[0001] Die Erfindung betrifft einen Kabelverbinder, insbesondere für Polanschlüsse oder
Zellenverbinderkabel, mit einer Klemmfahne zur Befestigung des Kabelverbinders mittels
einer Schraube an einem elektrischen Leiter, wobei die Klemmfahne eine Umhüllung aus
elastischem Isoliermaterial aufweist.
[0002] Ein derartiger Kabelverbinder ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster 295 10 817.7
bekannt. Bei diesem gattungsgemäßen Kabelverbinder wird das Isoliermaterial um die
Schraube gegossen, so daß die Schraube fest im Isoliermaterial sitzt. Schraube und
Isolation bilden eine untrennbare Einheit, die auf den elektrischen Leiter, wie bspw.
einen Polanschluß aufschraubbar ist.
[0003] Derartige Kabelverbinder haben jedoch den Nachteil, daß die Schraube nicht direkt,
sondern nur über den Kabelverbinder gegriffen werden kann. Da der Kabelverbinder nicht
die Festigkeit der Schraube hat und nach der Gebrauchsmusterschrift sogar aus einem
elastischen Material bestehen soll, ist es schwierig, die Schraube mit Sicherheit
so auf den elektrischen Leiter aufzuschrauben, daß ein Verkanten der Schraube im Gewinde
des elektrischen Leiters vermieden wird. Schon eine geringe Schrägstellung der Schraube
beim Aufschrauben führt dazu, daß bspw. das Innengewinde eines Polanschlusses beschädigt
wird. Da die Polanschlüssejedoch fest mit der Batterie verbunden sind, bedeutet schon
die Beschädigung eines einzigen Innengewindes die Zerstörung der gesamten Batterie.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kabelverbinder herzustellen, der
eine gute Isolation gewährleistet und ein einfaches Einschrauben der Schraube erlaubt.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Umhüllung auf der dem elektrischen Leiter
gegenüberliegenden Seite der Klemmfahne eine Öffnung zum Einführen der Schraube aufweist.
[0006] Der erfindungsgemäße Kabelverbinder erlaubt ein einfaches Einführen der Schraube
durch die der Umhüllung vorgesehene Öffnung. Während die Umhüllung für eine ausreichende
Isolation sorgt, ist die Schraube leicht in die Klemmfahne einzuführen und mit herkömmlichen
Schraubendrehern festzuziehen.
[0007] Vorteilhaft ist es, wenn die Umhüllung eine Klemmfahnenisolation und eine Kappe aufweist,
wobei die Kappe über der Öffnung positionierbar ist. Diese Kappe sorgt für eine Isolation
des Schraubenkopfes und verschließt die Öffnung, so daß in den Bereich der Öffnung
gelangende Flüssigkeit nicht in die Öffnung eindringen kann, sondern von der Kappe
abgeleitet wird.
[0008] Eine Ausgestaltungsform der Erfindung sieht vor, daß die Kappe und die Klemmfahnenisolation
mittels einer Rasteinrichtung miteinander verbindbar sind. Diese Rasteinrichtung erlaubt
es, die Kappe einfach auf die Klemmfahnenisolation aufzudrücken, wobei die Kappe bei
Erreichen der richtigen Position einrastet und festsitzt.
[0009] Um ein Verlieren der Kappe zu vermeiden, wird vorgeschlagen, die Kappe und die Klemmfahnenisolation
über ein flexibles Verbindungsstück miteinander zu verbinden. Hierbei können Kappe,
Klemmfahnenisolation und Verbindungsstück auch einstückig ausgeführt sein.
[0010] Vorteilhaft ist es, wenn die Kappe eine Öffnung zum Einführen der Spitze eines Prüfgerätes
aufweist. Eine derartige Öffnung ist so klein ausgeführt, daß ein Eindringen von Flüssigkeit
unterbleibt und andererseits die Spitze eines elektrischen Prüfgeräts einführbar ist,
um ohne Entfernung der Kappe an der Schraube den elektrischen Zustand des elektrischen
Leiters zu prüfen.
[0011] Eine bevorzugte Ausführungsform der Kappe sieht vor, daß sie ein vorstehendes Element
aufweist, das beim Aufsetzen der Kappe am Kopf der Schraube anliegt. Dieses vorstehende
Element greift vorzugsweise in den Hohlraum von Innensechskantschrauben ein und verhindert
ein Eindringen von Flüssigkeit in diesen Hohlraum. Außerdem kann das vorstehende Element
bei einer entsprechenden Ausbildung der Kappe ein Lösen der Schraube verhindern.
