[0001] Die Erfindung betrifft ein Walzgerüst mit zwei einen Walzspalt bildenden Walzen,
die über Antriebsspindeln von jeweils eigenen Antriebsmotoren antreibbar sind, insbesondere
Quarto-Gerüst, wobei für jede Walze jeweils ein Antriebsstrang mit jeweils einer Zahnkupplung
kombiniert mit einer weiteren Gelenkkupplung zur Anwendung gelangt.
[0002] Bei einem Walzgerüst bedingt die Anordnung von zwei Antriebsmotoren - ein sogenannter
Zwillingsantrieb (twin drive) - infolge des großen Mittenabstandes der Motorantriebswellen
große Beugungswinkel der Antriebsspindeln oder, falls man solche vermeiden will, entsprechend
lange Antriebsspindeln, was jedoch einen drehweichen Antrieb ergäbe. Diese Problematik
stellt sich insbesondere bei Quarto-Reversiergerüsten, bei denen der vertikale Verstellweg
der oberen Arbeitswalze groß ist.
[0003] Für die Anordnung von Antriebsspindeln mit größerem Beugungswinkel ist es bekannt,
Kardanwellen mit Kreuzgelenken vorzusehen. Solche Antriebsspindeln mit großen Beugungswinkeln
haben jedoch den Nachteil, daß sie bei vorgegebenem Durchmesser der Kreuzgelenke -
dieser kann infolge des relativ kleinen Durchmessers der Arbeitswalzen ein bestimmtes
Ausmaß nicht überschreiten - nur relativ kleine Drehmomente übertragen können. Dies
deshalb, weil man bei der Dimensionierung der Kreuzzapfen der Kreuzgelenke beschränkt
ist; insbesondere bei größeren Winkelstellungen erfordern die Kreuzzapfen große Außendurchmesser
der Kreuzgelenke.
[0004] Aus der JP-A - 60-37205 ist ein Walzgerüst bekannt, bei dem die Walzen jeweils über
eine erste Zahnkupplung mit einer ersten Welle und über eine zweite Zahnkupplung mit
einer Verbindungswelle und weiter über ein Kreuzgelenk mit einer Gelenkwelle und ein
weiteres Kreuzgelenk mit einem Antriebsmotor oder einer weiteren Gelenkwelle verbunden
ist. Die Verbindungswellen sind in einer justierbaren Führung in zueinander paralleler
Anordnung gelagert. Hierdurch müssen von den Zahnkupplungen relativ große Winkel aufgenommen
werden, denn es muß ein ausreichend großere Abstand zwischen den an den Verbindungswellen
angeordneten Kreuzgelenken geschaffen werden. Dies erhöht wesentlich den Verschleiß
der Zahnkupplungen. Ein weiterer Nachteil des bekannten Walzgerüstes ist darin zu
sehen, daß der Abstand zwischen Motor und Walzgerüst sehr groß ist, was eine platzaufwendige
Antriebsanordnung ergibt. Hierdurch ergibt sich auch eine zu weiche Momentenübertragung
von den Antriebsmotoren zu den Arbeitswalzen.
[0005] Aus der JP-A - 61-193711 ist ein Walzgerüst der eingangs beschriebenen Art bekannt,
das ähnlich dem in der JP-A - 60-37205 beschriebenen Walzgerüst gestaltet ist. Beide
Walzen sind jeweils über eine Zahnkupplung mit einer ersten Welle und über eine größere
winkelige Abweichungen zulassende Gelenkkupplung, wie ein Kreuzgelenk, mit einer Gelenkwelle
und eine weitere solche Gelenkkupplung mit jeweils einem Antriebsmotor bzw. Getriebe
verbunden. Jeder Antriebsstrang ist somit von zwei Gelenkwellen gebildet, wodurch
sich infolge der einen großen Platz benötigenden Gelenkkupplungen für größere winkelige
Ausnehmungen ein großer Abstand zwischen Motor und Walzgerüst ergibt, was mit dem
Nachteil einer weichen Momentenübertragung von den Antriebsmotoren zu den Arbeitswalzen
einhergeht. Durch die gemäß dem bekannten Walzgerüst einander gegenüberliegenden Kreuzgelenke
ergeben sich große Neigungswinkel der Gelenkwellen zueinander, die von den Kreuzgelenken
aufgenommen werden müssen. Hierdurch treten erhöhte Verschleißerscheinungen auf, so
daß die Lebensdauer der Kreuzgelenke nicht sehr hoch ist. Weiters ist die bekannte
Konstruktion mit einem intensiven Wartungsaufwand verbunden.
