[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Stopfen einer Zigarette,
bei dem bzw. mit der loser Feinschnitt-Tabak in eine vorgefertigte Zigarettenpapierhülse,
insbesondere Filter-Zigarettenpapierhülse, überführt wird unter Ausbildung einer rauchfertigen
Zigarette.
[0002] Ein derartiges Stopfverfahren mit Hilfe eines herkömmlichen Stopfgerätes ist allgemein
bekannt. Dies gilt insbesondere für die verschiedensten Arten von Stopfgeräten, die
allesamt durch eine längliche Tabakpreßkammer gekennzeichnet sind, die einerseits
von einem etwa halbrunden festen Wandteil und andererseits von einer entgegengesetzt
halbrunden Fläche eines bewegbaren Preßbalkens begrenzt ist, mittels dem die Preßkammer
nach Befüllen mit Tabak unter Herstellung eines strangartigen Tabakvorrats verschließbar
ist. Am einen stirnseitigen Ende der Preßkammer ist eine Aufstecktülle zum Ansetzen
und Aufstecken einer leeren Zigarettenpapierhülse vorgesehen. Am entgegengesetzten
Ende wird die Preßkammer durch einen kolbenartigen Tabak-Ausstoßschieber bzw. Tabaküberführungskolben
begrenzt, mittels dem der Tabakvorrat aus der Preßkammer in die Zigarettenpapierhülse
überführt werden kann. Die Überführung in die Zigarettenpapierhülse erfolgt durch
die erwähnte Aufstecktülle hindurch. Zur Erhöhung der Funktionssicherheit kann an
dem wirksamen Ende des Tabaküberführungskolbens noch ein halbschalenförmiger Löffel
befestigt sein, der die Überführung des Tabakvorrats aus der Preßkammer in die Zigarettenpapierhülse
unter gleichzeitiger Haltung der Stabilität derselben unterstützt.
[0003] Diese bekannten Stopfgeräte und das dazugehörige Verfahren haben sich in der Praxis
mehr oder weniger gut bewährt. Es haftet ihnen jedoch der Nachteil an, daß kein homogener
Tabakstrang innerhalb der Preßkammer hergestellt werden kann mit der Folge eines entsprechend
disharmonischen Abrauchens der hergestellten Zigarette. Zug und Geschmack ändern sich
beim Abrauchen. Des weiteren ist es mit den herkömmlichen Stopfgeräten praktisch unmöglich,
Zigaretten herzustellen, die reproduzierbare Parameter, insbesondere Kondensat-Werte
aufweisen.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Stopfen einer Zigarette zu schaffen, mit dem bzw. der es möglich ist, Zigaretten
mit homogener Tabakverteilung und reproduzierbaren Parametern herzustellen.
[0005] Diese Aufgabe wird verfahrenstechnisch durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches
1 und vorrichtungstechnisch durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 4 gelöst.
[0006] Der Kern der vorliegenden Erfindung besteht also darin, daß eine für eine Zigarette
bestimmte Tabakmenge zu einem weitgehend homogenen Tabakstrang gerollt wird, der dann
mittels eines Tabaküberführungskolbens in eine vorgefertigte Zigarettenpapierhülse
geschoben bzw. überführt wird.
[0007] Durch Bestimmung einer vorgegebenen Tabakmenge und Homogenisierung derselben über
Länge und Querschnitt des erfindungsgemäß hergestellten Tabakstrangs erhält man Zigaretten
mit reproduzierbaren Parametern, insbesondere reproduzierbaren Nikotin- und Kondensat-Werten.
[0008] Vorteilhafte Weiterbildungen und Details des erfindungsgemäßen Verfahrens und der
erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Ansprüchen 2, 3 sowie 5 ff beschrieben.
[0009] Nachstehend werden zwei Ausführungsformen eines erfindungsgemäß ausgebildeten Tischgeräts
zur Selbstherstellung von Zigaretten anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäß ausgebildetes Tischgerät zum Stopfen einer Zigarette in schematischer
Seitenansicht;
- Fig. 2
- das Gerät gemäß Fig. 1 in Draufsicht.
- Fig. 3
- eine gegenüber dem Gerät nach den Fig. 1 und 2 um ein Wickelband ergänztes Tischgerät
in schematischer Seitenansicht; und
- Fig. 4
- eine abgewandelte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tischgeräts zum Stopfen
von Zigaretten mit nur zwei Homogenisierungsrollen in Seitenansicht.