[0012] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Klemmfahnenisolation sieht vor, daß die Öffnung
einen Umfangsbereich mit maximal dem Durchmesser des Kopfes der Schraube aufweist.
Dieser Umfangsbereich liegt am Kopf der Schraube an, und bei elastischem oder verformbarem
Material der Umhüllung ist der Durchmesser dieses Umfangsbereichs kleiner ausgebildet
als der Durchmesser des Schraubenkopfes, so daß beim Einsetzen des Schraubenkopfes
in diesem Umfangsbereich eine feste Anlage der Isolation am Schraubenkopf erzielt
wird. Dies führt einerseits zu einem besseren Halt der Schraube gegen unbeabsichtigtes,
z.B. durch Vibrationen verursachtes Lösen der Schraube und andererseits verhindert
der fest am Schraubenkopf anliegende Umfangsbereich ein Eindringen von Flüssigkeit,
Säure oder Schmutz in den Bereich der Klemmfahne.
[0013] Ein guter Sitz des Kabelverbinders auf dem elektrischen Leiter wird dadurch unterstützt,
daß die Umhüllung auf der Seite des elektrischen Leiters eine Anlagefläche zur Anlage
am elektrischen Leiter aufweist. Diese Anlagefläche ist so ausgebildet, daß die Isolation
auf dem elektrischen Leiter aufliegt. Dadurch wird ein Zutritt von Flüssigkeit oder
Schmutz auf der Seite des elektrischen Leiters zur Klemmfahne verhindert.
[0014] Vorteilhaft ist es, wenn das Isoliermaterial elastisch ist. Dies erlaubt ein angenehmens
Handling des Kabelverbinders und ermöglicht eine einfache Ausbildung der Rasteinrichtung
und des Umfangsbereichs zwischen Schraubenkopf und Klemmfahnenisolation.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben.
[0016] Es zeigt
- Figur 1
- einen Schnitt durch den Kabelverbinder und
- Figur 2
- eine Draufsicht auf den Kabelverbinder
[0017] Der in den Figuren 1 und 2 dargestellte Kabelverbinder 1 ist auf einen elektrischen
Leiter 2, der im vorliegenden Fall der Polanschluß einer Traktionsbatterie ist, die
einer stationären Batterie aufgesetzt. Der Kabelverbinder 1 besteht aus einer Klemmfahne
3, an der ein Kupferkabel 4 befestigt ist. Dieses Kupferkabel weist eine Isolation
5 auf, im Bereich der Klemmfahne 3 von einer Umhüllung 6 aus Isoliermaterial umgeben
ist. Die Umhüllung 6 umgibt die gesamte Klemmfahne mit Ausnahme einer Öffnung 7 auf
der dem elektrischen Leiter 2 gegenüberliegenden Seite der Klemmfahne 3 und einer
Aussparung 8 auf der Seite des elektrischen Leiters 2.
[0018] Die Öffnung 7 hat einen so großen Durchmesser, daß der Kopf 10 einer Schraube 9 in
die Öffnung einsetzbar ist, während der Schaft 11 der Schraube 9 durch eine Bohrung
12 in der Klemmfahne 3 in eine Gewindebohrung 13 im elektrischen Leiter 2 führt. Die
Öffnung 7 hat einen Umfangsbereich 14, in dem der Durchmesser der Öffnung 7 kleiner
ist als der Durchmesser des Schraubenkopfes 10. Da das Isoliermaterial der Umhüllung
6 jedoch verformbar ist, paßt der Schraubenkopf 10 in die Öffnung 7 und es entsteht
eine Abdichtung zwischen der Umhüllung 6 und dem Schraubenkopf 10 im Umfangsbereich
14.
[0019] Die Aussparung 8 auf der zum elektrischen Leiter 2 zeigenden Seite der Klemmfahne
3 ist in der Umhüllung 6 so ausgebildet, daß der elektrische Leiter 2 in die Umhüllung
hinein ragen kann, um direkt an der Klemmfahne 3 anzuliegen. Auf der Seite des elektrischen
Leiters bildet ein ringförmiger Rand der Umhüllung 6 eine Anlagefläche 15 zwischen
Umhüllung 6 und Leiter 2, die einen dichten Abschluß zwischen Umhüllung 6 und Leiter
2 bildet.
