, 6. Dabei wird wieder vom
Außenleiter 4 ein Strom auch auf dem Innenleiter 6 hervorgerufen. Bei entsprechender
Dimensionierung des Antennenelements 10 und des ersten Koaxialkabels 4, 6 tritt dabei
der Fall ein, daß wie in Figur 3 dargestellt die Ströme I auf dem Innenleiter 6 und
dem Antennenelement 10 in Betrag und Phase miteinander übereinstimmen. Es fließt dann
wie in Figur 3 angedeutet kein Strom im Innenleiter 7 des zweiten Koaxialkabels 5,
7 in dieser Betriebsart mit vertikal polarisierter elektromagnetischer Schwingung
wird diese dann nur in der ersten wellenleitenden Baugruppe 2 geführt.
[0021] Der Vergleich der Figuren 2 und 3 zeigt, daß bei den dargestellten Dimensionierungen
und Polarisierungen des elektrischen Feldvektors E die Ströme I im ersten Koaxialkabel
4, 6 gegensinnig fließen. Durch eine entsprechende Linearkombination von Anteilen
der elektromagnetischen Schwingung mit horizontaler und vertikaler Polarisation kann
ein Betriebsfall erreicht werden, der in Figur 4 dargestellt ist und bei dem sich
die Ströme auf dem ersten Koaxialkabel 4, 6 gegenseitig aufheben. Es fließt dann lediglich
ein Strom I auf dem zweiten Koaxialkabel 5, 7 und dem Antennenelement 10. Der elektrische
Feldvektor E nimmt dann wie in Figur 4 skizziert eine Polarisationsrichtung ein, die
zwischen denjenigen der Betriebsfälle der Figuren 2 und 3, d.h. zwischen der horizontalen
und der vertikalen Polarisation, liegt.
[0022] Die Polarisation im Betriebsfall nach Figur 4 ist im elektrischen Sinne orthogonal
zu der Polarisation im Betriebsfall nach Figur 3. Für die Definition dieser Orthogonalität
ist nicht die räumliche Ausrichtung des elektrischen Feldvektors E in zwei räumlich
senkrecht zueinander stehenden Richtungen maßgebend, sondern vielmehr die Tatsache,
daß im Betriebsfall nach Figur 3 das zweite Koaxialkabel 5, 7 und damit die zweite
wellenleitende Baugruppe 3 und im Betriebsfall nach Figur 4 das erste Koaxialkabel
4, 6 und damit die erste wellenleitende Baugruppe 2 stromlos sind.
[0023] Verallgemeinert ist es nicht notwendig, daß wie in Figur 3 bei vertikaler Polarisation
die Ströme auf dem ersten Koaxialkabel 4, 6 und auf dem Antennenelement 10 einander
gleich sind, um zwei Betriebsfälle mit "orthogonaler" Ausrichtung der induzierten
Ströme zu erhalten. Für die Erzeugung zweier Betriebsfälle, in denen jeweils nur eine
der wellenleitenden Baugruppen 2 bzw. 3 einen Strom durch die elektromagnetische Schwingung
induziert erhält, ist es lediglich erforderlich, daß die Vektoren, die die Ströme
in den die Speisevorrichtungen bildenden Innenleitern 6 bzw. 7 repräsentieren, linear
voneinander unabhängig sind. Dies ist auch für eine größere Anzahl von Speisevorrichtungen
und damit wellenleitenden Baugruppen möglich.
[0024] Figur 5 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Gerätes in schematischer
Darstellung des Gehäuses 1, der wellenleitenden Baugruppen 2, 3 und des Antennenelements
10. Darin wird das zur Abstrahlung bzw. zur Aufnahme elektromagnetischer Schwingungen
ausgebildete Leiterteil der ersten wellenleitenden Baugruppe 2 durch eine leitende
Massefläche 40 gebildet, die als Masseanschluß für eine von der ersten wellenleitenden
Baugruppe 2 umfaßte Schaltungsanordnung 18 dient. Entsprechend sind diese Schaltungsanordnung
18 und die leitende Massefläche 40 miteinander durch eine Verbindung 20 verbunden.
Die Schaltungsanordnung 18 ist zum Aufnehmen und/oder Abgeben einer elektromagnetischen
Schwingung ausgebildet.
[0025] Entsprechend wird das zur Aufnahme bzw. Abstrahlung einer elektromagnetischen Schwingung
ausgebildete Leiterteil der zweiten wellenleitenden Baugruppe 3 durch eine leitende
Massefläche 50 gebildet, die als gemeinsame Masseleitung bzw. Schirmung für eine Schaltungsanordnung
17 zum Aufnehmen und/oder Abgeben einer elektromagnetischen Schwingung vorgesehen
ist. Die Schaltungsanordnung 17 ist ebenfalls Teil der zweiten wellenleitenden Baugruppe
3. Die Schaltungsanordnung 17 und die leitende Massefläche 50 sind über die Verbindung
19 miteinander leitend verbunden.