[0010] Das Stopfgerät gemäß den Fig. 1 und 2, welches mit der Bezugsziffer 10 gekennzeichnet
ist, ist ein Tischgerät und steht auf einer Grundplatte 11. Zusätzlich ist auf dieser
Grundplatte 11 eine Tabakwaage 12 sowie eine Display-Einrichtung 13 zur Anzeige des
durch die Waage 12 festgestellten Tabakgewichts montiert.
[0011] Die Display-Einrichtung 13 umfaßt eine Standsäule 14 mit Monitor 15. Die Gewichtsangabe
erfolgt in Milligramm. Die elektrische Kopplung zwischen der Display-Einrichtung 14
und der Tabakwaage 12 ist hier nicht näher dargestellt. Es handelt sich dabei um eine
an sich bekannte Kopplung.
[0012] Die Tabakwaage 12 weist eine Tabakaufnahmeschale 16 auf, deren Breite der Länge der
noch zu beschreibenden Tabakpreßkammer des Stopfgerätes 10 entspricht. In Fig. 2 ist
die Breite der Tabakaufnahmeschale 16 mit dem Bezugsbuchstaben "B" gekennzeichnet.
[0013] Das Stopfgerät 10 umfaßt eine längliche Tabakpreßkammer, die radial begrenzt ist
durch vier drehangetriebene Homogenisierungsrollen 18, 19, 20 und 21. Diese Homogenisierungsrollen
sind gleichmäßig über den Umfang der Tabakpreßkammer verteilt angeordnet. Sie definieren
eine quasi-zylindrische Tabakpreßkammer. Die eine Homogenisierungsrolle, nämlich in
Fig. 1 unterste Homogenisierungsrolle 18, ist getrieblich mit einem Antrieb, hier
Elektromotor 22, drehverbunden. Die Drehverbindung dieser Homogenisierungsrolle 18
mit den übrigen Homogenisierungsrollen 19 bis 21 und zwischen diesen untereinander
erfolgt über miteinander kämmende Zahnräder 23, 24, 25 und 26. Die oberste Homogenisierungsrolle
21 dient als sogenannte Schließrolle. Sie ist bei Bedarf nach oben in eine Stellung
schwenkbar, die in Fig. 1 mit dem Bezugsbuchstaben "O" (für "offen") gekennzeichnet
ist. Die Schließstellung der Homogenisierungsrolle 21 ist mit dem Bezugsbuchstaben
"S" (für "schließen") bezeichnet.
[0014] Konkret ist die oberste Homogenisierungsrolle 21 zwischen zwei Armen 27 drehgelagert.
Die beiden Arme 27 sind um eine sich parallel zur Längsachse der Homogenisierungsrolle
21 bzw. Tabakpreßkammer 17 erstreckende Achse 28 am Gehäuse 29 des Stopfgerätes 10
verschwenkbar gelagert derart, daß diese Homogenisierungsrolle 21 nach Art einer "Kappsäge"
aus einer Tabakpreßkammer-Öffnungsstellung "O" in eine Tabakpreßkammer-Schließstellung
"S" und umgekehrt verschwenkbar ist. In der Offenstellung "O" der Homogenisierungs-
bzw. Schließrolle 21 ist die Tabakpreßkammer von oben her zugänglich, und zwar zum
Zwecke der Befüllung derselben mit einer abgewogenen Tabakmenge, die auf der Tabakaufnahmeschale
16 der vorgeordneten Waage 12 bereits über die Länge der Tabakpreßkammer 17 bzw. über
die Breite "B" der Tabakaufnahmeschale 16 möglichst gleichförmig verteilt ist. Die
endgültige Homogenisierung über die Länge und den Querschnitt erfolgt dann innerhalb
der Tabakpreßkammer 17 durch die umlaufenden Homogenisierungsrollen 18 bis 21. Durch
die Homogenisierungsrollen 18 bis 21 erfährt der Tabak innerhalb der Tabakpreßkammer
17 auch eine geringfügige radiale Pressung, die jedoch nicht derart stark sein muß
wie bei herkömmlichen Stopfgeräten mit Preßbalken. Dies hängt nicht zuletzt damit
zusammen, daß durch die Umwälzung des Tabaks innerhalb der Tabakpreßkammer bzw. des
Tabakaufnahmeraums ohnehin eine Verdichtung des Tabaks erhalten wird, und zwar relativ
homogen über Querschnitt und Länge.