[0020] Die Umhüllung 6 besteht aus einer Klemmfahnenisolation 16 und einer Kappe 17, die
über eine Rasteinrichtung 18 miteinander verbunden sind. Diese Rasteinrichtung 18
erlaubt es, die Kappe 17 fest über der Öffnung 7 zu positionieren, damit die Öffnung
7 gegen Schmutz, Säure und eindringendes Wasser geschützt ist. In der Mitte der Innenseite
19 der Kappe 17 ist ein ringförmig vorstehendes Element 20 angeordnet, das beim Aufsetzen
der Kappe 17 in den Innensechskant des Kopfes 10 der Schraube 9 eingreift. Darüberhinaus
ist in der Kappe 17 eine Prüföffnung 21 vorgesehen, die so angeordnet ist, daß die
Spitze eines Prüfgerätes durch die Prüföffnung 21 bis zum Kopf 10 der Schraube 9 geführt
werden kann.
[0021] Beim Montieren des Kabelverbinders 1 wird der Kabelverbinder 1 mit der Anlagefläche
15 auf einen Absatz des elektrischen Leiters 2 aufgesetzt, wobei ein unisolierter
Teil der Klemmfahne 3 im Bereich der Ausnehmung 8 auf dem elektrischen Leiter 2 aufliegt.
[0022] Anschließend wird eine Schraube 9 durch die Öffnung 7 in der Umhüllung 6 und die
Bohrung 12 in der Klemmfahne 3 in ein Innengewinde im elektrischen Leiter 2 eingeschraubt.
Dabei kann der Schraubendreher direkt am Kopf 10 der Schraube 9 angreifen.
[0023] Da das Isoliermaterial der Umhüllung 6 elastisch ist, verformt sich das Isoliermaterial
im Umfangsbereich 14 und im Bereich der Anlagefläche 15, sodaß auf beiden Seiten der
Klemmfahne 3 eine Dichtfläche entsteht.
[0024] Abschließend wird die Kappe 17 so über die Klemmfahnenisolation 16 gestülpt, daß
die Öffnung 7 abgedichtet wird. Die Kappe 17 wird mittels der Rasteinrichtung 18 an
der Klemmfahnenisolation 16 gehalten und das vorstehende Element 20 auf der Innenseite
19 der Kappe 17 hält die Schraube 9, um ein unbeabsichtigtes Lösen der Schraube 9
zu verhindern.
1. Kabelverbinder (1), insbesondere für Polanschlüsse oder Zellenverbinderkabel mit einer
Klemmfahne (3) zur Befestigung des Kabelverbinders (1) mit einer Schraube (9) an einem
elektrischen Leiter (2), wobei die Klemmfahne (3) eine Umhüllung (6) aus Isoliermaterial
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (6) auf der dem elektrischen Leiter
(2) gegenüberliegenden Seite der Klemmfahne (3) eine Öffnung (7) zum Einführen der
Schraube (9) aufweist.
2. Kabelverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (6) eine
Klemmfahnenisolation (16) und eine Kappe (17) aufweist, wobei die Kappe (17) über
der Öffnung (7) positionierbar ist.
3. Kabelverbinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe (17) und die
Klemmfahnenisolation (16) mittels einer Rasteinrichtung (18) miteinander verbindbar
sind.
4. Kabelverbinder nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe
(17) und die Klemmfahnenisolation (16) über ein flexibles Verbindungsstück miteinander
verbunden sind.
5. Kabelverbinder nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe
(17) eine Prüföffnung (21) zum Einführen der Spitze eines Prüfgerätes aufweist.
6. Kabelverbinder nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe
(17) ein vorstehendes Element (20) aufweist, das beim Aufsetzen der Kappe (17) am
Kopf (10) der Schraube (9) anliegt.
7. Kabelverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Öffnung (7) einen Umfangsbereich (14) mit maximal dem Durchmesser des Kopfes (10)
der Schraube (9) aufweist.
8. Kabelverbinder nach einem der vorhergehnden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Umhüllung (6) auf der Seite des elektrischen Leiters (2) eine Anlagefläche (15)
zur Anlage am elektrischen Leiter (2) aufweist.
9. Kabelverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Isoliermaterial elastisch ist.