[0006] Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt
sich die Aufgabe, ein Walzgerüst zu schaffen, bei dem auch bei Walzen mit kleinen
Durchmessern und einem demgegenüber relativ großen Mittelabstand der Motorantriebswellen
Antriebsspindeln vorgesehen werden können, die mit einem großen Beugungswinkel - und
damit mit relativ kurzer Baulänge - angeordnet werden können, wobei jedoch trotzdem
sehr hohe Antriebsmomente übertragen werden können, beispielsweise zum Walzen hochfesten
Walzgutes und zum Walzen mit großen Stichabnahmen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kombination folgender Merkmale gelöst:
- lediglich eine einzige der Antriebsspindeln ist von zwei durch eine größere winkelige
Wellenverlagerungen zulassende Gelenkkupplung miteinander verbundenen Teilen, von
denen ein Teil über eine solche Gelenkkupplung mit dem Antriebsmotor verbunden ist,
gebildet
- die andere Antriebsspindel erstreckt sich als einteilige Zahnspindel von der Zahnkupplung
bis zu einer an der Antriebswelle des Motors angeordneten, winkelige Wellenverlagerungen
zulassenden Kupplung, vorzugsweise ebenfalls eine Zahnkupplung,
- der erste Teil der zweiteiligen Antriebsspindel ist wesentlich kürzer ausgebildet
als die einteilige Antriebsspindel und
- die Achsen sowohl des ersten Teils als auch des zweiten Teils der zweiteiligen Antriebsspindel
divergieren zur Achse der einteiligen Antriebsspindel.
[0008] Diese Konstruktion ist besonders platzsparend und ermöglicht eine momentenmäßig optimale
Dimensionierung auch bei sehr engen Achsabständen der Walzen.
[0009] Zur Sicherstellung einer ausreichenden Schmierung der Zahnkupplungen ist vorteilhaft
zwischen den Achsen der Walzen und den Achsen der gegenüber den Walzen beweglichen
Teile der Zahnkupplungen jeweils eine Winkelstellung im Bereich zwischen 0,5 und 1,5°,
vorzugsweise eine Winkelstellung von etwa 0,8°, eingehalten, wobei die Dimensionierung
der Kardanwelle und auch der Zahnspindeln noch verbessert werden kann, wenn die Achsen
der Zahnspindeln in Richtung zu den Antriebsmotoren divergieren.
[0010] Zweckmäßig weisen die Zahnkupplungen ballige Außenverzahnungen auf, wobei zur Erzielung
einer axialen Bewegbarkeit der angetriebenen Walzen sich die Innenverzahnungen der
Zahnkupplungen in Achsrichtung über ein Vielfaches der Außenverzahnung erstrecken.
[0011] Um stets den optimalen Eingriffswinkel der Zahnkupplung, d.h. den optimalen Winkel
zwischen der Achse der Walze und der ihr zugeordneten Zahnspindel sicherzustellen,
insbesondere bei Ändern des Walzspaltes, ist der gegenüber einer Walze bewegliche
Teil der Zahnkupplung der Zahnspindel, die mit der Kardanwelle verbunden ist, über
eine Ausgleichseinrichtung zur Einhaltung einer vorgegebenen Winkelstellung am Fundament
abgestützt, wobei die Ausgleichseinrichtung von einer als Hebelsystem ausgebildeten
Parallelführung gebildet ist.
[0012] Zur Vermeidung zu großer Belastungen quer zur Achsrichtung sind vorteilhaft die Zahnspindeln
über Drehlager mittels seitlich geführter Spindelbalancierungen gegenüber dem Fundament
abgestützt.
[0013] Die Erfindung ist nachfolgend anhand in der Zeichnung näher erläutert, wobei Fig.
1 eine Schrägrißansicht und Fig. 2 einen durch die Achsen der Antriebsspindeln gelegten
Vertikalschnitt eines Details der Fig. 1 einer Ausführungsform veranschaulichen.