[0015] Am Tabak-Überführungsende des Tabakaufnahmeraums ist eine Aufstecktülle 30 in herkömmlicher
Weise angeordnet, auf die eine vorgefertigte Zigarettenpapierhülse 31 aufsteckbar
ist. Beim Schließen der Homogenisierungs- bzw. Schließrolle 21 wird über einen Hebelmechanismus,
der im einzelnen nicht näher dargestellt ist, ein der Aufstecktülle 30 zugeordnetes
Klemmelement 33 radial gegen die Aufstecktülle 30 bewegt unter Festklemmung der aufgesteckten
Zigarettenpapierhülse 31. Diesbezüglich handelt es sich um eine an sich bekannte Konstruktion
bei Stopfgeräten, so daß sich eine nähere Erläuterung hier erübrigt.
[0016] Der innerhalb der Tabakpreßkammer 17 gebildete Tabakstrang wird mittels eines Tabaküberführungskolbens
32 aus der Tabakpreßkammer 17 heraus durch die Aufstecktülle 30 hindurch in die Zigarettenpapierhülse
31 überführt. Die Überführung erfolgt vorzugsweise mit relativer Geschwindigkeit.
Dies ist dann besonders gut erreichbar, wenn der Tabaküberführungskolben mit einem
Schiebeantrieb gekoppelt ist.
[0017] Das beschriebene Stopfgerät und die beschriebene Verfahrensweise eignen sich auch
besonders gut für Versuchsreihen, d. h. zur Herstellung von Zigaretten mit reproduzierbaren
Parametern, wie Nikotin- und/oder Kondensat-Werten oder dergleichen. Es lassen sich
Zigaretten von bestimmter Art relativ schnell reproduzieren. Der Aufwand dafür ist
denkbar gering.
[0018] Für den Hausgebrauch ist es z. B. denkbar, auf die Waage 12 und die Display-Einrichtung
13 zu verzichten. Dann bleibt die Bestimmung der Tabakmenge je Zigarette dem Verbraucher
überlassen. Auf jeden Fall erhält der Verbraucher den beschriebenen Homogenisierungseffekt
mittels der drehangetriebenen Homogenisierungsrollen. Diese Homogenisierungsrollen
können umfangsseitig mit Längs- und/oder Querwellen, einer Riffeloberfläche oder dergleichen
versehen sein. Grundsätzlich ist jedoch an eine glatte bzw. nur geringfügig aufgerauhte
Mantelfläche der Homogenisierungsrollen gedacht.
[0019] Bei der beschriebenen Ausführungsform werden insgesamt vier gleichmäßig über den
Umfang verteilt angeordnete und miteinander drehverbundene Homogenisierungsrollen
eingesetzt. Es ist denkbar und liegt im Bereich des beschriebenen Erfindungsgedankens,
statt dessen nur drei oder auch mehr als vier Homogenisierungsrollen zu verwenden.
Im Extremfall genügt sogar eine einzige Homogenisierungsrolle, die in den Tabakaufnahmeraum
bzw. in die Tabakpreßkammer radial eintaucht. Im übrigen ist die Tabakpreßkammer dann
durch eine teilzylindrische Wand begrenzt. Mittels dieser einen Homogenisierungsrolle
wird der Tabak innerhalb des Tabakaufnahmeraums umgewälzt und homogenisiert.
[0020] Statt eines Elektro-Antriebs für die Homogenisierungsrollen ist auch ein manueller
Antrieb mittels Kurbelhebel oder dergleichen möglich. Letztgenannte Ausführung bietet
sich wiederum für den Hausgebrauch besonders an.
[0021] Es sei auch noch darauf hingewiesen, daß im konkreten Fall die Drehverbindung zwischen
den einzelnen Homogenisierungsrollen 18, 19, 20 und 21 über ein zentrales Ritzel 34
erfolgt, dessen Drehachse mit der Längsachse der Tabakpreßkammer 17 fluchtet. Damit
eine Kollision zwischen diesem Ritzel 34 und dem Tabaküberführungskolben 32 vermieden
wird, ist das Ritzel 34 als Hohlritzel ausgebildet, d. h. mit einem Durchgang für
den Tabaküberführungskolben versehen. Dieser Durchgang ist mit der Bezugsziffer 35
in Fig. 1 gekennzeichnet.