[0026] Von den wellenleitenden Baugruppen 2, 3 und dort insbesondere von den Schaltungsanordnungen
17, 18 führt je eine Speisevorrichtung 60 bzw. 70 an den Anschlußpunkt 11 des Antennenelements
10.
[0027] Die leitende Massefläche 40 der ersten wellenleitenden Baugruppe 2 ist im Beispiel
nach Figur 5 im wesentlichen vertikal ausgerichtet, wohingegen die leitende Massefläche
50 der zweiten wellenleitenden Baugruppe 3 im wesentlichen horizontal ausgerichtet
ist. Entsprechend werden von diesen leitenden Masseflächen 40 bzw. 50 im wesentlichen
vertikal (Massefläche 40) bzw. horizontal (Massefläche 50) polarisierte elektromagnetische
Schwingungen aufgenommen bzw. abgestrahlt. Wird das Gerät nach Figur 5 beispielsweise
als Mobiltelefon benutzt, bei dem das Antennenelement 10 in der üblichen Gebrauchslage
an der Oberseite des Gehäuses 1 angeordnet ist, befindet sich das Leiterteil 50 der
zweiten wellenleitenden Baugruppe 3 im wesentlichen im oberen Teil des Gehäuses 1,
wohingegen das Leiterteil 40 der ersten wellenleitenden Baugruppe 2 sich im wesentlichen
im unteren Teil des Gehäuses 1 befindet. Während diese leitenden Masseflächen 40,
50 als Streifenleiterantennen wirken, ist in Figur 5 das Antennenelement 10 wiederum
wendelförmig (als "Helix") ausgeführt. Der in der leitenden Massefläche 40 der ersten
wellenleitenden Baugruppe 2 hervorgerufene Strom beim Senden bzw. Empfangen einer
elektromagnetischen Schwingung fließt bevorzugt in vertikaler, der Strom in der Massefläche
50 der zweiten wellenleitenden Baugruppe 3 bevorzugt in horizontaler Richtung. Es
werden damit wenigstens weitgehend orthogonal zueinander ausgerichtete Anteile der
elektromagnetischen Schwingung gesendet bzw. empfangen. Im übrigen sind die Leiterteile
40 und 50 ebenso wie bereits die Koaxialkabel 4, 6 bzw. 5, 7 in Figur 1 räumlich hinreichend
weit voneinander beabstandet, so daß Ströme in einem der Leiterteile 40 bzw. 50 nicht
in den anderen Leiterteil eingestreut werden.
[0028] Bevorzugt weisen sowohl die Leiterteile 40, 50 sowie auch die Koaxialkabel 4, 6 bzw.
5, 7 in Figur 1 und das Antennenelement 10 eine elektrische Länge auf, die wenigstens
weitgehend einem Viertel der Wellenlänge der zu sendenden bzw. zu empfangenden elektromagnetischen
Schwingung entspricht. Dadurch sind die Hauptabmessungen der Leiterteile 40, 50 weitgehend
vorgegeben.
[0029] Figur 6 zeigt eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels nach Figur 5, bei der die
Leiterteile 40, 50 eine veränderte Form aufweisen. Insbesondere umfaßt die leitende
Massefläche 500, die anstelle der leitenden Massefläche 50 in Figur 5 tritt, einen
ersten Abschnitt 120 in horizontaler Ausrichtung und einen zweiten Abschnitt 140 in
vertikaler Ausrichtung. Die Abschnitte 120, 140 der leitenden Massefläche 500 sind
entsprechend dem Leitungsbogen 13 aus dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 an einer
Abwinklung 130 miteinander leitend verbunden. Die leitende Massefläche 40 der ersten
wellenleitenden Baugruppe 2 ist entsprechend dem zweiten Abschnitt 140 der leitenden
Massefläche 50 ausgespart, so daß ihre vertikale Ausrichtung zwar im wesentlichen
erhalten bleibt, jedoch eine horizontal ausgerichtete Komponente hinzutritt, die im
"unteren" Teil - von dem Antennenelement 10 abgewandt - des Gehäuses 1 zu finden ist.
Der vertikal ausgerichtete Abschnitt des Leiterteils 40 und der ebenfalls vertikal
ausgerichtete zweite Abschnitt 140 der leitenden Massefläche 50 sind wieder zur Vermeidung
von gegenseitigen Einstreuungen entsprechend beabstandet.
[0030] Die in Figur 6 skizzierte Anordnung der leitenden Masseflächen 40, 500 ergibt bei
der zu sendenden bzw. zu empfangenden elektromagnetischen Schwingung eine sogenannte
Schrägpolarisation, die von der "vertikalen" Polarisation abweicht.