[0014] Zwei Arbeitswalzen 1, 2 eines Quarto-Grobblechgerüstes, deren Achsabstand 3 sich
auf die gewünschte Blechstärke einstellen läßt, sind gemäß Fig. 1 mit ihren Antriebszapfen
4, 5 über Lager, die generell mit 6 bezeichnet sind, am Walzgerüst 7 abgestützt. Zur
Vermeidung von Durchbiegungen der Arbeitswalzen 1, 2 sind Stützwalzen 8 vorgesehen,
die ebenfalls am Walzgerüst 7 über Lager 9 drehbar gelagert sind.
[0015] Die nur einen relativ kleinen Durchmesser 10 aufweisenden Arbeitswalzen 1, 2 sind
jeweils über eine eigene Antriebsspindel 11, 12 mittels eines eigenen Antriebsmotors
13, 14 antreibbar. Die Anordnung der Antriebsmotoren 13, 14 ist derart getroffen,
daß der Achsabstand 15 der Antriebswellen 16 der Antriebsmotoren 13, 14 möglichst
gering ist. Um die Antriebsspindeln 11, 12 nicht allzu lange bauen zu müssen, was
eine zu weiche Momentenübertragung von den Antriebsmotoren 13, 14 zu den Arbeitswalzen
1, 2 ergäbe, sind die Antriebsspindeln 11, 12 zueinander geneigt angeordnet.
[0016] Erfindungsgemäß ist jeder Antriebszapfen 4, 5 der Arbeitswalzen 1, 2 mit einer Hülse
17 drehfest verbunden, die eine Innenverzahnung 18 aufweist. In diese Innenverzahnung
18 greift eine ballige Außenverzahnung 19, die an einer weiteren Hülse 20 außenseitig
angeordnet ist, ein. Die Hülsen 17 und 20 bilden somit jeweils eine Zahnkupplung.
Die Lange der Innenverzahnung 18 ist um ein Vielfaches länger als die Zähne der Außenverzahnung
19, so daß eine axiale Beweglichkeit möglich ist. Hierdurch können die Arbeitswalzen
1, 2 in Achsrichtung gegenüber dem Walzgerüst 7 verschoben werden. Unterschiedliche
Axiallagen der Arbeitswalzen 1, 2 sind in Fig. 2 dargestellt.
[0017] Die mit der Außenverzahnung 19 versehenen Hülsen 20 sind jeweils drehfest an einer
Spindel 21 bzw. 22 montiert und bilden zusammen mit dieser Spindel 21 bzw. 22 eine
sogenannte Zahnspindel.
[0018] Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Antriebsspindel 12 der oberen
Arbeitswalze 2 von der Zahnspindel 20, 22 und einer daran anschlie-Benden Kardanwelle
23 gebildet, die über ihre Kreuzgelenke 24 einerseits mit der Zahnspindel 20, 22 und
andererseits mit der Antriebswelle 16 des oberen Antriebsmotors 14 verbunden ist.
Anstelle der Kreuzgelenke 24 könnten auch andere Gelenkkupplungen vorgesehen sein,
die zur Übertragung hoher Drehmomente geeignet sind, beispielsweise Flachzapfenkupplungen.
[0019] Die Antriebsspindel 11 der unteren Arbeitswalze 1 ist bis zur Antriebswelle 16 des
unteren Antriebsmotors 13 starr ausgebildet und mit der Antriebswelle 16 des unteren
Antriebsmotors 13 über eine Zahnkupplung 24' gekuppelt. Die Achslagen der Zahnspindeln
20, 21 und 20, 22 sind so gewählt, daß deren Achsen mit den Achsen der zugehörigen
Arbeitswalzen 1, 2 einen Winkel zwischen 0,5 und 1,5°, vorzugsweise einen Winkel von
etwa 0,8°, einschließen. Für die untere Arbeitswalze 1, die im Walzgerüst 7 nur gering
verstellbar angeordnet ist, wird dies durch entsprechende Anordnung des unteren Antriebsmotors
13 erreicht; für die obere Arbeitswalze 2 muß zur Einhaltung des optimalen Winkelbereiches
die Zahnspindel 20, 22 mittels einer als Parallelführung 25 ausgebildeten Ausgleichseinrichtung
gegenüber dem Fundament 26 abgestützt werden. Die Parallelführung 25 ist von einem
Gelenkhebelsystem gebildet, u.zw. greifen etwa vertikal gerichtete Laschen 27 an einem
die obere Zahnspindel 20, 22 umgebenden und gegenüber der Zahnspindel 20, 22 mittels
Drehlager 28 abgestützten Gehäuse 29 an, welches Gehäuse 29 gegenüber dem Fundament
26 verdrehgesichert ist. Die Laschen 27 sind jeweils an einem Winkelhebel 30 angelenkt,
dessen Kniegelenk 31 am Fundament 26 drehbar abgestützt ist. Die weiteren Hebelarme
32 der Winkelhebel 30 sind über eine Zug- bzw. Druckkräfte aufnehmende Lasche 33 verbunden.