[0022] Um beim Stopfen einer filterlosen Zigarettenpapierhülse zu vermeiden, daß Tabak aus
dem der Aufstecktülle 30 gegenüberliegenden Ende austritt, ist diesem Ende ein Anschlag,
z. B. in Form einer Scheibe 36 zugeordnet (s. Fig. 2). Diese Scheibe 36 ermöglicht
auch eine gleichförmig dichte Befüllung der Zigarettenpapierhülse bis zu dem der Scheibe
36 zugeordneten Ende, d. h. über die gesamte Länge der Hülse. Die Scheibe 36 ist auch
in Verbindung mit einer Filter-Zigarettenpapierhülse von Vorteil. Sie verhindert ein
versehentliches Abrutschen der Hülse von der Aufstecktülle. Vorzugsweise ist die Scheibe
36 nach dem Aufstecken der Zigarettenpapierhülse auf die Aufstecktülle 30 von der
Seite her einschwenkbar und/oder axial an die Hülse auf Anschlag zustellbar.
[0023] Die Ausführungsform nach Fig. 3 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 und
2 nur dadurch, daß die Homogenisierungsrollen 18, 19, 20, 21 von einem Wickelband
37 umschlungen sind, dessen Breite etwa der auf den Tabak einwirkenden Länge der Homogenisierungsrollen
entspricht. Die Länge des Wickelbandes 37 ist so bemessen, daß in Betriebsstellung,
wie in Fig. 3 dargestellt, um die Tabakpreßkammer 17 herum eine Schlinge 38 ausgebildet
wird. Die Tabakpreßkammer 17 wird also nahezu vollständig radial durch die Schlinge
38 des Wickelbandes 37 begrenzt. Beim Öffnen der Vorrichtung durch Hochschwenken der
obersten Homogenisierungsrolle 21 wird die Schlinge 38 entsprechend geöffnet unter
Ausbildung einer länglichen Zugangsöffnung zur Tabakpreßkammer (17). Durch das Wickelband
37 erhält man eine Vergleichmäßigung des radialen Drucks auf den Tabak innerhalb der
Tabakpreßkammer 17 und eine bessere Gleichverteilung desselben über den Querschnitt
und die Länge der Tabakpreßkammer. Auch wird vermieden, daß Tabak zwischen den Homogenisierungsrollen
aus der Tabakpreßkammer heraus nach außen transportiert wird und nach unten bröselt.
Das Wickelband 38 hält den Tabak in der Tabakpreßkammer 17 zusammen.
[0024] Bei der Ausführungsform nach Figur 4 sind lediglich zwei Homogenisierungsrollen 18
und 21 vorgesehen, wobei die Achse der einen, nämlich etwas tiefer gelegenen Homogenisierungsrolle
18 ortsfest im Gehäuse der Vorrichtung gelagert ist, während die Achse der anderen,
nämlich etwas höher gelegenen Rolle 21 längs eines Kreisbogens bewegbar ist aus einer
Tabakpreßkammer-Offen- bzw. -Füllstellung entsprechend der Darstellung in Fig. 4 und
einer Tabakpreßkammer-Schließstellung, die in Fig. 4 mit unterbrochener Linie und
dem Bezugsbuchstaben S angedeutet ist.
[0025] Die Tabakpreßkammer ist wie bei den vorangehenden Figuren mit der Bezugsziffer 17
gekennzeichnet. In diese erstreckt sich etwa 5 bis 10 mm der hier nicht näher dargestellte
Tabaküberführungskolben hinein. Um diesen sowie um die beiden Homogenisierungsrollen
18 und 21 ist ein Wickelband 37 geschlungen. Die Umschlingung um den Tabaküberführungskolben
definiert eine Schlinge 38 zwischen den beiden Homogenisierungsrollen 18 und 21, wobei
diese Schlinge 38 im Schließzustand "S" etwas weiter geschlossen ist als in dem in
Figur 4 dargestellten Füllzustand.