[0031] Bei der Bemessung der Leiterteile der wellenleitenden Baugruppen 2, 3, insbesondere
deren vertikal ausgerichteter Abschnitte, zeigt sich, daß deren Baugröße keinen sehr
kritischen Einfluß auf die Funktion des erfindungsgemäßen Gerätes ausübt.
[0032] Gegenüber einem Gerät nach dem Stand der Technik ist somit beim erfindungsgemäßen
Gerät eine Ausbildung der wellenleitenden Baugruppen 2, 3 und der von ihnen umfaßten
Schaltungsanordnungen 17, 18 vorzusehen, die bezüglich der elektromagnetischen Schwingung
bis auf die Verbindung über den Anschlußpunkt 11 eine elektrische Trennung bezüglich
der zu sendenden bzw. zu empfangenden elektromagnetischen Schwingung gewährleistet.
Etwaige Schaltungsverbindungen zwischen den wellenleitenden Baugruppen 2, 3 müssen
somit - bis auf den Anschlußpunkt 11 - für die elektromagnetische Schwingung undurchlässig
sein. In der Praxis bedeutet dies jedoch allenfalls einen geringen konstruktiven Mehraufwand.
[0033] Beispielsweise beim Einsatz des erfindungsgemäßen Gerätes als Mobiltelefon enthält
die elektromagnetische Schwingung ein Nutzsignal, beispielsweise ein Sprachsignal.
Die wellenleitenden Baugruppen 2, 3 und insbesondere die von ihnen umfaßten Schaltungsanordnungen
17, 18 sind dann zum Gewinnen dieses Nutzsignals ausgebildet, wenn die wellenleitenden
Baugruppen 2, 3 zum Aufnehmen der elektromagnetischen Schwingung über die zugehörigen
Speisevorrichtungen 60, 70 eingerichtet sind. Wie in Figur 6 durch die Verbindungen
170 (an 17) und 180 (an 18) schematisch angedeutet ist, kann das Nutzsignal von den
Schaltungsanordnungen 17 und 18 zur gemeinsamen Weiterbearbeitung in einer Baugruppe
190 bereitgestellt werden. In Figur 6 ist diese Baugruppe aus Platzgründen im Bereich
der Massefläche 40 eingezeichnet, sie kann in einer Abwandlung des Beispiels nach
Figur 6 auch mit der Schaltungsanordnung 18 verbunden sein oder räumlich und bezüglich
der elektromagnetischen Schwingung auch elektrisch von den wellenleitenden Baugruppen
2, 3 getrennt im Gehäuse 1 untergebracht sein. Beim Empfang der elektromagnetischen
Schwingung über das Antennenelement 10 und die wellenleitenden Baugruppen 2, 3 werden
die Schaltungsanordnungen 17, 18 je nach räumlicher Ausrichtung des Geräts das Nutzsignal
in unterschiedlicher Übertragungsqualität, d.h. insbesondere mit unterschiedlicher
Amplitude bereitstellen. In der Baugruppe 190 kann dann eine bevorzugt automatische
Auswahl derart erfolgen, daß stets ein Nutzsignal hinreichender Amplitude und auch
hinreichenden Rauschabstandes zur Verfügung steht. Dies wird auch als "Antennen-Diversity"
bezeichnet.
[0034] Umgekehrt kann in einem erfindungsgemäßen Gerät, in welchem die wellenleitenden Baugruppen
2, 3 zum Abgeben je einer elektromagnetischen Schwingung über die zugehörigen Speisevorrichtungen
60 bzw. 70 eingerichtet sind, wenigstens ein Teil der wellenleitenden Baugruppen zum
Einbringen eines Nutzsignals in die zugehörige elektromagnetische Schwingung eingerichtet
sein. Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 6 sind dies bevorzugt beide wellenleitende
Baugruppen 2, 3, in denen das Nutzsignal - vorzugsweise ein Sprachsignal - in eine
elektromagnetische Schwingung eingebracht, d.h. auf sie aufmoduliert, wird. Die so
gebildeten, das Nutzsignal enthaltenden elektromagnetischen Schwingungen werden von
den wellenleitenden Baugruppen 2, 3 über die zugehörigen Speisevorrichtungen 60, 70
gemeinsam dem Anschlußpunkt 11 des Antennenelements 10 zugeführt. Durch Steuerung
der Amplituden und/oder der Phasen der das Nutzsignal enthaltenden elektromagnetischen
Schwingungen mit Hilfe der Baugruppe 190 über die Verbindungen 170 bzw. 180 kann dann
die Polarisation der vom Gerät nach Fig. 6 gesendeten elektromagnetischen Schwingung
beeinflußt werden.