Hierdurch kann die Zahnspindel 20, 22 der oberen Arbeitswalze 2 gemeinsam mit dieser
in vertikaler Richtung parallel zu sich selbst verstellt werden, beispielsweise zur
Einstellung unterschiedlich hoher Walzspalte 34.
[0020] Zur Vermeidung von Belastungen, hervorgeruten durch Gewichtskräfte der Antriebsspindeln
11, 12, sind die Zahnspindeln 20, 21 und 20, 22 mittels an einer seitlichen Führung
26' gestützter Spindelbalancierungen 35, 36, die nur in Fig. 2 eingezeichnet sind,
gegenüber dem Fundament 26 abgestützt
[0021] Wie insbesondere aus Fig. 2 zu erkennen ist, gelingt es durch die erfindungsgemäße
Gestaltung des Walzgerüstes, die Kreuzgelenke 24 der Kardanwelle 23 trotz sehr kleiner
Durchmesser 10 der Arbeitswalzen 1, 2 sehr groß zu dimensionieren, u.zw. als Folge
des Vorsehens der Zahnkupplungen 17, 20 und der Zahnspindeln 20, 21 und 20, 22.
[0022] Die Anordnung der Zahnspindeln 20, 21 und 20, 22 ist hierbei so getroffen, daß diese
in Richtung zu den Antriebsmotoren 13, 14 divergieren, wodurch es gelingt, das die
Kardanwelle 23 mit der Zahnspindel 20, 22 verbindende Kreuzgelenk 24 mit maximaler
Größe zu gestalten. Dies ist insoferne von Bedeutung, als das zu übertragende Moment
sich mit der dritten Potenz des Durchmessers der Kreuzgelenke 24 bzw. der Kardanwelle
23 vergrößert. Somit gelingt es, trotz der kleinen Durchmesser 10 der Arbeitswalzen
1, 2 und der relativ eng zum Walzgerüst 7 benachbarten Anordnung der Antriebsmotoren
13, 14, ein sehr großes Drehmoment zu übertragen, u.zw. ein wesentlich höheres als
gemäß dem Stand der Technik, wobei als zusätzlicher Vorteil noch ein drehsteifer Antrieb
verwirklicht ist.
[0023] Ein weiterer Vorteil ist noch darin zu sehen, daß durch die Anordnung der Zahnkupplungen
17, 20 eine nur geringe Verschiebekraft zum Verschieben der Arbeitswalzen 1, 2 erforderlich
ist. Diese liegt weit unter der Verschiebekraft, die beispielsweise notwendig ist,
um eine mittels einer herkömmlichen Gelenkwelle mit Längenausgleich angetriebene Arbeitswalze
zu verschieben.
[0024] Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch Einbau eines als Federtopf 37 ausgebildeten
FederDämpferelementes in das Hebelsystem der Parallelführung 25. Hierdurch werden
dynamisch als Biegekräfte aufden Walzzapfen wirkende Kräfte, hervorgerufen durch die
Vertikalbeschleunigungen des Antriebsstranges beim Walzguteintritt bzw. -austritt,
auf einen Bruchteil der herkömmlichen Werte reduziert. Der Federtopf 37 kann an einem
beliebigen Hebel des Hebelsystems vorgesehen werden. Vorzugsweise ist das Feder-Dämpferelement
kraftabhängig einstellbar.