[0026] Der Tabakpreßkammer 17 ist noch ein an der Oberseite des Gehäuses der Vorrichtung
um eine horizontale und sich parallel zur Tabakpreßkammer erstreckende Achse 39 verschwenkbar
gelagerter Tabakschacht 40 zugeordnet. Über diesen Tabakschacht wird der vorher abgewogene
Tabak in die Preßkammer 17 überführt. Die Überführungsstellung des Tabakschachts ist
in Fig. 4 dargestellt. Nach Überführen des Tabaks in die Tabakpreßkammer 17 wird der
Tabakschacht wieder zurück auf die Oberseite des Gehäuses verschwenkt. Anschließend
wird die obere Homogenisierungsrolle 21 samt Wickelband 37 in die in Fig. 4 mit unterbrochener
Linie dargestellte Schließstellung "S" bewegt. Die Tabakpreßkammer 17 ist dann geschlossen.
Über ein Antriebsritzel 41 erfolgt dann eine Drehung der unteren Homogenisierungsrolle
18. Durch Mitnahme des Wickelbandes 37 wird auch die obere Homogenisierungsrolle 21
in entsprechender Weise mitgedreht. Die Homogenisierung und Pressung des Tabaks innerhalb
der Tabakpreßkammer 17 erfolgt durch indirekten Radialdruck der Homogenisierungsrollen
18 und 21, und zwar unter Zwischenschaltung des Wickelbandes 37. Das Wickelband 37
weist eine Breite auf, die der Länge der Homogenisierungsrollen 18, 21 bzw. der Tabakpreßkammer
17 entspricht. Die obere Homogenisierungsrolle 21 ist mit einem Arm 42 verbunden,
dessen der Homogenisierungsrolle 21 gegenüberliegendes Ende innerhalb eines vertikalen
Langlochs 43 auf- und abbewegbar ist entsprechend dem Doppelpfeil 44. Im übrigen ist
die Homogenisierungsrolle 21 bzw. deren Achse am freien Ende eines innerhalb des Gehäuses
der Vorrichtung schwenkbar gelagerten Arms befestigt, der die Schwenkkurve der oberen
Homogenisierungsrolle 21 zwischen der Offenstellung und Schließstellung definiert.
Die Schwenkbewegung des Tabakschachts 40 ist in Fig. 4 mit dem Doppelpfeil 45 angedeutet.
[0027] Zu der Ausführungsform nach Fig. 3 sei noch erwähnt, daß bei Verwendung eines Wickelbandes
37 die obere Homogenisierungsrolle 21 vorzugsweise um die Achse der Homogenisierungsrolle
20 verschwenkbar ist entsprechend dem in Fig. 3 dargestellten Pfeil 46, um auch im
offenen Zustand die Schlinge 38 des Wickelbandes 37 weitgehend aufrechtzuerhalten,
so daß die Tabakbefüllung in die Schlinge 38 hinein erfolgen kann, so wie dies bei
der Ausführungsform nach Fig. 4 ebenfalls der Fall und in Fig. 4 dargestellt ist.
[0028] Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich
beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik
neu sind.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 10
- Stopfgerät
- 11
- Grundplatte
- 12
- Tabakwaage
- 13
- Display-Einrichtung
- 14
- Standsäule
- 15
- Monitor
- 16
- Tabakaufnahmeschale
- 17
- Tabakpreßkammer
- 18
- Homogenisierungsrolle
- 19
- Homogenisierungsrolle
- 20
- Homogenisierungsrolle
- 21
- Homogenisierungsrolle
- 22
- Elektromotor
- 23
- Zahnrad
- 24
- Zahnrad
- 25
- Zahnrad
- 26
- Zahnrad
- 27
- Schwenkarm
- 28
- Schwenkachse
- 29
- Gehäuse
- 30
- Aufstecktülle
- 31
- Zigarettenpapierhülse
- 32
- Tabaküberführungskolben
- 33
- Klemmelement
- 34
- Ritzel
- 35
- Durchgang für Tabaküberführungskolben
- 36
- Anschlagscheibe
- 37
- Wickelband
- 38
- Schlinge
- 39
- Schwenkachse
- 40
- Tabakschacht
- 41
- Antriebsritzel
- 42
- Arm
- 43
- Langloch
- 44
- Doppelpfeil
- 45
- Doppelpfeil
- 46
- Pfeil
1. Verfahren zum Stopfen einer Zigarette, bei dem loser Fein-Tabak in eine vorgefertigte
Zigarettenpapierhülse, insbesondere Filter-Zigarettenpapierhülse, überführt wird,
dadurch gekennzeichnet,
- daß eine für eine Zigarette bestimmte Tabakmenge abgewogen und auf vorbestimmte
Länge gebracht wird, und
- daß diese Tabakmenge gerollt wird, um einen über die Länge weitgehend homogenen
Tabakstrang zu erhalten, der dann in die vorgefertigte Zigarettenpapierhülse überführt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Rollen der Tabakmenge unter radialem Druck erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Überführung des Tabakstrangs in die Zigarettenpapierhülse mit im wesentlichen
konstanter Geschwindigkeit erfolgt.