[0035] In einer Abwandlung der Ausführungsbeispiele nach den Figuren 1, 5 und 6 kann in
die Speisevorrichtungen 60, 70 bzw. Innenleiter 6, 7 je ein Schalter eingefügt sein,
durch den die wellenleitenden Baugruppen 2, 3 wahlweise von dem Anschlußpunkt 11 elektrisch
getrennt werden können. Beispielsweise kann dadurch jeweils nur eine der wellenleitenden
Baugruppen 2, 3 wahlweise an das Antennenelement 10 angeschlossen werden. Derartige
Schalter können bevorzugt als PIN-Dioden ausgeführt sein, die in "Längsrichtung" in
die Speisevorrichtungen 60, 70 bzw 6, 7 eingefügt sind. Insbesondere können diese
PIN-Dioden von den Schaltungsanordnungen 17, 18 umfaßt sein. Diese Schaltungsanordnungen
17, 18 können dann ferner Steuerschaltungen enthalten, mit denen die PIN-Dioden in
Abhängigkeit von der Amplitude einer von der zugehörigen wellenleitenden Baugruppe
2, 3 empfangenen elektromagnetischen Schwingung leitend oder gesperrt geschaltet werden
können. Diese Steuerung kann wahlweise auch durch die Baugruppe 190 vorgenommen werden.
[0036] In Abwandlung der in den Figuren dargestellten galvanischen Verbindungen der wellenleitenden
Baugruppen 2, 3 mit dem Antennenelement 10 können auch Verbindungen über (kleine)
Impedanzen zum Einsatz gelangen, beispielsweise auch über Induktivitäten oder Kapazitäten.
1. Gerät zum Empfangen und/oder Senden einer elektromagnetischen Schwingung mit einem
Antennenelement und wenigstens zwei wellenleitenden Baugruppen, die jede über je eine
Speisevorrichtung mit einem Anschlußpunkt des Antennenelements verbunden und im übrigen
für die elektromagnetische Schwingung gegeneinander isoliert angeordnet sind und die
jede ein Leiterteil umfassen, welches in jeder der wellenleitenden Baugruppen mit
der zugehörigen Speisevorrichtung zum Übertragen der elektromagnetischen Schwingung
gekoppelt ist, wobei die wellenleitenden Baugruppen zum Aufnehmen und/oder Abgeben
der elektromagnetischen Schwingung über die Speisevorrichtung eingerichtet sind und
wobei die Leiterteile ausgebildet sind zum Aufnehmen und/oder Abstrahlen der elektromagnetischen
Schwingung in einer dem Antennenelement vergleichbar wirkenden Weise.
2. Gerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die wellenleitenden Baugruppen je eine Schaltungsanordnung zum Aufnehmen und/oder
Abgeben der elektromagnetischen Schwingung umfassen.
3. Gerät nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Leiterteile der einzelnen wellenleitenden Baugruppel je einen gemeinsamen
elektrischen Leiter für die von der wellenleitenden Baugruppe umfaßte Schaltungsanordnung
bilden.
4. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Leiterteile der einzelnen wellenleitenden Baugruppen und/oder die zugehörigen
Speisevorrichtungen zum Ausbreiten von zueinander linear unabhängigen Anteilen der
elektromagnetischen Schwingung ausgebildet sind.
5. Gerät nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die sich in den einzelnen wellenleitenden Baugruppen ausbreitenden Anteile der
elektromagnetischen Schwingung zueinander im wesentlichen orthogonal sind.
6. Gerät nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß sich die Leiterteile der einzelnen wellenleitenden Baugruppen in ihren die Wellenform
der sich auf ihnen ausbreitenden Teile der elektromagnetischen Schwingung wesentlich
bestimmenden Abschnitten orthogonal zueinander erstrecken.
7. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Leiterteile in ihren Hauptabmessungen auf die Wellenlänge der elektromagnetischen
Schwingung abgestimmt sind.
8. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in welchem die wellenleitenden Baugruppen
zum Aufnehmen der elektromagnetischen Schwingung über die zugehörigen Speisevorrichtungen
eingerichtet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die elektromagnetische Schwingung ein Nutzsignal enthält, die wellenleitenden
Baugruppen zum Gewinnen dieses Nutzsignals ausgebildet sind und wenigstens ein Teil
der wellenleitenden Baugruppen zum Bereitstellen des Nutzsignals zu dessen gemeinsamer
Weiterbearbeitung eingerichtet ist.
9. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, in welchem die wellenleitenden Baugruppen
zum Abgeben je einer elektromagnetischen Schwingung über die zugehörigen Speisevorrichtungen
eingerichtet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil der wellenleitenden Baugruppen zum Einbringen eines Nutzsignals
in die zugehörige elektromagnetische Schwingung eingerichtet ist und die so gebildeten,
das Nutzsignal enthaltenden elektromagnetischen Schwingungen von den wellenleitenden
Baugruppen über die zugehörigen Speisevorrichtungen gemeinsam dem Anschlußpunkt des
Antennenelements zugeführt werden.