1. Walzgerüst mit zwei einen Walzspalt (34) bildenden Walzen (1, 2), die über Antriebsspindeln
(11, 12) von jeweils eigenen Antriebsmotoren (13, 14) antreibbar sind, insbesondere
Quarto-Gerüst, wobei für jede Walze (1, 2) jeweils ein Antriebsstrang mit jeweils
einer Zahnkupplung (17) kombiniert mit einer weiteren Gelenkkupplung (24) zur Anwendung
gelangt,
gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
- lediglich eine einzige der Antriebsspindeln (12) ist von zwei durch eine größere winkelige Wellenverlagerungen zulassende Gelenkkupplung (24) miteinander
verbundenen Teilen, von denen ein erster Teil (22) mit der Zahnkupplung (17, 20) und
einer solchen Gelenkkupplung (24) und ein zweiter Teil (23) über eine solche Gelenkkupplung
(24) mit dem Antriebsmotor (14) verbunden ist, gebildet,
- die andere Antriebsspindel (11) erstreckt sich als einteilige Zahnspindel (20, 21)
von der. Zahnkupplung (17, 20) bis zu einer an der Antriebswelle (16) des Motors (13)
angeordneten, winkelige Wellenverlagerungen zulassenden Kupplung, vorzugsweise ebenfalls
eine Zahnkupplung (24'),
- der erste Teil (22) der zweiteiliges Antriebsspindel (12) ist wesentlich kürzer
ausgebildet als die einteilige Antriebsspindel (11) und
- die Achsen sowohl des ersten Teils (22) als auch des zweiten Teils (23) der zweiteiligen
Antriebsspindel (12) divergieren zur Achse der einteiligen Antriebsspindel (11).
2. Walzgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Achsen der Walzen (1, 2) und den Achsen der gegenüber den Walzen (1,
2) beweglichen Teile (20) der Zahnkupplungen (17, 20) jeweils eine Winkelstellung
im Bereich zwischen 0,5 und 1,5°, vorzugsweise eine Winkelstellung von etwa 0,8°,
eingehalten ist.
3. Walzgerüst nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen der Zahnspindeln (20, 21 und 20, 22) in Richtung zu den Antriebsmotoren
(13, 14) divergieren.
4. Walzgerüst nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenverzahnungen (18) der Zahnkupplungen (17, 20) sich in Achsrichtung über
ein Vielfaches der Außenverzahnung (19) erstrecken.
5. Walzgerüst nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der gegenüber einer Walze (2) bewegliche Teil (20) der Zahnkupplung (17, 20) der
Zahnspindel (20, 21), die mit der Gelenkwelle (23) verbunden ist, über eine Ausgleichseinrichtung
(25) zur Einhaltung einer vorgegebenen Winkelstellung am Fundament abgestützt ist,
die von einer als Hebelsystem ausgebildeten Parallelführung (25) gebildet ist.
6. Walzgerüst nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnspindeln (20, 21 und 20, 22) über Drehlager mittels seitlich geführter Spindelbalancierungen
(35, 36) gegenüber dem Fundament (26) abgestützt sind.
7. Walzgerüst nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Feder-Dämpferelement im Hebelsystem der Parallelführung (25) vorgesehen ist,
das inbesondere kraftabhängig einstellbar ist.
1. A roll stand comprising two rolls (1, 2) forming a roll gap (34), which rolls can
be driven by their separate driving motors (13, 14) via drive spindles (11, 12), in
particular a four-high stand, wherein for each roll (1, 2) a separate drive train
is used, each comprising a toothed coupling (17) in combination with a further flexible
coupling (24),
characterized by the combination of the following features:
- one only of the drive spindles (12) is formed by two components connected with each
other by a flexible coupling (24) permitting larger angular shaft displacements, a
first one of said components (22) being connected with the toothed coupling (17, 20)
and such a flexible coupling (24) and a second one of said components (23) being connected
with the driving motor (14) via such a flexible coupling (24),
- the other drive spindle (11) in the form of a single-component toothed spindle (20,
21) extends from the toothed coupling (17, 20) to a coupling arranged on the drive
shaft (16) of the motor (13) and permitting angular shaft displacements, said coupling
preferably also being a toothed coupling (24'),
- the first component (22) of the rwo-component drive spindle (12) is designed so
as to be substantially shorter than the single-component drive spindle (11) and
- the axes of both the first component (22) and the second component (23) of the two-component
drive spindle (12) diverge toward the axis of the single-component drive spindle (11).
2. A roll stand according to claim 1, characterized in that between the axes of the rolls (1, 2) and the axes of the components (20) of the toothed
couplings (17, 20) that are movable relative to the rolls (1, 2), an angular position
in the region between 0.5 and 1.5°, preferably an angular position of roughly 0.8°,
is observed in each instance.