4. Vorrichtung zum Stopfen einer Zigarette, mit einer Tabakpreßkammer (17), einem dieser
zugeordneten Tabaküberführungskolben (32) und einer Aufstecktülle (30), die zum Aufstecken
einer vorgefertigten Zigarettenpapierhülse dient, so daß Tabak mittels des Tabaküberführungskolbens
(32) aus der Tabakpreßkammer (17) durch die Aufstecktülle (30) hindurch in die Zigarettenpapierhülse
(31) überführbar ist, wobei der Aufstecktülle (30) ein radial wirksames Klemmelement
(33) zum Festklemmen einer auf die Aufstecktülle gesteckten Zigarettenpapierhülse
(31) bei der Tabaküberführung in diese zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Tabakpreßkammer (17) radial durch mindestens eine drehangetriebene Homogenisierungsrolle
(18, 19, 20, 21) begrenzt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Homogenisierungsrolle eine Länge aufweist, die der Länge der Tabakpreßkammer (17)
entspricht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens zwei, insbesondere vier gleichmäßig über einen Umfang angeordnete Homogenisierungsrollen
(18, 19, 20, 21) zur radialen Begrenzung der Tabakpreßkammer (17) vorgesehen sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eine, insbesondere die beim Gebrauch obere Homogenisierungsrolle (21) zur
Ausbildung einer länglichen Zugangsöffnung zur Tabakpreßkammer (17) entfernbar, insbesondere
abschwenkbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine der Homogenisierungsrollen (18) entweder direkt oder indirekt über ein Getriebe,
einen Riemen, eine Kette oder dergleichen mit einem Antrieb, insbesondere Elektromotor
(22) in Drehverbindung steht, während diese und alle übrigen Homogenisierungsrollen
untereinander über Zahnräder (23, 24, 25, 26; 34), Ketten oder dergleichen drehverbunden
sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Tabakpreßkammer (17) eine Waage (12) zur Bestimmung der für eine Zigarette erforderlichen
Tabakmenge vorgeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Waage (12) eine Schale (16) zur Aufnahme losen Fein schnitt-Tabaks mit einer Breite
(B) entsprechend der Länge der zugeordneten Tabakpreßkammer (17) aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schale (16) der Tabakwaage (12) abnehmbar oder in Richtung zur Tabakpreßkammer
bzw. deren Zugangsöffnung hin schwenkbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Tabakwaage (12) eine Display-Einrichtung (13) mit Monitor (15) zur Anzeige der
vorbestimmten Tabakmengen für die herzustellenden Zigaretten zugeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
die der Zugangsöffnung der Tabakpreßkammer (17) zugeordnete Homogenisierungsrolle
(21) zwischen zwei Armen (27) drehgelagert ist, die um eine sich parallel zur Längsachse
der Homogenisierungsrolle (21) bzw. Tabakpreßkammer (17) erstreckende Achse (28) am
Gehäuse (29) der Vorrichtung (10) verschwenkbar gelagert ist derart, daß diese Homogenisierungsrolle
(21) nach Art einer "Kappsäge" aus einer Tabakpreßkammer-Öffnungsstellung (O) in eine
Tabakpreßkammer-Schließstellung (S) und umgekehrt verschwenkbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
dem freien Ende der auf die Aufstecktülle (30) gesteckten Zigarettenpapierhülse (31)
ein Anschlag (36) zugeordnet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
über die Homogenisierungsrollen (18, 19, 20, 21) ein Wickelband (37) geführt ist unter
Ausbildung einer Schlinge (38) um die Tabakpreßkammer (17) herum.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
die die Tabakpreßkammer (17) radial begrenzende Schlinge (38) beim Entfernen, insbesondere
Abschwenken der wenigstens einen Homogenisierungsrolle (21) offenbar ist unter Ausbildung
einer länglichen Zugangsöffnung zur Tabakpreßkammer (17).