3. A roll stand according to claim 2, characterized in that the axes of the toothed spindles (20, 21 and 20, 22) diverge toward the driving motors
(13, 14).
4. A roll stand according to one or several of claims 1 to 3, characterized in that the internal toothings (18) of the toothed couplings (17, 20) extend in axial direction
over a multiple of the external toothing (19).
5. A roll stand according to one or several of claims 1 to 4, characterized in that the component (20) of the toothed coupling (17, 20) of the toothed spindle (20, 21)
connected with the universal shaft (23), which component is movable relative to a
roll (2), is supported on the foundation via a compensating device (25) serving to
maintain a predetermined angular position, which device is formed by a parallel guide
(25) constructed as a system of levers.
6. A roll stand according to one or several of claims 1 to 5, characterized in that the toothed spindles (20, 21 and 20, 22) are supported relative to the foundation
(26) via a pivot bearing by means of laterally guided spindle balancing means (35,
36).
7. A roll stand according to claim 5 or 6, characterized in that a spring-and-damper element is provided in the system of levers of the parallel guide
(25), being adjustable in particular in dependence on the force.
1. Cage de laminoir avec deux cylindres (1, 2), qui forment une emprise de laminage (34)
et qui peuvent être entraînés par l'intermédiaire d'arbres moteurs (11, 12) par des
moteurs de commande (13, 14) particuliers, notamment cage quarto, une branche d'entraînement
avec à chaque fois un accouplement denté (17) combiné à un autre accouplement articulé
(24) étant utilisée pour chaque cylindre (1, 2),
caractérisée par la combinaison des particularités suivantes :
- un seul des arbres moteurs (12) est formé de deux parties, qui sont reliées ensemble
par un accouplement articulé (24) autorisant de plus grands décalages angulaires de
l'arbre, parmi lesquelles une première partie (22) est reliée à l'accouplement denté
(17, 20) et à un tel accouplement articulé (24) et une deuxième partie (23) est reliée
au moteur de commande (14) par l'intermédiaire d'un tel accouplement articulé (24),
- l'autre arbre moteur (11) s'étend, sous forme d'arbre denté (20, 21) construit d'un
seul tenant, de l'accouplement denté (17, 20) à un accouplement, de préférence également
un accouplement denté (24'), agencé sur l'arbre d'entraînement (16) du moteur (13)
et autorisant des décalages angulaires de l'arbre,
- la première partie (22) de l'arbre moteur (12) en deux parties est réalisée sensiblement
plus courte que l'arbre moteur (11) d'un seul tenant, et
- les axes de la première partie (22) et de la deuxième partie (23) de l'arbre moteur
(12) en deux parties divergent vers l'axe de l'arbre moteur (11) d'un seul tenant.
2. Cage de laminoir selon la revendication 1, caractérisée en ce que, entre les axes des cylindres (1, 2) et les axes des parties (20), mobiles par rapport
aux cylindres (1, 2), des accouplements dentés (17, 20), on garde à chaque fois une
position angulaire comprise entre 0,5 et 1,5°, de préférence une position angulaire
de 0,8° environ.
3. Cage de laminoir selon la revendication 2, caractérisée en ce que les axes des arbres dentés (20, 21 et 20, 22) divergent en direction des moteurs
de commande (13, 14).
4. Cage de laminoir selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les dentures intérieures (18) des accouplements dentés (17, 20) s'étendent en direction
axiale sur un multiple de la denture extérieure (19).
5. Cage de laminoir selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la partie (20), mobile par rapport à un cylindre (2), de l'accouplement denté (17,
20) de l'arbre denté (20, 21) qui est relié à l'arbre articulé (23) est appuyée à
l'assise par l'intermédiaire d'un dispositif de compensation (25) afin de garder une
position angulaire prédéterminée, le dispositif de compensation étant formé par un
guide parallèle (25) conçu comme un système de leviers.
6. Cage de laminoir selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les arbres dentés (20, 21 et 20, 22) sont soutenus par l'intermédiaire de coussinets
de pivotement, au moyen d'équilibreurs d'arbre (35, 36) guidés latéralement, par rapport
à l'assise (26).
7. Cage de laminoir selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce qu'il est prévu un élément amortisseur à ressort, qui est notamment réglable en fonction
des forces, dans le système de leviers du guide parallèle (25).